Beiträge von epizentrum

    ^ Eine klasse Perspektive mit ungewohntem Blick auf die Skyline und dem Blickfang des genialen Messehalendachs ist das. Der Messe- und der Innenstadt-Cluster verschmelzen zu einem "Gebirge" ähnlich wie von der anderen Seite bspw. von der Alten Brücke aus. Wenn Eden und Spin wachsen (und dann leider die EZB verdecken), werden sie das abwechslungsreiche Spiel der sehr unterschiedlichen Gestaltungen zusätzlich bereichern. Bitte in einem Jahr noch einmal fotografieren!

    ^^ Für's Archiv: Inzwischen sind wir in Frankfurt bei 20% der üblichen Flugbewegungen und 10% der Passagierzahlen angekommen. In den nächsten Tagen dürften die Passagierzahlen auf 5% oder sogar auf 2% sinken, meint Fraport-Vorstand Schulte. Die Nordwest-Bahn ist bekanntlich geschlossen, der südlichen Parallelbahn steht demnächst das gleiche Schicksal bevor. Die Betriebserhaltung kostet Geld; gleiches gilt für die Gebäude. Im Terminal 1 sind einige Teilbereiche deshalb komplett geschlossen. (Q)


    Wer sich die Situation auf dem Vorfeld Frankfurts und eigentlich aller Flughäfen weltweit nicht so recht vorstellen kann, der möge einen Blick auf das folgende Video werfen, das gerade unter Airlinern kursiert: Klick! (Urheber unbekannt, deshalb als Link. Vorsicht, Pathos pur!)

    Coronavirus-bedingt verschiebt die Nassauische Heimstätte Wohnstadt alle Modernisierungs- und Großinstandhaltungsarbeiten, für deren Durchführung ein Zugang zu Wohnungen notwendig wäre. Genau Zahlen nennt das Unternehmen in der entsprechenden Pressemitteilung nicht. Es ist davon auszugehen, dass andere Wohnbauträger ähnlich vorgehen.


    Desweiteren gelten generell auf Baustellen in Hessen Auflagen, welche zum Ziel haben, die Übertragung des Virus einzudämmen. Darunter zählen Abstandregeln, die Deckelung der Arbeiterzahl je Fläche etc. Auf den meisten Baustellen wird jedoch weiterhin gearbeitet.

    ^ Super Bilder! Ich wünschte, wir hätten öfter diesen herrlich blauen Himmel in Frankfurt. An der Fassade wird weiter gearbeitet, auch nicht wesentlich langsamer als vor der Corona-Situation, allerdings bleibt die Konstruktion eine kleinteilige Sisyphusarbeit. Das Ergebnis lohnt sich aber, wie man jetzt auch aus direkter Nähe unten am Erdgeschoss sehen kann. Die Parkhaus-Seite ist jetzt - fast - verkleidet, und das Vordach zeigt sich umrahmt:


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    Und - immer ein Zeichen dafür, dass bald die Baugeräte abziehen - die Verkehrsflächen rund um den Neubau werden (wieder-) hergestellt:


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    Bilder: epizentrum

    Mir war nicht bewusst, wie tief unterhalb der Straße die Ebene liegt, auf der jetzt die Bodenplatte entstehen wird. Von der Junghofstraße aus gesehen beachte man die gelben Container:


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    Schwenk nach links. Vorne wird an der Bewehrung gearbeitet, links zur Deutsche-Bank-Hauptfiliale ist der Betonrand fertig, im Hintergrund und im Vorbild sind etliche Silos zu sehen, u.a. die von Trevi:


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    Bilder: epizentrum

    ^ Danke für die Eindrücke. Ich war gestern abend dort und möchte gerne weitere Aspekte ergänzen. Städtebaulich erfüllt das Güterplatz-Ensemble zusammen mit dem Skyline Plaza und dem Grand Tower eine Scharnierfunktion zwischen vom baulichen Charakter her sehr unterschiedlich geprägten Quartieren. Von hier aus laufen die Mainzer Landstraße, die Frankenallee und die Europaallee schnurgerade durch die Viertel. Hier entsteht ein Auftakt, der diesen Namen auch verdient hat. Mit den letzten wachsenden Rohbauten kann man sich langsam ein Bild von der Platzsituation machen, die den Flaneur erwarten wird. Das Zusammenspiel zwischen Skyline Plaza und Grand Tower konnten wir schon mehrfach im Grand-Tower-Thread bewundern, eine Ahnung des zukünftigen Gesamtbildes des Platzes habe ich mit dem folgenden Streifenbild versucht einzufangen:


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    Ein weiteres von der Seite mit der zukünftigen Europaallee / U-Bahn-Station im Vordergrund:


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    Davon abgesehen noch einmal kurz in die Spin-Lobby geschaut: Im hinteren Bereich erkennt man, dass die Galerie, zu der die zukünftige große Treppe führen wird, sich weit nach hinten öffnet. Das großzügige Raumgefühl wird also auch in der höheren Ebene fortgesetzt. Die atemberaubende Größe der über der Lobby schwebenden, von wenigen Stützen getragenen Deckenfläche muss man vor Ort betrachten. Es ist schwierig, sie in einem Bild einzufangen. Trotzdem noch ein Versuch nachfolgend:


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    Parallel wächst die ABG-Bebauung nach oben und umrahmt insbesondere den Eden-Turm. Dort (am Eden) wurde gestern ein Kranantrieb nach oben gehievt. Für welchen Kran allerdings? Der Wetterschutz ist noch immer längst nicht komplett; immerhin kam gestern ein Element hinzu:


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    Bilder: epizentrum

    Arnsburger Straße 1 (Villa Wertheim)

    Dem Projektentwickler scheint angesichts der Coronavirus-bedingten Unwägbarkeiten die Lust an der Vollendung seines Projektes vergangen zu sein. Er bietet das denkmalgeschützte Haus an der Ecke zur Habsburger Allee zum Kauf an. Die Eckdaten: 4 großzügige Etagenwohnungen, teilweise Stuck an den 4 Meter hohen Decken, "gute Grundsubstanz" und große Gewölbekeller, 379 qm Wohnfläche, 300 qm Grundstück, Baujahr 1873. Preisvorstellung: 2,6 Mio. Euro. Siehe Inserat sowie Infobeitrag und letzte Beiträge #241 und vorige dazu.

    ^ Etwa 25% der vor den Flugplanbeschneidungen geplanten Starts und Landungen werden noch durchgeführt. Das gilt mehr oder weniger sowohl in Frankfurt als auch bundes- und europaweit (EuroControl).

    Eulengasse 51 + 83, Am Ameisenberg 3, Am Rötheneck 16, Berger Straße 349 + 334 + 326

    Auf die Gefahr einer Dopplung von jahrealten Bildern möchte ich das Umfeld der allerobersten Berger Straße - also einem Teil des erst seit 1877 eingemeindeten Alt Bornheims - kurz beleuchten und dabei "Neubauten" der letzten 10 Jahre zeigen, von denen ich hier keine Bilder (mehr) gefunden habe.


    Am gefühlten Ende der Berger Straße (tatsächlich endet sie am Galgenberg) stößt man an der Kreuzung zur Eulengasse und Enkheimer Straße auf die nachfolgend zu sehenden, drei kleinen Fachwerkhäuser, die prototypisch für die ursprüngliche Bebauung in und um Alt Bornheim stehen. Bekanntermaßen ist dieser Teil Bornheims nach wie vor dörflich geprägt, weshalb Bauherren und Architekten mit Neubauprojekten vor großen Herausforderungen stehen. Wie erschafft man gestalterisch, technisch und funktional zeitgemäße Räume, ohne den städtebaulichen Charakter zu zerstören und ohne den Maßstab der Umgebung zu sprengen? Die Antwort: Bis vor kurzem bemühte man sich - oft genug - erst gar nicht darum. Im Hintergrund und links erkennt man etwa bereits maßstabssprengende Bauten, deren Genehmigung man sicher als Sünde bezeichnen kann, auch wenn beispielsweise die Hochhäuser in besonderer, solitärfreundlicher Lage auf dem Galgenberg stehen:


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    Wenige Meter die Berger Straße hinunter sind vereinzelte Gründerzeitler zu sehen, die wohl nach der Eingemeindung in Fortsetzung der Nordend-Bebauung entstanden waren. Aktuellere Neubauten direkt an der Berger versuchen sich ins Dörfliche einzufügen, wie diese beiden Baukörper von 2010 an der Berger Straße 326 (das graue und das angeschnittene weiß verputzte). Gegenüber, rechts außerhalb des Bildes, steht das älteste Gebäude Bornheims, der Lange Hof:


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    Ein Stück höher die im gleichen Jahr entstandene Berger Straße 334 (siehe auch hier im Forum) mit mehreren Baukörpern, deren kleinerer zur Berger Straße hin auf dem folgenden Bild zu sehen ist. Er versucht den Spagath der Vermittlung zwischen einem wieder giebelständig stehenden Altbau (rechts, verputzt) und einem zurückgesetzten 6-geschossigen Neubau (evtl. aus den 1960er-Jahren):


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    Ein Grund für meinen Bornheim-Exkurs gestern war der Besuch der Eulengassen-Wohnhäuser aus dem Büro von Stefan Forster. Das ABG-Projekt wurde 2017 fertiggestellt und besteht aus drei Baukörpern mit drei bis fünf Geschossen auf einer gemeinsamen Tiefgarage. Die beiden kleineren Volumen an der Eulengasse stehen, ähnlich wie ihre kleineren Nachbarn, als giebelständige Langhäuser leicht zurückgesetzt. Dadurch bildet sich eine Kaskade, die ich fast als spielerisch empfinde:


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    Auf diese Art und Weise fällt die wahre Größe der Häuser nicht gleich auf:


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    Satteldächer, Gesimse, Lisenen, die stehenden Fenster und verklinkerte Sockel tragen ebenfalls dazu bei, dass die Häuser an dieser Stelle nicht wie Fremdkörper wirken. Dazu gehört auch der Verzicht auf Balkone zur Straße hin. Statt ihrer: Loggien. Um die Ecke, am Ameisenberg hinauf, beginnt eine ohnehin großzügiger dimensionierte Bebauung mit Gründerzeitlern und Nachkriegszeilen. Da kann auch der dritte Baukörper klotzen. Er ist länger und breiter als die beiden anderen und liegt hinter diesen entlang der Straße Am Rötheneck (rechts im Bild):


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    Weitere Bilder und Daten dazu auf der Architekten-Projektseite. Ein paar Monate vorher wurde ein ungewöhnliches Einzelprojekt fertiggestellt, das Golden Age an dieser Stelle erwähnte. Leider sind die Bilder aus der Baustellenzeit nicht mehr zu sehen. Das Gebäude steht direkt gegenüber der eingangs gezeigten Fachwerkhäuser, ist gemäß der Straßenführung zur Kreuzung hin abgerundet und trägt diese Front wie ein Schild vor sich:


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    Diese eher geschlossene Front ist allerdings detailreich gestaltet und durchbrochen. Zum einen besteht ihre Fassade aus kalkhellem Backstein, der im Erdgeschoss und auf einer Fläche im 2. OG zeilenweise hervortritt und über einem Eingang lichtdurchlässig perforiert ist. Zum anderen kragen moderne Versionen von Erkern aus der gebogenen Fläche heraus. Sie markieren die Wohnbereiche, die sich dadurch zur Straße öffnen. Die Wohnung des Hausherren wird separat mit Hausnummer Eulengasse 83 erschlossen - hübsch als kleine Gasse zwischen dem Haus und Hochbeet ausgebildet. Der Balkon an der (Rück-) Seite des Hauses dient als Wetterschutz über dem eigentlichen Hauseingang. Daneben findet sich ein Gestell für ein halbes Dutzend Fahrräder. Im 2. OG gibt es noch einen Balkon, der aus einem vollverglasten Erker herauswächst und ebenfalls zur Seite zeigt statt zur Sonnenseite an der Kreuzung:


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    Im Erdgeschoss befindet sich ein Büro mit eigenem, großzügig zur Straße hin verglasten Eingang. Hier residiert wahrscheinlich der Hausherr, der Eigner des Ingenieurbüros Kleinert und Partner (die bspw. für die Sanierung des denkmalgeschützten Elektrizitätsgebäudes an der Mainzer Landstraße verantwortlich zeichneten). Dahinter befindet sich ein weiterer Gebäudeteil in strenger Gestaltung mit großen quadratischen Fenstern zur Berger Straße hin. Darüber ein solartechnisch ausgerüstetes flaches Satteldach:


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    Wie sehr sich das ästhetische Empfinden in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, zeigt abschließend ein Blick auf Wohnhäuser, die in den frühen 1980er-Jahren entstanden sein dürften. Die Häuser versuchen, Stilelemente der Umgebung zu zitieren und zeitgemäß zu brechen, am auffallendsten dabei die Erinnerung an die Satteldächer, Gauben und (mit Holz statt Schiefer) verkleideten Giebelbereiche. Einen besonderen Akzent bilden die rot angestrichenen Betonbrüstungen der - leider zur Straße ausgerichteten - Balkone und die armgleichen Konsolen auf denen die Balkone liegen:


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    Bilder: epizentrum

    Und noch einmal die Zeil 86. Hier wurde kräftig an der Bewehrung für die Bodenplatte (bzw. ihrer Verstärkung) gearbeitet, die eine interessante Form haben wird:



    Um die Ecke, an der Großen Friedberger 7-11 stehen erste Erdgeschosswände:


    Bilder: epizentrum

    Rund um den Omniturm wird an den Außenflächen gearbeitet. Der Knick der Neuen Schlesingergasse auf der Nordseite des Turms ist inzwischen asphaltiert:


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    Die Verlängerung der Gasse nach Süden wird bekanntlich zu einem Platz zwischen Omniturm und Four-Zugang. Dieser zusammen mit dem breiten Gehweg zur Großen Gallusstraße nachfolgend:


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    Große Gallusstraße mit Blick zum Taunustor:


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    Auch vom Platz lohnt sich der Blick nach oben:


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    Bilder: epizentrum

    Da hat Jürgen Groß ja mal wieder einen Coup gelandet. Den HPP-Entwurf kennen wir aus der Hochhaus-Schau vom Wettbewerb 2014, siehe in #382. Er wurde freilich weiterentwickelt. Allerdings lässt der B-Plan nur 60 Meter hohe Hochhäuser zu, soweit ich mich erinnere. Intensive Gespräche zwischen G+P und der Stadt dürften stattfinden...


    Das Hotel tritt in Konkurrenz zu Teilmärkten vom kap europa. Ein 2.300 qm großer Veranstaltungssaal mit 6,5 Meter lichter Höhe ist eine Hausnummer, die das Kongresszentrum der Messe im zweitgrößten Saal nur knapp überbietet (siehe Website).

    AOK

    Endlich steht das Gebäude wieder gerüstfrei! Die letzten Tage wurde es abgebaut, nachdem die von tunnelklick gezeigten Klammern zur Sicherung der Fassadenplatten anscheinend für gut befunden wurden. Die Vollsperrung der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Norden heute führte zu einem kleinen Verkehrschaos im Umkreis. Schnappschuss gestern aus dem Auto:



    Detail:


    Bilder: epizentrum

    Niklas Maak hat bei Rem Koolhaas angerufen. Der sei gar nicht der persönliche Verfasser des etwas durchwachsenen Entwurfs, sondern eine Mitarbeiterin von OMA. Das Büro habe mehrere Partner, Koolhaas sei ja nur einer davon, und die Gesamtvertretung des Büros - also die ganze Partnerrunde - stehe nicht hinter dieser Gestaltung, er selbst auf jeden Fall nicht, er habe den Entwurf noch nicht einmal gesehen. Maaks entsprechender Feuilleton-Artikel in der morgigen FAZ endet demnach nach einigen abfälligen Bemerkungen über die Architektur dann auch recht süffisant mit der Empfehlung an die Anhänger eines "Doppelumzugs an den Osthafen" und an die Frankfurter, die auf der Suche nach einem neuen Wahrzeichen seien, sich nach "anderen prominenten Unterstützern" umzuschauen.