Beiträge von epizentrum

    ^ Die nötige Flexibilität dürfte das Schienensystem aus den roten Trägern bringen, die paarweise jeweils eines der schmalen Wetterschutz-Segmente halten und ihrerseits an im Rohbau liegenden und verspannten (auch roten) Trägerpaaren hängen. Auf Deinem zweiten Bild ragen solche horizontalen Träger unter dem Wetterschutz heraus. Hier sieht man es von oben:


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    Dazu ein Bild der Westseiten des Spin (naja, seines Kopfes) und des Eden. An letzterem klettert die Fassade in zügigem Tempo nach oben, die Glasbrüstungen folgen inzwischen ebenfalls im Takt:


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    Bilder: epizentrum

    Das ist für mich das erste gelungene Exemplar der Modeerscheinung verschobener Stapelung von Baukörpern: Mit zwei übereinanderliegenden gleich großen Würfeln stimmen die Proportionen, und die Verschiebung - eigentlich eine leichte Rotation um die Außenkante - ist dezent gehalten. Sie wirkt deshalb weniger als Drohung, der obere Teil könnte auf den Platz kippen, als eine neugierige Drehung und nachvollziehbare Zäsur genau in der Turmmitte und leicht oberhalb der umliegenden Gebäudekanten sozusagen als oberer Abschluss des Platzraumes. Der untere Baukörper fasst den Platz nach links und rechts und teilt die große Fläche gleichzeitig in zwei Teile - links gemütlich geschlossen, rechts Durchgang.

    Eindrücke kurz vor der Weihnachtspause. Drei weitere Geschosse wurden in den letzten vier Wochen mit der Regelfassade verkleidet:


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    Die komplett geschlossene Fassade aus Augenhöhe:


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    Auf dem Parkhausdach wurde noch ein doppelstöckiges Häuschen betoniert, der obersten Parkebene fehlt noch die Decke, ansonsten scheint die Endhöhe des Gebäudeteils erreicht:


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    Bilder: epizentrum

    ^ Weil die Frage aufkam und beantwortet wurde: Der Bauherr (bzw. die Bauherrin) ist weiterhin privat aus Königstein. Für den Entwurf zeichnet das Büro E&P Klaus Eismann & Partner (Frankfurt) verantwortlich, das wir hier bspw. vom Curvum aus der Nachbarschaft kennen. Die Architekten-Website zeigt drei Bilder der Hanauer Landstraße 42 in spe, davon eins in Vergrößerung:


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    Bild: E&P Klaus Eismann & Partner (Frankfurt)

    Die DomRömer GmbH weist auf ihrer Website auf eine Art informatives Werbebüchlein hin, das die Autorin Elisabeth Budde als ein weiteres in einer inzwischen langen Reihe herausgegeben hat. In dem "Buddlet" genannten Booklet gibt es einen nicht repräsentativen Querschnitt der Gastronomie und des Einzelhandels der Altstadt, eingebettet in Informatiönchen und ein wenig Geschichte. Ganz nett zu lesen, was auch online möglich ist: buddlet.de.


    Unter anderem findet sich ein Hinweis auf die Töpferei Bauer, die neuerdings den Langen Franz im Angebot hat, als handgetöpfertes Modell freilich. Vom Verkaufspreis gehen 10 Euro an den Neuen Brückenbauverein, der sich bekanntlich (ebenfalls) um den Wiederaufbau der Rathausdächer kümmert. Ein Bild vom Modell findet sich auf der Bauer-Website: toepferei-bauer.de.

    Erstaunliche 2 Monate vor dem ursprünglich geplanten Termin feierte der 200 Meter hohe Hochhausbau gestern Richtfest. Konsequenter Einsatz von innovativen Planungs- und Management-Tools hätte diese Beschleunigung möglich gemacht, steht in der zugehörigen Pressemitteilung der für das "Construction Management" verantworlichen omniCon. (Die kennen die Frankfurter bspw. vom ONE, bei dem sie die gleiche Aufgabe haben.)


    Einen informativen Film vom 19. November 2020 gibt es außerdem hier (YouTube).

    Heute kam endlich ein richtiges Gefühl des Endspurts auf. Im Inneren laufen Umzugsvorbereitungen (oder sogar Umzüge selbst), draußen arbeiten die Gärtner an der Begrünung. Allein 12 Baumschul-Absolventen zähle ich:



    Von der anderen Seite:



    Auch in die Beete vor den Wohnhäusern kommt endlich Leben, auch wenn es angesichts der braunen Blätter nicht so aussieht:


    Bilder: epizentrum

    Noch zum Kreisler: AWR hat in den letzten Wochen begonnen, den Bestandskomplex leerzuräumen. Tätig sind ein mobiler Teleskopkran und ein Bagger, die ihre Arbeit von der Rückseite her verrichten. Straßenseitig sieht man noch nichts von den Arbeiten. In den Läden wird sogar noch gearbeitet. Ein Schnappschuss vom Innenhof:


    Bild: epizentrum

    Kleyerstraße 82 / Krifteler Straße 2-30

    Vom Wohnungsprojekt der Corpus Sireo, von dem zuletzt in #580 die Rede war, zeigen Stefan Forster Architekten nun Visualisierungen. Ich habe mir erlaubt, den hübschen Aquarell-Himmel zu stutzen, damit die Bilder nicht allzu viel Platz einnehmen. Straßenansicht Krifteler Straße / Kleyerstraße:


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    Von der anderen Richtung gesehen (Kleyerstraße von Osten nach Westen):


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    Die Gestaltung der Rückfassaden zum begrünten Innenhof:


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    Der Lageplan:


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    Bilder: Stefan Forster Architekten, Frankfurt


    Ein ansprechender Entwurf, der seine Masse gerade noch kaschieren kann. Um die (nicht nur) bei Forster verhassten, zur Straße heraushängenden Balkone zu vermeiden, werden die Außensitze aus breiten Erkern heraus gruppiert und damit - bis auf die Randbalkone und die des obersten Geschosses - als Loggien ausgestaltet. Das oberste Geschoss funktioniert dadurch nebenbei als ordentlicher Kopf - trotz Flachdachs und ohne Zuhilfenahme eines Staffelgeschosses. In den Erkerfüßen findet jeweils die Abschnittserschließung ihren Platz. Das Sockelgeschoss ist komplett verklinkert und mit Einzelhandel und Kita bespielt. Hübsch finde ich die eingefaltete Gebäudekante zum Pfarrer-Perabo-Platz hin mit übers Eck laufenden Fenstern und einem priviligierten Balkon für die Dachwohnung zur Ecke. In den Rücksprüngen wird es sicher ebenfalls Balkone bzw. Dachterrassen geben. Die Balkone zum Innenhof sehen eher konventionell aus, auch wenn hier teilweise wieder mit Vorsprüngen und mit farblich abgesetzten "Trennertürmen" gearbeitet wird.


    Die Projektseite der Architekten weist auf eine Planerkooperation mit Karl Dudler und Fritz Ludwig Architekten (beide aus Frankfurt) hin und dass der "umlaufend geschlossene Großblock mit schmalen rückwärtigen Flügeln bewusst Anleihen an den großstädtischen Reformblöcken der 1920er-Jahre nimmt". Auf der Projektseite werden außerdem die folgenden Eckdaten genannt: 7 Geschosse, 398 Wohnungen (+ Läden, Kita), Geschossfläche 32.400 qm, Geplante Fertigstellung 2023 (BA 1) und 2025 (BA 2). Mit der Genehmigungsplanung endet die Verantwortlichkeit der Büros, die Ausführungsplanung und anschließende Leistungsphasen scheinen von einem anderen Büro zu stammen. Möglicherweise ändert sich am Entwurf also noch etwas im Detail.


    Andere Neubauprojekte können sich einmal wieder eine Scheibe von dieser Gestaltung abschneiden. Das gilt übrigens auch für zukünftige Projekte des Bauherren dieses Projektes, der mit seinem "Inbetween" an der Wilhelm-Leuschner-Straße dem Stadtbild nicht gerade einen Gefallen tat. Ein anderes Negativbeispiel steht mit dem "Galluspark" genau gegenüber.

    Weitere Monate sind seit dem letzten Update vergangen. Der Innenausbau ruht aber nicht, die Vorbereitungen für den Einzug der Hauptmieterin laufen sozusagen auf Hochtouren. Alles ist relativ. Zum Ziel kommen müssen sie aber; denn einige ihrer alten Büroflächen hat die Union bereits geräumt. Wenn sie wegen zukünftig höherer Homeoffice-Quote den Bedarf an Büroräumen nicht generell verringert, müssen diese Pforten bald geöffnet werden. Nachfolgend mal ein Abendbild vom "Portal-Portal":


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    Die Südseite ist nur noch halbherzig umzäunt, ein Laden im Hochhaus verkündet seine Eröffnung im "November 2020". Der Platz zwischen dem Turm und dem Patio-Gebäude sieht aus wie im August. Dennoch ein Blick darüber von Osten, um zu zeigen, womit das Wasserbecken ausgekleidet ist - nämlich mit Kleinstfliesen wie zu guten alten Zeiten:


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    Bilder: epizentrum

    "WMF-Haus" (Bethmannstraße 58 / Kaiserstraße 15)

    Das Staffelgeschoss vom Eckhaus ist inzwischen Geschichte, oben klafft ein großes Loch, nur die Außenmauern ragen heruas. Die Fassade hat ein Sicherheitsnetz bekommen, und auf der Gehwegnase steht ein Kran, den ein User hier vor ein paar Tagen versehentlich der nahegelegenen FOUR-Baustelle zugerechnet hat. Das Projekt kommt in großen Schritten voran, während der WMF-Laden weiterhin verkaufswillig und -fähig ist:


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    Bild: epizentrum

    Anhand von zwei Außen-Perspektiven auf die Qualität des Entwurfs zu schließen, halte ich für gewagt. Dass die Wasserfläche von 3.000 auf 2.000 qm schrumpft, enttäuscht sicher viele Freizeitplantscher, dürfte allerdings nichts mit dem Entwurf zu tun haben, sondern mit den Wettbewerbsvorgaben. Mein erster Eindruck von den wenigen Visualisierungen war erst einmal ein positiver. Ich mag die Kleinteiligkeit und die vielen Abstufungen und Nischen. Auch eine metallisch schillernde Fassadenhaut finde ich reizvoll, organische Formen und abgerundete Ecken ebenso. Das Zeltdach des jetzigen Bades ist spektakulär, keine Frage. Aber nur aus Verlustangst möchte ich nicht daran festhalten. Anders kann auch besser sein.


    Ergänzendes Bildmaterial findet sich auf der News-Seite des Gewinnerbüros, das übrigens auf ungewöhnlich ausführliche Erfahrungen im Schwimmbad- und Sauna-Bau zurückgreifen kann. Bzgl. der Erfüllung des Raum- und Funktionsprogramms mache ich mir deshalb wenig Sorgen. Auf dem folgenden Innenansichtsaquarell sieht man eine Halle mit hoher Decke, durch deren verglaster Öffnung viel Licht scheint. Der polygonale Grundriss und die Trapezform des Beckens sind nicht verkehrt, auch die Palmeninsel und der flache Zugang zum Wasser gefallen. Etwas größer könnte dieses Becken für meinen Geschmack allerdings schon sein:


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    Auf dem Modellfoto kann man die vielen kleinen Baukörper gut ausmachen: (P.S.: Ein größeres Foto aus ähnlichem Winkel gibt es bei frankfurter-baeder.de)


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    Bilder: Geising Böker Architekten, Vechta

    Wingertstraße

    Update aus der Wingertstraße. Zur Nr. 21 (bzw. 21-23) mit bewegter Sanierungs(vor)geschichte, siehe zuletzt in #1.281. Die Arbeiten sind abgeschlossen, durch den zweigeschossigen Aufbau, dessen oberstes Geschoss auch noch leicht vorspringt, dominiert das Haus das Straßenbild:



    Von vorne:



    Die Kirche der Nord-Ost-Gemeinde nebenan (Nr. 17-19) wurde auch leicht aufgefrischt. Witzig, der fast neongrüne Anstrich der Loggia-Wände:



    Von vorne:


    Bilder: epizentrum


    An der Nr. 29-31, also an der Ecke zur Wittelsbacherallee, sind die Abbrucharbeiten nicht viel weiter vorangekommen als zuletzt in #1.306 gezeigt. Der Bauschutt wurde weggeräumt, das angeknabberte Gebäude zur Nr. 27a steht noch.