Beiträge von epizentrum

    Danke für die aufschlussreichen Bilder, insbesondere für die Details. Eins ist klar: Der Bau erzeugt viel Aufmerksamkeit. Zu jeder Zeit standen deutlich mehr als ein Dutzend Schaulustige um die Baustelle herum, um teilweise mit viel Geduld und bewegter Miene den Fortschritt zu beobachten, als ich vorhin ab 12 Uhr - kinderbedingt - quasi den Nachmittag dort verbrachte. Einige Fotografen mit Profiausrüstung kamen vorbei, einer gar mit dpa-Aufklebern. Hier wird ein Teil der Frankfurter Seele wiederhergestellt, das ist offensichtlich. Per Steck-/Schraubsystem geht der Aufbau sehr flott voran. Deshalb auch von mir drei Eindrücke. Um 14:30 Uhr:


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    Der Querträger wird eingehoben:


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    Um 15 Uhr wird bereits der dritte Viererpfeiler montiert:


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    Bilder: epizentrum

    Lido

    Eine weitere Berühmtheit ist die Insel Lido bzw. ihr Strand, "der Lido" (di Venezia). 12 km lang und fast schnurgerade ist er. Im 19. Jahrhundert fanden sich die Schönen und Reichen der Welt hier ein, um sich zu sonnen, sich zu zeigen und um Gesellschaft zu pflegen. In dieser Zeit entstanden beeindruckend schöne Hotels und Villen. Die Blütezeit haben der Strand und die Insel hinter sich; dennoch atmet hier alles noch den Flair von damals, wenn auch etwas morbide teilweise. Erst einmal ein Blick hinunter:


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    ... und hinauf:


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    Am Strand selbst stehen unendlich viele kleine "Reihenhütten", die man anmieten kann (konnte). Wer es sich leisten konnte, buchte seine Butze eine Saison oder länger und richtete sich dort häuslich ein. Das sieht manchmal nach schrapeligem Schrebergartenhäuschen aus, aber was soll's. My home is my castle! An vielen Strandabschnitten wird allerdings umgebaut und umgestaltet. Möglicherweise wird die Tradition dieser Häuschen abschnittsweise sterben:


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    Ein Gast hat der Insel jedoch den größten Ruhm beschert: Thomas Mann. Hier wurde er zu seinem Tod in Venedig inspiriert, hier begann er ihn zu schreiben, hier spielt die Handlung. Visconte verfilmte hier das Buch, Benjamin Britten formte die Novelle zu einer Oper, John Neumeier kreierte ein Ballett nach dem Stoff. Haupt-Handlungsort ist das prachtvolle Grandhotel des Bains, das leider seit 2010 leer steht und vor sich hingammelt. Das riesige Gelände ist von Bäumen und einem hohen Wellpappe-Zaun gut abschirmt, man sieht das Hauptgebäude auf dem ersten Bild dieses Beitrags in Winzigklein, von der Straße sieht man nur den Kopf:


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    Schräg:


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    Die Straße hinter dem Strand sieht übrigens folgendermaßen aus:


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    Links liegen die Privatgrundstücke, rechts der Strand, dessen Zugang auch noch durch Zäune und wenige Tore reguliert ist. Diese Undurchlässigkeit ist schade; denn hier könnte man ganz toll flanieren und promenieren. So ist es im Sommer einfach nur heiß, und man möchte direkt ins Wasser oder ganz weg. An zentraler Stelle der Insel liegt der große Strandclub Blue Moon, deren Architektur ein wenig an Miami erinnert. Der Bademeister-Chef sitzt jedenfalls wie auf einem futuristischen Thron über bonbonfarbenen Mauern:


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    Bilder: epizentrum

    Burano

    Eine schöne Überraschung mit Aha-Effekt war die Insel Burano, auf der ebenfalls die Handwerkskunst zuhause ist. Hier stellen Spitzensticker (bzw. überwiegend Stickerinnen) die weltberühmte Merletto-Spitze her, die hier auf der Insel natürlich ebenfalls zuhauf in Läden angeboten wird. Aber das war nicht die Überraschung, die bunten Häuser waren es:



    Das Stadtbild ist geprägt von vielen, vergleichsweise bescheiden gestalteten, kleinen Fischerhäusern, die zum Nachbarn jeweils in einer starken Kontrastfarbe angestrichen sind. Mit den Kanälen, Gassen, Plätzen und Brücken ergibt sich ein stimmungsvolles, lebensfroh freundliches Stadtbild. Ein paar unkommentierte Eindrücke:






    Ein Kanal:



    Enge Gasse:



    Die "Hauptstraße" mit Blick zum schiefen Kirchturm der Kirche zum Heiligen Martin Vescovo:



    Besagter Kirchturm:



    Kanal:



    Plätzchen:



    Der Marktplatz:



    Am blauen Smiley-Haus erkennt man eine Eigenart, die man öfters in Venedig sieht. Die Feuerstätte mit Kamin liegt nicht zentral im Haus, sondern an der Seite, und zwar so, dass sie leicht aus der Hauswand herausragt:


    Bilder: epizentrum

    Murano

    Um die Hauptinseln Venedigs herum liegen in der Lagune diverse weitere Inseln, von denen einige - teils allgemein, teils in der Fachwelt - Weltruhm erlangt haben. Eine davon ist Murano. Wem bei dem Wort nicht das Ohr klingelt, gehört nicht zu den Liebhabern von Glasbläser-Edelprodukten, die auf dieser Insel hergestellt werden. Von klitzekleinen Glasvögelchen zu riesigen Glasvasen und Lüstern aus unendlich vielen gläsernen Einzelteilen findet sich hier alles. Die Manufakturen betreiben auf der Insel eigene Läden, Händler gibt es auch, und natürlich wird der gemeine Tourist nicht von Neppläden verschont, die ihre "Original Murano" Ware in Wirklichkeit aus industrieller Produktion von irgendwoher beziehen. Hier sind Kenner des Fachs gefragt.


    Die Insel bzw. die Inselgruppe des Stadtteils Murano ist mit wenigen breiten Kanälen durchzogen, an der Vaporetto-Station beginnt ein gerader Kanal, dessen Bebauung wenig spektakulär wirkt, wenn man gerade von den Hauptinseln der Stadt kommt. Wenigstens ein knapper Eindruck hier im einzigen Beitrag dazu:



    Typische Bebauung, typische Läden, typische Entenfamilie:



    Der Blick auf den breiteren Kanal zum Turm der Basilika Santa Maria e San Donato ist auch schon das Abschiedsbild von dieser Insel. Die schöne Glaskunst enthalte ich Euch:


    Bilder: epizentrum

    Dem kann ich nur zustimmen: Die Fläche hat Potential. Es ist verständlich, dass die Eigentümerin möglichst bald wieder Geld damit verdienen und deshalb nicht lange auf einen neuen B-Plan warten möchte. Zumal die Erarbeitung eines solchen Plans zusammen mit der Stadt ein mühsamer Prozess sein kann.


    Dennoch kann sich das am Ende lohnen: Vorne definitiv ein Foodcourt à la Timeout-Markthalle Lissabon (Klick!) - vielleicht wird der ein oder andere Händler/Gastronom aus der Kleinmarkthalle dorthin ziehen wollen? -, drumherum Läden à la Konzeptkaufhäuser, also mit Stil- bzw. Themenschwerpunkt, zur Seite Möbelhändler in Fortsetzung der Stephanstraße / MA* / Leptien etc. In der Mitte ein Parkhaus, an den Flanken tiefer in die Brönner- bzw. Schäfergasse hinein Wohnungen mit einem kleinen Wohnturm an der Brönnerstraße, der den Cluster von High Lines, Skylight und Katzenpforte ergänzt. An der Schäfergasse kleinere Gastronomieflächen in Fortsetzung der Schäfergassenkurve (und als neue Heimat von Schwejk und Butzenstübchen, wenn sie wegen Um-/Neubaus aus ihren jetzigen Häusern vertrieben werden).


    Daraus kann sich für die Sahle Wohnen eine größere Wertschöpfung ergeben, die das Warten lohnt. Zumal das Grundstück dann mehr im Sinn des eigentlichen Geschäftsfeldes genutzt würde.

    Der HPP-Entwurf ist spitze. Mir gefällt die Ausbildung der Plätze darin sehr gut. Allerdings sind die vier Baukörper unverbunden, nicht einmal in Form von Brücken, wie das bei Chipperfield der Fall ist. Bei ihm gefällt mir die babylonsche Pyramide ausgesprochen gut. Bei störmer, murphy and partners gibt es einen interessanten Platz im Inneren, allerdings finde ich die Öffnungen ungeschickt gesetzt. Bei HPP gibt es diese Aussparung zur Kreuzung hin, eine klasse Geste und Einladung, ins Ensemble zu spazieren. C.F. Møller hat eine interessante Fassade. Die Breitseite von KCAP ist arg massiv.


    Hast Du das Poster von Meixner Schlüter Wendt fotografiert? Da würde man noch mehr erkennen als vom Modellfoto in #208. Die Westseite des Entwurfs finde ich erträglich. Sie passt durch die Aufteilung in zwei Baukörper zu den Maßstäben der Umgebung. Zudem ist sie - das gilt für alle - durch den Damm verdeckt, also nur aus der Nähe wirklich erfassbar.

    Auch wenn SPD und CDU nun via morgiger FAZ eine Art Gegendarstellung bringen, bleibt der vierjährige Stillstand eine "jämmerliche Darbietung", wie Golden Age schreibt. Jan Schneider (CDU) und Gregor Amann (SPD) weisen die Behauptung bzgl. vereinbarter 3,5 Mio. Euro Sanierungsunterstützung durch die Stadt zurück. In Wahrheit habe die Design-Schule 2016 den Zuschlag erhalten, weil sie ohne Fördermittel auskommen wollte. Das sei nun lt. vorgelegtem Finanzierungsplan - wohl wegen gestiegener Kosten - nicht mehr der Fall, und die ESoD würde auf besagte Fördermittel bestehen.


    Amann und Schneider glauben deshalb nicht mehr an eine Umsetzung mit der ESoD und schlagen eine neue Konzeptvergabe vor. Elke Tafel-Stein (FDP) würde notfalls sogar für einen Abriss des Paradieshofs stimmen, falls das für ein funktionierendes Konzept nötig sei.


    Gegenseitige Schuldzuweisungen sind in Frankfurt leider nichts Neues. Was wirklich zum Stillstand geführt hat, wird sich vielleicht niemals endgültig klären lassen. Eventuell hat nur ein "Kümmerer" gefehlt, der ggf. auf dem kleinen Dienstweg regelmäßig nachhakt, falls irgendetwas stockt. Immerhin gibt Schneider zu, dass damals keine klaren Rahmenbedingungen gesetzt worden seien, was zu einer "schwierigen Gemengelage" geführt habe.

    Schlendern durch San Marco

    Die Stadtteile der historischen Altstadt Venedigs heißen Sestieri, deren Grenzen sich an den Inseln orientieren. Der Markusplatz liegt, wenig überraschend, im gleichnamigen Sestiere San Marco, durch den ich in diesem Beitrag schlendere. Generell lohnt es, sich durch die Altstadt treiben zu lassen. Man stößt jederzeit auf schöne Überraschungen wie die nachfolgende Fassade, an der ich mich kaum sattsehen kann. Sie gehört zu einem Eckkomplex an der Corte Albero hinter der Anlegestelle Sant' Angelo:


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    Sage noch einmal jemand, unregelmäßig verteilte Fassadenöffnungen seien eine hässliche Modeerscheinung, die schnell wieder vergehen solle! Wer länger auf diese Augenweide schaut, erkennt unzählige Details und Varianten zwischen den Fenstergruppen. Unten links ist übrigens ein Bauschild angebracht. Auch dieses Haus wird saniert, und das schon seit vielen Jahren in Tippelschritten. Hinter dem Gebäude schaut es übrigens so aus:


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    Ein paar Meter weiter liegt der Campo Sant' Anzolo, von dem man einen schönen Blick auf den schiefen Turm der gleichnamigen Kirche hat. Im Abendlicht:


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    Die Kirche liegt quasi Rücken an Rücken zur Kirche Santo Stefano aus dem 15. Jahrhundert, die eine ganz typische unverputzte Backstein-Fassade mit applizierten Natursteinarbeiten hat:


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    Der Blick durch die Tür ist vielversprechend:


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    Dank der hohen Spitzbögen (auf roten Marmorsäulen ruhend) zu den Seitenschiffen öffnet sich innen ein großer, heller und sehr tiefer Raum:


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    Ebenfalls typisch ist die Gewölbedecke mit reich dekorierten Kassetten und schlanken Holzbalken mit aufwendigem Schmuck (Malereien, Schnitzereien). Fachmännisch formuliert handelt es sich um eine fünfpässige Schiffskieldecke:


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    Auch der langgezogene Campo Santo Stefano ist sehenswert, vor allem, wenn er so leer ist. Im Hintergrund ist die Südseite der Kirche von eben im Anschnitt zu sehen:


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    In die andere Richtung schaut man schon auf die nächste Kirche, die San Vidal (die nichts mit Friseuren zu tun hat):


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    Gleich nebenan schließt sich der kleine Campiello Pisani an, dessen Ostseite die übergroße Fassade des leider etwas heruntergekommenen Gebäudes des Musik-Konservatoriums Benedetto Marcello prägt. Wie zum Trotz erklingen aus diesem Haus den ganzen Tag über die allerschönsten Klänge:


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    Dass hier jeder Tag ein Kampf gegen den baulichen Verfall ist, wird noch klarer, wenn man einen Blick auf Hinterhöfe erhaschen kann, nachfolgend vom Palazetto Pisani in Richtung Konservatorium:


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    Ein anderes Nebenplätzchen ist der lauschige Campo San Maurizio:


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    Es folgen unkommentierte Eindrücke von Brücken und Häusern, die auf dem Weg von hier zum Markusplatz liegen:


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    Der Beginn der verwinkelten Luxus-Shopping-Meile, an der am Feiertagsvormittag ein kleines Fotoshooting der neuen Ladenbesitzer stattfindet:


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    Unbeschäftigte Gondolliere:


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    "You end me!"


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    Am Abend dann eine Berühmtheit wie hinter Glas, da derzeit ohne Veranstaltungen. Das Teatro Fenice:


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    Eine unbenannte Brücke über den Rio della Fava führt uns zum Nachbar-Sestiere Castello:


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    Bilder: epizentrum

    Night of Light

    Gestern abend waren viele Orte der Kultur in rotes Licht getaucht. Wer sich fragt, was das sollte: Mit der deutschlandweit koordinierten Aktion namens Night of Light machten Kulturschaffende bzw. allgemein die Veranstaltungswirtschaft auf ihre Corona-bedingte Misere aufmerksam. Für eine Menge Menschen ist die Kultur kein Hobby, sondern Broterwerb. Es geht um einen Wirtschaftszweig mit 100 Mrd. Euro Wertschöpfung. In Frankfurt strahlten die Alte Oper, die Festhalle, die Städtischen Bühnen, das Literaturhaus, das Museum Angewandte Kunst und einige andere Orte in tiefroter Farbe. Impression vom Schauspiel gestern abend zur Blau-roten Stunde:


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    Bild: epizentrum

    ESoD und der Paradieshof

    Eines der vielen begonnenen, aber nicht zuende gbrachten Projekte "der Stadt" (ich pauschalisiere hier einmal völlig ungerechterweise) ist die Entwicklung des Paradieshofs, zu dem 2016 ein Nutzerauswahlverfahren zugunsten der European School of Design entschieden wurde. Nach vielen Gesprächen und langen Denkpausen zwischendurch liegt seit Ende Mai 2020 - seitens der ESoD fristgerecht - ein Exposé zum Betrieb und der Finanzierung vor. So weit, so gut.


    Der nächste Schritt kann lt. einer Pressemeldung der Grünen jedoch nicht erfolgen. Der Grund: Das Planungsdezernat habe die 3,5 Mio. Euro, die zur Instandsetzung des Gebäudes benötigt und zugesagt waren, inzwischen anderweitig disponiert. Es stünden jetzt nur noch 500.000 Euro zur Verfügung. Die Grünen sind sauer.

    ^ Beim Hotel-Gebäude denke ich weniger an Brasilien denn an Afrika: Oh, ein Zebra-Kälblein! Schön jedenfalls, dass ein weiterer Baustein gesetzt wird - gerade zu Corona-Zeiten. Um im Augenblick ein (weiteres) Apartment-Hotel zu entwickeln, braucht es Mut.

    Man fragt sich schon, warum ausgerechnet die schnöde Rückseite des Ensembles, also die zum Saalhof gehörende Verbindung zwischen Saalgasse und Mainkai nicht freigegeben bzw. fertiggestellt wird. Stattdessen ist die Fläche weiträumig mit einem hässlichen Bauzaun gesperrt und als Privatparkplatz genutzt. Unverständlich:


    Bild: epizentrum

    Holger Meyer Architektur haben ihren drittplatzierten Wettbewerbsbeitrag online gestellt. Zwei mit der Stirn zur Hanauer Landstraße stehende, schlanke Scheiben, die rückversetzt sowie durch ein bündig stehendes, 6-geschossiges Portal verbunden sind. Klassisch elegante Fassade mit schmalen Fensterachsen, zweigeschossig gegliedert, durch die Lisenen mit starker vertikaler Betonung. 17-geschossig, mit 60.000 qm BGF. Deutlich abgesetzt steht dahinter ein 8-geschossiger flacherer Baukörper. Weitere Infos, eine hochaufgelöste Version der Grafik sowie ein Bild vom Flachbau-Entrée finden sich auf der Infoseite der Architekten.


    Das Ensemble ist ein Bruder im Geiste - von der Taunusanlage 8:


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    Bild: Holger Meyer Architektur, Frankfurt

    Rialto-Brücke und -Markt

    Ein weiterer denkwürdiger Anblick war der am Mittwoch abend auf die mehr oder weniger verlassene Rialtobrücke:


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    Auch am nächsten Tag war Beschaulichkeit angesagt. Vorne am Fondaco dei Tedeschi ("Lager der Deutschen") sitzen bezeichnenderweise ein paar deutsche Touristen und lassen es sich gut gehen:


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    Gegenüber liegt der Palazzo dei Camerlenghi von 1528, in dem heute die Stadtregierung Finanzen rechnet und gegenrechnet. Nach rechts auf ihn und den Kanal geschwenkt:


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    An besagtem Palazzo steht das Wasser regelmäßig hoch; der Aqua-Alta-Steg ist permanent installiert, und anscheinend müssen Besucher mittels Schildern darauf hingewiesen werden, hier weder zu sitzen noch zu picknicken (!):


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    Den Blick von der Brücke und auf die Brücke aus der Ferne hatten wir in #2 schon. Deshalb gehen wir ein paar Schritte weiter zum Rialto-Markt - einem Fisch- und Gemüsemarkt - am Ufer ein paar Häuser hinter dem Palazzo. Auf dem Weg dorthin erst einmal der Blick zurück:


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    "Gondola", und rechts schießt die Stadtpolizei ins Bild, um Knöllchen zu verteilen:


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    Wer möchte hier nicht schlendern und nach frischem Fisch schauen?


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    Posing an der Marktseite:


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    Bilder: epizentrum

    Das Ruf-Ensemble aus Hochhaus und sechs- bzw. zweigeschossigen Flachbauten ist denkmalgeschützt (Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen). Es dürfte wirklich nur um Neuplatzierung auf dem Mietmarkt gehen, nicht um eine Neubau-Entwicklung.