Beiträge von epizentrum

    Das ist ja wie im Taubenschlag hier. Zu #1728: Die Baugenehmigung liegt seit einigen Monaten vor, daran liegt es nicht. Da ein neues Gewerk begonnen wird (Baugrube fertig -> Rohbau beginnt), lief evtl. die Ausschreibung oder zugehörige Verhandlungen länger, oder Kapazitäten des beauftragten Bauunternehmens müssen erst geschaffen werden (ramp up nach Fertigstellung eines anderen Projekts) etc. Sorgen würde ich mir da noch nicht machen.


    Zu #1730: Die zum Trade (Ex-Estrella-1, THA-44) Meldung findest Du hier. Dass der ergänzende Bauteil zugekauft wurde, hört sich zumindest schlüssig an. Eine Meldung dazu ist mir noch nicht bekannt.

    Beim Grand Tower stehen alle Zeichen auf Fertigstellung. Am Sockel gibt es rege Aktivitäten, und über den ganzen Turm hinweg werden die Glasbrüstungen vervollständigt. Insbesondere die gebogenen Elemente werden montiert:



    Auch auf der Sockel- und Parkhaus-Rückseite werden weiße Fassadenelemente montiert:



    Bis auf den vertikalen Streifen ist die Parkhausfassade komplettiert:



    Von innen schaut sie so aus:



    Parallel dazu entstehen auf dem Parkhausdach eine Garten- und Wasserlandschaft sowie auf dem Absatz im 43. OG Dachterrassen für die Bewohner, und die geschwungenen Gänge im Inneren lassen ein Gefühl von Luxushotel aufkommen. In nicht mehr allzu langer Zukunft wird der Turm kranfrei sein. Ich nehme das mal vorweg:


    Bilder: epizentrum

    Ganz ehrlich: Ich sehe das als politisches Ablenkungsmanöver. Inhaltlich finde ich den Vorschlag zwar "theoretisch lobenswert", praktisch gesehen aber eher absurd, da der Plenarsaal völlig überdimensioniert ist und sicher abgeteilt und akustisch stark manipuliert werden müsste. Die vorhandene, fest verbaute Bestuhlung müsste zudem durch eine flexible Bestuhlung getauscht werden, was sich mit dem Denkmalschutz eventuell nicht vereinbaren ließe. Im Alltag wäre die Paulskirche nur noch eingeschränkt öffentlich zugänglich und es müssten Räumlichkeiten zum sicheren Aufbewahren der Stadtparlementutensilien (Sessel, Technik, Unterlagen etc.) geschaffen werden.

    Beim Spin erkennt man das Volumen der hohen Eingangshalle inzwischen gut. In ihr wird die breite Treppe für den ganz großen Auftritt ungefähr rechts den Bagger hoch verlaufen:



    Ein bisschen hat sich nach der Weihnachtspause auch zur Mainzer Landstraße hin getan. In Ansätzen erkennbar ist das erste verschobene Geschoss (von der "1" am rechten Kran wegführend):


    Bilder: epizentrum

    Die FAZ (Rainer Schulze) geht heute auf die Kritik, die in "Internetforen" zu lesen sei, ein. Die Farbe der Fassade störe einige, sie sei "zu grell, kitschig" und "stelle das Goethehaus in den Schatten". Es gebe zu wenige Fenster, das Wort "Bunker" falle. Schulze merkt an, dass die Kirtik aus dem "Schutz der Anonymität" heraus geäußert werde und es interessant sei zu sehen, wie sie sich mit Klarnamen äußern würden. Ja, das ist in der Tat interessant. Ich denke allerdings, dass gerade dieses Forum das sachlichste im deutschsprachigen Raum ist und sich die Nutzer auch unter ihren echten Namen ähnlich äußern würden wie in Forenbeiträgen. Anders dürfte es im persönlichen Gespräch mit den Beteiligten sein. Da dürfte diplomatischer argumentiert werden.


    Anscheinend wurde Herr Mäckler zu dieser Kritik befragt; denn der FAZ-Artikel zitiert ihn: "Das Haus ist noch nicht fer­tig.“, soll er gelassen gesagt haben. Schulze stimmt zu. Eine rei­ne Fas­sa­den­kri­tik "bleibe an der Ober­flä­che".


    Am Ende kommt allerdings auch von der FAZ ein wenig Kritik. Die Dach­nei­gung ori­en­tiere sich zwar am Goethehaus (bzw. an der Aus­rich­tung seines Da­ches) Zu erkennen seien die Dächer der drei Teile jedoch von der Straße nur kaum. Wohl wahr.


    Recht deftiger Gegenwind kommt übrigens auch von Architektenkollegen. Es wird bspw. angemerkt, dass die beiden Teile des Neubaus - also das Wohnhaus und das Museum - sehr unpassend aufeinanderstoßen bzw. gar nicht zusammenpassen, obgleich in einem Projekt geplant. Das gelte auch für die Innen- bzw. Rückseiten. Einer stellt in den Raum, warum ein Museum denn so tun muss, als ob es aus drei Häusern bestünde. Ein anderer meint, die ganze Straße sei jetzt "ziemlich wimmelig" geworden.

    Schnappatmung wird auch dadurch gefördert, dass das direkt angrenzende, weitläufige Gebiet zwischen Länderweg und Offenbacher Landstraße - also allerbeste städtische Lage direkt an der S-Bahnstation Mühlberg, im letzten Bild des Vorbeitrags beginnt es am unteren Rand - kleingartenartig angelegt, allerdings mit teils dicht zusammenstehenden Baracken bebaut ist. Was ist hier los? (*) Weiter östlich, über die Strahlenberger Straße hinweg beginnen die Flächen der Oberräder Gärtnereien für die Kräuter der Grünen Soße.


    (*) P.S.: Der östliche Teil gehört als Landschaftsschutzgebiet, Zone I (nicht streng geschützt), zum Grüngürtel. Vom Charakter her ist das allerdings eine nicht öffentlich zugängliche, begrünte Barackensiedlung.

    Ohne Logistik-Plateau macht es noch mehr Freude, den Grand Tower anzuschauen. Bei meiner Fototour traf ich auf ein italienisches Touristen-Pärchen, das hin und weg vom Turm war. Seid umschlungen, Millionen!



    Drei Parkhausfassadenansichten zum Großklicken:


    Bild: https://dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8861.jpg Bild: https://dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8859.jpg Bild: https://dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8855.jpg


    Spannend werden jetzt auch die Straßenachsen links und rechts des Turms:



    Und so ganz ohne Fassadenaufzüge ist auch der Blick vom Skyline Plaza inzwischen eine runde Sache:


    Bilder: epizentrum

    Gekko House

    Das Gekko House liegt frei und offenbart eine großteils geschlossene Stirnseite zur Mainzer Landstraße hin. Auf dass die Gäste zur Seite hinaus mehr Ruhe genießen können. Interessant sind die leicht hervortretenden Riemchen-Streifen und eher zum Schmunzeln die Leuchtboxen für jeden Buchstaben, was ich als Reminiszenz an alte Leuchtreklame deuten würde:


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    Bild: epizentrum

    Obwohl er seit Ahligators Bildern nicht weiter gewachsen ist, nachfolgend dennoch zwei andere Perspektiven von heute. Einmal zur Illustration, wie sich das neue Hochhaus - von seiner schlanken Seite zeigend - in den Kontext einfügt:



    ... Und die beeindruckende "Hinterhofseite", von der man sich als Fußgänger zwischen kap europa, Skyline Plaza, Grand Tower und dem ONE klein wie eine Ameise fühlen wird:


    Bilder: epizentrum

    Chinesischer Garten im Bethmannpark

    Gleich nebenan, ebenfalls auf dem Gelände des Bethmannparks, liegt ja der kürzlich eröffnete, wiederhergerichtete Garten des himmlischen Friedens mit seinem Wasserpavillon, den Stegen und dem Spiegelpavillon. Ein Rundgang um die Bauten dieses Juwels:


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    Vom Eingang (arg gegen die Wintersonne):


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    Die Stirnseite:


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    Vom kleinen Hügel und dem Pavillon im schimmernden Grün zurück in Richtung Hauptzugang gesehen:


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    Bilder: epizentrum

    Orangerie im Bethmannpark

    Die kleine Orangerie und ihr neugestaltetes Umfeld sind wundervoll geworden:


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    Auch ich erlag meiner Neugierde und habe hineingelunst. Hier berät das Gartenamt dreimal die Woche offenbar mit Anschauungsobjekten:


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    Auf der Ostseite gibt es einen kleinen Spielplatz, einen Baumhain sowie weitere Sitzbänke:


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    Bilder: epizentrum

    Endlich steht die - immer noch nicht vollständige - Fassade nicht nur frei, sondern ist auch zugänglich. Ein Blick durch die Eingangshalle auf den Innenhof, in dem der Rosengarten wieder entstehen wird:


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    Der Bodenbelag besteht - wie hier geschrieben - aus Backsteinen und aus Trümmersteinen der Verwertungsgesellschaft. Die Innenwände der Eingangshalle sind nicht mit Waschbeton verkleidet, auch wenn es auf dem Bild so aussieht, keine Sorge. Nachfolgend die Außenfassade von der Berliner Straße aus gesehen:


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    Rechts liegt der Haupteingang, den wir im Vorvorvorbeitrag schon gesehen haben, in der Mitte der separate Zugang zu Sonderausstellungen, links der schlanke Eingang für Gruppen. Davon jeweils Detailansichten:


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    Man beachte die schön gearbeitete Sandstein-Ausstattung der Laibung mit historischem Bezug. Sandstein allerorten auch in der Fassade des linken Drittels:


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    Das schlanke Glasportal komplett:


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    Bilder: epizentrum


    P.S.: Aus dem hinteren Bereich des wirklich wunderbar gestalteten neuen Cafés hat man einen guten Blick auf den gesamten Innenhof sowie auf die Rückseite des Museums. Bei meinem Besuch vorhin wollte ich meine Mitmenschen nicht mit Knipserei nerven; deshalb bis auf weiteres: Selbst hingehen! :-)

    Der architektonische Schneemann – aufgespannt auf der Fläche X × (M + A + S) – aus dem Frankfurter Büro Just / Burgeff Architekten ist dieses Jahr mein Favorit unter den Weihnachtsgrüßen. Mit ihm wünsche ich Euch eine besinnliche restliche Adventszeit und Frohe Weihnachten:


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    Bild: Just / Burgeff Architekten, Frankfurt

    Welcher ursprüngliche Straßenraum? Die "Lücke" rechts entspricht - in modernerer Form - der Situation, die dort seit dem Umbau des Goethehauses (in den 1750er-Jahren) bestand: Eine Mauer mit Durchgang, freier Blick auf die Brandmauer. Das sieht auf historischen Abbildungen natürlich pittoresker aus als die moderne Interpretation jetzt. Letztere ist übrigens der Haupteingang sowohl zum Goethehaus selbst als auch zum Freien Deutschen Hochstift (rechts und in zweiter Reihe dahinter).

    Wenn wir bezüglich Erscheinungsbild-Emotionen die Kirche im Dorf lassen wollen, schauen wir unaufgeregt den Großen Hirschgraben hinunter - so wie es dereinst tausende und abertausende Touris tun werden:


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    Aus dieser Perspektive steht das Goethehaus im Vordergrund, und das Museum löst sich in drei Fassaden auf. Mäcklertypisch sind die Eingänge teils mit großer Geste gestaltet und deutlich lesbar:


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    Bilder: epizentrum