Beiträge von epizentrum

    ^ Sicher die höheren Kosten im Vergleich zu Putz. Mit den Riemchen will man Akzente setzen. Der auf den Bildern verborgene lange Riegel, der um die Ecke bis zur Kölner Straße reicht, ist übrigens ähnlich gestaltet wie der an der Nordseite (1. Bild).

    The Link (Kölner Straße 82-84)

    Der nördliche Teil steht endgültig gerüstfrei und dürfte einzugsbereit sein, an Details und den Außenanlagen wird gearbeitet:


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    Zur Kölner Straße hin ist man bald am Ziel:


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    Bilder: epizentrum

    Auf der Turmrückseite und seiner Ostseite sind fast nur noch komplette Fassadenelemente mit Glasbrüstungen zu sehen - kaum noch Absturzsicherungen und grüne Sicherheitsnetze. Vorne und auf der Westseite stehen noch Fassadenbefahrungen, aber auch sie verschwinden langsam. Ein Leckerli:


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    Der weiße und gerüstfreie Hinterkopf:


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    Fassadendetails:


    Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8481.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8505.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B8516.jpg


    Die Fassade der Parkhaus-Vorderseite ist in Arbeit:


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    Bilder: epizentrum


    Ach so, wer auf die Webcam schaut, kann sehen, dass auf der obersten Plattform gerade die größere Terrasse entsteht, und auf dem Parkhausdach wird mit Metall gewerkelt...

    Das Objekt gehört nun zu einem Joint Venture von SIGNA Prime Selection und der RFR Holding, wie aus einer Wirtschaftsmeldung hervorgeht. Zur Transaktion gehört auch die Einzelhandelsimmobilie Beursgallery (Rotterdam). Warum die Allianz Real Estate sich von den beiden "Prime Assets" trennt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Mit dem Opernplatz 2 biete sich die einmalige Gelegenheit, ein "hochwertiges Mixed-Use-Gebäude aus Büro, Einzelhandel und Gastronomie" zu entwickeln.


    Zu RFR gehören in Frankfurt eine ganze Reihe von Gebäuden, u.a. das gerade als "160 Park View" auferstehende "Hochhaus am Park", aber auch das Marriott-Hochhaus, das Bienenkorb-Haus und weitere. Zur SIGNA-Mutter, der österreichischen SIGNA Holding gehören die Karstadt-Häuser inkl. KaDeWe und Sporthäusern.

    Ludwigstraße 43 (Hohenstaufenstraße 16-18)

    Noch ein Hotelneuzugang, gebaut wird seit Montag. Das Bauschild spricht von einem ehemaligen Bürogebäude, getippt hätte ich allerdings auf zwei Mehrfamilien-Wohnhäuser aus der Nachkriegszeit. Offizielle Adresse ist die Ludwigstraße 43, zwei zusätzliche Eingänge finden sich an der Hohenstaufenstraße 16 bzw. 18, siehe auch auf der Karte. Aktueller Zustand Ludwigstraße:


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    Hohenstaufenstraße:


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    Bilder: epizentrum

    Bauherr ist eine Münchener Vermögensverwaltung, der Entwurf stammt vom Büro Wohnkonzept München (WKM Architekten), und der sieht als Hutzelversion so aus:


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    Bild: WKM Architekten, München


    Entstehen soll ein Longstay-Hotel für Businesskunden (BGF: 2.200 qm), das Bauschild - übrigens von 2017 (B-2017-769-5) - spricht neutral von einer Beherbergungsbetrieb mit 43 Zimmern. Wird es so wie gezeigt, verbessert sich dieser spitze Winkel gegenüber der Tower-185-Rückseite.

    Villa Clara? – Schumannstraße 2

    1,5 Jahre nach der letzten Stippvisite bei Clara stellt sich endgültig die Frage, was aus dem hübschen und sehr gut gelegenem Projekt wird. Seit einiger Zeit sind hier alle Schotten dicht:


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    Bild: epizentrum

    Die Unterseiten der Vorsprünge flächig zu beleuchten, hat was. Das vermittelt das Gefühl, der Turm sei in Bewegung, möchte aufspringen. Hoffentlich kommt es so wie visualisiert. Den Rohbau ficht das alles nicht an, er wächst munter weiter in die Höhe:


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    Von der Mainzer:


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    Und aus der zuletzt gezeigten Perspektive kann man erkennen, wie breit der Bau auf seiner Rückseite (in Richtung Europa-Allee) wird:


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    Bilder: epizentrum

    KSP Jürgen Engel (2. Platz)

    Das Frankfurter Büro hat seinem zweitplatzierten Entwurf eine Projektseite spendiert, auf dem die in Beitrag #119 gezeigte Visualisierung in guter Qualität zu sehen ist:


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    Die expressionistisch gefalteten Seitenfassaden haben etwas. Sie sollen an Vorhänge erinnern und den Hotelgästen - ähnlich wie bei einem Erker - besseren Ausblick zu den Seiten verschaffen. Von der Hotel-Lobby gibt es eine Innenansicht:


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    Bilder: KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt

    Mainufer-Sperrung Mainkai/Untermainkai

    Die Sperrung des nördlichen Mainufers von der Alten Brücke bis zur Untermainbrücke bewegt noch immer die Gemüter. Vor allem die Nord-Sachsenhäuser sind not amused, aber auch viele Pendler. Auf letztere zielt Herr Oesterling gerade ab, er will sie zum Umstieg auf den ÖPNV oder aufs Rad bewegen (E-Roller bitte "nur in der Freizeit"). Kritiker halten ihm vor, die Sperrung sei unüberlegt; denn sie führe nur zur Umlenkung der Verkehrsströme - durch die Ringe, die Berliner Straße und eben ans dribbdebächer Mainufer. Und darauf sei die Infrastruktur sperrungsbegleitend nicht vorbereitet worden. Jeden zweiten Samstag wird es wegen des Flohmarkts ganz besonders bunt. Ihr ahnt schon, warum. Zum Tatort selbst. Er ist die reinste Tristesse. Lieblos stehen Betönklötze an beiden Enden, ansonsten der noch straßenbemalte Asphalt. Einen Beitrag zur Verschönerung der Unwirtlichkeit tragen Klimabausteine mit dem Charme von Baucontainern (wie heißen die nochmal?) und E-Roller-Paraden bei:


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    Hygge wird's mit im Asphalt verschraubten Parkbänken hart an der Straßen-Mittellinie:


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    Ein weiterer Eindruck:


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    Bilder: epizentrum


    Ich bin mit allen Verkehrsmitteln unterwegs, inkl. meinen eigenen Beinen, und freue mich gerade als Radfahrer über sichere Verkehrsflächen, auf denen ich auch mal richtig in die Pedale treten kann. Manchmal muss ich aber von meinem Wohnort nahe der Wallanlage durch die City zu meiner Arbeitsstätte auf der anderen Seite der Stadt mit dem Auto fahren, und das tut seit der Sperrung vor allem in Richtung West nach Ost richtig weh. Von Osten kann man - ja, Sachsenhäuser, das tut mir leid - über eine Brücke, rechts abbiegen und am Ufer entlangfahren und dann die Friedensbrücke hoch. Das fühlt sich nach einem leichten Umweg an. Oder eben die Wallanlagen zickzack um die Innenstadt herum. Geht zur Not. Von Westen geht das nicht. Nach der Friedensbrücke links abbiegen? Nach der Untermainbrücke? Das sollte man gar nicht erst versuchen. Also durch den Theatertunnel und durch die Berliner quälen, wie alle anderen auch. Alternative Strecken (via Hauptbahnhof oder via Neue Mainzer und dann durch die Hochstraße) probiert man einmal und nie wieder.


    Mit einem Kompromiss könnte ich leben, wäre ich aufs Auto "angewiesen": Den Mainkai-Abschnitt als Einbahnstraße von West nach Ost mit Begrenzung auf 30 km/h. Die freiwerdenden Flächen ordentlich aufteilen: Einen expliziten Streifen für Radfahrer, den Rest Fußgängern zuschlagen, auch als Grünflächenerweiterung. Davon abgesehen, muss konsequenterweise die Schöne Aussicht für Linksabbieger auf die Alte Brücke freigegeben und die Ampeln entsprechend geschaltet werden.

    Eiserner Steg

    Der Weg zum Eisernen Steg ist holprig; er führt am nördlichen Mainufer über große Pflastersteine. Das ändert die Stadt jetzt, indem sie den Abschnitt vor dem Aufgang mit Basaltsteinen belegt, deren Fugen zudem vermörtelt werden. So bleibt kein Stöckel stecken, verkeilt kein Rollirad, und Radfahrer freuen sich über einen angenehmeren Übergang von hibbdesteg zu dribbdesteg. Bauarbeiten:


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    Bild: epizentrum

    Ich komme noch einmal auf den Durchgang des Nürnberger Hof zurück. Der Vorbeitrag liegt erst vier Monate zurück, verständlich, dass nur wenig Fortschritt zu verzeichnen ist. Der (vielleicht feierlichen) Eröffnung stehen nur noch zwei Baugitter im Weg; denn der Rest sieht fertiggestellt aus:



    Das Kreuzgewölbe mit dem Frankfurt-Adler in der Mitte:



    Der Blick zurück:


    Bilder: epizentrum


    Auch woanders auf dem Dom-Römer-Areal wird hier und da noch an Kleinigkeiten gewerkelt, bspw. einer Türzarge in einem Eingangsbereich. Übrigens hat die Dom-Römer GmbH seit dem 1. November 2019 offiziell ihre neue Chefin (Regina Fehler).

    ^ Nochmal zur Habsburger. Eine deutliche Verbesserung ist der Neubau auf jeden Fall. Eine etwas seltsame Gestaltung hat die Fassade dennoch. Sehr massiv ausgeführte Balkonkonstruktionen, dazu noch zur vielbefahrenen Hauptstraße ausgerichtet, Schießscharten-Fenster nicht nur am Treppenhaus, sondern auch zu den Wohnungen, eine nur subtil angedeutete Plastizität und dann der turmartig hochgezogene, hm, Mittel-Nichtrisalit, der in einer Aussichtsplattform mit schlichtem Geländer endet, zeugen von einer zumindest ungewöhnlichen Architektursprache. Auf jeden Fall hat der Baukörper an sich ordentliche Proportionen und Naturstein-Platten sind nie verkehrt. Letztere sind übrigens minimal dick und direkt auf den Putz über der Dämmung aufgeklebt. Ein bisschen näher herangezoomt:


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    Und noch die Totale frontal von eben:


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    Bilder: epizentrum

    Superschönes Pano, gerade auch mit den Lichtsternen. Aus der Perspektive kann man die "Central Park"-Lücke schön erkennen und dass die FOUR-Türme vor allem der West- und Nord-Perspektive Frankfurts zugute kommen werden.

    ^ An dieser gut sichtbaren Stelle gegenüber der Hafeninselspitze hätte gerade der Bauteil direkt am Wasser eine einladende Geste werden müssen, nicht eine schlichte Kiste mit Fertigbetonfassadenelementen à la Intercity-Hotel Ffm. Vom anderen Bauteil gefallen mir die Profilierungen ganz gut und auch die platzartige Öffnung mit Durchblick zum Mini-Campus.