Beiträge von Miguel

    Ja, die neue Brücke ist offenbar unmittelbar östlich der bestehenden Deutschherrnbrücke geplant: auf der Projektwebseite ist das schon als Visualisierung so abgebildet. Mit höherem Brückenbogen als der alte Nachbar. Wird spannend, wie nah das dann am neuen Scandic-Hotel und dem Hafenpark-Quartier vorbeiführen wird.

    Es gibt dank EZB Druckerpresse soviel "billiges" Geld wie nie zuvor bei Banken, Staat und privaten Investoren, nur eben leider nicht beim normalen Bürger. Aber ausgerechnet der soll stets für diese Art der Verschönerung seiner Stadt aufkommen.

    Wer definiert denn, wer der "normale Bürger" ist? Bin ich kein normaler Bürger, nur weil ich aufgrund der niedrigen Zinsen von einer günstigen Baufinanzierung profitiere? Oder die Millionen Aktienanleger, die von steigenden Kursen profitieren und sich so selbst um ihre private Altersvorsorge kümmern, sind die alle nicht normal? Und wieso "soll" denn dieser arme normale Bürger dafür aufkommen? Zwingt ihn irgendjemand?


    Diese Rekonstruktion sollte bei prall gefüllten Staatssäckel eindeutig öffentliche Aufgabe sein, selbst wenn der Bund dafür einspringen müsste, im Rahmen eines Konjunkturprogramms. Es ist ja auch Geld für jeden anderen fragwürdigen Mist da, inklusive Aufrüstung und Finanzierung der Taliban. Aber solche Auflagen müssen bei uns ja ideologisch korrekt sein und darf nur Sozialwohnungen und Kitas betreffen, aber keine "rechts-konservativen" Rekonstruktion.


    Prall gefülltes Staatssäckel galt vielleicht vor der Corona-Pandemie und vor dem Ukraine-Krieg, jetzt sicher nicht mehr. Allein wenn man sich die Haushaltslage der Stadt Frankfurt anschaut, braucht man sich nicht zu wundern, wenn solche Projekte gerade leider etwas hintangestellt werden, so schön sie auch wären.


    "Aufrüstung und Finanzierung der Taliban"? Das ist mir neu, führt aber vielleicht ein wenig zu weit an dieser Stelle. Ich verwahre mich allerdings gegen die Behauptung, das sei hier eine "rechts-konservative" Rekonstruktion, für die auch ich bereits gespendet habe. Das ist das Rathaus, mithin das Zentrum der Demokratie der Stadt, und es geht darum, die völlig verhunzte Behelfsbedachung aus der unmittelbaren Nachkriegszeit durch eine originalgetreue Rekonstruktion zu ersetzen, damit der Bau - das politische Zentrum! - wieder den architektonischen Stellenwert bekommt, den er verdient. Das hat nichts mit rechtskonservativen Einstellungen zu tun.


    Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt nach so langer Zeit endlich umgesetzt wird und dass das nach der Kampagne dann wohl immer noch fehlende Geld aufgebracht wird. Von wem auch immer, ob der Stadt oder Unternehmen oder doch noch weiteren vermögenden Einzelpersonen ist mir ehrlich gesagt egal, hauptsache es wird endlich gebaut. Wieso fragen wir nicht mal bei den großen hiesigen Immobilienunternehmen über die sozialen Medien nach, ob sie nicht ein paar Euro zur Verschönerung ihrer Stadt übrig haben?

    Für ein Unternehmen zu wenig attraktiv, aber für's Wohnen reicht's? Hm.... ;)

    Also ich bin tatsächlich auch enttäuscht, dass dort kein Wohnturm entsteht, denn die Aussicht wäre traumhaft in (fast) jede Richtung. Und das Bahngleis nebenan würde mich nicht stören. Aber offensichtlich gehören wir hier zur Minderheit und G&P ist leider zu einem anderen Ergebnis gekommen bei der Prüfung der Marktnachfrage.

    Trotzdem freue ich mich auch (etwas weniger) über einen Büroturm, der zusammen mit der Sparda-Bank gegenüber sicher eine tolle Wirkung haben wird.

    Da täuschst du dich, Berlinier. Die FAZ-Zentrale steht aus Sicht des virtuellen Fotografen in der Computergrafik links hinten, also hinter der "Kamera". Rechts gegenüber des Sparda-Turms wird eines Tages womöglich der Nachfolger des Porsche Design Towers stehen, aktuell sieht es dort aber genauso aus wie auf dem Bild.

    Ich bin froh, dass der Sparda-Turm jetzt endlich in Bau geht, lange genug hat es gedauert. Die Bar in den oberen Stockwerken wird eine fantastische Aussicht bieten. Generell ist dieses Hochhaus aus meiner Sicht gar nicht hoch genug einzuschätzen, was die Wirkung auf das Europaviertel angeht - gerade an dieser Stelle neben der Brücke würde ein kleineres Gebäude total "untergehen" und mit der Höhe wird zumindest eine schöne Abwechslung zum Einheitsbrei der "Stalinallee" geschaffen. Die Aufmerksamkeit wird von den monotonen Häuserblocks der östlichen Europa-Allee und den beiden hässlichen Rampen in der Straßenmitte weg auf die westliche Europa-Allee gelenkt, und das kann der Situation nur gut tun.


    Die Architektur selbst würde ich nicht als unscheinbar bezeichnen, sondern als zeitlos mit modernem Schick. Das hier ist das Original und der ONE ist die Kopie in groß, nicht andersherum. Der ONE war nur schneller, aber dieser Entwurf ist älter und für meinen Geschmack auch schöner. Zumindest gibt's hier keine unförmige überdimensionierte Auskragung nach oben, sondern nur einen leichten Versatz als Modeerscheinung. Damit kann ich gut leben.

    Allein die dunklere Farbe hätte viel besser und edler ausgesehen, selbst ohne die Versetzung des Fensters. Wenn man schon unbedingt hell will (warum auch immer), dann muss es zumindest exakt die gleiche Farbe sein wie rechts daneben. Und nicht "ganz leicht anders in Richtung Taxi-beige", so wie jetzt. Furchtbare Farbwahl.

    Das ist so ziemlich das Schlimmste, was ich in letzter Zeit an Neubau-Entwürfen in Frankfurt gesehen habe. Man kann dem Trumm eine starke Eigenwilligkeit nicht absprechen, und an geeigneter Stelle kann man auch mal experimentieren - aber nicht hier! Wir befinden uns im Nordend, in einem intakten gründerzeitlich geprägten Umfeld. Hier passt gar nichts, weder die Dimension noch die Farbe noch die windschiefen Proportionen noch die Sonneneinstrahlung auf der Visualisierung (das ist die Nordseite, die hier abgebildet ist!), noch der Baum auf der linken Seite im Bild (der nicht existiert), noch die Behauptung, dass das Grundstück eine Baulücke wäre. Der Abriss des schönen Bestandsbaus wird einfach irreführend unterschlagen, was soll das?

    Das einzig Positive an dem Teil wäre, dass damit die auch nicht gerade hübsch anzusehende Kirche aus nördlicher Blickrichtung verdeckt würde. Wenn wir architektonisch schon soweit sind...

    Die Nordost-Ecke bietet sich natürlich für ein Hochhaus an. Verschattung sehe ich da nicht als Problem bei der breiten Straße, dem Platz und den Hotels und Geschäften nördlich davon. Kommt natürlich auf die Höhe an, ca. 80 Meter fände ich aber passend. Und es muss natürlich ein architektonisch anspruchsvoller Korrespondenz-Bau sein, der die Ausdrucksform des bestehenden Hochhauses aufnimmt und ein passendes Gegenstück bildet - beispielsweise mit einer leichten Drehung oder Schräge nach Osten, im Gegensatz zum eher nach Westen zeigenden EZB-Hauptgebäude. Aber gut, über Architektur zu spekulieren ist es noch zu früh.


    Ich möchte aber eine Lanze auch für den Standort im Südosten brechen, also da, wo bereits heute Baurecht besteht. Der eine Standort schließt ja den anderen nicht aus; man kann beides angehen, sobald der Platzbedarf weiter wächst. Der Südost-Standort eher mit um die 60 Meter Höhe, um die Höhenwirkung des Hauptgebäudes nicht zu beeinträchtigen. Aber, und das wäre der große Pluspunkt dieses Standorts, die Lage und Kubatur müsste so gewählt werden, dass damit die... *hüstel*... "Breitarsch"-Perspektive des Hauptturms etwas kaschiert werden könnte. Denn das ist nun wirklich nicht die Schokoladen-Seite der EZB. Ich meine die unten breiteste Stelle des Atriums an der Ostseite - die Proportion sieht insbesondere dann unförmig aus, wenn man von Südosten aus, also von der Brücke aus etwa im 45°-Winkel darauf schaut. Genau diese Perspektive würde eine etwa nach Osten geneigte oder gedrehte kleinere Hochhaus-Ergänzung verbessern.

    Ich frage mich, warum man das gesamte Gebäude-Ensemble nicht in einer geraden Flucht mit dem Diaoyutai Mansion-Hotel errichtet hat. Auf dem Luftbild ist das gut zu erkennen, das ist doch schief. Woran richtet sich die DFB-Zentrale aus? Nach den umliegenden Straßen jedenfalls nicht. Aus Straßenperspektive ist es egal, aber aus der Luft sieht's komisch aus (auch gut auf der Satellitenansicht von Google Maps zu erkennen).

    ^ Eben, und genau deswegen stimme ich Betonrüttler zu, wenn er kritisiert, dass einige unbedingt die "magische 300-Meter-Grenze" überschritten sehen wollen, ohne das architektonisch z. B. mit den Proportionen zu begründen. Es geht wohl eher um die 300-Meter-Marke, aber warum? Das höchste Haus in Deutschland wird der Millennium-Tower allemal, das höchste in der EU wäre auch dann noch der Varso Tower in Warschau. Antenne hin oder her. Das höchste Haus in Europa würde in jedem Fall das Lakhta Center in St. Petersburg bleiben. Also welchen Rekord würde man damit brechen? Richtig, keinen, den man nicht ohnehin hält, auch mit 288 Metern.

    Die 300 gerade so zu überschreiten fände ich etwas "konstruiert" - eben nicht um der Architektur willen, sondern um der Marke willen. Es kommt aber doch vor allem darauf an, wie gut der Turm in der Gesamtansicht der Skyline wirkt und wie er sich den Nachbarn gegenüber verhält. Da finde ich die 288 Meter an dieser Stelle perfekt. Das heißt nicht, dass die 300 Meter nicht auch gut aussehen würden, keine Frage - aber um Bekanntheit zu erlangen und architektonisch herauszuragen braucht's eben diese zusätzlichen 12 Meter nicht unbedingt. Deswegen bin ich da absolut entspannt.


    Außerdem, ein ganz anderer Aspekt: auch hier steht wieder ein sehr großes Gebäude eher am Rand der Skyline, genauso wie damals die Coba, wenn auch nicht so extrem. Einen sogenannten "Supertall" könnte ich mir besser in der Mitte der Skyline vorstellen, also zum Beispiel auf dem Gelände der Bundesbank an der Taunusanlage. Der Millennium-Tower wird langfristig nicht der letzte Wolkenkratzer sein, der einen neuen Rekord in der Stadt aufstellt.

    Wer jetzt immer noch den Sinn der Elektromobilität bezweifelt, hat echt den Schuss nicht gehört. Einen guten Überblick zum aktuellen Stand gibt's hier. Der Artikel bezieht sich zwar auf E-Autos, aber die Argumentation lässt sich genauso auch auf E-Roller anwenden, und die Ergebnisse sind eindeutig.


    Ansonsten kann ich nur sagen: probiert es einfach mal aus! Wer einmal mit so einem Ding gefahren ist, wird besser verstehen, warum sie so beliebt sind. Es macht einfach sehr viel Spaß, damit unterwegs zu sein. Und sie sind natürlich kein Ersatz für den ÖPNV oder für's Auto, aber definitiv eine sinnvolle Ergänzung.


    Gerade bei der Flexibilität sind die Leihroller unschlagbar - ich bin damit unabhängig von Fahrplänen oder Streckennetzen, brauche nicht lange auf ein Taxi warten - eben weil sie überall rumstehen - , keinen Parkplatz suchen und günstig ist es auch. Zwar nicht "kostenlos" wie das eigene Fahrrad, dafür habe ich aber den Vorteil, dass ich sie überall abstellen kann und nicht wieder zum Ausgangspunkt der Fahrt zurück muss. Ich kann damit zum Beispiel mal schnell zu einem Geschäft düsen, dort einkaufen und dann mit der Ware in der Hand mit dem ÖPNV zurückfahren. Das klappt mit dem eigenen Fahrrad oder dem eigenen Roller nicht, das müsste ich dort stehenlassen oder den Einkauf damit transportieren, was manchmal schwierig bis unmöglich ist.


    Je mehr Fahrradwege es in der Stadt gibt, desto kleiner wird auch das Problem mit dem Befahren des Bürgersteigs. Anders gesagt, überall da, wo ich mit meinem eigenen Fahrrad fahren kann, kann ich genauso gut auch ohne andere zu behindern mit dem Tretroller fahren.

    Je mehr aber die Stadt die Flexibilität des Abstellens und Ausleihens einschränkt, desto relativ unattraktiver wird der Rollerverleih, weil ich dann immer Sorge haben muss, dass ich ihn womöglich am eigentlichen Ziel gar nicht abstellen kann. Deswegen plädiere ich für mehr "Mitdenken" beim Parken und mehr Rücksicht - was man technisch mit intelligent gesteuerten finanziellen Anreizen sicher noch besser umsetzen kann als heute, aber nicht für noch mehr Verbote.

    Dein Wort in Gottes Ohr, allein es fehlt der Glaube - ich lasse mich gerne eines Besseres belehren, aber die Aussagen vom Planungsdezernenten im verlinkten Interview gehen ja genau in die andere Richtung. Nämlich, dass der Rahmenplan stärker durchgesetzt werden soll, sprich, eben keine Ausnahmen mehr zugelassen werden sollen. Wenn die Stadt das weiterhin pragmatisch handhabt, dann bitte gerne, aber am Beispiel "Grand Ouest" bzw. dem angrenzenden Gewinner an Scheußlichkeit, die einzig und allein dem sturen Festhalten an bestehenden Bebauungsplänen seitens der Stadt zuzuschreiben ist - wir erinnern uns, es gab einen ästhetisch ansprechenden Entwurf, der etwas höher war - , zeigt sich, dass dem leider nicht (immer) so ist. Vielleicht hat die CG-Gruppe in diesem Fall schlecht verhandelt, mag sein. Aber wollen wir die städtebauliche Entwicklung dem Verhandlungsgeschick einzelner Investoren überlassen?


    Das andere Thema ist das mit der Bodenspekulation. Hier gibt's ja das schöne Instrument der Abschöpfung von Wertsteigerungen der Grundstücke, eben weil sie in so einem Rahmenplan stehen. Das heißt, der Stadt käme es zugute, wenn sie die Wertsteigerung durch Ausweisen zusätzlicher Grundstücke selbst vorantreiben würde. Aber gut, warten wir's mal ab... immerhin ist die Liste an Projekten ja gut gefüllt.

    Mir ist nicht bekannt, dass sich in den letzten Jahren mal ein Immobilienentwickler in Frankfurt an den Staat gewandt hätte und nach Unterstützung gerufen hätte. Insofern frage ich mich schon, warum man als Stadt im Entwicklungsplan den Rahmen enger setzen will, als man könnte - dass dann tatsächlich zeitnah irgendwas gebaut wird, ist noch längst nicht ausgemacht, aber man zeigt eben mehr Potentiale auf und steuert die Entwicklung besser bzw. ermöglicht mehr Ideen. Warum blockiert man das?

    Und dass die Nachfrage nach reiner Bürofläche weniger stark steigen wird aufgrund der Heimarbeitsmöglichkeiten, klar. Das ist wohl Konsens. Trotzdem wird die Nachfrage nach hochwertigem Büroraum aufgrund von Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in der Metropole weiter steigen, wenn auch langsamer. Das sagt aber nichts über anderweitige Nutzungen von Hochhäusern wie Hotels, Co-Working, Wohnen, Konferenzen, Kultur und sonstwas aus. Gerade die Nachfrage nach größerem Wohnraum wegen dem Bedarf nach einem extra Arbeitszimmer wird auch die Nachfrage nach schicken Turmwohnungen erhöhen bzw. die Einheiten wieder vergrößern.

    Eine stärkere öffentliche Nutzung und Nutzungsmischung ist wünschenswert und auch von der Stadt gefordert, das ist doch gut. Aber wenn der Staat vorschreibt, dass die Nachfrage gesättigt zu sein hat, dann läuft was falsch in der Marktwirtschaft.

    ^ Was gerade bei der Platensiedlung, aus der diese Diskussion hervorging, ja wurscht wäre: sowohl die ABG als Vermieter der Solarflächen als auch die Mainova als Mieter und Stromerzeuger sind kommunale Betriebe. Also so oder so landet der Ertrag am Ende bei der Stadt als Eigentümer von beiden, zur Not halt aufgeteilt auf zwei Unternehmen. Ob der Strom dann direkt in dem Gebäude verbraucht oder eingespeist wird, ist aus meiner Sicht zweitrangig, hauptsache er kommt von der Sonne und die Dachfläche wird vernünftig genutzt, wenn's schon ein Flachdach sein muss.


    Es sollte also kein Problem sein, man muss es aber halt wollen und mal aus einer übergreifenden Perspektive betrachten - es ist also konkret die Aufgabe der Stadt, in den Aufsichtsräten darauf zu dringen, dass beide Firmen bei solchen Vorhaben kooperieren sollen. Kann doch alles nicht so schwer sein.

    Schön, dass es vorwärts geht. Und tolle Drohnen-Videos, danke auch für den Fund!


    Was ich mich insbesondere beim Anblick von oben frage: wieso sind die Dächer alle leer und ungenutzt? Wenn man schon wegen Aufstockung von Satteldach auf Flachdach umbaut (und leider auf Staffelgeschosse verzichtet, was optisch ansprechender gewesen wäre), dann kann die ABG doch wenigstens die neu gewonnene vollkommen ebene Dachfläche für Solaranlagen nutzen!?

    Dass aus Kostengründen hier keine Dachterrassen entstehen, OK. Aber was spricht gegen flächendeckende Solarzellen? Oder kommen die noch, wenn alles fertig ist?

    Interessant: mit Schwimmbecken auf der Dachterrasse, nicht schlecht für Niederrad! Das wird dann ja auch die Renovierung der Olivetti-Türme selbst mit einschließen, und wie es aussieht, bleiben sie zum Glück äußerlich unverändert.

    Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob die benachbarten Blue Towers auch Teil dieses Campus werden sollen. Auf der ersten Visualisierung sieht es jedenfalls so aus bzw. da wurden sie durch niedrigere Wohn-Kuben ersetzt, was ich sehr schade fände.

    ^ Das mag sein, aber andersherum bedeutet es nicht, dass begrünte Fassaden zwangsläufig mit schlechter Architektur einhergehen müssen. Mir gefällt's, ich schließe mich Beggis Begründung an. Das ist jedenfalls der bisher beste Entwurf für die Kernsanierung dieser jahrelang brachliegenden Ruine. Und wenn hier tatsächlich ein Supermarkt entsteht, wertet es die ganze Ecke enorm auf. Das bringt Laufkundschaft aus dem Westend, dem umliegenden Bahnhofsviertel und auch aus den benachbarten Bürotürmen und trägt durch die soziale Kontrolle dazu bei, dem Abgleiten des Bahnhofsviertels entgegenzuwirken.



    Mod: Die folgende abstrakte Diskussion über den Sinn von Fassadenbegrünung wurde in diesen Thread verschoben.

    Mir fallen insbesondere die begrünten Dächer auf allen Ebenen auf. Entweder mit Solarzellen oder mit begehbaren Dachterrassen für die Beschäftigten. Das zusammen mit einem neuen Anstrich, neuen Fenstern und vermutlich flächendeckend neuer Haustechnik, fertig ist die Revitalisierung. Und ich finde sie gut so! An der äußeren filigranen Struktur braucht sich für meinen Geschmack nichts ändern. Ich würde das Ding unter Denkmalschutz stellen. Der Name passt wie die Faust aufs Auge.

    Huch, durch die Verschiebung passt der Beitrag jetzt nicht mehr so ganz zur Reihenfolge der Vorbeiträge - ich ändere ein wenig:


    Ich glaube nicht, dass es in euren beiden letzten Beiträgen einen Widerspruch gibt - Ich verstehe LukaTonios Argumentation (aus dem Strang zum Hochhausrahmenplan) jedenfalls so, dass man gerade bei Investoren, die Hochhäuser bauen wollen, zusätzlich zu diesen "bezahlbaren" Wohnraum einfacher durchsetzen kann, als es ohne Hochhaus der Fall wäre. Weil Investoren eben selbst dann, wenn der günstige Wohnraum allein nicht kostendeckend zu bauen ist, in Summe mit dem Hochhaus noch Gewinn machen können. Also wäre es Quatsch, das einzustellen, wenn man günstigen Wohnraum schaffen will, selbst wenn sich viele die teuren Hochhauswohnungen nicht leisten können. Und genau das wird ja praktiziert, siehe zum Beispiel beim FOUR, und gilt unabhängig und zusätzlich zum berühmten "Durchsickereffekt" durch Umzüge in teurere Hochhauswohnungen, wodurch günstigere frei werden. Und das Argument mit dem Frankfurter Alleinstellungsmerkmal, welches gestärkt werden sollte, kommt noch dazu.