Bitte mal in die USA schauen, ob bspw. die widrige anti islamische Rhetorik der Republikaner gerade in Michigan mit dem sehr guten neuen Senator El Sayyed total nach hinten losging. Was sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist: Eine im Jahr 2015 als unkontrolliert wahrgenommene Zuwanderungs- und besonders Asylpolitik hat reale politische Folgen gehabt – den Brexit mit befeuert, Trump entscheidend zur Wiederwahl verholfen (in den USA taten Obama und Biden zu wenig zur Stärkung der Grenzen), und in Frankreich ist eine Präsidentschaft Le Pen sogar recht wahrscheinlich. Wer das leugnet, hilft nur dabei, das Thema den Populisten zu überlassen.
Nur die ideologische Schlussfolgerung daraus stimmt nicht: Wenn das Pendel zu stark in die Gegenrichtung ausschlägt – Stichwort Trumpismus und der Backlash, den wir gestern Abend gesehen haben –, entsteht keine Lösung.
Genau da liegt die Chance: Wenn die gesellschaftliche Mitte das Thema endlich souverän besetzt – klare Asylregeln, konsequente Abschiebung bei Straftätern, aber auch Differenzierung statt Pauschalierung –, dann entzieht sie den Extremen an beiden Enden den Brennstoff. Die Frage ist nur, ob die Mitte diese Chance nutzt, bevor die Spirale sich weiter dreht.
Beiträge von Golden Age
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@ Tegula: Du bekämpfst mit einem Selbstzweck-Argument einen typischen Strohmann: Intention ist aber keinerlei Beleg für Eintritt. Die eigentliche – und von Dir vermiedene – Frage lautet: Welche Wirkung sollen die GenZ Proteste erzielen, gemessen woran, und auf wessen Kosten? Aufmerksamkeit, Beteiligung und Medienresonanz sind leicht zu erreichen – Policy-Änderungen sind es nicht. Bewegungen, die disruptiv auf Sichtbarkeit setzen, erzielen häufig genau das Gegenteil ihrer Ziele: Backlash-Effekte, bei denen viele Betroffene die Position der Bewegung ablehnt (wie bei den brutalen Blockupy Protesten). Das ist kein hypothetisches Risiko, sondern bereits eingetreten: Wochenlange Schlagzeilen, null politische Konzession, aber ein verärgerter Mittelstand, der die Bewegung und ihre Anliegen nun pauschal ablehnt. Wir sehen ein sehr ähnliches Muster in Frankreich.
Damit kehren sich die Beweislasten um: Wer den hohen Preis fremder Betroffener – gesperrte Straßen, blockierte Arbeitswege, eingekesselte Passanten – für legitim erklärt, muss zeigen, dass hier nicht nur Effekthascherei betrieben wird. -
Und trotzdem tun hinterher wieder alle überrascht wenn die rotlackierte SA und zunehmend auch Nafri-Mobs Gewalt säen.
Geht’s auch eine Nummer kleiner? Klingt alles sehr nach martialischer Endzeit in Deinen Texten und wer hier Spaltung betreibt, überlassen wir hier mal dem Forum und diversen Mitlesern. Auch die US Midterm Wahl heute dürfte ein gutes Stimmungsbild geben, ob der Rechtspopulismus seinen globalen Siegeszug fortführt (in Brasilien, Serbien und Ungarn ja scheinbar nicht).
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tegula
Natürlich ist eine Demo Ausdruck eines Missstands. Aber sie ist IMMER auch Selbstzweck und warum ist das etwas Schlechtes?Eine Demonstration ist der Moment, in dem eine Gesellschaft sich selbst vergewissert, dass sie noch handlungsfähig ist. Wenn dann aber Anarchie und Nihilismus bei raus kommen, habe ich damit ein Problem.
Wenn du sagst, das Thema ist nicht beliebig und man plant nicht eine Demo und sucht sich dann ein Thema, dann steckt dahinter die Vorstellung, Demos müssten immer eine direkte, fast juristische Reaktion auf ein Ereignis sein. Das halte ich für falsch.
Die Zivilgesellschaft in Serbien geht nicht nur auf die Straße, weil es einen konkreten Korruptionsfall gab - sondern weil sie sich grundsätzlich nicht mehr vertreten fühlt. Das Thema "Korruption" ist dort auch nur das Vehikel für etwas viel Größeres: Wir wollen so nicht mehr leben.
Und genau so ist es hier: Ob "Inflation", ob "Nein zur AfD" nach Potsdam - das sind alles Vehikel für dieselbe Grunderfahrung: Viele Menschen fühlen sich abgehängt und ohnmächtig.
Zu sagen, man könne das Thema nicht von "Inflation" auf "Nein zur AfD" verschieben, weil Demos kein Wunschkonzert seien, verkennt, dass es eben doch um Deutungshoheit geht. Wer bestimmt, worüber wir auf der Straße reden? Wenn wir das Feld denen überlassen, die "Inflation" nur als Vorwand für Umsturzfantasien nutzen, und gleichzeitig sagen, "Nein zur AfD" hatten wir ja schon nach Potsdam, dann geben wir genau den Raum auf, den eine lebendige Demo-Kultur braucht.
Eine Demo darf und muss auch Selbstzweck sein: Ein Training für Demokratie.
PS: Dass es mit dem Frankfurter Laufshop ausgerechnet eines der beliebtesten Inhaber geführten Geschäfte mit extrem freundlichen Mitarbeitern getroffen hat, macht mich besonders traurig. -
Aber was wäre denn die Alternative?
Entweder wir verbieten Demos generell, oder wir müssen Plünderungen und Ausschreitungen als Kollateralschaden hinnehmen. Es gibt in Realität doch weit mehr als diese binären Auswahlmöglichkeiten.
Mein Punkt ist ein anderer: Es geht um den Fokus. Eine Demo zum Thema "Affordability bzw Inflation” ist unglaublich diffus und lädt geradezu dazu ein, von allen möglichen Leuten gekapert zu werden, die Wut haben.
Warum nicht den Fokus ändern von "Inflation" auf "AfD - Wehret den Anfängen"? Da ist die Haltung klar. Da geht es nicht um ein komplexes Wirtschaftsthema, bei dem jeder seine eigene einfache Antwort hat, sondern um eine klare Absage an eine Partei, die unsere Gesellschaft spalten will. Das ist eine viel sauberere Botschaft und viel schwerer zu kapern.
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Anstatt die Energie in eine dringend benötigte Anti-AfD-Demonstration zu stecken, wirkt es kontraproduktiv, dass die Organisatoren der „Gen Z"-Demo angesichts der Gewaltexzesse überrascht erscheinen und bereits die nächste Demonstration ankündigen. Die Ereignisse in Frankreich und Italien in den vergangenen Wochen und Monaten boten hinreichend Anschauungsmaterial dafür, was bei Großdemonstrationen dieser Art geschehen kann: Plünderer und Gewalttäter nutzen die Anlässe aus und beschädigen damit die Glaubwürdigkeit der gesamten Bewegung.
Man kann dies als Eigentor bezeichnen – oder als bewusste Inkaufnahme derartiger Ausschreitungen, wie sie in anderen deutschen Städten in dieser Form nicht auftraten (allein 100 verletzte Polizisten). -
Damit die Empörung und der Virtue Signaling Überbietungs-Wettbewerb nicht ausartet —> Wir sind NICHT dem Untergang geweiht und ich bin nicht auf Drama und Effekthascherei aus. Ich habe zudem m.W. nicht gesagt, dass ich jetzt eine “Make Frankfurt Great Again” Law & Order Kampagne befürworte (for the record: ich finde Trump, Farage, Orban & Konsorten und ihre reaktionären Bewegungen ganz furchtbar). Meine Meinung ist aber, dass unsere lokale Politik eindeutig zu wenig gegen den Verfall der Ostzeil / Konst / Allerheiligen und Gegenden wie Altsax tut. Untätigkeit habe ich ebenfalls nicht vorgeworfen. Das sollte nun wirklich nicht kontrovers sein, sondern deckt sich sogar mit vielen Deiner Beobachtungen oben.
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Das soll also heißen mitten auf der Zeil ist der zukünftige Lineup Primark, C&A und TK Maxx? Waren Kik und Takko Fashion als Mieter gerade nicht verfügbar? Das ist schon ziemlich mager als Finanzhauptatadt der drittgrößten Volkswirtschaft des Globus und dem Sitz der EZB. Abgesehen davon dürfte der wahrscheinliche Umzug von C&A weg von der Konsti dort weitere Probleme verursachen. Das wird die zahlungskräftige Kundschaft aus dem Speckgürtel dann kaum noch in den Innenstadtkern locken, sondern viele weitere Kunden in die Online Shopping Plattformen oder ins Main Taunus Zentrum spülen, ein Teufelskreis für die Innenstadt.
Es wird nun eindeutig, dass die Zeil deutlich an Attraktivität eingebüßt hat und sich eine klare Zweiteilung herauskristallisiert. Die interessantesten Neueröffnungen wie Uniqlo verlagern sich in Richtung Hauptwache / Fressgass / Alte Oper und ungefähr ab Dunkin Donuts sinkt das Preis-Niveau schon sehr rapide. Die immer aggressiver auftretende Drogenszene / Rumlungerei an der völlig fehlgeplanten Konstablerwache und das Rotlichtmilieu im Allerheiligenviertel spielen aus meiner Sicht hierbei eine zentrale Rolle.
Es ist für mich eines der größten Rätsel in der Frankfurter Stadtpolitik warum sich diese relativ kleine Stadt nicht nur am Eingang zur Stadt ein Drogen- und Rotlichtviertel leistet, sondern gleich ein zweites, das einen weiteren Teil der Stadt herunterzieht und zudem lebenswerte Stadtteile wie Nordend (Bethmannpark), Zoo Umgebung und Mainufer/Sachsenhausen damit entscheidend voneinander abtrennt. Warum wird diese Entwicklung rund um die Konsti / Allerheiligen als unumkehrbar oder alternativlos hingenommen? Aus meiner Sicht ist es eines der wichtigsten Handlungsfelder der Stadt, besonders wenn man nach Corona den Einzelhandel und den Innenstadtkern stärken bzw attraktiver machen wollte. Die jetzige Situation an der Konsti / Ostzeil / Allerheiligen ist untragbar. -
Gut zu hören, dass es hier weitergeht. Diese Ecke entwickelt sich gerade besonders gut. Eine hochwertige, sehr gelungene Modernisierung des Hugendubels, Zuzug von Uniqlo, Arket, Soestene, dem Bayreuther Brauhaus und den Citi Offices innerhalb der letzten 1,5 Jahre. Der Übergang zwischen Zeil & Fressgass ist scheinbar der neue Sweet Spot im Innenstadtbereich. Daher würde sich ein Umbau des viel zu exponierten, altmodischen und versiegelten Hauptwachen Platzes hoffentlich anbieten.
Wenn es so wird wie der Flaconi Store in Berlin dürfte das Ergebnis ansehnlich werden.Hier ein paar Eindrücke:
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Die Feuerwehr ist aber sonst eher nicht für Alarmismus bekannt. In ganz Südhessen gilt allerhöchste Waldbrandgefahr, daher waren die Warnhinweise nicht wirklich übertrieben, sondern wohl doch ernst zu nehmen. Was derzeit aber noch fehlt, ist eine offizielle Statistik zu:
- der Zahl der Behandlungen im Medical Tent,
- Krankenhauseinweisungen,
- Rennabbrüchen aus medizinischen Gründen,
- Einsätzen des Rettungsdienstes.
Erst mit diesen Zahlen lässt sich wohl seriös beurteilen, ob 2026 “alles im Rahmen” war. Spätestens seit der Loveparade Katastrophe mit seinen zwielichtigen Veranstaltern weiß man, dass Cash Flow Maximierung kein geeigneter Grund ist um legitime Bedenken bei Großevents auszuhebeln. Zu diesen zwielichtigen Veranstaltern gehört der Ironman nicht und Hydration Breaks sind schon jetzt das Unwort des Jahres, aber eine gesunde Grund-Skepsis bei Veranstaltern (Paradebeispiel Fifa) ist generell ratsam.
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Das beste Gegenbeispiel war der der Hamburger Halbmarathon (rund 24.000 angemeldete Läufer), Dieser wurde kurzfristig abgesagt. Die Veranstalter begründeten dies mit Gesundheitsrisiken bei erwarteten Temperaturen bis 37 °C und einer möglichen Überlastung der Rettungsdienste. Auch in der Freien Hansestadt gab es bestimmt die Erwägung diese Einnahmen nicht aufs Spiel zu setzen und entschied trotzdem im Sinne der Allgemeinheit.
Quelle: https://www.welt.de/regionales/ham…hon-absage.html
Die Frankfurter Feuerwehr erklärte bereits vor dem Ironman, dass die Krankenhäuser in Frankfurt überlastet seien und der Rettungsdienst “am Limit” arbeite. Als Ursache wurde die außergewöhnliche Hitzewelle mit zahlreichen hitzebedingten Notfällen genannt. Aus meiner Sicht ein klares Indiz, dass hier bereits die Alarmglocken am läuten waren.
Quelle: https://frankfurt.t-online.de/region/frankfu…kord-hitze.html -
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Nach dieser Logik müssten in jeder UBahn die Fenster und Sitzplätze abgeschafft werden, da manchmal Vandalismus stattfindet. Dann bitte auch die Autobahnen schließen, da es manchmal Unfälle gibt. Nichts für ungut, mich nervt der Vandalismus ganz genauso, aber mit der Bestrafung der anderen 99% der Bevölkerung, die sich an die Regeln halten, ist Niemandem geholfen.
Ebenfalls sollten Veranstalter wie der Ironman deutlich mehr zur Kasse gebeten werden, wenn sie auf Teufel komm raus an ihrer “verkürzten” Veranstaltung bei 41 Grad im Schatten und auf Kosten anderer festhalten. Für die Athleten ist es größtenteils ein kalkuliertes Risiko, aber für die Aufbauer, Lebensretter, Freiwilligen, sonstige Lieferkette war es ein bisschen wie “Mitraucher” zu sein, ganz zu schweigen von der Inanspruchnahme der völlig überlasteten Krankenhäuser. Wenn man überlegt wieviele Konzerte / Events in den letzten Tagen abgesagt/ verlegt worden sind, war der Ironman kein Musterbeispiel für die Vernunft oder der Rücksichtsnahme.
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Vielen Dank für die Übersicht zum neuen Mietspiegel.
Es ist sicherlich sinnvoll, eine weitere Granularität und präzisere Abgrenzung bei den Wohnlagen zu schaffen.
Während die allgemeine Einteilung der Wohnlagen durchaus passend ist, zeigt die Analyse einige Unterschiede in der Bewertung dessen, was eine „gute Lage“ ausmacht.
Beispielsweise sind einige der schönsten Straßen im Nordend (Schwarzburgstraße) und in Sachsenhausen (Oppenheimer Landstraße) mit Bewertungen von „7“ oder „8“ eingestuft. Im Gegensatz dazu wird Oberlindau, ein Gebiet im Westend, das durch zahlreiche Nachkriegsbauten, begrenzte Parkmöglichkeiten und erheblichen Verkehr gekennzeichnet ist, mit einer „10“ aufgeführt. Wenn man bedenkt, dass eine bevorzugte, ruhige Lage wie die Eysseneckstraße im Holzhausenviertel mit „9“ aufgeführt wird, deutet die Einstufung Oberlindaus als „10“ auf einen bemerkenswerten Unterschied in der Expertenbewertung hin.
Die Kategorisierung der viel zu kalten Europaallee mit einer Wohnlagenbewertung von „3 bis 5“ ist schon ein kleines Ausrufezeichen. Mit einer besseren ÖPNV-Anbindung und den kommenden Veränderungen an der Parkanlage dürfte es dort aber auch hoffentlich wieder etwas aufwärts gehen.
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Interessanter Artikel in der Hessenschau zum Brexit und seine Folgen für den Bankenstandort Frankfurt.
Der Brexit hat Frankfurt am Main laut Frankfurt Main Finance rund 15.000 zusätzliche Jobs im Finanzsektor gebracht; zusätzlich entstanden über 45.000 weitere Stellen in Bereichen wie Recht, Beratung und IT.
Durch die Verlagerung von Banken und Fin. Services aus London nach Frankfurt gewann der Standort deutlich an Bedeutung; außerdem wurden 360.000–400.000 m² neue Büroflächen geschaffen oder geplant. Ich würde auch den Zuzug der Antigeldwäsche Behörde hinzu nehmen.Vertreter des Finanzplatzes sehen Frankfurt als klaren Brexit-Gewinner, betonen aber zugleich, dass das Wachstum noch nicht abgeschlossen ist und weiteres Potenzial besteht.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/die…e-jobs-100.html
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Projekt Main Light an der Weseler Werft
Ein konkretes Projekt des WDC ist das Projekt Main Light von Tobias Trübenbacher und Andreas Lang von Mai bis Oktober 2026.Am Mainufer wird ein neues Beleuchtungskonzept für den öffentlichen Raum getestet – unterhalb der EZB, rund um die Weseler Werft im Ostend.
Es soll sich um autarke Leuchten handeln, die unabhängig vom Stromnetz funktionieren und über Solarenergie / gespeicherte Energie funktionieren. Es gibt farbiges Licht statt klassischer Straßenbeleuchtung sowie temporär installierte Lichtpunkte entlang des Ufers.
Es ist ausdrücklich als Prototyp für klima- und ressourcenschonende Beleuchtung im öffentlichen Raum gedacht.
Ursprünglich sollte das Main-Light zwischen Offenbach und Frankfurt installiert werden, aber es gab scheinbar einige Schwierigkeiten, Das ist sehr schade, da der dunkle Korridor zwischen diesen beiden Städten am Mainufer deutlich Besseres verdient hätte.
Quelle 1:
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WDC Frankfurt am Main - Flop oder Top? Wie seht ihr das?
Es ist wahrscheinlich zu früh schon ein volles Urteil zu fällen. Ich erhoffe mir kleinere urbane Eingriffe am Museumsufer, in der direkten Innenstadt oder am Bockenheimer Kulturcampus.
Die Koordinierungsstelle Stadtraum Mitte im Frankfurter Stadtplanungsamt hat im Rahmen der WDC den Projektaufruf „MITTE gemeinsam gestalten!“ gestartet. Bürger:innen, Initiativen und kleine Teams können Ideen für die Innenstadt einreichen; pro Projekt gibt es Förderungen bis 2.000 €.Es wird um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gehen, besonders zwischen Zeil, Hauptwache und Altstadt.
Bis zum 18. Juni können Vorschläge eingereicht werden. Also -> Be the change you want to see around you:
https://wdc2026.org/en/frames/proj…insam-gestalten -
Es ist ein absolut passendes Beispiel. Die öffentliche Hand ist Mehrheitseigentümerin von Fraport.
Das Land Hessen hält rund 31%, die Stadt Frankfurt etwa 20%. Während der Corona-Zeit war die öffentliche Eigentümerstruktur besonders wichtig. Medienberichten zufolge, konnte Fraport trotz hoher Schulden weiterbauen, weil die öffentlichen Mehrheitseigentümer günstige Finanzierungsmöglichkeiten ermöglichten. Ausserdem spielte “die lokale Politik” bei Genehmigungen (z.B. Planfeststellung und Umweltgenehmigungen, Ausbau der Verkehrsanbindung) und strategischer Unterstützung eine große Rolle.Falls zu weit vom Thema entfernt: Dieser Beitrag kann dann weg.
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Darin ist die Politik krachend gescheitert, totales Versagen. Und ich bin mir aus dem Gesamtkontext sehr sicher, das war nicht Inkompetenz, sondern böser Wille.
Kritik ist wichtig, aber sie sollte verhältnismäßig bleiben und nicht aus jedem Einzelfall sofort eine große Verschwörung ableiten. Wie die Vorposter schon richtig ausführen, taugen die Vorgänge nicht wirklich zur Skandalisierung. Wenn tatsächlich ein allumfassendes demokratisches Systemversagen in Frankfurt vorliegen würde, gäbe es nicht so viele Gegenbeispiele: investigative Recherchen (AWO Skandal), Konsequenzen für Skandale (Feldmann), unabhängige Urteile oder politische Kurswechsel zeigen gerade, dass Kontrolle und Korrekturmechanismen funktionieren – wenn auch nicht perfekt.
Ich würde zudem einen frischen Gegenbeweis aus Frankfurt aufführen wollen, dass wir gesellschaftlich vielleicht doch nicht kurz vor dem Systemabsturz stehen. Das 4-Milliardenprojekt Terminal 3 ist trotz Corona, Lieferproblemen und langer Bauzeit fast geräuschlos fertiggestellt worden. Das BER-Chaos wurde medial gerne als Symbol benutzt um die Zukunfsfähigkeit und das politische Modell des ganzen Landes in Frage zu stellen (“typisch deutsche Bürokratie”). Dann beweist T3 im Gegenzug, dass Lernfähigkeit, Handlungsfähigkeit und ein funktionierendes System besonders in Rhein-Main zu guten Ergebnissen führen können. -
“Sehr wild” und “sehr weltfremd” ist höchstens diese Lage seit 5 Jahren völlig verwahrlosen zu lassen und die ganze Umgebung abzuwerten. Die Nähe zum Bahnhofsviertel mit seinen europaweit bekannten Schattenseiten hat sicherlich nicht geholfen ein großes Vertrauensverhältnis zur Umgebung aufzubauen. Dabei hat die Nähe zum Museumsufer, dem Westhafen und zur direkten Innenstadt wesentlich Besseres verdient.
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Das ist wahrscheinlich der prominenteste Leerstand der Stadt insofern eine gute Nachricht. So wird ein “Mahnmal” bzw. ein optisches Überbleibsel aus der unliebsamen Corona Zeit das Stadtbild nicht länger zur Last fallen, auch wenn die dominierende Platte am Main auch mit heller moderner Fassade somit für weitere Jahrzehnte erhalten bleibt. Ich hoffe, dass entsprechende Outdoor Bereiche Richtung Main und vor allem ein öffentlich zugängliches Panorama-Restaurant mit Dach-Terrasse im obersten Stockwerk Teil der Aufwertung sein werden.
Es bleibt aber ein Rätsel warum InterConti den Aufschwung in der Tourismus Branche der letzten Jahre nicht nutzte, sondern dieses Filet Grundstück am Main seit 2021 leer stehen lässt, während die IHG weiterhin 208 (!) Interconti Hotels weltweit betreibt. Auch vor der Schließung wirkte das Gebäude nicht nur äußerlich wie eine Festung, sondern man verschloss sich der Stadt geradezu. Das Personal empfand ich als notorisch unfreundlich und man fühlte sich als Nicht Hotelgast unwillkommen. Ich hoffe daher, dass IHG nicht wieder den Zuschlag erhält, sondern eine Hotelkette übernimmt, die kein ambivalentes Verhältnis zur Finanz Hauptstadt der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft zu pflegen scheint.