Beiträge von Golden Age

    Schade um dieses Traditionshotel und besonders die klassische Cocktailbar. Hierzu passt, dass das Intercontinental Hotel laut ihrer Website vorübergehend geschlossen ist.


    Das privat geführte Hotelgewerbe wird es schwer haben, also genau die Sorte Hotel, die vor der Krise in den Großstädten Europas schon ins Schleudern gekommen war. Die Kettenhotels dürften sich dank Quersubvention bzw. Hilfspakete ihrer Muttergesellschaften hingegen länger über Wasser halten können. Leider wird es jetzt nochmal schlimmer bevor es wieder besser wird.

    Das Allheilmittel „Versiegelte Flächen„ in Zeiten der zunehmenden globalen Erderwärmung hat ausgedient. Als die Hitzerekorde in Zentral-und Westeuropa letzten Sommer reihenweise gebrochen wurden, proklamierte die Stadtplaner-Avantgarde in ganz Europa (besonders prominent Bürgermeisterin Hidalgo in Paris mit ihrem viel beachteten Ansatz vor der Olympiade), dass viele versiegelte Flächen wieder aufgebrochen werden sollten um den grassierenden Hitzestau und Hitzereflektion zu vermeiden (hierzu auch ein Artikel der New York Times). Wenn es nach der Feuerwehr ginge, würde der letzte Marktplatz in Toskana und Provence auch noch versiegelt werden, es könnte ja jemand klagen. Da scheinen viele Stadtplaner schon viel weiter zu sein. Ausgewachsene Bäume als Frischluft- und Schattenspender (sowie als Anti-Feinstaub Maßnahme) tragen selbstverständlich zur Aufenthaltsqualität bei und sind keine „nice to haves“.

    Es ist doch so. Es gibt für solch mangelhaften Ergebnisse kein politisches Personal, das zur Rechenschaft gezogen werden kann (dann heißt es immer gönnerhaft-lapidar der Wähler ist schuld). Der abends absichtlich abgedunkelte Goetheplatz bzw Roßmarkt ist eine grässliche, graue Platte und keiner fühlt sich zuständig oder politisch verantwortlich hieran etwas zu ändern. Ein „Flare of Frankfurt“ kann noch 5 Jahre im Erdgeschoss größtenteils leer stehen oder mit billigen Popup Stores gefüllt sein, die verantwortlichen Planer sind längst über alle Berge und die Architekten sind scheinbar Performance-unabhängig ausbezahlt worden. Bei solchen „Incentives“ sind die teilweise absurd schlechten Ergebnisse keine große Überraschung.


    Der größtenteils versiegelte Tel-Aviv Platz ist ein typischer unterkühlt-strenger Platz der scheinbar sogar Beklemmung auslösen soll. So soll wohl verhindert werden, dass sich viele Menschen dort länger aufhalten wollen sicherlich aus Angst vor Ruhestörungs-Klagen oder Vandalismus (und bloß keine große Wartungsarbeiten wie Gärtnerei verursachen soll), also typische Architektur des niedrigsten gemeinsamen Nenners (oder niedrigster gemeinsamer NIMBY) und Ausdruck einer kleinlichen Geiz-ist-Geil Mentalität. Die weg rationalisierte Kita ist ja das beste Beispiel, dass lästige Kindergeräusche hier unerwünscht sind. Dieser Platz, mal wieder ohne Frankfurt-typische Trinkhalle, soll nicht beleben oder der Aufenthaltsqualität dienen, er soll schnell durchquert werden und nicht zu längeren Aufenthalten anregen, wie gefühlt 70-80% der öffentlichen Plätze, die derzeit zwischen Flensburg und Garmisch gebaut werden. Tel Aviv ist eine bunte, lebensfrohe Stadt mit viel Grün und hoher Lebensqualität, dieser Platz spiegelt diesen positiven Spirit ganz sicher nicht wider.

    Natürlich müssen die genannten neuen Büro-Projekte mit Mietern gefüllt werden. Wer in Frankfurt baut, rechnet ja auch mit den üblichen Dienstleistern aus der Bankenbranche. Wie ich meine, scheinen die Planer in ihrer Kosten-Nutzen und Standortsanalyse hohe Erwartungen in die Entwicklung der Frankfurter Bankenlandschaft zu setzen, sonst würde man nicht bauen. Die Sogwirkung der EZB, die immer mehr systemische Banken regulieren wird, scheint hier ein besonders triftiger Grund zu sein, gepaart mit Frankfurts Investments in seine Infrastruktur (Ausbau Flughafen, Ausbau Datencenter, schnellere Netzwerke, Ausbau Messe etc). Jede Ausweitung der Kompetenzen der EZB (und diese werden mit jeder Krise mehr und sind natürlich weniger medienwirksam als ein Beauty Contest um die EBA) ist ein Bedeutungsgewinn für Frankfurt. Eine relativ kleine EBA ist bzw war also keineswegs der “Must-Have” für den er hier gehalten wird.


    Die Eigenverantwortung der Banken kommt mir in der Diskussion noch viel zu kurz. Die Fehl-Entscheidungen und Täuschungsmanöver von Hypo Real Estate und Wirecard auf Staatsversagen zu schieben (zu viel oder zu wenig Regulierung, je nachdem wie es gerade in die Argumentation passt), lässt aus, dass es oft Finanz-Lobbyisten, die die Rechtsschreibung entscheidend mit gestalten. Staatsversagen mag auch vereinzelt eine Rolle spielen, aber Bankenversagen (Managerversagen, Stichwort Aufsichtsrat Deutsche Bank) bedarf einer besonders nahen Betrachtung.


    Zusammen gefasst: Rhein Main muss sich derzeit wesentlich mehr um die Zukunft des Flughafens, der Messe und seiner Hotellerie kümmern als um die Banken (bei denen nicht wenige Dank der Marktentwicklung der letzten 6 Monate mit satten Boni ausgestattet werden dürften). Die „Existenzängste“ der Banken hätten viele andere Frankfurter Gewerbe, die komplett auf Reisefreiheit angewiesen sind, wohl derzeit nur allzu gerne.

    Die ganze Aufregung vermag ich nicht ganz zu verstehen. Auch ohne die eingeforderte Intensivierung der “Lobbyarbeit” aus Berlin und Wiesbaden für die ohnehin hervorragend vernetzte und umtriebige deutsche Finanzindustrie wird ja derzeit ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Hochhaus-Projekten in Frankfurt abgebrannt. Mit dem gerade erst angekündigten Präsidium, dem hoch gehandelten Millennium Gelände, dem Icoon, dem Four, dem ONE, dem (furchtbaren) Molenkopf-Hochhaus oder dem Fraspa Tower (oder Kleineren Projekten wie Junghof oder einem möglichen Tower auf OpernPlatz 2) sieht’s doch ganz in Ordnung aus. Diese Projekte stellen eine klare marktseitige Bejahung des Wirtschaftsstandortes Frankfurt dar. Sie kamen trotz des bei vielen Banken mit Erfolg praktizierten Homeoffice-Modells, trotz der anstehenden Konsolidierungs- und Automatisierungswelle im Bankensektor und trotz der harten Fintech Konkurrenz aus Regionen mit deutlich niedrigeren Office Mieten und quer subventionierten Payment Dienstleistern aus Silicon Valley (Apple und Google, die PayPal nacheifern). Soll heißen: der Markt hat diese Faktoren im Blick und plant/baut dennoch eifrig weiter, da es sich dennoch zu lohnen scheint in der Bankenhochburg Frankfurt in die Höhe zu bauen.


    „Die Politik“ hat somit gerade ganz andere Themen zu lösen als auf Scampi-Events hochtrabende Lobby-Arbeit für Banken zu betreiben (z.B. ob es Lufthansa in 6 Monaten noch gibt, wann Schulen eröffnet werden dürfen, wie geht es mit der Messe Frankfurt weiter, wie überleben Gastronomien/Hotels in den Wintermonaten, etc). President Macron hat mit seinem Neoliberalen Kurs in Frankreich, den ich sogar gutheiße, den Eindruck geweckt, dass er Paris (mal wieder) über den Rest des Landes stellt, also genau die Sorte Politik, welche die “Gillets Jaunes” aus allen Bevölkerungsgruppen auf den Plan gerufen haben (der sehr ähnliche London-Zentrismus in UK war ein wesentlicher Faktor, der zum Brexit führte, wo war die Lobbyarbeit für Newcastle, Coventry und Birmingham???). Macrons Care Package für die Investmentbanker-Noblesse aus Paris taugt daher wohl kaum als besonders Erfolgs versprechender Anschauungsunterricht für Berlin. Übrigens konnten viele Banken die Corona-Volatilität am Markt für sich nutzen um einige der besten Trading Monate der vergangenen Jahrzehnte einzufahren. Das ist doch auch schon mal was wert für die keineswegs schlecht dastehende Frankfurter Bankenlandschaft, die sich der vollkommen berechtigten Kritik aus den Verfehlungen der letzten 20 Jahre mit etwas mehr Demut offen stellen sollte. Aus Fehlern wird man schließlich stärker, aus Kritikunfähigkeit eher nicht.

    Unter deutschen Wählern lassen sich mit der Stärkung der deutschen Finanzindustrie nur äußerst wenig bis gar keine Punkte sammeln.


    Das haben die deutschen Banken sich aber vor allem selber zuzuschreiben. Ob Hypo Real Estate, WestLB, HSH Nordbank, SachsenLB, Berenberg, die jahrzehntelangen Skandale bei der Deutschen Bank und nun der Totalschaden und volkswirtschaftliche Blamage Wirecard, hier ist vor allem das Handeln der Banker anzuprangern. Die Politik hat mit Milliardenschweren Rettungsprogrammen viel politisches Kapital ausgegeben und es entstand beim Wähler der Eindruck, dass sich die Politiker vom Too Big To Fail haben erpressen lassen (d.h. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren). Ich finde die derzeitige Zurückhaltung der Politik beim Thema Lobbyarbeit für die Finanzbranche daher vollkommen verständlich.

    Die Krise des Frankfurter Einzelhandels ist wesentlich älter als die Coronakrise. Diese Krise setzt sich zusammen aus stark steigenden Mietansprüchen, angetrieben durch die rosaroten Discounted Cash Flow Modelle der üblichen anglosächsischen Broker, sowie die Abwanderung der Kundschaft zu den steueroptimierten Lieferdiensten des Internets, sowie die teilweise viel zu großen Shopping Malls am Stadtrand (der Irrsinn der leeren Skyline Plaza oder des Neu Isenburg Zentrums wird jetzt besonders offensichtlich). Die langen Leerstände im Flare of Frankfurt (was läuft hier eigentlich so dermaßen schief?), den Kornmarkt Arkaden oder der Schillerstraße zeigen, dass Mietansprüche und Nachfrage schon lange nicht mehr zusammen passen.


    Die Leerstände an der Zeil oder im MyZeil (Lorey kommt als neuer Mieter) sind leichter zu verkraften als die massenhaften Schließungen von alt eingesessenen Einzelhändlern wie an der Schweizer Straße, der Berger Straße oder dem Oederweg. Überall berichten die nicht quer subventionierten Ladenbesitzer, die keinem Mutterkonzern angehören, dasselbe. Die Mietererwartungen steigen auch in den 1b Lagen ins Unermessliche und Leerstände werden billigend in Kauf genommen. Gerade im Nordend und Sachsenhausen müssen die Mieten für Gastronomien und Einzelhandel dringend abgesenkt werden, denn bis ein Impfstoff gefunden wurde, wird noch eine Weile vergehen und die Rezession Bzw. die eingebrochene Binnennachfrage mindestens ebenso lange andauern.


    Mittelfristig ist Frankfurts Einzelhandel aber gar nicht mal so schlecht aufgestellt. Das FourFrankfurt und die benachbarte Junghofstrasse werden für neue Shopping und Gastro-Belebung in der Innenstadt sorgen. Hiervon können auch viele andere Geschäfte profitieren. Ebenfalls positiv ist das Aufblühen der Gegend rund um die neue Altstadt, wo selbst die hässlichste Straße Frankfurts, die Fahrgasse, gleich mehrere Neueröffnungen vorzuweisen hat. Last but not least, sollte auch noch die bald 2x mal im Jahr stattfindende Fashion Week erwähnt werden, die besonders Wall- und Brückenstrasse zugute kommen dürfte.

    Man darf sehr gespannt sein wie das Endresultat des renommierten japanischen Büros Maki & Associates aussehen wird. Auch wenn die Kubatur sehr starke Assoziationen an das Betonmonster Technisches Rathaus Frankfurt weckt, dürfte die Fassade wesentlich graziler bzw. variantenreicher ausfallen. Als Entree zur eleganten Wilhelmsstrasse ist das sicherlich ein kultureller Zugewinn für Wiesbaden.


    Sehr interessant hierbei ist die Maki Webseite, wo man die zahlreichen, bereits erstellten Museumsbauten sehen kann. Ebenso gibt es weitere Ansichten vom Wiesbaden Rendering selbst. Besonders der Innenhof verspricht ein Hingucker zu werden.

    Die Vorgeschichte ist denkbar schlecht gelaufen aber das Ergebnis sieht immerhin recht vorzeigbar aus. Den Rest muss jetzt die Zukunft zeigen, wobei es wirtschaftlich zunächst schwer genug werden dürfte.

    Es wird genauso laufen wie bei der Hamburger Elbphilarmonie, bei der die Kosten und Umsetzungszeiträume ebenfalls aus dem Ruder liefen und die Kritik am Anfang sehr groß war. Sobald eröffnet wurde, kam der Meinungsumschwung bei Bürgern und den Medien beinahe postwendend und die Akzeptanz des Baus war innerhalb weniger Wochen hergestellt. Dasselbe wird auch eines Tages für Stuttgart 21 gelten. Generell dürfen die Berliner und die Besucher Berlins sich auf einen gelungenen großstädtischen Flughafen (bis auf Terminal 2) freuen, der endlich auch vernünftig am ÖPNV angebunden ist. Hoffentlich tritt dann auch eine gern gesehene Entlastung der Flughäfen in Frankfurt und München ein.


    Wichtig ist, dass man die richtigen Schlüsse aus der Verdreifachung der Kosten auf 6,5 Mrd. Euro zieht und die offensichtlichen Probleme bspw. beim Ausschreibungsverfahren, aber auch beim "Over-Engineering" bspw. beim Brandschutz und der Entlüftung einiger Großkonzerne künftig besser angeht. Ebenso muss man leider konstatieren, dass die neunjährige Verzögerung des seit 2006, also seit dem WM-Sommermärchen, im Bau befindlichen Flughafens reale Konsequenzen hat: Air Berlin, die gerne Mieter gewesen wären, ist mittlerweile pleite gegangen und die Eröffnung findet nun inmitten der vielleicht grössten Krise der Luftfahrt- und der Tourismusbranche seit ihrem Bestehen statt. Bis ein Corona-Impfstoff gefunden ist, wird diese Krise auch leider andauern. Somit sorgt die Verzögerung leider gleich zum Anfang dafür, dass der Flughafen nicht mit dem nötigen Schwung aus den Startlöchern kommen wird. Nichtsdestotrotz ist es erstmal einfach wichtig dieses Kapitel abzuschliessen und sich zu freuen, dass Berlin 30 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich einen Hauptstadt-gerechten Flughafen erhält (zur Erinnerung: der Hauptstadt-gerechte Lehrter Bahnhof war bereits 2006 eröffnet worden).

    Ich bin gar nicht gegen die Bebauung des Platzes, gegen eine Nachverdichtung, die den Platz besser fasst und damit mehr Aufenthaltsqualität verleiht.

    Bei der Nachverdichtung und freundlicheren Gestaltung des städtebaulich komplett verschwendeten Paulsplatzes sind wir uns vollkommen einig. Eine Seite wird als Bus-Parklplatz verwendet und wirkt wie eine Wand. Die andere Seite wird größtenteils von Touristen-Nepp Gastronomie (man beachte die furchtbaren Bewertungen auf Google) vollkommen unter Wert verschleudert. Der Großteil des Paulsplatzes ist zu 90% des Jahres quasi menschenleer und ist städtebaulich auf dem Stand von 1952. Dass sich an diesem seit Jahrzehnten beklagenswerten Status Quo schnell etwas ändern muss, steht außer Frage. Spätestens seit der "feindlichen Übernahme" des Alte Oper Platzes (zuvor schon Friedberger Platz) von sich selbst abfeiernden Teenie-Horden zeigt sich ja, dass Frankfurt ein Defizit an vorzeigbaren Plätzen mit hoher Aufenthaltsqualität hat.


    Dennoch ist mir nicht ganz klar, ob die "übergestülpten Begrifflichkeiten" in diesem Fall a) von allen Verantwortlichen so in den Mund genommen worden sind und b) ob diese Begrifflichkeiten zwangsweise zu einem schlechteren Ergebnis führen werden. Am Ende des Tages ist es nur Semantik und diese wird die gebaute Realität nicht unbedingt entscheidend beeinflussen (d.h. wenn A gesagt wird, muss nicht zwingend das schlechte Ergebnis B herauskommen). Wir sehen doch besonders bei der Neuen Altstadt was für ein hervorranges Ergebnis erzielt worden ist, obwohl das Ganze am Anfang als"Abklatsch-Disneyland" herab gewürdigt wurde und manche eine Apokalypse für die moderne Architektur vorher sahen, die natürlich nicht eingetreten ist. Stattdessen ist das mediale Echo so positiv, dass sich viele andere Städte sehr für diesen Neuen Frankfurter Weg (rücksichtsvollere Gegenwartsarchitektur) interessieren und Michael Guntersdorf als anerkannter Erfolgsgarant nun auch die Neuplanung des Schauspiels und der Oper über die Ziellinie bringen soll.


    Zum Besucherkreis: Die Schulklassen aus Ober-Nieder-Dorffelden und der Kegelverein Offenbach-Rosenhöhe sollen sich selbstverständlich für ihre Demokratie interessieren anstatt die 76. Folge der zynischen "House of Cards" Serie alleine for der Glotze rein zu ziehen (sogenanntes "Bingewatching") oder "Halo Version 21" Ego-Shooter im Keller zu spielen. Eine Demokratie-Ausstellung auf ein abgelegenes Kirchenschiff zu verfrachten, wäre dann genau die falsche Symbolik, besonders wenn die Innenstadt ansonsten hauptsächlich von reinem Materialismus geprägt ist und die Paulskirche nunmal nicht im Gewerbegebiet von Fechenheim liegt. Ansonsten können wir auch gleich eine Statue eines goldenen Kalbs zur Huldigung auf dem Paulsplatz aufstellen und weiterhin passiv zuschauen, während sich die Putins, Bolsonaros, Orbans und Xis dieser Welt über den selbstzerstörerischen Zerfall der westlichen Demokratien eins ins Fäustchen lachen.


    Generell gesprochen, sind mir aufgeschlossene, neugierige Bürger, die sich für die weiteren gesellschaftlichen Zusammenhänge interessieren wesentlich lieber als rein materialistische "Me Me Me Autopiloten", die denken, dass Strom aus der Steckdose, Geld aus der Wand kommt und Demokratie aus der Muttermilch kommt (man sehe was sich gerade in den meisten anglosächsischen Ländern des Erdballs abspielt). Ich rede natürlich nur von rein generischen Personen, hiervon soll sich bitte keiner angesprochen fühlen. ;-) Ob "Demokratie-Museum", "Demokratie-Forum" oder "Demokratie-Selfiestick-TikTok-Partydrom", im Stadtzentrum sollte ein solches Areal schon stehen dürfen. Die Kantsche Aufklärung und der Hegelsche Idealismus wird so viel eher gefördert als durch ein Kirchenschiff bei Hanau-Steinheim.


    PS: Sorry, wenn das jetzt übertrieben oder hochtrabend daher kommt, aber es geht mir etwas gegen den Strich, wenn wir uns unter einem neuen Demokratie-Zentrum an der Paulskirche nur noch Worthülsen und leere Symbolik vorstellen. Gerade in Zeiten von Corona zeigt sich doch, dass die autoritären Alternativsysteme zur Demokratie reihenweise versagen und die Populisten vor allem als anti-intellektuelle Dilletanten daher kommen. Eines ist klar: Je weniger stabil die Demokratie zu sein scheint (USA, UK, Belgien) umso mehr scheint auch das Krisenmanagement mit hoher Regelmäßigkeit zu versagen. Diese Stabilität müssen wir uns aber ständig erarbeiten und hierzu kann ein Demokratie-Forum eher beitragen als hinderlich sein.

    Auch wenn die eine oder andere Worthülse dabei sein mag. Im Jahr 2023 jährt sich die demokratische Revolution von 1848 zum 175. Mal und die Demoktratiegeschichte Deutschlands wird nicht nur bei Historikern und dem Feuilleton der ZEIT im Fokus stehen. Gerade Schulklassen sind Dauergast in der Paulskirche, besonders weil dieses wichtige Gebäude direkt vor der Haustür zu erleben ist.


    Im Eingangsfoyer der Paulskirche hängt hierzu derzeit eine relativ veraltete, sperrige und triste Ausstellung aus dem Jahr 1998 ohne jegliche multimediale Elemente. Genau wie auch beim Geldmuseum der Bundesbank bereits geschehen (d.h. ähnliche Konstellation mit dem Bund als Geldgeber), sollte diese unzeitgemäße Ausstellung ebenfalls dringend erneuert werden und den aktuellen Stand widerspiegeln (inkl. der neuen Populismus Welle). Im Endeffekt handelt es sich also vor allem um ein Gegenwarts-Update einer sehr wichtigen Phase der deutschen Demoktratiegeschichte und sollte nicht mehr im viel zu kleinen Eingangsfoyer der Paulskirche wichtigen Platz versperren.


    Nicht zuletzt wegen der 1848 Revolution, der Bedeutung der Paulskirche und dem bürgerlich-freien Geist dieser Stadt wäre Frankfurt um ein Haar die Hauptsstadt Westdeutschlands geworden und wurde dann mit anderen Behörden "abgespeist" als Bonn die Hauptstadt wurde. Die "Pulse of Europe" Demonstrationen zeigen ja deutlich, dass wir weiterhin für unsere Demokratie eintreten müssen und das Thema brandaktuell bleibt. Ein reines Museum wäre das falsche Signal, denn unsere Demokratie ist gerade eben nicht "museumsreif". :-)

    Wie die Rundschau dieses Wochenende berichtete, wollen die Grünen an der Umsetzung der Baupläne des European School of Designs (ESD) am Paradieshof festhalten, besonders da der Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) das Areal neu ausschreiben bzw. den Reset-Knopf drücken lassen wollte.


    In der Römer-Koalition stoppten die Grünen diese Neu-Ausschreibung, da angeblich Geld im städtischen Haushalt für die ESD vorhanden sei. Im Etat 2020/2021 befänden sich sogar 6 Millionen Euro im Bereich Stadtplanung unter dem Betreff Paradieshof. Die ESD hingegen will sich mit 1,5 Millionen Euro an den Umbaukosten selbst beteiligen. Die Grünen nehmen die Umwandlung des Paradieshofs nun in ihr Kommunalwahlprogramm für 2021 auf.


    Als Zusatz-Hinweis: Das seit 12 Jahren leer stehende Gebäude an der Paradiesgasse 23 wurde in den 1960er Jahren von der Henninger Brauerei errichtet und hat eine Nutzfläche von 1.590 qm.

    Danke für das Update. Ich bin gestern durch die Büro- & Wohnstadt Niederrad gefahren und bin beeindruckt von der schieren Masse an ansprechenden Wohnungsprojekten, die sich derzeit im Bau befinden. Die Lage zwischen Main (Licht- und Luftbad) und Stadtwald verspricht eigentlich einen hohen Freizeitwert, im Gegensatz zu der irgendwann wieder einsetzenden Einflugschneise über den Dächern und der etwas zu nahen Autobahn. Auch die vorhandene Einkaufs-Infrastruktur wurde mit den gut sortierten Scheck-In Center und Lidl stark verbessert.


    Generell sollte aber noch deutlich mehr Grün angepflanzt werden (auch als Schall- und Sonnenschutz), da die gesamte Bürostadt deutlich zu kahl daher kommt und daher auch leicht unterkühlt wirkt. Es müssen ja nicht gleich massive Eichen sein, aber Kirschlorbeer, Lavendel, Hibiskus oder ein Gingko könnten hier deutlich zu einem etwas freundlicherem Gesamtbild beitragen.


    Ebenso sollte man nicht dasselbe "Inside The Box Thinking" wie im Europaviertel oder Riedberg anwenden und auch mal was Neues wagen. Wie wäre es mal mit einer Frankfurt-typischen Trinkhalle, einem öffentlichen Garten (in Frankfurt fehlt ein japanischer Garten) oder sogar einer kleinen Markthalle / Marktplatz für einen Bauernmarkt der 2-3 mal die Woche stattfinden könnte? Das sind einige der Merkmale, die das Nordend oder Sachsenhausen so lebenswert machen.

    Die Idee einer "Kulturmeile" an der Wallanlage und einer Oper auf dem verstaubten Areal der Frankfurter Sparkasse klingt sehr verheißungvoll. So bekäme das oft ausverkaufte Schauspiel mehr Platz, während die Wallanlage an einer derzeit trostlosen Stelle eine wichtige Belebung erfahren würde.


    Auch der luftige Placeholder-Entwurf von Gerkan, Marg und Partner, wenn er denn so weiter verfolgt wird, mit den eleganten Bronze-Elementen und mit dem ansehnlichen benachbarten Turm halte ich für eine wesentlich gefälligere Architektur als die unterkühlten, dekonstruktivistischen Monolithen auf dem Raab-Karcher Areal mit einem öden Blick auf das gegenüber liegende Mehl-Silo. Auch die Idee einen Ausgleich in der Wall-Anlage zu schaffen, halte ich für richtig und eine Modernisierung der Grünflächen kann an vielen Stellen nur gut tun.


    Ich halte den Kontrast Natur (Wallanlage), Kultur und Business für besonders spannend. Gerade diese Stelle in der Wallanlage ist selbst tagsüber viel zu dunkel und wird durch einen Schutzwall (ein Überbleibsel aus schlimmsten Krankfurt Zeiten) für die Frankfurter Sparkasse abgegrenzt. Soll heissen: Hier schlummert unheimlich viel Potential, die bspw. auch mit einem Outdoor-Café oder Biergarten eine völlig neue Raumsituation schaffen würde.


    Wie gelungen es werden kann, zeigt der fast benachbarte Sockel des JP Morgan Turms mit der äußerst beliebten Außengastronomie von Elaine's Deli und der Dependance des Museum für Moderne Kunst. Es ist ein beliebter Treffpunkt für die Künstler-Szene geworden und vermittelt Weltstadtflair (man könnte denken man sitzt in Vancouver, Boston oder Sydney). Besonders abends fühlt man sich hier dank der guten Beleuchtung und den vielen Menschen deutlich sicherer als im Rest der oft dunklen, leblosen und weniger reizvollen Stellen der Taunusanlage.


    Ich wünsche Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) viel Erfolg zur Durchsetzung dieser Idee. Hoffentlich wird die Helaba (bzw. Vorstand Christian Schmid) auf den Zug aufspringen und einen höheren Turm verwirklichen, so wie er in Aussicht gestellt wird.


    FAZIT: Man würde mit dem Sparkassen-Areal mehrere Fliegen mit einer Klappe treffen. Die hässliche Trutzburg "Frankfurter Sparkasse" würde verschwinden und ihre Trennwirkung zur Wallanlage verlieren, während eine neue Durchwegung aus der Stadt in Richtung Wallanlage ermöglicht werden würde. Die Wallanlage selbst würde an einer besonders trostlosen Stelle eine Renaissance erfahren. Es entsteht ein Kultur-Cluster zwischen dem neuen Jüdischen Museum, Schauspiel Frankfurt, English Theater, MMK-Dependance und Oper (mit allen positiven Auswirkungen auf die angrenzende Gastronomie). Der Stadtkern wird gestärkt und nicht wie ein Kaugummi auseinander gezogen (Oper im Industriegebiet passt nicht). Die Helaba würde einen höheren und scheinbar attraktiven Turm verwirklichen können. Die Oper selber würde im Zusammenspiel mit der umliegenden Natur einen spannenden Kontrast bilden (wie die Museen am Central Park in New York). Das Potential dieser Variante ist immens.

    Selbstverständlich sind die Partypeople nicht vorwiegend AfDler. Das war bewusst überspitzt formuliert um mal ein bisschen den Spiegel vorzuhalten und zur Selbstreflektion anzuregen.


    Mich regt auf, mit welcher Nonchalance und Selbstgerechtigkeit viele der 3.000 Leute meinen, dass ihnen jeden Freitag ein Party-Exzess vor der Alten Oper zusteht inmitten einer weltweiten Pandemie, der bereits weltweit 606.938 Menschen zum Opfer gefallen sind (es sei denn man glaubt der Wissenschaft und den Experten nicht wie DT). Wieviele Menschen sollen noch sterben damit die Pandemie von den Party-Peoplen endlich ernst genommen und nicht als pure Unannehmlichkeit wahrgenommen wird? 1 Millionen? 10 Millionen? 50 Millionen? Sollen erst die eigenen Eltern oder Großeltern sterben damit es endlich kapiert wird, was hier gerade geschieht? Diese kognitive Dissonanz ist einfach nur frappierend.


    Das Denken ist doch einfach: Ich bin jung, ich bin unverwundbar und zudem haben wir ein Gesundheitssystem, das alle anderen in den Schatten stellt und uns dann schon aus der Patsche hilft, wenn's brennt. Lasst mich daher, wie immer, meine eigene Lust kurzfristig befriedigen und dem vollen Eskapismus hingeben." Auf diese Weise betteln wir hier gerade um die zweite Welle und einen längerfristigen Lockdown. Die Konsequenzen müssen dann natürlich aber alle, auch die vernünftigen, selbstreflektierten "Mitbürger" tragen.

    Ich erwarte umgekehrt, dass der Wunsch nach Geselligkeit an schönen Orten respektiert wird. Ich hoffe im Gegenteil, dass es gelingt die guten Ansätze eines urbanen Aufblühens am Opernplatz weiterzuverfolgen.

    Das "urbane Aufblühen" am Opernplatz ist schon längst vollzogen beispielsweise durch die sehr gelungene Zwischennutzung der Räumlichkeiten im Opernplatz 2, die diversen Veranstaltungen (in Nicht-Pandemie Zeiten gefühlt jede zweite Woche zwischen Mai und September), die diversen neuen Gastronomien der letzten Jahre (Manufaktum, Papa Enj, Sofitel) und natürlich die überregional bedeutsame Oper selbst, die schon seit mehreren Jahrzehnten ein kultureller Anziehungspunkt für die ganze Region ist. Der Alte Oper Platz ist zudem der mit großem Abstand schönste Platz der Stadt und ist längst über seine Kapazität hinweg "ausgelastet". Somit ist vor der Alten Oper auch kein urbanes Aufblühen notwendig, überfällig oder wünschenswert. Es gibt ausreichend andere Plätze im Innenstadtbereich (z.B. Paulsplatz), die mehr oder weniger verstauben und für die eine urbane Wiederentdeckung sehr wünschenswert wäre.


    Was hier passiert, ist eher eine feindliche Übernahme durch die Corona-Partygänger. Hier wird vielen Frankfurtern ihr Platz zum Beginn des Wochenendes einfach weg genommen und sogar noch schlimmer, die älteren Frankfurter werden "zwangsisoliert", es sei denn sie sind lebensmutig. Die Maßlosigkeit, der Zynismus und Egoismus mit der die jungen Leute hier agieren (ja, hier dürfen sich mal die meisten der 3.000 Leute angesprochen fühlen), spricht Bände über die spärlich vorhandene Selbstreflektiertheit und mangelnde Selbstbeherrschung mit der viele (nicht alle) hier auftreten.


    Übrigens noch ein On-Topic: Das Ganze findet gewiss nicht in einem Vakuum statt. Die bundesweit für Aufsehen sorgenden Bilder aus Stuttgart vor genau einem Monat (Angriffe auf Polizei, teilweise Verwüstung der Stuttgarter Innenstadt) scheinen in ein Muster zu passen. Ebenfalls ca. 500 gewaltbereite junge Männer, die auf sozialen Medien ihre Gewalt inszenieren und ihre "Männlichkeit" zur Show stellen, ziehen völlig ungehemmt durch die Innenstadt. Corona scheint hier für einen aufgestauten Frust bei dieser Gruppe zu sorgen und es entwickelt sich aus Nichtigkeiten schnell eine Eigendynamik der Gewalt. Die Alte Oper Party wurde natürlich nur als Vorwand genommen um sich als Gruppe stark zu fühlen. Aus diesem Grund halte ich vom Festhalten am Freitags-Party-Exzess überhaupt nichts, da der Corona-Frust in Kombination mit Alkohol bei jungen Männern scheinbar wie ein Pulverfass wirkt, welches auf eine Explosion nur so wartet.

    Das Verhängen von Bußgeldern würde doch erst recht als Provokation gelten und entsprechende Gewalt-Exzesse so wie das Amen in der Kirche nach sich ziehen.


    Ich verstehe nicht warum die feiernden Corona-Leugner und Donald Trump Enthusiasten (dieselbe Weltanschauung scheint der Partymob ja an den Tag zu legen) sich gerade vor der Alten Oper treffen müssen, wo sich vornehmlich ein älteres Publikum, also eine besonders Pandemie-anfällige Bevölkerungsgruppe, anzutreffen war um die Alte Oper zu besuchen. Der Alte Oper Platz ist besonders am Freitagabend ein Treffpunkt aller Frankfurter gewesen und nicht das alleinige Territorium einiger verzogener Gören. Jetzt sollen sich hier also weiterhin die älteren Opern-Besucher durch die feiernden Teenie-Massen zwängen nur um die Oper zu sehen und damit ihr Leben aufs Spiel setzen? Wenn wir gerade dabei sind, können wir die Dippemess auch gleich im Palmengarten abhalten. Am Freitagabend, also einen der wichtigsten Konzertabende der Woche, wird das Publikum der Alten Oper hier also mehr oder weniger sich selbst überlassen und soll hierfür gefälligst alles aufs Spiel setzen. Das kann doch wohl nicht der Ernst des Magistrats sein.


    Dieses mobhafte "Party"-Verhalten ist einfach nur noch anmaßend und respektlos, besonders da die "Party-Entwöhnten" auch schon freitags den Friedberger Platz als Alternative nutzen konnten. Nein, es muss natürlich immer alles "höher, schneller, weiter" sein, damit die Wohlstandsjugend auch ja auf seine Kosten kommt und die wahren Kosten wie COVID-Infektionen, Müllaufräumung und Polizei-Einsätze dann auf die Allgemeinheit abgewälzt werden können.


    Ja, ich war früher auch am Friedberger Platz zum Feiern und ich kann bestätigen, dass es friedlich und respektvoll zuging, ABER die Pandemie, die wöchentlich neue Rekorde fabriziert, hat eben alles verändert. Ich könnte es derzeit nicht mit meinem "sozialen" Gewissen vereinbaren mich zwischen eine Masse von 3.000 Leuten zu stellen nur um "zu sehen und gesehen werden".


    Nochmal für alle: Die Pandemie ist real und das Infektionsrisiko ist längst nicht nur auf ältere Personen beschränkt (siehe Florida). Hier sollten sich mal einige (das ist ausdrücklich nicht an die werten Mit-Foristen gerichtet) ein bisschen weniger Eitelkeit verschreiben und mehr Wissen zum Thema globale Pandemien aneignen.

    Gewalt-Eskalation vor der Alten Oper - "Party-Kiddie" Feierei steht auf der Kippe


    Es kam wie es kommen musste...


    Welches Geistes Kind diese Party People am Opernplatz sind, zeigt eine Gewalteskalation am Freitag bzw. Samstagmorgen, bei der es zur Festnahme von 39 Personen kam (alle zwischen 17 und 23 Jahre alt, 9 davon aus FFM, der Rest aus OF, Hanau, Darmstadt, Limburg, Heidelberg).


    Um 3 Uhr morgens haben sich ca. 500 (vorwiegend) Männer gegen die Polizei gewandt und mehrere Beamte hierbei verletzt. Die Polizisten waren eingeschritten, da es zu einer Schlägerei gekommen war und die Polizisten einen schwer verletzten Mann helfen wollten.


    Zuvor waren 3.000 feiernde Party-Kiddies am Platz zu sehen. Als Partymasse während einer Pandemie so selbstverliebt und narzisstisch aufzutreten, empfinde ich als zutiefst verachtenswert. Unsere über-hedonistische Generation Instagram (oder Generation Couch Potato) scheint hier (mal wieder) völlig enthemmt im typischen "ich, ich, ich, und nochmal ich" aufzutreten. Hier sollten sich mal einige Leute, die sich scheinbar für Corona-immun halten, ganz genau in den Spiegel schauen und ihr rücksichtloses Handeln mal wieder ein bisschen kritischer hinterfragen.


    Der detaillierte FAZ-Bericht ist hier zu finden, sowie auch ein überregionales Echo im Spiegel, der ZEIT (inklusive Video) und der Sueddeutschen Zeitung. Heute entscheidet der Magistrat (bzw. das Sicherheitsdezernat), ob die Feierei vor der Alten Oper, weiter toleriert werden soll. Mein Votum wäre ein ganz klares Nein.

    CDU Frankfurt schlägt „Züricher Modell“ für Polizei und Justiz vor


    Jetzt da die FAZ das Thema wieder aufnimmt, kommt nun dieser interessante Artikel hinzu mit einem bereits bekannten Lösungsansatz aus Zürich. Die Frankfurter CDU fordert hierin „schnelleres und härteres Durchgreifen“ von Polizei und Justiz gegen Dealer und aggressive Abhängige. Die Fraktion will nun einen Antrag hierzu einreichen.

    Den erfolgreichen Züricher Weg auf die Arbeit der Polizei und Justiz auch in Frankfurt anzuwenden, halte ich für durchaus überlegenswert. Man soll die Dinge ausprobieren, die sich woanders nachweislich bewährt haben. Gerade Zürich sah sich sehr lange Zeit mit einem ähnlich heftigen Drogenproblem in ihrer Stadt konfrontiert und scheint diese in den Griff bekommen zu haben. Also heißt es, was hat Zürich richtig gemacht und an welchen Stellschrauben müsste in Frankfurt gedreht werden?

    So lange der Wähler nicht erkennt, daß die Grünen nicht nur als Einzige die (Um)Welt retten, sondern vorrangig eine linksextreme, gegen das Bürgertum gerichtete Partei ist, wird sich an solchen Zuständen nichts ändern - im Gegenteil.

    Fully disagree, die Zentrums-Grünen vertreten das Bürgertum mehr als je zuvor. Sie haben bei der Europawahl ein populistisches Erdbeben von Rechts verhindert und haben dem Friedensprojekt EU zu einem sehr entscheidenden Zeitpunkt nach dem Brexit den Rücken gestärkt (zuvor auch schon in Österreich mit Alexander van der Bellen). Das ist aller Achtung wert und hiervor ziehe ich den Hut. Im ökologjsch rückständigen Frankreich werden sie beispielsweise nun viele Dinge zum Positiven wenden. Die Grünen sind derzeit eher zentrumsextrem und das macht sie derzeit auch so wählbar, zum Glück nicht mehr nur in Deutschland.


    Die Frankfurter Grünen sind derzeit hingegen zu weit entfernt vom goldenen Mittelweg aus den Zeiten von Lutz Sikorski / Olaf Cunitz. Es wird zu doktrinistisch gehandelt und man versucht lieber mit abgedroschener Fundi-Klientelpolitik billiges "Point Scoring" zu erreichen. Anstatt die Frankfurter Bürger gegeneinander auszuspielen, würde ich mir hier deutlich mehr Miteinander wünschen.