Beiträge von MiaSanMia

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    Große Logos gehören in die Nähe des Haupteingangs.

    Das geht jedoch nur, wenn ausreichend Außenfläche vorhanden ist. Dass Logos plump auf die Fassade geklatscht werden ist leider überall der Fall, zwei negative Bsp. aus M:

    https://www.merkur.de/bilder/2…soft-ibm-2NeF6zJVeze9.jpg

    https://images.pond5.com/bavar…tage-170551435_iconl.jpeg

    Zwei Beispiele aus M wie es besser geht, da in die Architektur integriert:

    https://www.muenchenarchitektu…mages/20968/P90073684.jpg

    https://www.raible.de/wp-conte…rHeissner-1598-scaled.jpg


    Der DGB hat das in Berlin m.E. ebenfalls recht unauffällig und elegant gelöst. Das Logo ist natürlich kein Blickfang, aber es wirkt eben auch nicht wie aufgesetzt.


    Ein hochaufragendes, illuminiertes Logo auf dem Dach ist wesentlich teurer beim Bau und bei der Instandhaltung. Ich bezweifle, dass der DGB für solche Spielereien Geld auszugeben bereit wäre.

    Ich frage mich, was da vor 15 Jahren auf den neuesten Stand gebracht wurde? Das Ding ist von innen original 70er Jahre, dunkel, drückend, bieder, muffig. Wie man sich eine Amtsstube aus dieser Zeit eben vorstellt.

    Überhaupt kein Vergleich zum fast gleichzeitig entstandenen Europäischen Patentamt, das innen hell und mondän gestaltet ist.


    Über den Erhalt kann man nachdenken, und ggf. ließe sich was nettes draus machen, aber die in der AZ wiedergegebenen Stimmen zum Innenraum kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Es bereitet mir eher Sorge, wenn man ihn als "zeitlos" bezeichnet... =O

    Rosenheimer Straße 124


    Auf dem ehemals mit einer Tankstelle und Werkstätten bebauten und seit langer Zeit stark verwilderten Grundstück direkt neben dem Kustermannpark soll bis 2024 ein achtgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus nach Entwurf des Büros Lehmann, Tabillion, Castorph entstehen. Genauer: 68 Wohneinheiten, 1.500 qm für Gewerbe und Büros.

    Die Fassade scheint zur Straße hin mit schwarzen Aluminium-Schindeln und gelben Rollos gestaltet zu sein - also die Farben der Stadt - was bei der SGK auf geteilte Meinungen stieß. Letztlich wurde das Vorhaben durchgewunken, auch, da das Vorhaben bereits von der LBK genehmigt worden und die Planung weit fortgeschritten sei.

    Besonderheit ist wohl der "geringe" Stellplatzschlüssel von 0,5, der es erlaub die Grundfläche der Tiefgarage nicht über das gesamte, kleine Grundstück auszudehnen.

    Beim Vorbeifahren waren Rodungs- und Abrissarbeiten der verbliebenen Hütten im Gange.


    Die Presse bietet leider nur ein Bild von der Rückseite:

    https://www.abendzeitung-muenc…kustermannpark-art-874735

    https://www.sueddeutsche.de/mu…el-1.5742533?reduced=true


    Bauherr und Entwickler: https://www.savvy.de/ueber-savvy/ (gelistet unter coming soon)

    Also ich finde das Ansinnen gar nicht schlecht. Zum einen da es schon richtig ist, Grünflächen zu erhalten und stärker vor Versiegelung zu schützen.

    Zum anderen ist es strategisch nicht verkehrt: Die Argumentationsbasis für höhere Gebäude wird verbessert und zugleich einer breiteren Masse bekannt gemacht. Prinzip "Wer A sagt muss auch B sagen". So hat sich ja die Grünen Bürgermeisterin Habenschaden erst letzte Woche für die 155 m HH an der PpH und allgemein für mehr Hochhäuser eingesetzt.


    Dass das Begehren irgendwelche bereits geplanten Bauprojekte blockiert, glaube ich nicht. Zum einen dürften lfd. Bebauungsplanverfahren ohnehin ausgenommen sein (politisch) bzw. ist das einzige Vorhaben, welches die SZ erwähnt, die Eggarten Siedlung, ohnehin ein Gewerbegebiet bzw. Bahnfläche. Freiham 2, SEM MNO etc. alles bereits im FNP als Wohngebiet eingetragen - und mal unabhängig von der rechtlichen Bindung - da wird niemand mehr im Stadtrat was dran ändern. Weder die SPD, die zwar sowieso dagegen stimmen dürfte, noch die Grünen, die ja ebenso auf mehr Wohnungsbau pochen, werden sich hier die Butter vom Brot nehmen lassen.


    Nein, worum es geht, und was die Politik übernehmen will und sollte, sind "echte" Grünzüge, Boltzplätze, kleine Parks, die in der Vergangenheit immer wieder mal bebaut werden sollten und nur mit Hilfe des Oberbürgermeisters "gerettet" werden konnten (siehe Kustermannpark, Unnützwiese...).


    LugPaj: Allgemeine Grünflächen etc. (grün markiert), Ackerland ("Feld") ist was anderes ;) https://geoportal.muenchen.de/portal/fnp/#

    DAM-Preis 2023


    Der Erweiterungsbau des Landratsamts Starnberg hat den DAM-Preis 2023 erhalten. Damit setzte es sich gegen die vier anderen Kandidaten der Shortlist durch: das Münchner Volkstheater, die Zentrale des Deutschen Alpenvereins in der Parkstadt Schwabing, den Stadtbahntunnel Karlsruhe und die Scheune Prädikow in Brandenburg.


    Die Erweiterung folgt der Architektur des bereits 1987 fertiggestellten Bestands, einer Mischung aus japanischer Katsura Villa und Starnberger Bootshäusschen.


    https://www.dam-preis.de/de/12…gen/?action=detail&id=877

    https://www.auer-weber.de/de/p…andratsamt-starnberg.html

    https://www.sueddeutsche.de/mu…ankfurt-am-main-1.5741173

    schoengeist3000:


    Was hier fehlt ist eine Baugenehmigung, deren Bauantrag die LBBW vor längerer Zeit eingereicht hat. Ein Bebauungsplan dagegen schafft Baurecht, welches wiederum die Voraussetzung für eine Baugenehmigung ist. Umgekehrt bedarf es für Baurecht nicht immer eines Bebauungsplans.

    Dein Link funktioniert leider nicht, und mich würde es aus oben genannten Gründen wundern, wenn hier nun vor zwei Tagen ein B-Plan für das Vier Giebel gesatzt worden wäre. Eher könnte ich mir vorstellen, dass ein nicht-baurechtschaffender B-Plan für Nutzungsvorgaben und ähnliches abgeändert / erstellt wurde.

    ^^

    Ungewöhnlicher Ton der SZ, in der Tat, lobpreist und fordert sie sonst regelmäßig mehr Fußgängerzonen, nicht nur im Regionalteil München und Bayern.

    Der Autor des Artikels, Peter Richter, ist Kunstkritiker und Kulturkorrespondent für die SZ in Berlin (Wiki). Mehr als eine subjektive Einschätzung, ein Kommentar wie in Foren, ist der Artikel damit halt auch nicht und schon gar nicht zeugt es von Weltgewandheit und fachlicher Expertise bzgl. Stadtgestaltung und Verkehrsplanung, wenn der Autor Fußgängerzonen in der Regel (!) einen Geisterstadteffekt attestiert. Peinlich.

    Arno Lederer, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros Lederer Ragnarsdóttir Oei (LRO) ist vergangenen Samstag im Alter von 75 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. RIP.


    https://www.sueddeutsche.de/ku…20090101-230124-99-339261

    https://www.immobilienreport.de/architektur/Lederer-Arno.php


    Die FAZ veröffentlichte bereits ein schönes Resümee seines Schaffens und Wirkens. Das Volkstheater war sein letztes großes Meisterwerk:

    https://www.faz.net/aktuell/fe…ren-moderne-18626755.html


    Nachruf seines Architekturbüros:

    https://www.archlro.de/de/office/executiveboard

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    Man kann auch mit nur 1525 repräsentative Umfragen erreichen, aber bei 1525 / 20 = 76 Teilnehmern pro Stadt und das bei einem sowieso schon stark subjektiven und erfahrungsabhängigen Thema, zusätzlich einer dann noch vorgegebenen Liste an auslegungsbedürftigen Auswahlmöglichkeiten, ist das im Ergebnis schlichtweg unwissenschaftlicher Schwachsinn. Sorry für die Wortwahl.


    Allein was die Studiendesigner aus ihrer Mikroumfrage alles ableiten wollen, da dreht sich beim Lesen ja der Magen um ^.^ . Wie gering die Aussagekraft ist, zeigen die Ergebnisse dann auch selbst, indem sie keine regionsspezifische Abhängigkeit zeigen, ja von der Agentur sogar explizit negiert werden. Dabei sind es gerade letztere die bei wissenschaftlichen Studien in der Psychologie häufig zur Erklärung signifikanter Unterschiede in Verhaltensweisen herangezogen werden. Ernsthaft: Bochum Platz 1 und das 10 min entfernte Essen Platz 20? Ohne Worte... :lol5: :lol5: :lol5:

    Szenario 1: Unesco nimmt den Olympiapark auf + keine Pufferzone: Sperre durch die Unesco

    Szenario 2: Unesco nimmt den Olympiapark auf + Pufferzone: Sperre durch die Unesco, Pseudosperre durch die Stadt

    Szenario 3: Unesco nimmt den Olympiapark nicht auf + keine Pufferzone: Wahrscheinlichkeit nahe 0, dass weitere HH hinter dem Olympiastadion entstehen

    Szenario 4: Unesco nimmt den Olympiapark nicht auf + Pufferzone: Sperre durch die Stadt, wobei fraglich ist, ob die Zone dann überhaupt aufrecht erhalten wird. Sie wird ja explizit für die Unesco Bewerbung eingeführt. Daher Ergebnis wie Szenario 3.


    Persönlich hätte ich jetzt kein großes Problem damit, wenn der O2 Turm alleinstehend bleibt, und die Umgebung bei Neuentwicklungen schön dicht mit bis zu 40m entwickelt wird - am benachbarten Oberwiesenfeld plant Opes mit eben diesen Höhen sehr attraktive Wohnviertel. Solange kein Käse wie der neue Busbahnhof mehr entsteht...


    *Edit: Sehe gerade, das ist ja der Thread für´s Oberwiesenfeld ^.^

    Ich glaube ja, trotz Studie: In dem Bereich wären so oder so keine höheren Gebäude mehr entstanden. Ob mit oder ohne Unesco Welterbe Bewerbung des Olympiaparks. Das sieht man schon daran, dass seit 2002 mit dem Sauerstoff Turm kein weiteres mehr um das Olympiastadion herum entstanden ist.

    Die Leitidee das Stadion freizuhalten, verfolgt Merk ebenso wie ihre Vorgängerin Thalgott (der es jedoch nicht ganz gelungen ist :D).

    Letztlich wird also vermutlich nur das auf Papier festgehalten, was längst Praxis ist. Trotzdem hoffe ich sehr, dass der Oly-Park kein Welterbe wird. Besucher und Veranstaltungen gibt es dort massenhaft, warum sich noch freiwillig externe Beschränkungen und zusätzliche Bürokratie bei Sanierungen und kleineren Veränderungen auferlegen?


    Pufferzone um den denkmalgeschützten Tucherpark macht irgendwie wenig Sinn, dort gibt es außer dem Englischen Garten und der Isar nichts, es mangelt also allein schon an Baugrundstücken :D

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    Ich stimme dir in allen Punkten zu.

    Insbesondere die Beurteilung der anderen Entwürfe trifft´s auf den Punkt. Am ehesten gefallen mir noch Platz 4 (MAD) und Steidle (ohne Rang). Kann aber auch sein, dass wir aufgrund des abwechslungsreichen, verspielten Siegers nun einen anderen Maßstab heranziehen ;)


    Es muss beim Wettbewerb denke ich eine Vorgabe gegeben haben, den Bestand zu erhalten. Davon ausgehend haben manche einfach nur oben aufgestockt (z.B. Pool Architekten aus Zürich, wobei der anwesende Architekt aus dem Bezirk Neuperlach stammt oder NoA), was sicher nicht per se schlecht ist, aber der Bestand ist halt bereits recht wuchtig und weitläufig, sodass, wie du schreibst, undurchwegte, trutzburgartige Gebäudekörper entstehen.

    Bei MAD ist die Öffnung und Belebung des Areals besser gelungen, aber die geschlossenen Höfe erzeugen wieder mehr Abschottung, zudem ist Blockrand nicht typisch für NP.

    So schafft es m.E. einzig der Gewinner sich vom schwierigen Bestand zu lösen, ein trotz der Baumasse durchwegbares, urbanes Konzept aufzustellen und gleichzeitig den Bestand in Teilen zu erhalten. Die Rede war auch davon zu prüfen, ob die alten Fenster in manchem Gebäude wieder verwendet werden könnten. Zwar halte ich das für übertriebene Ambitionen aber wer weiß. Insgesamt kann Hines hier locker einen Leuchtturm für Neuperlach schaffen, wenn nicht nachträglich noch der Rotstift zu sehr angesetzt wird.


    Zum Thema Schwammstadt, das Quartier sieht auf den Plänen sehr grün aus, weitere Details fände ich aber auch interessant, vor allem wenn (wie MiaSanMia bereits woanders angemahnt hat) das ganze Grundstück mit Tiefgaragen versiegelt wäre und das Wasser nicht wirklich versickern könnte.

    Das gesamte Areal ist bereits heute mit einer Tiefgarage und Technikräumen unterkellert. Ich vermute, dass da nicht viel entsiegelt wird, z.T. werden die Räumlichkeiten sicher weiter genutzt.

    Baustellenupdate Januar 2023


    Beim Hochhaus für die Hoffmann SE sind die Arbeiter beim 2. von 3 Untergeschossen angekommen. Drei Kräne drehen sich auf dem Bild, vier sind es seit gestern Nacht.




    Gegenüber beim Wohnhochhaus des Stadtteilzentrums "ZAM" wird das 9. von 18 Obergeschossen betoniert, der westliche Bürokomplex hat Endhöhe erreicht, das östliche Wohn- und Geschäftsgebäude zumindest in Teilen, während das nordwestliche Wohngebäude gerade erst im Erdgeschoss ankommt.

    Beim Wohnhochhaus sind die Säulen im EG massiv ausgebildet, in den übrigen Etagen werden sie den tragenden Wänden hohl als Profil vorgesetzt, siehe Bild der Musterfassade unten.

    Aus verschiedenen Perspektiven von Süd nach Ost nach Nord:












    Lose Folge einiger weiterer Baustellen. Bauherren sind i.d.R. Genossenschaften, die meist mit Holzfassaden arbeiten, sowie die städtischen und staatlichen Wohnungsbaugesellschaften, die überwiegend mit Klinker- und Putzfassaden verkleiden lassen. Das meiste befindet sich jedoch noch in irgendeiner Bauphase. Insgesamt ein ziemliches Durcheinander an Gebäudetypologien, -formen und höhen. Was bei der Messestadt zu wenig umgesetzt wurde, ist mir hier in Freiham Nord 1 fast etwas zu viel. Der künftige zweite Realisierungsabschnitt ist diesbezüglich klarer gegliedert, mehr in Richtung Blockrand.


    Entschuldigt bitte die teils dunklen Bilder.




    Nun ja, bei dem Laubengang rechts im Bild ist´s gut, dass dort künftig zwei Baumreihen davor stehen... :/







    Zuletzt noch ein Blick zurück über eine (noch unbebaute) baustellenmüllverseuchte Wiese zum Stadtteilzentrum.



    Eigene Aufnahmen

    Gehörte der Telekom soweit ich weiß; irgendwo hier im Forum hatte ich vor 2-3 Jahren mal einen SZ-Artikel eingestellt, der über die diversen Nachverdichtungen auf ehemaligen Technikgebäuden der Telekom informierte. In Moosach müsste es noch eins geben, am Arabellapark ist sie mit dem Glasfaserausbau nach Verzögerungen endlich fertig, sodass dort das begrünte Wohnhochhaus Vertical Garden entstehen kann und in der Neurieder Straße im Süden entsteht ebenfalls ein Wohnhochhaus auf nicht mehr benötigten Telekom-Flächen.

    OlympiaFlo


    Anwesend waren heute die Architekten selbst und Vertreter des Bauherrn, die den Entwurf den anderen Preisträgern ausführlich vorstellten. Dabei wurde von Seiten städt. Vertreter betont, wie sehr der Entwurf den Bauherrn überzeugt habe. Die Tiefgaragenorganisation müsse man sich jedoch bei 03-Arch abschauen ;)

    Was auf den obigen Bildern des 1. Platzierten, anders als bei den anderen Entwürfen, kaum zu erkennen ist, ist der Erhalt des Bestands zumindest in Teilen. Bzgl. Dichte, Struktur und Gebäudeanordnung sehe ich Parallelen mit der Quartiersentwicklung an der Machtlfingerstraße.


    Insgesamt ein m.E. gelungener Beitrag, der großes Potenzial besitzt, an dieser exponierten Stelle für angemessene Urbanität zu sorgen. Nicht nur als Kontrapunkt zum geplanten Hochhaus am Hans-Seidl-Platz, sondern auch perspektivisch hinsichtlich einer Verdichtung der gegenüberliegenden Parkplätze und Stadtautobahn aka Ständlerstraße. Verdienter 1. Platz.

    Natürlich müssen wir abwarten, wie gut die architektonische Qualität im Detail sein wird und ob die Beteiligten das Potenzial des Entwurfs auch voll ausschöpfen. Bei der "Macherei" ist das recht ordentlich gelaufen, wenn auch mit einigen kleineren Schwächen und Nachlässigkeiten :)


    Die weiteren Preisträger:


    Platz 2: Pool Architekten, Zürich

    Platz 3: RobertNeun Architekten, Berlin

    Platz 4: MAD Arkitekter, Oslo


    Weitere Teilnehmer (ohne Rangfolge)


    Von M Architektur, Stuttgart

    NoaArchitecten, Brüssel

    03 Architekten, Wien

    Steidle Architekten, München

    Adept Architects, Kopenhagen

    Henley Halebrown Architects, London

    Monadnock, Rotterdam (keine Bilder der Fassade ausgestellt)

    Alle Aufnahmen selbst erstellt; Quelle: Ausstellung im Shaere; copyright bei jeweiligem Architekturbüro

    Wettbewerbsentscheidung


    Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für das östliche Teilgebiet wurde am 20.12 entschieden und seit Mittwoch werden die Preisträger öffentlich ausgestellt.

    Gewonnen hat das junge und kleine Büro "Site Practice" aus Amsterdam. Auch die anderen 10 Teilnehmer sind überwiegend in München unbekannte Architekturbüros (bis auf Steidle und 03 Arch).

    Auf Grundlage des Wettbewerbs erfolgt nun die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens.


    Der Sieger sieht im Erdgeschoss überwiegend Geschäfte und gastronomische Angebote vor, Wohnen im südlichen und Büros im nördlichen Bereich. Neue Wegeverbindungen zwischen der Brücke zum bisherigen Quartierszentrum an der Quiddestraße und der Albert-Schweitzer-Straße sollen dazu beitragen, dass der gesamte Bereich bis vor zum Neuperlacher Zentrum mit PEP und Hans-Seidel-Platz urban und für Fußgänger attraktiver wird.

    Die Höhenentwicklung sieht drei Hochpunkte vor, die sich mit ihrer Höhe an bisherigen Hochhäusern in Neuperlach orientieren.


    Im folgenden einige Bilder des Siegers aus der Ausstellung:









    Quelle: Eigene Aufnahmen in der Ausstellung im "Shaere"; copyright: Site Practice


    Die anderen Entwürfe ergänze ich zeitnah in diesem Beitrag.

    Motel One, Schillerstraße 3, kann gebaut werden


    Nach gut zwei Jahren ist der Rechtsstreit zwischen dem Bauherrn für das Motel One in der Schillerstraße und dem südlichen Nachbarn beendet. Beide Parteien haben sich einvernehmlich geeinigt und darüber Stillschweigen vereinbart.


    Zur Erinnerung:


    Concrete Capital will ein Motel One mit 269 Zimmern errichten, doch das Nachbarhotel befürchtete sich aufstauendes Grundwasser und damit Schäden am eigenen Gebäude. Eine Klage gegen die Stadt aufgrund einer angeblich fehlerhaften wasserrechtlichen Erlaubnis und eine Petition im Landtag folgten, schließlich ordneten Gerichte in zwei Instanzen einen Baustopp an. Der herrschte nun seit August 2021. Kosten: 200.000 Euro pro Monat, bis heute also 3,4 Millionen Euro. Bei einer Investitionssumme von 100 Millionen Euro scheint das wenig, aber inzwischen sind die Baukosten und Zinsen massiv gestiegen. Vor gut einem Jahr beauftragte Concrete Capital dann einen Staranwalt, der Druck auf den Nachbarn machen sollte und diesem unterstellte, "völlig unangemessene Geldsummen" zu fordern. Im Raum standen bis zu 2,8 Millionen Euro an "Ausgleichszahlung", damit der Nachbar seine Klage zurückzieht.

    Wie hoch nun die gezahlte Summe ist, geben beide Seiten auch auf Nachfrage der SZ nicht preis.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…ng-1.5731022?reduced=true