Beiträge von MiaSanMia

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    Kurzer Protest ;): Bei allem Verständnis dafür, Ortsbezeichnungen aus Marketinggründen großzügig auszulegen, aber wenn die Immobilienbranche jetzt damit beginnt auch Bezeichnungen von klar per B-Plan begrenzten Gebieten wie dem Werksviertel auf 200 Meter entfernte Grundstücke auszuweiten, hört´s auf. Das Haus wird schlicht und einfach in Berg am Laim, Bezirksteil Echarding entstehen.


    Zum Gebäude: Bislang war das Grundstück nur mit Flachbauten (Autovermietung, Daihatsu Händler) bebaut, wenn ich mich nicht irre gab es auch jahrelangen Leerstand. Daher in jedem Fall eine erfreuliche Entwicklung für die Lage am Tunnelportal Innsbrucker Ring. Die zwei Holztüren sollte der Architekt jedoch tatsächlich nochmals überdenken :/


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    https://www.poettinger.com/de/bauvorhaben.html

    Isek: Du beziehst dich wohl auf den Namen der Interimsphilharmonie, der Karstadt am Nordbad ist jedoch ein wenig weit davon weg ^.^

    Sicher hast du einen besseren Namensvorschlag.

    Ich möchte deiner persönlichen Beziehung zur Isar auch nicht reinreden - nicht jeder muss den 14 km langen Naherholungsraum durch München schätzen -, allerdings eine Anmerkung in Abgrenzung zur Würm: Gründung und insbesondere der im Anschluss folgende Aufstieg Münchens gehen maßgeblich auf die Isar zurück, nicht auf die Würm.

    Signa hat sich nun zum ersten Mal offiziell zum Projekt geäußert.


    Zeitplan:

    • Start Umbau / Sanierung Altbau: August bis Oktober 2021
    • Aufstellungsbeschluss B-Plan für Neubau: Sommer 2021
    • Architekturwettbewerb für Neubau: 2. Hälfte 2021
    • Wiedereröffnung Altbau: Ende 2023
    • Abschluss B-Plan für Neubau: Anfang 2023
    • Fertigstellung Gesamtquartier: 2026

    Gesamtkosten der Um- und Neubaumaßnahmen: bis 500 Millionen Euro


    Nutzung:

    • 15.000 bis 18.000 qm. Karstadt (im Altbau) statt bisher 56.000 qm.
    • Die neue, 400 Meter lange unterirdische Passage zwischen Stachus und HBF soll auch neuartige Nutzungen umfassen, Signa nennt hier z.B. produzierendes Gewerbe wie eine Gin-Destillerie oder Schuhmanufaktur, möglich wären auch Fahrradwerkstätten mit Cafe, Showrooms für Autohersteller, Räume für Workshops von Museen / Hochschulen, Club... hier soll mit Bürgern ein passendes Konzept gefunden werden.
    • Neubau oberirdisch: Einzelhandelsflächen im EG, darüber dann Büros (keine Aussage, ob die Dachflächen öffentlich nutzbar sein werden)


    Architektur:

    • Altbau: Umlaufendes Vordach verschwindet, Rundbögen werden rekonstruiert
    • Neubau: Kubatur ist fix (wie oben gezeigt mit drei Innenhöfen und Passage zwischen Prielmayer- und Schützenstraße) (offenbar spielt hier auch die Statik zur 2. Stammstrecke eine Rolle), Fassade, Dachlandschaft und konkrete Geometrie der Innenhöfe sollen im Architekturwettbewerb entschieden werden


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    Kurzer Rundflug mit der Drohne: https://player.vimeo.com/video/545555719


    Website zum Projekt: https://entwicklung-schuetzenstrasse.de/


    https://www.sueddeutsche.de/mu…of-umbau-plaene-1.5285038

    Forschungscampus Martinsried

    Die Max-Planck-Gesellschaft baut den "Life-Science Campus Martinsried" in den kommenden Jahren um rund 90.000 qm. BGF aus. Hierzu entstehen zunächst neue Gebäude für die Institute Neurobiologie, Ornithologie und Biochemie, die über ein interdisziplinäres "Institut für biologische Intelligenz" stärker miteinander vernetzt werden sollen. Im Anschluss werden Bestandsgebäude abgerissen und ebenfalls durch Neubauten ersetzt. Kooperationen mit ansässigen Instituten der LMU sollen ausgebaut und weitere Startups / Unternehmen aus den Bereichen Biomedizin, -ökonomie, - technologie angesiedelt werden.

    Der Freistaat fördert den Ausbau des Campus innerhalb der nächsten zehn Jahre mit 500 Millionen Euro. Los geht´s mit ersten Gebäuden 2023.


    https://www.stmwk.bayern.de/pr…fe-science-forschung.html

    https://www.immobilien-zeitung…uro-in-campus-martinsried


    2025/26 soll dann auch endlich mal die U6 nach Martinsried rollen. Während Verkehrsministerin Schreyer einen Baubeginn für dieses Jahr angekündigt hat, rechnet die Gemeinde Planegg mit 2022. https://www.merkur.de/lokales/…ck-beginnen-90228443.html

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    Nachmieter des Saturn wird ab Sommer 2022 der Labordienstleister Synlab, welcher 7.000 qm. der vorhandenen 12.000 qm nutzen wird. Die Bayerische Hausbau hat mit dem Unternehmen einen Mietvertrag über 15 Jahre abgeschlossen. Aktuell laufen Umbaumaßnahmen wie etwa der Einbau zusätzlicher Öffnungen im Dach für bessere Lichtverhältnisse. Auf den verbleibenden 5.000 qm. im Erdgeschoss soll wieder Einzelhandel Platz finden.


    Zu Synlab: Das 1998 gegründete Unternehmen aus GB mit weltweit rund 20.000 Mitarbeitern ist seit 30.04.21 an der Börse und, daher ist es dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff, aktuell neben Eurofins einer der Marktführer in der Auswertung von PCR-Tests.


    https://www.immobilien-zeitung…ndelsflaechen-in-muenchen

    und über die neue M3-Anbindung nochmal 5 Min schneller am Flughafen.

    Bis es soweit ist, hoffe ich, dass die Leute nicht mehr mit dem Auto zum Flughafen gurken ;). Schon gleich gar nicht von Johanneskirchen aus, dem Ort mit der kürzesten ÖPNV-Anreisezeit in München. Mit dem Auto dauert es rund 30 Minuten (ohne Stau und Parkplatzsuche am Flughafen), S-Bahn + eine Station mit dem Bus Gartenstadt - Bhf. Johanneskirchen 32 Minuten (ohne Verspätung).

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    Laut Baureferat ist die Salzstraße als landwirtschaftlicher Weg ausgewiesen, vielleicht daher nicht eingezeichnet (das östliche Ende scheint jedoch kartiert zu sein). Der Zustand ist entsprechend miserabel, was einen Bürger jüngst zur Beschwerde veranlasste: http://www.unser-bogenhausen.d…ersbedingter-verschleiss/. Da ich dort ebenfalls mehrmals die Woche mit dem Radl entlang nach Dornach zum Einkaufen fahre, begrüße ich den Zustand aber. (Die meisten) Autos sind gezwungen langsam zu fahren ^.^. Eine Sanierung würde nur das Tempo der Autofahrer erhöhen, jedoch mangels Platz sicherlich keinen Radweg herzaubern.


    Wie die Straße künftig genutzt wird, ist sicher noch offen, zumindest in den drei Strukturvarianten (Perlenkette etc) taucht sich nirgends als Autostraße auf.

    Ganz so schnell wie sich das die Ariston Grundbesitz GmbH vorgestellt hat, geht es nun (zum Glück) doch nicht. Diese wollte bekanntlich ein Bürogebäude nach Plänen von Oliv Architekten für rd. 1.000 Mitarbeiter und 2.500 qm. Einzelhandel errichten. Zusammen mit BA und Planungsreferat wurde nun ein etwas umfangreicherer Anforderungskatalog erarbeitet.


    Vorgesehen sind nun neben Büroflächen auch Gastronomie, Kita, Einzelhandel, Vorplatz (wie bisher) und Markthalle, möglichst mehrgeschossig, divers nutzbare Grünflächen im Innenhof und auf dem Dach (2 qm. "Hof- oder Dachfläche mit Erholungsfunktion" pro geschaffenem Arbeitsplatz). Der Baumbestand soll erhalten bleiben. Über die Architektur soll ein Realisierungswettbewerb entscheiden, vorgegeben ist jedoch Blockrand.


    Die TG wird etwa 100 Anwohnerparkplätze umfassen, Kurzzeitparkplätze soll es auf Wunsch der Stadt - mal was neues - möglichst wenige geben.


    Abriss und Baufeldfreimachung laufen noch bis zum Herbst.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…-nordbad-plaene-1.5282609


    Lage: https://www.google.de/maps/pla…3d48.1594862!4d11.5620872


    Ich hätte mir an dieser Stelle künftig entsprechend der Umgebung ein Walmdach gewünscht, aber das dürfte wohl mit der vorgesehenen, intensiven Dachnutzung zu stark konkurrieren.


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    Nun wurde entschieden: Das Gesamtareal firmiert nun entsprechend der Adresse unter HP8, die Interimsphilharmonie unter "Isarphilharmonie".


    Rathaus Umschau Nr. 84 / 2021:


    Prämiert werden sieben Einreichende, die HP8 vorgeschlagen hatten, und 138 Einreichende, die Isarphilharmonie eingesandt hatten. Sie erhalten eine Einladung zu einer Zusammenkunft und Führung im „HP8“, sobald es die Pandemie zulässt. Außerdem bekommen sie jeweils eine Konzerteinladung der Münchner Philharmoniker im Wert von 80 Euro, einen Gutschein der Münchner Volkshochschule im Wert von 25 Euro sowie eine Jahreskarte der Münchner Stadtbibliothek im Wert von 20 Euro. Insgesamt waren 1.893 Einreichungen eingegangen, davon etwa 350 (rund 20 Prozent) von Sendlingerinnen und Sendlingern, in deren Viertel das Gelände liegt. Insgesamt lagen 1.477 Namensvorschläge für das Gelände und 1.347 Namensvorschläge für die Philharmonie vor.

    https://ru.muenchen.de/2021/84…ig-Interimsgelaende-95601

    A-99: 8-streifiger Ausbau von Aschheim/Ismaning bis Kirchheim

    Nachdem der erste Abschnitt Kreuz Nord - Aschheim Mitte 2020 vollendet wurde, hat nun der nächste Abschnitt begonnen. Wie gehabt, verschwindet der beim Bau der A-99 vorgehaltene, überbreite Mittelstreifen zugunsten zweier zusätzlicher Fahrspuren, die Brücken Erdinger Straße, Staatsstraße 2082 und eine Autobahnbrücke müssen neu errichtet werden. Fertigstellung 2024.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…kehr-a99-ausbau-1.5281840


    Pressemeldung der Autobahndirektion:


    Bis Mitte 2021 werden umfangreiche vorbereitende Maßnahmen (Rodungsarbeiten, Kampfmittelsuche, Archäologie und Spartenverlegungen) durchgeführt. Anschließend wird eine Behelfsbrücke für Fußgänger udn Radfahrer gebaut.


    Notwendigkeit der Baumaßnahme


    Der Ostabschnitt der A 99, Autobahnring München wurde in den Jahren 1971 bis 1975 mit 6 Fahrstreifen und einem überbreiten Mittelstreifen für einen späteren 8-streifigen Ausbau konzipiert. Der Verkehr hat zwischenzeitlich so weit zugenommen, dass die Kapazität der A 99 nicht mehr ausreicht.


    Regelmäßige Stauungen und Verdrängungsverkehr in das umliegende Netz und in das Stadtgebiet von München sind die Folge. Um die verkehrliche Situation zu verbessern wird mit dem Ausbau von 6 auf zukünftig 8 Fahrstreifen die Kapazität des Autobahnrings erweitert.

    Zusätzlich wird ein System für temporäre Freigabe des Seitenstreifens errichtet, so dass zukünftig in den Hauptverkehrs- und Reisezeiten 10 Fahrstreifen - 5 in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.


    Der Ausbau erfolgt abschnittsweise. Bis Ende 2019 wurde der erste Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning ausgebaut. Im zweiten Abschnitt erfolgt bis Ende 2023 der knapp 3 Kilometer lange Abschnitt zwischen Aschheim/Ismaning und Kirchheim. Die Planungen für den anschließenden Abschnitt zwischen Kirchheim und Haar - einschließlich des Autobahnkreuzes München-Ost laufen auf Hochtouren.


    Mit dem Ausbau des Autobahnrings wird auch der Lärmschutz für die Anwohner erheblich verbessert. Eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation wird durch den Einbau eines Offenporigen Asphalts (OPA) erreicht, der alleine eine Reduktion des Lärms um 5dB(A) erzielt. Darüber hinaus werden auch Lärmschutzanlagen mit einer Höhe von bis zu 12 Metern (Lärmschutzwallwandkombinationen) errichtet.


    https://www.abdsb.bayern.de/pr…au-Aschheim-Kirchheim.php

    Kein Augenschmaus und bis auf das Dach mehr oder weniger 0815, aber insgesamt in Ordnung. Faschen fehlen in der Tat - müssen ja nicht aus Stein sein, wie bei einem anderen Neubau des selben Bauträgers, Putz reicht auch. Einen etwas großzügigeren Dachüberstand fände ich ebenfalls gut.


    Zur künstlich herbeigeführten Patina des Daches: Ein Beispiel gibt es in der Mitterwieserstraße: https://www.google.de/maps/pla…3d48.1622402!4d11.5627795

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    Sehe ich genauso. Wenn die letzten freien Baufelder auf dem Campus bebaut werden, dürften manche der zuerst gebauten Gebäude sogar schon wieder abgerissen werden. Ein Universitäts- & Forschungscampus dieser Größe ist praktisch nie wirklich fertig (vgl. TUM-Garching) ;).


    Wie wäre es eigentlich mit den aktuell im Freistaat beliebten Flugtaxen im Pendelbetrieb zwischen der TUM und TUN? Bei ziemlich genau 150 km Distanz und Vmax 300 km/h (Lilium) wären das 30 Minuten von Mensa zu Mensa :cheers:

    Alles außerhalb des roten Pizzastückes ist bereits von Wohnbebauung geprägt, Stuttgart Nord/Ost, Killesberg und das angeschnittene Feuerbach, alles innerhalb von Handel oder Dienstleistung im Europaviertel.

    In etwa entspricht das der Argumentation der 60er / 70er Jahre Stadtplanung, die Funktionstrennung der Funktionsdurchmischung vorzog.

    Die Mischung ist im Europaviertel so schlecht nicht, gerade das Milaneo besitzt eine interessante Nutzungsmischung. Mehr Wohnraum hätte ich im bislang realisierten Teil des Europaviertels dennoch begrüßt. Vielleicht kommt ja irgendwann der LBBW-Kasten am HBF weg ;).


    Und die angrenzenden Gleisanlagen werden während den nächsten Jahrzehnten ebenfalls zu 5000-7000 WE umgewandelt.

    Rosenstein ist schön und gut, nur als Argument gegen eine höhere Wohnraumquote im Europaviertel kann das mMn nur bedingt herhalten. Die Wohnungen sind betriebsbedingt erst in vielen Jahren bezugsfertig, heute, wo sie bereits gebraucht werden, also nichts wert. Hielt OB Kuhn natürlich nicht davon ab, stets auf das dortige Wohnraumpotential zu verweisen und weitere Entwicklungen wenig ambitioniert anzugehen.


    In punkto Wohnungsnot wäre es angemessener diese vielen kleinen Punkte zu kritisieren, welcher in bester Innenstadtlage Familienhäuser repräsentieren, statt einer zumindest sechsstöckigen Blockrandbebauung.

    Über ineffizient genutzte Grundstücke mit Bestand kann man sich ärgern und ggf. auf eine künftige Entwicklung hoffen, aber zu kritisieren wären doch primär Flächen wo bereits heute neu entwickelt wird, erst recht wenn es sich dabei um Konversionsflächen handelt.


    Trumpysky: Eine gewisse Fluktuation ist normal, Leerstand ist meine ich ab sechs Monaten gegeben.

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    Bezahlbare 4-Zimmer Wohnungen für Familie mit Durchschnittseinkommen wohl nicht. Allerdings hat die Stadt über Bebauungspläne zahlreiche Möglichkeiten, preisgedämpften und / oder geförderten Wohnraum entstehen zu lassen. Liegt die festgesetzte Quote in Stuttgart diesbezüglich bei 20 % oder 30 % (gemäß Sim)? Darüber hinaus wäre der Stadt im Extremfall (!) auch noch eine SEM offen gestanden, wobei hier wohl auch gilt Ober (Bund) sticht Unter (Stadt).


    Ob sich die teuren Wohnungen in Stuttgart niemand hätte leisten können? Da habe ich starke Zweifel. Mehr Angebot ist in chronisch überhitzten Märkten selten verkehrt. Oder steht ein beträchtlicher Teil der bestehenden Wohnungen im Europaviertel tatsächlich leer?

    Die dort entstandenen bzw. entstehenden 5! Hotels tragen sehr sicher nicht zu einem lebendiges Quartier

    Da Innenstadt / nahe HBF entsteht hier ja kein Bettenlager, das nur Pendelverkehr erzeugt, sondern über die kulturellen / gastronomischen Angebote ist das Quartier für die dort nächtigenden Touristen / Geschäftsreisende quasi selbst ein Anziehungspunkt.

    Wie gesagt: der Flächenverbrauch im Raum München ist selbst im europäischen Vergleich bezogen auf Einwohnerzahl und Wirtschaft sehr sehr moderat. Da reicht eine kurze Rechere in Google Maps Satellitenfotos.

    Und nun? Soziale Brennpunkte gibt´s hier im europäischen Vergleich, ja sogar im deutschen, auch keine, der ÖPNV ist im Vergleich zu den meisten Städten in den USA hervorragend und Mietwohnungen für die Mittelschicht preislich immer noch moderat verglichen mit anderen Metropolen. Deshalb nichts weiter tun? Sollte der Flächenverbrauch nur ein geringes Problem sein, weshalb dann Forderungen nach höheren Dichten? Entspricht es einer optisch ansprechenden und nachhaltigen Raumplanung, Vororte mit Gewerbehallen zu zupflastern wie in Norditalien?

    Ich finde, du widersprichst dir selbst. Stattdessen hängen alle genannten Punkte doch zusammen und bedingen sich gegenseitig.

    Die Stadt hat enorme Mittel in die Hand genommen (bzw. verzichtet auf sehr viel Geld) um sozialen Wohnungsbau auch in sehr begehrten Lagen zu erhalten bzw. auszubauen. Auf der anderen Seite zeigt man aber keine Ambitionen, um in Freiham eine soziale Mischung zu erreichen, in der auch Gutverdiener wohnen werden.

    Selbstverständlich werden in Freiham Gutverdiener wohnen. 50 % sind freifinanzierter Wohnungsbau (Q). Ob das zu wenig / zu viel / ausreichend ist, weiß ich auch nicht. Die anderen 50 % sind gefördert + KMB, in Anteilen 60 zu 40 auf städtischem Grund. KMB umfasst hier auch Wohnungen privater Investoren, die entsprechend der KMB-Richtlinien bauen wollen, sowie Genossenschaftswohnungen und ist primär für Haushalte mit Einkommen > Grenze Förderprogramme und in Mangelberufen arbeitend (Pflege, Erziehung etc.) gedacht. Bei der Messestadt gab es KMB noch nicht, dort ist der Großteil gefördert.

    Letzteres Problem hat weitergehend die Konsequenz, dass Erhaltungssatzungsgebiete irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten werden können

    Soweit ich weiß sind die Erhaltungssatzungsgebiete unbefristet, müssen nur alle paar Jahre auf weitere Schutzbedürftigkeit überprüft werden.

    ÖDP und FW um die Ecke und fordern in einem Stadtrats-Antrag, sämtliche in Planung befindliche Bebauungspläne einzustellen und für jedes einzelne Projekt ein Klimagutachten durchzuführen, das das gesamte Stadtgebiet umfasst:


    "Sollte sich herausstellen, dass ein Bebauungsplan negative Auswirkungen auf die klimatologische Situation und somit die Gesundheit der Menschen in dieser Stadt hat, ist dieser entweder nicht zu satzen oder zumindest so zu verändern, dass der Schaden abgewendet wird"

    Reduktion des Stellplatzschlüssels, kompaktere Bauweise, öffentliche und private Plätze stärker begrünen, mehr und größere Bäume (nicht wie im Arnulfpark), höhere Recyclingquoten (wie in der Bayernkaserne), Holzbauweise weiter forcieren, Ausbauoffensive des ÖPNV usw. Alles seit Jahrzehnten bekannte Möglichkeiten den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dafür braucht es keine Untersuchung klimatologischer Effekte eines einzelnen Projekts auf die Gesamtstadt, da ohnehin nicht herauszufiltern / Interdependenzen außen vorgelassen werden; selbst die mikroklimatischen Effekte der näheren Umgebung einer Baumaßnahme sind heute nur mit hoher Unsicherheit zu bestimmen. Warum also verkomplizieren und zwanghaft irgendwelche nichtssagenden Zahlen zu Papier bringen? Handeln, statt weitere Bürokratie einführen. Die fünf Stadträte der FW / ÖDP könnten bei der Gelegenheit vorab einmal versuchen herauszufinden, welchen negativen klimatologischen Effekt es hat, für ihren inkompetenten Antrag Serverleistung in Anspruch zu nehmen oder ihr Gesicht bei der nächsten digitalen Stadtratssitzung zu streamen, während sie den Antrag vorstellen. Ich wünsche viel Erfolg und beste Gesundheit :).

    Niederschlag = Verdunstung insbesondere über die Pflanzen

    Eben, wenn Pflanzen vorhanden sind. Gerade das bezweifle ich aber, wenn ich mir die vorhandenen Hallen ansehe. Da wird aktuell viel Schönfärberei betrieben, kommt gut im Prospekt und reicht zur lokalpolitischen Gewissensberuhigung.

    Der von dir beleuchtete Wasserhaushalt ist dann auch nur ein Aspekt der zu beachtenden Umweltauswirkungen der Bodenversiegelung. Jetzt war hier vorher ein - sehr wahrscheinlich - intensiv kultiviertes Feld, kein großer Verlust. Aber: Es geht ja gerade wie besprochen darum, dass Gemeinden im Landkreis kaum Bauland für Wohnraum ausweisen, wenn sie es doch tun, allzu oft nur für EFH, im Gegenzug jedoch ungehalten riesige Flächen für Gewerbeparks (Logistik, Möbelhandel etc.). Bezeichnenderweise wird als Argument gegen Wohnungen oft Flächenversiegelung angeführt. Aus der Perspektive einer Gemeinde ist eine gewerbelastige Baulandausweisung natürlich finanziell lukrativ, gerade aber von hochrangigen Politikern wie Söder hätte ich weitsichtigeres Handeln erwartet, wenn er schon zu so einem ^^elementar wichtigen^^ Ereignis angekarrt werden muss.

    Ich kritisiere das alles nicht nur aufgrund des Beispiels DHL, sondern aufgrund der in den letzten Jahren sehr auffälligen Wucherung an Gewerbehallen und Staatsstraßen in den östlichen Vorortgemeinden, wobei Wohnraum eben hauptsächlich in Poing entstand / entsteht.


    Wie soll ein Hochregal Lager noch optimiert werden? Da gibt es Dinger die sind 25 Meter hoch. Was noch? Ein vertikales Hochhauslager? Da fehlt mir wirklich die Fantasie, wie das von der bautechnischen Seite besser gemacht werden soll.

    BMW hat aus Platzgründen ein hochkomplexes Karosserielager mit fast 40 Meter Höhe im Werk-1 errichtet. Im Umland besteht dieser Platzmangel geographisch nicht, ließe sich aber durch entsprechende Gemeindebeschlüsse politisch herbeiführen. Mit etwas mehr Aufwand könnten Hochregallager und Sortieranlagen auch dort höher gebaut werden, Fassaden könnten z.T. begrünt werden oder ein festgelegter %-Satz der Dachfläche (keine Freiwilligkeit), auf eingespartem Platz müssten mehr und größere Bäume gepflanzt werden.

    Selbiges gilt für die Discounter und Supermärkte bzw. wäre es für diese noch viel einfacher, Platz zu sparen. Großparkplatz mit Lidl-Scheune muss wirklich nicht sein.

    Im Vergleich zum Ausland ist das Ausmaß an Gewerbe im Bereich der Stadtränder noch sehr gering. Schau mal nach Norditalien oder in die USA! Dort reihen sich zig Kilometer weit Hallen aneinander. Sowas gibt es nichtmal im Ruhrgebiet.

    Sicher, nur muss es hier erst wie in den USA aussehen, damit sich was verbessert? Vergleiche Typ "aber woanders ist alles noch viel schlimmer" sind natürlich bequem und werden gerne von Politikern als Freibrief verstanden, nichts ändern zu müssen.