Beiträge von Schmittchen

    Ein schneller Ritt über aktuelle Rechenzentums-Baustellen. Colt Data Centre, Wilhelm-Fay-Straße 7:


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    CyrusOne "Frankfurt Three", Wilhelm-Fay-Straße 45, sieht aus der Distanz fertig gestellt aus:


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    Digital Greenfield nordwestlich TZ Bund / Zollfahndungsamt, Wilhelm-Fay-Straße 15, Entwurf Kleinundarchitekten, Frankfurt:


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    CyrusOne Frankfurt IV, südlich S-Bahn-Station Eschborn-Süd:


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    Bilder: Schmittchen

    Mit "Frankfurt Westside" gaben die neuen Besitzer des ehemaligen Chemieparks heute einen Projektnamen bekannt. Auf 73 Hektar Fläche soll Frankfurts größtes gemischtes Gewerbe- und Industriequartier entstehen. Näheres ergibt sich auf einer zugehörigen Website. Die FAZ schreibt in einem interessanten Artikel mit zahlreichen weiteren Informationen zum Thema von einer Investition von mindestens einer Milliarde Euro. Auch die FR berichtet.


    Luftbild-Visualisierung und darunter die Pressemitteilung zu den Neuigkeiten:


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    Bild: © Bloomimages Berlin GmbH


    Der 73 Hektar große Industriepark Griesheim in Frankfurt a. M. von BEOS und Swiss Life Asset Managers wird zur „FRANKFURT WESTSIDE“ und erhält DGNB-Vorzertifikat für Quartiere in Platin

    Während einer feierlichen Veranstaltung wurden der Name des ehemaligen Chemieparks enthüllt, eine DGNB-Vorzertifizierung überreicht sowie erste Visualisierungen und die nächsten Schritte vorgestellt. Die nächste Rückbauetappe ist eingeleitet.

    BEOS und Swiss Life Asset Managers haben neben ersten Visualisierungen auch den neuen Namen des ehemaligen Industrieparks Griesheim in Frankfurt am Main bekannt gegeben, der künftig zu einem modernen Gewerbequartier umgenutzt wird: „FRANKFURT WESTSIDE“. Zudem wurde dem 73 Hektar umfassenden Areal heute ein Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Platin verliehen – im Rahmen der Bewertung von Gewerbegebieten (DGNB-Systemversion 2020) ist es dabei das Projekt mit der zweithöchsten Punktzahl in ganz Deutschland.

    Das Vorzertifikat basiert auf den nachhaltigen Entwicklungsplänen der BEOS, die innerhalb von Swiss Life Asset Managers als Kompetenzzentrum für Industrie- und Logistikimmobilien fungiert sowie hierzulande als einer der führenden Projektentwickler und Asset Manager von Unternehmensimmobilien agiert. Überreicht wurde die Auszeichnung des DGNB im Beisein der zwei Stadträte der Stadt Frankfurt am Main Mike Josef (Dezernent für Planen, Wohnen und Sport) und Stephanie Wüst (Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen).

    BEOS und Swiss Life Asset Managers haben gemeinsam mit einem externen Planer- und Beraterteam unter anderem ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept zur Stärkung des Radverkehrs, ein innovatives und integrales Energiekonzept inklusive Verzicht auf konventionelle Heizmedien sowie ein ansprechendes Freiflächenkonzept erarbeitet. Letzteres lädt dazu ein, spannende Orte zwischen Rohrbrücken und Infrastrukturrelikten, neu gestalteten Plätzen und grünen Pocket-Parks zu erkunden. All diese wesentlichen Faktoren führten zur Zertifizierung, die die Erreichung ambitionierter Ökobilanz-Ziele, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, das flächendeckende Monitoring aller Verbräuche im Quartier sowie die soziale und erwerbswirtschaftliche Infrastruktur als Kriterien festlegt. Letztere steigert das Wohlbefinden durch kurze Wege zu Einrichtungen des täglichen Bedarfs und belebt das Quartier durch eine stärkere Nutzung des öffentlichen Raumes. Zudem werden das Verkehrsaufkommen sowie damit einhergehende Emissionen reduziert.

    „Mit diesem Vorzertifikat haben wir uns ganz bewusst öffentlich dazu verpflichtet, ein nachhaltiges Quartier nach höchsten Maßstäben zu schaffen“, sagt Holger Matheis, Vorstandssprecher der BEOS AG, der das Vorzertifikat entgegennahm.

    „Die Entwicklung wird einige Jahre in Anspruch nehmen. Wir sind froh, dass wir dabei auf die Kompetenzen der BEOS AG und von Swiss Life Asset Managers setzen und gemeinsam die Zukunft des Areals gestalten können“, ergänzt Hendrik Staiger, Vorstand der BEOS AG, Teil der Geschäftsleitung von Swiss Life Asset Managers in Deutschland sowie Head Industrial & Logistics Germany.

    „Die FRANKFURT WESTSIDE hat allein aufgrund ihrer Dimension nicht nur für den Stadtteil Griesheim, sondern für ganz Frankfurt Relevanz und wir sind uns unserer Verantwortung, die mit der Transformation des Standorts einhergeht, sehr bewusst. Schließlich betrachten BEOS und Swiss Life Asset Managers das Areal nicht nur mit der Brille langfristiger Projektentwickler und Investoren, sondern haben die einmalige Chance, in zentraler Lage ein wegweisendes Quartier für die Zukunft von Frankfurt zu schaffen“, so Mathias Strauch, Senior Projektmanager bei der BEOS AG, nach der Enthüllung des neuen Namens. Er ist gemeinsam mit einem sechsköpfigen Team, bestehend aus Projekt- und Property-Managerinnen sowie -managern aus Frankfurt für die Entwicklung verantwortlich.

    Aktueller Stand und nächste Schritte

    Die Projektleitung gab im Rahmen der Veranstaltung auch einen Einblick in die zukünftige Planung: Zunächst werden die bereits begonnenen Rückbaumaßnahmen fortgesetzt. Parallel dazu erfolgen die Planung und Umsetzung der medialen und verkehrlichen Neuerschließung. Der städtebauliche Rahmenplan soll in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt noch bis Ende des Jahres 2022 beschlossen werden.


    Drei weitere Ansichten, die als Visionen und Appetitanreger zu verstehen sein dürften und demnach wohl keine konkreten Planungen sind:


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    Oben ein "Platz am alten Verladekran", unten ein "Platz am Rohrleitungsturm":


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    Einfahrt von der Stroofstraße (Ansicht 2008), um einen Neubau ergänzt:


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    Bilder: © Bloomimages Berlin GmbH


    Nebenbei: Die Stadt sollte m. E. in Erwägung ziehen, wieder eine Mainbrücke an der Stelle des im März 1945 von deutschen Truppen gesprengten (FR dazu) Bauwerks zu errichten. Genügen würde sicherlich eine Fuß- und Radbrücke. Von der zwischen 1905 und 1907 gebauten Stahlfachwerkbrücke, die einst in Verlängerung der Schwanheimer Eifelstraße stand, blieb nur ein Brückenhäuschen am südlichen Ufer erhalten. Ein charmanter Gedanke, finde ich, wenn auf diese Weise das alte Schwanheim mit seiner Infrastruktur und das "Frankfurt Westside" miteinander verbunden würde. Ein Feierabend-Bembel im Seppche würde buchstäblich nahe liegen.

    Revitalisierungsprojekt "Das Mergenthaler" / Neubau "Campo Novo Business" Alfred-Herrhausen-Allee 2-4

    Gegenüber der Deutschen Börse hat Wöhr + Bauer mit dem Umbau des Bestands zum Bürohaus "Das Mergenthaler" begonnen. Teile der Fassade fehlen und Bagger stehen am Gebäude (was auf folgendem Foto allerdings kaum zu sehen ist).


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    ***


    Erst vor dem Start steht der Neubau des Aparthotels "Campo Novo Business" an der Alfred-Herrhausen-Allee 2-4. Dazu oben #195 ff. und #199 f. Außen am Bauzaun hängen Transparente der P+B Group. Im südöstlichen Bereich des Baugrundstücks hat Züblin schon Container gestapelt.


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    Bilder: Schmittchen

    Danke. Die in #1.431 erwähnte "Variante Spontangrün" also. Schon chic.


    Die in demselben Beitrag getippte Kostensteigerung hat sich freilich auch realisiert. Der "Mehrkostenvorlage" vom 3. Juni 2022 (PDF) zufolge sind es rund 1,7 Millionen Euro, so dass sich die Gesamtkosten auf knapp 4,5 Millionen Euro erhöhen. Tückische Trassen und wuchernde Wurzeln, da kann man nichts machen. Das Budget mal eben um rund 60 Prozent überschritten. Aber hat sich doch gelohnt, oder?

    Swiss Life Asset Managers hat ein rund 73.200 m² großes Areal von Metro Properties erworben. Geplant ist ein Stadtquartier mit 1.500 Wohnungen. Auszüge aus einer Pressemitteilung von heute:


    Swiss Life Asset Managers erwirbt 73.200 Quadratmeter großes Areal in Düsseldorf von Metro Properties zur Realisierung einer zukunftsweisenden Quartiersentwicklung

    Auf der Fläche wird Swiss Life Asset Managers ein diversifiziertes urbanes Quartier entwickeln, das Wohn- und Arbeitsraum mit Gastronomie, Einzelhandel und Naherholungsangeboten vereint. Unter Erfüllung höchster ESG-Standards soll mit 1500 Einheiten auch neuer Wohnraum für die Bevölkerung entstehen. Metro AG und Metro Deutschland Hauptverwaltungen verbleiben weiter am bisherigen Standort und entwickeln dort auch ihrerseits das eigene Areal weiter.

    Swiss Life Asset Managers hat in Düsseldorf-Flingern ein 73.200 Quadratmeter großes Gelände für eine Quartiersentwicklung von Metro Properties, der Immobiliengesellschaft der Metro AG, erworben. Am 30. Juni 2022 erfolgte die notarielle Beurkundung der Transaktion. Über den Kaufpreis haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Das von Swiss Life Asset Managers erworbene Areal ist aktuell Teil des Metro Campus, Swiss Life Asset Managers wird das Areal mit ihrer Quartiersentwicklung künftig unter einem neuen Namen gestalten. Die Metro bleibt mit den Hauptverwaltungen auf dem angrenzenden Areal und entwickelt dieses ihrerseits als Metro Campus weiter.

    Auf dem von Swiss Life Asset Managers erworbenen Gelände, auf dem sich aktuell ein Metro Großmarkt sowie ein Media Markt befinden, sollen ab 2027 in bester städtischer Lage ca. 1500 Wohnungen entstehen. Allerdings wird in dem neuen Quartier nicht nur dringend benötigter Wohnraum in Düsseldorf geschaffen, sondern durch ein innovatives und zukunftsfähiges Konzept mit 25% Gewerbe auch ein lebendiges neues Areal.

    „Dieser Nutzungsmix ist in unseren Augen entscheidend für den Erfolg des künftigen Quartiers. Es wird neben den Wohnungen sowohl Flächen für Gewerbe, für Restaurants und Geschäfte als auch Raum für altersgerechtes Wohnen und Pflege geben. Öffentliche Flächen, eine KITA und eine Grundschule sind ebenso fester Bestandteil der Planung. Das Konzept passt zu der jungen und dynamischen Stadt, in der besonders der Stadtteil Flingern für junge Menschen zuletzt immer weiter an Bedeutung gewonnen hat“, sagt Anett Barsch, Geschäftsleitungsmitglied bei Swiss Life Asset Managers in Deutschland, die für das Unternehmen den Bereich Projektentwicklung verantwortet.
    [...]
    In den kommenden Jahren bis 2026/27 wird Swiss Life Asset Managers in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Düsseldorf das Planungsrecht für das neue Quartier schaffen. Der Metro Großmarkt verbleibt bis zum geplanten Baubeginn in ca. fünf Jahren weiterhin auf dem Gelände, bevor er auf das Großhandelsareal an der Ulmenstraße umzieht. Auch der Media Markt wird bis zum Baubeginn auf der heutigen Fläche verbleiben.


    Angefügt ist eine Ansicht des Siegerentwurfs von ACME aus dem städtebaulichen Wettbewerb. Diese ist bereits in Beitrag #2 zu sehen.

    Wie auch immer er zur Einsicht gelangt ist – Feldmann wird seine Amtszeit Ende Januar 2023 beenden! Selbstredend konnte er in der erst ein paar Minuten alten Pressemitteilung nicht darauf verzichten, sich selbst für seine "Verdienste" über den grünen Klee zu loben:


    Klarheit für Frankfurt
    Persönliche Erklärung von Oberbürgermeister Peter Feldmann

    „Ich erkläre, dass ich im Januar beantrage, meine Amtszeit zum Monatsende zu beenden. Damit möchte ich der Stadt Frankfurt ein quälendes und teures Abwahlverfahren ersparen – und die Gelegenheit nutzen, meine Amtsgeschäfte nach nunmehr über zehn Jahren zu einem ordentlichen Abschluss zu bringen. Ich werde ein geordnetes Haus übergeben.

    Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen. Ich liebe meinen Job und möchte keinen einzigen Tag davon missen. Ich wollte das Amt nie um seiner selbst willen, sondern um zu gestalten. Um das Leben der Frankfurterinnen und Frankfurter besser zu machen – vor allem derjenigen, die nicht im Rampenlicht stehen.

    In meiner Amtszeit als Oberbürgermeister ist Frankfurt sozialer, ökologischer und moderner geworden. Der Mietenstopp bei der ABG und der Mietenstopp bei der Nassauischen Heimstätte sind Errungenschaften für die einfachen Menschen unserer Heimatstadt. Die Erhöhung der Quoten für bezahlbare Wohnungen und der Einsatz für den Bau bezahlbarer Wohnungen hängen damit untrennbar zusammen.

    Der Erfolgsgeschichte ,Kultur für Alle‘ wurde ein wichtiges Kapitel hinzugefügt: Kinder und Jugendliche kommen heute in alle Museen und den Zoo kostenlos oder, bei sehr hohem Familieneinkommen, gegen ein sehr geringes Entgelt. Das Kinder- und Jugendtheater ist vorangekommen. Die Schwimmbäder sind für Kinder und Jugendliche heute kostenfrei.

    Der Erfolg des Schüler:innentickets für unsere Kinder und Jugendlichen und des Seniorentickets für ältere Frankfurter:innen für einen Euro pro Tag entspricht den Forderungen der Menschen und muss zu einem 365-Euro-Ticket für alle weiterentwickelt werden.

    Ich stehe zur Öffnung des Mainufers für die Menschen und für Kultur und Sport am Main. Dass durch die Bürgerschaft etliche Projekte mit Verve vorangebracht werden konnten, etwa durch den Radentscheid, freut mich und ist Ausdruck einer engagierten und pluralen Öffentlichkeit.

    Die Lebensqualität der von Fluglärm betroffenen Menschen haben wir gegen große Widerstände zum Thema gemacht und mit der Gründung der Stabsstelle für Fluglärmschutz eine Institution geschaffen, die an der Seite der Menschen steht und die nicht mehr wegzudenken ist.

    Unser internationales Frankfurt steht heute glänzend da – und dafür, dass wir unsere Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als große Chance begreifen. Dafür steht auch die noch internationalere Ausrichtung der Messe Frankfurt und die stärkeren Bande, die wir mit unseren Partnerstädten geknüpft haben, seit 2016 auch nach Philadelphia, der amerikanischen Wiege der Demokratie.

    Die schrittweise Abschaffung aller kommunalen Bildungsgebühren insbesondere bei Kitas und Krippen, werde ich entschlossen und beharrlich bis zum letzten Amtstag vertreten. Die Öffnung des Römers und der Paulskirche für viele Menschen und der Blick auf die Stadtteile haben sich bewährt.

    Zu Beginn meiner zweiten Amtszeit 2018 habe ich die Sanierung der Paulskirche und das ,Haus der Demokratie‘ zum Thema gemacht – beides wird mit den Jubiläumsfeiern im kommenden Jahr einen Höhepunkt erreichen. Für mich bleibt die Stärkung der Demokratie und die Partizipation aller in unserer Stadt eine Herausforderung. Ich muss ehrlich zugeben: Es tut mir in der Seele weh, beim Jubiläum kommendes Jahr nicht mehr als Oberbürgermeister dabei sein zu können.

    Mich freut, dass auch die Kulturlandschaft in den vergangenen zehn Jahren gestärkt wurde – etwa mit dem Historischen Museum, der neuen Altstadt oder dem Romantikmuseum und dem Momem, die für internationales Aufsehen gesorgt haben.

    Ich appelliere mit dem heutigen Tag an alle Verantwortlichen der Stadt und die Frankfurterinnen und Frankfurter: Gehen wir wieder aufeinander zu, hören wir uns zu und verlassen wir die ausgetretenen Pfade der Schuldzuweisung und der personalisierten Vorwürfe. Stellen wir wieder das Ringen um den besten Weg für unsere Stadt in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung!

    Frankfurt ist dazu bereit.

    Es ist wichtig, dass die ausgestreckte Hand von beiden Seiten in freier Entscheidung ergriffen wird. Mir ist es wichtig mit Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, NGOs und allen engagierten Kräften der Stadt weiter dafür zu kämpfen, dass die Mittelschicht und sozial schwächere Menschen in der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht unter die Räder geraten. Wir werden die wirtschaftliche Stärke Frankfurts weiter ausbauen, und sie zugleich nutzen, um Menschen vor sozialer Not zu beschützen.

    Frankfurt ist zu einem Neustart bereit.“

    Die Häuserzeile Assenheimer Straße 1 und Alt-Rödelheim 14-20 am ehemaligen Marktplatz von Rödelheim verfällt sogar rapide, vergleicht man mit dem Zustand vor gut drei Jahren (oder gar mit 1988). Drei Fotos von gestern:


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    Wirkt als Ausdruck der Hilfslosigkeit – Transparent mit der Aufschrift "Keine Schutzzäune für Spekulationsobjekte".


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    Ein weiteres Transparent weist auf Payel Rahman Architekten hin. Das Sachsenhäuser Büro wurde wahrscheinlich mit dem Einreichen des Bauantrags beauftragt, was laut FR (Link im Vorbeitrag) inzwischen geschehen sein soll. Nähere Informationen zur Planung sind nicht auffindbar.


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    Bilder: Schmittchen

    Verbindung The Squaire – Terminal 1 neu gestaltet

    Der Übergang vom Fernbahnhof zum Terminal 1 wirkte immer ein wenig, nun ja, unentschlossen. Bedarf für Verbesserungen sah offenbar auch der Flughafenbetreiber Fraport. Die über die Autobahn 3 führende Verbindung wurde neu gestaltet. Dazu drei Bilder und die Pressemitteilung von heute:


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    03pdkwq.jpgBilder: Fraport AG


    Intermodaler Hub Flughafen Frankfurt: Neues Ambiente im Übergang zum Fernbahnhof

    Nach drei Monaten Bauzeit erstrahlt der Übergang vom Terminal 1 zum Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt im neuen Glanz. Passagiere und Gäste kommen durch den Verbindungsgang schnell und komfortabel vom Zug zum Flug und zurück. Das neue Lichtkonzept unterstützt intuitiv die Wegeführung und schafft einen Überblick über zusätzliche Vor-Ort Angebote. Digitale Werbe-Elemente veranschaulichen die ineinandergreifende Reisekette, die der Airport mit seinen Partnern bietet.

    Übrigens: Der Flughafen Frankfurt (FRA) ist Deutschlands am besten vernetztes Verkehrsdrehkreuz. Als intermodaler Hub ist FRA optimal an das Netz der Deutschen Bahn angebunden. Am Fern- und Regionalbahnhof halten täglich über 220 Fern- und etwa 250 Nahverkehrszüge. Im neu gestalteten Verbindungsgang geben Fluggäste ihr Gepäck bequem am Check-in-Schalter auf und laufen in nur wenigen Minuten zum Terminal. Regional- und Fernreisebusse fahren zentral an beiden Terminalgebäuden ab und das Frankfurter Kreuz bindet die Autobahnen 3 und 5 direkt an.

    Eine "internationale Großbank" hat die gesamte Bürofläche im "Taurus" von 10.100 Quadratmetern gemietet. Das ergibt sich aus einem soeben veröffentlichten Marktbericht des Immobilienberatungsunternehmens NAI apollo für das zweite Quartal 2022 (Link). Weil in demselben Bericht das Projekt "Central Parx" erwähnt wird – benötigt nicht die Oddo-BHF neue Räume?

    So ist es. Die Wettbewerbsbekanntmachung wurde am 19.04.2022 veröffentlicht, die Bewerbungsfrist endete am 25.05.2022 (PDF).


    Das Raumprogramm "umfasst ca. 14.300 m² NUF (1-7) mit Räumen für Lehre und Forschung, Ateliers, Studios, Werkstätten, Seminar- und Ausstellungsräume, Büros, Aula, Mensa, Bibliothek und Infrastruktur. Hinzu kommt ein Studierendenwohnheim mit 92 Wohneinheiten, das ca. 1.780 m² NUF (1-7) umfasst".


    Edit: Der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen zufolge ist Abgabetermin der 06.10.2022 und Preisgerichtssitzung am 24.01.2023.

    Mittlerweile ist eine Website zum Projekt online. Die Bürofläche je Etage wird dort mit 710 Quadratmeter beziffert. Mögliche Grundrisse sind ebenfalls zu sehen. Und natürlich gibt es Visualisierungen, in höherer Auflösung als am Bauzaun und auch mit anderen Perspektiven:


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    Bilder: RFR Management GmbH

    Der freigestellte Solitär an der Hafenpromenade namens "Rocky", Teil des auch in den Vorbeiträgen erwähnten Projekts "RockyWood", wird zur neuen Firmenzentrale des Frankfurter E-Bike-Herstellers Advanced. Das wurde heute anlässlich des ersten Spatenstichs bekannt. Im Juli 2023 sollen die Räume bezugsfertig sein. Weiteres ergibt sich aus einer Pressemitteilung.


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    Bild: E Bike Advanced Technologies GmbH


    Nachtrag: Weiterer Mieter auf 1.900 m² wird TMS Trademarketing Service (Quelle) Auch dieses Unternehmen hat seinen Sitz bisher in Frankfurt.

    Der Projektentwickler Quarterback Immobilien hat gut 1,5 Hektar Fläche gekauft. Die Leipziger wollen etwa 270 Wohnungen bauen. Die Pressemitteilung:


    Die Quarterback Immobilien AG schafft in der Karlsruher Nordstadt neuen Wohnraum. Dazu hat der deutschlandweit tätige Projektrealisierer zwei Baufelder auf dem sogenannten „Areal C“, dem nördlichen Teilgebiet der Rahmenplanung „Zukunft Nord“, erworben. Mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan wird Ende dieses Jahres gerechnet. Über den Kaufpreis und Verkäufer haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Die Projektplanung der Quarterback zielt auf beiden Baufeldern auf eine Gesamtnutzfläche von rund 15.500 Quadratmetern ab. Geplant ist ein Mix aus zusammen rund 270 frei finanzierten und geförderten Wohnungen. Um Familien eine wohnungsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen, realisiert das Unternehmen zusätzlich eine Kindertagesstätte. Die zwei Baufelder sind Bestandteil der Quartiersentwicklung „Areal C“. Die umliegenden Baufelder werden durch den Verkäufer für den eigenen Bestand entwickelt.

    „Karlsruhe hat einen exzellenten Ruf als innovativer Wirtschafts- und Forschungsstandort, leistungsstarke Technologiehochburg und Sitz bedeutender Institutionen wie dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof. Die Stadt erfreut sich deshalb großer Beliebtheit als Ort zum Leben und Arbeiten“, bemerkt Quarterback-Vorstand Henrik Thomsen. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem ersten Projekt in der badischen Metropole dazu beitragen können, weiteren attraktiven, aber auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Karlsruhe dringend benötigt. Die neue Kindertagesstätte ist ein wichtiger Mosaikstein insbesondere für junge Familien.“ Bei der Neugestaltung des ehemaligen Militärgeländes könne die QUARTERBACK seine umfangreiche Expertise bei der Revitalisierung innerstädtischer Quartiere optimal einbringen, betont Henrik Thomsen.

    Die Quarterback Immobilien AG wird auf einem ehemaligen Militärgelände Wohnungen realisieren. Nach Fertigstellung werden die künftigen Bewohner ein vielfältig begrüntes Areal mit großzügigen Tageslichtzonen und hoher Aufenthaltsqualität vorfinden. Für Fahrräder und Pkw stehen Stellplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Über die Erzbergerstraße mit der Nordstadtbahn ist das künftige Quartier sehr gut an das Hauptverkehrsnetz sowie an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Das Karlsruher Stadtzentrum ist nur rund vier Kilometer entfernt und lässt sich daher auch gut zu Fuß beziehungsweise per Fahrrad erreichen.

    Herausragend sind schon jetzt die vor Ort vorhandenen Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten: Das Gebiet grenzt im Westen an den ehemaligen Flugplatz, der inzwischen zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und sich zu einem beliebten Ort für Erholungssuchende und Sporttreibende entwickelt hat. Im Norden schließt sich die Merkur Akademie International, eine der führenden Privatschulen der Region, an, während das Gebiet im Süden mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die gegenwärtig rund 2.000 Studierende zählt, abschließt.

    Das „Areal C“ befindet sich im Gebiet „Zukunft Nord“, dem Gelände eines ehemaligen Versorgungszentrums der US-amerikanischen Streitkräfte zwischen der Erzbergerstraße und einem früheren US-Militärflugplatz. Mit der dazugehörigen Rahmenplanung will die Stadt Karlsruhe einen wesentlichen Impuls für die Entwicklung der umliegenden Gebiete und der Stadt insgesamt setzen. Dabei soll der nachhaltige Ansatz beispielgebend und zukunftsweisend für weitere städtische Quartiersentwicklungen sein. Im Zuge der Revitalisierung des Standortes werden insgesamt 900 Wohnungen neu gebaut. Die Kommune verfolgt hier vorrangig das Ziel, einen vielfältigen Mix aus erschwinglichem und exklusivem Wohnen, Studentenapartments, Business und Büro sowie Raum für Kunst, Kreativität und Lifestyle zu schaffen.


    LQ-Visualisierung:


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    Bild: Quarterback Immobilien AG

    Europäische Schule an den Ratsweg

    Die regierende Koalition in der Stadtverordnetenversammlung soll sich der FAZ zufolge dafür entschieden haben, der Europäischen Schule den Festplatz am Ratsweg anzubieten. Die seit 2002 im Stadtteil Niederursel ansässige, von den Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union getragene Bildungseinrichtung würde damit deutlich näher an den Hauptsitz der Europäischen Zentralbank rücken.


    Bleibt die Frage, was aus der Dippemess wird. Laut FAZ soll sie auf den Messeparkplatz am Rebstock umziehen. Das Areal soll neuer Festplatz werden.


    Nachtrag: Mittlerweile gibt es auch einen Kommentar von Rainer Schulze zum Thema, in voller Länge for free.