Beiträge von Schmittchen

    Neue Quartiere in Sulzbach

    Die ECE Projekt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft plant die Errichtung eines Wohn- und Gewerbequartiers nordöstlich des Main-Taunus-Zentrums. Entstehen soll Wohnraum für rund 1.000 Menschen.


    Dafür vorgesehen sind Grundstücke, die insgesamt 15,38 Hektar groß sind, darunter das Areal des ehemaligen Auto­ki­nos mit knapp 7 Hektar. Hier sind Gewer­be­flä­chen, büro­na­hes Wohnen und Werks­woh­nun­gen geplant (unten rot markiert). Nordwestlich des Dorint-Hotels ist auf 4,7 Hektar Gewerbe vorgesehen (gelb markiert). Schließlich ist ein Quartier "Am Rosenweg" projektiert (grün markiert). Hier sind 184 Wohn­ein­hei­ten und ein Kinder­garten geplant. Südlich davon soll ein Gewer­be­kom­plex mit Super­markt entstehen.


    Die Gemeinde Sulzbach hat diesen Plänen Ende der vergangenen Woche zugestimmt, schreibt die FAZ hier. Vor drei Jahren noch hatte die Gemeinde eine vom Planungsverband präsentierte Planung abgelehnt. Dazu diese Beiträge im Frankfurter Forum.


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    Bild: Google, Markierung: Schmittchen

    Heddernheim: Hochbunker wird Wohngebäude

    Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding wird den zwischen 1940 und 1942 gebauten Bunker an der Heddernheimer Brühlstraße (Fotos/Info) in ein Wohngebäude umnutzen. Hierfür sind Umbauten, der Rückbau des vorhandenen Daches, die Errichtung eines Staffelgeschosses sowie eines Anbaus vorgesehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die Stadt hat Zuschüsse von 1,19 Millionen Euro sowie ein kommunales Darlehen bewilligt.


    Bei dem Vorhaben entstehen 14 Sozialwohnungen im Rahmen des Förderweg 1, die unter drei Vollgeschossen des Bunkers, dem aufgestockten Dachgeschoss und einem zweivollgeschossigen Anbau im Hinterhaus aufgeteilt werden. Die Einstiegsmiete soll monatlich 5,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/bunker_bruehlstrasse_001.jpg   Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/bunker_bruehlstrasse_000.jpg

    Bilder: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)

    Ich nehme an, dass die Lisenen aus Holz sein sollen. Das gehört dann wohl zum Baustein zur "nachhaltigen und innovativen zukünftigen Gestaltung von Frankfurt", wie in der PM zu lesen ist. Ob in dieser Formulierung und in der Passage vom "aktuellen, zukunftsweisenden Wandel, den die hessische Wirtschaftsmetropole beim Thema Stadtentwicklung zurzeit durchläuft" ein gewisse Süffisanz zu finden ist?


    Die letzte Visualisierung von "2stay" (#305) und die des aktuellen Projekts basieren auf derselben Fotografie. Die stehenden Autos u. a. sind teilweise identisch. Anzunehmen, dass die beiden Entwürfe aus demselben Büro kommen. Der aktuelle wird KSP Engel zugeschrieben (ehemals KSP Jürgen Engel Architekten). Ein älterer 2stay-Entwurf, noch mit "Indigo Hotel" und "Staybridge Suites", war von MSM Meyer Schmitz-Morkramer (inzwischen Holger Meyer Architektur).

    Musikantenweg: Neubau Wohngebäude anstelle von Mercedes-Benz Messerschmidt (Nordend)

    Der Musikantenweg 78 war lange Zeit Sitz der Vertragswerkstatt Mercedes-Benz Messerschmidt GmbH. Bei Street View ist sie noch in Betrieb zu sehen. Jetzt werden die im Hof gelegenen Werkstattgebäude abgerissen. Das Straßengebäude bleibt erhalten, wird jedoch grundlegend umgebaut.


    Anschließend wird die bisherige Werkstatteinfahrt überbaut, mit einem Wohngebäude, womöglich mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss. Ein weiterer Bauteil entsteht im rückwärtigen Bereich. Der Abbruchgenehmigung zufolge ist der Frankfurter Projektentwickler Delom Wohnbau tätig, auch hier im Team mit Karl Dudler Architekten. Die Fertigstellung ist Anfang 2023 geplant.


    Luftbilder, südwestlich vom Baugrundstück ist der inzwischen fertig gestellte Neubau "M68" erkennbar, der am Nedergäßchen anstelle der früheren Apfelweinwirtschaft "Oma Rinks" entstanden ist. Auch dies war ein Projekt von Delom Wohnbau.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/musikantenweg_ 78_luftbild_02.jpgBild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/musikantenweg_ 78_luftbild_01.jpg

    Bilder: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)


    Drei Visualisierungen:


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    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/musikantenweg_ 78_visu_02.webpBild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/musikantenweg_ 78_visu_03.webp

    Bilder: Karl Dudler Architekten / Delom Wohnbau

    Zoom ins U.F.O.

    Der Konzert- und Musikclub "Zoom" in der Nähe der Zeil, Nachfolger des viele Jahre bestehenden "Sinkkasten", muss ausziehen. Das angestammte Haus in der Brönnerstraße wurde verkauft. Der neue Eigentümer hat andere Pläne, weswegen der bis zum 31. Dezember bestehende Mietvertrag nicht verlängert wird. Das stand am Samstag in der FAZ.


    Aber es geht an einem anderen Ort weiter. Das "Zoom" zieht in die Carl-Benz-Straße, in Ardi Goldmans "U.F.O. Eastside" (Foto). In dem bis 2005 nach einem Entwurf von Diez Joppien Architekten errichteten Gebäude befinden sich überwiegend Büros. Im Erdgeschoss war zunächst der überregional bekannte "Cocoon Club" von Sven Väth und das Sternerestaurant "Silk". Der zuletzt dort ansässige Club "Moon" dürfte die Corona-Krise nicht überstanden haben. Im Januar 2022 will das "Zoom" die neuen Räume eröffnen.

    Start Sanierung Deutsches Architekturmuseum / Ausweichquartier gefunden

    In kommenden Herbst startet nun die aufwendige, oben in den Beiträgen #52 und #55 vorgestellte Sanierung des Deutschen Architekturmuseums. Im Oktober schließt das Museum aus diesem Grund für zwei Jahre seine Türen.


    Bezüglich der Suche nach einem Ausweichquartier gibt es Fortschritte gegenüber den genannten Beiträgen aus dem Jahr 2019. Die gedruckte FAZ berichtete am vergangenen Samstag, dass das Museum für zwei Jahre auf das leer stehende Telekom-Areal am Danziger Platz ziehen wird. Die Neuentwicklung des Geländes, von 1953 bis 1960 Hauptsitz des Versandhauses Neckermann, soll bekanntlich erst 2025 beginnen. Zuvor ist noch ein Städtebaulicher Wettbewerb geplant.


    Interimsquartier soll das Hochhaus an der Henschelstraße werden. Mietverhandlungen mit dem Eigentümer Consus Real Estate seien weit gediehen, heißt es in dem Artikel. Veranstaltungen soll es auch in der vor einigen Monaten eröffneten Bar "Danzig am Platz" geben. Auch eine große Ausstellung im Hessenpark im Taunus mit dem Thema "Land und Architektur" ist geplant.


    Das zu sanierende Museumsgebäude ...


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    Bild (von 2019): Moritz Bernoully / Deutsches Architekturmuseum


    ... und das Hochhaus an der Henschelstraße:


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    Bild (von 2008): Dontworry mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia

    Geplantes Besucherzentrum an Terminal 1



    Das zuletzt in #881 erwähnte neue Fraport-Besucherzentrum eröffnet am 2. August. Was einen dort erwartet, steht in einer Pressemitteilung (Auszug):


    Der Flughafen Frankfurt ist eine Attraktion reicher: Am 2. August eröffnet das multimediale Besucherzentrum im Terminal 1, Halle C. Es macht die faszinierende Welt des Luftverkehrs am größten deutschen Airport für alle Besucherinnen und Besucher greifbar. Große und kleine Flughafenfans entdecken das Airport-Business mit allen Sinnen: Den weltweiten Luftverkehr spielerisch im Highlight der Ausstellung, The Globe, erleben? Da wird die Relevanz des Flughafens im Weltluftverkehr schnell sehr deutlich. Einmal als Marshaller einem Flugzeug die Parkposition zuweisen? Hier ist es möglich! Einmal wie ein Koffer durch die verschlungenen Bahnen der Gepäckförderanlage sausen? Einfach im „Motion Ride“ die Virtual Reality-Brille aufsetzen und die mitunter holprige Fahrt beginnen.

    Den Weg durch die 1.200 Quadratmeter große Ausstellung weisen helle Leuchtstreifen über den Köpfen der Gäste, die exakt die Flugbahnen nachzeichnen, auf denen die großen Jets starten und landen. Gleich zum Start lädt das 55 Quadratmeter große Airport City Modell (Maßstab 1:750) auf virtuelle Entdeckungstour ein. Die detaillierte Nachbildung des gesamten Flughafens mit seinen mehr als 400 Gebäuden lässt sich mit einem iPad in der Hand interaktiv erkunden. Über 80 digitale Points of Interest liefern zu verschiedenen Themengebieten interessante Informationen in Form von Texten, Videos oder 3D-Animationen. Smart Windows ergänzen das Vorfeld-Panorama mit Echtzeitdaten zu geparkten Flugzeugen mittels Augmented Reality und eine Reise in die Vergangenheit hält spannende Geschichten über Zeppeline und die Luftbrücke bereit.

    Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist „The Globe“. Diese riesige interaktive LED-Wand, bestehend aus 28 Monitoren, bildet sämtliche Flüge rund um den Globus mit Startort oder Flugziel FRA in Echtzeit ab.


    Auch der Besuch dieser Ausstellung wird nicht ohne Covid-Einschränkungen gehen. Informationen sowie Tickets gibt es hier. Bilder:


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    Oben "The Globe", unten das Airport-City-Modell:


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    Außerdem starten Anfang August die Flughafen-Rundfahrten aus der Corona-Pause. Die Besucherterrasse am Terminal 2 öffnet ebenfalls wieder.


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    Bilder: Fraport AG

    Das Projekt "2stay" wird nicht realisiert. Vielmehr wird der seit mehreren Jahren als Skelett dastehende, früher von der Hypovereinsbank genutzte Gebäudekomplex aus dem Jahr 1992 abgerissen (TD) . Anschließend wird auf dem Areal ein Bürohochhaus mit 30.000 m² Mietfläche errichtet. 2026 soll es fertig gestellt werden. Das Projektvolumen wird mit rund 500 Mio. Euro angegeben.


    Bauherr wird CV Real Estate. Der Münchner Projektentwickler hat das 5.600 m² große Grundstück für rund 185 Mio. Euro von der Adler Group erworben. Einer heutigen Pressemitteilung zufolge soll ein "zukunftsweisendes, innovatives Office-Projekt" realisiert werden, das "den Anforderungen und Ansprüchen von New Work gerecht wird".


    Die Kubatur des Neubaus unterscheidet sich einer ersten Visualisierung zufolge nicht wesentlich von der der 2stay-Planung (die mit 28.000 m² Mietfläche angegeben wurde). Und doch soll es nicht um ein modifiziertes Refurbishment, sondern um Abbruch und Neubau handeln. Das macht den Eindruck, als habe sich das Planungsdezernat einmal mehr so beweglich wie ein Gebirgsmassiv gezeigt.


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    Bild: CV Real Estate / KSP Engel


    Allerdings dürften die Möglichkeiten an der Ecke Mainzer Landstraße und Weserstraße infolge des quer unter dem Areal hindurch verlaufenden S-Bahn-Tunnels beschränkt sein. Die gepunkteten Linien unten zeigen den Verlauf:


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    © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

    Die Hanauer Landstraße 136 und damit auch der zur Lindleystraße gelegene Teil gehörte vor zehn Jahren Ardi Goldman (bzw. Benjamin Goldman Nachlass). Schon damals existierte eine Planung für den Neubau eines Geschäftshauses und Loftgebäudes, die epizentrum in diesem Beitrag vorstellte.


    Die Planer von damals, inzwischen heißt das Büro Geiseler Gergull Architekten, haben das Projekt noch auf ihrer Website. Mit Angaben zu Planungszeiträumen 2009-2011 und 2015 - sowie neuerdings auch der Angabe "Baubeginn 06.2021"! Entstehen soll ein "aufgeständertes Bürogebäude mit freiem EG als Parkebene, in einer monolithischen Sichtbetonbauweise (Leichtbeton)". Die gezeigten Visualisierungen entsprechen ebenfalls noch den Ansichten aus epizentrums Beitrag.

    Ach, eigentlich ist das gar nicht mal so schwer. Beispielsweise so: Zunächst, in der Aufbauphase der Behörde, Anmieten eines Bestandsgebäudes. Da wird sich etwas finden. Währenddessen Neubau eines maßgeschneiderten Behördensitzes in Gateway Gardens, selbst oder auch hier als Mieter. Auf gute Verkehrsanbindungen soll es ja ankommen und bessere als dort findet man nirgendwo in der Europäischen Union.

    Den Pressetermin wird es gegeben haben. Wie meist wurde in diesem Zusammenhang auch eine Pressemitteilung herausgegeben. Dazu gehören Visualisierungen, die, wie ich meine, hier noch nicht gezeigt wurden:


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    Bilder: Senckenbergturm / NAS / Cyrus Moser Architekten


    Ein Foto der Gastgeber des Termins gibt es auch. In der Mitte eine Erinnerung an leider vergangene Zeiten, als die bauliche Fortentwicklung dieser Stadt noch gefördert und nicht willentlich blockiert wurde.


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    v.l.n.r: Marco Lüder (Managing Director NAS), Dr. Carsten Esbach (COO BNP Paribas Deutschland), Petra Roth (Ex-OB Frankfurt), Steffen Ricken (CEO NAS Invest), Martin Fäßle (Managing Director BNPPRE)

    Bild: Senckenbergturm / NAS


    Zum Schluss eine vermutlich aktuelle Aufnahme der Baustelle:


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    Bild: Senckenbergturm / NAS

    Es handelt sich um das Projekt Moselstraße 43 von Corpus Sireo Real Estate anstelle eines abgebrochenen Parkhauses. Als kleine Ergänzung zu Beitrag #838 und den Abbildungen dort eine Teilansicht der Fassade des geplanten Wohngebäudes im Blockinneren in höherer Auflösung:


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    Bild: Grabowski Spork Architektur / Sicknifikant Architektur & Mediengrafik


    Zum (bereits erfolgten) Teilabbruch der Taunusstraße 52-60 gibt es an dieser Stelle ein paar interessante Fotos.




    Der Projektentwickler Groß & Partner meldet heute die Vollvermietung des 21 West. In das sechsgeschossige Bürogebäude hat sich neben dem Hauptmieter Natixis, der bereits drei Etagen und damit 3.250 Quadratmeter Mietfläche belegt, die Systrade GmbH mit ca. 280 Quadratmetern im Erdgeschoss eingemietet. Im ersten Obergeschoss findet sich auf 350 Quadratmetern die SGT Germany Private Equity. Beide Unternehmen ziehen voraussichtlich um den 1. Oktober 2021 ein. Auch Groß & Partner selbst bezieht mit den Projektmanagement-Teams mehrerer Projekte rund 530 Quadratmeter im restlichen ersten Obergeschoss. Zudem belegen die Groß & Partner Tochtergesellschaften GP Con und GP Log sowie die kürzlich neu gegründete GP Tec das komplette zweite Obergeschoss mit ca. 1.060 Quadratmetern.


    Das 21 West ist ein Teilprojekt des gegenüber dem Frankfurter Naturkundemuseum entstehenden Senckenberg Quartier Frankfurt. Neben den Büroflächen bietet es das Restaurant Leib & Seele sowie eine Terrasse mit Blick auf die Frankfurter Skyline im obersten Geschoss. Zudem ist eine Kindertagesstätte geplant – der Bauantrag wurde im Juli 2021 eingereicht.


    Die Fertigstellung des gesamten Quartiers ist für Ende 2021 geplant.

    Neubau "Wohnen am Ostpark" an der Ecke Saalburgallee und Am Buchwald

    Die auf der Bautafel klein und wenig detailliert ausgefallene Visualisierung konnte ich in hoher Auflösung finden:


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    Es dürfte der finale Entwurf sein. Außerdem ein Blick auf die Hofseite:


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    Bilder: Vonovia / Landes & Partner / AJK Architekten

    Zwischennutzung am Opernplatz: "Gibson Beach-Club OP 2"

    Diesen Sommer über wird es auf der Fläche des abgerissenen Bürohauses Opernplatz 2 einen Beachclub geben. Aufgeschüttet werden 500 Tonnen feiner Beachvolleyball-Sand, Palmen und aus Griechenland importierte Lounge-Möbel werden folgen. 3.500 Quadratmeter wird der Club groß. Im August ist die Eröffnung geplant. Betreiber wird das Gibson, entsprechend wird der Name "Gibson Beach-Club OP 2" lauten. Ausführliche Informationen gibt es hier.


    Vielleicht wird es nicht bei einem Sommer bleiben, denn der Grundstückseigentümer Signa hat gestattet, das Areal bis zur Bebauung als Beachclub zu nutzen.


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    Bild: Adama

    Hier kommen Ansichten von allen drei Preisträgern. Also auch vom zweitplatzierten Beitrag von Hascher Jehle Assoziierte, der hier bisher nicht bekannt war. Vom erstplatzierten Entwurf habe ich in Beitrag #87 die Visualisierung der Gesamtansicht der Ostseite gegen eine in höherer Auflösung ausgetauscht.


    Erwartungsgemäß ist beim 1. Rang die geplante Aufstockung auch von Westen sehr deutlich zu sehen. Die Frontseite zum Alfred-Brehm-Platz:


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    Bild: Ortner & Ortner Baukunst


    Beim 2. Rang dürfte die Ostseite dem bauzeitlichen Zustand am nächsten kommen (und vermutlich auch die Südseite):


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    Bild: Hascher Jehle Assoziierte


    Die bereits bereits bekannte Ostseite des 3. Rangs von karlundp Gesellschaft von Architekten nochmals direkt:


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    Westseite des karlundp-Entwurfs:


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    Bilder: karlundp Gesellschaft von Architekten

    Der Projektentwickler ist der Abbruchgenehmigung zufolge Lang & Cie. Aus der Website des Unternehmens ergibt sich nichts zur Lurgiallee, aus der der ausgewiesenen Entwurfsverfasserin Itus GmbH aus Darmstadt auch nicht. Schrägluftbild des früheren Rechenzentrums von T-Systems:


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    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)

    Campus für berufliche Bildung an der Gaugrafenstraße geplant

    Die Stadt plant, ein bisher von einem Industriebetrieb genutztes Grundstück an der Gaugrafenstraße zu kaufen, um dort gemeinsam mit der Handwerkskammer einen ausgedehnten Campus für berufliche Bildung zu errichten. Auch wenn es in der unten eingefügten Pressemitteilung nicht erwähnt wird, kann es sich dabei wohl nur um das derzeit von der Flint Group genutzte Areal östlich der Gaugrafenstraße handeln. Ein weiteres, kleineres Areal westlich der Gaugrafenstraße will der Druckfarbenhersteller bekanntlich behalten und weiter nutzen.


    Stadt und Handwerkskammer entwickeln gemeinsamen Bildungscampus

    Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Bildungscampus wollen die Stadt Frankfurt am Main und die Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main die berufliche Bildung stärken. Dazu beabsichtigen die beiden Partner, ein bisher gewerblich genutztes Grundstück an der Gaugrafenstraße in Rödelheim zu erwerben. Für den Ankauf des Flächenanteils der Stadt hat der Magistrat der Vorlage von Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider am Freitag, 9. Juli, zugestimmt.

    Ziel ist es, auf dem insgesamt rund 38.000 Quadratmeter großen Areal einen Neubau für die berufliche städtische Philipp-Holzmann-Schule, das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer mit Internat, eine Kantine und eine Sporthalle zu errichten und damit einen integrierten Lernort zu schaffen. Die Stadtverordnetenversammlung muss dem Ankauf noch zustimmen.

    „Wir erhalten nicht nur ein hervorragend gelegenes Grundstück für den Schulbau, sondern können auch in Kooperation mit der Handwerkskammer einen erheblichen Mehrwert für die berufliche Bildung schaffen“, sagte Schneider. „Durch die Ansiedlung der Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen vielfältige Synergien, von der beide Seiten profitieren.“ So müssten beispielsweise Werkstätten für die Ausbildung der unterschiedlichen Gewerke nur einmal vorgehalten werden. „Ich freue mich sehr, dass wir durch die gute Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer eine ausgezeichnete Lösung gefunden haben.“

    „Es um geht hier um mehr als den Neubau eines Berufsbildungszentrums und einer Berufsschule“, sagte Susanne Haus, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main, die neben dem Bildungsstandort in Frankfurt auch zwei Bildungszentren in Bensheim und Weiterstadt betreibt. „Themen wie die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Schnittstellen der Berufe verändern die Anforderungen an Kompetenzvermittlung und pädagogische Konzepte. Der Campus ist ein Leuchtturmprojekt für Frankfurt und die Region, da wir den Grundstein legen für die berufliche Bildung der Zukunft.“

    Dem Ankauf vorangegangen war eine Markterkundung durch das Amt für Bau und Immobilien. Dabei hat sich herausgestellt, dass das Grundstück in Rödelheim am besten geeignet für das geplante Projekt ist. „Angesichts der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt müssen wir jede Gelegenheit nutzen, passende Flächen zu erwerben“, betonte Schneider. „Der geplante Bildungscampus ist auch städtebaulich eine große Chance für die Entwicklung in Rödelheim.“

    Die Philipp-Holzmann-Schule, eine berufliche Schule mit einem Schwerpunkt in den Bau- und Ausbauhandwerken, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, im Gartenbau sowie für Bauzeichner und Gebäudereiniger, befindet sich derzeit in der Siolistraße nördlich des Universitäts-Campus Westend. Insgesamt werden dort rund 2000 Schülerinnen und Schüler in Voll- und Teilzeit unterrichtet. Das Schulareal stellt die Stadt Frankfurt im Rahmen eines Grundstückstausches dem Land Hessen zur Verfügung, das dort mittelfristig einen Neubau eines Lern- und Bibliothekszentrums errichten will. Die Flächen sind für die Entwicklung der Goethe-Universität unabdingbar und im Bebauungsplan entsprechend abgesichert. Deshalb ist ein Ersatzstandort für die Philipp-Holzmann-Schule erforderlich. Dafür ist auf dem Grundstück in Rödelheim eine Fläche von rund 26 000 Quadratmeter vorgesehen.

    Das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main befindet sich derzeit in der Schönstraße im Gutleutviertel. Der Neubau ist auf einem rund 12.000 Quadratmeter großen Grundstück in Rödelheim geplant. Die städtische Fläche in der Schönstraße steht dann künftig wieder als Schulstandort zur Verfügung.

    Der bisherige Nutzer des Gewerbegrundstücks, ein Industriebetrieb, kann das Areal noch weitere zwei Jahre nutzen. Während dieser Zeit sollen die Planungen vorangetrieben werden, damit die Arbeiten unmittelbar nach dem Ende der heutigen Nutzung im Jahr 2023 beginnen können.


    Die Meldung stellt ein großes Projekt in Aussicht. Luftbild des Areals, das die Flint Group aufgeben wird:


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    Bild: Knight Frank

    Den fehlenden Respekt vor dem historischen Bauwerk und die auch in meinen Augen völlig missratene Fassadengestaltung mal außen vor gelassen, offenbart sich hier doch dasselbe Grundübel wie beim Umbau für die Senckenberg-Gesellschaft. Viel zu viel Nutzfläche soll in einen nicht geeigneten Bestandsbau gequetscht werden. Auch dafür wird offenbar eine Aufstockung in Form eines unförmigen und überdimensionierten Glasaufbaus erforderlich. Auf diesem Foto, entstanden wohl im Zusammenhang mit der Preisgerichtssitzung, kann man das halbwegs erkennen.


    Der Sommerbau am Kaiserlei zeigt doch sehr schön, dass an Kulturbauten auch mit unkonventionellen Ansätzen plus einer gewissen Leichtigkeit herangegangen werden kann und der Nutzwert dennoch nicht zu kurz kommen muss. Und war nicht allerorten zu lesen, dass neue Nutzungen und damit Impulse für bald verwaiste Haupteinkaufszonen her müssen?


    Sicher, ein Kinder- und Jugendtheater sollte nicht dauerhaft in einen Gerüstbau ziehen müssen. Aber es werden sich bestimmt Lösungen finden lassen, ohne den offenbar vorhandenen Raumbedarf in einen der wenigen in Frankfurt erhalten gebliebenen Prachtbauten des 19. Jahrhunderts pressen zu müssen. Und ohne den ohnehin kriegsgeschädigten historischen Bestand weiter zu zerstören und ansonsten zu entstellen.