Beiträge von Schmittchen

    Öffentliche Verbindung Gateway Gardens mit Terminal 2 und Terminal 3

    Schon ist sie fertig und freigegeben, die Ellis-Road-Unterführung, um die es zuletzt in #749 ging. Schließlich baute Fraport und nicht die Stadt. Damit ist nicht nur eine Verbindung zu Terminal 2 geschaffen, auch Terminal 3 und die CargoCity Süd sind von Gateway Gardens nun über eine öffentliche, parallel zur Autobahn A5 verlaufende Verbindungsstraße zu erreichen. Die Pressemitteilung des Flughafenbetreibers und im Anschluss einige Fotos:


    Alle Wege führen nach Süden: Öffentliche Straße „Am Luftbrückendenkmal“ verbindet Gateway Gardens mit dem Terminal 3 am Flughafen Frankfurt
    - Zehn Kilometer langes Straßennetz / Unterführung verbindet Stadtbezirk Gateway Gardens mit Airport
    - Neue Wegeführung der Betriebsstraße „Ellis Road“
     
    „Am Luftbrückendenkmal“ heißt die neue Straße, die den nördlichen Teil des Flughafens Frankfurt mit dem Terminal 3 und der CargoCity Süd verbindet und parallel zur Autobahn A5 verläuft. Beschäftigte, Gäste und Reisende können ab sofort die öffentliche Verbindungsstraße nutzen, die eine Entlastung für die Infrastruktur und die Anrainer bedeutet.

    „Durch das neu geschaffene zehn Kilometer lange Straßennetz des Terminals 3 ist nicht nur die Anbindung zur A5 sichergestellt, sondern auch die Verbindung zum nördlichen Flughafenareal und nach Gateway Gardens“, sagt Harald Rohr, Geschäftsführer der Fraport Ausbau Süd GmbH. „Die besondere Herausforderung war gleichzeitig den Ausbau des 5,6 Kilometer langen Fahrwegs der neuen Sky Line-Bahn in Hochlage mit den darunter liegenden Brücken- und Tunnelbaumaßnahmen der Grundstückgesellschaft Gateway Garden Grundstücksgesellschaft (G³) zu realisieren.“

    Ein Kreisverkehr im Norden bindet die 3,1 Kilometer lange Straße an den Hugo-Eckener-Ring in Richtung Terminal 2 und den Stadtbezirk Gateway Gardens an. Eine Ausfahrt im Kreisverkehr führt Autofahrerinnen und Autofahrer mit Ziel Business-Quartier Gateway Gardens durch die 70 Meter lange, öffentliche Unterführung unterhalb der Autobahn A3, die von der G³ saniert wurde. „Wir haben in der Unterführung die Fahrbahn und Beleuchtung erneuert“, erklärt Frank Wendel von der G³, „denn auch von Radfahrern und Fußgängern wird die Verbindung bereits sehnsüchtig erwartet.“

    Innerhalb des Airport-Betriebsbereichs liegt weiterhin die Ellis Road, die am Luftbrückendenkmal und Tor 33 vorbei zum Pier G führt. Mit Abschluss der Arbeiten gibt es somit zwei Straßen, die parallel am Luftbrückendenkmal verlaufen. Eine Route befindet sich dabei im Betriebsbereich und eine ist für den öffentlichen Verkehr befahrbar. Nach rund fünf Jahren Bauzeit geht ein weiterer Meilenstein in der Anbindung des Terminals 3 an die vorhandene Infrastruktur in Betrieb und sorgt für eine entspannte Anreise an Deutschlands Tor zur Welt und den Stadtbezirk Gateway Gardens


    gateway_gardens_tunnel_zu_terminal2_p1.jpg


    gateway_gardens_tunnel_zu_terminal2_p2.jpg


    Drei Straßen und eine Bahntrasse - von links nach rechts: Straße Vorfeld, Betriebsstraße, PTS-Strecke und öffentliche Straße "Am Luftbrückendenkmal".


    gateway_gardens_tunnel_zu_terminal2_p3.jpg
    Bilder: Fraport AG

    Habt ihr es bemerkt in der Grafik oben? Eine weitere Änderung ist der Standort des Hochhauses mit 175 Meter Höhe. Ältere Pläne und Visualisierungen (etwa diese) sehen einen Standort nördlich des geplanten Schauspielhauses vor. Das ist nun nicht mehr so, vielmehr wurde das Hochhaus nach Süden verschoben, gleich neben das Japan-Center. Zwischen neuem Schauspiel und Hochhaus und soll ein kleiner Platz entstehen, über den auch eine Fußgängerverbindung zwischen Wallanlage und Neue Mainzer Straße führen soll. Neben städtebaulichen Vorteilen soll durch die Änderung auch die Zustimmung der Grundstücksnachbarn leichter zu erhalten sein. Doch endgültig wurde über den Standort noch entschieden, schreibt die FAZ in einem aktuellen Artikel.

    Aus dem Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Stadt Frankfurt sowie der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und der Frankfurter Sparkasse wurde ein ganzes Jahr später eine Rahmenvereinbarung. Gut möglich, dass ein nicht Kritik sparender FAZ-Artikel von Ende Juni (Paywall) insofern nachgeholfen hat. Ziemlich sicher aber eine im MoU enthaltene Geltungsfrist bis zum 31. Juli 2024.


    Abweichend zum MoU hat sich die Stadt verpflichtet, für das Erbbaurecht eine Einmalzahlung in einer enormen Höhe von 210 Millionen Euro zu leisten. Zudem darf das Hochhaus Neue Mainzer Straße 53–55, für das die Stadt Baurecht schaffen muss, jetzt bis zu 175 m hoch werden. Diese Maximalhöhe ist bereits im Hochhausentwicklungsplan 2024 festgeschrieben. Im MoU von 2023 waren es noch 160 m (im derzeit geltenden Bebauungsplan 130 m).


    Die heutige Pressemitteilung der Stadt:


    Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Kulturmeile
    Städtische Bühnen: Oberbürgermeister Josef und Kulturdezernentin Hartwig stellen Rahmenvereinbarung mit der Helaba und der Frankfurter Sparkasse vor

    ffm. „Der geplante Neubau des Frankfurter Schauspiels in der Neuen Mainzer Straße und damit die Entwicklung einer neuen Kulturmeile ist einen wichtigen Schritt vorangekommen“, berichten Oberbürgermeister Mike Josef und Kulturdezernentin Ina Hartwig am Mittwoch, 10. Juli. Mit einer Rahmenvereinbarung zwischen der Stadt Frankfurt sowie der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und der Frankfurter Sparkasse konnten die komplexen Details für das Grundstück in der Neuen Mainzer Straße weiter ausgehandelt werden. Basis der Verhandlungen ist das im Sommer 2023 unterzeichnete „Memorandum of Understanding“ zur Kulturmeile mit einer Laufzeit bis zum 31. Juli 2024.

    Die Pläne für die Kulturmeile sehen vor, dass das Schauspiel an der Neuen Mainzer Straße auf einem rund 5500 Quadratmeter großen Grundstück von der Stadt Frankfurt gebaut wird. Zusätzlich soll neben dem Schauspiel Baurecht für ein neues Hochhaus von bis zu 175 Metern Höhe geschaffen werden. Über die entsprechenden Änderungen des geltenden Bebauungsplans entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. Beide Gebäude sind nicht voneinander abhängig, weder beim Bau noch im Betrieb; das Grundstück des bisherigen Sparkassenareals wird geteilt. Im weiteren Planungsprozess soll noch eine optimale Positionierung der Gebäude gefunden werden. Hierzu wird in der Rahmenvereinbarung das Ziel formuliert, dass sich beide Projekte zueinander hin orientieren sollen, um einen möglichst belebten Platz zu schaffen. Zwischen der Spielstätte und dem Hochhaus soll eine neue gemeinsame Mitte entstehen, die auch die Neue Mainzer Straße und die Wallanlage verbindet. Im Umfeld der Neubauten entstehen neue Grün- und Freiflächen. Ein Eingriff in die Wallanlagen erfolgt nicht.

    Die nach intensiven Verhandlungen ausgearbeitete Rahmenvereinbarung umfasst den Entwurf eines Erbbaurechtsvertrags mit einer Laufzeit von 199 Jahren, um eine langfristige Perspektive für das Schauspielhaus auf dem Grundstück in der Neuen Mainzer Straße zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde ein neues Zahlungsmodell entwickelt: Vergütet werden soll das Erbbaurecht mit einer Einmalzahlung in Höhe von 210 Millionen Euro. Das „Memorandum of Understanding“ hatte dagegen noch einen einmaligen Betrag in Höhe von 35 Millionen Euro sowie jährliche Zahlungen in Höhe von 1,99 Millionen Euro bei einer Laufzeit von ebenfalls 199 Jahren vorgesehen. Die Vereinbarung soll, wie bei Projekten dieser Größenordnung üblich, der EU-Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden. Hierauf haben sich Stadt sowie die Sparkasse und die Helaba verständigt.

    „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Ich halte diese Rahmenvereinbarung für eine großartige Gelegenheit, unsere Innenstadt weiter zu entwickeln und ein neues kulturelles Highlight zu setzen. Es ist eine einmalige Chance, die wir nutzen sollten. Die entstehende Kulturmeile definiert einen Stadtraum, der die Innenstadt und weit darüber hinaus für Generationen bereichert. Ich danke allen Beteiligten für die vertrauensvollen Gespräche“, sagt Oberbürgermeister Josef.

    Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Hartwig führt weiter aus: „Wir haben unseren Auftrag erfüllt, und alles getan, damit die Stadtverordneten die Möglichkeit haben, eine endgültige Standortentscheidung für das Schauspiel zu treffen. Hierzu werden wir zeitnah eine Vorlage einbringen. Die Zahlen dafür liegen jetzt auf dem Tisch.“

    Thomas Groß, CEO der Helaba, sagt zu der Rahmenvereinbarung: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt den Kulturstandort Frankfurt deutlich und langfristig voranbringen zu können und mit der Stadt eine für uns finanziell zufriedenstellende Lösung vereinbart zu haben.“

    Die Frankfurter Sparkasse hatte kürzlich den Umzug ihrer Zentrale an die Hauptwache angekündigt und damit den Weg für die Umsetzung der Kulturmeile freigemacht. „Nachdem wir uns die Hauptwache 1 als attraktiven, zukunftsträchtigen Standort im Herzen der Stadt sichern konnten, ermöglicht die Rahmenvereinbarung, perspektivisch auch die Fläche in der Neuen Mainzer Straße optimal zu entwickeln", sagt der Vorsitzende des Vorstands der Frankfurter Sparkasse, Dr. Ingo Wiedemeier.

    Die zusammen mit Helaba und Sparkasse erarbeitete Rahmenvereinbarung integriert weitere dazugehörige Vertragswerke, wie unter anderem den Entwurf des Erbbaurechtsvertrags. Sie wird im nächsten Schritt den Stadtverordneten zur Abstimmung vorgelegt. Nach der Zustimmung der Stadtverordneten sowie der Gremien von Helaba und Frankfurter Sparkasse kann sowohl die Vereinbarung unterzeichnet, als auch der Architekturwettbewerb für das Schauspiel auf den Weg gebracht werden. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren.

    Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit der Fortführung von Verhandlungen über einen Erbbaurechtsvertrag für das Schauspiel mit der Eigentümerin des Sparkassenareals an der Neuen Mainzer Straße beauftragt. Der Neubau für die Oper Frankfurt ist am Willy-Brandt-Platz auf eigenem Grund und Boden vorgesehen. So sehen die Pläne vor, dass sich entlang der Wallanlagen eine Vielzahl kultureller Einrichtungen wie auf einer Perlenkette aneinanderreihen, beginnend beim Jüdischen Museum Frankfurt, über die Oper Frankfurt, der Komödie, dem English Theatre, MMK Tower, der Dependance des Weltkulturen Museums, sowie abschließend der Alten Oper Frankfurt. Das neue Schauspiel befände sich etwa in der Mitte. „Diese hochwertige Kulturnutzung belebt gerade an dieser Stelle das Stadtzentrum und wertet das durch Büros geprägte Bankenviertel hin zu einer zukunftsgerechten, lebendigen und attraktiven Innenstadt mit mehr Grün auf“, sagen Oberbürgermeister Josef und Kulturdezernentin Hartwig abschließend.


    Lageplan.jpg

    Die geplante Kulturmeile aus Vogelperspektive, Copyright: Stadt Frankfurt am Main

    Sanierung Bolongaropalast

    In Beitrag #235 von März 2023 wurde anderes vermutet, tatsächlich ist ein Ende der Sanierungsarbeiten weiterhin nicht abzusehen. Begonnen hatte die Sanierung bereits im Februar 2017. Zunächst war die Fertigstellung im Jahr 2020 geplant, doch in der Bauphase gab es zahlreiche Schwierigkeiten. Etwa mit dem Aufstellen eines Baukrans auf nicht tragfähigen Untergrund, beim Einbau von Personenaufzügen und nicht zuletzt mit der Statik des zwischen 1772 bis 1774 errichteten Gebäudes.


    Mit einer Fertigstellung ist auch in diesem Jahr kaum zu rechnen, schreibt die FAZ heute. Dafür werden die Baukosten, die zunächst knapp 37 Millionen Euro betragen sollten, auch den mittlerweile gesetzten Rahmen von 50 Millionen überschreiten. Die Steuerung der Bauarbeiten fällt direkt in die Zuständigkeit des Oberbürgermeisters, heißt es in dem Artikel, als Bauherr gilt demnach Mike Josef (SPD).


    Dem Kultur- und Museumsverein Bolongaro ist nun der Kragen geplatzt. In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Mike Josef äußert der Verein heftige Kritik. Auf konkrete Fragen zum Stand der Planung und deren Umsetzung habe es keine substanziellen Antworten gegeben. Es bleibe bei vagen Versprechungen und Ankündigungen, Weiterhin fehle immer noch ein Nutzungskonzept für den Kulturbetrieb im Palast. Die Finanzierung des Projekts sei unzureichend, dem Projekt drohe zum wiederholten Male das Geld auszugehen. Auch Mittel für die Restaurierung der historischen Gartenanlage seien keineswegs gesichert.


    Blick von der Parkseite auf den Bolongaropalast, Foto von 2010:

    2560px-Bolongaropalast_Bolongarogarten_Pano.jpg

    Bild: Eva K. (mit GNU-Lizenz für freie Dokumentation 1.2 @Wikimedia)


    Nachtrag: Der FAZ-Artikel ist nun online (ohne Paywall).

    Borsigallee 9: Neubau GBI-Apartmenthaus ("Dorothea-Schlegel-Haus")

    An der Ecke Borsigallee und Gwinnerstraße ist das Apartmenthaus der Marke "Smartments connect" seit einigen Monaten in Betrieb. Vorbebauung und Vorhaben wurden hier gezeigt, eine geänderte Planung und Fotos vom Baubeginn in #1.523 bis #1.525. Entstanden sind 128 Serviced Apartments.


    6198_borsigallee_9_gbi-apartmenthaus.jpg

    6199_borsigallee_9_gbi-apartmenthaus.jpg

    Bilder: Schmittchen

    Bei der Planung des Kreisler wurde - sicher mit Bedacht - entschieden, die Kolonnade Baseler Straße 50 bis 56 nicht weiterzuführen. Warum sollte dort ein Eingang vorgesehen sein? Allenfalls ein Notausgang, wenn überhaupt.

    Die Bäume auf den Außenaufnahmen lassen April annehmen. Längst nicht alles, was unklar bleibt. Selbst für den HR ein schlechter Beitrag. Johanna M., falscher Name und verpixelt. My ass. Und Vertragsauflösung ist eben kein Rücktritt. Wäre es nicht besser, solche "Quellen" unbeachtet zu lassen?


    Den Nebeneingang rechts vom Haupteingang gab es bisher nicht, Mainolo. Wahrscheinlich wurde zur Erschließung der Wohnungen ein weiterer Eingang benötigt. Also wurde rechts ein neuer Nebeneingang gebaut, symmetrisch angeordnet und komplett nach Vorbild des linken, einschließlich Steinmetzarbeiten in Sandstein und Treppenstufen aus Basaltlava. Vielleicht versöhnt das ein wenig.


    6193_grand_ouest.jpg

    Der hohe Bretterzaun, der lange die Sicht sehr einschränkte, wurde abgebaut. Das Vorbild links vom Haupteingang:


    6194_grand_ouest.jpg


    Weiter oben am Hauptportal sind auch neue Sandsteinarbeiten zu sehen. Die Adler, um die weiter oben im Strang gebangt wurde, sind noch/wieder da.


    6195_grand_ouest.jpg


    Die Nordseite:


    6196_grand_ouest.jpg


    Die einst verschlossene und verfüllte Tiefgaragenzufahrt dürfte bald wieder nutzbar sein. Nebenan scheint es mit dem Projekt "Westend Gardens" eher mit angezogener Handbremse voranzugehen. Das bauzeitliche Staffelgeschoss etwa, dass jedenfalls abgebrochen werden muss, ist noch vorhanden.


    6197_grand_ouest.jpg
    Bilder: Schmittchen

    Weiterhin kommt Turm 1 gut voran. Vordach und Lobby-Verglasung nehmen Gestalt an. Schaut man genau hin, kann man die teils fertige Hallendecke sehen.


    6183_four.jpg


    Interessantes gibt es an der Neuen Schlesingergasse zu sehen: Eine Wandverkleidung der Eingangshalle vermutlich.


    6184_four.jpg


    Am Eingangsbereich Neue Schlesingergasse wurde gestern intensiv an Dämmung und Fassade gearbeitet. Ballett der Arbeitsplattformen:


    6185_four.jpg


    Neue Schlesingergasse, Blick in Richtung Große Gallusstraße:


    6186_four.jpg


    Das Bauwerk über der Tiefgarageneinfahrt inzwischen mit deutlich fortgeschrittener Fassade.


    6187_four.jpg


    Der Eingang des Kimpton-Hotels an der Junghofstraße scheint eher unglamourös auszufallen. Möglich, dass Rezeption und Lobby weiter oben entstehen, nicht auf Straßenniveau. So ist es beispielsweise beim Ruby Louise Hotel an der Neuen Rothofstraße gelöst.


    6188_four.jpg


    Das Ensemble über den Roßmarkt hinweg gesehen:


    6189_four.jpg
    Bilder: Schmittchen

    Hochhausprojekt Namu

    Der Projektentwickler des Namu, das Frankfurter Unternehmen Walker & Walker, ist von der zunächst vorgesehenen Holzhybridbauweise abgerückt. Stattdessen ist nun die Verwendung von "Level4-Beton" geplant, der einen gleichermaßen ressourcenschonenden Bau ermöglichen soll. Das stand gestern in der FAZ. Des weiteren ist ein besonderes Energie- und Fassadenkonzept vorgesehen, das den Energiebedarf gegenüber konventioneller Bauweise halbieren und das Hochhaus klimaneutral machen soll. Geplant ist Photovoltaik an der Fassade und eine Windkraftanlage auf dem Dach.


    Ein Bauunternehmen für das Hochhaus mit 32 Geschossen ist mit der Lupp-Gruppe bereits gefunden. Bei der Planung durch das Büro Eike Becker bleibt es.


    Das Erdgeschoss des Hochhauses soll öffentlich werden. Vorgesehen ist Einzelhandel sowie ein Kindergarten. Auch an Ausstellungsmöglichkeiten für die Hochschule für Gestaltung ist gedacht, denn bekanntlich wird die HfG in der Nähe einen Neubau erhalten.

    Dieser Standort ist bereits im Hochhausentwicklungsplan 1999 enthalten. Baurecht gibt es seit 2008 infolge des Bebauungsplans B826. Nach dessen Begründung soll zusammen mit dem IBC an der Nordseite der Theodor-Heuss-Allee ein Stadttor entstehen. Zulässige Höhe ist 110 Meter.


    Das Grundstück gehört wohl der Messe. Bei Planung der Messehalle 8 wurde diese Ecke offensichtlich ausgespart. Realisierung ist derzeit nicht in Sicht.


    messe-visavis-ibc.jpg

    Bild: Adama (Ausschnitt hieraus)


    Mir ist auch etwas aufgefallen: Nach der Darstellung im Modell kommt ein Erhalt des Constantin-Hauses, Stiftstraße 30, in Betracht. Das dürfte neu sein, bisher war im Falle der Errichtung des Hochhauses "Edge" meines Wissens der Abbruch vorgesehen. Nun ist das "Edge" gewissermaßen darüber dargestellt, mit dem Bestand aus dem Jahr 1951/52 (oder nur dessen Fassade und Kubatur) als Sockelbau. Fände ich gut. Möglicherweise hat sich der Denkmalschutz eingeschaltet, in öffentlichen Verzeichnissen des Landesamts für Denkmalpflege ist das Constantin-Haus (SV) allerdings bislang nicht enthalten.


    edge-stiftstrasse.jpg

    Bild: Adama (Ausschnitt hieraus)

    Projekt "Taurus am Börsenplatz", Biebergasse 6-10 / Börsenplatz 7-11

    Auch am Börsenplatz hat die Fassade inzwischen Bodenkontakt.


    6180_taurus_boersenplatz.jpg


    Gut geworden, so mein Eindruck von heute, nicht zuletzt auch was das Zusammenwirken mit den gründerzeitlichen Nachbarn betrifft.


    6181_taurus_boersenplatz.jpg


    Mit frontalem Blick wird sich das erst im Herbst beurteilen lassen, wenn die großen Platanen ihr Laub verloren haben. Doch schon jetzt lässt sich sagen, dass es keinesfalls der unmaßstäbliche Fremdkörper geworden ist, den manche auf Grundlage einer einzigen miserablen Visualisierung befürchteten.


    6182_taurus_boersenplatz.jpg
    Bilder: Schmittchen

    Heute hat JLL eine Pressemitteilung mit dem Titel "Europäischer Markt für Rechenzentren legt Rekordstart hin" herausgegeben. Unter anderem geht es darin um den größten Markt für Rechenzentren in Europa. Das ist London, doch der Mitteilung nach könnte Frankfurt aufschließen. Die entsprechende Passage:


    Mit einem IT-Load von 993 MW ist London weiterhin der mit Abstand größte Markt für Rechenzentren in Europa. Allein 508 MW werden dort zurzeit errichtet, weitere 251 MW befinden sich in Planung. Zwar rangiert Frankfurt mit einer Kapazität von 745 MW mit deutlichem Abstand hinter London – mit 542 MW im Bau und weiteren 383 MW in Planung könnte die hessische Metropole sehr nah zu Londons Kapazitäten aufschließen. Generell verzeichnet Frankfurt eine besonders starke Entwicklung: Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich die Marktgröße verdoppelt, bereits jetzt wurden 172 MW für dieses und das kommende Jahr vorvermietet.


    Nebenbei erfährt man, dass die größten europäischen Märkte in der Branche "FLAP-D" genannt werden. Das setzt sich zusammen aus Frankfurt, London, Amsterdam, Paris und Dublin. Vielleicht nicht nur für mich neu.

    FR8.2 - zweiter Bauabschnitt Equinix-Rechenzentrum Lärchenstraße (Griesheim)

    Auf dem früher von Stahlgruber genutzten Grundstück südlich des 2021 fertig gestellten Rechenzentrums FR8.1 hat die Realisierung des 2. Bauabschnitts begonnen. Den Rohbau erstellt Lupp, wohl erneut im Auftrag von Mercury Engineering. Vom 1. Bauabschnitt berichtete Serendip ausführlich, zuletzt hier.


    6176_equinix_fr8_laerchenstr.jpg


    Nebenan hat der Baustoffhändler WeGo Systembaustoffe zu meiner Überraschung noch geöffnet. Das dürfte sich mittelfristig ändern, denn Equinix möchte entlang der Lärchenstraße, bis zur Bahnstrecke, weitere Abschnitte von FR8 errichten. Das berichtete tunnelklick in diesem Beitrag. Im Hintergrund ist das sich in Bau befindende Rechenzentrum im Nordwesten von "Frankfurt Westside" zu sehen.


    6177_equinix_fr8_laerchenstr.jpg


    Zur Fassadenbegrünung von FR8.1: In den zwei kompletten Vegetationsperioden seit der Neuanlage im Spätsommer 2021 entwickelten sich die Pflanzen eher kümmerlich als gut. Das feuchte Frühjahr 2024 schaffte offenbar bessere Bedingungen, jedenfalls für die Pflanzen im unteren Bereich an der Nordseite der Halle (Thumb links). An der Ostseite (Thumb rechts) ist das nicht zu beobachten. Ein Nachweis, das solche Maßnahmen nicht nur mehr oder weniger realitätsferne Forderungen der Stadtregierung erfüllen, sondern auch sinnvoll sind, ist aus meiner Sicht bisher nicht erbracht.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6178_equinix_fr8_laerchenstr.jpg     Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6179_equinix_fr8_laerchenstr.jpg
    Bilder: Schmittchen

    Vom Abbau des letzten Krans an Turm 1, auf den Fotos im vorletzten Beitrag zu sehen, und den sich daraus ergebenden Herausforderungen an die Baustellenlogistik schreibt Groß & Partner heute in einer Pressemitteilung. Das ist sie in voller Länge:


    Der letzte Turmdrehkran am T1 wird abgebaut: Meisterleistung der GP Log Baulogistik

    Der letzte Turmdrehkran am T1, dem höchsten Turm des Hochhausquartiers FOUR Frankfurt, wird derzeit abgebaut. Die Fassaden sind bereits vollständig geschlossen, und auch die Arbeiten an den Außenanlagen nähern sich ihrer Fertigstellung. Diese Phase stellt erhebliche Herausforderungen an die Baustellenlogistik dar: Sämtliche Materialien müssen nun über die Tiefgarage angeliefert und mittels Bestandsaufzügen in die entsprechenden Etagen transportiert werden.

    Die Tiefgaragenzufahrt, die ausschließlich über eine Ein- und Ausfahrt zugänglich ist, dient gleichzeitig der Andienung aller Türme mit Baumaterial, dem Mieterausbau sowie dem Regelbetrieb des Turms 4. Parallel dazu findet in den nächsten Monaten der Einzug von über 240 privaten und gewerblichen Mietern und Eigentümern statt. Dies stellt die Baulogistik vor immense Herausforderungen, da gerade in dieser Endausbauphase besonders viel Material benötigt wird und gleichzeitig viel Müll entsorgt werden muss.

    Die GP Log begegnet diesen Herausforderungen mit einem hochmodernen digitalen System: Sämtliche Materialien werden auf der Ebene der Ladeeinheiten – das heißt einzelner Paletten oder Pakete – digital erfasst und mittels eines einzigartigen Trackingsystems bis zur Übergabe an die Besteller in den jeweiligen Etagen verfolgt. Dies ermöglicht eine lückenlose Nachverfolgung für alle Baubeteiligten.

    Große Bauvorhaben wie das FOUR in Frankfurt faszinieren, da sie das Stadtbild durch ihre architektonischen Entwürfe und die neuen Funktionsflächen für Büros, Handel und Wohnraum verändern. Bevor die Gebäude jedoch in Betrieb genommen werden können, steht eine umfangreiche Bauzeit bevor. Diese ist mit zahlreichen Beeinträchtigungen durch Verkehr, Staub und Lärm verbunden. Groß & Partner war sich dieser Anforderungen bewusst und hat großen Wert daraufgelegt, die Bauphasen frühzeitig mit der Stadt zu koordinieren und den Ablauf innovativ und digital unterstützt zu steuern.

    Mit dem Einzug der Mieter ist das Projekt in eine entscheidende Phase getreten. Fast alle Gewerke arbeiten parallel auf der Baustelle – vom Rohbau über die Fassade bis hin zum Ausbau und der Fertigstellung der Außenanlage. Täglich sind nahezu 1500 Beschäftigte aus über 300 beauftragten Firmen darum bemüht, ihre Aufträge effizient und mit minimalen Behinderungen auszuführen. Dies erfordert eine effektive Koordination und Beteiligung aller Entscheider am Ablauf. Jeder Beteiligte hat Anspruch auf Entladezonen für LKWs, Pufferflächen für Material und Arbeitsfläche für Bauaktivitäten. Bis zu 90 LKWs fahren täglich auf die Baustelle, um entladen zu werden und über 500 Paletten sicher mittels Aufzüge an die Verarbeitungsorte zu bringen.

    Alle Transporte müssen frühzeitig qualifiziert angemeldet werden, um die erforderlichen logistischen Ressourcen für Entladung und Weitertransport verfügbar zu haben. Da die vielen Personaltransporte während des Tages Materialtransporte erschweren, werden diese in freie Zeiten verlegt, auch wenn dies außerhalb der Arbeitszeiten der Firmen erfolgen muss. Für das Avisierungssystem der Sendungsverwaltung wurde ein Trackingsystem entwickelt, mit dem jedes Stückgut einen Aufkleber mit QR-Code erhält, auf dem der Übergabepunkt nach Bauteil/Etage an die ausführenden Firmen erfasst wird. Besteller vereinbaren dies mit dem Lieferanten und dokumentieren es auf einem Ladeeinheitenschein. So kann der Zielort durch das Logistikpersonal der GP Log auch in den Nachtstunden und an freien Tagen angesteuert und die abgeschlossene Auslieferung nachgewiesen werden. Der Besteller des Materials erhält eine E-Mail-Bestätigung und kann die einzelnen Paletten im System wie bei Paketzustellern verfolgen. Jede Palette ist bis in die Etage adressiert und wird dort ausgeliefert und übergeben. Dieses neue System bietet weitere Effekte, da die Transportleistungen durch Logistikpersonal in die Etage in Rechnungen umgesetzt werden können, ohne dass hierfür viel Aufwand erforderlich ist. Besonders groß ist der Einfluss auf die Produktivität der Baufirmen: Sie müssen ihre Arbeiten nicht mehr für eine Materiallieferung unterbrechen und darauf hoffen, dass dann Aufzugskapazitäten verfügbar sind. Dies spart Personalaufwand bei Facharbeitern, der etwa doppelt so hoch ist wie der des Logistikpersonals, und verteilt die Nutzung der Bauaufzüge gleichmäßiger.

    „Die hier beschriebenen Abläufe sind die Grundlage der Logistiksteuerung, was erklärt, warum die Fertigstellung des FOUR, eine der größten Innerstädtischen Quartiersentwicklungen, so geräuscharm abläuft, was große Anerkennung in der Branche findet“, sagt Alexander Mantey, Prokurist der GP Log.

    Die künstliche Freiheit derjenigen, die die Visualisierung erstellt haben. In der Realität die richtige Position und kein Schritt nach links oder nach rechts. Aber nur, wenn man lange, wirklich sehr lange Beine hat, um den dargestellten Betrachtungswinkel zu erreichen. Verlässlichere Antworten wirst du hier erhalten.

    Umbau Tagungshotel Spenerhaus, Dominikanergasse 3-5

    Der Umbau des Tagungshotels Spenerhaus (vorher) wurde hier vorgestellt und zuletzt dort aktualisiert. Ein Umbauentwurf war bisher nicht bekannt. Im Begleitmaterial zur heutigen Pressekonferenz "Jahresrückblick Baugeschehen" des Planungsdezernats sind nun Grafiken abgebildet. Der Entwurf ist demnach von Hegger-Hegger-Schleif Architekten, Kassel.


    Das Bauschild beschreibt das Vorhaben des Evangelischen Regionalverbands so: "Errichten einer Aufstockung und eines Anbaus, Verschieben von Nutzungen und Herstellen von insgesamt 33 Zimmer mit 57 Betten, Entfall von 9 Stellplätzen, inneren Umbauten und Fassadenänderungen an einem Beherbergungsbetrieb mit 94 Betten".



    spenerhaus_umbauentwurf.jpg
    Grafiken: Hegger-Hegger-Schleif Architekten