Beiträge von Schmittchen

    Zum Vorbeitrag eine kurze Aktualisierung: Der Ortsbeirat hat gestern für die gewünschte Benennung der Straße gestimmt (Q). Die noch erforderliche Zustimmung des Magistrats gilt als Formsache. Die Entscheidung wird im März oder April voraussichtlich umgesetzt, so dass die Anschrift "Im Herzen von Europa 1" schon vor der Eröffnung des Proficamps gelten wird.

    Neubau Wohn- und Geschäftsquartier im Nordosten des Rebstockparks

    Die Stadt teilte soeben mit, der Magistrat habe heute der Satzungsbeschlussvorlage zum Bebauungsplan Nr. 683 Ä (Rebstock – 1. Änderung) zugestimmt. Der Magistratsvortrag werde nun der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Dies einmal mehr mit reichlich Verzögerung, nachdem die ebenfalls erst spät begonnenen Erschließungsarbeiten schon vor rund einem Jahr abgeschlossen wurden (#300).


    Geplant sind im Geltungsbereich des geänderten Bebauungsplans (Luftbild) rund 950 Wohnungen, davon rund 90 Prozent Mietwohnungen. Außerdem soll ein Kindergarten und mit dem Lindberghplatz ein Quartiersplatz entstehen. Wie es heißt, um "dem gesamten Rebstock einen Mittelpunkt mit Läden und Gastronomie zu geben". Für die Gestaltung des Quartiersplatzes ist ein Workshop-Verfahren in Abstimmung mit dem Ortsbeirat und interessierten Bürgern vorgesehen.


    Entlang der Wiesbadener Straße (Autobahn 648) sollen mehrere zusammenhängende Wohngebäude sowie der Kindergarten entstehen, in der Mitte des Areals, zum Stadtplatz hin, Wohnnutzung und eine Ladenzone. Hier ist vorwiegend die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding der Bauherr, während die Wohnungen südlich davon von der LBBW Immobilien unter dem Namen "Park Trio" entwickelt werden. Im Südwesten des Quartiers ist Platz für eine Grundschule eingeplant. Dritter Bauherr soll Sapphire Immobilien Investment werden. Diese Gesellschaft plant an der Ecke zum Katharinenkreisel ein Hotel, gewerbliche Nutzungen und in kleinerem Umfang Wohnungen.


    Zu den ABG-Plänen werden weiterhin keine Informationen herausgegeben. Zum LBBW-Projekt ist der städtischen Pressemitteilung nochmals diese bekannte Visualisierung des Entwurfs von Holger Meyer Architektur beigefügt. Zum Vorhaben von Sapphire Immobilien sind schon seit längerer Zeit "unverbindliche Visualisierungen" im Netz zu finden. In diesem Strang waren sie aber noch nicht zu sehen. Zum einen ein Hotelhochhaus der "Vier-Sterne-Kategorie" mit 385 Zimmern, der Entwurf des Bebauungsplans sieht an dieser Stelle eine Maximalhöhe von 70 Metern vor.


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    Allzu ernst sollte man den Entwurf wohl nicht nehmen. Gleiches gilt für das zweite Gebäude mit 59 Wohnungen und drei Geschäftslokalen:


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    Bilder: Sapphire Immobilien Investment

    Nein, zum Projekt am Hainer Weg ist darüber hinaus bislang nichts bekannt geworden. Der Entwickler hat den Ruf, dass er es mit der Bebauung seiner Grundstücke mitunter nicht so eilig hat. In Idstein nennt man das dem Artikel zufolge "vorausschauende Bevorratungspolitik". Und durch frühzeitige und umfassende Information der Öffentlichkeit hat er sich bisher auch nicht ausgezeichnet.

    Danke. Wahrscheinlich wird das hier vorgestellte Projekt "LCCevo" realisiert. Anders als das ursprünglich projektierte "LCCneo", das auch einen ausgedehnten neuen Verwaltungskomplex an der nördlichen Seite des Airportrings umfasste, handelt es sich es hierbei um eine Modernisierung des Bestands und nicht mehr um einen kompletten Neubau. Einige kleinere Bereiche sollten abgerissen und anschließend neu bebaut werden.


    Neuste auf die Schnelle auffindbare Mitteilung zum "LCCevo" ist diese von März 2019, die Österreichische Verkehrszeitung bezieht sich dabei auf ein Jahrespressegespräch der Lufthansa Cargo. Die Rede ist von Gesamtkosten für den Umbau in Höhe von rund 400 Millionen Euro.


    Der aktuelle FAZ-Artikel wiederum wird auf dieser Pressemittlung der Lufthansa Cargo basieren. Das Lufthansa Cargo Center Frankfurt:


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    Bild: Lufthansa Cargo AG

    ABG plant Mehrfamilienwohnhaus mit Kindergarten an der Altenhainer Straße

    Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding plant die Überbauung einer Brachfläche, gelegen an der Altenhainer Straße und dem Fußweg Kameruner Rosengärtchen. Nördlich und östlich des Areals stehen neuere Bauten des Projekts "Central & Park", südlich des Fußwegs älterer Bestand. Auf dem rund 2.000 m² großen Areal soll eine fünfzügige Kindertagesstätte im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss entstehen, darüber auf zwei weiteren Geschossen 18 geförderte Mietwohnungen. Den Entwurf kommt aus dem Frankfurter Büro Karl Dudler Architekten.


    Bekannt wurde das Projekt durch eine aktuelle Baumfällvorlage (PDF) für die Stadtverordneten. Zwei Bäume, der eine 1979, der andere 1984 gepflanzt, müssen für das Neubauprojekt gefällt werden. Als Ersatz werden in der Nähe zwei Säulen-Hainbuchen gesetzt.


    Lage des Grundstücks (links) und Grundriss Untergeschoss, die Form des Neubaus wird demnach an das dreieckige Grundstück angepasst.


    Bild: https://abload.de/img/1111nckxf.jpg        Bild: https://abload.de/img/2222ntjjl.jpg

    Grafiken: Stadt Frankfurt am Main / Karl Dudler Architekten

    Bebauungsplanverfahren "Industriepark Höchst-Süd" gestartet



    Für das im Plan unten dargestellte Gebiet hat der Magistrat eine Vorlage für einen Aufstellungsbeschluss erstellt. Teilweise ist der Bereich bereits bebaut und liegt noch innerhalb der Umzäunung des Industrieparks. Hier stehen mehrere Gebäudekomplexe mit bis zu neun Geschossen, in denen vor allem Forschungseinrichtungen und Büros untergebracht sind. Im südlichen und im westlichen Teil des Plangebietes liegen unbebaute Flächen, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden.


    Mit dem Bebauungsplan sollen die Flächen für gewerbliche und industrielle Nutzungen planungsrechtlich gesichert werden, heißt es in der Vorlage.

    Im Regionalen Flächennutzungsplan 2010 des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main ist das Plangebiet entsprechend dargestellt, so dass Änderungen nicht erforderlich werden.


    Auch das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm der Stadt aus dem Jahr 2004 sieht neben der Sicherung von Bauflächen für die gewerblich-industrielle Produktion hier auch Gewerbeflächenentwicklung vor. Insofern ist es angesichts der Knappheit von Gewerbeflächen einmal mehr erstaunlich, dass ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren erst jetzt eingeleitet werden soll, 17 Jahre nach der Verabschiedung des genannten Entwicklungsprogramms.


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    Grafik: Stadt Frankfurt am Main

    Heute fand eine Pressekonferenz des Gutachterausschusses für Immobilienwerte statt. Es wurden die wichtigsten Entwicklungen auf dem Frankfurter Immobilienmarkt im Jahr 2020 vorgestellt.


    Demnach stiegen die Preise für neue Eigentumswohnungen auch im Krisenjahr 2020 weiter. Im Vergleich zu den Vorjahren schwächte sich die Steigerung aber ab. Eine neue Eigentumswohnung wurde in Frankfurt im Schnitt für rund 7.670 Euro/Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Das sind 8,7 Prozent mehr als 2019. Dabei gingen die Umsätze von neuen Eigentumswohnungen um rund 35 Prozent zurück.


    Weiterführendes zum Thema:


    - Pressemitteilung Immobilienmarkt Frankfurt 2020 (PDF)

    - Präsentation Pressekonferenz Immobilienmarkt Frankfurt 2020 (PDF)

    - FAZ-Artikel von heute


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/gutachterausschuss_iImmobilienwerte_pm-grafik_01.2021.jpg
    Grafik: Stadt Frankfurt am Main

    Projekt "10TRAL" - Umbau Bleidenstraße 6-10 / Holzgraben 25-29

    Die Arbeiten für den in #1.430 vorgestellten Umbau der Bleidenstraße 6 zum Büro- und Geschäftshaus "10TRAL" haben begonnen. Das geht aus einer heutigen Meldung hervor. Ende des Jahres 2022 soll die Revitalisierung abgeschlossen werden. Zwei erwähnenswerte Neuigkeiten ergeben sich aus dem Text: Der Entwurf stammt vom Architekturbüros Holger Meyer GmbH. Und das Schreibwarengeschäft Papier Kraemer, schon lange in der Bleidenstraße 6 ansässig, bleibt langfristig als Mieter erhalten. Das Geschäft bleibt sogar während der Umbauarbeiten geöffnet (sobald dies wieder möglich ist).

    Eine neue Ansicht der Wohnhochhäuser. Quelle ist eine offenbar neu eingerichtete Website für die Vermarktung, die allerdings ansonsten nicht gerade durch hohen Informationsgehalt glänzt. Die Fassadenplanung einschließlich Illumination ist hier gut im Detail zu erkennen:


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    Bild: Hadi Teherani Architects / B&L Gruppe / Main Square GmbH & Co. KG


    Weitere Ansichten dieses Planungsstands in #154.

    In diesem neuen Thread, abgetrennt vom Strang zum Ernst-May-Viertel, soll es um das Autobahn-Projekt gehen. Die Trennung war schwierig, weil sich zahlreiche Beiträge naturgemäß sowohl um das städtebauliche als auch um das Straßenbau-Projekt drehten. Um den Zusammenhang wahren zu können, habe ich einige Beiträge in diesen Thread kopiert (also im anderen Strang belassen), so dass einige nun doppelt vorhanden sind.



    Die Kommunalwahl steht bevor, da werden vor sich hin dümpelnde Vorhaben gerne mal wieder angewärmt. So auch die Einhausung der A 661. Heute lud der Planungsdezernent die Presse ein, um den (vorgeblich erfolgten) Beginn von "planungsbegleitenden Vermessungsarbeiten"zu feiern.


    Anwesend war der zugehörigen Pressemitteilung der Stadt zufolge auch ein Projektleiter bei der Planungsgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH). Nach aktueller Planung soll die "technische Entwurfsplanung" der Einhausung im Abschnitt zwischen der Friedberger Landstraße und dem Galeriebauwerk bis zum Jahr 2024 vorliegen und eine Kostenermittlung des Vorhabens beinhalten. Seitens der Stadt Frankfurt seien Planungsmittel in Höhe von bis zu 9,4 Millionen Euro bewilligt, heißt es.


    Nachtrag: Die FAZ berichtet bereits von den Ergebnissen der Presseveranstaltung.


    Der Pressemitteilung war ein Faktenblatt der Deges beigefügt, dessen Inhalt ich hier einfüge:


    A 661 – Einhausung Seckbach Fakten und Hintergrundinformation

    Das Projekt

    - Länge der Strecke für die Einhausung: ca. 1,1 km
    - Lage: A 661, Anschlussstelle (AS) Frankfurt-Friedberger Landstraße bis zur Höhe Seckbacher Landstraße

    Die Deges ist vom Land Hessen mit der Planung der Einhausung bis zum Abschluss der Entwurfsplanung (einschließlich der Kostenermittlung) beauftragt. Die Ergebnisse dieser Entwurfsplanung bilden die Entscheidungsgrundlage über die Realisierung der Einhausung. Die Entwurfsplanung für die Einhausung soll im 1. Quartal 2024 abgeschlossen sein.

    Auf dem Weg zur Entwurfsplanung


    Verkehrsuntersuchung: Mit der Verkehrsuntersuchung der A661 soll die bestehende Ausbauabsicht des Bundes zum 6-streifigen Ausbau der A661 verkehrlich überprüft werden und die Grundlage für die verkehrs- und entwurfstechnische Dimensionierung der Einhausung geschaffen werden. Der Analyseteil wurde erstellt und die Auswirkung des Verkehrs ohne Umsetzung des Bauvorhabens (Prognosenullfall) wurde berechnet. Derzeit werden die Planfälle abgestimmt und berechnet . Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen.
    Vermessungsarbeiten: Seit Ende 2020 und bis voraussichtlich April 2021 werden im Bereich der geplanten Einhausung Vermessungen durch Glückauf Vermessung GmbH durchgeführt.
    Baugrunderkundungen: Im nächsten Schritt werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Aktuell findet die Vergabe für die Leistungen statt.
    Planung für die Einhausung: Aktuell finden Vorbereitung und Durchführung der Vergaben für Ingenieurleistungen zur Planung statt. Der Beginn der Planung soll in der ersten Hälfte von 2021 erfolgen.

    Schnittstellen zu weiteren Projekten


    - Neubau der A 66 zwischen Autobahndreieck (AD) Erlenbruch und AS Frankfurt/Bergen-Enkheim
    - 6-streifiger Ausbau der A 661 zwischen Autobahnkreuz (AK) Bad Homburg und AS Offenbach-Kaiserlei

    LBBW Immobilien kauft die Baufelder „Hafeninsel I“ und „Marina“

    Die Zollhafeninvestoren CA Immo und Mainzer Stadtwerke AG haben für die Entwicklung des Quartiers erneut die LBBW Immobilien Development GmbH als Partner gewinnen können: am 22.12.2020 wurde der Verkauf der Baufelder „Hafeninsel I“ und „Marina“ notariell beurkundet. Auf den Grundstücken in unmittelbarer Nähe der Marina Zollhafen sind 13.250 m² Geschossfläche für Wohnen und Gewerbe realisierbar. Mehr in einer aktuellen Pressemitteilung.


    Innerhalb der Markierung vorn im Bild „Hafeninsel I“, dahinter das Baufeld „Marina“:


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    Bild: LBBW Immobilien

    Pandion will den Belsenpark zu Ende bauen

    Der Kölner Projektentwickler Pandion hat ein 4,65 Hektar großes Grundstück auf dem früheren Areal des Güterbahnhofs Oberkassel erworben. Dort will er bis 2027 weitere Wohnungen sowie ein Bürohochhaus mit 17 Geschossen bauen. Unten die heutige Pressemitteilung (PDF).


    Im Dezember 2020 hat der Kölner Immobilienentwickler Pandion AG ein 46.500 Quadratmeter großes Grundstück in Düsseldorf-Oberkassel von den Immobilienunternehmen CA Immo Deutschland GmbH und Quantum Immobilien AG erworben.

    Vorgesehen ist in dem letzten Teilstück des Quartiers, das unmittelbar an das 2014 fertiggestellte Oberkasseler Neubau-Areal ‚BelsenPark I‘ grenzt, vor allem der Bau von neuem Wohnraum. Zudem soll ein 17-geschossiger Büroturm entstehen, der aufgrund seiner Lage direkt gegenüber des Vodafone Campus als eine Art Stadttor für Oberkassel fungieren wird. Insgesamt sollen im Rahmen des Gesamtprojekts rund 95.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche realisiert werden, von denen voraussichtlich etwa 70% auf den Bereich Wohnen entfallen. Darin sind neben Eigentumswohnungen auch Anteile sozial geförderter und preisgedämpfter Wohnungen enthalten.

    „Was mit unseren Projekten ‚Parkside I + II‘ im ersten Teil des BelsenParks begann, wird durch die geplante Fortentwicklung ‚BelsenPark II‘ zu einem Abschluss gebracht, den wir uns idealer nicht hätten wünschen können. Die neue Projektentwicklung in Düsseldorf-Oberkassel passt perfekt in unser Portfolio mischgenutzter Quartiere in bevorzugten innerstädtischen Lagen. Hier bündelt sich unsere gesamte Expertise aus dem Bereich urbaner Wohn- und Arbeitswelten und wir freuen uns, an diesem Standort einen neuen städtischen Raum für Düsseldorf zu öffnen“, fasst Klaus Küppers, Leiter der Kölner Pandion-Niederlassung, die Entscheidung für den Grundstückskauf zusammen.

    Logistikzentrum für Katastrophenschutz geplant

    Eines von zwei in Deutschland geplanten Logistikzentren für medizinische Bevorratung wird am Frankfurter Flughafen entstehen (das andere am Flughafen Leipzig/Halle) . Im Auftrag der Europäischen Union sollen unter anderem Beatmungsgeräte, Masken und Schutzanzüge gelagert werden, um sie bei Bedarf dorthin fliegen zu können, wo sie gerade benötigt werden. 86 Millionen Euro hat die EU für den Standort Frankfurt bereitgestellt (und 22 Millionen Euro für Leipzig/Halle). Die Federführung für das Projekt wird das Johanniter-Kompetenzzentrum für Europäischen Katastrophenschutz in Frankfurt übernehmen, schreibt der Hessische Rundfunk heute. Zehn neue Arbeitsplätze sind geplant. Nach einer geeigneten Halle wird noch gesucht.

    Mainova will Rechenzentrums-Betreiber werden

    Der örtliche Energieversorger Mainova will im Wettbewerb um Rechenzentren mitmischen. Dazu hat er ein Tochterunternehmen namens Mainova Webhouse Management gegründet und einen Geschäftsführer mit zwanzigjähriger Erfahrung im Bereich Rechenzentren angestellt. Näheres in einer Pressemitteilung der Mainova von letzter Woche.


    Einen Bauantrag für ein erstes eigenes Rechenzentrum will die Mainova in etwa einem Jahr einreichen, schreibt die FAZ. Ein großer Vorteil der Mainova sei, dass sie über eigene Grundstücke verfüge, auf denen sie bauen könne, heißt es in dem Artikel. Die Verfasserin vermutet, dass zunächst im Ostend gebaut wird.


    Ich könnte mir diesbezüglich den Bereich des ehemaligen Gaswerks Ost vorstellen. Dort dürfte die Mainova nach wie vor im Besitz von unbebauten Flächen sein. An dieser Stelle habe ich vor knapp zwei Jahren einen Beitrag zum Areal an der Schielestraße geschrieben.

    Im Vergleich mit älteren Bildern gut zu sehen: Seit Frühjahr 2020 ist hier kaum noch etwas passiert. Wie bei anderen Consus-Projekten auch. Unangenehm für die Eigennutzer unter den Wohnungskäufern. Und doch kommt etwas Hoffnung auf, dass infolge der Schwierigkeiten die Pläne für das Westend-Ensemble nebenan nicht in bekannter Form (#144 ff.) realisiert werden.

    Wohnanlage Westerbachstraße / In der Au ("Factory Suites")

    Das Bauunternehmen Lupp teilt via Website mit, es habe von der Deutsche Real Estate den Auftrag zur schlüsselfertigen Erstellung der Wohnanlage im rückwärtigen Bereich der früheren Schuhmaschinenfabrik an der Westerbachstraße erhalten. Bis Mitte 2022 sollen 68 neue Wohnungen und eine Tiefgarage mit 97 Stellplätzen fertig gestellt werden.


    Zu den spannenderen Bauteilen wird ein umgebautes Bestandsgebäude zählen. Auf telesniuks Foto ist es rechts noch in ursprünglicher Form zu sehen:


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    Bild: telesniuk


    Inzwischen wurde der zweigeschossige Flügel bis auf die Stahlskelettkonstruktion zurückgebaut. Die charakteristischen Turmbauten im Winkel zwischen den Bauteilen wurden offenbar abgerissen (Foto). Der verbliebene Bestand wird laut Lupp anschließend um zwei zurückgestaffelte Wohngeschosse aufgestockt. Für die darüber hinaus geplanten Neubauten, und leider nur für diese, gibt es eine neue Visualisierung aus etwas anderer Perspektive:


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    Bild: Freistilprojekt Grafik und Visualisierung / Deutsche Real Estate

    Mit einem Bauantrag für die Therme wurde es im Sommer 2020 dann doch nichts. Die Pandemie. Aber jetzt wurde der Bauantrag eingereicht, wie erneut Bild Frankfurt berichtet. An den oben aufgeführten Eckdaten hat sich demnach nichts mehr geändert.

    Hauptsitz Merz Pharma im Nordend

    Merz Pharma ist ein 1908 in Frankfurt gegründeter Hersteller von Pharma- und Schönheitsprodukten. Ein Jahr später übernahm Merz eine ehemalige Zigarettenfabrik mit der Anschrift Eckenheimer Landstraße 100 (Bild). Produziert wird heute in Reinheim (Landkreis Darmstadt) und in Dessau, aber auch im Jahr 2021 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz noch in der Eckenheimer Landstraße 100.


    Bild: https://abload.de/img/2021-01-12_11582241k2l.jpg  Bild: https://abload.de/img/3333334uklc.jpg

    Bilder: Google Earth


    Zwischen Juni und August 2020 fand ein Ideenwettbewerb für eine Neuentwicklung von Teilen des Merz-Pharma-Areals statt. Zu den Teilnehmern gehörte das Frankfurter Büro B&V Braun Canton Park Architekten. Ihr Entwurf sieht eine BGF von 28.500 m² vor. Entlang der Eckenheimer Landstrasse schlagen sie ein Bürogebäude mit sechs Geschossen vor, das mit dem (meines Wissens ca. 2002 fertig gestellten) Merz-Hauptgebäude an der Ecke zur Glauburgstraße verbunden werden kann. Der Neubau kann als Erweiterungsbau für Merz Pharma dienen oder an fremde Unternehmen vermietet werden.


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    Grafik: B&V Braun Canton Park Architekten / Merz Immobilien


    An der Marschner- und Weberstraße sieht der Wettbewerbsbeitrag fünf Wohnhäuser vor, in einer "dem Nordend angemessenen Parzellierungsstruktur", wie die Architekten schreiben. Drei Wohnhäuser sollen zur Straße traufständig angeordnet, die anderen beiden als schmale Giebelhäuser ausgebildet werden.


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    Grafik: B&V Braun Canton Park Architekten / Merz Immobilien


    Oben die Südseite eines neuen "Merz-Blocks", buchstäblich um die Ecke sind zwei weitere Wohnhäuser vorgesehen. Lageplan:


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    Grafik: B&V Braun Canton Park Architekten / Merz Immobilien


    Zur Platzierung ihres Wettbewerbsbeitrags machen B&V Architekten keine Angabe. Über andere Teilnehmer und die weiteren Pläne des Auslobers Merz Immobilien konnte ich nichts herausfinden.