Beiträge von Schmittchen

    Projektentwicklung Marschnerstraße 3-5 (Nordend)

    Ein neues Projekt im Nordend, eines aus der gefürchteten Rubrik "Ihr müsst jetzt ganz stark sein".


    Das Grundstück Marschnerstraße 3-5, Ecke zur Eckenheimer Landstraße, ist mit einem Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Gethsemanegemeinde bebaut. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1903, Eigentümer ist der evangelische Regionalverband. Denkmalschutz besteht nicht. Aufgrund schlechten Bauzustands wird das gründerzeitliche Gebäude nicht mehr oder kaum noch genutzt. In der Frankfurter Rundschau war 2018 zu lesen, dass die Bauaufsicht bereits 2013 eine Abbruchgenehmigung erteilt hat. Der Artikel enthält ein Foto des Bestands, auch dessen Umgebung zeigt Street View.


    Längere Zeit schien die Zukunft des Gemeindehauses offen zu sein. Hier etwa steht, dass das Gebäude sowohl revitalisiert als auch abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden könnte. Wie es nun aussieht, hat der Evangelische Regionalverband mittlerweile Tatsachen geschaffen und einmal mehr an den Meistbietenden verkauft. Dieser wird, wie gehabt, den maximalen Ertrag aus dem Grundstück ziehen. Offenbar wird es zur Frankfurter Regel, dass bei den Alternativen Sanierung oder Abriss und Neubau das Endergebnis nie Sanierung ist.


    Der Frankfurter Projektentwickler Max Baum Immobilien hat eine Visualisierung eines Neubaus auf dem bewussten Grundstück öffentlich gemacht. Es handelt sich um einen Entwurf der Architekten Meixner Schlüter Wendt, ebenfalls Frankfurt. Geplant ist demnach ein Gebäude mit erstaunlichen sieben Geschossen. Mit einer Kindertagesstätte im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sowie Wohnungen in den Geschossen darüber. Die Mietflächen werden mit 2.040 m² für Wohnen und 1.106 m² für die Kindertagesstätte angegeben, insgesamt also 3.146 m².


    Alleine die Visualisierung ist geeignet, für richtig schlechte Laune zu sorgen. Ein deutlich überdimensionierter Baukörper in seltsam klobig-schiefen Formen. Große ungegliederte Sichtbetonflächen zur Eckenheimer Landstraße. Und dann noch Fassade und Dach in eintöniger Leberwurstfarbe als Kirsche auf der Torte. Die Stimmung bessert sich gewiss nicht, wenn es in der Projektbeschreibung des Entwicklers heißt, der Neubau werde in einer Baulücke errichtet. Man kann dies für niederträchtig halten - es gibt bisher keine Baulücke.



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    Bild: Max Baum Immobilien / Meixner Schlüter Wendt

    Siegerentwürfe für den Neubau des "Innovationszentrums Green Tech" im Glückstein-Quartier vorgestellt

    Bis Ende 2025 entsteht das Innovationszentrum Green Tech am südlichen Ende des Glückstein-Quartiers unmittelbar neben dem Mafinex. Ziel des Innovationszentrums Green Tech ist die Entwicklung zukunftsorientierter Umwelt- und Energietechnologien.


    Anfang dieser Woche wurden die Sieger des interdisziplinären Realisierungswettbewerbs der Öffentlichkeit vorgestellt. Ausgelobt hatte den Wettbewerb der Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim. Das Preisgericht vergab zwei erste Preise: Ein erster Preis geht an das Team um die Arbeitsgemeinschaft UTA Architekten und Stadtplaner GmbH (Stuttgart) und GdlF Gutiérrez - de la Fuente Arquitectos SLP (Madrid). Den anderen ersten Preis erhält das Team Steimle Architekten BDA (Stuttgart). Den dritten Platz belegt das Team wittfoht architekten bda (Stuttgart). Das Team Knerer und Lang Architekten (München) und SEP ARCHITEKTEN PartG mbB (Hannover) wurde jeweils eine Anerkennung zuteil.


    Im Rahmen der Vergabeverhandlungen wird nun in den nächsten Monaten entschieden, welches der zwei erstplatzierten Teams das Innovationszentrum realisieren wird. Das IZ Green Tech soll ca. 3.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche oberirdisch und 1.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche unterirdisch aufweisen. Dabei setzt es sich aus mehreren Bereichen zusammen: Büronutzung, Konferenz-, Besprechungs-, Ausstellungsbereiche und werkstattähnliche Nutzung.


    Von 17. bis 26. Januar 2022 findet im 1. OG des Neuen Technischen Rathauses die öffentliche Ausstellung der Entwurfsplanungen statt. Sie kann während der Öffnungszeiten des Neuen Technischen Rathauses besucht werden. Weitere Informationen in dieser Mitteilung der Stadt Mannheim.


    Der Entwurf von UTA Architekten und Gutiérrez-delaFuente Arquitectos:


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    Bilder: UTA Architekten und Gutiérrez-delaFuente Arquitectos / Modellfoto: Thomas Tröster


    Der Entwurf von Steimle Architekten:


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    Bilder: Steimle Architekten / Modellfoto: Thomas Tröster

    Da bin ich auch gespannt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre habe ich mir aber abgewöhnt, große Erwartungen zu haben. Immerhin, in der Tat steht die gesamte Baugruppe Stiftstraße 8-10 und Brönnerstraße 5-9 als Kulturdenkmal unter Schutz. Das Wohn- und Geschäftshaus in Jugendstilformen von "Porzellan Bär" an der Stiftstraße, erbaut 1903 nach Entwurf von Wilhelm Plate, und auch die rückwärtige Erweiterung an der Brönnerstraße durch Wohn- und Geschäftsbauten des Architekturbüros Rindsfüßer & Kühn von 1913/14.


    Einen hervorragenden Abriss zu diesem Baublock hat das Landesamt für Denkmalpflege Hessen online. Die Stiftstraße 8-10 im Jahr 2013:


    Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/98/Frankfurt_Stiftstra%C3%9Fe_8-10.20130305.jpg

    Bild: Epizentrum mit GNU-Lizenz @Wikimedia

    Ganz sicher keine gute Entwicklung. Beim Zoom verhält sich die Sache allerdings anders. Weil der Mietvertrag an der Brönnerstraße nicht verlängert werden konnte, wurden neue Räume gesucht und in Fechenheim auch gefunden. Dazu hier. Die Neueröffnung an der Carl-Benz-Straße ist schon erfolgt.

    Die FAZ schreibt heute in der gedruckten Rhein-Main-Zeitung über das Kaiserlei-Quartier. Die Projektentwicklung stehe insgesamt vor dem Verkauf, als Ganzes oder in einzelnen Projektabschnitten. Die luxemburgische Adler Group, die mit dem Erwerb des Berliner Projektentwicklers Consus zum Bauherrn am Kaiserlei wurde, verhandle mit mehrere Interessenten.


    Nach Aussage der Stadt Offenbach, die Adler Gruppe selbst äußert sich nicht, stehen mehrere bekannte und finanzkräftige Investoren für den Erwerb des Großprojekts bereit. Der Verfasser des Artikels geht davon aus, dass potentielle Käufer auf Zeit spielen könnten, weil die hochverschuldete Adler Gruppe unter Druck steht und die Schuldenlast schnell reduzieren muss.


    Nach der Nassauische Heimstätte, die bereits Ende Oktober 2020 aus dem Projekt ausgestiegen ist, steht auch das Geschäft mit der Bayerischen Versorgungskammer vor der Rückabwicklung. Die im Rahmen der Beamtenversorgung tätige Versorgungskasse hatte die alten Siemens-Türme für 218 Millionen Euro erworben. Zumindest die Nassauische Heimstätte ist nach Aussage der Stadt Offenbach daran interessiert, nach einer Bereinigung der Verhältnisse wieder wieder in das Projekt einzusteigen.

    Die Deutsche Bank hat 32.000 m² Bürofläche im IBC-Komplex verlängert und weitere 7.700 m² neu angemietet. In diesem Zusammenhang baut der Eigentümer DIC Asset AG auch ein wenig um. Die dritte und vierte Etage sowie die Obergeschosse 26-29 werden nach dem "New-Work-Konzept" umgestaltet. Dieser Abschluss ist sicherlich im Zusammenhang mit der Aufgabe der Nebenstandorte der Deutschen Bank in Sossenheim und Eschborn zu sehen. Pressemitteilung:


    DIC Asset AG: Herausragender Start in das Jahr 2022 – Vermietung von rund 40.000 m² Bürofläche in Frankfurt an die Deutsche Bank

    – Vermietung von rund 40.000 qm Bürofläche in Frankfurt an die Deutsche Bank
    - Vollvermietung des IBC Campus
    - Kreative Gestaltung der Büros für das „New Work“- Konzept der Bank - Investition in nachhaltigen Gebäudebetrieb

    Die DIC Asset AG, eines der führenden deutschen börsennotierten Immobilienunternehmen, startet mit einem großen Vermietungserfolg in das Jahr 2022. In der Frankfurter Büroimmobilie IBC hat DIC den bestehenden Mietvertrag mit der Deutschen Bank über rund 32.000 m² frühzeitig verlängert und eine weitere Fläche über 7.700 m² an die Bank vermietet. Die Laufzeit des Mietvertrags über insgesamt 39.700 m² modernster Office-Flächen im Gesamtobjekt beträgt rund zehn Jahre. Das Besondere: Die Deutsche Bank wünscht sich hier eine moderne Bürogestaltung für das „New Work“ der Zukunft. Daher baut die DIC die dritte und vierte Etage sowie die Obergeschosse 26-29 mit einem innovativen „New Work“- Konzept um.

    „Diese Vermietung hat für den Büromarkt in Frankfurt am Main nicht nur eine besondere Größe, sondern sie ist auch ein besonderes Zeichen für das Büro der Zukunft. Die Deutsche Bank bekennt sich hier klar zum Office als Arbeitsort und definiert das Büro als Fläche für ein kreatives Miteinander. Wir haben die Bank nicht nur mit unserem Angebot einer hochattraktiven Immobilie überzeugt. Sondern auch – und das freut uns besonders – mit unserem Verständnis für die Ansprüche der Bank an modernes Arbeiten und mit unseren kreativen Lösungen dafür“, kommentiert Sonja Wärntges, Vorstandsvorsitzende der DIC.

    Das IBC gehört zu den Top-3 Standorten der Deutschen Bank in Frankfurt. Die Gesamtfläche des IBC von 84.000 m² ist auf drei Gebäudeteile verteilt und vollständig langfristig an renommierte und bonitätsstarke Nutzer vermietet. Die Landmark-Immobilie ist im Sinne einer nachhaltigen Bauweise mit einer LEED Gold-Zertifizierung ausgezeichnet. Darüber hinaus spielen heute und zukünftig Nachhaltigkeitsaspekte auch im täglichen Gebäudebetrieb eine wichtige Rolle. So wurden auf dem Campus bereits E-Ladestationen für Elektroautos installiert und Vorkehrungen für Aufladestationen von E-Bikes getroffen. Um die Biodiversität weiter zu fördern, werden zusätzlich Bienenhotels auf dem Gebäudedach aufgestellt. Der Betrieb des Objekts soll zudem mit einer optimierten technischen Anlage noch effizienter und ressourcenschonender werden.


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    Bild: DIC Asset AG


    1952px-Frankfurt_IBC.20130423.jpgBild: Epizentrum mit GNU-Lizenz für freie Dokumentation @Wikimedia

    Vielleicht hat der Nachbar noch die alte Possmann-Leuchtreklame im Keller liegen. Die würde für eine Auflockerung der monotonen Fassade der Goethestraße 2 sorgen. Den nagelneuen Fassadenplatten muss keine CNC-Fräse zugemutet werden. Für ausgleichenden Lokalkolorit ("Aus Liebe zum Stöffche") wäre gesorgt, und die Rödelheimer Kelterei würde dafür bestimmt den einen oder anderen Achterbembel springen lassen. Also, wenn das nicht Win-win ist ..?


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    2009er-Bild (aus #293): Schmittchen


    (Edit 19.01.: So ganz Ernst gemeint war dieser Beitrag nicht.)

    Hochhaus Hungener Straße 6 - House of Science and Transfer (ehemals BG-Bau-Hochhaus)

    In Beitrag #81 ging es um den Verkauf des ehemaligen Hochhauses der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft an den Frankfurter Projektentwickler Max Baum. Die damals noch bevorstehenden Umbaumaßnahmen wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Heute wird der Verkauf der Liegenschaft an den Asset- und Portfoliomanager Imaxxam gemeldet.


    Hauptmieter des aus drei Bauteilen bestehenden Gebäudekomplexes mit insgesamt 16.500 m² Mietfläche ist bereits seit einiger Zeit die Frankfurt University of Applied Sciences. Auch privatwirtschaftliche Mieter gibt es, weitere werden noch gesucht. Dafür gibt es eine Website für das "HoST". Einer dort enthaltenen Grafik nach befinden sich die freien Flächen alle im Hochhaus, auf den Geschossen 5 bis 13.


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    Bild: Max Baum Immobilien

    Um die in #504 angesprochenen Bauabschnitte "Rampe" und "Tunnel offene Bauweise" vorzubereiten, wurde schon im vergangenen Jahr mit dem Umbau des Baufelds begonnen. Die Werkstatt etwa befindet sich nun im östlichen Bereich, direkt an der Startbaugrube. Ein weiteres Querschott wurde Anfang des laufenden Jahres abgestemmt. Außerdem wurden die Baustellenzufahrten Baufeld angepasst, wie aus einem heutigen Eintrag im Bautagebuch hervorgeht.

    In diesen Tagen beginnt der Ingenieurbau mit der Errichtung des endgültigen Trogbauwerks in der Baugrube. Die Bauwerkssohle wird blockweise hergestellt; Block für Block werden Schalung und Bewehrung eingebaut, dann kann die Sohle abschnittsweise betoniert werden. Der gestern angelieferte Tele-Deep-Bagger wird auf der Südseite der langen Baugrube aufgestellt, um die etwa 190 Meter lange Baugrube in den tiefen Bereichen bis zur Sohle ausheben zu können. Er arbeitet sich von West nach Ost vor. Mit dem Teleskoparm kann die Grube schnell und effektiv bis zur Endtiefe ausgehoben werden.

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    Oben der in diesen Tagen erfolgte Abbruch eines weiteren Querschotts, unten vom Rampenbereich in Richtung Osten gesehen:


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    Die bereits hergestellte Schalung für den ersten Block:


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    Bilder: SBEV GmbH

    Heute erschien eine Pressemitteilung anlässlich der Fertigstellung des Senckenbergturms, zu den eindrucksvollen Fotos im Vorbeitrag passend.


    Frankfurter Senckenberg-Turm fertiggestellt

    Eines der prominentesten Frankfurter Bürogebäude, der 106 Meter hohe Senckenberg-Turm, ist fertig. Der Eigentümer NAS Invest hat den an der Robert-Meyer-Straße gelegenen Turm mit 25 Stockwerken nach zweieinhalb Jahren Bauzeit fristgerecht übernommen und rund 15.000 m² Bürofläche an den Ankermieter BNP Paribas Real Estate übergeben. Bei der Finanzierung der Immobilie wurde NAS Invest durch die NATIXIS Pfandbriefbank begleitet.

    Der Senckenberg-Turm umfasst insgesamt 26.724 m² Mietfläche und erfüllt höchste internationale Bürostandards. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem flexible, New Work optimierte Flächenkonzepte und eine hochmoderne digitale Infrastruktur. NAS Invest hatte das Objekt im Jahr 2019 von der BNP Paribas Real Estate gekauft; für die Fertigstellung zeichnete deren deutsche Tochtergesellschaft BNP Paribas Property Development verantwortlich.

    Die mit dem Nachhaltigkeitszertifikat „BREEAM Excellent“ ausgezeichnete Immobilie liegt in direkter Nachbarschaft zum weltbekannten Senckenberg-Museum und ist zentraler Bestandteil des neuen „Senckenberg-Quartier“ im Stadtteil Bockenheim. Zu dem Quartier gehören unter anderem ein Wohnturm, ein weiteres Bürohaus sowie die größte Kindertagesstätte Frankfurts. Das Projekt befindet sich in zentraler Frankfurter Innenstadtlage und ist sehr gut an den ÖPNV, die Messe und das Autobahnnetz angeschlossen.

    NAS Invest ist von der wachsenden Bedeutung des Senckenberg Quartiers als Bürostandort überzeugt. Derzeit steht der in Frankfurt beheimatete Investment und Asset Manager mit zwei Interessenten in exklusiven Verhandlungen über die Anmietung von insgesamt fünf Stockwerken. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Warth & Klein Grant Thornton hatte im August 2021 einen langfristigen Mietvertrag über 2.000 m² Bürofläche abgeschlossen und bezieht seine Räumlichkeiten ebenfalls in diesem Jahr.

    Die Gerchgroup hat einen weiteren Teil der Projektentwicklung verkauft. Dazu Auszüge aus der heutigen Pressemitteilung (PDF).


    Gerchgroup AG veräußert Wohnbauteil von The Q an Bayiko

    Die Gerchgroup aus Düsseldorf hat einen Bauteil der Quartiersentwicklung The Q in Nürnberg veräußert. Erwerber ist die Bayerische Immobilien Kontor GmbH (Bayiko) aus Nürnberg.

    Bei dem sog. Bauteil 5 handelt es sich um das südöstliche Gebäude von The Q an der Ecke zwischen Wandererstraße und Adam-Klein-Straße. Das Gebäude mit einer oberirdischen Bestands-BGF von ca. 61.500 m² gehört zum denkmalgeschützten Gebäudeensemble des ehemaligen Quelle Versandzentrums und umfasst eine Grundstücksgröße von ca. 19.500 m².

    Die Bayiko beabsichtigt an diesem geschichtsträchtigen Standort vorrangig Wohnraum zu realisieren. Hierfür werden in den Gebäudebestand Lichthöfe eingeschnitten und die oberirdische BGF auf ca. 46.700 m² reduziert. Die Bayiko wird die Bauantragsplanung und Durchführung der Baumaßnahme ihres Teilprojektes selbst vollziehen. Ein positiver Bauvorbescheid für das Gesamtvorhaben The Q wurde bereits Ende 2019 erteilt.

    Die Gerchgroup führt aktuell die Revitalisierung des nördlich anschließenden Gebäudes an der Fürther Straße im Rahmen eines Forward Deals für die Corestate durch. In diesem sog. Bauteil 1 errichtet der Developer ein hochmodernes Behördenzentrum für die Stadt Nürnberg, die auf ca. 42.000 m² Mietfläche im Jahr 2024 ihre neuen Räumlichkeiten beziehen wird. Ergänzt wird es um nahversorgungsrelevanten Einzelhandel im Erdgeschoss sowie eine öffentliche Tiefgarage.

    Zwei weitere Bauteile an der Wandererstraße gehören ebenfalls zum denkmalgeschützten Gebäudeensemble. In diesen sog. Bauteilen 2 und 3 können nach Lichthof-Einschnitten weitere rund 29.000 bzw. 35.000 m² oberirdische BGF für verschiedene Nutzungen realisiert werden.

    Eschersheim: Abbruch und Neubau Am Weißen Stein (Eschersheimer Landstraße 589)

    Die Nordwestseite des dreieckigen Platzes Am Weißen Stein in Eschersheim bietet keinen erfreulichen Anblick. Gewachsene Strukturen wurden beim Bau der U-Bahn rücksichtlos zerschnitten. In der Folge entstand, in einer im Übrigen überwiegend ansehnlichen Umgebung, die heutige Kummernutzung im genannten Bereich durch einen Gebrauchtwagenhandel und eine TEDi-Filiale (Foto 1 | 2). Geblieben sind auch große Bebauungslücken.


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    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2021), Markierung: Schmittchen


    Für den östlichen Teil dieses Areals hat die Stefan Forster GmbH eine Planung erstellt. In einem länglichen, nach Westen abgeknickten Baukörper sollen 20 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten entstehen, darunter zwei als Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss. Die Geschossfläche wird mit 2.716 Quadratmetern angegeben. Als Auftraggeber nennen die Architekten Homes Development. Dem Neubau weichen müssen die TEDi-Filiale und das Wohnhaus Eschersheimer Landstraße 589. Nicht umfasst ist das Eckgrundstück Maybachbrücke und Eschersheimer Landstraße; für diese nicht minder unbefriedigende Situation findet sich hoffentlich in absehbarer Zeit auch eine neue Lösung. Die Visualisierungen zeigen hier einen Platzhalter.


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    Bilder: Stefan Forster GmbH

    Ende Juni 2022 ist die Inbetriebnahme des Neubaus geplant. Zwischen dem 24. bis 26. Juni 2022 sollen rund 1.600 Mitarbeiter umziehen. Der Klinikneubau, bestehend aus vier Querriegeln, hat eine Bruttogeschossfläche von 79.000 Quadratmetern und eine Nutzfläche von 34.450 Quadratmetern. Der erste Spatenstich für den oben vorgestellten Funktionsbau, in dem unter anderem die Verwaltung, das Sozialpädiatrische Zentrum, die Klinik für Augenheilkunde, das Zentrallabor, die Zentralsterilisation sowie die Personalcaféteria einziehen sollen, ist für Spätherbst 2022 vorgesehen. Mehr in einer Mitteilung des Klinikums.


    Aktuelle Innenaufnahmen des Neubaus gibt es hier. Weitere Ansicht des nächsten Bauabschnitts:


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    Grafik: Sander Hofrichter Architekten GmbH

    Baseler Straße 35-37 ("UTO-Hof") - Sanierung geplant

    Nach einer heutigen Mitteilung von Savills wurde der sogenannte UTO-Hof, Baseler Straße 35-37, an das Frankfurter Investmentunternehmen Conren Land verkauft. Das alleine wäre vielleicht nicht erwähnenswert, eher schon, dass nach Aussage der Immobilienzeitung eine Sanierung des 1956 erbauten und zuletzt 1997 sanierten Gebäudes vorgesehen ist. Dabei soll auch eine Nachhaltigkeitszertifizierung geplant sein.


    Die achtgeschossige Baseler Straße 35-37 weist eine Gesamtmietfläche von rund 6.700 m² auf, die nahezu vollständig vermietet sind. Ankermieter der Liegenschaft ist das Jobcenter Frankfurt, weitere Flächen sind unter anderem durch das IBB Institut für Berufliche Bildung sowie die Kanzlei Solegis Rechtsanwälte belegt.


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    Bild: Savills

    Den Zuschlag für die Projektsteuerungsleistungen erhielt die Sweco GmbH. Darüber informierte das Architektur- und Ingenieurbüro vorgestern in dieser Mitteilung. Über das bereits Bekannte hinaus sind diese Informationen enthalten:


    Projektbestandteile sind hauptsächlich

    • der Abbruch vorhandener Gebäude und Gleisanlagen
    • der Neubau von Gebäuden, Werkstätten und Verkehrsanlagen
    • die technische Ausrüstung der Gebäude sowie
    • der Straßen- und Wegebau

    Die Baugenehmigung wird 2023 erwartet. In jenem Jahr ist auch der Baubeginn geplant. Die Bauzeit soll drei Jahre betragen, demnach könnte das neue VGF-Betriebsgelände Anfang 2027 in Betrieb genommen werden.


    Der Mitteilung sind diese Fotos des Bestands beigefügt:


    Bild: https://abload.de/img/222tkk74.jpg   Bild: https://abload.de/img/111kdkm2.jpg   Bild: https://abload.de/img/333ffjx4.jpg

    Bilder: Sweco GmbH

    Der Stadionausbau (zuletzt #182) zur Erweiterung der Kapazität auf rund 60.000 Plätze soll noch in diesem Monat ausgeschrieben werden. Das schreibt die Frankfurter Rundschau hier. Erste Abbrucharbeiten seien bereits im Herbst 2021 erfolgt, heißt es auch. Der Beginn der konstruktiven Maßnahmen ist im November 2022 geplant. Während des Spielbetriebs, der Ende Januar 2023 nach WM-Unterbrechung und Winterpause wieder beginnt, sollen die Arbeiten ohne größere Einschränkungen für Stadionbesucher weitergehen. Der Abschluss der Kapazitätserweiterung ist im Spätsommer 2023 geplant.

    Center for Humanities

    Die Goethe-Universität plant bekanntlich den Neubau eines "Center for Humanities" am Campus Westend. Dazu zuletzt Beitrag #382 und zur geplanten Lage zuvor Beitrag #375.


    Im April 2021 wurde die Objektplanung ausgeschrieben (PDF). Aus der Auftragsbeschreibung gehen unter anderem diese Daten hervor:

    • Institutsgebäude mit Büro- und Seminarflächen sowie Probebühne und Ausstellungsraum
    • zu errichten auf dem Baufeld des Gebäudes des Deutschen Instituts für Pädagogische Forschung (DIPF)
    • als winkelförmiger Erweiterungsbau auf den verbleibenden Restflächen des Baufelds
    • sechs Geschosse mit einem Untergeschoss
    • Gebäudegrundfläche ca. 12 x 50 m und ca. 8,5 x 10 Meter
    • Bruttogrundfläche von 4.221 m²
    • Massivbauweise
    • Fassade und Geschosshöhen sind in Anlehnung das vorhandene DIPF-Gebäude auszuführen

    Den Zuschlag erhielten im vergangenen Oktober die ArGe Architekten aus Waldkirch (PDF). Ihrer Website zufolge wird die Ausführungsplanung in diesem Jahr beginnen. Online ist auch eine Visualisierung. Darauf ist auch zu erkennen, wo die Installation "Bang" des Künstlers Ai Weiwei, die der Universität als Dauerleihgabe überlassen wird, ihren Platz finden soll.


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    Bild: ArGe Architekten

    Neue Bilder. Aufgenommen wurden sie den Angaben nach im November 2021, also nicht mehr ganz frisch. Pier H mit dem Vorfeldkontrollturm, der seine Endhöhe von knapp 70 Metern erreicht haben dürfte:


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    Pier J:


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    Terminal-Hauptgebäude während des Aufbaus der Dachkonstruktion (mehr). Die schwarzen Bauteile bleiben, die Teile der Montagehilfskonstruktion haben andere Farben.


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    Das Parkhaus ist enorm gewachsen. 8.500 Stellplätze wird es einmal haben.


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    Übersicht:


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    Bilder: Fraport AG

    Für das Quartierszentrum auf Baufeld B hat Instone Real Estate die Baugenehmigung erhalten und nun mit den Bauarbeiten begonnen. Dieses Teilprojekt wird unter dem Namen "Core Living" geführt. Es entstehen dort rund 190 Wohnungen und zusätzlich zwei Supermärkte, die bereits an Aldi und Tegut vermietet wurden. Außerdem Büro‑, Gewerbeflächen und ein Kindergarten. Die Bayerische Versorgungskammer hatte das Teilprojekt Anfang 2020 erworben. Das steht heute in einer Pressemitteilung von Instone.



    Bild: Instone Real Estate