Beiträge von Schmittchen

    Es war ja zu erwarten, dass das Niveau früher oder später tief in den Keller fällt. Hier ist erst einmal zu.


    (Winnetou wird gebeten, seine Fotos zu bearbeiten, so wie von Adama geraten. Andernfalls werden sie entfernt.)


    Heute schaut es schon mehr nach Turm aus. Einer städtischen Pressemitteilung ist - man glaubt es kaum - tatsächlich ein Foto der Baustelle beigefügt:


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    Bild: Copyright Stadt Frankfurt am Main, Foto: Bernd Kammerer


    Warum mich das wundert? Nun, bereits vorgestern gab es eine PM der Stadt zum Thema. Allerdings war auf dem aus drei Bildern bestehenden Fotomaterial ausschließlich unser allerliebster Posterboy zu sehen. Lässig in Pose, wie immer gut gelaunt. Glaubt ihr nicht? Bitte: Foto 1, Foto 2 und Foto 3.


    Heute dagegen sogar eine Vergleichsansicht alt und neu:


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    Bild: Amt für Bau und Immobilien Frankfurt am Main


    Nachtrag: Einen besonders informativen Bericht zu einem Baustellentermin heute gibt es in FAZ.

    Was dort erkennbar ist, besteht bereits. Früher verband die durch die Unterführung führende Ellis Road die Rhein-Main Air Base mit der US-Militärsiedlung nördlich der A3, heute Gateway Gardens. Derzeit nutzt LSG Sky Chefs die Unterführung. Sie gehört zum Sicherheitsbereich des Flughafens. Um Gateway Gardens besser an die Terminals anzubinden, soll sie aber öffentlich nutzbar werden, daher wird für die LSG eine weitere, noch zu bauende Unterführung benötigt. Wurde im Thread zu Gateway Gardens schon einige Male erwähnt. Diese meint florian. Im Video ist sie nicht komplett dargestellt (allenfalls südlich der A3), dafür aber hier.

    Einen Zusammenhang zwischen Freistellung des Flurstücks 23/3 von Bahnbetriebszwecken und "Bratwurst Walter" kann es nicht geben, denn der Imbissstand war nicht auf besagtem Grundstück, sondern zwischen Straßenbahnstation Stadion und Mörfelder Landstraße (schräg gegenüber der Shell). Auf Flurstück 23/3 steht u. a. das Gebäude eines Hundevereins, der sich freilich das lukrative Geschäft mit durstigen Fußballfans auch nicht entgehen lässt.

    Gewerbegebiet Guerickestraße

    Die Stadt will einen Bebauungsplan für das teils schon bestehende, teils durch Erweiterung neu zu entwickelnde Gewerbegebiet an der Guerickestraße aufstellen. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 932 umfasst rund 46 Hektar. Begrenzt wird das Gebiet im Westen von der A5, im Süden von der A66, im Osten von der Homburger Bahn und im Norden von der Heerstraße. Bestand sind vor allem der sehr große Standort des Automobilzulieferers Continental mit Büros, Produktion und einer Teststrecke. Außerdem unter anderem ein Metro-Großmarkt, ein Toom-Baumarkt und die Stadtbahn-Zentralwerkstatt.


    Mit dem Bebauungsplan sollen die Flächen westlich der Guerickestraße für Gewerbenutzungen, wie etwa Produktion, gesichert werden. An der gegenüberliegende Seite der Guerickestraße sind "Gewerbeflächen für ein erweitertes Nutzungsspektrum - Dienstleistungsgewerbe, Großhandel, Baugewerbe, Vertrieb, Service, Verwaltung - vorgesehen". Auch sollen bestehende Verkehrsflächen zur Erschließung des Gebietes gesichert und Flächen für künftige Erschließungen ausgewiesen werden, heißt es in einer aktuellen Vorlage.


    Bild: https://abload.de/img/323232329gk8j.jpg
    Grafik: Stadt Frankfurt am Main

    Bolongarostraße 155 / Allmeygang 1

    Die Bolongarostraße 155, ein barockes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert unter Verputz, steht seit längerer Zeit leer. Letzter Nutzer war das italienische Restaurant "Melodie". Es besteht Denkmalschutz. Nebenan steht das nicht denkmalgeschützte Haus Allmeygang 1, das oben in Beitrag #198 von HöchsteZeit erwähnt und auch gezeigt wurde. Beide Häuser gehörten zu dem hier schon mehrmals angesprochenen Paket von Henninger-Gaststätten der Mannheimer Goetz-Gruppe. Die beiden Häuser, um die es hier geht, sollen vor einigen Jahren verkauft worden sein.


    Nun ist erneut ein Eigentumswechsel erfolgt (Q). Käufer soll ein im "Main-Taunus-Kreis ansässiger Investor" sein. Dieser plane die Revitalisierung des sanierungsbedürftigen Kulturdenkmals, heißt es in der heutigen Meldung. Der Objektteil Allmeygang sei wohnwirtschaftlich vermietet.


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    Bild: Mylius, GNU-Lizenz für freie Dokumentation @Wikimedia

    Das im Vorbeitrag erwähnte, derzeit leerstehende Hochhaus Hungener Straße 6, früher Sitz der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, wurde verkauft. Käufer des Ensembles aus 14-geschossigem Hochhaus und zwei weiteren Büro- und Schulungsgebäuden (Foto) mit insgesamt 17.000 m² BGF ist der Frankfurter Projektentwickler Max Baum. Dieser wiederum hat rund 10.000 m² BGF an die Frankfurt University of Applied Sciences vermietet (Q). Die Hochschule will dort Interimsflächen während der Umbaumaßnahmen auf ihrem Campus schaffen. Aber auch ein "House of Science and Transfer" als längerfristige Nutzung ist geplant (Q). Vermutlich wird ein Umbau folgen, daher an dieser Stelle.

    Condor nach Neu-Isenburg

    Die Hauptverwaltung von Condor zieht von der De-Saint-Exupéry-Straße in Gateway Gardens nach Neu-Isenburg. Dort in das Gewerbegebiet An der Gehespitz, früher Sitz von Philipp Holzmann. In demselben Gebäude hat auch Apleona seine Zentrale. Das als Update zu den Beitragen #867 und #871 oben.

    Die DekaBank Deutsche Girozentrale hat rund 16.000 Quadratmeter Bürofläche im höchsten Turm des Hochhausensembles Four gemietet. Das sind zehn Büroetagen und damit 22 Prozent der Gesamtfläche des T1 genannten Hochhauses. Vier Jahre vor Fertigstellung sind nun bereits rund 55 Prozent der Büroflächen in dem 233 Meter hohen Turm vermietet. Zuvor hatten die Kanzleien Freshfields und Allen & Overy unterschrieben. Das Trianon, seit über 20 Jahren der Sitz, wird die DekaBank im Jahr 2024 verlassen. Mehr in einer heutigen Mitteilung von Groß & Partner.


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    Bild: Groß & Partner / UNStudio

    Zwischen dem Hafenbecken und dem Nordring ist ein Bürogebäude namens "RockyWood" geplant. Auf dem Grundstück, Anschrift Hafenallee 57, steht noch das Gebäude des Boxclubs Nordend. Das muss abgerissen werden, im Erdgeschoss des Neubaus an der Hafenallee erhält der Boxclub dann ein neues Domizil (wie bereits hier erwähnt). Außerdem ist Gastronomie geplant, offenbar ein Restaurant und ein Café.


    Nach einem Entwurf von Eike Becker Architekten sollen zwei Gebäude entstehen, beide in Holzbauweise, mit einer BGF von etwa 11.000 m². Aus dem Baumaterial sowie der Nutzung auch durch den Boxclub (plus Anleihe bei Sylvester Stallone) wird sich der Projektname ergeben haben. Bauherr ist eine RockyWood Offenbach GmbH & Co. KG, dahinter steht der Hamburger Projektentwickler Primus Developments. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Die Fertigstellung ist im Jahr 2022 geplant. Weiteres ist auf der Projekt-Website zu finden.


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    Ob es den dargestellten Freiluft-Boxring im hochgesetzten Innenhof (Thumbs links und Mitte) tatsächlich geben wird? Darunter sind Pkw-Stellplätze vorgesehen, vermutlich weil wegen der Hochwassergefahr keine Tiefgarage gebaut werden soll. Rechts die Namen der einzelnen Baukörper.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/rockywood_offenbach_5.jpg Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/rockywood_offenbach_3.jpg Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/rockywood_offenbach_4.jpg

    Bilder: PRIMUS developments GmbH

    Voraussichtlich wird das "Center for Humanities" an das Gebäude des DIPF, inzwischen Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, angebaut. Es soll östlich von diesem an der Ecke Miquelallee und Hansaallee stehen. Das ergibt sich aus der Website der Universität als "Machbarkeitsstudie und Projektentwicklung". Diese Abbildung ist beigefügt:


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    Bild: Goethe-Universität Frankfurt


    Bereits im Wettbewerbsverfahren für das Gebäude des DIPF war ein zweiter Bauabschnitt mit 4.000 m² BGF vorgesehen. Der geltende Bebauungsplan (B802 "Universität am Grüneburgpark") lässt hier weitere Bebauung zu. Unten ein Modellfoto des erstplatzierten und im ersten Bauabschnitt bereits realisierten Entwurfs des Freiburger Büros K9 Architekten, 2012 von mir fotografiert (mehr).


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    Foto: Schmittchen, Entwurf: K9 Architekten

    Neubau Mixed-Use-Immobilie mit Büroflächen und 142 Business-Apartments an der Bessie-Coleman-Straße

    Eine gemeinsame Gesellschaft der Fraport Casa Commercial und des Projektentwicklers GBI namens "Coleman 10" wird eine Mixed Use-Immobilie an der Bessie-Coleman-Straße errichten (Quelle). Geplant sind Büroflächen sowie rund 142 Serviced Apartments. Letztere will GBI selbst unter der Marke "Smartments Business" betreiben. Insgesamt sollen auf einem 2.584 Quadratmeter großen Grundstück 11.600 Quadratmeter Bruttogrundfläche entstehen. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2021 geplant, die Fertigstellung zwei Jahre später.


    Wegen des Namens der Gesellschaft ist anzunehmen, dass der Neubau die Hausnummer 10 erhalten wird, also eine gerade Nummer. Demnach wird es um das erste Projekt an der Nordseite der Bessie-Coleman-Straße (Plan) handeln. Also gegenüber vom House of Logistics & Mobility. Die dortigen Baufelder sind bisher wegen des Baus des S-Bahn-Tunnels nicht verfügbar. Ab dem kommenden Jahr sollen sie bebaubar sein. Visualisierung:


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    Bild: Multidimensional Design / GBI Holding AG

    Hallo 1973, unschön, dich mal wieder zu treffen. Was soll das denn für ein städtebaulicher Entwurf sein - ist das einer? An der Ecke Mainzer Landstraße und Elektronstraße respektieren ja selbst die alten Fiat-Gebäude den Blockrand. Und dieser unsinnige "Grünzug" muss aus Verlegenheit infolge des für die Platzanforderungen zu großen Grundstücks entstanden sein (statt Raum für Wohnbebauung zu schaffen). Die begrüßenswerten Ansätze aus dem Schönhof-Viertel mit der "horizontal gemischte Hybridschule" sind wohl schon wieder vergessen. Ich hoffe doch sehr, dass es dazu noch einen Wettbewerb geben wird.


    Zum Areal "FCA Motor Village", Mainzer Landstraße 581, hatte ich hier (mit Luftbild) und dort schon geschrieben. Danke für die aktuellen Informationen.

    Verheißungsvoll in Bezug auf den vorliegenden Entwurf, noch vom Vorbesitzer der Liegenschaft beauftragt und hier wenig geschätzt, ist der letzte Absatz einer heutigen Pressemitteilung von Signa. Demnach soll die Planung überprüft und weiterentwickelt werden. Wörtlich heißt es: "... wird Signa einen achtgeschossigen Neubau errichten, der sich in den besonderen städtebaulichen Kontext am Opernplatz einfügt. Signa überprüft derzeit die Planungsentwürfe des Voreigentümers und entwickelt diese weiter." Ein Vorstandsmitglied wird zitiert: "Wir sind uns bewusst, dass wir an einem sehr bedeutsamen Standort agieren und wollen dafür die beste Lösung. Als langfristig orientierter Bestandshalter legt Signa besonderen Wert auf städtebauliche Qualität."


    Primär geht es in der Mitteilung um das gastronomische Pop-up-Konzept aus epizentrums Beitrag oben. Es trägt den lustigen Namen "Eatdrinkopera".

    Okay. Das allerdings ist etwas müßig, denn gegenüber einer Eins-zu-eins-Um­set­zung sind mir mehr Beispiele in Erinnerung, bei denen die später realisierten Putzfarben deutlich anders ausfielen als auf den Wettbewerbs-Visualisierungen. Ich denke, dem Büro Landes ging es im Wettbewerb vor allem darum, möglichst differenzierte Fassaden darzustellen. Weil das hier überwiegend geförderte Mietwohnungen werden, sind anderen Gestaltungsmitteln als Putzfarben aus Kostengründen eben gewisse Grenzen gesetzt. Bei Landes & Partner braucht man sich keine Sorgen zu machen, denke ich, dieses Büro hat Sorgfalt und Liebe zum Detail schon bewiesen.

    Eigentumswohnungen in freistehenden Gebäuden, sechs Geschosse plus Staffelgeschoss, durchgehende Balkons und Terrassen mit Glasbrüstungen, Südseite, direkt an einen Park grenzend, sind also diese berüchtigte Banlieue von der man immer hört. Donnerwetter, hier kann man echt noch etwas lernen. Bisher habe ich mir unter diesem Begriff immer etwas völlig anderes vorgestellt.