Beiträge von m.Ro80

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    Bzgl. "Dom- und Rathausturm" kommt es auf die Perspektive an:

    Aus der "üblichen" Ansicht von der Mainseite her (egal ob SüdOst / Süd / SüdWest - sozusagen die "Postkarten-Ansicht") bliebe die bisherige Ansicht auf den Dom u.a. unverändert erhalten. Mein Vorschlag zur HH-Bebauung bezieht sich v.a. auf die Gebiete direkt nördlich angrenzend der Zeil (also plus/ minus dort wo das Palais-Quartier steht bis in die Nähe der Konstablerwache). Dieses ganze Gebiet dort ist mMn für HH von mittlerer Höhe (so etwa die Dimension der Palais-Quartier-Hochhäuser) durchaus geeignet.

    Immer wieder liest man den Einwand, das Palais-Quartier würde optisch stören (auch und v.a. in Bezug auf die historische Kernstadt).

    Von der Mainseite auf die Altstadt blickend, kann man das Palais-Quartier zwar im Hintergrund sehen - aber es "stört" dort doch in keiner Weise den Blick, sondern macht ihn eher "spannender", abwechslungsreicher.


    Selbstverständlich:

    Südlich der Zeil (in Richtung historische Altstadt) haben Hochhäuser absolut nichts verloren.

    Das habe ich auch nicht vorgeschlagen.



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    Deinen Pessimismus teile ich nicht.

    Wenn "Freiräume" geschaffen werden, dann geht auf jeden Fall eine spürbare Veränderung. Wie die im Einzelnen umgesetzt wird, das ist dann eben eine Frage des jeweils einzelnen Projektes. Aus diesem Grunde sollten vorweg gefasste "Planungen" auch eher zurückhaltend sein.

    Je flexibler die Matrix ist in der man planen kann, desto tendenziell mehr und bessere Ideen werden die "Markteilnehmer" sich schon ausdenken. Ich glaube fest an die Kraft der "Schwarmintelligenz" oder sagen wir besser: "Schwarm-Kreativität".

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    Rechnen wir doch mal grob durch (falls meine Zahlen nicht stimmen, dann bitte korrigieren).

    Eine Ladenfläche in TOP-Lage bringt so ca. 300 € /qm Monatsmiete.

    Eine Bürofläche in guter City-Lage wie der Zeil (ich rede nicht von *Spitzenmiete* !) dürfte in einem modernen Gebäude bei ca. 30 €/ qm Monatsmiete liegen. Das heisst: 10 Stockwerke Bürofläche bringen etwa dasselbe wie 1 Stockwerk EG-Ladenfläche [klar, die 10 Stockwerke müssten erst mal noch gebaut werden :-)]

    Wenn man einem Investor z.B. 20 Stockwerke "plus" genehmigt - das entspräche einer Bauhöhe von ca. 60 Metern), dann könnte er bei dieser Kalkulation mit Sicherheit die Ladenfläche zumindest deutlich vergünstigt ins Portfolio nehmen. 30 oder gar 40 Stockwerke mehr würden dann sogar "richtig Geld" bringen. Ich denke, diese Kalkulation geht durchaus. Beim "Palais Quartier" hatte man nach meiner Erinnerung genau dieses Konzept verfolgt: Wegen dem deutlichen Zugeständnis an Baumasse konnte als Gegenleistung des Investors das historische Palais wieder hergestellt werden.

    Solch ein Ansatz geht sehr wohl - wenn man nur will.


    Der HHRP ist überhaupt kein Argument. Den HHRP könnte man ändern.

    Im Übrigen ist das kompromisslose Credo: "Keine Hochhäuser ausserhalb der (bestehenden) Cluster !" auch noch städtebaulich höchst fragwürdig (letzteres ist meine persönliche Meinung).

    Speziell für den Bereich der Zeil hätte ich folgenden Vorschlag:


    Die Stadt erlaubt tendenziell eine höhere bauliche Ausnutzung einiger / aller Liegenschaften "in der Höhe"; zugleich wird vorgegeben, dass (zumindest einige der ) unteren Bereiche der Gebäude (EG bis ca. 3 OG) "vergünstigt" an Geschäfte / Gastronomie / Arztpraxen etc. vergeben werden. Vielleicht könnte bei einem solchen Konzept sogar ein "kleines Museum" für die Stadt noch bei herauskommen.

    M.a.W:

    Auf der einen Seite macht man deutliche Zugeständnisse an die Investoren bzgl. baulicher Ausnutzbarkeit der Grundstücke; auf der anderen Seite versucht man die urban-sensiblen Bereiche der Gebäude in den unteren Geschossen (zumindest teilweise) bzgl. Mietpreisen geregelt zu bekommen.

    Dann hätten auch inhabergeführte Geschäfte bzw. mittelständische Händler / Ketten an diesem Standort wieder eine Chance.


    Speziell Ffm. ist mit der hohen Nachfrage nach Gewerbe-/Büroräumen in einer privilegierten Situation. Diesen Rückenwind könnte man durch ein solches Verdichtungs-/ Preislenkungs - Konzept speziell für die Zeil mMn. sehr gut nutzen. Und weshalb im Bereich zwischen KonstablerWache und HauptWache an einzelnen Stellen (vor allem nördlich der Zeil) nicht auch kleinere HH (bis ca. 120 Meter) stehen können, erschliesst sich mir sowieso nicht.

    Ich kenne die "Verhaltens-Kodexe" innerhalb von (städtischen) Verwaltungen nicht, aber mal ganz im Ernst:

    Jede grössere Stadt sollte ein Referat haben, in dem sich ein paar Mitarbeiter um die "Öffentlichkeitsarbeit" für "die Stadt" kümmern.

    Und genau in diese Kategorie "Öffentlichkeitsarbeit" würde es mMn gehören, dass solche Mitarbeiter auch für einen passablen Internet-Auftritt ihrer Stadt (bzw. dazu gehörende herausragende Projekte / Vorkommnisse) sorgen - auch ausserhalb "offizieller" Info-Seiten der Stadt. Das bedeutet, dass "die Stadt" eben auch auf Seiten wie "Wikipedia", oder anderen einschlägig bekannten Forum (vielleicht eben auch das "DAF") für neutrale Darstellungen zu wichtigen Projekten / Vorkommnissen sorgen sollte und (andererseits) versuchen sollte, auch groben Unfung ggf. klarstellend zu kommentieren.

    Der Elbtower ist ohne Zweifel solch ein "wichtiges Projekt" bzw. "Vorkommnis".

    Zur Planung im Bereich Hanauer LStr. meine Anmerkung:


    (a) Der Standort Ziff.4 aus dem Bereich Ostend (Hanauer L-Str. Ecke Honsellstrasse) könnte mMn mit einem vollwertigen HH (so rund 120 Meter Höhe) entwickelt werden. Ein HH von der Kubatur des "Spin" würde dort sehr gut hin passen, ohne dass die Umgebung zu stark beeinträchtigt wird. Direkt westlich davon verläuft ja die Bahntrasse und nördlich die Hanauer LStr. Wen würde das dort stören ? Ich sehe an dieser Stelle auch keine Trübung der Dominanz des EZB-Turmes, weil die EZB in aller Regel von Süd-Osten oder Süd-Westen in den Medien gezeigt wird. Und städtebaulich sähe ein HH an dieser Stelle auch sehr gut aus.

    (b) Aus den gleichen Gründen würde auch auf dem Ex-Telekom-Areal (Standort Ziff. 1 ) mMn ein mind. rund 100 Meter HH überhaupt nicht stören (südlich die Bahntrasse, nördlich die Henschelstrasse. Das stört niemanden - bis auf wirtschaftsfeindliche Prinzipien-Reiterei).

    Zudem fällt das Gelände dort nach Süden stark ab, was eventuelle Verschattung in Richtung Norden nochmals reduzieren würde.

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    Könnte man.

    Wenn das Ganze ein ansehnlicher Zweckbau wäre, der wirklich für das gebaut worden ist, was er "offiziell" vorgibt zu sein:

    Ein Museum um Kunstwerke / Exponate darin zu zeigen (zur Abwechslung veilleicht auch mal in Essen / Bochum / Dortmund etc. statt in der obligatorischen Hauptstadt).

    Aber genau das ist es doch gar nicht.

    Das Museum (genauer: "Forum") war doch bloss das argumentative Schutzschild, was man vor dieses Projekt spannte damit es von Anfang am schwerer ist dagegen zu argumentieren. Gegen ein "Schloss" kann man eine grosse Mehrheit aufbringen. Gegen "Kultur "zu sein ist schon deutlich schwieriger.

    Aber letztlich hat es den Charakter von "Schloss" (oder zumindest ist es ein Fake davon). Das sieht man an dem Stolz, mit dem alle Fans, Gönner und Spender auf dieses Projekt zeigen - mit den ganzen historischen Obertönen und Altlasten drumherum.

    Und so wird die ganze "Debatte" mutmaßlich noch sehr sehr lange weitergehen um dieses Bauwerk.

    Vielleicht zeigt sich an den Debatten und Streitereien um das HF auch "einfach nur" die tiefe Zerrissenheit und Verlogenheit unserer (bundesrepublikanischen) Gesellschaft. Ich weiss es nicht. Ich denke aber auch das wäre ein plausibler Erklärungsansatz.

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    Im Prinzip ist das ganze Nordend und Sachsenhausen(Nord) so entstanden.

    Das waren (gehobene) Mittelstands-Familien (v.a. Handwerker u. Kaufleute) die diese Grundstücke mit ungeteilten MFHs bebauten und ihr Gewerbe oft im Hof in kleineren Hinterhäusern hatten.

    Diese Häuser waren der "Familienbesitz", in denen die Familie selbst wohnte und die übrigen Wohnungen vermietete.

    Teilung nach WEG gibt es erst nach 1945. Vor WW2 gab es kein "Wohnungseigentum" (was ich in keiner Weise schlecht reden möchte).

    Prinzipiell könnten auch heute noch solche "Gründerzeit-Quartiere" neu gebaut werden.

    Ich kenne eine VIELZAHL von materiell gut gestellten Handwerkern, die sofort (und zu einem beträchtlichen Teil in Eigenleistung) solche Häuser hochziehen würden, wenn sie ein Grundstück überhaupt bekommen könnten und dafür nicht gerade Mondpreise bezahlen müssten.

    Man müsste durch entsprechende Vertragsgestaltungen verhindern, dass die derart erstellten MFHs dann aber gewinnbringend in ETWs geteilt werden und einzeln veräussert werden. Da liegt der Knackpunkt.

    Aber wenn ich mich so umhöre würde die Vielzahl der mir bekannten Handwerker solche Restriktionen sogar in Kauf nehmen. Die WOLLEN was bauen um Kapitalanlage zu betreiben und über die Mieten eine Altersvorsorge zu generieren, die KÖNNEN aber nicht, weil schlichtweg kein Bauland-Angebot da ist um solche Baumodelle zu machen.

    Auch Wohnungsbau in Genossenschaften wäre prinzipiell möglich (in München schon häufiger als in Ffm; in Wien ohnehin).

    Tja, es fehlt "schlichtweg" an Bauland und an "maßgeschneiderten, kreativen Lösungen".

    Wie ich immer sage: Zum Städtebau braucht es Land, wie zum Backen das Mehl.

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    Gegenbeispiel:

    In Paris hat man das Büro-Viertel "la Defense" gebaut (vergleichbar mit den HH-Clustern in Ffm.). Dadurch wollte man den klassischen Charakter des Belle-Epoque-Paris (entspricht den Deutschen Gründerzeit-Quartieren) weitgehend von Hochhäusern freihalten.


    Man muss die Dinge nicht so schroff trennen, wie Paris das getan hat. Auch in London oder Warschau findet man Hochhäuser relativ nah am historischen Innenstadt-Bereich. Aber so extrem beieinander wie in Ffm. sehe ich "Moderne" und "Historisches" in keiner anderen europäischen Stadt.


    Im Übrigen: Auch in Ffm. hatte man lange Zeit wohl tendenziell anders gedacht. Die Top-HH-Projekte der 1980er (Messeturm und Campanile) standen weitab der historischen City (heute: CBS). Auch das Konzept der "Bürostadt Niederrad" passt gut für mein Beispiel.

    Aber irgendwann ist in Ffm. die Entwicklung dann umgeschlagen (Trend: Alles auf die Cluster und v.a. in den CBS). Nach meiner persönlichen Meinung war das nicht zum Vorteil des Stadtbildes. Und ganz so "persönlich" kann meine Meinung nicht sein, denn überall in Europa macht man die HH-Verdichtung jedenfalls nicht so extrem im historischen Kernbereich wie in Ffm.


    So, jetzt "habe ich fertig".

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    Nein !

    Das sehe ich leider komplett anders: Die "Wiederherstellung von Langer Franz & Co." würde das insgesamt modern und kosmopolitisch anmutende Bild der Skyline mMn zu sehr trüben. Da sehe ich leider auch kein "perfektes Alleinstellungsmerkmal vor der Hochhauskulisse". Ich fürchte, das ganze Ensemble dürfte dann eher in Richtung "Mittelalter_21" driften. Eine provinziell anmutende Vermischung völlig unterschiedlicher Baustile im Kontext einer geradezu mittelalterlichen Stadtenge.


    Nach "Metropole" sieht eher das linke Viertel des Bildes von Adama aus: Der weit reichende Blick bis hin zum "Spin" und dem "Grand-Tower":

    Grossstädtische Architektur im Kontext von Räumlichkeit und optischer Tiefe.

    Das Gegenteil von übermässiger HH-Dichte und ein "Stück Mitteltalter" direkt davor.

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    Lass vielleicht mal "die Öffentlichkeit" (die Berliner ? / die Deutsche ??) und deren vermeintlichen "Anspruch" da raus.

    Die hatte und hat im Zweifel ganz andere Sorgen und Prioritäten als die Berliner Eliten-Blasen / - Bläschen, von denen auch das Projekt "Bauakademie" eine ist.

    Glückwunsch an Düsseldorf !

    Ein sehr schön proportioniertes Gebäude (rund 110 Meter bei beachtlichen 70 tqm). Das ergibt eine eindeutig als HH wahrnehmbare Höhe bei zugleich angemessener Masse / Breite - fast schon monumental anmutend.

    Warum geht so ein Behörden-Projekt nicht auch in Ffm. ? Hätten auch wir dringend nötig.

    ^^

    Wenn ich Dich korrekt verstehe, dann bin ich Deiner Meinung:

    Bezogen auf Ffm. könnte man Deinen Gedanken ggf. formulieren wie folgt:

    Warum (wie konkret angedacht) den bestehenden HBF mit mehreren unterirdischen Röhren quer durch die Innenstadt zum Durchgangs-HBF umbauen (unter Beibehaltung der heutigen keinesfalls voll befriedigenden städtebaulichen Strukturen in Ffm City-West).

    Man könnte auch grossräumiger planen und den HBF an anderer Stelle innenstadt-nah neu konzipieren - und zwar oberirdisch (habe ich im Ffm-Forum grob beschrieben).

    Das wäre natürlich eine "Grossplanung" in Deinen Sinne, weil eine Vielzahl von weiteren Belangen abgestimmt bzw. umgeplant werden müssten. Aber ich finde, diese Mühe (und planerische Verzögerung) wäre es für Ffm. wert.


    Problem:

    Das ist mit dem heutigen Zeitgeist nicht zu machen.

    Das Gebiet ist zu drei Seiten von Bahntrassen umzingelt, liegt neben dem Heizkraftwerk und mittendurch führt der Autobahnzubringer.

    Na ja, das liesse sich "theoretisch" durchaus ändern:

    Nochmals mein Vorstoss: Der heutige HBF (samt Gleis-Vorfeld) muss dort weg !

    Dann hätte man ein Gebiet "Gallus / Gutleut" was man "aus einem Guss" für mehrere zehntausend Wohnungen und Arbeitsplätze extrem urban entwickeln könnte.

    Wenn man den HBF nicht auf die A5-Trasse verlegen kann / will [*seltsam*: vor rund 100 Jahren hatte man schon einmal diese mutmasslich *verrückte* Idee] hätte ich einen weiteren Vorschlag:

    Die Haupt-FernbahnBahn-Trasse geht künftig durch Sachsenhausen-Süd. Allerdings wird nicht Sachsenhausen-Süd zum neuen HBF ausgebaut (das dürfte tatsächlich schwierig werden). Den neuen HBF bauen wir ein paar hundert Meter weiter östlich in den Oberräder Gemüse-Gärten: Massig Platz wäre da für ein grosses Gleis-Vorfeld eines modernen Durchgangs-HBF. Mit der Station "Mühlberg" hätten wir schon heute einen passablen ÖPNV-Anschluss dieses gedachten neuen Oberrad-HBF.

    Sicherlich wären zählreiche Folge-Punkte noch zu lösen, aber das wäre doch ein Konzept über das man zumindest auch mal diskutieren sollte. Ich sehe jedenfalls keinen durchschlagen Einwand dagegen [...] .

    Der heutige HBF würde zu einer grösseren Nahverkehrsstation. Das historische Gebäude könnte Kultur-Nutzung etc. werden.

    Ich kann die "Nörgelei" um dieses HH nicht verstehen.

    Mir gefällt es sehr, sehr gut. Ich finde, das ist ein ziemlich lupenreiner "Internationaler Stil" und auch durchaus wertig wieder revitalisiert (so erscheint es jedenfalls von aussen).

    Ich wäre froh, wir hätten bei uns in Ffm. noch einige weitere solche Vertreter dieser Epoche.

    Und wer partout ein "günstiges" Büro sucht: Ja, der kann gerne in einen Gewerbepark ziehen, das ist völlig legitim. In dem TK-Hochhaus mag es etwas teurer sein, dafür aber ganz sicher "mit Stil".


    von wegen: "Es spricht halt so gut wie gar nichts für das Gebäude außer seine Höhe."

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    In Deinem Vorbeitrag merkst Du selber an, dass nach Deiner Meinung der MT in der jetzigen Planung [Zitat: "leider immer noch etwas zu niedrig ist. Der Turm setzt sich nicht genug von der Höhe des Messeturms ab".].

    OK. Wenn man den Aspekt "Höhe" aufgreifen möchte, dann wäre es doch sicherlich möglich dabei auch die Dachformform (sie ist einer meiner wesentlichen Kritikpunkte) insgesamt noch mal zu überdenken / überarbeiten. Möglicherweise würde schon ein etwas steilerer Winkel das Dach gefälliger erscheinen lassen und dabei auch die Höhe des Gebäudes vergrössern. Ich sehe jetzt nicht wo da der Widerspruch liegen soll bzw. etwas "zur Genüge diskutiert" wäre.


    Zudem geben die Bilder von dem Modellbau (im Übrigen *vielen Dank !*) weitere Eindrücke von dem Entwurf. Diese Eindrücke sind für mich leider eine Bestätigung meiner bisherigen Kritikpunkte (Refrain: "zur Genüge disktutiert")..

    Begeistert von dem Entwurf war ich nie.

    Auf dem letzten Bild sieht man v.a. die sehr flache Neigung des Daches. Das sieht mMn nicht vorteilhaft aus (wirkt plump, altbacken, weckt bei mir Assoziationen an die Wachtürme eines Römischen Kastells).

    Auf dem zweiten Bild (von oben) sieht man deutlich die mMn zu starke Drehung des Turm-Bauwerkes an sich. Eine deutlich reduziertere Drehung würde das Ganze positiver erscheinen lassen. Ich kann nicht exakt begründen warum, aber das ist mein ästhetisches Dafürhalten. Die Drehung ist einfach zu stark und gibt dem Turm eine Art von "Spielzeug-Charakter".

    Am Besten [...]. Ich will nicht unnötig polemisieren.

    Zitat jan85: "Tatsächlich habe ich aber mehrfach Analysen gelesen, wonach ein zweistelliger Prozentwert der Umsteiger in München und Frankfurt tatsächlich direkt von oder nach Berlin reisen möchte. Das ist in der Summe nun nicht gerade wenig."


    Das mag sein.

    Die eigentlich relevante Frage wäre aber, wie gross der Anteil der Umsteiger bei (aussereuropäischen) Zuflügen in FRA bzw. MUC tatsächlich ist.

    Wer in einem (aussereurop.) Flug nach FRA oder MUC fliegt, der deckt mit diesem Flug praktisch ganz West-Deutschland ab. M.a.W: er wird von FRA oder MUC aus dann eben den PKW oder die Bahn nehmen um seine endgültige Destination in der (West-)BRD zu erreichen.


    Nehmen wir mal an, der BER wäre das zentrale Drehkreuz für die BRD. Dann würden mit dem BER-Flug zwar die Berliner Kunden "direkt" bedient, Aber es gäbe bei dieser Organisation einen mutmaßlich noch viel grösseren Umsteiger-Anteil der dann nach West- oder Süddeutschland weiterreisen wollte. Und da die Entfernungen von Berlin in die anderen Schwerpunktgebiete Deutschlands nicht gerade klein sind, würde auf diese Weise im Ergebnis noch viel mehr Umsteige-Flugverkehr generiert.

    Die status quo scheint also sehr wohl eine rein tatsächliche Berechtigung zu haben - und das mittlerweile 32 Jahre nach 1990.


    PS: Einwohnerzahl West-BRD: ca. 66 Mio.

    Einwohnerzahl Ost-BRD (einschlesslich Berlin) : ca. 16 Mio (= 12,5 + 3,5 Mio).

    Einfache Grundrechenarten liefern verblüffende Erklärungen.:)