Quartier am Tacheles

  • Langsam nehmen die Gebäude Konturen an. Ich mag den Blick von der Kalkscheunenstraße:



    Die riesige Baulücke entlang der Oranienburger Straße schließt sich langsam.



    Bilder von mir & gemeinfrei.

  • Im Vergleich zu den Aufnahmen, die Dexter Anfang September in #418 von der Front an der Friedrichstraße zeigte, kann vermutet werden, dass weitere Fensterelemente eingesetzt worden sind. Weitere Einzelheiten zur Ausführung der schmalen Wandbereiche, die meines Erachtens nach analog zur architektonischen Ausgestaltung in der Passage in einer hellen Klinkeroptik ausgeführt werden, sind jedoch bisher nicht sichtbar.


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    Mich würde es sehr freuen, wenn man sich endlich der beiden heruntergekommenen Altbauten nördlich der Passage annähme.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Im Tagesspiegel ist ein Artikel über die "Stararchitekten" am Tacheles. Vor allem der Neubau "Oro" von Herzog & de Meuron (die ja auch den Masterplan entworfen haben) ist zu sehen. Ansonsten viel Lob für das neue "Viertel". Allerdings habe das Umfeld an der Ecke Oranienburger und Friedrichstraße noch eheblichen Potential


    Weitere Visualisierungen sind bei bloomimages zu sehen. Würde sie gerne hier einbinden, traue mich aber nicht.:/

    Deshalb hier schauen.

  • Nach über einem Monat wieder ein Update von der Baustelle am Tacheles, wo die Arbeiten voranschreiten:


    Hier sieht man bereits die Rundbogenfenster des schönen Oro. Gerade in Mitte taucht dieses Gestaltungsmerkmal in letzter Zeit wiederholt auf und wurde bislang stets fast einmütig begrüßt, was dafür sprechen könnte, dass ein gewisses Bedürfnis nach mehr Rundungen am Bau besteht.


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    Ein kurzer Blick zu Oros Nachbarn:


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    Zurück zu Oro:


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    Bilder von heute & von mir & gemeinfrei.

  • Endlich mal wieder ein Gebäude, das Berlin beweist: Es muss nicht immer alles streng rechteckig sein. Ich freu' mich drauf!

  • Ein paar Fotos vom Baufortschritt.


    Ansicht aus der Kalkscheunenstr.:


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    Johannisstr.:


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    Oranienburger Str.:


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    Was mir vorher nicht aufgefallen war, ist dass das Oro in den ersten zwei Geschossen den Tachelesaltbau spiegelt, sowohl in Fensterform als auch Geschosshöhe. Auf den Fotos kommt das nicht so gut raus, aber vielleicht doch erkennbar.


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    In natura gibt das dem Ensemble Symmetrie und Harmonie, jedenfalls wirkte es so auf mich. Am Altbau selbst lassen sich noch keine Arbeiten an der Fassade ausmachen.

  • Die Neubauten an der Friedrichstraße 110 - 111 sind zwischenzeitlich ohne Gerüste zu sehen (vergleichend zu Backstein's Bildern in Post #432). Die Arbeiten des Fensterbauers sind abgeschlossen, sodass in absehbarer Zeit die Fassadenarbeiten (Dämmung, Verkleidung) beginnen können. Die entsprechenden Unterkonstruktionen zur Befestigung der Fassadenelemente sind bereits angebracht worden.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich am 20.03.2021 aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Das sieht in der Tat etwas enttäuschend aus. Ich hoffe das sich der Gesamteindruck glättet, wenn man das Ganze als Ensemble aus alt und neu betrachtet. Das gezeigte Gebäude ist evtl. auch nicht der beste Entwurf, das Gebäude aus Ziegelsteinen mit den Rundungen das noch im Bau ist, hat da wahrscheinlich mehr Potential.

  • Wow. Ein nicht zu Ende gebautes Gebäude so zu beurteilen. Fantastisch.

    Wenn ich mir die Visualisierungen der Passage anschaue, so glaube ich, dass wir hier ein schönes Stück Stadt wiedergewinnen werden.

  • Erst mal schön dass hier etwas Stadt wieder Gestalt annimmt- ob die Passage funktioniert sei erst mal dahingestellt - sieht an der Friedrichstrasse doch, wie zu erwarten war, sehr nach einem anspruchslosen, schnöden Bürokampus aus, das stimmt nicht gerade erwartungsfroh, da wird auch die noch anzubringende Verkleidung wohl kaum noch für positive Überraschungen sorgen - aber so passts wenigstens zu seinem hässlichen Nachbarn rechter Hand.


    Vielleicht hätte man doch lieber auf den Überbau verzichten und damit die Passagenidee lieber sein lassen sollen es nimmt sich an der Friedrichstraße schon sehr wie der Zugang in eine dunkle reizlose, überdachte Straßenschlucht aus und wirkt auf mich von dieser Ansicht her eher hemmend mich auf dieses Areal einzulassen.

    Bleibt zu hoffen dass der Rest mehr Anreize bietet sonst wärs schade.


    Ich musste an ähnliche Projekte von Helmut Jahn denken die nie Funktioniert haben. In Rostock wurde es ein zugiger dunkler Windkanal um den die Leute einen Riesen Bogen gemacht haben. Das wirkt bis heute wie ein toter Fremdkörper mitten in der City.

  • Ich wüsste nicht, dass Gebäude geplant von HdM, anspruchslos wären. Es ist ja durchaus legitim die nicht schön zu finden. Aber anspruchslos?

    Ob die Passage besser funktioniert als die damalige werden wir dann sehen.

  • Nun die Erscheinung an der Friedrichstraße kommt doch über ein Glasraster nicht wirklich hinaus und wirkt auf mich eher uneinladend mit seiner verbissenen Nüchternheit - ich seh da jetzt nicht unbedingt postmoderne Tiefgründigkeit Oder ein charmantes Lächeln mit Willkommensgeste in der Stadtlandschaft. So wie ich das sehe sind HDM sind wahre Poser geworden, die es schaffen mit jeder überteuerten Eulenspiegelei das Geltungsbedürfniss ihrer Kundschaft anzusprechen, die liefern auch mal einfach nur ab, kein Grund um ehrführchtig zu werden.


    Selbst Chipperfield hatte in London wider besseren Wissens auf Geheiß seiner Investoren den Anwohnern seine architektonischen Flops vorgesetzt - warum sollte das bei HDM anders sein, die wollen auch nur Geld verdienen.

    Mich erinnert das ganze Gewese um die Truppe doch manchmal sehr an den Wolf und das „HURZ“ schreiende Lamm.


    Mich würde freuen wenn die Passage angenommen wird und sich vielleicht zugängliche ansehnliche Refugien gegenüber der betriebsamen Friedrichstraße etablieren auch wenn ich es mir bisher nicht recht vorstellen kann aber das Projekt besteht ja zum Glück nicht nur aus dem Gebilde an der Friedrichstraße.