Beiträge von RianMa

    Grundinstandsetzung und Erweiterung des Pergamonmuseums

    Die Sanierung des Pergamonmuseums schreitet trotz des enorm langen Zeithorizonts und einer geplanten Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zwischen 2023 und 2025 unaufhaltsam voran. Der aktuelle Bauabschnitt A umfasst den gesamten Nordflügel, den Mittelbau mit dem Pergamonsaal und den Neubau des Tempiettos. Der Südflügel folgt schließlich im Bauabschnitt B, welcher sich nahtlos an den ersten Bauabschnitt anschließen wird. Dazu gehören dann vermutlich auch der Bau des vierten Flügels, der den jetzt noch U-förmigen Komplex zur Spree hin schließen wird, sowie das neue, repräsentative Zugangsbrückenbauwerk.


    Seit einigen Wochen/Tagen sind nun auch äußerlich die ersten sichtbaren Fortschritte im Bereich der historischen Fassaden wahrzunehmen. Nach aktueller Planung dauern die umfassenden Instandsetzungen der Natursteinfassade aus Kirchheimer Muschelkalk voraussichtlich bis Ende 2020 und finden damit nach vier Jahren ihren Abschluss. Aus einiger Entfernung erkennt man bereits das deutlich hellere Erscheinungsbild der nördlichen Giebelfassade im Vergleich zum unsanierten südlichen Zwillingsbau.


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    Bei der Fassadensanierung sollen nach Auskunft des Bauherrnvertreters, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt möglichst große Bereiche der originalen Natursteinfassade mit ihren Spuren der Alterung bewahrt und Neuerungen optimal an den Bestand angepasst werden. Vorhandene Kriegsspuren sind als historisches Zeugnis in ihrem Erscheinungsbild erhalten geblieben. Anderweitige Fassadenschäden (Abplatzungen oder Ausbrüche) wurden jedoch durch Steinersatz oder Vermörtelung beseitigt.


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    Trotz des heutigen schlechten Wetters geben die sanierten Fassadenbereiche einen hervorragenden Eindruck ab:


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    Der nachfolgend abgebildete Südflügel wird erst in einigen Jahren angefasst. Die helle Fläche im geschlossenen, massiven Wandfeld deutet bereits die Höhe des geplanten vierten Flügels an, der als offene Stützenhalle geplant ist. Über die neue Brücke gelangt der Besucher nach Gesamtfertigstellung in die großzügige Stützenhalle, kann zu beiden Seiten die Flügelbauten betreten oder den zentralen Eingang über den neu errichteten Tempietto am Ende des Ehrenhofs wählen. Aber all das ist noch Zukunftsmusik.


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    Nach der Sanierung wird schließlich auch der Südflügel aufgrund des dann sichtbaren und deutlich helleren Muschelkalks wesentlich besser mit der neuen James-Simon-Galerie und dessen heller, mit Dolmitengestein versetzter Betonfassade harmonieren.


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    Im Hintergrund erkennt man gut den modernen Tempietto als zukünftigen zentralen Eingang in das Pergamonmuseum, dessen Rohbau bereits Anfang 2019 fertiggestellt worden ist. Die massiven Stützkonstruktionen am und im Nordflügel sind übrigens notwendig, da im Inneren des Gebäudes zahlreiche tragende Wände im Sinne einer neuen Raumaufteilung entfernt worden sind, um einerseits den Einbau zusätzlicher Treppenhäuser und Aufzüge zu ermöglichen sowie andererseits den konzipierten, umlaufend erlebbaren "Rundgang antiker Architekturen" im späteren Museumsbetrieb umsetzen zu können.


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    Auch auf der Rückseite werden erste Fassadenabschnitte von Baugerüsten befreit.


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    An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis zu den Stülerschen Kollonaden, die den Platz vor der alten Nationalgalerie einfassen und längs der Spree bis zur Rückseite des Pergamonmuseums fortgeführt wurden (nachfolgend links angeschnitten). Hier hat diesen Sommer der letzte Bauabschnitt der Gesamtsanierung begonnen, welcher die Freistellung des Säulengangs umfasst. Dieser Teil der Kolonnaden war 1911 zugebaut worden, um zusätzliche Räume auf der Museumsinsel zu schaffen.

    Das Kolonnadenbauwerk wird abschnittsweise instandgesetzt. Stark geschädigte Bauteile werden demontiert, ebenfalls restauriert und später wieder eingebaut. Der Kopfbau wird unter Verwendung der historischen Säulen als offener Pavillon neu gestaltet und der Allgemeinheit wieder zugänglich gemacht.


    An den Kolonnaden wird zunächst ein Gerüst aufgebaut, das für den Abbruch aller Wände, Decken und der gesamten Technik genutzt wird. Um das Bauwerk stabil zu halten, wird nach Abschluss der Abbrucharbeiten eine Stahlkonstruktion als Arbeitsgerüst errichtet. Alle weiteren Arbeiten werden unter einem Wetterschutzdach durchgeführt, das zusammen mit der gesamten Einhausung entsteht und bis Dezember 2020 fertiggestellt sein soll. Die gesamte Baumaßnahme kostet nach aktueller Schätzung rund 12,5 Millionen Euro und wird voraussichtlich 2022 abgeschlossen.


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    Alle Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

    Neubauvorhaben Wohngebäude Linienstraße 72

    Da der Neubau in der Linienstraße 72 nun nahezu vollendet ist (noch fehlen die Eingangstüren), lohnt sich an dieser Stelle noch ein Vergleich zu einem Pariser Wohnhaus, welches 1930 nach den Plänen des recht bekannten, französischen Architekten Michel Roux-Spitz im Boulevard du Montparnasse 11 errichtet worden ist. Der direkte bildliche Vergleich macht deutlich, dass der Architekt des Wohnhauses in der Linienstraße, Sebastian Treese, die Grundidee und die architektonischen Merkmale größtenteils übernommen hat und trotz des kleineren Bauvolumens und zwei Geschossen weniger als das Vorbild ein sehr elegantes Haus entstanden ist (Projektseite).


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    Die Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.
    Anmerkung zum Pariser Wohnhaus: Die Fenster sind leider nicht mehr im Original vorhanden. Diese waren horizontal gesprosst.

    Erhalt der Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin und des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin


    Aus aktuellem Anlass möchte ich diesen Diskussionsstrang wiederbeleben, da kürzlich durch die Presse neue Entwicklungen bezüglich zweier herausragender Ikonen der Berliner Nachkriegsmoderne bekannt gegeben worden sind. In der Krahmerstraße in Berlin-Lichterfelde befinden sich zwei wissenschaftliche Forschungsgebäude der Charité. Auf der Nordseite der Straße wurde in den Jahren 1966-74 das durch die Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel entworfene Institut für Hygiene und Umweltmedizin erbaut. Direkt gegenüber auf der Südseite begannen 1971 die Bauarbeiten für das Zentrale Tierlaboratorium der Freien Universität Berlin, später Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité, welche 1981 abgeschlossen werden konnten. Entworfen hatte diesen heute als "Mäusebunker" bekannten Gebäudekomplex das Architektenehepaar Gerd und Magdalena Hänska.


    Beide Forschungseinrichtungen, die unterirdisch miteinander verbunden sind, beeindrucken durch ihre architektonische Ausgestaltung, welche eindeutig dem Betonbrutalismus zugeordnet werden, in ihrer Architektursprache jedoch gegensätzlicher kaum sein können. Während der Mäusebunker durch seine strenge Form den Eindruck eines monumentalen Raumschiffs vermittelt, ist das Hygieneinstitut deutlich vielschichtiger, filigraner und aus mehreren Gebäudeteilen zu einem Gesamtobjekt geformt.


    Die Charité beabsichtigte zunächst, den Mäusebunker sowie das Hygieneinstitut noch in diesem Jahr abzureißen, um die Entwicklung eines neuen Forschungscampus an gleicher Stelle voranzutreiben. Begründet wurde dies mit immensen Sanierungskosten infolge notwendiger Asbestsanierungen und veralteter Haustechnik. Anträge auf Abriss für die nicht unter Denkmalschutz stehenden Bauten waren zuvor bei der zuständigen Bauaufsicht eingereicht und bereits genehmigt worden.

    Zeitgleich formierte sich jedoch Protest in den Reihen derer, die die Gebäude als einzigartige Bauwerke der Nachkriegsmoderne und als baukünstlerisch herausragende Beispiele des Betonbrutalismus betrachten und sich für einen Erhalt einsetzten. Eine Petition wurde hierzu ins Leben gerufen, um auf die beiden Forschungsgebäude und den baldigen Abriss aufmerksam zu machen. Im Juli berichteten im Zuge eines weitreichenden Medienechos sogar die ARD-Tagesthemen über den Mäusebunker (ARD-Tagesthemen vom 08.07.2020, Bericht ab Minute 24:30) und dessen Zukunft.


    Ende August wurde nun schließlich bekanntgegeben, dass die Charité die Abrisspläne für das Hygieneinstitut zunächst zurückstellt, dieses sanieren möchte und eine Einbindung des Komplexes in den zukünftigen Campus beabsichtigt. Ebenso soll ein Ideenworkshop initiert werden, in welchem über mögliche Nachnutzungen des Mäusebunkers diskutiert werden soll. Der Abriss in diesem Herbst scheint zunächst vom Tisch zu sein. Die Denkmalpflege beschäftigt sich eingehend mit den Forschungsgebäuden und hat mittlerweile beide Objekte als "denkmalwürdig" eingestuft (Quelle). Jedoch wurden die Bauten bisher nicht unter Denkmalschutz gestellt, was durch die Petition weiterhin gefordert wird, um den Gebäudebestand langfristig sichern zu können.


    Ich empfehle jedem Architekturinteressierten einen Besuch dieser brutalistischen Bauten, denn nach wie vor ist der Erhalt beider Bauten nicht gewiss. Des Weiteren wird in der Galerie des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in der Mommsenstraße 64 bis zum 29. September die Ausstellung "Mäusebunker & Hygieneinstitut: Versuchsanordnung Berlin" gezeigt, die durchaus interessant sein könnte.


    In Ergänzung dazu folgen nun aktuelle Eindrücke beider Objekte. Ich starte mit Aufnahmen des Mäusebunkers, der Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin. Die nördliche "Giebelseite" des Forschungsgebäudes ist gut von der Krahmerstraße aus einsehbar:


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    Die Längsseiten des komplett in Beton ausgeführten Gebäudes werden durch tetraederförmige Vorbauten mit dreieckigen Fensteröffnungen sowie durch die weit auskragenden, blauen Lüftungsrohre gegliedert. Auf den zwei nachfolgenden Aufnahmen ist die Nordseite des Gebäudes zu sehen.


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    Einen besseren Blick hat man jedoch auf die südliche Längsseite, welche ebenso durch Rohre und Tetraeder gestaltet ist. Während die Obergeschosse sehr geschlossen wirken, was nutzungsbedingt sinnvoll erscheint, da die Labore damals vom direkten Sonnenlicht abgeschottet sein sollten, öffnet sich das Erdgeschoss größtenteils zum Außenraum.


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    Es folgt nun das Institut für Hygiene und Umweltmedizin. Während man die Kubatur des Mäusebunkers aufgrund seiner Klarheit und Einfachheit sehr schnell erfassen kann (und es dafür nicht viele Fotos benötigt), ist das Hygieneinstitut aus jedem Blickwinkel anders gestaltet. Der Baukörper öffnet sich dem Besucher zunächst in Richtung Krahmerstraße (zu sehen auf den zwei nachfolgenden Bildern).


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    Vom Hindenburgdamm wird deutlich, dass sich zwei geschwungene, mehrgeschossige Volumen mittig verbinden, von wo aus wiederum flachere Gebäudeteile in verschiedene Richtungen herauswachsen.


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    Auf der Nordseite kommt mit einem spitz zulaufenden Dach ein weiteres stilistisches Merkmal hinzu.


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    Östlich des oben gezeigten Gebildes öffnet sich das Gebäude dank lang umlaufender Fensterbänder.


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    An der Nordostseite befindet sich eine Spindeltreppe, welche von massiven Betonwänden eingefasst wird.




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    Direkt mittig im Gebäude öffnen sich die beiden unteren Geschosse, die beidseitig durchschritten werden können. Hier zeigt sich das Gestaltungsrepertoire der Architekten: schlanke Betonpfeiler, abgekantete oder gerundete Formen, sichtbare Betonschalungen in Längs- oder Querrichtung. Freunde des rohen Betons, der dem Brutalismus seinen Namen gab, kommen hier voll auf ihre Kosten.


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    Alle Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.


    Nach Aussage des Berliner Landeskonservators, Herrn Dr. Christoph Rauhut, sollen die Bauten bald in die Denkmalliste aufgenommen werden.

    Ich persönlich hoffe, dass beide Gebäude damit trotz erschwerter Sanierungsbedingungen für die Nachwelt erhalten bleiben.

    Ich übernehme das gerne. Die nachfolgenden Aufnahmen sind von heute Nachmittag und bestätigen, dass ein Großteil der Fassadenverkleidung bereits angebracht worden ist. Lange kann es also nicht mehr dauern, bis die Gerüste abgetragen werden und das Endergebnis zum Vorschein kommt.


    Die heilende Wirkung, welche in einem vorigen Post bereits angesprochen worden ist, kann ich zweifellos bestätigen. Aus städtebaulicher Sicht wird dieser aufgeweitete Verkehrsraum zufriedenstellend nach Nordosten abgegrenzt und erhält nun eine deutliche Fassung.


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    Etwas versteckt neben den Baucontainern ist auch die Schaufassade installiert worden.


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    Eine Nahaufnahme auf den nördlichen Seitenflügel an der Möllendorfstraße offenbart den Baufortschritt. Die Fassade ist nahezu fertiggestellt.


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    Auch vom Rathauspark bieten sich interessante Sichtachsen, die erst durch die im Zuge dieses Bauvorhabens errichtete Wohnbebauung (nachfolgend links im Bild) entstanden sind. Da das Areal noch großräumig abgesperrt ist, wird ein Blick ins Innere des Quartiers erst nach Fertigstellung möglich sein.


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    Zum Abschluss folgen noch zwei entfernte Eindrücke aus der östlichen Frankfurter Allee.


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    Alle Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

    Aktueller Stand der Abrissarbeiten aus zwei unterschiedlichen Perspektiven:


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    Aus den Bildern wird deutlich, dass die Einzäunung des Baugeländes bis zum U-Bahn-Eingang vor Primark reicht. Wird der Hotelsockel bis dahin abgebrochen? Und reicht dann der Neubau bis an den verbleibenden Sockel heran oder ist da die zukünftige Straße schon mit eingepreist?


    Da mich diese Fragen zuletzt auch interessiert haben, bin ich der Sache mal auf den Grund gegangen.

    Aus planungsrechtlicher Sicht gilt für das Covivio-Hochhaus der Bebauungplan I-B4a (Blatt 2), festgesetzt am 2. April 2000. In diesem sind die Baugrenzen (dargestellt als blaue Linien) des Quartiers D3 eindeutig festgelegt (siehe nachfolgenden Planausschnitt) und bei einem Vergleich mit dem oben gezeigten Foto von Beggi ist zu erkennen, dass die aktuelle Abrisskante exakt der Baugrenze im aktuell gültigen Bebauungsplan entspricht. Damit kann deine erste Antwort ganz klar mit ja beantwortet werden: Der Sockel des Hotelkomplexes "Park Inn" wird in den kommenden Monaten bis zu dieser Kante abgebrochen werden, um die Baufreiheit für das geplante Hochhaus samt Sockel schaffen zu können. Offizieller Baustart soll ja Ende des Jahres sein.


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    Die angedachte Straße (im Bebauungsplan als G2 bezeichnet) als städtebauliche Verlängerung der nördlich gelegenen Keibelstraße wird in dem noch gültigen Bebauungsplan ebenfalls grafisch und textlich festgesetzt. Hierzu heißt es auf Blatt 1 des I-B4a:
    7.2 Gehrechte im Bereich D:

    Die Flächen G1 und G2 sind mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit zu belasten.

    Dies wird im Plan durch die rechteckigen Kästchen dargestellt.


    Weiterhin heißt es im B-Plan:

    3.4 Regelung der unterirdischen Bebaubarkeit der Grundstücke:

    In den Teilen des Kerngebietes mit der Bezeichnung G1, G2 sind die Baugrundstücke [...] vollständig unterbaubar.

    Hier kann unterirdisch also an den Bestand des Hotels angebaut werden, sofern dieser denn mittelfristig erhalten bleibt.


    In diesem Bebauungsplan war ursprünglich noch geplant, das bestehende Hotelhochhaus zugunsten eines neuen Hochhauses an der Alexanderstraße abzubrechen. Dieser Abriss hätte auch erst die Gelegenheit gegeben, die Straße mit der Bezeichnung G1 zu realisieren. Da die Planungen des Abrisses aus verschiedenen Gründen jedoch nicht mehr weiterverfolgt wurden, war eine Überarbeitung bzw. Weiterentwicklung des gültigen Bebauungsplans in diesem Bereich notwendig. Die neuen Planungsziele sollen in dem Bebauungsplan I-B4a-4 gesichert werden, welcher sich zur Zeit in der Aufstellung befindet. In diesem Bebauungsplan wird dann übrigens auch das Signa-Hochhaus hinter dem Galeria Kaufhof nochmals überarbeitet, welches in der ursprünglichen Bauleitplanung an der jetzt geplanten Stelle nicht vorgesehen war.


    Ab hier wird es schwammig, da zumindest in den Weiten des Internets der neu aufzustellende Bebauungsplan I-B4a-4 oder ein Entwurf von diesem nicht zu finden ist. Sollte jemand wissen, wo dieser abgerufen werden kann, freue ich mich über eine Antwort.

    Klar ist die Tatsache, dass die Straße G1 keine Berücksichtigung mehr findet. Die Umsetzung der Fläche G2 halte ich jedoch für äußerst wichtig, um die Durchlässigkeit zur Alexanderstraße zu gewährleisten. Diese Freihaltung hätte auch den städtebaulichen Vorteil, dass der Blick von Norden auf den Brunnen der Völkerfreundschaft gelenkt wird. Da Covivio auf dem Grundstück D3 den Sockel des Sauerbruch-Hutton-Entwurfs umsetzen wird, habe ich wenig Zweifel daran, dass irgendwann der Sockel des ParkInn-Hochhauses weiter abgetragen wird. Wann das jedoch sein wird, ist unklar.


    Im Zuge dessen (und so schließe ich an die obige Diskussion an) wird dann auch über eine komplette Neufassung des Gebäudesockels vom Park-Inn nachgedacht werden. Den Gewinn an zusätzlichen Nutzflächen wird sich, trotz möglicher statisch-konstruktiver Unwägbarkeiten, kein Investor nehmen lassen (meine Vermutung und Hoffnung). Der bis jetzt noch nicht festgesetzte Bebauungsplan, welcher für das Quartier D1 scheinbar auch einen anderen Hochhaus-Standort festsetzt, ist übrigens auch der Grund, warum das zweite Covivio-Hochhaus erst später umgesetzt wird.

    Sanierungsabschluss "Villa Friedrichsruh"

    Die schöne, denkmalgeschützte Jugendstil-Villa (Baujahr 1898) in der Hermsdorfer Straße 16 mit dem Namen "Villa Friedrichsruh" ist in den letzten Monaten umfangreich saniert worden, wobei der Abschluss der Arbeiten in Kürze bevorsteht. Einen letzten Hinweis auf den unsanierten Zustand mit Foto gab es in Beitrag #441 aus dem Januar 2018. Weitere Informationen und Aufnahmen liefert ein dazugehöriger Wikipedia-Artikel.


    Im Zuge der vorbildlichen Sanierung sind verlorengegangene Details wiederentstanden, wie etwa der Spitzdachabschluss über dem Erker. Das Hellblau des Fachwerks und der Holzintarsien passt sehr gut zu den hellen Putz- und Natursteinflächen sowie zum roten Ziegeldach.


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    Am Giebel steht geschrieben: "An Gottes Segen, Alles gelegen!"


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    Alle Aufnahmen sind durch mich erstellt worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.


    Bauliche Erweiterung des Bundesinnenministeriums

    Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, welches seit 2014 gebündelt in einem repräsentativen Verwaltungsneubau auf dem Moabiter Werder untergebracht ist, soll bedingt durch Aufgabenmehrungen im Sinne einer Vergrößerung der nutzbaren Flächenkapazitäten einen weiteren Neubau in direkter Umgebung zum bestehenden Gebäudekomplex erhalten. Bereits vor vier Jahren berichtete Batō zum ersten Mal in diesem Strang über die Erweiterungsabsichten (siehe #208).


    Hierbei handelt es sich um das sogenannte Bauteil C, welches bereits in der ursprünglichen, städtebaulichen Planung des Gesamtareals Berücksichtigung gefunden hat und nun umgesetzt werden soll. Federführend wird auch bei diesem Bauteil das Architekturbüro Müller Reimann Architekten sein, welche die architektonische Gestaltung des bestehenden Gebäudes (Bauteile A und B) aufgreifen und konsequent auf den Erweiterungsbau übertragen. Dieser wird mit insgesamt 13 Vollgeschossen in Zukunft Platz für etwa 350 Mitarbeiter schaffen und im Erdgeschoss das künftige Besucherzentrum beherbergen.


    Weitere Eckdaten zum Erweiterungsbau (Quelle) :

    Gesamtkosten: 82 Millionen Euro

    Bauphase: 2020 - 2024

    Bruttogeschossfläche: 14.350 m²

    spätere Nutzfläche: 7.200 m²


    Der Neubau entsteht an der Ingeborg-Drewitz-Allee und wird sich folgendermaßen präsentieren:


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    Nachfolgend wird das Zusammenspiel zwischen dem bestehenden Gebäude (rechts) und dem zu realisierenden Erweiterungsbau (links) deutlich:


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    Der Lageplan verdeutlicht, dass es (zumindest oberirdisch) keinen direkten Zusammenschluss von Neu- und Bestandsbau geben wird:


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    Quelle für die Renderings und den Lageplan: Projektseite von Müller Reimann Architekten


    Nachdem im vorangegangenen Jahr die Ausführungsplanung durch das Architekturbüro erstellt worden ist, haben nun die Bauarbeiten auf dem Grundstück begonnen. Hierbei wird die nördliche Hälfte der Ingeborg-Drewitz-Allee teilweise für die Baustelleneinrichtung in Beschlag genommen.


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    Eine blickdichte Absperrung ist im Entstehen, um den Sicherheitsanforderungen während der Bauphase entsprechen zu können.


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    Die Erdbau- und Verbauarbeiten sind bereits in vollem Gange, betreffen jedoch zunächst das rückwärtige Bauareal. Ein besserer Blick ist aufgrund der Bauzäune aktuell nicht möglich.


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    Im Bereich der jetzigen Einfahrt wird auch in Zukunft die verkehrliche Erschließung erfolgen und baulich mittels eines eingeschossigen Anbaus an das geplante Hochhaus eingebunden. Des Weiteren könnte an dieser Stelle der Zugang zum Besucherzentrum liegen.


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    Alle Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

    Nach einer langen Phase der Sanierung sind bereits vor einiger Zeit die Baugerüste an den historischen Industriebauten der Bötzow-Brauerei in der Saarbrücker Straße abgebaut worden. Der Innenausbau wird stetig, wenn auch gefühlt in einem sehr langsamen Tempo, vorangetrieben. Für den weitestgehenden Erhalt und die umfangreiche Sanierung der noch erhaltenen Brauereigebäude wurde dem Eigentümer Hans Georg Näder Anfang dieses Jahres die Ferndinand-von-Quast-Medaille verliehen.

    Teilweise sind die Bestandsbauten, insbesondere im rückwärtigen Grundstücksbereich, bereits durch neue Mieter bezogen worden (Startups sowie Abteilungen der Orthopägietechnik-Firma Ottobock). Bei den straßenzugewandten Bauten erfolgt die Nutzungsaufnahme jedoch später, wobei südlich angrenzend die Vorarbeiten für einen angedachten Treppenaufgang begonnen haben.

    Ein Baubeginn der durch Chipperfield Architects geplanten vier unterschiedlich großen Neubauten mit ihren einheitlich gestalteten Bogenfassaden ist bisher scheinbar nur teilweise erfolgt. Eine Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme inklusive Umfeldgestaltung ist für Ende 2022 angedacht.


    Wie bereits ElleDeBe im vorigen Beitrag zeigen konnte, werden an der Ecke Prenzlauer Allee/Saarbrücker Straße Erdbauarbeiten sowie Verbauarbeiten durchgeführt. Es könnte sein, dass dies die ersten Zeichen der späteren, repräsentativen Treppenanlage sind, die zukünftig zu dem angedachten Biergarten hinaufführt, den es vor über 100 Jahren hier als Teil der Brauerei bereits gegeben hat.


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    Ein Blick in die Saarbrücker Straße zeigt die backsteinsichtige Gestaltung der sogenannten historischen "Sudbauten":


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    Wie erwähnt, scheint es südlich dieser Gebäude in Kürze einen Baustart für die Treppenanlage sowie die darunter befindlichen Räumlichkeiten zu geben.


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    Nur teilweise sind bisher Fenster eingesetzt worden. Während der östliche Bau insgesamt eher geschlossen wirkt, weist der westliche Bau mit seiner roten Backsteinfassade deutlich mehr Öffnungen auf. Beeindruckend werden hier später auch die großen Bogenöffnungen im Erdgeschoss sein.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden.

    Das Grundstück in der Schönhauser Allee 9 wird übrigens von der SIGNA Real Estate entwickelt. Entstehen soll ein mehrgeschossiges Büro- und Geschäftshaus, wobei Pott Architects als Planer eingesetzt worden sind. Das verrät zumindest das Internet. Es wird bei dem Entwurf daher eine sehr "moderne" Architektursprache zu erwarten sein.

    Die Musterfassade ist bereits seit einigen Monaten auf der Baustelle zu bewundern. Du, Baukörper, hast bereits im letzten August ein Foto veröffentlicht (#1079). Hier geht es wohl weniger um die Beständigkeit des Baumaterials an sich, sondern vielmehr um die Beständigkeit der Ästhetik und ob Witterungseinflüsse zu optischen Missständen führen, die im Zweifelsfall noch rechtzeitig erkannt und durch eine andere Materialauswahl verhindert werden können. Schließlich wird nahezu die gesamte Außenhülle des Gebäudes backsteinsichtig ausgeführt. Da geht man zu recht auf Nummer sicher. Nebenbei dient die Musterfassade auch der Zurschaustellung des Gesamtprojekts, da hinter der Fassade auch Infotafeln über die Historie und das Projekt informieren.


    Die folgenden Aufnahmen sind aus der letzten Woche:


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    Beim benachbarten Besucherzentrum "Archäologisches Haus am Petriplatz" ist man bereits deutlich weiter. Trägerbohlwände sind teilweise gesetzt und es geht merkbar in die Tiefe.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Verwendung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Diesen "eingerüsteten" Blick werden wir wohl nur noch bis in den April hinein erleben. Der Leiter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Bernhard Wolter, hat kürzlich geäußert, dass spätestens Anfang Mai die Schlosskuppel samt vergoldetem Kuppelkreuz fertiggestellt sein wird. Ich bin äußerst gespannt auf das Ergebnis.


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    Die Fotografie ist durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Vielen Dank, Rotes Rathaus für deine Bilder. Ich habe heute ebenfalls die Gelegenheit genutzt und Schinkels Bau einen Besuch abgestattet.


    Ich bin vorher noch nie in dieser Kirche gewesen und war doch über die starken gotischen Stilelemente im Innenraum überrascht. Die Grundstruktur des Raumes wird zunächst durch die eleganten, hoch aufstrebenden Bündelpfeiler vorgegeben. In den Zwischenräumen findet eine umseitig begehbare Empore aus Holz Platz, die über zwei Treppen im hinteren Teil des Kirchenschiffs erreicht werden kann. Die neogotischen Pfeiler weisen nur schwach ausgebildete Kapitelle auf und bilden hierdurch eine elegante Einheit mit den sich im Deckenbereich anschließenden Kreuz-Rippen-Gewölben. Aufgrund des hohen Fensteranteils der Außenfassade ist der Innenraum lichtdurchflutet, was insbesondere bei der aktuell tief stehenden Sonne ganz angenehm ist.


    Besonders beeindruckend ist die illusionistische Malerei. Aus Kostengründen konnte man damals nur einfachen Putz verwenden, der hochwertig und realistisch in der Optik von Sandsteinquadern bemalt worden war. Auch die Gewölberippen und das sichtbare Backsteinzierwerk im Deckenbereich ist lediglich eine akribisch umgesetzte Illusionsmalerei auf Putz.


    Die zahlreichen Sockel der Skulpturen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, sind bereits im Innenraum platziert, während sich die Skulpturen selbst noch in der Restaurierung bzw. Verwahrung befinden.


    Rotes Rathaus hat bereits viele Aufnahmen gezeigt, daher möchte ich hier nur Ergänzendes beisteuern.


    Die Kirche aus entfernter Perspektive:


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    Der Blick auf die Skulpturensockel und die Kanzel rechterhand:


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    Eine der zwei Treppen, die auf die Empore führt:


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    Der Altarbereich:


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    Ein abschließender Blick auf die illusionistische Deckenmalerei (Ausnahme Hauptrippen):


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Das Gerüst der Bauakademie ist nun fast gänzlich verschwunden, mit Ausnahme einer Stahlkonstruktion auf der Seite zum Schinkelplatz, die womöglich zur Aussteifung des Gesamtkonstrukts diente. Zum Vorschein kommt damit nun verstärkt der Rote Saal, der über die Jahre für Veranstaltungen genutzt wurde und in Abhängigkeit vom Baustart wohl auch bald seinen Platz wechseln wird.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Vielen Dank, Backstein, für die neuen Updates aus der Franklinstraße, die sich in den kommenden Jahren wohl stark weiterentwickeln wird. Nördlich vom Franklin Haus, in der Franklinstraße 25 startet voraussichtlich im kommenden Jahr zudem der Bau eines Hotels der Marke niu (Fertigstellung 2022). Außerdem habe ich zuletzt erfahren, dass langfristig eine Straßenbahn von Moabit aus kommend durch die Franklinstraße in Richtung Ernst-Reuter-Platz geführt werden soll. Hier wird sich also noch einiges tun.


    H26 (Büroneubau Heilbronner Straße 26)

    Ich möchte ebenfalls Aufnahmen beisteuern über ein großes Projekt, das in einer etwas abgelegenen Ecke zur Zeit umgesetzt wird und im Forum noch keine Erwähnung gefunden hat. In der Heilbronner Straße 26 realisiert die Casada GmbH einen achtgeschossigen Büroneubau mit insgesamt 15.700 m² Bürofläche auf einem 8.000 m² großen, ehemals brachliegenden Grundstück. Das Gebäude wird über eine Tiefgarage verfügen und soll bereits Ende 2020 übergeben werden. Die Büroflächen sollen zu monatlichen Preisen zwischen 19 €/m² (EG) und 25 €/m² (Saffelgeschoss) vermietet werden.


    Nachfolgend der Link zum Internetauftritt des Projekts mit weiteren Infos, Fotos und super Video: Heilbronner Straße 26


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    Quelle: https://heilbronnerstrasse26.de/#module-35


    Der Entwurf stammt aus der Feder des Architekturbüros Stephan Höhne Architekten. Das Gebäude weist einen H-förmigen Grundriss auf. Die Vorderseite wird durch große Fenster akzentuiert. Zu den Seiten und auf der Rückseite zur Bahntrasse werden schmalere Fenster angeordnet. Die Fassade wird durch horizontale, hervortretende Gesimsbänder betont. In den Ecken des Eingangshofs befinden sich ab dem 2. Obergeschoss große Loggien, die dem Gebäude noch mehr Tiefe und Massivität verleihen.


    Im Rohbau ist man teilweise schon im zweiten Obergeschoss angekommen. Die nachfolgenden Fotos sind bereits zwei Wochen alt.


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    Diese Aufnahmen sind durch mich erstellt worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Sanierungsvorhaben Franz-Parr-Platz 4

    Der Altbau Franz-Parr-Platz 4 an der Südwest-Ecke des ehrwürdigen Platzes wurde nun doch einer umfangreicheren Sanierung unterzogen, als ich es im letzten Beitrag #250 zunächst vermutet hatte. Die Volkssolidarität Kreisverband Mecklenburg-Mitte, die in dem Gebäuekomplex seit Jahren die Kintertagesstätte "Schlossgeister" betreibt, investiert seit Mitte des letzten Jahres 1,2 Millionen Euro in die Komplettsanierung, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden soll. Das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahr 1927 wurde im Inneren komplett entkernt und die technische Gebäudeausrüstung (Sanitär, Heizung, Elektro) sowie der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.


    Die äußerlich wohl auffälligste Veränderung im Gegensatz zum Vorzustand ist die neue Dachzone mit einer roten Bieberschwanz-Eindeckung. Das Dach hatte bisher die gleiche dunkelgescheckte Optik wie der direkt angrenzende Nachbarbau an der Ecke zur Brandinstraße (im folgenden Bild rechts angeschnitten). Auch der Schornstein ist verschwunden. Im diesem Frühsommer wurden ebenfalls die Fenster erneuert. Auf der Hofseite wird zudem ein Aufzug angebaut, um das Gebäude zukünftig auf allen Geschossen barrierefrei erschließen zu können. Von der Terrasse auf dem eingeschossigen Anbau gelangt man nach Abschluss der Bauarbeiten über eine neu angelegte Außentreppe auf direktem Weg in den Garten, wo sich die Spielflächen der Kinder befinden.


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    Das Bauschild verweist auf die beteiligten Planer und zeigt eine Fassade mit hellgelber Farbgebung und weißer Tür. Ich bin gespannt, ob dies in den nächsten Monaten auch so umgesetzt werden wird.


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    Der Franz-Parr-Platz selbst ist übrigens eine der letzten großen Sanierungsvorhaben im direkten Altstadtareal, die die Stadt in den nächsten Jahren wird angehen müssen. Zunächst soll aber der Marktplatz umgestaltet werden, für den es seit dem letzten Jahr intensive Beteiligungsverfahren für Behörden und Stadtbewohner gegeben hat. Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung wäre hierzu beim nächsten Rundgang ein Beitrag sehr passend.