Beiträge von RianMa

    Bauliche Erweiterung des Bundesinnenministeriums

    Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, welches seit 2014 gebündelt in einem repräsentativen Verwaltungsneubau auf dem Moabiter Werder untergebracht ist, soll bedingt durch Aufgabenmehrungen im Sinne einer Vergrößerung der nutzbaren Flächenkapazitäten einen weiteren Neubau in direkter Umgebung zum bestehenden Gebäudekomplex erhalten. Bereits vor vier Jahren berichtete Batō zum ersten Mal in diesem Strang über die Erweiterungsabsichten (siehe #208).


    Hierbei handelt es sich um das sogenannte Bauteil C, welches bereits in der ursprünglichen, städtebaulichen Planung des Gesamtareals Berücksichtigung gefunden hat und nun umgesetzt werden soll. Federführend wird auch bei diesem Bauteil das Architekturbüro Müller Reimann Architekten sein, welche die architektonische Gestaltung des bestehenden Gebäudes (Bauteile A und B) aufgreifen und konsequent auf den Erweiterungsbau übertragen. Dieser wird mit insgesamt 13 Vollgeschossen in Zukunft Platz für etwa 350 Mitarbeiter schaffen und im Erdgeschoss das künftige Besucherzentrum beherbergen.


    Weitere Eckdaten zum Erweiterungsbau (Quelle) :

    Gesamtkosten: 82 Millionen Euro

    Bauphase: 2020 - 2024

    Bruttogeschossfläche: 14.350 m²

    spätere Nutzfläche: 7.200 m²


    Der Neubau entsteht an der Ingeborg-Drewitz-Allee und wird sich folgendermaßen präsentieren:


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    Nachfolgend wird das Zusammenspiel zwischen dem bestehenden Gebäude (rechts) und dem zu realisierenden Erweiterungsbau (links) deutlich:


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    Der Lageplan verdeutlicht, dass es (zumindest oberirdisch) keinen direkten Zusammenschluss von Neu- und Bestandsbau geben wird:


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    Quelle für die Renderings und den Lageplan: Projektseite von Müller Reimann Architekten


    Nachdem im vorangegangenen Jahr die Ausführungsplanung durch das Architekturbüro erstellt worden ist, haben nun die Bauarbeiten auf dem Grundstück begonnen. Hierbei wird die nördliche Hälfte der Ingeborg-Drewitz-Allee teilweise für die Baustelleneinrichtung in Beschlag genommen.


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    Eine blickdichte Absperrung ist im Entstehen, um den Sicherheitsanforderungen während der Bauphase entsprechen zu können.


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    Die Erdbau- und Verbauarbeiten sind bereits in vollem Gange, betreffen jedoch zunächst das rückwärtige Bauareal. Ein besserer Blick ist aufgrund der Bauzäune aktuell nicht möglich.


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    Im Bereich der jetzigen Einfahrt wird auch in Zukunft die verkehrliche Erschließung erfolgen und baulich mittels eines eingeschossigen Anbaus an das geplante Hochhaus eingebunden. Des Weiteren könnte an dieser Stelle der Zugang zum Besucherzentrum liegen.


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    Alle Fotographien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

    Nach einer langen Phase der Sanierung sind bereits vor einiger Zeit die Baugerüste an den historischen Industriebauten der Bötzow-Brauerei in der Saarbrücker Straße abgebaut worden. Der Innenausbau wird stetig, wenn auch gefühlt in einem sehr langsamen Tempo, vorangetrieben. Für den weitestgehenden Erhalt und die umfangreiche Sanierung der noch erhaltenen Brauereigebäude wurde dem Eigentümer Hans Georg Näder Anfang dieses Jahres die Ferndinand-von-Quast-Medaille verliehen.

    Teilweise sind die Bestandsbauten, insbesondere im rückwärtigen Grundstücksbereich, bereits durch neue Mieter bezogen worden (Startups sowie Abteilungen der Orthopägietechnik-Firma Ottobock). Bei den straßenzugewandten Bauten erfolgt die Nutzungsaufnahme jedoch später, wobei südlich angrenzend die Vorarbeiten für einen angedachten Treppenaufgang begonnen haben.

    Ein Baubeginn der durch Chipperfield Architects geplanten vier unterschiedlich großen Neubauten mit ihren einheitlich gestalteten Bogenfassaden ist bisher scheinbar nur teilweise erfolgt. Eine Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme inklusive Umfeldgestaltung ist für Ende 2022 angedacht.


    Wie bereits ElleDeBe im vorigen Beitrag zeigen konnte, werden an der Ecke Prenzlauer Allee/Saarbrücker Straße Erdbauarbeiten sowie Verbauarbeiten durchgeführt. Es könnte sein, dass dies die ersten Zeichen der späteren, repräsentativen Treppenanlage sind, die zukünftig zu dem angedachten Biergarten hinaufführt, den es vor über 100 Jahren hier als Teil der Brauerei bereits gegeben hat.


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    Ein Blick in die Saarbrücker Straße zeigt die backsteinsichtige Gestaltung der sogenannten historischen "Sudbauten":


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    Wie erwähnt, scheint es südlich dieser Gebäude in Kürze einen Baustart für die Treppenanlage sowie die darunter befindlichen Räumlichkeiten zu geben.


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    Nur teilweise sind bisher Fenster eingesetzt worden. Während der östliche Bau insgesamt eher geschlossen wirkt, weist der westliche Bau mit seiner roten Backsteinfassade deutlich mehr Öffnungen auf. Beeindruckend werden hier später auch die großen Bogenöffnungen im Erdgeschoss sein.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden.

    Das Grundstück in der Schönhauser Allee 9 wird übrigens von der SIGNA Real Estate entwickelt. Entstehen soll ein mehrgeschossiges Büro- und Geschäftshaus, wobei Pott Architects als Planer eingesetzt worden sind. Das verrät zumindest das Internet. Es wird bei dem Entwurf daher eine sehr "moderne" Architektursprache zu erwarten sein.

    Die Musterfassade ist bereits seit einigen Monaten auf der Baustelle zu bewundern. Du, Baukörper, hast bereits im letzten August ein Foto veröffentlicht (#1079). Hier geht es wohl weniger um die Beständigkeit des Baumaterials an sich, sondern vielmehr um die Beständigkeit der Ästhetik und ob Witterungseinflüsse zu optischen Missständen führen, die im Zweifelsfall noch rechtzeitig erkannt und durch eine andere Materialauswahl verhindert werden können. Schließlich wird nahezu die gesamte Außenhülle des Gebäudes backsteinsichtig ausgeführt. Da geht man zu recht auf Nummer sicher. Nebenbei dient die Musterfassade auch der Zurschaustellung des Gesamtprojekts, da hinter der Fassade auch Infotafeln über die Historie und das Projekt informieren.


    Die folgenden Aufnahmen sind aus der letzten Woche:


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    Beim benachbarten Besucherzentrum "Archäologisches Haus am Petriplatz" ist man bereits deutlich weiter. Trägerbohlwände sind teilweise gesetzt und es geht merkbar in die Tiefe.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Verwendung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Diesen "eingerüsteten" Blick werden wir wohl nur noch bis in den April hinein erleben. Der Leiter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Bernhard Wolter, hat kürzlich geäußert, dass spätestens Anfang Mai die Schlosskuppel samt vergoldetem Kuppelkreuz fertiggestellt sein wird. Ich bin äußerst gespannt auf das Ergebnis.


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    Die Fotografie ist durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Vielen Dank, Rotes Rathaus für deine Bilder. Ich habe heute ebenfalls die Gelegenheit genutzt und Schinkels Bau einen Besuch abgestattet.


    Ich bin vorher noch nie in dieser Kirche gewesen und war doch über die starken gotischen Stilelemente im Innenraum überrascht. Die Grundstruktur des Raumes wird zunächst durch die eleganten, hoch aufstrebenden Bündelpfeiler vorgegeben. In den Zwischenräumen findet eine umseitig begehbare Empore aus Holz Platz, die über zwei Treppen im hinteren Teil des Kirchenschiffs erreicht werden kann. Die neogotischen Pfeiler weisen nur schwach ausgebildete Kapitelle auf und bilden hierdurch eine elegante Einheit mit den sich im Deckenbereich anschließenden Kreuz-Rippen-Gewölben. Aufgrund des hohen Fensteranteils der Außenfassade ist der Innenraum lichtdurchflutet, was insbesondere bei der aktuell tief stehenden Sonne ganz angenehm ist.


    Besonders beeindruckend ist die illusionistische Malerei. Aus Kostengründen konnte man damals nur einfachen Putz verwenden, der hochwertig und realistisch in der Optik von Sandsteinquadern bemalt worden war. Auch die Gewölberippen und das sichtbare Backsteinzierwerk im Deckenbereich ist lediglich eine akribisch umgesetzte Illusionsmalerei auf Putz.


    Die zahlreichen Sockel der Skulpturen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, sind bereits im Innenraum platziert, während sich die Skulpturen selbst noch in der Restaurierung bzw. Verwahrung befinden.


    Rotes Rathaus hat bereits viele Aufnahmen gezeigt, daher möchte ich hier nur Ergänzendes beisteuern.


    Die Kirche aus entfernter Perspektive:


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    Der Blick auf die Skulpturensockel und die Kanzel rechterhand:


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    Eine der zwei Treppen, die auf die Empore führt:


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    Der Altarbereich:


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    Ein abschließender Blick auf die illusionistische Deckenmalerei (Ausnahme Hauptrippen):


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Das Gerüst der Bauakademie ist nun fast gänzlich verschwunden, mit Ausnahme einer Stahlkonstruktion auf der Seite zum Schinkelplatz, die womöglich zur Aussteifung des Gesamtkonstrukts diente. Zum Vorschein kommt damit nun verstärkt der Rote Saal, der über die Jahre für Veranstaltungen genutzt wurde und in Abhängigkeit vom Baustart wohl auch bald seinen Platz wechseln wird.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Nutzung mit RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Vielen Dank, Backstein, für die neuen Updates aus der Franklinstraße, die sich in den kommenden Jahren wohl stark weiterentwickeln wird. Nördlich vom Franklin Haus, in der Franklinstraße 25 startet voraussichtlich im kommenden Jahr zudem der Bau eines Hotels der Marke niu (Fertigstellung 2022). Außerdem habe ich zuletzt erfahren, dass langfristig eine Straßenbahn von Moabit aus kommend durch die Franklinstraße in Richtung Ernst-Reuter-Platz geführt werden soll. Hier wird sich also noch einiges tun.


    H26 (Büroneubau Heilbronner Straße 26)

    Ich möchte ebenfalls Aufnahmen beisteuern über ein großes Projekt, das in einer etwas abgelegenen Ecke zur Zeit umgesetzt wird und im Forum noch keine Erwähnung gefunden hat. In der Heilbronner Straße 26 realisiert die Casada GmbH einen achtgeschossigen Büroneubau mit insgesamt 15.700 m² Bürofläche auf einem 8.000 m² großen, ehemals brachliegenden Grundstück. Das Gebäude wird über eine Tiefgarage verfügen und soll bereits Ende 2020 übergeben werden. Die Büroflächen sollen zu monatlichen Preisen zwischen 19 €/m² (EG) und 25 €/m² (Saffelgeschoss) vermietet werden.


    Nachfolgend der Link zum Internetauftritt des Projekts mit weiteren Infos, Fotos und super Video: Heilbronner Straße 26


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    Quelle: https://heilbronnerstrasse26.de/#module-35


    Der Entwurf stammt aus der Feder des Architekturbüros Stephan Höhne Architekten. Das Gebäude weist einen H-förmigen Grundriss auf. Die Vorderseite wird durch große Fenster akzentuiert. Zu den Seiten und auf der Rückseite zur Bahntrasse werden schmalere Fenster angeordnet. Die Fassade wird durch horizontale, hervortretende Gesimsbänder betont. In den Ecken des Eingangshofs befinden sich ab dem 2. Obergeschoss große Loggien, die dem Gebäude noch mehr Tiefe und Massivität verleihen.


    Im Rohbau ist man teilweise schon im zweiten Obergeschoss angekommen. Die nachfolgenden Fotos sind bereits zwei Wochen alt.


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    Diese Aufnahmen sind durch mich erstellt worden und bei Nutzung mit ©RianMa zu kennzeichnen. Danke.

    Sanierungsvorhaben Franz-Parr-Platz 4

    Der Altbau Franz-Parr-Platz 4 an der Südwest-Ecke des ehrwürdigen Platzes wurde nun doch einer umfangreicheren Sanierung unterzogen, als ich es im letzten Beitrag #250 zunächst vermutet hatte. Die Volkssolidarität Kreisverband Mecklenburg-Mitte, die in dem Gebäuekomplex seit Jahren die Kintertagesstätte "Schlossgeister" betreibt, investiert seit Mitte des letzten Jahres 1,2 Millionen Euro in die Komplettsanierung, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden soll. Das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahr 1927 wurde im Inneren komplett entkernt und die technische Gebäudeausrüstung (Sanitär, Heizung, Elektro) sowie der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.


    Die äußerlich wohl auffälligste Veränderung im Gegensatz zum Vorzustand ist die neue Dachzone mit einer roten Bieberschwanz-Eindeckung. Das Dach hatte bisher die gleiche dunkelgescheckte Optik wie der direkt angrenzende Nachbarbau an der Ecke zur Brandinstraße (im folgenden Bild rechts angeschnitten). Auch der Schornstein ist verschwunden. Im diesem Frühsommer wurden ebenfalls die Fenster erneuert. Auf der Hofseite wird zudem ein Aufzug angebaut, um das Gebäude zukünftig auf allen Geschossen barrierefrei erschließen zu können. Von der Terrasse auf dem eingeschossigen Anbau gelangt man nach Abschluss der Bauarbeiten über eine neu angelegte Außentreppe auf direktem Weg in den Garten, wo sich die Spielflächen der Kinder befinden.


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    Das Bauschild verweist auf die beteiligten Planer und zeigt eine Fassade mit hellgelber Farbgebung und weißer Tür. Ich bin gespannt, ob dies in den nächsten Monaten auch so umgesetzt werden wird.


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    Der Franz-Parr-Platz selbst ist übrigens eine der letzten großen Sanierungsvorhaben im direkten Altstadtareal, die die Stadt in den nächsten Jahren wird angehen müssen. Zunächst soll aber der Marktplatz umgestaltet werden, für den es seit dem letzten Jahr intensive Beteiligungsverfahren für Behörden und Stadtbewohner gegeben hat. Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung wäre hierzu beim nächsten Rundgang ein Beitrag sehr passend.