Dresden: Carolabrücke, St. Petersburger Straße, Carolaplatz

  • Nun, wofür wird der Bauplatz des Venezianischen Hauses (mutmaßlich) in zwei von vier Entwürfen überplant?

    Der eine schreibt die Auffächerung der Spuren unvermindert fort, ist dreizügig und breit (Schüßler-Plan). Zwei Kfz-Spuren kann man sich wünschen, sind aber nicht Beschlusslage.

    Der andere hält eine riesige Treppenanlage mit Blick auf Fahrradbügel und Plattenbauten für wichtiger, im Rücken eine Busgarage (Leonhardt, Andrä und Partner).

    Ein schlechter Tausch, will ich meinen. Sollte es nicht um Entwicklungspotenziale für diese verwüstete Gegend gehen? Das Venezianische Haus würde ganz sicher Entwicklung in die richtige Richtung bedeuten.

    So sieht es dort jetzt aus:

    https://maps.app.goo.gl/UZWoCpo7BbLRJbJz5?g_st=ac

  • Einig sind wir uns sicher, dass die Brücke möglichst schmal gebaut werden sollte. Die Brückenköpfe sollten unbedingt auch städtebaulich entwickelt werden. Beim Carolaplatz ist allerdings m.E. viel klarer, wie das aussehen sollte. Für die Altstädter Seite wünsche ich mir die klare Bebauungskante der Pirnaischen Vorstadt, die es dort einst gab.
    Das Venezianische Haus könnte dafür der Auftakt sein.
    Mir fehlt hier allerdings der Glaube an einen handwerklich wirklich gut gemachten Wiederaufbau.

  • zum Pfeilerproblem:

    ja sorry, Ziegel, daß ich nicht immer nochmal alles im Ratsinfo raussuche, nun finde ich das Rechtsgutachten trotz Suche - wie erwartet - nicht. Warum hast du diesen ach so einfachen Link nicht gleich mit eingestellt? Na egal.

    Wenn es also im Rechtsgutachten nichts weiter als den einen Satz dazu gab, dann reden wir also die ganze Zeit über diesen Satz und ins Blaue hinein: „Eine Erhöhung der Anzahl der Pfeiler führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Planfeststellungspflicht...".

    Ok, dort stand und steht es also deutlich: ein weiterer Pfeiler ist grenzwertig/problematisch. Tja, der BauBM sagt nun was anderes. Er ist vermutlich auf dem Laufenden. Er selbst bekommt alle Facheinschätzungen aus seiner Verwaltung, er selbst meint das nicht salopp selbst, doch nur er soll und darf vorn in die Presse. Man sollte davon ausgehen, daß die Fachverwaltung in vergangenen Monaten durchaus an dieser Detailfrage weitergearbeitet hat und (glücklicherweise) anderslautende tatsächliche Machbarkeiten bei Genehmigungsstellen abgeklärt hat. Ich stelle mir das so vor wie quasi eine grobe kleine Bauvoranfrage, was wäre wenn... . Damit ist dem Punkt aus dem Gutachten quasi abgeholfen, zumindest wird das so gesehen.

    Daß diese Machbarkeit eines Zusatzpfeilers "an Land", und wir reden hier nie über einen "im Flußwasser" - dort regiert das Schifffahrtsgesetz, möglich ist, wird prozessual natürlich nie nur dem einen Büro mitgeteilt, sondern über diese Erkenntnis dürften alle Planungsbüros rechtzeitig verfügt haben. Ok, hier mutmaße ich, es kann auch sein daß sich eben das eine Büro traute und nun gut dasteht, da es möglich sei, während die anderen Büros es vielleicht tatsächlich scheuten. Egal. Wenn Letzteres vorlag, dann dürften alle Büros noch die Chance haben, ebenso einen weiteren Landpfeiler unterzubringen, sofern gewollt. Es fehlen übrigens paar Beiweise oder Grundlagen für so manchen Vorwurf, also zB daß die anderen Büros nix vom Mehr-Pfeiler wußten. Mutmaßungen bitte immer klar als solche kennzeichnen.


    Was eine Klage der Naturschutzverbände angeht, glaube ich nicht daß eine große Wahrscheinlichkeit besteht, denn was sollen sie an Flora&Fauna-Verlust denn glaubhaft vorbringen, wo seit Dekaden nichts mehr kreuchte&fleuchte? Falls sie Fake-Klagen zwecks verdeckter Verhindung des gesamten Verkehrszuges vorbringen, kann man dem nun auch nicht sonderlich abhelfen. Also das Thema könnte mE ebenso keine Rolle spielen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    dass eine Bürgerinitiative professioneller agiert als eine große Stadtverwaltung

    Die Eigen- und Innensicht ist jedem unbenommen, spielt aber im Prozedere keine Rolle. Ich denke nicht, daß größere "Professionalität" als jahrelange Fachbeschäftigte der Abteilungen erreicht wird, aber ich will dieüberschäumende Hybris nun auch nicht bremsen, im Grunde ist es ja toll was die BI macht. Ich glaube ich kenne diesen Eindruck auch selbst, aus Zeiten mit viel Kontakt in die Verwaltung, aber das täuscht. Zu wem bekommt eine BI denn Kontakt?, das ist meist die GB6-Geschäftsführung bei Kühn, dort hört man dann mal dieses oder jenes Einzelstatement, wenns gut läuft redet man auch mit echten Verwaltungsleuten und nicht nur mit jenen aus dem politischen Stab um den Beigeordneten.


    @ Mansumania: der BauBM könne sich irren, sagst du. Nee, sobald er was in der Presse kundtut, ist das wohl überlegt. Wie gesagt, es ist nicht sein Senf sondern was ihm seine Fachleute aufbieten. Wenn es nun anders käme (Pfeilerzeugs), dann ist er abgesägt. Wird ihm aber nicht egal sein, denn er würde weitermachen als BauBM, sofern der Stadtrat zustimmte.

    Unter der Brücke wird doch kein Verkehr induziert, der Pfeiler ist mE vor allem wegen seines "Eingriffs in die Elbwiesen" planrechts-unsicher, sonst eigentlich weniger bis kaum relevant, nur daß hier bereits ekeliger Brückenschatten bestand und keine schöne Wiese.


    Kurzfazit: Rechtsgutachten sah Neu-Pfeiler kritisch, die Verwaltung hat am konkreten Fall allerdings der Problemstellung (absehbar) abhelfen können. Pfeiler ergo kein Ausschlußgrund. Wir stochern mit Mutmaßungen im Dunst, während die Verwaltung nichtöffentlich ihre Arbeit weitertreibt.

  • Ach, ich ahnte es schon. Hatte mir das Heraussuchen gespart, weil mühsam am Handy:


    https://ratsinfo.dresden.de/vo0050.asp?__kvonr=28699


    (Anlage 2, vorletzte Seite). „Darüber hinaus“ wird im zitierten Absatz noch auf die Schifffahrt hingewiesen. „Darüber hinaus“ meint, dass sich diese Aussage nicht mehr auf das Thema des Gutachtens, den Ersatzneubau, bezieht.


    Deine Verteidigung unseres Baubürgermeisters in allen Ehren, aber jede/r könnte erkennen, wie er Politik macht. Wie soll man es anders deuten, wenn er z. B. noch vor der Tagung des Fachexpertengremiums in der Zeitung raunt, die Frage nach kostengünstigeren Entwürfen „stelle sich so nicht“, da die Verwaltung den Kostenrahmen von 140 Millionen realistisch angegeben habe. Dabei hat die Verwaltung damals einfach nur vermutete Brückenoberfläche mit Baupreisindex pro Quadratmeter multipliziert und sich nebenbei bei der Brückenbreite um bis zu sieben Meter verschätzt. Was bei einer 375 Meter langen Brücke durchaus etwas ausmacht… Nun liegen unterschiedliche Konstruktionen vor, welche die Verwaltung bei ihrer Kostenschätzung noch gar nicht kennen konnte. Ich wette hiermit mit euch, dass das Expertengremium erhebliche Preisunterschiede bestätigen wird. Und mit Blick auf die vorliegenden Preisspannen ist es auch unseriös, wenn Kühn bei Tag24 pauschal davon spricht, zwei Kfz-Spuren mehr auf der Brücke kosteten 30 Millionen mehr. Ja, welche der vier Brücken meint er denn?

    Es ist nicht so, als ob ich nur mit Verwaltungsleuten gesprochen hätte oder Informationen nur aus der Zeitung bekomme. Zu mancher Aussage aus dem Rathaus fragten mich Fachleute ungläubig, ob es dort keinen Internetanschuss gäbe. Beispielsweise als Kühn monatelang verkündete, Bundeswehr und THW hätten keine Behelfsbrücken, bis ihn die Initiative Carolabrücke aufklärte, wo man stattdessen nachfragen muss und gleich noch ein Konzept vorlegte. Machte nichts, er hatte gleich neue Einwände parat, bis zu der Aussage, eine Behelfsbrücke sei zu gerade und hätte die falsche Farbe. Ein persönlicher Höhepunkt unter meinen Erlebnissen der letzten 1,5 Jahre. Heute, nachdem weitere marode Brücken die Haushaltslage verschärfen und die vorliegenden Entwürfe ein Planfeststellungsverfahren nicht gerade unwahrscheinlicher wirken lassen, erscheint so manchem - auch in der Politik - der leichtfertig aufgegebene Ansatz eines regulären Verfahrens und einer förderfähigen Behelfsbrücke rückblickend nun doch wie eine verpasste Gelegenheit.

    Ich könnte Beispiele ohne Ende nennen, was auch einen gewissen Frust, den man aus meinen Zeilen herauslesen dürfte, erklärt. Die von Elli diagnostizierte Hybris sehe ich eher auf Seiten von Teilen der Verwaltung, die selbst Politik betreibt und zu diesem Zweck frank und frei Behauptungen ohne jede Grundlage aufstellt. Es ist ganz erstaunlich, wie wenig „abgesägt“ man dafür wird. Stattdessen wird die Initiative kritisiert, wofür eigentlich?

    Bei der konkret diskutierten Pfeilerfrage möchte ich dich auf den Wortlaut der Pressemitteilung der Initiative Carolabrücke hinweisen, in der keineswegs stand, dass ein zusätzlicher Pfeiler bei einem Ersatzneubau nicht möglich sei. Es stand lediglich darin, dass dies laut Gutachten und somit laut Ausschreibung nicht möglich sei. Verbunden mit der Aufforderung, öffentlich Klarheit zu schaffen. Das hat Herr Kühn nun halb getan, indem er ein „möglich“ verkündete, wobei er uns die Begründung schuldig blieb. Es wäre doch kein Aufwand gewesen, in einem Halbsatz zu erwähnen, auf welche Weise man eine veränderte Ansicht in dieser Frage erlangt hat.

  • Wann erlangt eigentlich die Öffentlichkeit Kenntnis und Informationen zu den Ergebnissen der Fachexpertensitzung vom 5. Juni 2026 zu den vier Entwürfen der beteiligten Planungsbüros? Der TOP wird heute im Bauausschuss beschließend behandelt, aber Informationen, Dokumente, Anträge dazu findet man im Rathausinformationssystem keine. Bei allen anderen inhaltlichen TOPs gibts für den Bürger transparent die zu behandelnden Dokumente einzusehen...

  • Die Bewertung der 4 Entwürfe durch das Expertengremium hat mich im ersten Moment arg irritiert: der nicht nur von mir klar favorisierte Entwurf von Grassl wurde vom Gremium tatsächlich auf den letzten Rang gesetzt. Dagegen wurde der Entwurf, den ich bisher kaum beachtet hatte am höchsten bewertet. Krass! Dann habe ich mir aber auch durchgelesen, was zu der Beurteilung geführt hat und ich muss zugeben, dass da schon etwas dran ist. Über die wohl doch deutlich zu niedrig angegebenen Baukosten des Entwurfs von Grassl muss man gar nicht soviel sagen. Gerade aber die Pfeiler, die mir bei diesem Entwurf bisher besonders gefallen haben, würden bei dieser Brückenbreite als ewig lange Mauern wirken. Dass die Flächen wahrscheinlich bald komplett mit Graffiti bedeckt wären, ist nicht Schuld des Entwurfs, aber leider Realität. Der Entwurf gefällt mir immer noch am Besten. Doch kann ich die genannten Schwächen nicht leugnen. Der Entwurf von LAP/Knight/Raumfeldeins fiel bei mir bisher weitgehend aus der Wahrnehmung, aber tatsächlich werden hier ganz viele richtige Ansätze zusammengeführt. Bei Raumfeldeins und unter https://carola.info wird der Entwurf ausführlich dargestellt und ja, mit der Umsetzung dieses Entwurfs wäre ich absolut einverstanden.

    Kurz nochmal zum Expertengremium: In dessen Bericht wird zwischen den Zeilen recht elegant die aus der unseligen Entscheidung des Stadtrates für die Vierspurigkeit resultierende Brückenbreite mit dem aktuell bis zum Anschlag ausgereizten Budget verknüpft. Hoffentlich verstehen die Räte das und ziehen daraus die richtigen Schlüsse.

  • Danke Arwed für den Link, den kannte ich bisher noch nicht. Ich muss dir zustimmen, der Entwurf war mir anhand der ersten Bilder bisher nicht besonders aufgefallen. Er ist zwar nicht der extravaganteste oder historischste Entwurf, den ich mir hätte wünschen können, aber er ist überraschend stimmig und die Webseite vermittelt ein starkes Gefühl, dass diese Brücke gut passen und funktionieren kann. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Kurz nochmal zum Expertengremium: In dessen Bericht wird zwischen den Zeilen recht elegant die aus der unseligen Entscheidung des Stadtrates für die Vierspurigkeit resultierende Brückenbreite mit dem aktuell bis zum Anschlag ausgereizten Budget verknüpft. Hoffentlich verstehen die Räte das und ziehen daraus die richtigen Schlüsse.

    Marx hat gestern im Bauausschuss auch mehrfach sehr eindeutig gesagt, dass das Expertengremium eine Verringerung der Breite und damit der Spurenzahl ganz klar empfehlen würde. Es war geradezu ein Appell, ich war sehr (positiv) überrascht von seinem Auftreten. Auf der rechten Seite gab es dazu leider nur Kopfschütteln - rationale Argumente helfen da leider nicht.

  • ^ Passend dazu berichten die DNN, dass der LAP-Entwurf ohne Probleme auf zwei Spuren verringert werden könnte. Das bedeutet: 7m schmaler (28 statt 35) und vor allem 27 Millionen Euro günstiger. Das rein ideologische Beharren des Rechtsblocks im Stadtrat auf vier Autospuren ist schon an sich schwer zu ertragen. Dies aber auch noch angesichts diverser "Kürzungsorgien" (DVB, Schulsozialarbeit...), ungeklärter Finanzierungen für etliche wichtige Vorhaben (Straßenbahn zu den Chipwerken, Schwimmhallen in Klotzsche und Pieschen...), Haushaltssperren usw durchzudrücken, macht mich schier fassungslos. Von AfD und dem Zastrow-Trupp ist nichts anderes zu erwarten, aber dass die CDU sich gegen jede Vernunft und gegen wirklich jeden Expertenrat von rechts außen so treiben lässt, ist eine Schande. Die DDR-Carolabrücke war in ihren Ausmaßen schon viel zu monströs und ihr Einsturz eine einmalige Chance. Dass diese Chance für eine schmalere Brücke aus reiner Ideologie vertan wird und man nun eine noch breitere Brücke ins Elbtal setzt, das will mir einfach nicht in den Kopf.

  • Ungeachtet der Spurendiskussion: Erstaunlich finde ich, dass die verkehrstechnischen Brückenanschlüsse offenbar wieder das gleiche Abbiegespuren-Mikado wie früher sein sollen - mit garantierter Rückstaugefahr der Linksabbieger auf die Brücke. Wäre nicht zumindest auf der Altstadtseite ein Kreisverkehr für einen kontinuierlichen Zu- und Abfluss denkbar? Sicher, für das Kreuzen der Straßenbahn müsste dann eine Lösung gefunden werden...

  • Sehr interessanter Bericht der Expertenkommission. Vielleicht zunächst zu Grassl: wenn die Einheitspreise wirklich durch die Bank weg zu niedrig angesetzt sind, wäre das natürlich ziemlich übel. Wenn es sich um einige "Schlüsselpositionen" handeln würde, die man auf die Konstruktion zurückführen könnte, wäre das mglw. diskutierbar? Naja, wir werden es wohl nicht erfahren. Die Argumente gegen die Pfeiler leuchten mir zum Teil ein, sie kommen natürlich schon recht wuchtig daher, aber aus welchem Winkel wären die Pfeiler wirklich wie "eine nahezu durchgehende Mauer" (Vergleichsblick) und wie erheblich ist die Beeinträchtigung des Altstadtblicks? Dass die Pfeilerbreite genehmigungsrechtliche Implikationen hat, war mir so nicht klar, aber es ist nicht von der Hand zu weisen.

    Allgemein finde ich den Punkt "Aufenthaltsqualität unter der Brücke" vielleicht etwas überbewertet, wer will sich denn ausgerechnet unter der Brücke aufhalten, wenn links und rechts die Elbwiesen zur Verfügung stehen? Ja, da geht es auch um soziale Kontrolle etc., aber da sind denke ich alle vier Entwürfe doch deutlich weniger "erdrückend" als die benachbarten Bogenbrücken.

    Zu LAP: Nach dem Ansehen von https://carola.info/ (danke!) kommt es mir vor, als wäre auf der Altstadtseite das Budget für die Anbindungen ausgegangen und man hat es dann eben irgendwie kostensparend zuende gebracht. Da sollte man sich dringend von Spielereien verabschieden und die Auffächerung samt überdachtem Busparkplatz streichen, die oberirdisch nichts weiter bringen als tote Fläche. Auf der Neustädter Seite erkenne ich da eher eine Idee.

    Bei der Brücke selbst stören mich die unterschiedlichen Pfeilerdicken und die Strukturierung der Unterseite an den Rändern ist mir zumindest in manchen Visualisierungen etwas zu auffällig. Den Querschnitt an sich finde ich in Ordnung.

  • Tag24 bracht auch einen netten Artikel, dort merkt man die Enttäuschung bei Grassl.


    Heute ist Offenes Rathaus - DNN free sowie Start der Öffentlichkeitsbeteiligung Carolabrücke. Im Stadtforum kann sich zur neuen Carolabrücke informiert werden.

    Ich war gestern schonmal schauen, es hängen weitere Planansichten aus, und es gibt die 4 Modelle sowie das Modell Carola-2. Fotos 4K:

    Im 1. Bild vorn ist Carola-2, dann Schüssler, dann LAP/Knight, Grassl und hinten Fehcor-TSSB. Was im Modell auffällt ist, daß LAP/Knight möglicherweise gleich Fhecor-TSSP im Scheitelpunkt ziemlich hoch kommen. In den Plänen sind aber nicht wie bei Fhecor-TSSP die Höhen angegeben, daher weiter unklar.

    P1360680.jpg

    Blick aus Gegenrichtung. Ein hoher Scheitelpunkt ist zwar eine noch tollere Aussicht auf die Stadt, aber sonst ist das mies und bringt viele Nachteile.

    P1360681.jpg

    P1360682.jpg

    ^ auch hier sieht man nochmal, daß v.a. Fhecor (vorn) und LAP-Knight (dritte, in braun) am meisten einen Bogen zwischen den Ufern beschreiben.

    Da es bisher die beiden Favoriten sein sollen, stellt sich die Frage, wird man die Scheitelhöhen noch absenken wollen oder ist das quasi "schon durch"?


    In neueren Visus wirkt Grassl nun doch etwas plump, leider scheinen Visus eine mega Rolle zu spielen, aber geben sie die Realität wieder?

    P1360683.jpg


    LAP-Knight in Visu und drunter schematisch vor der Skyline. Mit Fhecor-TSSB im nächsten Foto kann man schematisch mal vergleichen, ist aber schwierig.

    P1360686.jpg

    folgend Fhecor-TSSB schematisch vor Skyline.

    P1360687.jpg

    Fhecor-TSSB in Visu - mit eben der dominaten Wirkung aufgrund Höhe und vieler Bögen.

    P1360684.jpg


    LAP-Knight mit durchaus überzeugender Abend-Visu, darunter eine Draufsicht im Stadtraum. Man sieht gut, wie jede neue Carolabrücke ein viel fetterer Balken im Gefüge ist als die historischen Brücken. Teils wurde bereits irrig von "der schlankesten Version" gesprochen, fett bleibt es allemal.

    P1360685.jpg

    Fast alle Entwürfe spreitzen die weiteren Fahrbahnen wie gewohnt auf und schliessen an den eben gespreizten Bestand der Kreuzungen an.

    Man schafft es also nur, eine neue Brücke zwischenzubauen, aber schon die Anschlüsse an die Knoten werden wohl nicht angepasst oder verschlankt.

    fotos elli kny aus der Präsentation im Stadtforum

  • Der LAP-Entwurf hat sich tatsächlich über die letzten Tage zu einem meiner Lieblingsentwürfe gemausert. Nachdem sich das Gremium für ihn entschieden hat, hab ich ihn mir genauer angesehen, und ich kann durchaus Qualitäten in ihm sehen. Das Rautenmuster zwischen den Bögen sieht tatsächlich sehr schick aus und ist eine klare Reminiszenz an die erste Carola-Brücke. Dass die Rauten nachts so schön beleuchtet werden können, ist ein tolles Extra.
    Das einzige Problem was ich mit der LAP-Brücke habe: Es werden zumeist Ansichten von Norden abgebildet, während Ansichten von der Altstadt aus, von wo die meisten Menschen später auf die Brücke blicken werden, vermieden werden. Warum ist das so? Vielleicht weil um extra Platz für einen breiten Fußweg über die Brücke zu schaffen, die Brücke im Süden deutlich weiter auskragt als im Norden. Dieses extreme Auskragen des oberen Teils über alles darunter hat für mich etwas von der DDR-Brücke und generell Autobahnbrücken.

  • Ich habe mir aktuellen Visualisierungen angeschaut und plötzlich einen ganz neuen Eindruck erhalten. Noch habe ich nicht abgestimmt, obwohl ich es wollte. Ich hatte meinen klaren Favoriten. Aber die weiteren Visualisierungen lassen mich sprachlos stehen bzw. sitzen. Die Nummer 1 der Expertenkommission stand für mich auf Platz 3. Mein Favorit ganz klar Grassl. Dicht gefolgt von TSSC.

    Elli Kny hat Recht. Die unterschiedlichen Visualisierungen und deren Qualität tragen zur Auswahl bei.

    Umso schwerer fällt es mir, nun eine Entscheidung zu treffen. Und die von mir ursprünglich mehr oder weniger abgelehnte Version von LAP, die vom Expertengremium favorisiert wird, erscheint mir nun auch schlüssiger zu werden.

    Und andererseits werden (zum Glück) auch immer mehr Stimmen laut, die die Brücke etwas schmalspuriger haben möchten. Dafür bin ich definitiv auch. Damit sollte aber auch die Rekonstruktion des Bellevedere (zunächst als als Empfangspavillon der BUGA 2033) sowie die Umsetzung des Wiesner-Projektes zum Wiederaufbau des Venezianischen Hauses mit den angrenzenden modernen Bauten am Steinweg verbunden sein.

    Und da muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Entwurf von Grassl einen sehr massiven Brückenbau vorschlägt, wohingegen der Entwurf von LAP viel leichter und offener wirkt.

    Ich bin schon auf Eure Kommentare und Tipps gespannt.

  • Man könnte wahrscheinlich denken, die Initiative Carolabrücke sei untätig, weil bisher relativ wenig von uns zu hören war. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die letzten Wochen waren unglaublich stressig, weil wir nicht vorschnell urteilen wollten, sondern die Entwürfe wirklich umfassend bewerten wollten. Erschwert wurde das durch die Maulkorb-Politik der Stadtverwaltung, sodass man sich seine Informationen in heimlichen Hintergrundgesprächen und konspirativen Datentransfers beschaffen musste. Was zum Glück gut gelungen ist. Ich persönlich habe Urlaub dafür genommen und bin jetzt einigermaßen erschöpft. :biggrin:

    Ein bisschen Einblick in unsere Erkenntnisse, aufgespalten in mehrere Beiträge wegen Zeichenbegrenzung.

    Zuerst zum Votum des Expertengremiums. Da es laut Baubürgermeister "aufgrund der Haushaltslage" keinen Livestream der Bauausschuss-Sitzung gab (Haha! Und zwar ohne das anzukündigen!), haben wir Protokoll geführt, das könnt ihr hier nachlesen:

    Aktuelles - Bürgerinitiative Carolabrücke

    Für mich war das Votum zuerst unverständlich, ich glaube inzwischen aber zu wissen, wie es zustande kam. Nur mit Sachargumenten allein hat das wohl nicht zu tun. Aber auf die will ich hier eingehen.

    Ich möchte euch damit begründen, warum sich die Initiative Carolabrücke e. V. für den Entwurf von GRASSL ausspricht. Dazu gehe ich auf die gegen ihn erhobenen Kritikpunkte ein.

    1.) Kostenschätzung und Verkehr

    "Es ist davon auszugehen, dass die Entwürfe von Fhecor/TSSB, von Grassl/GMP und von LAP/Knight Architects etwa in gleicher Größenordnung nahe der Preisobergrenze liegen."

    Da fragt man sich doch, wie das sein kann, wenn man sich die Bauweisen anschaut. Nehmen wir mal den Querschnitt von LAP:

    5owug5kg.jpg

    (c) Leonhardt, Andrä und Partner/Knight Architects, https://carola.info/

    Ich sehe hier einen sehr komplizierten Querschnitt mit vielen Winkeln und Querverstrebungen. Das bedeutet eine teure Herstellung, sowohl beim Stahlpreis als auch bei der Montage, und eine aufwändigere Wartung. Wie kommt man bei der Bauwerksprüfung zum Beispiel in die Bereiche zwischen den Gittern einer Voute?

    Man sieht auch die Verkehrsführung von LAP. Man sieht, dass die Fahrradfahrer keine bauliche Trennung zur Straße haben, sondern nur abmarkierte Radwege. Stattdessen wurden die Kfz-Fahrspuren baulich abgetrennt, wie auf der Autobahn. Die Masten sind zwischen den Gleisen platziert, was die Überfahrbarkeit der Gleistrasse für Feuerwehr etc. erschwert. Generell gibt es viele Masten.

    Auf dem zweiten Bild vom Entwurf GRASSL sehe ich einen äußerst einfachen Querschnitt. Die tragenden Stahlelemente haben keine Querverbindungen und keine Zwischenräume. Zwischen diesen vier Bogenträgern sind die Leitungen für Fernwärme etc. unter der Farbahnplatte montiert. Unter den Leitungen sind Linien für die abdeckenden Gitter eingezeichnet, die jedoch keine statischen Zwecke erfüllen.

    a6ru87qw.jpg

    (c) Ingenieurbüro GRASSL/gmp, Carolabrücke Dresden: Insights zum neuen Brückenentwurf

    Die Bögen dieses Entwurfes bestehen aus vielen gleichartigen Teilen. Diese Teile werden im Werk aus standardisiertem Stahl gefertigt, per normalem LKW auf die Baustelle gefahren und direkt an Ort und Stelle zusammengeschweißt.

    So etwas braucht es dafür nicht:

    akajdngo.jpg

    Und auch nicht so etwas:

    x4zzsl9j.jpg

    (c) beide Bilder: FHECOR/TSSB, Neue Carolabrücke? Entwurf nur Platz 2 I Sachsen Fernsehen - YouTube

    Es gibt auch noch weitere Aspekte, so kommt GRASSL ohne bewegliche Brückenlager aus. Der Austausch solcher Lager, der immerhin etwa alle 40 Jahre nötig ist, kostet Millionen, auch die Wartung ist nicht geschenkt. Laut Prof. Marx sind das jedoch nur "Details".

    Von allen Kostenschätzungen war jene von GRASSL die genaueste. Die haben sich nicht nur auf Brückengröße und Referenzobjekte bezogen, sondern alle Posten im Detail bepreist, bis hin zum Korrosionsschutz. Die vier Wettbewerber haften für ihre Kostenschätzungen und haben überdies einen Ruf zu verlieren. GRASSL hat etwa 700 Projekte pro Jahr und ist auf Brückenbau spezialisiert. Und da soll es überzeugen, wenn das Expertengremium mit der schlichten Begründung von "Erfahrungswerten" behauptet, drei durchaus unterschiedliche Konstruktionen kosteten gleich viel und GRASSL habe sich um satte 50 Millionen vertan?

    5v3sael7.jpg

    (c) Ingenieurbüro GRASSL/gmp, Carolabrücke Dresden: Insights zum neuen Brückenentwurf

    Der Verkehr ist hier viel sinniger angeordnet. Flaneure auf Altstädter Seite haben nicht nur die Möglichkeit, mit dem Rücken zur Straßenbahn zu sitzen, sondern die Kanzeln als entschleunigten Rückzugsort. Die Straßenbahntrasse ist frei von Masten. Diese stehen gen Osten abgerückt, sind also kein Störkörper, wenn man Richtung Altstadt schauen will. Die Höhe der Masten ist vorgeschrieben, eine Zusammenführung von Beleuchtung und Oberleitung scheint jedenfalls eine gute Idee. Die Radwege sind baulich abgetrennt, die Kfz-Spuren untereinander hingegen nicht. Wozu auch?

    Eine flexible Umnutzung der Brückenfläche ist auch mit diesem Entwurf möglich. Man könnte sogar problemlos anbauen oder Teile abreißen. Die Konzeption der nebeneinanderliegenden Bogenträger auf der Pfeilerscheibe macht es möglich, einfach einen Bogen zu ergänzen oder zu entfernen.

  • 2. Sichtbeziehungen

    Die Jury kritisiert in ihrem Votum "eine nahezu durchgehende Mauer", die bei GRASSL durch die Pfeilerscheiben gebildet würden. Diese Pfeilerart ergibt sich daraus, dass die Bögen nicht untereinander durch Querstreben verbunden sind. Es ist eine sehr einfache Konstruktion, die übrigens der Königin-Carola-Brücke auch technisch nicht unähnlich ist. Die Pfeiler benötigen keinen Aufprallschutz, der bei Niedrigwasser (also fast immer) zu sehen ist.

    Klar ist: wenn man sich direkt vor die Pfeiler stellt, sieht man Pfeiler. Im Bau-Ausschuss wurde genau dieser Standpunkt visualisiert, frontal vor dem Pfeiler und dann zum anderen Elbufer geschaut. Wer macht so etwas? Wer stellt sich unter die Augustus- oder Albertbrücke und schaut auf deren Pfeiler? Natürlich sind diese historischen Brücken schmaler und somit auch deren Pfeiler. Die Augustusbrücke ist beispielsweise nur 18 Meter breit, nicht 35. Beziehungsweise, wenn man die Pfeiler einberechnet, ist die Augustusbrücke etwa 27 Meter breit, bei GRASSL wären es dann die 47 Meter ("fast 50", schreibt die Jury.).

    Nun hat aber die Carolabrücke riesige Spannweiten. Statt 17,60 m bis 39,30 m (Augustusbrücke) sind es bis zu 120 Meter! Schon dadurch ist die Carolabrücke die "transparenteste" aller Altstadtbrücken. Dadurch gelangt auch viel mehr Licht unter die Brücke. Noch dazu ist das Tragwerk ja lichtdurchlässig. Die Carolabrücke hat so wenige Pfeiler, dass die Sicht zum jeweils anderen Elbufer wirklich nur dann eingeschränkt wird, wenn man direkt vor dem Pfeiler steht. Und wann steht man dort schon? Nur dann, wenn man unter der Brücke hindurchläuft. 50 Meter sind ein Laufweg von einer Minute. Dieses Kriterium der Transparenz zu einer Art "Superkriterium" zu machen und diesem alle anderen Aspekte unterzuordnen, ergibt überhaupt keinen Sinn.

    Nun kann man zwar behaupten, dass man die Unterseite einer Brücke zu einem attraktiven Aufenthaltsraum mit Spielplatz und Kiosk machen kann, wie andere Entwürfe das visualisieren, aber vielleicht darf unter einer Brücke auch einfach nur Flussufer sein.

    Würde man der Logik folgen, dass die neue Brücke so "transparent" wie nur irgendwie möglich sein sollte, dann müsste man sich sehr wundern, dass die Jury den FHECOR-Entwurf auf den zweiten Platz gesetzt hat. Dort werden absurderweise die Pfeiler als "transparent" gelobt, auch "der weitere Pfeiler" (es sind zwei weitere Pfeiler). Man mag das ja gut finden, dass FHECOR zwei weitere Pfeiler setzt und damit einen zusätzlichen Bogen, aber ganz eindeutig wird damit die Sicht zum anderen Elbufer viel stärker, aus viel mehr Perspektiven eingeschränkt.

    Dass die FHECOR-Brücke um 2,5 Meter höher ist als bisher, was für den Entwurf integral ist (Bogenform), wird nebulös mit dem Satz abgetan, dies müsse "hinsichtlich städtebaulicher und denkmalrechtlicher Belange bewertet werden". Dabei wurde das bereits bewertet und per Ausschreibung festgelegt, dass die Höhe nicht überschritten werden darf. Aus guten Gründen:

    ci87q5jt.jpg

    Markierung einer um 2,5 Meter erhöhten Brücke (ohne Geländer!), wie beim Entwurf von FHECOR vorgesehen. Maßstab sind die 100 cm hohen Absperrungen, die auf dem Foto auf der Brücke zu sehen sind. Der Blick auf die Elbhänge vom Brühlschen Garten aus würde endgültig abgeschnitten.

    Foto: Christian Gebhardt, CC BY-SA 4.0, Datei:20230306.Blick von der Brühlschen Terrasse zur Carolabrücke.-014 (cropped).jpg – Wikipedia

    3. Städtebauliche Philosophie

    Prof. Marx hat im Bauausschuss ganz klar gesprochen: Die Jury findet aufgelöste Pfeiler wichtiger als den Bezug zur Historie. Es war überhaupt kein Kriterium für die Fachleute, dass die Brücke und ihre Anbindung historische Merkmale aufnehmen und ermöglichen. Wahrscheinlich war sogar das Gegenteil der Fall.

    Nur ein Entwurf macht das in konsequenter Weise. Die Brücke von GRASSL hat - bis auf das Ornament - alles, was die historischen Nachbarbrücken auch haben:

    • echte Bögen statt nur einem Balken mit Vouten
    • unten auskragende, bis oben durchgehend massive Pfeiler, welche die einzelnen Bogenfelder gliedern
    • begehbare Kanzeln als Abschluss der Pfeiler
    • Anbindungen, welche die natürliche Abschüssigkeit des Ufers nicht durch Rampenbauwerke negieren

    Durch letzteren Punkt kann der Elbberg wiederentstehen und damit die historische Situation, in welcher sich das Venezianische Haus befand. Auf der Altstädter Seite wird durch die Verschwenkung der Straße, die Kompaktheit der Auffahrten und die Orientierung nach Westen die Zukunft nicht verbaut und ausreichend Raum für ein lebendiges Quartier an der Ostseite vorgedacht.

    5m57wyxn.jpg

    (c) Jordi, Keller, Pellnitz für GRASSL: Östlich der Brückenauffahrt der Elbberg, unten mit den beiden Pferdeskulpturen als Tor. Oben, direkt an der Brücke, das Venezianische Quartier. Die Synagoge bleibt unverbauter Solitär. Das rote Quadrat an einer Ecke des grünen Promenadenrings markiert den Standort des früheren Redlichhauses. Der Rathenauplatz (früher Amalienplatz) mit seinen historischen Proportionen und Verbindungen könnte diesem Areal wieder ein Gesicht geben.

    Die Brückenperde könnten, dort, wo sie jetzt stehen, eines Tages das Tor zum Elbberg bilden. Als Tor zur Brücke ist deren Abstand zueinander einfach zu gering. Ein anderer Entwurf (ich weiß gerade gar nicht, welcher) lässt die Straßenbahn zwischen den Pferden hindurchfahren und die Autos daneben. Elegant fände ich das nicht.


    Fazit

    Natürlich gibt es noch so viel mehr Aspekte: die Verkehrsführung, die Beleuchtung usw., auch dazu ist einiges zu sagen. Bei FHECOR wird zum Beispiel die Straßenbahn wieder zweifach durch den Radverkehr gekreuzt. Das ist nicht nur schrecklich, sondern schlicht nicht genehmigungsfähig.

    Ich denke aber, dass hier im Forum vor allem die Gestaltung wichtig ist. Und dazu ist festzuhalten: Alle Entwürfe sind Vorplanungen, gewissermaßen Arbeitsstände. Die Zeit war extrem knapp. Das war sie ohnehin schon, aber das chaotische Vorgehen der Stadtverwaltung, das haben wir von mehreren Teams gehört, hat die Bearbeitungsdauer noch einmal verkürzt.

    Jedenfalls wird es an die Details erst nach der Beauftragung gehen. Mehrere Teams haben sich bereit gezeigt, auch in den weiteren Phasen mit der Initiative Carolabrücke im Dialog zu bleiben und Änderungswünsche aufzunehmen. Bei GRASSL lässt sich aber deutlich am besten anknüpfen, weil sie die Gestaltung der ersten Carolabrücke bereits zum Leitfaden ihres aktuellen "Rohbau-Entwurfs" gemacht haben.

    Wir haben als Initiative einfach mal visualisiert, was man aus deren Entwurf schon mit minimalsten Verbesserungen herausholen kann. Mit Genehmigung von GRASSL und gmp zeige ich das hier:

    49ss6k2u.png

    Zum Vergleich hier deren aktuelle Visualisierung: Carolabrücke Dresden: Insights zum neuen Brückenentwurf

    Die Initiative Carolabrücke wird sich mit einer Pressemitteilung klar für GRASSL aussprechen und wir hoffen, dass ihr uns darin unterstützt.

    Eine Petition zur Integration historischer Gestaltungselemente in den folgenden Planungsphasen - egal, welcher Entwurf gewinnt - wird dieses Wochenende scharfgeschaltet. Eine richtig gute Brücke für die Dresdner Altstadt ist nach wie vor möglich!