Ich würde mal eine freche Idee in den Raum stellen, um zumindest die Sache mit dem Radweg noch zu retten: Reduziert die Zahl der KFZ-Spuren von 4 auf 3 so wie es beim ursprünglichen Verkehrsversuch angedacht war 🫠
Beiträge von taukri
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Zustimmung, das wäre tatsächlich ein schöner Entwurf gewesen, aber Dresden wäre nicht Dresden, wenn man diesbezüglich nicht gerne auf einen erlauchten Kreis an Büros zurückgreifen und somit kaum das Beste für's Stadtbild herausholen würde.
Stell dir doch mal vor was das für den Tourismus bedeuten würde, wenn man hier auf verschiedene Büros setzen würde 😱 dieser einheitliche Knerer und Lang Stil an allen wichtigen Sichtachsen ist doch genau das, was Dresden weltberühmt gemacht hat 😂
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Zu 1.) Fairer Punkt, das mit der Sicherheit hatte ich so nicht auf dem Schirm. Wenn Grassl bei gleicher Spurbreite die besseren Sicherheitsabstände geboten hätte, relativiert das den "schmalste Brücke"-Pluspunkt natürlich stark. Da gebe ich dir recht, Breite allein ist kein Selbstzweck. Aber ich bin positiv das hier vielleicht eine bauliche Trennung erreicht wird zwischen KFZ / Fahrrad-Spuren, zumindest steht dieser Ansatz im aktuellem Posting vom ADFC von heute auf Instagram und dort scheint man weiter im Austausch mit TSSB zu stehen.
Zu 2./3.) Da hast du recht, das sind bisher Absichtserklärungen des Büros, keine beschlossenen Fakten. Ich hätte das klarer als "geplante Nachbesserung, noch nicht verbindlich" kennzeichnen sollen statt es wie einen fixen Fakt darzustellen. Solange wir da nix gegenteiliges hören besteht dennoch die Hoffnung, dass diese Ankündigungen von deren Webseite auch umgesetzt werden, sonst würde man doch sehr an Gesicht verlieren. Aber du hast recht, Gewissheit gibt es da keine.
Zu 4.) Da würde ich dir nicht widersprechen wollen. Aber wir müssen realistisch bleiben, durch die aktuelle Stadtratsmehrheit war das von Anfang an (überspitzt gesagt) klar: "Autospuren müssen im Budget eingeplant werden, der Rest ist verzichtbar im Haushalt". In sofern müssen wir fast froh sein das es "nur 4 Spuren geworden sind" 😅
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Der Stadtrat hat gestern für den Entwurf von TSSB/FECOR entschieden - in vier Spuren Breite - ein Zustand mit dem wir uns wohl oder übel anfreunden müssen. Ich weiß, dass diese Kombination nicht wirklich beliebt ist hier im Forum aber ich möchte mal versuchen die Diskussion auf die (aus meiner Sicht) positiven Dinge am Entwurf zu lenken. Grundlage dazu liefert die sehr informativ gemachte Webseite der Architekten.
- Wir bekommen trotz der Vierspurspurigkeit die schmalste Version einer Carolabrücke 3.0 (Quelle) - zum Vergleich Carola 2.0 war 32 Meter breit.
- TSSB/FEHCOR: 32,50m
- LAP: 35,30m
- Grassl: 35,81m
- Schüßler: 36,75m
- Der Entwurf wird überarbeitet und nur 1,5m Höher als Carola 2.0 - Überarbeitung erfolgt in der jetzt anschließenden Phase (Quelle)
- Der problematische Radweg mit Gleiskreuzung wird in Abstimmung mit dem ADFC aufgelöst und es wird 2,50m breite Radwege in der nächsten Planungsphase geben (Quelle)
- Es wird in Zukunft vermutlich der Punkt kommen, wo aus 4 Fahrspuren nur 2 werden und hier ist eine flexible Anpassung möglich es nicht nix in Stein gemeißelt. Natürlich sind die Mehrkosten unschön aber so bleibt immerhin genug Raum für breitere Fuß und Radwege, was allen zu gute kommt.
- Verbesserte Erschließung der Brühlschen-Terasse dank neuem "Brühl-Link" - vermutlich eine Art Mini-Brücke von der Carola 3.0 direkt auf die Terrasse (Quelle) - eine bisher völlig außer acht gelassene Verbesserung aus touristischer Sicht.
- Erstmalige Anbindung des Elbradwegs an die Carolabrücke für Radfahrer ohne Treppen! (Quelle)
- Wir bekommen eine Brücke mit Bogenoptik aus Sandstein am Sockel und Stahl in der Oberkonstruktion - in meinen Augen eine gelungene Adaption zur Carola 1.0 die ebenfalls im Kern aus Stahl und Sandstein bestand und nicht aus Beton wie Carola 2.0
- Wir bekommen trotz der Vierspurspurigkeit die schmalste Version einer Carolabrücke 3.0 (Quelle) - zum Vergleich Carola 2.0 war 32 Meter breit.
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Bedingt durch die aktuelle Diskussion bin ich noch mal etwas in die Tiefe gegangen was den Begriff des "Ersatzneubaus" angeht und damit die Vorwürfe gegen FEHCOR/TSSB. Kurz gesagt: Ein "Ersatzneubau" ist kein rechtlich scharf definierter Begriff – weder in der Sächsischen Bauordnung noch im Wasserstraßenrecht gibt es feste Grenzwerte (z. B. "max. X % mehr Pfeiler" oder "max. Y cm höher"), ab denen ein Vorhaben kein Ersatzneubau mehr ist. Der Begriff taucht im Begriffskatalog der SächsBO gar nicht auf. Er ist eher eine Verfahrenskategorie, mit der man ein aufwendiges Planfeststellungs-/Plangenehmigungsverfahren umgehen will – die Abgrenzung dazu läuft über unbestimmte Kriterien wie "im Wesentlichen gleicher Standort" oder "vergleichbare Kubatur", nicht über feste Prozent- oder Maßangaben.
Die Stadt hatte den Ersatzneubau-Status ursprünglich gewählt, weil er "kein Planverfahren erforderlich" macht und damit der schnellste Weg ist . Ob ein konkreter Entwurf diesen Status aber tatsächlich behält, entscheidet sich erst im Einzelfall durch die Genehmigungsbehörden – nicht durch einen klaren Paragrafen mit Zahlen. Das Landesamt für Denkmalschutz hat zwar qualitative Vorgaben gemacht (flach, schlank, weitgespannt, Sichtachsen erhalten) , aber auch das sind unbestimmte Rechtsbegriffe, keine harten Grenzwerte. Das einzige was in dem ganzen Prozess um FEHCOR/TSSB wirklich greifbar ist, wäre die zusätzlich nötige strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach § 31 WaStrG. Wirklich konkret wird es meiner Erkenntnis nach erst, wenn man sich die gerichtliche Seite des Problems anschaut. Dazu ein Zitat aus dem Urteil, unter Berufung auf das Bundesverwaltungsgericht (Beschl. v. 24.05.1993 – 4 B 77.93): Ein Umbau gilt bauplanungsrechtlich als Neubau, wenn die baulichen Änderungen "einen Umfang erreicht haben, die trotz der unveränderten Nutzung das ursprüngliche Bauwerk nicht mehr als Hauptsache erscheinen lassen".
Das Gericht hat sich im damaligen Fall konkret die Bauunterlagen (Grundrisse, Ansichten von Bestand und Genehmigungsplanung) vorlegen lassen und im Termin sogar Luftbilder in Augenschein genommen. Das ist Tatsachenfeststellung per Gutachten und Plan-Abgleich keine freie Wertung und dient seither als Orientierung und Grundlage rund um das Thema "Ersatzneubauten". Genau dieses Prüfschema würde ein Gericht auch bei der Brücke anwenden – als quantifizierbaren Vergleich Alt- zu Neubauwerk:
- Anzahl und Lage der Pfeiler (hier: ein Pfeilerpaar mehr als beim Bestand von 1971)
- Höhenvergleich der Gradiente (hier: bis zu 2,50 m höher)
- Veränderung von Spannweite, Kubatur und Konstruktionstyp (Bogenreihe statt ursprünglicher Konstruktion)
Diese Zahlen sind exakt dokumentiert und damit justiziabel überprüfbar – ein Gericht würde also nachrechnen, wie stark der neue Entwurf vom historischen Bestand abweicht, und das mit der "Hauptsache"-Formel abgleichen. Die Unbestimmtheit liegt also nicht darin, dass man es objektiv nicht messen könnte, sondern darin, dass es keinen fest im Gesetz stehenden Schwellenwert (z. B. "+1 Pfeiler = automatisch Neubau") gibt, ab dem die Wertung kippt. Das Ergebnis hängt von einer Gesamtabwägung ab – aber einer, die auf überprüfbaren Fakten beruht, nicht auf Willkür.
Zurück zum FECOR/TSSB-Entwurf: Wenn man die "Hauptsache"-Formel nüchtern auf die konkreten technischen Daten anwendet, zeigt sich: Der FHECOR/TSSB-Entwurf liegt tatsächlich näher an der Risikozone als die anderen drei Entwürfe. Bei Länge, Breite, Hauptspannweite und Nutzung liegt der Entwurf so nah am Original, dass diese Kriterien klar für "Ersatzneubau" sprechen würden. Genau hier würde ein Gericht aber nicht stehenbleiben, sondern – wie im OVG-Fall von 2014 – auf die strukturelle Substanz schauen, nicht nur auf Außenmaße :- Das Tragwerkssystem wechselt komplett von Spannbeton-Hohlkasten zu Bogenkonstruktion – das ist keine Anpassung, sondern ein anderes statisches Grundprinzip.
- Es kommt ein zusätzliches Pfeilerpaar im Flussbett hinzu, das 1971 bewusst auf einen einzigen Strompfeiler reduziert wurde, um die Schifffahrt zu erleichtern.
- Die Bauhöhe wird verändert (aktuell noch ca. 1,5 m über Bestand), was das Erscheinungsbild und die Durchfahrtshöhe berührt.
Nach der "Hauptsache"-Logik ("bleibt das ursprüngliche Bauwerk trotz der Änderungen noch als Hauptsache erkennbar?") wiegt hier vor allem der Systemwechsel plus zusätzlicher Flusspfeiler schwer, weil beides nicht kosmetisch, sondern konstruktiv und funktional ist. Nach dem etablierten Prüfschema hätte der FHECOR/TSSB-Entwurf im Vergleich zu den anderen drei Büros das höchste Risiko, dass ein Gericht den Systemwechsel plus zusätzlichen Pfeiler als "nicht mehr Hauptsache" einstuft – genau das, was die Projektleiterin Grit Ernst im Begleitgremium bereits als Bedenken formuliert hat.
Damit können wir festhalten: Winkt der Stadtrat den FECOR/TSSB-Entwurf durch und einer beschreitet den Gerichtsweg droht ein sehr langes Verfahren was die Stadt aller Wahrscheinlichkeit nach verlieren sollte. Nach der Erkenntnis bin ich jetzt umso gespannter welcher Entwurf sich final durchsetzt und ob man trotz des sichtbarem Risikos versuchen wird den FECOR/TSSB-Entwurf als "Ersatzneubau" durchzurücken, was augenscheinlich keinen Bestand haben wird. Wenn man an FECOR/TSSB festhalten will sollte man lieber gleich das Risiko minimieren und ein normales Planverfahren beschreiten (in meinen Augen). -
Wir müssen doch realistisch bleiben, wir sind hier in Dresden! Wenn es eine pragmatisch und eine unglaublich komplexe Situation zur Auswahl gibt, wird es in Dresden immer die komplexe Lösung (egal wie vernünftig und schnell die Alternative Option wäre). Das ganze sehe ich auch hier bei der Carolabrücke kommen. Es wird Fehcor-TSSB werden trotz aller Hindernisse - alles andere in dieser Stadt wäre ein absolutes Novum 😅
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Danke dir für die Zusammenfassung. Muss ehrlich sagen, von allen Varianten und im Kontext der aktuellen Haushaltslage ist das eine erstaunlich vernünftige Lösung, die man hier zusammengestellt hat. Auch der Rückbau vom Endkreis Hellerau ist nur folgerichtig, da er in allen bisherigen Konzepten ohne tieferen Nutzen erhalten war. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass der Stadtrat das Projekt jetzt auch durchwinkt.
Zum Vergleich noch einmal die Skizze, die ich für meinen Beitrag zum Varianten-Vergleich damals erstellt hatte (siehe hier). Die Version, die Schleife um den ganzen Straßenblock zu führen, um so die Freiheit für eine Verlängerung bis Globalfoundries zu erhalten, war bisher noch gar nicht Teil der bisherigen Varianten:

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Oha, wo hast du die Neuigkeit her? Ist das erste Mal das ich davon höre. Meines Wissens nach sollte nur der Anbau aus DDR-Zeiten abgerissen werden. Aber bedenkt man die Problematik mit den fehlenden Parkplätzen und der Stauproblematik durch die aktuellen Ein- und Ausfahrten (sollte dort Rewe reinkommen) ist der Gedankengang schon nachvollziehbar.
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Vielleicht hat man ja schon Pläne Ullersdorf einzugemeinden 😂 oder man will noch in der Dresdner Heide ein bisschen planieren 😆 überraschen würde mich aktuell gar nichts mehr in Dresden.
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Kleines Update aus Heidenau. Hier gibt es umfassende Baumaßnahmen an der Grundschule "Bruno Gleißberg", wo der komplette Schulhof erneuert wird. Vorzustand war ein DDR-Traum in Beton.


In Vorbereitung dessen wurde die zur Schule zeigende Seite der Ernst-Schneller-Straße um einen breiteren Fußweg erweitert und die Parkplätze durchgehend von Parallel zum Bordstein auf Quer-Parken gedreht. Dafür mussten 5 Bäume verschwinden. Den wirklichen Nutzen haben mehr die Anwohner durch mehr Parklätze, für den Schulweg ändert sich wenig.

Am Ende des neuen Fußweges (rechts hinter dem Fernwärme-Würfel ankommend) war vorher eine Platzartige Beton-Fläche, die nun entsiegelt wurde. Hier hat man sich für einen dreistreifigen Mix aus Bepflanzung, Sandmix und neuem Asphalt entschieden:


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Das man von diesem Büro mal etwas derart farbiges zusehen bekommt hätte ich nicht erwartet 😅 es hat sogar eine art Dach und trotzdem erinnert es mich eher an ein Kunstwerk als ein Haus 😂
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Die Klinker-Metall-Optik ist grundsätzlich akzeptabel, aber ich bezweifle, dass sie hier wirklich passend ist. Sandstein-Platten wären meiner Meinung nach die bessere Wahl gewesen, um einen Bogen zwischen Brücke und Stadion-Tor zu schlagen. Man muss heutzutage wohl leider froh sein das es keine Industriehalle und kein weißer Würfel geworden ist :-/
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Danke Arwed für den Link, den kannte ich bisher noch nicht. Ich muss dir zustimmen, der Entwurf war mir anhand der ersten Bilder bisher nicht besonders aufgefallen. Er ist zwar nicht der extravaganteste oder historischste Entwurf, den ich mir hätte wünschen können, aber er ist überraschend stimmig und die Webseite vermittelt ein starkes Gefühl, dass diese Brücke gut passen und funktionieren kann. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
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Man muss es positiv sehen: Der Neubau fügt sich harmonisch in das Gesamtkunstwerk Rathausplatz ein 😅
Aber nüchtern betrachtet: Ich verstehe eure Kritik, muss aber sagen, dass es viel schlimmer hätte kommen können. Angesichts der derzeit niedrigen architektonischen Standards in Dresden bin ich ehrlich froh, dass ein Dach drauf ist und es optisch kein weiterer Tofu-Block ist. -
Wie bereits erwähnt, steht in meinen Augen der TSSB-Entwurf längst fest. Der Wettbewerb dient lediglich der Schaffung einer Illusion von Auswahl. Die Stadt hat ihren Favoriten bereits ausgewählt und dieser wird auch gebaut werden, jede Wette. Die SZ trägt, ob nun zufällig oder absichtlich, dazu bei, dass der Entwurf auch in der Öffentlichkeit Akzeptanz findet.
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Meiner Meinung nach lässt sich die öffentliche Präferenz für den FHECOR-Entwurf leicht erklären: Sie hatten eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie! Alles begann mit dem ersten Termin Anfang des Jahres, bei dem die Bevölkerung die Möglichkeit hatte, mit den Planungsbüros ins Gespräch zu kommen. Dort war FHECOR der einzige Teilnehmer, der einen weitgehend fertigen Entwurf mit einer greifbaren Visualisierung präsentierte. Dieser Entwurf wurde dann (mangels damaliger Alternativen) für knapp ein halbes Jahr zum Gesicht bei jedem Beitrag über „die neue Carola-Brücke“ in den Lokalmedien. Indirekt wurde dadurch kommuniziert, dass der FHECOR-Entwurf im weitesten Sinne die neue Carola-Brücke darstellt, und das hat sich in den Köpfen vieler Bürger festgesetzt. Obwohl es jetzt alternative Entwürfe gibt, listet auch die Stadt (aufgrund der bereits vorhandenen Bekanntheit) den FHECOR-Entwurf immer als erstes auf und signalisiert den Bürgern damit sinngemäß: „Das ist der Entwurf der neuen Carola-Brücke, und dann sind da noch drei andere“, auch wenn es bisher gar keinen Wettbewerb mit Plätzen 1 bis 4 gibt. Dass die Realität anders aussieht, spielt meiner Meinung nach kaum eine Rolle. Hier geht es um das Bauchgefühl vieler und das sagt ganz klar: „Wir nehmen den FHECOR-Entwurf, der steht ja eh bereits fest und hat immerhin Brückenbögen.“ Hätte man beim Bürgertermin Anfang des Jahres klar auf vollständige Entwürfe verzichtet, sähe die Situation vermutlich eine ganze Ecke anders aus.
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Eine umfassende Lösung, die das Radfahren in diesem kritischen Bereich im Westen von Dresden für alle Altersgruppen sicherer macht, wäre mein Wunsch gewesen. Aufgrund des Gymnasiums ist dort viel Schülerverkehr auf dem Fahrrad zu erwarten. Doch nur wenige Schüler werden den Weg in seiner jetzigen Form wirklich befahren, da die Möglichkeit dazu nicht durchgängig vorhanden ist. Mir ist bewusst, dass aufgrund der Fahrbahnbreite nicht an allen Stellen ein eigener Radweg oder gar ein Schutzstreifen möglich ist. Oftmals wäre es jedoch möglich gewesen, Bahn- und KFZ-Verkehr im Gleisbereich zu führen und an den Rändern Platz zu schaffen (wie beispielsweise in der Wehlener Straße im Dresdner Osten). Das wäre ein Anfang gewesen, um fehlende Abschnitte später nachziehen zu können. Meiner Meinung nach ist es wichtig, gefährdeten Verkehrsteilnehmern (in diesem Fall minderjährigen Radfahrern) die Möglichkeit zu geben, die Verbindungsstraße in ihrer vollen Länge zu nutzen und sich eigenständig (ohne auf Bus und Bahn angewiesen zu sein) zu bewegen. Dies wurde hier (vorerst) leider völlig außer Acht gelassen.
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Das ist so ein Trauerspiel :-/ da wurde so viel Zeit und Geld in dieses Vorhaben gesteckt und am Ende reicht es nur für nen Mini-Radstreifen am Wartehäuschen. Trotzdem danke für das Update.
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Ich habe mir die Zeit genommen, alle Entwürfe und Videos wirken zu lassen, zu prüfen und zu reflektieren. Meiner Meinung nach ist der Grassl-Entwurf der stärkste, gefolgt vom TSSB-Entwurf auf Platz zwei. Die beiden anderen Entwürfe gehen meiner Ansicht nach in Bezug auf Harmonie und Rücksichtnahme auf die Stadt völlig am Thema vorbei. Ich glaube jedoch, dass der Grassl-Entwurf die beste Ausgangslage für eine Realisierung hat, da im Video ein entscheidender Punkt angesprochen wird: „Die Brücke ist halbseitig baubar“. Das bedeutet, dass zunächst die Straßenbahnseite mit einer Fahrspur gebaut und vorzeitig in Betrieb genommen werden kann, während die andere Hälfte im laufenden Betrieb nachgezogen wird – genau das war doch eine der Hauptwünsche im Stadtrats. Finanziell wäre dies für die Stadt auch nachhaltiger, falls man die Brücke in Zukunft einmal ersetzen muss, da dann nur eine halbe Brücke gebaut werden müsste.
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Okay, das bedarf keiner weiteren Erklärung 😅 unter der Bedingung ist es schon fast hinreichend kreativ