Beiträge von codeco

    Liegt nun vor: https://www.dnn.de/lokales/dresde…N5JDRR2DVI.html

    U.a.: "Demnach bestehen bei dem von einer Stadtratsmehrheit favorisierten Entwurf der Planungsgemeinschaft FHECOR/TSSB (Fhecor) erhöhte Risiken, dass dieser nicht als Ersatzneubau bewertet werden könne. Grundlegende Überarbeitungen an dem Entwurf seien nicht möglich, fasste Baubürgermeister Stephan Kühn zusammen."

    und

    "An der Risikoeinschätzung der Stadtverwaltung habe sich nichts geändert, erklärte Kühn. Von Anfang an sei klar gewesen, dass es bei Fhecor ein erhöhtes Risiko gebe, aber keinen „K.O.“. [...] Hinzu komme: Falls sich der Stadtrat für Fhecor entscheiden sollte, müsste ein Planfeststellungsverfahren mit einer Klage erzwungen werden."

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    Mir für meinen Teil reicht es. Meine Mitgliedschaft bei der CDU Dresden hänge ich an den Nagel, meine Beiträge gehen an den BUND.

    Diesen Satz liest man auch nicht aller Tage (wertungsfrei). Ich hoffe, du teilst deinem Kreisverband mit, warum du gehst. Ich habe das Gefühl (und das ist nur meine persönliche Meinung), das die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat in vielerlei Hinsicht seit der letzten Kommunalwahl völlig freidreht und frei von sachlicher Beurteilung handelt, obwohl sie gerne vorschiebt, dies zu tun.

    Ganz angebracht finde ich diesen Stimmenvergleich nicht. "Historisches Vorbild" ist erstmal was sehr Allgemeines, die anderen 4 sind konkrete Entwürfe. Je spezieller etwas wird, desto geringer ist natürlich die Zustimmung, da es mehr Punkte gibt, an denen Leute dann sagen "na das gefällt mir aber nicht". Außerdem ist der Aufwand beim carolaVote mitzumachen deutlich höher als eine Petition zu unterschreiben.

    Damit möchte ich nicht sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es viele Menschen gibt, die sich eine historische/historisierende Brücke wünschen. Aber der Vergleich der Zahlen wirkt unpassend.

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    Ich bin regelmäßig in Montpellier. Das dortige Straßenbahnnetz wächst schnell und setzt Maßstäbe. Unklimatisierte Bahnen existieren nicht, die Inklusion wird groß geschrieben, jede Haltestelle ist behindertengerecht gebaut. In Montpellier ist es regelmäßig wesentlich wärmer als hier.

    Noch nie habe ich dort solche Erscheinungen gesehen wie jetzt in Leipzig. Da fällt die Straßenbahn auch nicht einfach aus, wenn es 42 oder 43 Grad sind.

    Fairer Weise muss man sagen, dass die ein kompletter Neubau der 00er-Jahre ist. Leipzig hingegen schleppt bis heute viele DDR-Altlasten mit. Das man allerdings derart unvorbereitet auf das Extremwetter ist, ist natürlich trotzdem schwach - und im Gegensatz zum Winter kann man nicht mal sagen, dass sowas künftig selten vorkommt. Ich bin gespannt, welche Schlüsse man daraus nun ziehen wird.

    Für mich ist ja auch die nach wie vor relativ ausgeprägte Ausfächerung an den Brückenköpfen bei LAP ein echtes Gegenargument gegen diesen Entwurf, den ich sonst als sehr gelungen empfinde. Das hat Grassl aus meiner Sicht am besten gelöst. Schon alleine deswegen tendiere ich inzwischen wieder stark zum Grassl-Entwurf als meinen Wunschkandidaten.

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    Kurz nochmal zum Expertengremium: In dessen Bericht wird zwischen den Zeilen recht elegant die aus der unseligen Entscheidung des Stadtrates für die Vierspurigkeit resultierende Brückenbreite mit dem aktuell bis zum Anschlag ausgereizten Budget verknüpft. Hoffentlich verstehen die Räte das und ziehen daraus die richtigen Schlüsse.

    Marx hat gestern im Bauausschuss auch mehrfach sehr eindeutig gesagt, dass das Expertengremium eine Verringerung der Breite und damit der Spurenzahl ganz klar empfehlen würde. Es war geradezu ein Appell, ich war sehr (positiv) überrascht von seinem Auftreten. Auf der rechten Seite gab es dazu leider nur Kopfschütteln - rationale Argumente helfen da leider nicht.

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    Das selbe auf dem Rückweg über die Leipziger Straße und Marienbrücke. Einspurigkeit wegen der Bahn und Personen, die drängeln oder sich via Abbiegespur einen Vorteil verschaffen wollen, macht aus einem Weg von 15 Min einen Weg von 1h+! DANKE

    Die Marienbrücke ist derzeit nicht einspurig. Und selbst wenn sie es wäre, würde das kaum die MIV-Fahrzeit verlängern, wie der Testlauf in der Adventszeit gezeigt hat.

    Es fahren einfach zu viele Menschen mit dem Auto durch die Stadt.

    Ich finde, der gestrige Stadtrat (nicht nur die Carolabrücken-Debatte) hat gezeigt, dass die konservative/rechte Seite des Stadtrats endgültig im Kulturkampf gegen Fuß-, Fahrrad und ÖPNV angekommen ist. Im Grunde ließ sich jeder auf den Verkehr bezogene Debattenbeitrag dieser Fraktionen mit "Brumm Brumm" zusammenfassen.

    CDUler Veit Böhm hat schon deutlich gemacht, dass er sich ohne Probleme eine genauso breite Brücke, wie die alte vorstellen kann - man müsste einfach nur schmalere Radwege und Fußwege machen, ganz einfach. Damit weiß man auch, woher der Wind weht ... . Im Grunde kann man daher über den jetzt getroffenen Beschluss fast froh sein, bis auf die 4 Spuren macht er ja keine zu genauen Vorgaben.

    Nein, diesbezüglich gibt es keine positiven Nachrichten. Die CDU hat erfolgreich verhindert, dass der für die Verlängerung der Straßenbahn notwendige Kredit nicht mit in das Schuldenpaket aufgenommen wurde. Anders ist diese aber aufgrund der kommunalen Finanzkrise (verursacht durch die in die Höhe schnellenden Pflichtausgaben) nicht zu finanzieren - völlig unabhängig davon, ob man sich jetzt die Fahrradzähler gespart hätte oder nicht. Ich streite nicht ab, dass diese Aktion ein PR-Fail war, allerdings hätte ein Verzicht darauf und die 1-2 Radwege, die in dieser Stadt überhaupt noch zustande kommen, das Finanzierungsproblem nicht mal im Ansatz gelöst. Das sind am Ende Nebelkerzen, auf die sich die CDU, AfD und Team Zastrow natürlich gerne stürzen.

    Während ich den Wunsch nach einer grundsätzlichen Umgestaltung der Brücke gut nachvollziehen kann - ich finde die Schneise St. Petersburger Straße auch furchtbar - muss man schon auch sehen, dass ein Planfeststellungsverfahren gerne mal 5(!!!) Jahr dauern kann, siehe Königsbrücker Str. Das würde bedeuten, dass man vor 2035 nicht mit einer neuen Brücke rechnen könnte. Das finde ich schon ziemlich krass.

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    Hinzu kommt auch das Stadtbahnprojekt, auch dieses spielt in die Gesamtsituation mit rein.

    Das verstehe ich nicht ganz. Die Straßenbahntrasse war ja auch vorher schon getrennt und abgesehen von der Wiederherstellung der Verbindung sind in dem Bereich ja keine Projekte geplant?

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    Verschwendete Zeit und Ressourcen. Das war doch von Anfang an klar.

    Wenn keine bessere Abrissmethode gefunden wird, zieht sich der Abriss garantiert noch 2 Jahre.

    Die genaue Untersuchung der Einstursachen ist Zeit- und Ressourcenverschwendung? Man hat doch hier neue Erkenntnisse gewonnen, die zeigen, dass einige Normen überarbeitet werden müssen und was bei ähnlichen Brücken zu beachten ist. Verstehe den Kommentar nicht.

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    Ein interessanter Punkt. Aber irgendwie kann ich diesen nicht nachvollziehen. Warum sollte eine Straßenbahnlinie eingestellt werden, die seit Jahrzehnten funktioniert und wichtige Punkte miteinander verknüpft?

    Klar, ich finde sie auch wichtig & sinnvoll. Soweit ich informiert bin, hat die 8 jedoch Auslastungsprobleme. Insofern würde ich es für nicht völlig ausgeschlossen halten, dass die DVB sie tendenziell gerne los werden würde. Aber das können andere sicher besser beurteilen - vllt. muss man sich da auch gar keine Sorgen machen. Solange die Carolabrücke Geschichte ist, dürfte die 8 durch die neue Linienführung auch wichtiger als vorher sein.

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    Eine Taktverdichtung aufgrund einer neuen Straßenbahnlinie halte ich im Verkehrskonzept für eher positiv, auch wenn Betriebskosten steigen. Dadurch wird der ÖPNV vor allem in Nahbereich attraktiver und es ergeben sich mehr Umstiegsmögleichkeiten. Von einem Überangebot möchte ich hierbei nicht sprechen.

    Als ÖPNV-Enthusiast und täglicher Nutzer würde ich einen 3/4-Minuten-Takt auf der Strecke natürlich auch toll finden. Aber ich fürchte halt, dass der Bedarf dafür auch bei Erschließung neuer Gebiete einfach nicht da ist - zumindest in der aktuellen Gesellschaft. Der Takt wäre besser als auf allen anderen Hauptstrecken.

    Besonders unrealistisch erscheint er mir in aktuellen Zeiten, wo man doch allen ernstes einen 15-Minuten-Takt für viele Linien in Erwägung zieht, weil das Geld fehlt … wobei ich natürlich sehr hoffe, dass das Gedankenspiele bleiben. Sonst sehe ich schwarz für jede Form von Verkehrswende.

    PS: Ich halte die Strecke in Plauen bis Plauen Nöthnitzer Straße auch für absolut unterversorgt. Früher gab es in den Spitzenzeiten mal Verstärkerkurse auf der 3, inzwischen gibt es die auch nicht mehr.

    Ich finde die Variante 5 auch durchaus interessant. Denn das das Gymnasium Klotzsche und die umliegenden MFHs nur per Bus angebunden sind, ist sicherlich suboptimal. Auch die Entwicklungspotentiale sind definitiv - wie du schon sagtest - besser. Dagegen sprechen aus meiner Sicht folgende Dinge:

    • Die Fahrzeit Innenstadt<->Industriegelände wäre vermutlich(?) länger und damit unattraktiver als Alternative für Menschen, die im Industriegebiet arbeiten.
    • Welche Linie würde dort fahren? Wenn es die 8 ist, besteht die Gefahr, dass der Abzweig nach Hellerau eingestellt wird. Wenn es die 7 ist, würde es vermutlich auf beiden Ästen der 7 (also nach Weixdorf und zum Industriegelände) maximal einen 15-Minuten-Takt geben (und das auch nur, wenn man davon ausgeht, dass die 7 tatsächlich mal ihren 7,5-Minuten-Takt bekommen sollte). Nicht sonderlich attraktiv. Eine neue Linie scheint mir ebenfalls kaum wahrscheinlich, weil die Strecke entlang der Königsbrücker mit 3 Linien dann vermutlich ein deutliches Überangebot hätte - und auf Dauer deutlich zu teuer wäre.

    Ich hoffe mal, die Voruntersuchungen wurden gründlich durchgeführt.