Beiträge von Treverer

    ^ Ich glaube manchmal, ich höre/lese nicht richtig... Denkmalgeschütztes Kulturerbe einfach "beseitigen", weil es sanierungsbedürftig ist und einem persönlich nicht so gefällt?!

    Innen ist aber noch alles kahl und leer:

    Das stimmt so nicht. Habe noch vor kurzem eine Kurzdoku über die schnell wachsende indische Gemeinschaft in Berlin gesehen, und da hat man die Baustelle des Hindu-Tempels besucht, auch von innen, und da sah man schon jede Menge üppigen Stuck.


    Ah! Hab es wieder gefunden:
    https://www.dw.com/de/neue-hei…eutschland/video-67617276

    Scheint sehr schön zu werden, und die Spenden steigen durch das stetige Wachsen der Gemeinschaft wohl auch.

    ^^ Der Titel gebührt eher dem Bebelplatz. Der ist bis auf kleine Details völlig intakt. Der Gendarmenmarkt ist zu gut 70% von Nachkriegsblöcken umgeben, ich würde also nicht sagen, dass er völlig intakt ist.


    Überflüssiges Zitat gelöscht.

    Ich bin sehr positiv überrascht, dass man tatsächlich die Weisheit und das Feingefühl besitzt, das Kleinod Schleiermacherhaus sensibel zu vervollständigen und hier nicht, wie so oft, auf volle Störung und Kontraste gesetzt hat. Dies gibt es in der Gegend schon überall zur Genüge.
    Diese kritische Rekonstruktion haben wir wohl Frau Kahlfeldt zu verdanken. Vielen Dank! :)

    Zu den Nebenfassaden des Glint:
    Der Eckbau mag ja noch durch den kristallinen Aufbau bestechen, aber die Nebenfassaden sehen, so weitgehend entstuckt und glatt verputzt, irgendwie ernüchternd und billig aus (so die Fassade im Bild direkt über mir). Ich weiß nicht genau warum, aber solche frisch sanierten aber weitgehend entstuckten Fassaden haben etwas unwertiges, unwirkliches und fassadenhaftes an sich. Das sollte ja eigentlich eher der Fall mit üppigen Stuckfassaden sein, richtig? Aber das finde ich nicht. Stuckfassaden wirken durch ihre Plastizität, Ornament und Detail dennoch hochwertig. Das ist diesen Fassaden aber jetzt weitgehend genommen.

    Ob nun interessant gelöst, dieser Vorbau, oder wertige Materialien und Look, ich finde solche Setzkästen haben an Unter den Linden eigentlich nichts zu suchen. Das ist Berlins selbsternannter "Prachtboulevard". Nichts an diesen Kisten und Kästen (der Nachbarbau des Bundes wird ja nicht besser) ist prächtig. Das kommt alles sehr minimal, monoton, grau und abweisend (da stimme ich maselzr voll und ganz zu) daher. Das kann man ja gerne überall in Berlin hinklotzen, und es stört nicht weiter, aber ausgerechnet hier? Gab es nicht mal eine Gestaltungsatzung für Unter den Linden? Was ist denn daraus geworden?

    ^^


    Die Spendeneinnahmen und der Zuschuss des Bundes hatten erst mal nicht für die (schon immer mitgeplante) Spitze und Teile des weiteren Schmucks (Säulen, Vasen, Balustraden, Uhren...) gereicht.
    Nun wurde aber erst neulich verkündet, dass die Spitze doch noch möglichst bald nachkommen soll. Man will sie noch dieses Jahr ausschreiben und bis 2025 soll sie wieder aufsitzen.
    Na, dann mal Daumen drücken. :)

    Sanierung des südlichen Portalhauses (Gemeindewohnhaus) an der Sophienkirche

    ...


    Das erfreut und beruhigt mich wirklich sehr! Es war so traurig, dass dieses (einst) schöne Gebäude, was außerdem noch ein selten schönes Ensemble mit dem Pendant gegenüber und mit der Sophienkirche bildet, über Jahrzehnte vor sich hin gammelte und bröckelte. Endlich geht es jetzt richtig mit einer Sanierung los!
    Eine weitere Befürchtung, die ich trotz der guten Neuigkeiten einer Sanierung hatte, war, dass man hier womöglich Berlin-typisch Schadenkonservierung betreiben würde. Also, dass man den bereits abgebröckelten Putz nicht ergänzen würde oder die Balkone nicht rekonstruieren würde. Ich bin so froh jetzt zu hören, und auf dem Fassadenaufriss zu sehen, dass diese Ergänzungen und Teilrekonstruktionen doch geschehen sollen.
    Das brauchte es hier einfach. Dieses in Berlin äußerst rare und schöne, historische Ensemble musste wieder vervollständigt werden. :)


    Zitat gekürzt. Bitte möglichst sparsam und Bilder nur, wenn unbedingt nötig zitieren. Danke.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Gruselig der Aufbau.
    Das Einzige was "gut gelungen" und "schick" an dem Bau ist, sind doch, wenn wir mal ehrlich sind, die übriggebliebenen historischen Elemente, wie der schöne, von Theseus532 aufgenommene, Eingang im Innenhof.

    So wunderschön! :)
    Mich erfreut es immer selbst aus der Ferne zu sehen, wie die schönen Rekonstruktionen aus den Baugerüsten schlüpfen. Wie ein prächtiger Schmetterling aus dem Kokon.
    Es bleibt zu hoffen, dass die modernen Füllbauten zwischen den Rekonstruktionen sich gut einfügen und das Gesamtbild nicht zu stark herunterziehen. Von einigen der modernen Bauten weiß man ja zum Glück bereits, dass sie sich sehr gut einfügen werden (die Häuser, die das Klingersche Haus einrahmen werden), von einigen weiß man es aber noch nicht.

    Die sanierte Staatsbibliothek ist herrlich geworden. Wahrhaft ein würdiger Tempel gesammelten Wissens.
    Allerdings bezieht sich das, meiner Meinung nach zumindest, vor allem auf die erhaltene und sanierte oder wiederhergestellte historische Architektur.
    Die neue/alte Kuppel über der Hauptfront imponiert und zieht von weitem an. Der Brunnenhof ist würdevoll und beschaulich, die Treppenhalle ist grandios und pathetisch. Schöne, historische Details überall im Bau, wie Wandbrunnen, Bänke, Uhren, Statuen, Reliefs, Stuck etc., sie lassen einen immer wieder innehalten und staunen.
    Ähnliches schafft, meiner Meinung nach, keine der modernen Ergänzungen. Das wirkt alles unterkühlt, minimalistisch und lediglich zweckdienlich. Es wirkt außerdem bereits leicht angestaubt und aus der Mode gekommen. Vielleicht wegen der klaren 70er Jahre Design-Reminiszenzen.
    Der moderne Hauptlesesaal ist, ganz anders als ursprünglich gedacht, nicht mehr der Höhepunkt des Hauses, sondern fällt nach dem grandiosen, historischen Treppenhaus deutlich ab.

    Tja, im Moment gibt es wohl einen Patt. Der Wettbewerb zur Bauakademie wurde verschoben und ein neuer Zeitraum ist nicht in Sicht. Der Bund beharrt wohl weiterhin auf einer modernen Fassade, und Berlin blockiert das, weil es gemäß des Koalitionvertrags der neuen Berliner Regierung eine Rekonstruktion wünscht.
    Ich hoffe nicht, dass man jetzt plant sich einfach gegenseitig auszuwarten. Bis entweder die Bundesregierung wechselt oder die Berliner Regierung wechselt, um dann zu einem Konsens zu kommen, was dann noch Jahre dauern kann.

    Ich hoffe einfach nur trotz aller ideologisierter Debatte werden die Balustradenfiguren auf den Toren noch kommen.

    Keine Sorge, es wurde erst neulich vom Schlossverein vermeldet, dass die Balustradenfiguren der Portale I, II, IV und V in den nächsten Jahren kommen werden, und dass sie gerade in Arbeit sind. Man scheint sich wohl letztendlich mit der Stiftung Humboldt-Forum darauf geeinigt zu haben.
    Allerdings wird es sich bei den Balustradenfiguren anscheinend nicht um die großteils wilhelminischen Vorkriegsfiguren handeln, die angeblich sogar Züge der Kaiserfamilie getragen haben sollen, sondern man will Figuren im Stil des Barocks neuschaffen.
    Sollte das so wie im Schlüterhof laufen, dann ist das eine super Idee. Dadurch wird alles umso authentischer wirken.
    Zur Erklärung:
    Im Schlüterhof wurden Figuren, die aus dem 19. Jahrhundert stammten, nicht wieder rekonstruiert, sondern gegen Figuren aus dem 18. Jahrhundert ausgetauscht, die stilistisch viel besser zu den barocken Fassaden passten.

    Darüber hinaus sind die acht Propheten der Kuppelbalustrade so gut wie fertig, und werden wohl im kommenden Winter aufgestellt.

    Auf der einen Seite wünsche ich mir seit vielen Jahren, dass man endlich mal den zweiten Bügel baut, der den Humboldthafen einfasst, auf der anderen Seite wird dieser Bügel, wenn ich mir die schicken Bilder oben ansehe, dann leider komplett die Sichtbeziehungen zum HBF verstellen.

    Also, Ich fände es enorm traurig, wenn der historische, repräsentative und geradezu ikonische Hauptlichthof mit dem weltberühmten Giraffatitan-Skelett eine komplette Umnutzung erfahren würde, und der Giraffatitan, so wie es die Visualisierung im Tagespiegel zeigt, in einen der neuen, seitlichen Lichthöfe verschwinden würde.
    Ich hoffe sehr, dass überdenkt man nochmal.

    Schön zu sehen, wie auf Ellis Luftbildern sich wieder ein großes, dichtes, quirliges Stadtquartier aus den Gerüsten schält.
    Interesssant finde ich die Zierschornsteine auf dem Nachfolger des Palais Riesch, dem Nöfer-Bau. Finde ich ein sehr schönes Detail, aber ich frage mich warum. Normalerweise haben wir Ziersschornsteine dieser Art doch nur auf Rekonstruktionen.