Ich hatte ja schon vor ein paar Monaten hier geahnt, dass das Loch auf einer Seite der Krone nicht gut aussehen wird. Bei einem Turm, der so schlicht und klar (im besten Sinne) gestaltet ist und so auf Symmetrie ausgelegt ist, wirkt das unfreiwillig misslungen. Es wirkt, als wäre der Turm dort nicht fertig verkleidet. Echt schade, denn ansonsten finde ich den Turm richtig schick.
Mich wundert auch bis heute, warum die offene Terrasse nach Norden ausgerichtet ist. Was gibt es denn da zu sehen? Die Terrasse hätten eher nach Süden zum Alex ausgerichtet sein müssen, oder noch besser, und das hätte abseits der phänomenalen Aussicht auch der Symmetrie gut getan, nach Westen.
Beiträge von Treverer
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Was ist gemeint mit "Betonbrock" und "seitlich gebaute Betonblock"? Ich bitte darum, sich die Zeit nehmen, und genau zu benennen, was gemeint ist. Ich kann nur spekulieren, dass die Verkleidung der Uferwände gemeint ist. Ich gehe stark davon aus – bzw. ich hoffe sehr –, dass die Wände, wie die restlichen Uferwände auch, aus Sandsteinplatten bestehen werden, und nicht aus Beton. Die dicken, grauen Steinblöcke, die dort gelagert werden, sind sehr wahrscheinlich die zukünftigen Stufen.
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Schade für den Wiederaufbau der Bauakademie. Ich denke dieses Wahlergebnis ist der Todesstoß für einen Wiederaufbau im historischen Vorbild.
Im Januar diesen Jahres haben die Berliner Senatsregierung und die Bundesregierung sich vertraglich darauf geeinigt, dass die Bauakademie äußerlich rekonstruiert werden muss. Das kommt nun so zwingend in die Wettbewerbsausschreibung. Damit wurde nach vielen Jahren des Hin und Hers ein Schlussstrich gezogen, der jetzt auch bindet. Auch mit einer neuen Senatsregierung.
Darüber hinaus ist jetzt nicht mehr die Senatsregierung am Zug, sondern die Bundesregierung. Ihre Stiftung Bauakademie ist in der Vorbereitung des Wettbewerbs und sie wird auch die Bauakademie errichten und betreiben. Die zukünftige Senatsregierung, selbst wenn sie plötzlich komplett ihre Meinung ändert, hat wenig bis gar keinen Einfluss mehr auf was nun gebaut wird.
Man sollte sich jedoch trotzdem noch nicht zu früh freuen, denn ich könnte mir vorstellen, dass der Bund den Wettbewerb und die Errichtung noch weiter verschleppt, sei es wegen bürokratischer Hürden, klammer Kassen, Desinteresse... -
Gleichermaßen sind sie aber auch erstaunlich ehrlich. Wenn man das Greenwashing mit den paar Bäumchen und Büschen mal weglässt und von dem Treiben der hippen Leute davor absieht, ist der Sockelklotz in seiner Hässlichkeit kaum zu überbieten. Da lassen selbst die Covivio-Leute ihn lieber unscharf in den Hintergrund treten.
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Sagt mal, spinne ich, oder legen sie da wieder Mosaike aus bei der Einheitswippe? Ich korrigiere mich, es sind eher größere Steinplatten, aber in einem schönen Muster, womöglich ans Original angelehnt. Das war mir gar nicht auf den Visualisierungen aufgefallen. Wenigstens das wird dann sehr schick aussehen.
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Das Bäume auf Unter den Linden nächstes Jahr nachgepflanzt werden sollen, sagt man von offizieller Seite jedes Jahr. Daher würde ich mich nicht darauf verlassen, dass es tatsächlich nächstes Jahr sein wird.
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Das KadeWe wirkt einfach, und da retten die Umbauten nichts – bzw. sie machen es noch schlimmer – nicht wie das Luxuskaufhaus einer europäischen Kapitale. Das könnte so im Inneren praktisch überall stehen. Wenn man wirklich die Kunden – vor allem die kaufkräftigen – anziehen will, zu einer wahren Attraktion werden will, wie Harrods (London) oder Galeries Lafayette (Paris), dann muss das Haus und seine Hallen auch was von dem alten, noblen Charme versprühen.
Beim KadeWe wüde ich auf Umbauten im Stil der 20er Jahre setzen, ein zurückhaltendes aber elegantes Art déco. Viel gemaserter, polierter Stein, goldenes Messing, große, hohe glasüberdachte Atrien, alles sehr symmetrisch und kubisch...
Ernsthaft, als ich jung war und zum ersten Mal von Berlin gehört habe, und mich darüber belesen habe, galt das KadeWe als Legende. Als angeblich so elegant, als eine Touristenattraktion. 20 Jahre später habe ich praktisch ganz vergessen, dass es das Kaufhaus noch in Berlin gibt. Es ist komplett unter den Radar abgetaucht. Ich dachte nach langer Zeit erst wieder daran, als ich diesen Strang gesehen hab.
Wenn man Traditon und Luxus versprühen will, dann muss man das auch so bauen. So einfach kommt mir das vor. Aber was weiß ich schon.
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Ich finde, das ist eine deutliche Verbesserung. Auch wenn etwas grobklotzig, das wirkt dennoch hochwertiger und freundlicher als die dunkle Metall- und Glaskiste von vorher. In hellem Backstein fügt sich das auch einfach besser ins Umfeld ein. Speziell der ehemalige düstere, fensterlose Teil mit der Tiefgarageneinfahrt, den man von Unter den Linden aus gesehen hat, war mir immer ein Dorn im Auge. Das sah für mich so schlimm aus.
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Und man hat tatsächlich keine Ahnung was da hinkommt? Keine Visualisierung?
Es kann aber nur besser werden, würde ich sagen. Der dunkle fensterlose Kasten Part, den man zu Unter den Linden hin gesehen hat, war schon sowas wie eine Bausünde. Zumindest hab ich es immer beim Schlendern entlang der Linden so wahrgenommen. -
Das Haus wirkt maximal abweisend. Als müsste man sich als Kirche hinter einer massiven Steinfestung verbarrikadieren. So wirkt das. Wenigstens ein paar Fensterschlitze, wie im Mittelalter mit angewinkelten Wänden, hat man eingelassen, um etwaige Angreifer besser zu beobachten.
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Bis auf Los 4, wo alles sehr glatt und klobig daher kommt (und da fehlen einfach Dachgauben), finde auch ich die Entwürfe sehr ansprechend und überzeugend. Moderne und ein traditionelleres Ästhetikempfinden wurden hier sehr gut unter einen Hut bekommen. Es geht eben doch, wenn man nur will.

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Grassl bleibt auch mein Favorit, und wenn ich mich online umsehe (hier und anderswo), ist er auch der ganz eindeutige Publikumsliebling (obwohl die SZ was anderes behauptet), aber bei den Experten leider auf dem letzten Platz. Zu schick und klassisch darf es dann wohl doch nicht sein.

LAP sitzt an zweiter Stelle bei mir. Ich finde, es ist auch ein anmutiger recht klassischer Bau. Das Rautengitter ist ein schönes Detail. Das einzige Problem ist für mich das extrem weite Auskragen der Brücke auf der Altstadtseite. Das ist die wichtigste Ansicht, die jeder von der Altstadt aus sehen wird, und auf dieser Seite hat der LAP-Entwurf leider wegen der extremen Auskragung Autobahnbrücken-Vibes. -
Ja, eine schicke Krone. Leider wird es etwas asymmetrisch, weil ja auf einer Seite eine unverglaste Aussichtsplattform sein wird. Und über deren Ausrichtung wundere ich mich immer noch. Warum gen Norden und nicht gen Süden, wo man den Blick auf Alexanderplatz und Fernsehturm hätte?
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Der LAP-Entwurf hat sich tatsächlich über die letzten Tage zu einem meiner Lieblingsentwürfe gemausert. Nachdem sich das Gremium für ihn entschieden hat, hab ich ihn mir genauer angesehen, und ich kann durchaus Qualitäten in ihm sehen. Das Rautenmuster zwischen den Bögen sieht tatsächlich sehr schick aus und ist eine klare Reminiszenz an die erste Carola-Brücke. Dass die Rauten nachts so schön beleuchtet werden können, ist ein tolles Extra.
Das einzige Problem was ich mit der LAP-Brücke habe: Es werden zumeist Ansichten von Norden abgebildet, während Ansichten von der Altstadt aus, von wo die meisten Menschen später auf die Brücke blicken werden, vermieden werden. Warum ist das so? Vielleicht weil um extra Platz für einen breiten Fußweg über die Brücke zu schaffen, die Brücke im Süden deutlich weiter auskragt als im Norden. Dieses extreme Auskragen des oberen Teils über alles darunter hat für mich etwas von der DDR-Brücke und generell Autobahnbrücken. -
Uff! Der Bau ist letztendlich wirklich grobschlächtig und unansehnlich geworden. Und dann diese fetten Fugen... Von denen war auf allen Visualisierungen jedenfalls nichts zu sehen.
Dass man sich für Elbflorenz tatsächlich nichts besseres einfallen lässt. Sich nur auf der alten Schönheit auszuruhen, sei es vor langer Zeit rekonstruierte Bauten oder erst neulich rekonstruierte, und ansonsten in den Altstadtbereich solche schnöden Kisten hinklotzt... Das macht mir echt Sorgen für die zukünftige Carola-Brücke. Dresden hat bisher nicht verstanden, dass man auch heute noch ästhetisch bauen kann und auch heute noch die Attraktivität einer Stadt mehren kann, und sollte. -
Wie ich vor ein paar Tagen meinte, mir kam es spanisch vor, dass die SZ den Fhecor-Entwurf als den eindeutigen Publikumsliebling dargestellt hat, wenn ich überall online den Grassl-Entwurf als den klaren Publikumsliebling wahrgenommen habe. Auch hier dürfte sich eine Mehrheit für den Grassl-Entwurf ausgesprochen haben. Ich weiß aber nicht wie genau, wie die SZ das bemisst.
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Danke für den Artikel mit mehr Infos.
In ihm wird gesagt, die FHECOR-Brücke wäre bei Stadträten und der Öffentlichkeit weit vorne in der Gunst. Zumindest was die Öffentlichkeit angeht, wage ich das zu bezweifeln. In allen Social Media, die ich verkehre, ist der Grassl-Entwurf der klar beliebteste. -
Der Grassl-Entwurf ist auch ganz klar mein Favorit. Er wirkt leicht, elegant, edel und reiht sich nahtlos unter die anderen Elbbrücken ein. Die gedachten Aussichtsplattformen sind geradezu ein Muss für Dresden. Dieser Blick kann gut zu einer neuen Attraktion der Stadt werden.
Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Brückenpfeiler auch mit Sandstein verkleidet? Das ist gut so, so passt sich der Bau der Umgebung an. Auf den Visualisierungen hätte das helle Material auch gut Beton sein können, was mir gar nicht gefallen hätte.
Ich hoffe wirklich, dass wer auch immer den Sieger am Ende kürt (eine Jury?), sich bewusst ist, dass diese Brücke keine schnöde Brücke sein darf. Sie muss unbedingt dem Image des Elbflorenz gerecht werden. Diese dritte Carola-Brücke muss mithelfen, die Stadt zu veredeln und nicht ihre Schönheit und Eleganz trüben. -
So weit ich das verstanden habe, galt über die letzten Jahre tatsächlich der Plan, das Turmzimmer wiederherzustellen, aber darin nur die wenigen Stücke zu präsentieren, die erhalten geblieben sind. Die meisten Konsolen sollten demonstrativ leer bleiben, um den Verlust aufzuzeigen. Viele haben das bedauert, und anscheinend kam die Museumsleitung letztendlich mit einiger Verspätung zu dem gleichen Schluss. Es macht wenig Sinn das Turmzimmer so aufwendig für das Museum zu rekonstruieren, bis auf jede einzelne Konsole, nur um diese dann leerzulassen. Ein Museum sollte stolz präsentieren, was es besitzt und nicht stolz präsentieren, dass es etwas nicht besitzt.
In den Depots müssten sich tatsächlich jede Menge historische Porzellane finden, die als Ersatzstücke die Konsolen schmücken können. Besser als ewig im Depot zu versauern.