Parrell wird seitlich weiter eingerüstet. Im Innenhof stehen in "Big Bags" abgelegte, nicht mehr verwendete alte Materialien.
© Johannes_9065 ( Zuletzt hier )
Vorderseite ( Hauptseite )

& Hinterhof - Seite
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Parrell wird seitlich weiter eingerüstet. Im Innenhof stehen in "Big Bags" abgelegte, nicht mehr verwendete alte Materialien.
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Es erinnert an eine venezianische Kriegsfestung oder natürlich an ein Gefängnis. Um das Gebäude aus der Trostlosigkeit zu führen, bräuchte es postmoderne Eingriffe wie bei Hundertwasser.
Bin sehr froh dass das Memi eine Auffrischung bekommt. Die Kubaturen vom Gesamtkomplex finde ich irgendwie spannend, die Fassade war natürlich tief trist. Ob die neuen Entwürfe halbwegs zu angenehmen Ergebnissen führen lässt sich kaum vermuten. Die Peripherie vom Alex wird zweifellos hochwertiger.
Wahrlich ein stadtplanerischer Mittelfinger.
Es ist absurd, dass ausgerechnet die skurrilsten Skulpturen die Jahre überdauern.
Die Hunderwasser-Idee ist allerdings reizvoll. Hier hilft nur noch Kunst oder verkünseln.
Gibt es denn irgendwo Details dazu, was hier überhaupt geplant ist? Einfach die kotbraune Fassade wieder besonders schön kotbraun herrichten oder soll hier ein bisschen etwas Freundlicheres gemacht werden? Oder geht es nur um die Sicherung von absturzgefährdeten Teilen? Irgendetwas bekannt?
Grundsätzlich ist genau das Memi- und der TLG riegel immer wieder unumgänglich das perfekte Beispiel dafür, was alles an Berlin und dem Ästhetischen sowie generellen Empfinden aller beteiligten Entscheidungsträger von privaten Besitzern über öffentlichen Meinungsträgern zu Bauherren schiefgeht und absolut katastrophal ist für eine wirkliche Stadtheilung und das Führen der Hauptstadt der drittgrößten Wirtschaft der Welt (noch) in die Zukunft. In keiner einzigen Hauptstadt der ganzen Welt, weder in Indien noch in Bangladesch noch in Südafrika noch in West-/Osteuropa oder Amerika sowie Lateinamerika, wäre es ein so lange tolerierter, ja sogar von vielen Stellen inklusive mitforiszen gutgeheißener Zustand, solche Gebäude im absoluten Zentrum der größten Metropole des Landes zu haben.
Da die WBM bei der Ausschreibung explizit Referenzen zu Fassade, Dach und Fenstertausch gefordert hatte, gehe ich davon aus, dass dies auch dem Projektumfang entspricht. Als Generalunternehmer hat die 030 Bauausführungen GmbH den Zuschlag erhalten.
Mariendorf , Danke für die Details
… nun, mit einem Feuerwerk an Kreativität und extraordinärer Fassadengestaltung ist dann wohl eher nicht zu rechnen.
Ich finde meinen Vorschlag einer Totalverspiegelung der Fassade oder mit Photovoltaik immer noch hinreissend … da muss sich doch ein Financier finden lassen!?
Weder ist die Fassade kotbraun, noch sind alle Städte der Welt verschont von architektonischen Missgriffen. Schon gar nicht in Indien. Das ist einfach nur polemischer Blödsinn.
Die Fassade wird gereinigt, die Fenster hoffentlich ersetzt/vereinheitlicht und die Überfahrten verkleidet oder wenigstens verputzt. Ich kann, und da muss Arty Deco wieder rechtgeben, der Kubatur des Memi so gar einiges abgewinnen. Die kleinen Fenster sind allerding a pain in the a..
"Totalverspiegelung" ist komplett unzeitgemäß. Abgesehen vom Aussehen, bei dem ich so etwas auch altbacken finde, wurde beim Extremwetterkongress in Hamburg jüngst wieder vor großflächigen Verglasungen gewarnt. Dann doch lieber Hundertwasser, aber so etwas ist never zu erwarten.
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(...) Die kleinen Fenster sind allerding a pain in the a..
Die kleinen Fenster sind glaube ich tatsächlich das größte Problem.
Eventuell könnte man die Fenster größer wirken lassen, indem man ihnen auffällige Rahmen gibt. Dazu noch die Wände schön weiß oder crème machen, und fertig ist das ästhetische Memi!
Außerdem würde die Ecke meiner Meinung nach davon profitieren, die Rest-Memhardtstraße als schön gepflasternte Fußgängerzone neu zu erfinden, um den Verlauf der Karl-Liebknecht-Straße deutlicher und eleganter zu machen (und natürlich, damit die zu Fuß Gehenden sich freuen).
Das Tor im Memi zur Alexanderstraße hin sollte man als hell gestalteten Mini-Fußgängertunnel öffentlich passierbar machen und sich für das unbebaute Stück dahinter eine interessante Nutzung ausdenken – etwa im Gastronomiebereich.
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"Totalverspiegelung" ist komplett unzeitgemäß. Abgesehen vom Aussehen, bei dem ich so etwas auch altbacken finde, wurde beim Extremwetterkongress in Hamburg jüngst wieder vor großflächigen Verglasungen gewarnt. Dann doch lieber Hundertwasser, aber so etwas ist never zu erwarten.
…. Sei doch bitte nicht immer so erschreckend eindimensional.
Man könnte die Fassade plastischer gestalten, Zieharmonika, oder abgerundet organisch, man könnte metallisch glänzende Schuppen verwenden, man könnte d3m ganzen einen maritimen Esprit verleihen, mit runden Fenstern etc… man könnte einen echten Hingucker daraus machen. Ich habe mich ja schon von einem Abriss verabschiedet …. Aber dann will ich auch einen Brüller für das Memi und nicht eine mausgraue energetische Plastikfassade!
OPEN YOUR MIND
Camondo Das ändert nichts an der negativen stadtklimatischen Wirkung und dem enormen Ressourcenverbrauch, die großflächige Glasfassaden mit sich bringen. Vogelschlag ist wahrscheinlich nicht das ganz große Thema, weil vor dem Haus nur wenige Bäume stehen, aber auch das ist generell mitzudenken. "Form follows function"! Oder auch "Open your mind!" Fazit: Glas als Dekorationsmittel sollte endgültig ausgedient haben.
Plastizität in einer Fassade begrüße ich immer, egal ob durch organische oder geometrische Formen oder schlicht Ornament. Sicherlich ließe sich auch das Memi radikal aufwerten, aber wer soll das warum machen? Wir reden hier von einer Wohnmaschine in WBM-Besitz. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Bausubstanz eine aufwendige Sanierung nicht unbedingt nahelegt. Die bautechnische Qualität solcher DDR-Plattenbauten war in den 1980ern nicht mehr die Beste, um es vorsichtig zu sagen.
Wenn jetzt zumindest etwas optische Schadensbegrenzung betrieben würde, wäre das schon positiv. Dem "Haus der Statistik" bei einer Sanierung ästhetisch nachzueifern, ist wahrscheinlich das Beste, was man sich realistisch erhoffen kann. Für mich nicht unbedingt Grund zur Freude, aber ich muss mir die Gegend ja zum Glück nicht jeden Tag angucken.
Die Vorderseite bzw. Hauptseite des Memi (siehe Beitrag #281) mit seinen Abstufungen in der Fasssade hätte durchaus Potenzial für eine große Fassadenbegrünung. Vielleicht könnte man mit einer hochwertigen & anspruchsvollen Fassadenbegrünung aus dem hässlichen Entlein einen spektakulären Hingucker machen.
Das "Memi" genannte Gebäude ist aus meiner Sicht die groteske Dekonstruktion der DDR an ihrem eigenen Gesamtkonzept Alexanderplatz selbst. Es bleibt mir schleierhaft warum man dieses Gebäude quer über die kleine Alexanderstraße legte und somit auch dem Haus des Verlages samt Pressecafe seine Wirkung beeinträchtigte. Städtebaulich wie architektonisch für mein Empfinden neben der Mauer der größte Unfall der DDR-Baupolitik im Zentrum Berlins.
Wiederrum versprüht das "Werk" samt seiner düsteren Fassade eine gewisse (glaubhafte) dystopische Lust. Wenn der Bau schon erhalten bleiben muss, dann würde ich eine Restaurierung der jetzigen Fassade einer Banalisierung durch Wärmedämmstyropor wie beim Nachbarn WBM Memhardstraße gegenüber vorziehen. Denn "Einmalig" im wahrsten Sinne des Wortes ist das Gebäude.
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Die Fassade wird gereinigt, die Fenster hoffentlich ersetzt/vereinheitlicht und die Überfahrten verkleidet oder wenigstens verputzt
^ Ja, das denke ich auch. Genau wie bei diesem Projekt, über das Ich vor 2 & 3 Jahren im anderen Thread: "Sanierung von Plattenbauten" berichtet habe.
Am Ende der Sanierung hat man kaum einen Unterschied gesehen. Klar hätte ich mir neue Fassaden gewünscht. Warten wir ab, wie es am Ende aussieht.
Gemeint: Zuvor hier ( Sanierung) & Hier ( Feritg )
^^ Das Haus des Verlages ist in seiner Wirkung allein schon deswegen beeinträchtigt, weil es nicht am Kopf der hier endenden Alexanderstraße steht, sondern leicht nach rechts verschoben ist. Auch ohne das Memi handelt es sich bereits um eine groteske Dekonstruktion.
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Gibt es denn irgendwo Details dazu, was hier überhaupt geplant ist? Einfach die kotbraune Fassade wieder besonders schön kotbraun herrichten oder soll hier ein bisschen etwas Freundlicheres gemacht werden? Oder geht es nur um die Sicherung von absturzgefährdeten Teilen? Irgendetwas bekannt?
Nun ja, da auf den Fotos zu sehen ist, dass im Hof neuerdings viele Big Bags mit einem kleinen "a" liegen, die für Asbest gemacht sind, kann man davon ausgehen, dass aus dem Bau massenweise Asbest entfernt werden soll. Zwar gibt es auch Fassadenplatten mit Asbest, aber in diesem Fall scheint es sich eher um Fassadenplatten aus Beton zu handeln, sodass wohl auch tiefer ins Gebäude vorgedrungen werden soll, um dort Asbest herauszuholen. Das könnte dann das Dach betreffen und die Dämmung hinter der Fassade, oder aber auch Asbest, der in den Fassadenplatten enthalten ist. Jedenfalls deckt sich das alles mit der Ausschreibung der WBM. Da im Hof auch neue Dämmmaterialien liegen, kann man davon ausgehen, dass diese eine alte Asbestdämmung ersetzen sollen. Ein bloßes zusätzliches Dämmen wäre vermutlich genauso verboten, wie auf Asbest-Dächern Photovoltaik anzubringen.
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Die Fassade wird gereinigt
Da der Asbest vermutlich nicht nur aus dem Dach geholt wird sondern auch aus der Fassade wird die Fassade wahrscheinlich auch ersetzt, zumal sie eh mit Asbest kontaminiert sein könnte. Je nach Art der Kontamination dürfte sie unter Umständen nicht mal gereinigt werden, weil das massenweise krebserregende Fasern regnen lassen würde. Aber die Fassadenplatten sehen nicht nach Asbest aus. Wir werden sehen. Aber die Tage für das bisherige Aussehen des Memi könnten gezählt sein - es sei denn natürlich, man beschränkt sich nur aufs Dach und die Fenster.
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"Totalverspiegelung" ist komplett unzeitgemäß. Abgesehen vom Aussehen, bei dem ich so etwas auch altbacken finde, wurde beim Extremwetterkongress in Hamburg jüngst wieder vor großflächigen Verglasungen gewarnt.
Bei der Warnung vor Totalverglasung geht es neben dem Spiegeleffekt, der Sonnenstrahlen auf die Umgebung wirft und alles massiv erhitzt, vor allem darum, dass die Verglasung viel Hitze ins Gebäude lässt. Er meinte offenbar aber, dass die Fassade nicht aus Glas bestehen soll, sondern aus Mauerwerk/Platten und davor eine verspiegelte Fläche entstehen soll, sodass der Punkt mit der Durchlässigkeit der Fassade gebannt wäre und Photovoltaik in der Fassade die Energie aufnimmt. Aber bliebe noch der Punkt der Hitzeerzeugung in der Umgebung durch den Spiegeleffekt. Das würde den unwirtlichen Ort im Sommer tatsächlich noch heißer und unwirtlicher machen.