Beiträge von Arty Deco

    Der dringendste Investitionsbedarf im Sport liegt seit mehr als 5 Jahren in Köpenick auf dem Gelände des 1. FC Union Berlin.

    Denn hier hat sich der größte Sportverein Berlins gebildet. Dort wird der einzige Fußball der 1. Bundesliga gespielt. Dort wird der meiste Mehrwert für die Stadt Berlin erbracht.


    Es ist absurd das Bezirks- und Landespolitik hier nicht alle Hebel in Bewegung setzen um die privaten Investitionsvorhaben voranzubringen. Aus Gesamtberliner Sicht wirkt es wie ein Schuss ins Knie, oder Sabotage an den eigenen Interessen.


    Ob der Jahnsportpark renoviert wird oder nicht ist sowohl aus sportökonomischer als auch aus strategischer Sicht eher zweitrangig.

    Ich bin grundsätzlich für Erneuerung der Sportstätten. Auch das Design wirkt gut.


    Aber: Der Erhalt von Flutlichtmasten ist anachronistisch und sinnlos. Heutige Stadionarchitektur integriert die Lichttechnik im Dach.

    Außerdem: Wieso kommt das Land Berlin nicht bei viel wesentlicheren Projekten der Sportinfrastruktur voran ?

    Die Alte Försterei soll seit mehr als 5 Jahren ausgebaut werden. Die Behörden legen sich seit Beginn quer. Hier müsste viel mehr Tempo reinkommen. Das Nischenprojekt Jahn-Sportpark wird hingegen fast nur Amateursport unterbringen.

    Ersteres im Auftrag eines der größten globalen Konzerne überhaupt und im Ergebnis ein weiterer Schritt bei der Etablierung als führender IT- und Dienstleistungsstandort,

    Ein führender IT-Standort wird Berlin, wenn Zalandos Europas Umsatz auf das dreifache wächst oder SAP mit Hauptsitz nach Berlin zieht. Ein führender Dienstleistungstandort wird man, wenn das europäische Netflix, das europäische Goldman Sachs oder das europäische Google in Berlin gegründet wird. Wenn Amazon ausbaut ist das nur ein Beleg für tiefgreifende IT-Abhängigkeit des Standorts gegenüber eines US-Monopols, also ein Zeichen für Standort Schwäche.....


    ....die City West könnte sicher einen 200 Meter Turm vertragen.

    Wirkt artifiziell, unmenschlich und wenig kindgerecht der Bau. Wie fast alles Adlershof.

    Man könnte glauben eine Architektur -KI wurde mit Geometrieaufgaben gefüttert.

    Die seltsam eingefassten Bäume und kerkerähnlichen Innenhöfe in Miniaturform lassen erahnen,

    dass hier keine Menschenfreunde am Werk waren.

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    Der letzte Satz widerspricht allen vorher korrekt vorgetragenen Argumenten diametral. Berlin ist gegenwärtig wirtschaftlich in der schwersten Stagnationsfalle seit 1990. Falls die geopolitischen Probleme in Europa nicht gelöst werden ist der Standort auf Jahre erheblichen Entwicklungsproblemen ausgesetzt. In so einer Situation muss jeder Cent Steuergeld geprüft werden. Eine 500 Mio Kulturbausanierung, insbesondere bei der derzeitigen Kostenexplosion am Markt, sollte mindestens auf Eis gelegt werden. Im besten Fall spart man sich den KO Betrieb volllständig. Das Subventionsgrab Oper ist für Berlin (und auch Deutschland) kein Zukunftsmodell, weder kulturell noch ökonomisch.

    Oper war "Hochkultur" vor dem 20. Jahrhundert. Vor dem Medienzeitalter. Oper war Hochkultur, weil die reichsten Königshäuser die kreativsten Köpfe der damaligen Zeit bezahlen konnten. Das WAR einmal !


    Seit 100 Jahren, im Zusammenspiel mit den Massenmedien Film und Fernsehen, heute Internet, entsteht die am höchsten bezahlte Kultur durch die Masse der Bevölkerung.


    Oper ist heute keine Hochkultur sondern museales Handwerken. Vergleichbar mit Schmiedekunst, die auf Mittelaltermärkten vorgeführt wird. 90 Minuten Netflix sind kreativer und hochkultureller als alle Opernaufführungen in Berlin im Jahr.


    Oper als staatssubventionierte Kunstform hat deshalb weitgehend seine Berechtigung verloren.


    Gegenfrage: Warum sollte diese Kunstform bezuschusst werden, wenn die Klientel, die sie konsumiert ein überdurchschnittliches Einkommen hat ?


    Fazit: Berlin hat eine Oper zuviel. 500 Mio für eine KO Sanierung, die als Ergebnis einen besseren Plattenbau vorweist ist hanebüchen.

    Die Sanierung der Komischen Oper sollte gestoppt werden. Das Haus sollte grundsätzlich abgewickelt werden.


    Warum ?


    1. Opern zu betreiben ist ein Minusgeschäft für Berlin. Es ist eine durch Subventionen am Leben gehaltene Kunstform, die sich ohne Sitzplatzzuschuss nicht durch Nachfrage am Markt trägt.


    2. Eine 500 Mio Sanierung kommt einem Neubau-Projekt gleich. Bei dem jetzt angepeilten Design stimmt das Kosten-Nutzen Verhältnis nicht. Für einen ähnlichen Preis gibt es Vorzeige-Architektur mit globaler Strahlkraft. Momentan wird eine renovierte Ost-Platte als Endergebnis herauskommen. Das ist unverantwortbar.


    3. Berlin hat bereits eine frisch sanierte Staatsoper, die 500 Meter weiter weg liegt. Noch wichtiger: Es gibt auch eine zweite, stabile Oper im Westen der Stadt. Berlin hat ein Überangebot an Opern.


    4. Die eingesparten Gelder, der dann geschlossenen KO können vollständig in Film- und Serienproduktionen investiert werden. Hier kann man nationale und teilweise internationale Reichweite kreieren. Kinoproduktionen erschaffen einen höheren Mehrwert für Berlin und entfalten ein größeres identitätsstiftendes Potenzial.


    Und nebenbei: Ich habe viele Produktionen von Kosky an der KO gesehen und war immer begeistert. Trotzdem komme ich zum Schluss, dass mit der Sanierung kein Millionengrab entstehen darf und der Bedarf an Opern in der Stadt weitgehend abgedeckt ist.

    Das Land Berlin, Brandenburg, Potsdam, Berliner Architekten, Städtebauexperten und verschiedene Immobilienentwickler waren auf der MIPIM (Immo Messe in Cannes) präsent.


    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat hierzu auf ihrem YouTube Kanal zahlreiche Disskussionsrunden hochgeladen.


    Für alle, die tief einsteigen wollen in das Thema und die aktuelle Situation der Bauwirtschaft in Berlin beleuchtet sehen wollen sind die Diskussionsrunden sehr zu empfehlen. Fast alle wesentlichen Akteure, die in Berlin Städtebau vorantreiben kommen zu Wort.

    Der graue Split auf dem Weg ist furchtbar. Nach und nach ist es unvermeidbar, dass der hässliche Steinchenbelag in die Rasenflächen verteilt wird. Der Birkenhain wirkt seltsam artifiziell. Hier waren keine Ästheten am Werk. Weder Mensch noch Natur standen bei der Gestaltung im Mittelpunkt.

    Ich war vor 3 Wochen da. Die Außenanlagen und der flächig angelegte graue Schotter wirken sehr steril und können mit dem Flair des Backsteinbaus nicht mithalten. Die Bestuhlung im Restaurant wirkt wie eine Kantine im Seniorenheim. Das ganze Gastrokonzept kann nicht mit dem Zenner (500 Meter flussabwärts) mithalten. Auch der Blick auf die Spree ist nachwievor mit zu vielen Bäumen verstellt. In der jetzigen Aufstellung dürften es viele Restaurants dort schwer haben Kunden anzuziehen.

    Reichlich unterkomplex erscheint es mir, die Wertschöpfung einer großen Fabrik auf Null zu setzen, weil der Firmensitz im Ausland ist.

    Daran ist nichts unterkomplex.

    Die Wertschöpfung von Tesla findet in den USA statt und weder in Berlin-Brandenburg, D oder EU. So einfach ist es. Dass der Konzern in B-B eine Wirkung auf dem Arbeitsmarkt auslöst ist unbestritten. Auch dass gewisse Steuerabgaben für das Land herausspringen ist nicht unwesentlich.


    Aber Wertschöpfung im kreativen, technologischen oder wirtschaftsgeographischen Sinne ist hier halt nicht vorzufinden.

    Der Verein Global Goals Berlin hat einen Infopunkt im Europa Center zur EXPO 2035 eröffnet. Inhaltlich soll sich die Berliner Schau an der konkreten Ausgestaltung der 17 Nachhaltigkeitsziele („Sustainable Development Goals“) orientieren, deren Erreichen die Vereinten Nationen bis zum Jahr 2030 in allen Mitgliedsstaaten anstreben.

    Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey wirbt ebenfalls für die Idee einer Weltausstellung in Berlin seit 2023. Die gegenwärtige Regierung aus CDU und SPD hat sich bei ihren Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, die Idee einer Expo 2035 in Berlin zu prüfen.


    Die IHK Berlin stützt seit 2022 eine Bewerbung und möchte sie in alle Kieze tragen.


    Das hier ist der Diskussionsstrang um die Entwicklung der EXPO-Bewerbung zu dokumentieren.


    Ein paar gutgemachte Mosaiken könnten eine Bereicherung für die BER WCs sein. Jedoch nur im Waschbereich und nicht bei den Toiletten.

    Stichwort Design am BER: Am ehesten würde ich die bedrohlich wirkende rote Schwebe-Installation im Hauptterminal entfernen lassen. Das teils chaotisch Wegeleitsystem incl Ausschilderung müsste ebenfalls dringend verbessert werden.

    Klar. Auch.


    Ich hoffe die Initiative versteift sich nicht auf die bereits zuviel gepflanzten Laubbäume, die im Berliner 7-Monate-Winter alle kahl sind. Berlin braucht die gesamte Bandbreite an neuen, immergrünen, winterharten und trockenheitsresistenten Arten im Stadtbild. Die Stadt ist in der vegetationsarmen Jahreszeit einfach zu trist und unwirtlich. (Das gilt übrigens für nahezu alle dt. Metropolen).


    Ich persönlich würde sogar mehr Erforschung von stadtkompatiblen Pflanzenarten befürworten. Die gesetzliche Förderung von Fassadenbegrünung sollte voran getrieben werden.


    :juhu:

    Der "Volksentscheid Baum" soll dazu führen, dass in den nächsten 10 Jahren mehrere Hunderttausend Straßenbäume neu gepflanzt werden sollen. Auch deutlich mehr Fassaden-Begrünungen sollen geschaffen werden.


    Das scheint ein guter Ansatz zu sein. Berlin braucht insbesondere mehr immergrüne Pflanzen im Straßenbild. Fassadenbegrünung hebt außerdem die Ökobilanz, schützt vor Graffiti-Vandalismus und hebt die Lebensqualität.

    Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass Tesla in Grünheide etwas mit der hiesigen Wirtschaft zu tun hat ?


    In Brandenburg wird eine Fabrik von einem US-Unternehmen betrieben um US-Fahrzeuge herzustellen und zu verkaufen.

    Das wars dann auch. Sicherlich, ein paar Tausend Hilfs-Arbeitsplätze wurden geschaffen. Substanziell, in puncto Wertschöpfung trägt Tesla nichts zur Region bei.


    Ist es das krass unterentwickelte Ökonomieverständnis in der regionalen Medien- und Politikszene, das hier Irrerweise herrscht ? Und dazu führt, dass außereuropäische Importeure wie die eigentlich Ansässigen gefeiert werden ?


    Brandenburg täte gut daran die Milliardensubventionen in eigene Firmen- und Technologie-Entwicklungen zu stecken. Bsw im Aufbau von IT Zentren rund um das HPI in Potsdam.

    Ein Landschaftspark neben einem Wald ? Das scheint ideen- und konzeptlos.

    Vielleicht will man auf politischer Seite auch bewusst NICHT entscheiden was mit dem Areal geschehen soll

    und präsentiert deshalb eine sinnlose Matrize.


    Der sinnvollste nächste Schritt wäre die Urban Technik Republic mit dem Anker BHT zu begraben. Denn das hat weder Hand noch Fuß.

    Bei der attraktiven Lage sollte eine Wohnsiedlung her, die mal in Rekordtempo geplant und gebaut wird.

    Das Gehry Büro hat Hines (Berlin) jetzt zum zweiten mal einen desinteressierten Mittelfinger gezeigt. Beim ersten Entwurf kam man mit einem aufgewärmten Vorschlag aus der Mottenkiste für international abgelehnte Entwürfe um die Ecke. Nun hat man einen Praktikanten im 3. Semester einen "neuen" Entwurf nach Berlin schicken lassen.


    Die beiden dt. Vorschläge sind nüchtern und verstärken den Ödnis Charakter der DDR Plattenbau Hölle am Alex. Die einzig, womöglich gute Nachricht ist, dass es hier scheinbar weitergeht mit Investitionen. Auch die Aussicht, dass der mittelmäßige Saturn überarbeitet wird stimmt positiv.


    In Berlin scheint der seltsam unentschlossene und halbgare Hochhausstil weiter gepflegt zu werden. Überall werden die plumpen Sockelanbauten geplant. Niemand traut sich Hochhäuser mit Alleinstellungsmerkmal zu. Nirgendwo in D werden Vorzeigetürme errichtet.