U-Bahn/S-Bahn/Tram - Planungen, Konzepte, Ideen

  • Die Straßenaufteilung in dem Bereich der Greifswalder ist nahezu identisch mit dem der Warschauer Straße, nur das dort der Mittelstreifen vor Jahren ordentlich gestaltet und für Fußgänger nutzbar gemacht wurde. In der Greifswalder funktioniert der Mittelstreifen abgrenzend, als ganz klare Trennlinie, während er in der Warschauer Straße eine offene, verbindende Funktion hat, ein Teil des Verkehrsraums ist.

  • [...] Nur Altbauten umstehen die Kreuzung Marienburger/Greifswalder, und trotzdem entsteht keine Berliner Grandezza. Leider sind die Fassaden in derart tristem Zustand bzw. geschmacklos saniert, da müsste doch noch einiges passieren um das Stadtbild zu verbessern....[...]

    Nun, so unsaniert sind diese Altbauten nicht, die auf dem angefügten Bild zu sehen sind.
    Dass keine "Berliner Grandezza" entsteht, liegt eher daran, dass in diesem Gebiet so gut wie jeder Altbau entstuckt wurde.
    Die entstuckten Altbauten haben ihre Proportionen verloren und man sieht ihnen kleinste Schäden und Schmutzspuren viel schneller an, als an bestuckt gebliebenen Gebäuden.

  • ^^^Die Straßenbahn kann m.E. weiter am Rand des Mittelstreifens fahren. Der Unterschied zur Warschauer in der Straßenaufteilung ist nur die Parkreihe. Diese könnte zugunsten des Radstreifens und des Gehwegs wegfallen, denn beide sind zu schmal. Der Radspur ist z.T. sogar in der "dooring zone" und nicht ungefährlich!

  • Vertiefung zur Greifswalder Straße Teil 3:
    zwischen Heinrich-Roller-Straße und Barnimstraße, Straßenraum und Fassaden,
    fotografiert von mir am 3
    0.04.2021


    Der kürzlich errichtete Eckbau an der Heinrich-Roller-Straße, ich meine er ist vom Büro Tchoban...

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    Auf der anderen Straßenseite sind die Altbauten frisch rausgeputzt

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    In die Richtung gen Alexanderplatz fotografiert, gut zu sehen der fast fertige Neubau im Stil der "neuen Sachlichkeit"

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    Hier wird nochmal die heute nicht mehr zeitgemäße Aufteilung des Straßenraums gut sichtbar. Schmaler Gehweg, Parkbuchten, schmaler Radweg, zwei MIV-Spuren (eine davon immer durch Anlieferverkehr blockiert), die Straßenbahn und dann das kaum erreichbare "Grün".

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    Blick in die andere Richtung, hin zum Alexanderplatz. Hier weitet sich der Straßenraum allmählich auf, wahrscheinlich in einem Maße, das heute nicht mehr ganz zeitgemäß ist.

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    Abschließend der Bereich kurz vor der Barnimstraße in der nun Otto-Braun-Straße heißenden Magistrale. Hier wurde das eingeschotterte Gleis kürzlich durch eine feste Fahrbahn mit Rasen ersetzt

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    d.

  • U9 - BHF BIRKENSTRASSE

    nachdem sich vor mehreren jahren einige fliesen vom bhf birkenstrasse gelöst haben, wurden nach und nach alle entfernt. anschl passierte dann 2 oder 3 jahre nichts mehr. vll auch 4 oder 5 jahre??‽

    ich weiss es nicht ...


    doch jetzt endlich hat man sich für einen neuen look entschieden und beginnt mit der neugestaltung. eine seite ist mittlerweile fertiggestellt


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    die gegenüberliegende seite, die treppen und säulen befinden sich noch im berlintypischen betonlook :)


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  • nachdem sich vor mehreren jahren einige fliesen vom bhf birkenstrasse gelöst haben (...)

    Der neue Look sieht ebenfalls so aus, als hätten sich dort Fliesen gelöst... super einfallslose Gestaltung und triste Farbgebung. Schade, denn U-Bahn Stationen haben viel Potential für eine tolle Optik (in Berlin gibt es genug Inspiration) und werden auch nicht gerade alle paar Tage saniert.

  • ^ Danke für die Bilder. Ich nutze den U-Bahnhof oft und bin auch genervt-verwundert, wie lange sich die Sanierung hinzieht.

    Vor ich weiß nicht wie vielen Jahren hat man erst ewig lange den westlichen Zugang neu gemacht, danach genauso ewig lange den östlichen. Irgendwann dann den Boden auf dem Bahnsteig.

    Auch schon seit mind. 2 Jahren werkelt man an neuen zusätzlichen nördlichen Zugang im der Wilhelmshavener Str. rum. Die neue Treppe ist halbwegs fertig, das neue Portalschild steht abgeklebt auch schon, der Aufzug ist in Bau... Drumrum ist der Straßenbereich abgesperrt und seit geraumer Zeit aufgerissen... Alles im Schneckentempo und mit langen Blaupausen.

    Ob man im Jahr 2022 fertig wird, keine Ahnung.

  • Danke für die Bilder. Ich nutze den U-Bahnhof oft und bin auch genervt-verwundert, wie lange sich die Sanierung hinzieht.

    Genervt ja, verwundert nein. Die Substanz in diesem Land und vor allem in Berlin, pfeift personell aus dem letzten Loch. Manchmal kommt es mir so vor, als hätte sich der Staat gedanklich aus gewissen Teilen der Daseinsvorsorge komplett verabschiedet und macht sie nur noch widerwillig und mit entsprechendem Einsatz. Bankenrettung und Drohgebärden gegen Russland scheinen mehr im Fokus der hiesigen Machteliten zu stehen.


    Wo wir gerade beim Thema sind: ist Bismarckstraße eigentlich mittlerweile fertig? Dort hat man ja vor gefühlt 5 Jahren mit dem Umbau angefangen. Mehringdamm Anfang des letzten Jahrzehnts war ja auch so eine Geburt. Ich bin dort von 2009 bis 2012 zur Schule gegangen und in fast der gesamten Zeit und noch einige Zeit danach war der Bahnhof Baustelle. Westliche U7, Halemweg etc., ähnliches Tempo.

  • Warum Bankenrettung und Drohgebärden gegen Russland die Sanierung einer Berliner Ubahnhaltestelle verzögern, erschließt sich mir zwar nicht, aber man muss auch nicht alles verstehen. Je abstruser die Begründungen desto mehr Anhänger, ist ja der Trend im Augenblick.

    Und schön zu sehen, dass Russia today wenigsten einen überzeugt mit seinem Programm.

  • Theseus532 Die größeren Zusammenhänge sind ganz sicher andere, da hast Du Recht. Dennoch ist der Kern der Kritik, i.e. die Verwahrlosung des öffentlichen Raums und speziell des ÖPNV, eine traurige Realität. Ich fahre aus Prinzip zu 99% ÖPNV oder Fahrrad bzw laufe. Daher bekommt man es täglich in ganzer Pracht mit. Wie sich das mit der proklamierten Verkehrswende verträgt, ist mir ein Rätsel. Wenn ich in der Schule ein neues Klima/ Aufbruchstimmung erzeugen möchte, dann gestalte ich die Lernräume auch mit einem entsprechenden, Wertschätzung vermittelnden Aufwand. Der ÖPNV drückt teilweise eher die Botschaft "in your face" bzw. "Weil wir Deine Abhängigkeit von uns lieben" aus. Da ist für viele das eigene Auto ganz klar (und mE nachvollziehbar) ein gefühlter Aufstieg. Selbst wenn man im Zweifel öfters nur im Stau steht, braucht man immerhin den ganzen Siff, Gestank etc. nicht ertragen. An manchen Tagen schäme ich mich selbst fast, solche Verwahrlosung meinen Kindern zuzumuten (die sind schon sehr abgehärtet, es gibt aber immer wieder mal 'Highlights'). Aber auch hier finden sich natürlich gleich wieder Apologeten und die Kritik wird mit einem Label beklebt und abgestempelt. Und DAFÜR gibt es wohlgemerkt 7 Likes, nicht wie unterstellt für die angeblichen Verfassungsfeinde. Unglaublich was Menschen alles bereitwillig mitmachen und noch ständig verteidigen. Siff ist Siff, Leute. Das wird auch mit der korrekten Gesinnung kein Gold. Und auch ein überlegenes System muss sich irgendwie in der physisch-materiellen Realität weiter bewähren. Aber selbst die BVG macht ja noch selbstironische Beiträge darüber - und wird dafür gefeiert. Dit is Berlin. Dit muss nich funktionieren. Zumindest mich nervt diese selbstgefällige Attitüde immer mehr und ich wohne schon mein ganzes Leben hier.


    Hier im konkreten Fall muss ich aber dennoch sagen, dass mir zumindest die neue Gestaltung der Wandfliesen zusagt. Das ist mE auch nicht einfallslos. Es soll mE stilisierte Birkenstämme darstellen. Schau mal genauer hin maselzr Ob es am Ende insgesamt trist wirkt, muss man auch erst abwarten. Das kann man so noch nicht beurteilen. Aber auch hier wird es natürlich davon abhängig sein, wie gut (oder schlecht) man alles pflegt. Und hier schließt sich wieder der Kreis.

  • Theseus532 Aber auch hier finden sich natürlich gleich wieder Apologeten und die Kritik wird mit einem Label beklebt und abgestempelt. Und DAFÜR gibt es wohlgemerkt 7 Likes, nicht wie unterstellt für die angeblichen Verfassungsfeinde. Unglaublich was Menschen alles bereitwillig mitmachen und noch ständig verteidigen. Siff ist Siff, Leute.

    Wo sehen Sie denn bitte "Apologeten" für "Siff, Gestank etc." am Werke? Meinen Sie etwa Batō , Jockel HB etc. und mich? Vielleicht mögen Sie gelegentlich rein gefühlte "Unterstellungen" nicht durch reale "Unterstellungen" kontern, die durch nichts zu belegen sind.

  • ^Im Zweifelsfall kommt dann noch das Totschlagargument "Gentrifizierung" dazu: Wenn es zu schön ist, könnte es ja evtl. mehr wert sein und dann mehr kosten....:rolleyes:

    Das ist kein Witz. Die abgefallenen Fliesen am Bahnhof Grenzallee will die BVG durch neue entsprechend dem Original ersetzen, die ohnehin ungenutzten Werbetafeln sollen analog zu Boddinstraße und Leinestraße durch Fotofliesen ersetzt werden. Antwort der Denkmalbehörde: Das ist ein einfacher Bahnhof in einer einfachen Gegend, das geht nicht. Giffey ist als damalige Bezirksbürgermeisterin aus dem Kostüm gesprungen, als sie das hörte.

  • HarrySeidler Es war natürlich etwas subtiler gemeint. Theseus zieht einen zugegeben etwas unpassenden Abschlusssatz aus einem mE sonst zutreffenden Absatz heraus - und schon dreht es sich nur noch um die (vermeintliche) unmögliche Gesinnung des Mitforisten. Das reale Problem (und dessen mögliche tatsächliche Ursachen) wären mE relevanter gewesen, als diese Reflexe. Und da am Ende nur der Kritiker runter gemacht aber die Kritik in Gänze nicht adressiert wurde, sehe ich hier funktional eine Apologetik des Kritisierten.


    Ich hätte auch bevorzugt, wenn spandauer als Abschluss geschrieben hätte: Die Stadt scheint sich lieber um die Lieblingsprojekte ihrer Klientel zu kümmern ODER die Stadt scheint auch hier überfordert mit grundlegenden Aufgaben etc Nur heißt das für mich trotzdem nicht, dass ich nur noch den einen irritierenden Satz sehe und mich daran aufhänge. Eine mE angemesse Erwiderung wäre gewesen: "Diese regionalen Probleme haben mit Bundespolitik und Außenpolitik nichts zu tun. Hilfreich für die Generationenaufgabe Verkehrswende ist solche Schlamperei aber leider wirklich nicht." o.ä.


    Du schreibst im anderen Thread selbst darüber, wofür ein Forum da ist. Für mich dient es jedenfalls NICHT dazu, die um sich greifende Oberflächlichkeit zu kopieren, die man bspw typischerweise in sozialen Medien oder einigen Kommentarspalten findet. Hier sollte schon sachbezogener diskutiert und gerne durchaus ein Teilaspekt zurückgewiesen werden, ohne gleich ganze Mitforisten abzuwerten und das ursprüngliche Thema sowie durchaus vorhandene Sachargumente dafür preiszugeben. Da sehe ich keinen Mehrwert drin. Mich nervt mancher Mitforist auch schon mal (und ich sicher umgekehrt). Aber auch bspw einem Klarenbach zu besten Zeiten habe ich primär aufgrund von Argumenten sowie mit Argumenten kritisiert, nicht wegen einer mutmaßlichen(!) Gesinnung. Die Rhetorik kann natürlich durchaus auch mal Thema sein aber bitte nicht Hauptanliegen einer Auseinandersetzung. Wir verlieren hier sonst schnell die gegenseitige Achtung und die Diskursqualität. Ein Beispiel: Ich sehe, dass viele sich hier regelmäßig gegenseitig liken (oft auch für Posts, die praktisch nur Angriffe darstellen). Manche schaffen es aber auch, selbst mal ihre regelmäßigen 'Diskussionsgegner' zu liken, wenn sie Substanz und Diskussionsgrundlagen liefern. Das erhöht mE die Qualität des Austausches und das Diskussionsklima. Ich schätze es selbst auch mehr, als wenn mich immer nur die gleichen liken, die ohnehin die gleiche Meinung vertreten.

  • Na da habe ich ja was ausgelöst. Dass das so triggernd für einige ist, faszinierend.


    Warum Bankenrettung und Drohgebärden gegen Russland die Sanierung einer Berliner Ubahnhaltestelle verzögern, erschließt sich mir zwar nicht

    Glaube ich dir aufs Wort. Mit Kapitalismuskritik und Dialektik hast Du dich offensichtlich noch nicht großartig auseinandergesetzt. Du hast aber nicht mal versucht zu verstehen, worauf ich hinaus will.

    Und schön zu sehen, dass Russia today wenigsten einen überzeugt mit seinem Programm.

    Da ist selbst für einen wie dich extrem billig und dümmlich.

    Wenn ich in der Schule ein neues Klima/ Aufbruchstimmung erzeugen möchte, dann gestalte ich die Lernräume auch mit einem entsprechenden, Wertschätzung vermittelnden Aufwand.

    Genau das passiert aber nur am Rande, sehr zögerlich und gefühlt nur aufgrund von massivem Druck aus der Zivilgesellschaft. Nicht aber, weil die Regierenden die Notwendigkeit, mehr in unsere Kindern und das Bildungswesen zu investieren, als solche erkennen und entsprechend handeln.

    Und da am Ende nur der Kritiker runter gemacht aber die Kritik in Gänze nicht adressiert wurde, sehe ich hier funktional eine Apologetik des Kritisierten.

    War es Trotzky, der sagte, in Deutschland sei es üblich, mehr den zu beschimpfen, der auf Dreck hinweist, als den, der ihn verursacht?

    Nur heißt das für mich trotzdem nicht, dass ich nur noch den einen irritierenden Satz sehe und mich daran aufhänge.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was an meiner Aussage jetzt sogar irritierend gewesen sein soll.

    Eine mE angemesse Erwiderung wäre gewesen: "Diese regionalen Probleme haben mit Bundespolitik und Außenpolitik nichts zu tun. Hilfreich für die Generationenaufgabe Verkehrswende ist solche Schlamperei aber leider wirklich nicht." o.ä.

    Es hat in erster Linie mit dem Zustand des Kapitalismus allgemein zu tun, weniger mit regionalen oder bundesweiten Problemen, die ja nur ein Ergebnis von neoliberaler Politik sind, die ja ein weltweites Phänomen ist.


    Es ist die Form, wie im kapitalistischen Neoliberalismus gedacht und gehandelt wird. Es wird gespart, wo eigentlich nicht gespart werden sollte, wenn man Dinge der allgemeinen Daseinsvorsorge als ein hohes und mehr oder weniger unantastbares Gut betrachtet. Mittlerweile sind wir aber so weit, dass wieder in Frage gestellt wird, ob wir uns einen guten ÖPNV für alle und ein soziales Sicherungssystem überhaupt noch leisten können oder sollten. Zumindest von Teilen der Politik. Ein Friedrich Merz spiegelt diese Denke doch zu 100% wieder. Deregulierung, Privatisierung, ein Abschaffen oder zumindest Verschlanken des teuren Sozialstaats, ein verkommener Leistungsbegriff und das Auf die Spitze Treiben der von Alex angesprochenen Klientelpolitik, nämlich dem Klientel des Großkapitals. Die Bankenrettung ist da nur ein Beispiel von Vielen. Man könnte auch die Militärausgaben heranziehen. Diese gehen so gut wie nie zurück, egal in welcher Krise.


    Auch in der derzeitigen Corona-Krise (die politisch-wirtschaftliche, nicht die medizinische), die eigentlich eine Gesellschafts- und Wirtschaftskrise und Ausdruck eines ökonomischen Abstiegs in Folge von einer Über-Akkumulation von Kapital ist, welches verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten sucht, ist der Militäretat wie so oft der einzige, der nicht zurückgeht, sondern weiter steigt. Und der alte neue Feind des intellektuell ausblutenden Westens ist wie so oft Russland. Wenn das zu einem neuen, großen Krieg führt, hat Kollege Theseus532 natürlich wieder von nichts gewusst, es nicht kommen sehen und schon gar nicht im großen Kontext kapiert, dass ein vernachlässigtes ÖPNV-System, überlange Bauzeiten für Projekte, Bankenrettung und militaristisch aggressive Außenpolitik alle Ergebnis einer neoliberalen Politik sind und irgendwie alle zusammenhängen.


    Das muss man aber auch sehen und wahrhaben wollen und da hört's dann meistens auf. Wir sind eine lupenreine Demokratie, die soziale Marktwirtschaft ist sozial und die freien Märkte sind wirklich frei. Wer das glaubt, hat ein geschlossenes Weltbild und bekämpft alles, was dieses Weltbild ankratzen könnte. Und wenn mit so dümmlichen Versuchen, RT als Damoklesschwert einzustreuen.

  • @ Spandauer


    ich frage mich ernsthaft warum Du dich in diesem Forum angemeldet hast.

    Dieses Forum lebt davon über Architektur zu berichten und wenn man sich beteiligt, sollte man auch was einbringen, so ist jedenfalls mein Verständnis. Leider ist es im Berlin Thread so, dass immer weniger Menschen dies hier tun, viele so wie Du sind seit zehn Jahren hier angemeldet und haben keinen einzigen Bildbeitrag eingebracht - ich habe jedenfalls keinen entdeckt beim durchscrollen der 293 von Dir.


    Klar nicht jeder kann den Enthusiasmus von Backstein haben, der gefühlt jeden Tag bei Wind und Wetter durch die Stadt radelt um uns seit Jahren auf dem Laufenden zu halten. Ohne ihn wären gefühlt 70% Prozent weniger Bildbeiträge, Projekte und ähnliches hier zu sehen.

    Ein Armutszeugnis für uns alle.


    Aber ich finde es halt schade und das verleidet mir dieses Forum mehr und mehr, dass es eben zu viele Mitglieder wie dich gibt, die sich darauf reduzieren, auf andere zu antworten, meist ihre Meinungen zu allem möglichen aggressiv verbreiten, nicht einmal in zehn Jahren mit offenen Augen durch die Stadt gehen und mal ein Foto schießen und hochladen und über etwas schreiben worüber es hier primär geht. Neue Gebäude vorstellen und kommentieren.


    Klar das kann jeder so halten wie er will und geht mich auch nichts an, aber ich finde es halt seltsam und es macht wirklich keinen Spass, Beiträge wie die Deinen zu lesen und noch weniger darauf zu antworten, diese verbalen Scharmützel sind völlig sinnlos, reine Energieverschwendung.


    Viel lieber gehe ich dann in den Frankfurt Thread, wo es wirklich um Architektur geht, wo es zudem noch richtige Hochhäuser gibt, fantastische Projekte und die meisten auf einen Nenner sind und themengerecht diskutiert wird.

    Oder halt dann eben andere Berlin Architektur Threads, die es ja auch gib und wo man mehr und mehr das Gefühl hat, welche von hier zu entdecken, denen es vielleicht ähnlich geht.

    Ich bin seit 2008 hier dabei, aber wie sich der Berlin Thread in den letzten Monaten entwickelt ist für mich einfach nur deprimierend.

    So das musste ich mal loswerden.

  • Hier im konkreten Fall muss ich aber dennoch sagen, dass mir zumindest die neue Gestaltung der Wandfliesen zusagt. Das ist mE auch nicht einfallslos. Es soll mE stilisierte Birkenstämme darstellen. Schau mal genauer hin maselzr Ob es am Ende insgesamt trist wirkt, muss man auch erst abwarten.

    Okay, einfallslos ist es dann wohl nicht, aber die Umsetzung ist trotzdem furchtbar. Das Mausgrau könnte trister nicht sein und die „Birken“ sind mMn tot-stilisiert. Ein feineres Mosaik mit ansprechenderen Farben hätte Wunder bewirkt und die Birken auch als solche erkennen lassen. So wirkt es einfach billig..

  • Backstein ich bin vorher noch nie am bhf birkenstrasse ausgestiegen und wusste bisher nicht, dass auch sämtliche eingänge, treppen und fahrstuhl erneuert wurden. vll haben sich die wandfliesen durch die vibrationen der bauarbeiten gelöst‽

    das würde zumindest teilweise die extreme verzögerung erklären



    Hier im konkreten Fall muss ich aber dennoch sagen, dass mir zumindest die neue Gestaltung der Wandfliesen zusagt. Das ist mE auch nicht einfallslos. Es soll mE stilisierte Birkenstämme darstellen.

    anfangs habe ich in dem muster nichts erkennen können. aber deine idee der stilisierten birkenstämme macht schon sinn



    ich bin mir noch unsicher ob ich die neugestaltung des bahnhofs mag oder nicht. eigentlich gefällt mir die schlichte neue wandgestaltung, doch befürchte ich, dass die matten wandfliesen nicht zu den bestehenden mosaiksäulen in hochglanz vom bahnsteig passen werden ... abwarten

  • ^

    Der Bahnhof Birkenstraße war der letzte mit der originalen Verfliesung aus dem Jahr der Eröffnung 1961. Das Grün für die Birke kontrastierte mit den Bruchstein-Riemchen Typ Zykloma an den Treppenwangen (Borke). Das war ganz nett gedacht, auch gab es dort noch die früher üblichen Vitrinen auf dem Bahnsteig. Dennoch war die Neugestaltung insgesamt notwendig und insofern ist es gut, dass die neuen Fliesen auch matt sind, wie das Original. Das sollte damals unangenehme Reflektionen für das Fahrpersonal vermeiden. Alle anderen Bahnhöfe der U9 wurden bereits in den 80ern teilweise entsprechend des Originals neu verfliest. Man erkennt das am Leopoldplatz und Kurfürstendamm an den Fugen im Fliesenbild, da wo die Bauwerksfugen sind. Die gab es ursprünglich nicht und dann kam das Ganze irgendwann wie eine Tapete runter.


    Der neue Zugang am Bahnhof Birkenstraße ist eine Spätfolge des Brands am Bahnof Deutsche Oper. Auf allen Bahnhöfen mit mittig gelegenen Verteilerhallen/Eingängen wird untersucht, ob diese kritisch verrauchen können. Wenn dem so ist, werden zusätzliche Zugänge errichtet. So geschehen an den Bahnhöfen Halemweg, Siemensdamm, Wutzkyalle, Kottbusser Tor, Jakob-Kaiser-Platz. Derzeit im Bau sind Rathaus Steglitz, Bismarckstraße, Seestraße und Pankstraße. Weitere sind geplant.


    Bismarckstraße ist der BER der BVG, wird also noch dauern. Es fehlt z. B. noch ein Notausstieg von der U7-Ebene. Die Verfliesung am Halemweg ist fertig, das Eingangsgebäude noch nicht. Der Übergang zum Bahnhof Großgörschenstraße im U-Bahnhof Yorckstraße ist neu verfliest und bietet einen Vorgeschmack auf den Rest. An den Hintergleiswänden des Bahnhofs Yorckstraße werden die bordeauxroten Fliesen vom Bahnhof Bismarckstraße verwendet. Das ursprüngliche Konzept sprengte den Kostenrahmen, so dass man die Notbremse zog und etwas pragmatischer vorgehen wird.


    Im U-Bahnhof Rathaus Steglitz sind die Hintergleiswände am Bahnsteig fertig und die neue abgehängte Decke dort tlw. auch. Sieht recht elegant aus, habe leider keine Bilder. In der Verteilerhalle stehen bereits die Glasfronten der künftigen Läden. Es wird so langsam. Schloßstraße sieht immer noch aus wie Tüte. Beschämend in Anbetracht des Potentials, dass dieser Bahnhöf von Schüler/Witte hätte. Am Friedrich-Wilhelm-Platz ist der südliche Zugang wieder offen, leider ohne die zwei unsanierten Bestandstreppen.

  • Grüne öffnen sich für neue U-Bahn-Projekte

    Scheinbar fast unbemerkt hat sich nun auch bei den Grünen ein Wandel vollzogen - und plötzlich sind sie offen für neue U-Bahnen. Kurioserweise im konkreten Einzelfall (Spandau) sogar teils gegen den Fahrgastverband, der offenbar lieber Trams realisiert sähe. Aber der Reihe nach:


    Mobilitätssenatorin und Grüne Spitzenfrau Bettina Jarasch unterstützt voraussichtlich (i.e. vorbehaltlich der Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analysen) eine westliche Erweiterung der U7 in Richtung Spandau um 4,4 km sowie mehrere Stationen bis Heerstraße Nord. Die Kosten werden auf 578 Mio geschätzt und das täglich zu erreichende Fahrgastaufkommen auf 40.000 Menschen. Für Frau Jarasch sei das auch eine Frage von Gerechtigkeit, da viele Menschen in diesem Areal eher geringe Einkommen aufweisen und daher auf eine starke ÖPNV-Verbindung angewiesen seien. Zudem könnten damit sogar Busse ersetzt werden.

    Spandauer Lokalpolitiker unterstützen den Vorschlag und wünschen sich zusätzlich auch eine Verlängerung der U2. Spandau sei beständig am Wachsen und sei der Verkehrsinfrastruktur förmlich schon entwachsen, sodass zunehmend der Kollaps drohe.

    Kritik kommt (für mich) erstaunlicherweise ausgerechnet vom Fahrgastverband, wonach die U-Bahn in die Innenstadt gehöre und die Feinerschließung über schneller und günstiger machbare Trams realisiert werden solle. Ich weiß zwar, was mir als Anwohner grundsätzlich lieber wäre (bei aller Liebe zur Tram, will man doch meist vor allem schnell in die Innenstadt). Dennoch kann ich es im Fall von Spandau ehrlich gesagt nicht einordnen.

    Als Randnotiz finde ich es irgendwie bemerkenswert, dass die Spitzenfrau der Grünen und die der SPD sich jeweils für eine Verlängerung der U7 stark machen, wenngleich an unterschiedlichen Enden. Damit könnte Berlins längste U-Bahn bald sogar noch deutlich länger werden und dann von Brandenburg bis tief nach Spandau hinein fahren (oder natürlich umgekehrt).

    Und es scheinen ja noch weitere U-Bahn-Projekte wahrscheinlicher zu werden. Schön, dass auch dieses Thema wieder offener angegangen wird.

    Quelle Berliner Zeitung


    Erste neue Tram-Strecke seit 6 Jahren seit ein paar Monaten in Betrieb

    Ebenfalls noch kein großes Thema war, dass im Oktober erstmals seit 6 Jahren wieder eine neue Tramstrecke in Betrieb ging. In Treptow-Köpenick wurden für 40 Mio Euro 2,7 km Strecke mit 5 Stationen (Landschaftspark Johannisthal, Gerhard-Sedlmayr-Straße, Benno-König-Straße, Landfliegerstraße und Nieberstraße) ans Netz angeschlossen. Hierdurch wurden gleich drei Linien verlängert (61, 63 und die Metrolinie M17). Somit können nun ca. 20.000 Fahrgäste täglich beispielsweise von Adlershof zum Verkehrsknoten Schöneweide fahren oder natürlich auch weiter zum Tierpark.

    Ich bin durch meinen Umzug schon ein paar Mal selbst auf der neuen Strecke gefahren und bin jetzt ohnehin deutlich mehr auf Bus und Tram angewiesen. Ehrlich gesagt vermisst man die schnelle, verkehrsunabhängige U-Bahn schon etwas, auch wenn es irgendwie immer noch ein anderes, schöneres Flair hat.

    Quelle Morgenpost


    Weniger neue KFZ-Zulassungen - Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Rekordniveau

    Das ist womöglich nicht der ideale Thread dafür (war mir nicht sicher, welcher passt) - aber ich hänge es mal hinten dran:

    Ich hatte eigentlich gedacht, dass durch Corona mehr Leute Auto fahren. Tatsächlich sind die Neuzulassungen gegenüber 2019 aber sogar erheblich rückläufig (Berlin: 60.000 vs. 87.000 also fast ein Drittel weniger; Brandenburg: 51.000 vs. 65.000). Außerdem interessant: In Berlin ist inzwischen jedes zweite neu zugelassene Auto ein Hybrid oder sogar ein rein elektrischer PKW (insgesamt 48,6%). In Brandenburg liegt der Anteil immerhin bei 41%. Dabei wachse der Anteil rein elektrischer PKW sogar stärker als der von den bereits deutlich stärker etablierten Hybriden (erstere ca. +200% seit 2019, letztere +100%). In absoluten Zahlen haben die neu zugelassenen Verbrenner also deutlich nachgelassen, während E-Mobilität auch im MIV stark zunimmt.

    Quelle rbb


    Wie man sieht, ist also auch beim Thema Verkehr einiges in Bewegung. Auch wenn solche Trends natürlich teilweise viele Jahre für spürbare Veränderungen brauchen, sind es doch interessante Weichenstellungen. Ich freue mich jedenfalls, dass beim ÖPNV jetzt wieder offener nach den besten Ansätzen gesucht wird und dass scheinbar auch die Abgasbelastung zumindest sukzessive etwas nachlassen dürfte. An manchen Straßen bspw. in Neukölln fühlt man sich ja fast wie ein Passivraucher und überlegt sich das mit dem Joggen oder Fahrradfahren lieber zweimal.