Beiträge von spandauer

    Es ist nunmal so, dass es super ist, dass man hier diesen UBhf hat, der eine Kulturlandschaft erschließt, die spitzenmässig ist.

    Absolut und nie hat jemand ernsthaft etwas anderes behauptet. Die U5 ist wichtig und richtig und stellt durch ihre innerstädtische Lage eine wichtige Netzerweiterung dar, die völlig neue Relationen ermöglicht. Alleine dadurch hebt sie sich übrigens von den anderen U-Bahnideen ab, die sich praktisch ausschließlich in Stadtrandlage befinden und alleine dadurch nicht mal ansatzweise eine solche Netzwirkung entfalten würden, wie es die U5 tut. Entsprechend darf eben darauf hingewiesen werden, dass die potenzielle Netzwirkung und der stadtweite Nutzen von mehreren Tram-Neubaustrecken als höher gewertet werden könnte, als die für den selben Preis zu errichtende U-Bahnverlängerung am Stadtrand. Es ist halt immer Abwägungssache, welche aber nie Vorzüge des Systems U-Bahn schmälert.

    Gerade wenn die Vorlage dazu von Spandauer kommt, der ausnahmsweise mal nicht seinem SPD-Dicke-Hose-Tourette freien Lauf lässt.

    Lol, den kannte ich noch nicht, danke für den Lacher. Das mit der dicken Hose musst Du aber mal erklären.

    Ich erinnere daran, dass der Senat den Lückenschluss der U5 nicht wollte. Der Senat hat(te) hier also etwas nicht verstanden.

    Dem stimme ich zu. Die Verkehrspolitik der letzten Senate ist alles in allem eine einzige Enttäuschung.

    Und ich erinnere daran, dass der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan Dassel, sich nicht entblödet hat, bei der Eröffnung des Lückenschlusses in eine Kamera zu sagen, dass er UdL statt einer U-Bahn lieber eine Straßenbahn hätte

    Das hat er wirklich gesagt? Nun denn, ihm sei seine Meinung gegönnt. Für verkehrlich richtig und relevant halte ich so eine Aussage natürlich nicht.

    Stephan Dassel hat hier also bis heute etwas nicht verstanden.

    Offensichtlich.

    Solange maßgebliche Politiker so schwere Denkblockaden haben, muss auf die Wichtigkeit von U-Bahnen in einer 3,6 Mio.-Stadt immer wieder hingewiesen werden.

    Absolut. Ein gegeneinander ausspielen, wie es deine Formulierung nahelegt, ist dennoch falsch und sollte hier thematisiert werden.

    Damit hast Du soeben die Binsenweisheit von Verkehrsexperten verstanden, dass jedes Verkehrsmittel unterschiedliche Aufgaben erfüllt und sich ein starkes ÖPNV-Netz durch die Ergänzung der verschiedenen Verkehrsträger ergibt. Warum hier jetzt wieder Tram und U-Bahn gegeneinander ausgespielt werden sollen, kann wohl nur jemand verstehen, der noch weniger Ahnung von Verkehr hat, als unser geschätzter Llewelyn

    Für die Ecke eine absolut stabile Verbesserung der Situation. Da ich dort wohne habe ich mich schon länger gefragt, ob der Altbau lediglich saniert, oder etwas umfangreicher angefasst wird.

    Straßenbahnpläne scheinen gerade beliebt zu sein beim Berliner Senat

    Du hast wohl die letzten 5 Jahre der aktuellen Legislaturperiode verschlafen.


    Im Großen und Ganzen ist die Trassenführung relativ vorgegeben. Nördlich vom Rathaus geht es entlang des Wröhmännerparks hin zur Streitstraße bis zur Wasserstadtbrücke, die für die Tram bei ihrem Bau Ende der 90er bereits vorbereitet ist. Die Wasser-Überquerung zur Insel Gartenfeld steht mittlerweile auch fest, da die nördliche Variante verworfen wurde und stattdessen die Querung in Verlängerung der Rhenanianstraße als Vorzugsvariante festgelegt wurde. Der Verlauf auf der Insel Gartenfeld selbst liegt zwar noch nicht fest, muss sich aber an der geplanten Bebauung orientieren, die aber ebenfalls noch nicht final feststeht, soweit ich weiß. Der weitere Verlauf der Trasse bis zum U Paulsternstraße folgt logischer Weise dem weiteren Verlauf ebendieser.


    Spannender wird der nördliche Abschnitt auf das TXL-Gelände. Da steht noch nicht fest, wohin genau der Straßenbahnbetriebshof kommen soll, der ganz zentral für jegliche Spandauer Tram-Ideen ist.


    2029 als Starttermin ist natürlich reine Spekulation, bei dem Berliner Planungs- und Umsetzungstempo...

    Klasse. Unabhängig vom Entwurf, der noch unbekannt ist, sind genau das die Beispiele einer Nachverdichtung, die ich im Tempelhof-Strang angeführt habe. Im Einzelnen unbedeutend, aber die Masse macht's und von der Masse haben wir in einer Flächenstadt wie Berlin massig.

    die Leute werden nicht glücklich darüber sein, dass die Straßenbahn durch Görli fährt

    Welche Leute meinst Du?


    Ich bin sehr froh, dass man sich für die gradlinigste und damit in meinen Augen leistungsstärkste Variante entschieden hat. Zudem kann die Görli-Querung eine Aufwertung in diesem Bereich mitsichbringen, die zum Beispiel für eine höhere Aufenthaltsqualität und auch für mehr subjektive Sicherheit führen können.


    Alles in allem ein sehr wichtiges Projekt, bei dem nur der sehr lange Realisierungszeitrahmen sauer aufstößt.

    Aus meiner beruflichen Praxis kann ich zumindest beitragen, dass wir als Straßenplaner durch unser Regelwerk verpflichtet (!) sind, die Straßeninfrastruktur so zu bemessen, dass sie dem prognostizierten Verkehr genügt. Wenn also irgendjemand in der Lage ist, für das Jahr 2040 auf der Mühlendammbrücke eine gegenüber den aktuellen 70.000 Kfz/24h deutlich verringerte Verkehrsbelegung zu prognostizieren, dann sollte einer schmalen Brücke nichts im Wege stehen. Wenn!

    Das hieße dann, die Brücke wäre am besten ähnlich ihrer heutigen Breite neu zu bauen. Später, wenn sich veränderndes Aufkommen als gegeben offenbart, redet man dann über eine neue Verteilung der Verkehrsflächen den neuen Realitäten entsprechend. Sprich, in der heutigen Dimension wären 3 Spuren pro Richtung für den MIV möglich, welche im Laufe der Zeit auf ihr angemessenes Maß reduziert würden. Eine von vorne rein schmalere Breite entsprechend dem politischen Ziel, den MIV merklich zu reduzieren, wäre nach deutschem Regelwerk also nicht möglich? Dann gehört dieses Regelwerk sofort abgeschafft bzw. der heutigen Zeit angepasst. Oder zumindest sauberer formuliert, sodass schwammige Aussagen wie "prognostiziertem Verkehr" (steht das so wortwörtlich im Regelwerk?) präzisiert werden.


    Im Prinzip wär der hier ja auch schon mal gezeigte Entwurf mit den Kolonnaden auf der Brücke der cleverste Entwurf. Nahe an der alten Breite und damit Platz für Umverteilungen der Flächen.

    Beeindruckend, wie viele von euch sich hier direkt an die Gurgel springen.

    Das stimmt und da ich davon nicht ausgenommen bin, entschuldige ich mich für meine verbal-emotionale Keule, die manchmal durchdringt.

    Weil es deutlich weniger einfach ist Baugenehmigungen für einzelne Kleinstprojekte und Flächen zu erhalten und diese zu entwickeln? Oder warum hat es noch niemand geschafft den riesigen Supermarktkomplex (dm + Rewe) an der Warschauer Straße zu überbauen, der sich mitten in der Stadt befindet und sicherlich keinen Schönheitspreis erhält?

    Man geht also den Weg des kleinsten anzunehmenden Widerstands? Hältst Du das für ein angebrachtes Maxim vernünftiger Politik? Ich nicht. Politik sollte in meinen Augen immer nach dem Maximum für die Bürgerinnen und Bürger streben bzw. Schaden, in welcher Form auch immer, so gut es geht zu verhindern oder zu minimieren versuchen. Wenn es, wie du beleglos behauptet hast, komplizierter ist, Kleinstprojekte in vorhandenen Strukturen zu realisieren, dann müssen sich die Verantwortlichen eben Mühe geben. Dafür werden sie bezahlt, um es mal etwas populistisch auf den Punkt zu bringen. Auf die aktuelle Diskussion bezogen hieße das, dass erst alle Hebel in Bewegung gesetzt gehören, vorhandenes Potenzial in existierenden Strukturen zu Wohnraum zu machen, bevor eine innerstädtische Perle wie das Tempelhofer Feld auch nur angefasst wird. Und diese Stadt bietet wie gesagt unglaublich viel Möglichkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Man muss es nur wollen und genau da liegt der Hase im Pfeffer.

    Um Berlin Luft zu verschaffen, hätten wir schon 2015 das größte innerstädtische Wohnungsbauprojekt gebraucht das Europa gesehen hätte. Nein - nicht das gesamte Tempelhofer Feld, aber der Rand dessen wäre bereits eine riesige Fläche für Wohnungen gewesen. Wenn man mutig gebaut hätte, hätte man hier tausende Wohnungen + Büro/Gewerbeflächen untergebracht und einen ganzen neuen Stadtteil entwickelt.


    Gleichzeitig hätte man das eingenommene Geld zur Verbesserung dieses unsäglichen Flugplatzes verwenden können, der aktuell einfach nur so gelassen worden ist, wie er war. Keine Bäume, kein Schatten, keine Toiletten. Nur Hipster von auswärts die das "mal total cool finden". Und damit lassen wir uns abspeißen? Wir müssen schon wirklich doof sein.

    Erst mal solltest Du nicht von dir auf andere schließen. Du zeigst hier mal wieder eine unfassbare Ignoranz gegenüber der Lebenswirklichkeit unzähliger BewohnerInnen dieser Stadt und übst dich wie so oft fleißig im Schaufeln von Gräben, in dem Du Einheimische gegen Zugezogene auszuspielen versuchst. Miese, aber durchschaubare Masche. Wie alt bist Du, 14? Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass deine Weltanschauung und dein Menschenbild in diesem Forum negativ aufstößt.

    Nur darauf hingewiesen, dass wir eine grüne Luxus-Elfenbeinturm-Diskussion führen, die sich die Stadt eigtl. nicht erlauben kann.

    Wieso glaubst Du zu wissen, was sich diese Stadt erlauben kann und was nicht? Wir können uns ganz andere Dinge nicht erlauben. Häuserlücken in Blockrandstrukturen, die antiurbanen Wüsten zwischen Alex, Straussberger Platz und Holzmarktstraße und und und. Das könnte ich und du sicher genau so noch ewig so weiter führen. Das Tempelhofer Feld ist Tafelsilber! Tafelsilber leichtfertig aus der Hand zu geben, DAS kann sich Berlin eigentlich nicht erlauben.

    Erstmal haben wir vor allem Bedarf an günstigem Wohnraum, ich denke, da wirst du zustimmen.

    Absolut. Mir fehlt im Gegensatz zu dir ganz offensichtlich der Glaube, dass die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum gerade auf einem Filetstück wie dem Tempelhofer Feld gelingen soll.


    JimmyMcGill hat dazu eigentlich alles gesagt. Die damalige Ablehnung der Bebauung war ein politisches Statement und richtete sich nie gegen die Bebauung ansich. Es war ein Misstrauensvotum an die Politik, dass in Tempelhof Wohnraum entstehen würde, der dem durchschnittlich und auch unterdurchschnittlich verdienendem Stadtbewohner zur Verfügung stehen würde. Dieser und vorangegangene Senate sind kläglich gescheitert in der Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum in angemessenem Umfang zu realisieren. Egal wo. Sozialpolitisch, stadtentwicklungstechnisch und infrastrukturtechnisch sind die vergangenen Legislaturperioden durchweg Totalausfälle gewesen, mit ganz kleinen Abstrichen hier und da.


    Die Abstimmung zu Tempelhof spiegelt genau das wieder. Dass vor allem die SPD jetzt erneut durch dubiose Umfragen zu suggerieren versucht, das Stimmungsbild in der Bevölkerung bezüglich der Bebauung des Tempelhofer Felds hätte sich gedreht, zeigt die ganze Arroganz und antidemokratische Grundhaltung der Politik. Da hilft auch das Argument nicht, seit der letzten Abstimmung habe sich der Wohnungsmarkt dramatisch verschlimmert, ergo sei die Bewertung nun eine andere. Ja aber warum wohl hat sich der Wohnungsmarkt so entwickelt? Unter anderem wegen einer katastrophalen Politik, die natürlich nicht nur auf die Landespolitik abgewälzt gehört. Der Bund baut da mindestens genau so viel Mist. Vor allem die SPD ist ganz groß darin, Scheiben einzuschmeißen und am nächsten Tag anzubieten, den Glaser anzurufen.

    Deine Vorschläge zur Nachverdichtung bereits urbanisierter Gegenden sind ja in Ordnung, es wird ja auch quasi überall gebaut, aber eben nicht "günstig".

    Wie gesagt, die Politik sollte erst mal an anderer Stelle beweisen, dass sie das hinbekommt, bevor das Tafelsilber angefasst wird.

    Hier auf dem TPF könnte die Stadt die Bedingungen diktieren, heißt: Es könnten ausschließlich landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, z.B. die WBM, HOWOGE ect. den Zuschlag bekommen, um den Randbereich des TPF mit bezahlbaren Wohnungen aufzufüllen, von denen zehntausende Berliner profitieren könnten. Dies könnte ein gutes Maß an Druck aus dem angespannten Markt nehmen.

    Das sind halt sehr viele Konjunktive. Was deine Zielstellung angeht, bin ich ja nicht so weit von dir entfernt.

    Wenn dir ein "ungenutzer Rand" einer gigantischen Fläche mehr wert ist, als zehntausende bezahlbare Wohnungen, dann frage ich mich wo deine Prioritären liegen und ob es dir noch um Pragmatismus und Vernunft geht, oder doch nicht eher um etwas anderes.

    Erstens ist auch der Rand nicht gänzlich ungenutzt. Typisch menschliche Perspektive. Es hat sich dort eine gewisse Flora und Fauna etabliert, deren Wert gerne vergessen wird. Ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich bereits mehrfach geschrieben habe. Meine Prioritäten basieren auf den Möglichkeiten, die die Stadt an etlichen anderen Flächen nicht gewillt ist umzusetzen. Diese gehören forciert und wenn die Not dann immer noch so groß ist und das Wachstum immer so weiter geht und Berlin noch mal zwischen 5.000 und 50.000 Wohnungen im bezahlbaren Segment benötigt, die wirklich nirgendwo sonst realisiert werden können, ja dann setze ich mich sofort mit dir an den runden Tisch, um zu schauen, was man in Tempelhof machen kann.

    Nein. Es werden ein Masterplan und später Bebauungspläne erstellt, die nicht so einfach erweitert werden können, nur weil irgendein Investor mit dem Geldschein wedelt. Im Übrigen ist das TPF auch kein Investoren-Hotspot und wird es wohl auch nie werden. Wie gesagt, realistisch sind moderate bis bescheidene Wohnbebauungen von öffentlichen bzw. teilöffentlichen Trägern wie der WBM ect.

    Das glaubste doch wohl selber nicht...

    Es wird mit Absicht eine Entwicklung verhindert, (...)

    Woher kommt diese krankhafte Erwartungshaltung, dass sich immer alles entwickeln muss? Gerade die Entwicklungen und die Geschwindigkeiten unserer heutigen Zeit sind es, die die Menschen krank machen. Ein wenig Stillstand täte da echt mal not. Und genau den gibt es Tempelhof, wobei auch das wieder nicht stimmt. Seit die Fläche offen ist, wird sie so vielfältig von Menschen genutzt, wie Menschen eben vielfältig sein können. Von Sport, über grillen bis Gemüse anbauen, oder einfach nur in der Sonne liegen. Seele baumeln lassen ist das Kredo, dafür braucht es keine Entwicklung.

    Paranoia, wenn ich beschreibe, welchen Gesetzmäßigkeiten der Kapitalismus unterworfen ist und wie sich das zum Beispiel in der Bauwirtschaft niederschlägt? Es gibt keinen Verwertungsdrang- bzw. zwang im Kapitalismus, ist es das, was Du sagen willst? Filetstücke wie das Tempelhofer Feld sind für Investoren, die nach maximaler Rendite streben (oder ist das für dich auch bloß Paranoia?), völlig uninteressant? Ein mal einen Fuß in der Tür (Randbebauung) gibt es absolut keinen Weg, dass schleichend immer mehr Fläche bebaut wird?


    Fragen über Fragen, aber ich fürchte, Du bist tatsächlich nicht der richtige für diese Art Diskussion, dazu müssten wir schon in der selben Welt leben.

    Ich habe immer noch nicht verstanden, warum es in dieser riesen Stadt nicht möglich sein soll


    - erstmal die vorhandenen Baulücken in den Altbauquartieren zu bebauen

    - flache Supermärkte durch Wohnungen mit integrierten Supermärkten zu ersetzen

    - antiurbane Gegenden wie mein liebstes Beispiel Alexanderstraße/Holzmarktstraße und Umgebung zu verdichten

    - hier und da vielleicht auch höhere Wohnbebauung zuzulassen

    - denkt euch was aus


    und erst dann, wenn wirklich noch Bedarf vorhanden ist und das ewige Wachstum des Neoliberalismus auch den Berliner Wohnungsmarkt beseelt hat, Ideen über die Bebauung einer innerstädtischen Segnung nachzudenken.


    Lieber Berlinier, von dir stammt ja die geistige Meisterleistung, die Daseinsberechtigung des Tempelhofer Felds mit der Begründung zu entziehen, um Berlin herum sei ja genug grün. Du hast ja wirklich gar nichts verstanden. Die Besonderheit des Tempelhofer Feldes besteht ja genau darin, dass es eine derartig große Fläche in einer Millionenmetropole überhaupt gibt.


    Georges Henri: über deine Naivität zu glauben, es würde automatisch bei einer Randbebauung bleiben, kann ich nur den Kopf schütteln. Bauland ist Baugold, erst recht, wenn es zentral gelegen ist. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass es keine Versuche der Beton- und Immobranche gäbe, sich jeden Quadratmeter bebaubarer Fläche zu sichern und mit maximaler Marge zu verkaufen. Haben Leute wie Du den Kapitalismus einfach nicht verstanden? Oder ist das Verdrängung auf ganz hohem Niveau?

    Typisch antidemokratische SPD. Man erstellt einfach so lange Umfragen, bis das Ergebnis passt. Steckt man so tief im A... der Immobilien-Haie, dass man dieses kostbare Fläckchen Stadt, das so wichtig fürs Mikroklima der Stadt ist, an den Höchstbietenden verschachern will, damit dort mehrheitlich teure Eigentumswohnungen gebaut werden? Berlin hat noch so viel Potenzial zur Nachverdichtung und das Wachstum ist vorerst auch vorbei, falls es jemals wieder kommt. Disruptive Zeiten...

    Ich nehme an, es ist das drittletzte Bild gemeint? Ich denke nicht, dass diese kleine Gasse durch Kfz zur Benutzung freigegeben wird. Sie wird für Zufußgehende eine kleine Querverbindung darstellen, woran ich absolut nichts negatives erkennen kann.


    Was die Kritik an landschaftgestalterischen Maßnahmen bzw. vielmehr deren Abwesenheit angeht, kann ich Endell nur zustimmen. Das Problem ist aber alleine schon darin zu sehen, dass kaum Mittel bzw. Arbeitskräfte für die Pflege der vorhandenen Grünanlagen der Stadt vorhanden sind. Von daher ist es mir erst mal fast lieber, wenn keine Grünanlagen angelegt werden, die eh nach kurzer Zeit ungepflegt und unschön aussehen. So absurd das klingt.

    Warum überhaupt 6 Fahrspuren?

    Das weiß vermutlich nicht mal die Verkehrsverwaltung selbst.


    Die Taktik der SPD kann man sich ja noch zusammenreimen. Sie macht einen auf Verkehrswende-Partei, befürwortet vermeintlich progressiv gestimmt den teilweise Rückbau von überdimensionierten Stadtstraßen, begründet aber gleichzeitig, aber weniger laut und eher im Hintergrund gehalten, genau mit diesen Innenstadt-Maßnahmen die Notwendigkeit z.B. des A100-Weiterbaus. Ein klassisches Trojanisches Pferd. Es geht also eher um Verlagerung, nicht um Verringerung von MIV-Verkehr. Und der in der Innenstadt zu verringernde Verkehr durch beispielsweise den Rückbau der Schneise Leipziger/Mühlendamm muss halt irgendwie aufgefangen werden. Wir brauchen also neue Straßen weiter draußen. Fertig ist das geschlossene Weltbild einer im Kern immer noch autogerecht eingestellten Partei.


    Warum die grüne Verkehrsverwaltung dagegen so rumeiert und kein klares Konzept erkennen lässt... Wer weiß. Mühlendammbrücke mittelfristig nur noch eine Spur für den MIV pro Richtung, die Gertraudenbrücke im selben Straßenzug nur wenige Hundert Meter entfernt wird aber mit drei Spuren MIV pro Richtung geplant? Da passt was argumentativ und konzeptionell nicht zusammen.