Beiträge von spandauer

    Korean Air hat bereits Interesse an Flügen nach BER bekundet. United sehe ich nach dem schnellen Schwanz einziehen bei IAD-BER eher nicht als starker Partner. Da hält die LH ihre Partner schön an der kurzen Leine, damit alles via der eigenen Hubs geroutet wird. Jeder Passagier einer United ab BER, der nicht über ein LH-Drehkreuz geroutet wird, ist ein für die LH schlechter Passagier.

    Zumindest wird der U-Bahnhof südlich der S-Bahntrasse realisiert, sodass bei einer etwaigen Verlängerung ohne Einschränkungen der S-Bahn gebaut werden könnte. Aber mal Hand aufs Herz, die U3 nach Kleinmachnow? Glaubst Du doch selber nicht. Das wird erst mal durch die Stammbahn erschlossen, irgendwann hoffentlich im kommenden Jahrzehnt.

    auch wenn da ja durchaus Fernzüge durch fahren

    Aber keine regulären Fernzüge mit Passagieren. Die Strecke dient ab und zu als Umleitung für die Zufahrt zum Werk Rummelsburg, wenn aufgrund von Bauarbeiten die reguläre Zufahrt gesperrt ist. Die im Gesundbrunnen endenden Züge fahren dann leer via Nordring, Ostkreuz, Schöneweide und Grünauer Kreuz quasi von hinten via Karlshorst ins ICE-Werk.

    Es steht eine Erhöhung der Flüge nach FRA im Raum, dazu soll ab Ende des Jahres auch München angeflogen werden. Der BER scheint leer auszugehen.


    Quelle?

    Ehrlich gesagt halte ich es überhaupt nicht für problematisch, jeweils die rechte Fahrspur komplett für die Tram umzuwandeln, so der politische Wille für die beste und verträglichste Lösung vorhanden ist. Auf dem Abzweig nach TXL sind seit dessen Schließung nicht mehr die Massen an Autos unterwegs, so dass vor allem dort auf die zweite Spur verzichtet werden kann. Die von Backstein skizzierte Lösung mit einer Führung westlich der Straßen wäre in vielerlei Hinsicht noch schwieriger. Hier zwei spontane Gedanken.


    - Platzprobleme am U Jakob-Kaiser-Platz: dort ist kaum Platz für zwei Gleise und Bahnsteige, ohne eine Autospur wegzunehmen.

    - weiterer Verlauf am Jungfernheidepark: viele Baumfällungen nötig

    ^ Sensationell innovativ. Eine Straßenbahn ohne Schienen nennt man Bus. Gerade angesichts der mittlerweile z.B. in Hamburg fahrenden Riesen-Gelenkbusse bietet eine solche "Innovation" doch null Vorteile, die nicht vorhandene Kompatibilität zu den existierenden Systemen aber einen himmelschreienden Nachteil. Für Städte mit vorhandenen Systemen ist das doch völliger Blödsinn.


    Sinnlos-Zitat des Vorposts gelöscht.

    Lässt das aktuelle Abkommen zwischen D und SA tatsächlich nur eine begrenzte Anzahl an deutschen Flughäfen zu? Immerhin plant flynas ab Dezember von Berlin nach Jeddah zu fliegen, auch wenn die Flüge immer noch nicht buchbar sind.

    Dazu muss man wissen, dass zwischen United und Lufthansa ein Joint Venture besteht, bei dem die Erlöse der Flüge geteilt werden, es also nahezu egal ist welche Airline den Flug durchführt.

    Egal würde ich es nicht nennen. Auf die reinen Umsatzerlöse der Flüge durch den Ticketverkauf mag das zutreffen. Man darf aber nicht vergessen, dass LH viel Geld in ihre Infrastruktur in MUC und FRA investiert hat. Egal ob nun Joint Venture oder nicht, jeder Passagiere, der an der teuren Infrastruktur in MUC und FRA vorbeigeschleust wird, wie z.B. bei IAD-BER, ist aus Kapitalsicht ein schlechter Passagier. Die Investitionen, die LH getätigt hat, rechnen sich schließlich nur, wenn so viele Passagiere wie möglich die Infrastruktur nutzen.

    - Wenn man langfristig ein neues Adlershof schaffen will, könnte man die TU auf das Gelände ziehen. Diesmal erbaut mit schönen Häusern a la Stanford. Nur eine Universität kann ein Anker für ein Tech-Zentrum sein.

    Genau das passiert doch mit der Ansiedlung der Beuth, sorry, BHT. Oder muss es aus elitären Gründen eine Uni sein, weil Hochschulen minderwertig sind?

    Bei all den Möglichkeiten wäre mir wichtig, dass das alte TXL Terminal keine Rolle spielt. Es sollte abgerissen werden.

    Das mangelnde Feingefühl für architektonische Ikonen und die bloße Abrisswut, warum auch immer, sind ein Kernelement so gut wie all deiner Beiträge. Gute Besserung von meiner Seite.


    Das TXL-Gebäude abzureißen wäre so ziemlich das Dümmste und Unvernünftigste für das Quartier, aus sehr vielen Gründen.

    Vor Corona hatte man wohl 120.000 Fluggäste aus Deutschland

    Keine Ahnung, woher diese komische Zahl kommen soll. Das wären rund 329 Passagiere pro Tag. 2019 flogen drei Airlines von Frankfurt nach Seoul, Lufthansa, Asiana und Korean Airlines. Asiana sogar mit dem A380 und der hat schon fast 500 Plätze je Flug, also bei einem Flug am Tag rund 1.000. Bei 80% Auslastung also 800 Passagiere. Ich schätze, bei den 120.000 fehlt schlicht eine Null.

    Übrigens: In der Märkischen Allgemeinen Zeitung ist zu lesen, dass Berlin auch 2019 bereits nur 7 Langstrecken hatte und aktuell fast wieder genau so viele (aktuell 6, im Winter eine weitere). Also ist es im Vergleich zum erst langsam stärker zurückkehrenden gesamten Flugverkehr sogar ein recht starkes Comeback (das gleiche gilt ja auch insgesamt für die Zahl der direkt erreichbaren Flugziele).

    Wer die guten Statistiken von adv.aero kennt, die monatlich erscheinen, kann mit etwas Recherche herausfinden, dass lediglich 2017, im letzten airberlin-Sommer, mehr Passagiere von Berlin nach außerhalb Europas geflogen sind, als 2023. Tendenz stark steigend. Zumindest auf dem Gebiet, zumal das prestigeträchtigtse, hat man bereits die Vor-Corona-Werte übertroffen.