Gotteshäuser in Berlin

  • ^^^ Umbau Emmauskirche am Lausitzer Platz:

    Eine Websuche führte schnell zu dieser Projektseite von Stark + Stilb Architekten, die den Planungsstand wiedergibt, der nun möglicherweise umgesetzt wird. Die Seite zeigt dazu auch mehrere Visus und Grundrisse/Schnitte.

    Demnach sollen die zwei vorhandenen Seitenflügel auf ihre ursprüngliche Höhe und Kubatur aufgestockt werden. Dadurch entstehen im 2.OG und 3.OG neue Büros, die in Kombination auch die angrenzenden Turmgeschosse nutzen. Zudem werden umfangreiche Mauerwerkssanierungen durchgeführt.

    Die Baukosten werden mit knapp 1,7 Mio. Euro angegeben.

    Hier einige Visus:

    emmauskirche_visu01.jpg

    ©Stark + Stilb Architekten PartGmbB

    emmauskirche_visu02.jpg

    ©Stark + Stilb Architekten PartGmbB

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    ©Stark + Stilb Architekten PartGmbB

  • Danke für die weiterführenden Informationen, Links und Visus.

    Ich pers. Finde die auf der Visu angedachte Aufstockung jetzt nicht so klobig.

    Die Idee mit dem Ausbau, die ursprüngliche Höhe der Anbauten wieder zu erlangen und sich gestalterisch an der gegebenen Wiederaufbau-Architektur aus den 50ern zu orientieren, ist wirklich zu begrüßen.

    Natürlich hätte man als Zuckerl im Sinne einer deutlicheren, kreativeren kritischen Rekonstruktion und als gestalterische Handreichung zum Turm, über Bogenfenster beim Etagenausbau nachdenken können - das hätte Nach Talent nicht nur eine innovative gestalterische Brücke zwischen den unterschiedlichen histor. Architekturen bewirkt sondern der Anbau hätte auch m.E.n. weniger Anlass zur Befürchtung gegeben dass es klobig wirken könnte.

    Ich bin der Meinung, dass schon das steigende Kupferdach dem schlichten Anbau mehr Dynamik gibt / die zur Gewohnheit gewordenen unambitionierten Flachdach -Aufstockungen hätten hingegen den Bau wirklich. schwerfälliger und klobiger wirken lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Endell (24. November 2022 um 21:59)

  • Katholisches Forum an der Sankt Hedwigs-Kathedrale: Grundsteinlegung Bernhard-Lichtenberg-Haus

    ^ Die Berliner Zeitung berichtet über das geplante Katholische Forum an der Sankt Hedwigs-Kathedrale.

    Die Sanierung der Kathedrale hat bereits begonnen, heute (21.06.) wird der Grundstein für das neue Bernhard-Lichtenberg-Haus gelegt. Die Kathedrale soll gemeinsam mit einem zu sanierenden Altbau und dem neuen Bernhard-Lichtenberg-Haus das Katholische Forum am Bebelplatz bilden. Der Neubau vom Architekten Max Dudler wird bekanntlich ein fünfgeschossiges Gebäude mit Natursteinfassade. (Siehe auch diesen Beitrag von KaBa1.)

    Es sind insgesamt acht Wohnungen geplant, die für den Erzbischof entseht ganz oben. Im Verhältnis zu anderen Bischofswohnungen soll diese eher bescheiden ausfallen, trotz der 140 m² Größe. Eine weitere Wohnung im Neubau ist für eine Haushaltshilfe vorgesehen.

    Die bisher veranschlagten Kosten von 60 Mio. € Euro lassen sich nicht mehr halten, es wird mit 10 % Mehrkosten gerechnet.

    Zur Erinnerungsauffrischung hier nochmal die Visu:

    hedwig_neubau_visu1.jpg

    © Max Dudler

  • Der Dudler wieder mit seiner Bauruinenästhetik und fast schon komödiantisch ins Extreme getriebenen Minimalismus. Sicherlich werden die Ausschrägungen der Fensterlaibungen dann wieder als Geniestreich verkauft.

    Sorry, harte Worte, aber Ich werde da überhaupt nicht warm mit...

  • ^ Immer interessant, wenn andere Leute Dinge so ganz anders sehen. Ich finde den Bau wunderbar. Ohne massig zu wirken, dafür ist er zu schmal, steht er selbstbewusst und fest da. Durch den Minimalismus entfalten die Ausschrägungen eine schöne Wirkung, mit einfachen Mitteln wird dadurch das Dachgeschoss betont, bekommt fast etwas Kronenartiges. Eine "Bauruinenästhetik" kann ich hier nicht erkennen, dafür wirkt der Entwurf zu wertig. Ohne seine Bauzeit zu verleugnen, wirkt der Bau so, als könnte er gut altern. Auch der Stadtraum wird bereichert, der Baukörper steht ungewöhnlich im Raum und verdichtet ihn angenehm.

  • Die Visualisierung lässt aber vermuten, dass der Entwurfsverfasser seinen Eingriff selber als Störung empfindet und - statt den Entwurf anzupassen - lieber die umliegenden Dächer dermaßen im Farbton der Natursteinfassade angleicht, dass es wieder passt. Dabei finde ich hier den Minimalismus ganz gut proportioniert und angemessen.

  • Passend zur Grundsteinlegung beim Bernhard-Lichtenberg-Haus, von welcher Backstein berichtet hat, kann ich Aufnahmen der Baustelle vom vergangenen Wochenende nachschieben. Die Baugrube ist soweit in Gänze ausgehoben, wobei die wasserhaltenden Maßnahmen das Bild in der Baugrube bestimmen.

    Der Blick aus westlicher Richtung mit dem Fernsehturm in der Lücke:

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    Durch den Abbruch des ehemaligen Gebäudes und das schmale, dreigeschossige Anbinden des zukünftigen Neubaus an den Bestandsbau muss die Brandwand um eine Fassade ergänzt werden, welche die Gestaltung der historischen Fassaden aufgreift. Vor Ausführung dieser Ergänzungen wird vermutlich aber zunächst der Rohbau hochgezogen.

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    In der Baugrube wird mittels Saugrohren eine Grundwasserabsenkung herbeigeführt. Auf dieser Basis kann schließlich eine ordnungsgemäße Gründung erfolgen, welche aktuell offensichtlich begonnen worden ist.

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    Der Altbau selbst wartet noch auf seine Modernisierung.

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    Aufgrund der parallel stattfindenden Sanierung der Sankt Hedwigs Kathedrale ist der gesamte Bereich hinter der Baugrube abgesperrt und ein Einblick dadurch erschwert. Wo der Vorgängerbau bislang eine dem Ort wenig würdige Hinterhofsituation gebildet hat, wird der Neubau sich auch in diese Richtung stark öffnen.

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    Es folgt abschließend der Blick auf die Kathedrale, welche nach jahrelanger Sanierung mittlerweile äußerlich fertiggestellt ist. Der Innenausbau läuft weiterhin unvermindert weiter. Zum 250. Jahrestag der Kirchweihe am 01. November 2023 soll der neue Altar geweiht werden. Im kommenden Jahr ist die Wiedereröffnung geplant.

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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich am 17.06.2023 aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • mit dem Ziehharmonika - Staffelgeschoss kommt vielleicht etwas Bewegung in die sonst üblichen Steinschachteln von Dudler - aber für die Fussgängerperspektive ist das kaum von Belang.

    Die Fassade bietet nur abweisende puritanische Trostlosigkeit mit scharf geschnittenen Fensterfaschen.

    In der Fernwirkung teilt der der Bau störrisch das tradit. variantenreiche Dächermeer.

    Mir mag das Projekt hier einfach nicht gefallen - ich halte den Bau im Bestand hier nicht für Anschlussfähig auch wenn er das in Material und Dimension vordergründig sein sollte - der Purismus und die damit verbundene eher verhärmte düstere und züchtige Mentalität wirkt in der Umgebung eher ziemlich einsam und verzickt.

    Die Gestaltung erscheint mir für die Umbauung merkwürdig hohlherzig und Kartonhaft, Ebenbürtigkeit zu seinen Nachbarn sehe ich da keine und auch keine geneigte Ansprache an den Beschauer, Flaneur od eben Passanten.

    Der Unterhaltungswillen ist eher limitiert und als stilistisches Kontrastmittel zur Umgebung funktioniert es wiederum durch die eher anbiedernde charakterliche und farbl. Materialwahl auch nicht wirklich. Das Ding ist in der Umgebung weder wirklich Teamplayer noch n Star - und eher der beigefarbene Tintenklecks im Schriftbild der Fassaden.

    Das scheint das Büro Dudler in der Visualisierung womöglich durchaus bewusst zu werden - Die Marke Dudler mit ihrer begrenzten Gestaltrhetorik kommt hier m.M an ihre Grenzen ohne zu glänzen da muss man möglw. schon auf athmossphärische Perspektivtricks zurückgreifen damit der stumpfe, müde Look nicht von schnöden Farb Dächern übertrumpft wird.

  • Von dem Vorhaben wurde ich neulich vor Ort überrascht und freue mich darauf.

    Das Gebäude war mir sofort sympathisch:

    - Sandfarben

    - füllt eine schlecht definierte Ecke am Rande eines ansonsten tollen Platzes und sorgt für ein bisschen europäisch-altstädtische Dichte

    - macht Lust darauf, die Französiche Straße von dort aus direkt zu entdecken

    - Dachabschluss modern und elegant.

  • In der Hedwigs Kathedrale dürfte auch noch gebaut werden, sieht aber so aus als ob man bald die Fenster verglasen würde.

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    Beim Neubau dagegen tut sich gar nichts.

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  • Sri Ganesha Hindu-Tempel (Hasenheide 106)

    Zuletzt hier

    Gut ein Jahr später ist man immer noch weit von einer Fertigstellung entfernt. Immerhin wurde die Veranstaltungs- und Tempelhalle inzwischen mit Ihrem Dachkanten-Zierrat versehen und blau angestrichen. Innen ist aber noch alles kahl und leer:

    tempel_hasenheide02.jpg

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  • Wie heute die BZ berichtet hat, ist das Gotteshaus am Südstern ( Kreuzberg) dringend notwendig es zu Sanieren und hoffen auf Spenden.

    Höhe :90 Meter ( Turmspitze)

    Breite: 38 Meter

    Länge: 62 Meter.

    Das Denkmalgeschützte wurde 1894- 1997 gebaut

    Edit :Seit 1982 gehört das Gotteshaus der evangelischen Freikirche „Christliches Zentrum Berlin e.V.“. Freikirchen haben jedoch keinen Anspruch auf Steuergeld, finanzieren sich nur durch Spenden

    Allein für das Dach sind ca. 16.000 Euro zu rechnen.

    Wer Interesse hat und Spenden möchte, der kann ( siehe Link) Spenden.

    Quelle ⬇️

    Kirche am Südstern muss dringend renoviert werden

  • Das Gebäude hat so gar nichts. Vielleich sollte man es besser beseitigen. Ach die städtebauliche Lage auf der Verkehrsinsel ist abweisend. Ich mochte es nie.

  • ^ Ich glaube manchmal, ich höre/lese nicht richtig... Denkmalgeschütztes Kulturerbe einfach "beseitigen", weil es sanierungsbedürftig ist und einem persönlich nicht so gefällt?!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Innen ist aber noch alles kahl und leer:

    Das stimmt so nicht. Habe noch vor kurzem eine Kurzdoku über die schnell wachsende indische Gemeinschaft in Berlin gesehen, und da hat man die Baustelle des Hindu-Tempels besucht, auch von innen, und da sah man schon jede Menge üppigen Stuck.


    Ah! Hab es wieder gefunden:
    https://www.dw.com/de/neue-heimat…/video-67617276

    Scheint sehr schön zu werden, und die Spenden steigen durch das stetige Wachsen der Gemeinschaft wohl auch.

  • ^ Danke für die Info und die Verlinkung der Doku! Das sieht ja tatsächlich besser aus als gedacht und man erhält mal einen guten Überblick. Von außen konnte ich nur aus entsprechender Entfernung durch die Tür einen Einblick erhaschen, und da war nichts von den Figuren und Ornamenten zu erkennen.

    Immerhin wird die lange Bauzeit nachvollziehbar: u. a. Spendenabhängigkeit und echte Handarbeit, die nur in der wärmeren Jahreszeit erfolgen kann.

    Ich bin gespannt, ob es wie in der Doku angekündigt mit der Eröffnung im nächsten Sommer klappt. Auch wenn ich da etwas skeptisch bin, würde es mich freuen und ich drücke die Daumen. 🙂

  • Die St.-Hedwigs-Kathedrale, und damit die ranghöchste römisch-katholische Kirche in Berlin, gelegen in Mitte nahe Unter den Linden, soll am 24. November dieses Jahres wieder eröffnet werden.

    Quelle: https://www.rbb24.de/panorama/beitr…rlin-mitte.html

    Das historische Raumgefühl wird dann dort wieder mehr erlebbar sein.

    Nach dem Krieg wurde eine Öffnung in den Boden (zur Unterkirche) gebaut, diese Öffnung wurde jetzt wieder geschlossen, so dass das Raumgefühl wieder ein bisschen so wird wie im Vorkriegszustand.

    Das Vorbild für den Bau war ja das Pantheon in Rom.

    Hier ist eine Doku von Dezember, mit Bildmaterial vom Bauzustand, man sieht den Kirchenraum mit geschlossenem Boden und neuem Altar zum Beispiel bei Minute 26:35:

    https://www.rbb-online.de/unserleben/rep…st--hedwig.html

    (Es soll aber soweit ich weiß zum Beispiel noch ein Bodenbelag kommen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht verlegt wurde)

    Eine neue Besonderheit ist, dass der Altar genau in der Mitte des Raums stehen wird, auf Augenhöhe, hier ist eine Visualisierung vom fertigen Kirchenraum:

    https://www.hedwigs-kathedrale.de/fileadmin/_sub…ges_Zuerich.png

  • Nochmals zum hinduistischen Sri Ganesha Tempel:

    Laut Wikipedia soll(te) der Tempel nach deutlich über 10 Jahren Bauzeit eigentlich in wenigen Tagen am 27. März eröffnen. Die letzte Quelle ist aber von September 2023 (kein Wort davon auf der Webseite).

    Und es gab offenbar schon immer sehr "optimistische" Ankündigungen. Eröffnet werden sollte u.a. im Jahr 2010, September 2011 (bis dahin fanden dann aber kaum wirklich Arbeiten statt) und eben zuletzt dann im Herbst 2023 sowie am 27. März 2024.

    Dieser andauernde bzw. ausdauernde Optimismus ist mE irgendwo erfrischend, wobei man es scheinbar zugleich auch selbst durchaus realistisch einschätzen kann. So soll der Vorstand Vilwanathan Krishnamurty bereits 2014 gesagt haben, dass niemand wirklich wisse, wann der Tempel tatsächlich fertig werde. Es sei bei solchen Projekten absolut üblich, über Jahre und teilweise Jahrzehnte nach und nach alles fertig zu bauen: "Ich hoffe, wir erleben es, bevor wir sterben. Das entscheiden allein die Götter."

    Dafür ist man ja immerhin schon relativ weit gekommen und je nachdem wie alt Krishnamurty damals war, hat er es vielleicht noch mitbekommen und erlebt auch noch die Eröffnung. Irgendwie finde ich das ganze Vorhaben und Vorgehen ja gleichermaßen hoffnungslos chaotisch und liebenswert sowie vorbildlich positiv. Und am Ende sollen sie dann wohl sogar Recht damit behalten.

    Wobei ich positiv überrascht bin, dass die Behörden das immer wieder so durchgewunken haben. Das ursprüngliche Baurecht war zwischenzeitlich längst erloschen. Unsere Region kann also nicht nur Tesla-Speed, sondern auch gemächlicher aber vielleicht dafür auch nachhaltiger im Sri Ganesha Trott (passenderweise wird Ganesha als Elefantengott dargestellt und bedeutet u.a. Entferner oder Zerstörer von Hindernissen - das nenne ich im Falle dieses Projekts mal aktiv gelebten Glauben).

  • Außerdem zur St.-Hedwigs-Kathedrale, wurde hier glaube ich noch nicht thematisiert:

    Das Kreuz wurde auf dem Gebäude quasi versetzt, das ehemalige kleinere Kreuz auf der Kuppel wurde entfernt und dafür wurde ein großes Kreuz auf den Giebel gesetzt.

    Hier gibt es eine Fotostrecke von der Montage:

    https://www.domradio.de/bildergalerie/…wigs-kathedrale

    Ich finde die Umsetzung des Kreuzes von der Kuppel auf den Giebel positiv.
    Hier ist die ursprüngliche Version des Gebäudes zu sehen (Bild ist von 1886), ohne das Kuppel-Türmchen vom Vorkriegszustand (das erst später ergänzt wurde, und nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut wurde), und auch ohne Kreuz auf der Kuppel:

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bund…_Opernplatz.jpg

    Das heutige Kreuz ist jetzt an der Position der ehemaligen Gibelfiguren.
    Dadurch sind die Proportionen wieder halbwegs ähnlich wie im Originalzustand.