^ Tatsächlich beschleicht mich teilweise das Gefühl, dass das Bahnhofsviertel das neue Sachsenhausen werden soll. Aageplaggte kaufen auf Basis von Visualisierungen in ImmoScout, ziehen dann aus was-weis-ich-woher nach Frankfurt und wundern sich dann, dass es in ihrem neuen Luxus-Heim laut ist, stinkt und man morgens über schlafende Ferttische steigen muss...
Bahnhofsviertel auf Metaebene
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Das sehe ich etwas anders als Coatilex. Leute, die ins Frankfurter Bahnhofsviertel ziehen erwarten etwas anderes als diejenigen, die bspw. ins Westend wollen. Das Bahnhofsviertel ist interessant für jeden, der einen Mix aus großstädtischer, kreativer und internationaler Athmosphäre zu schätzen weiss. Dabei wird auch das Rotlichtmilieu bewusst in Kauf genommen und als interessant empfunden. Natürlich zieht das weniger die klassische Familien mit Schulkindern an, soll es ja auch nicht. Und auch die Stadt ist sich darüber im Klaren, dass wo Bahnhofsviertel drauf steht, auch Bahnhofsviertel drin stecken muss.
Daher ist es fantastisch, dass das Bahnhofsviertel seit einiger Zeit bereits wieder eine Renaissance erfährt, aber auch dennoch weiterhin das etwas andere, spannende Viertel bleibt.
Und das liegt nicht zuletzt auch an solchen Vorhaben wie dem "Twenty7even". Wo bislang ein furchtbarer Klotz eines 70er (?) Jahre-Rechenzentrums stand, der auch die Ausstrahlung eines ebensolchen hatte, erhält diese Ecke bald großstädtische Blockrandbebauung, gut gegliedert mit ansprechender Fassade und Mansardendach. Weiter so!
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Das war vielleicht am Anfang der Zuzugswelle mal so, aber jetzt? Jeden morgen laufe ich an einer Tafel des Edel-Maklers Von Poll vorbei, die für ein Loft im Bahnhofsviertel mit schlappen 4700€ Kaltmiete wirbt. In der Kaiserstraße wird für Luxuspenthouse-Wohungen geworben (Zitat: "Über den Dächern der Stadt inmitten des historischen Prachtboulevards der Kaiserstraße").
Ich glaube kaum, dass da irgendwelche alternativen Künstlertypen einziehen werden... -
Wenn ich das Bahnhofsviertel mal mit St. Pauli in Hamburg vergleiche, dann ergibt sich hier ein ähnliches Bild. In beiden Vierteln entstehen Luxuswohnungen und Neubauten, die Zahlungskräftige Mieter und Eigentümer anlocken, die die Nachbarschaft bewusst in Kauf nehmen.
Nun ist es in St. Pauli noch um einiges extremer aber auch dort ist es den Leuten egal wenn sie morgens über die Hinterlassenschaften der allnächtlichen Party steigen müssen oder es laut ist. Die Wohngegend ist einfach hip und es ist für viele Grund genug dahin zu ziehen weil man sich als Trendsetter betrachten möchte.
Ich selbe begrüße diese Entwicklung im Bahnhofsviertel durchaus. Von Milieuschutz will ich da nichts hören, den welchen Schutz soll man denn Kriminellen, Schlägern, Rocken und Zuhältern gewähren? Will man sowas wirklich erhalten?
Projekte wie das Twenty7even sind genau das richtige um das Viertel nachhaltig umzubauen. Freilich hat die Gentrifizierung, die da grade im vollem Gange ist auch ihre Schattenseiten, im Falle des Bahnhofviertels überwiegen meines Erachtens aber die Vorteile.
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Ich war zuletzt in FFM und ich muss leider sagen, dass der Bahnhofsbereich in kaum einer anderen Stadt schlimmer ist als in FFM. Die Präsenz von Polizei in den Abendstunden scheint sehr gering zu sein. Man fühlt sich absolut nicht sicher. Hier sollte noch sehr sehr viel investiert werden, um der Stadt gerecht zu werden.
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Im Zusammenhang mit der Gleiserneuerung auf dem Bahnhofvorplatz (es passt aber m. E. besser hier rein): Alles baulichen Maßnahmen die sich derzeit um den HBF und innerhalb des Gebäudes sind (sofern die historische Substanz nicht zu sehr geschädigt wird oder werden würde), besser als der Status quo.
An allen Ausgängen ist die heutige Situation nicht mehr tragbar für eine Stadt, die von sich selbst in Anspruch nimmt mit London als Finanzplatz konkurrieren zu können. Es ist einfach eine Schande für Frankfurt und Besucher die im Bahnhof kommen dürften den ersten Eindruck nicht vergesen: Schmutz, Dreck und Belästigung durch Personen an allen Ausgängen...
Wann wird die Bahn endlich die Sanierung der B Ebene angehen? Es ist nicht zumutbar dort hindurchzugehen, wo es an jeder Ecke nach Urin riecht und offen (!) Drogen konsumiert und verkauft werden.
Ich kann einfach nicht verstehen, warum sich die Planungen immer weiter hinziehen und es nur bei Andeutungen, Wettbewerben und Analysen bleibt. Die Situation erfordert m. E. sofortiges handeln. -
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Es würde doch schon reichen wenn man mal von seinem Hausrecht gebrauch machen und betreffende Personen vertreiben würde. Und die Polizei dann an den Ausgängen diese Leute gleich empfangen würde. Aber nein, Law & Order geht ja gaaar nicht.Ich finde übrigens auch, dass es nach einer kurzen Besserung wieder schlimmer geworden ist in letzter Zeit. Wie es dazu kam weiß ich nicht, aber die aktuellen Zustände sind wirklich untragbar. Ich habe häufiger mit Gästen von Auswärts zu tun und fast JEDER erwähnt wie erschrocken er vom HBF war.
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Volle Zustimmung!
In HH am Hbf werden einfache "Gammler" sogar diskrekt rausgeworfen, in USA und UK zB ist es teilweise verboten oder erst gar nicht möglich als Nichtreisender einige Bereiche zu betreten, schon gar nicht die Plattformen - betrifft auch Fernzüge.
In Frankfurt wird maximal bei agressiven Bettlern eingeschritten.
Die Situation ist eben so schlimm, weil man einfach jedes Fehlverhalten erlaubt, zumindest nicht unterbindet (zB offener Drogenkonsum in der B Ebene) + die vielen verwahrlosten Bereiche nicht modernisiert, säubert, usw.
Hierzu mal die "Broken windows" Theorie:
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Drogenszene in Frankfurt - Back to the 90's?
Die gefühlte Verschlechterung im Bahnhofsviertel, ob in der Hbf-B-Ebene, der Elbestrasse/Taunusstrasse oder sogar der Taunusanlage kann ich voll und ganz teilen. Gefühlt sind gerade viele Rückschritte im Viertel zu merken.
Die FAZ berichtete vor 3 Tagen von zunehmendem Drogenkonsum in der Taunuslange und Obermainanlage. Die klare Aussage der Polizei und des Frankfurter Drogenreferats: Die Junkies sind wieder da trotz des viel (selbst) gelobten Frankfurter Wegs. Dass sich vermehrt wieder Konsumenten in die Anlagen zurückzögen, hänge auch damit zusammen, dass die Druckräume nachts geschlossen hätten. Für mich nicht verständlich warum man die Druckräume abends nicht auflassen kann.
Richtig ekelhaft ist der grassierende Urin-Gestank im gesamten Viertel bei warmen Wetter. Auch in der neu renovierten Station Taunusanlage stinkt es immer öfter ungeheuerlich. Für mich nicht verständlich, dass man im Sommer nicht umso mehr hinterher putzt? Hauptsache Geld gespart.
Aus meiner Sicht hat man sich zu sehr blenden lassen vom NY Times Artikel zur Münchener Strasse oder der enormen Aufwertung der Kaiserstrasse / Weserstrasse. Spätestens seit der Bikegang-Schießerei am "Helium" ist die Debatte hoffentlich wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Das Hilton kann noch so viele Garden Inns im Viertel eröffnen, ohne die Fokussierung aufs Wesentliche (also z.B. Druckräume abends öffnen) kann das schnell nach hinten losgehen.
Guter Gast-Kommentar im Journal Frankfurt der aus meiner Sicht den Nagel auf den Kopf triff:
Die Drogen- und Integrationspolitik hat versagt -
Ich denke nicht, dass es eine kluge Entscheidung wäre, einfach alle Drogensüchtigen aus dem Hauptbahnhof und dessen Umfeld zu vertreiben. Verschwinden werden sie deshalb nicht.
Mal abgesehen davon, dass ich nicht genau nachvollziehen kann, mit welcher Motivation hier einige argumentieren, sollte aber doch klar sein, dass sich dadurch das Problem der Drogenkriminalität nur weiter in der Stadt verteilen oder verstreuen würde und so noch schlechter zu kontrollieren ist.
Die Druckräume deshalb in der Nähe der Szene zu betreiben ist klug und richtig. Die Polizei sollte vielmehr ein Auge auf die professionellen Dealer haben, die mittlerweile an jedem Ausgang zum HBF patrollieren und dafür sorgen, dass die illegale Szene wieder massiv wächst. Hier braucht es viel Personal und hartes Vorgehen.
Im Übrigen ist ein Vergleich mit den USA und UK irreführend. Dort gibt es ganze Elendsviertel die mit nix aber auch absolut gar nix in Frankfurt vergleichbar sind. Nur weil der allgemeine Touri das nicht sofort sieht, ist es nicht abwesend, aufmerksame Beobachter nehmen die krassen sozialen Verwerfungen vielmehr fast überall in Städten wie London oder New York wahr.
Ps: Broken Windows wurde mir damals im Studium als Beispiel für blanken Wissenschaftspopulismus gelehrt. Aber der Wikipedia Artikel berichtet ja ausnahmsweise mal recht ausgewogen über die Rezeption.
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^ Da ist sie wieder, die langläufig bekannte Gegenargumentation. Natürlich "verschwinden" Drogensüchtige und Drogendealer nicht, wenn man sie aus dem HBF vertreibt, sondern werden es irgendwo anders tun. Das ist aber genau der Punkt. Mir und vielen anderen ist es lieber, sie tun es an einem nicht so für die Stadt repräsentativen Ort wie dem HBF. Ein Hauptbahnhof ist nicht per Naturgesetz ein Ort für Drogenjunkies und -dealer, sondern es ist für Touristen und Pendler ein Einfallstor in eine Stadt und darüberhinaus ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Bewohner dieser Stadt. Sollen sie sich doch irgendwo alle versammeln, es gibt sicherlich eine Menge "angemessenere" Orte in der Stadt. Natürlich wird dann wieder argumentiert, dass es dort auch Probleme verursachen würde, aber hier ist es ganz klar eine Abwägungssache. Ich will mich nicht ekeln und ich will keine Angst haben im und um den Hauptbahnhof, dem Herzen der Stadt. Und das trifft wohl auf die Mehrheit der Menschen an diesem höchstfrequentierten Ort ebenfalls zu. Und dafür hat sowohl die Bahn als auch die Stadt zu sorgen. Fertig.
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Die Druckräume benötigen offensichtlich mehr Personal, wenn sie meinen sich den Luxus erlauben zu können gerade abends zuzumachen. Diese Strategie gerade dann überdacht werden, wenn die offene Drogenszene sich scheinbar daraufhin wieder an der Taunusanlage und Obermainanlage trifft.
Die Bekämpfung der Dealer-Szene durch Polizei-Razzien scheint bislang nicht den erwünschten Erfolg gehabt zu haben bei den jetzigen Zuwachsraten. Besonders schlimm sind beispielsweise die Zustände vor dem schon seit langem leer stehenden Club "Galerie" bzw. "SKYClub" (Broken Windows anyone?), wo sich eine ganze Schar an offensichtlichen Dealern direkt am Ende der Niddastrasse aufhält. Eine sehr unangenehme Ecke und das direkte Einfallstor für Messegäste, die in Richtung Skyline Plaza gehen wollen. Hier darf sich die Stadt mal angesprochen fühlen, weshalb man offensichtliche Probleme nur unzureichend angeht.
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Im Endeffekt wird man mit einer repressiven Drogenpolitik nie etwas(positives) erreichen.Das hat die Geschichte gezeigt und müsste jeder wissen,der sich etwas darüber informiert hat.Das bedeutet aber natürlich nicht,dass man offenen Drogenhandel und Belästigungen dulden muss.Auf keinen Fall.Diese Sachen sind nur die Symptome einer repressiven Drogenpolitik.
Druckräume,Drugchecking etc.sind eine gute Sache,aber reichen eben nicht aus.Solange diese Leute gezwungen sind,auf der Straße etwas zu kaufen und keine Chance haben von einem Arzt sich etwas verschreiben,wird es so weiter gehen(sicher gibt es schon einige,die auch vom Arzt etwas bekommen,aber es sind einfach viel zu wenige).
Wenn es Druckräume gibt,wo ist das Problem,wenn ein Abhängiger Stoff von einem Arzt bekommen,wo man die Risiken genau einschätzen kann und weiß,wie viel Wirkstoffgehalt das drinnen ist,welche Verunreinigungen etc.?
Meinetwegen soll er erstmal nachweisen,dass er auch wirklich Abhängig ist und er dies psychisch/körperlich auch benötigt.Wenn er es auf der Straße kauft,verdient die organisierte Kriminalität damit nur,lungert dann mit diesen Leuten rum,kennt weder den Wirkstoffgehalt,noch die Verunreinigungen und hat niemanden,der ihm hilft.Und dadurch entstehen dann diese Probleme,die es im Bahnhofsviertel und an vielen anderen Stellen der Welt gibt.
Warum hat man von vergleichbarem vor der Prohibition nicht gehört?Damit sind doch nur die ganzen Probleme entstanden.Vor 100 Jahren lungerte keiner mit einer Spritze im Arm auf den Straßen herum.Das kam dann mit der Prohibition,dass dann die "Mafia" diese Stoffe verkauft hat,u.a. auf der Straße.
Ich verstehe,dass es das ganze nicht so einfach ist rückgängig zu machen und man weiß nicht,wo man anfängt,aber wenn alles so weitergeht wie bisher,ist das ja auch nicht gut.
Wenn man sich mal vorstellt,dass alle Alkoholiker ab morgen auf der Straße bei komischen Leute einkaufen müssten,dann hätte das verheerende Folgen,gegen was die heutigen Zustände peanuts sind. -
Vor ein paar Wochen war ich in Frankfurt, mit dem SE aus Koblenz. Zuerst wollte ich weiter mit der S-Bahn in den City-Kern, daher ging ich zur darüber beschriebenen B-Ebene runter - watend durch Gestank und Abfälle. Schließlich sah ich komplett heruntergekommene Gestalten auf der Treppe, die diese weitgehend blockiert haben - einer spritzte gerade einem anderen Drogen. Unten standen zwei uniformierte Sicherheitsleute der DB und schauten fröhlich zu - kein Versuch, für Ordnung zu sorgen. Das alles war mir so eklig, dass ich kehrt machte und latschte lieber Richtung Altstadt - so viel Ekel habe ich nicht mal in Neapel in der Zeit des Müllabfuhr-Streiks erlebt.
Wie jemand darüber schrieb, der Bahnhof ist vor allem für Reisende da. Die DB ist den zahlenden Kunden verpflichtet, nicht sich mit Drogenproblemen zu befassen. So wie ich das erlebt habe, ist die S-Bahn am HBf praktisch unbenutzbar.
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Sei mir nicht böse, musst halt öfters hier vorbeikommen, Großstadt meets real life. Das war schon vor 30 Jahren so, da war ich noch ein Bub auf der Fahrt zur Ausbildung mit Umsteiger im Tiefbahnhof, vorzugsweise die kleine Treppe ganz unten. Ich finde das auch nicht schön, aber ein Gewöhnungsfaktor stellt sich irgendwann ein. Und, ja, auch mit entsprechender Ausbildung wird man nicht jedesmal Reanimationen starten wollen. Aber ein Aushängeschild ist es bei Leibe nicht, da hast Du Recht!
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Ich finde eigentlich nicht, dass die Stadt Pendlern und Touris gehört. Und ein HBF ist Gott sei dank schon mehr als ein Privatgrundstück, wo lediglich zahlende Kunden "bedient" werden. Und wo Drogensüchtige besser aufgehoben sind in der Stadt, wie einer meiner Vorredner schrieb, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Sollen die ins Nordend gehen oder in gleich in den Stadtwald?
Ich wohne direkt am HBF und erlebe jeden Tag, wie sich die Situation zunehmend verschlechtert. Mich erfüllt der Anblick auch zunehmend mit Unbehagen, da bin ich ganz ehrlich. Zu versuchen die Junkies einfach zu verjagen, löst trotzdem nicht das Problem. Wie bereits erwähnt werden Sie nämlich nicht einfach verschwinden.
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Und philippinische Verhältnisse lösen am Ende auch nichts. Und ich kann noch nicht mal sagen warum, aber mir sind Junkies im HBF lieber, als wenn ich durch die Taunusanlage gehe, erst Recht im dunkeln.
Ich denke trotz allem kann man sich im HBF, und auch in den Tiefebenen sicher fühlen. Da muss man auch der Security und anderen mal einen Dank zukommen lassen, auch hier nicht alles zu eskalieren.
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Unabhängig davon ob man irgendwo legale Abgabestellen betreibt oder nicht, eine offene Drogenszene gehört überall bekämpft. Die Zustände am Hbf und in Teilen des Bahnhofsviertels sind katastrophal und in keinster Weise hinnehmbar. An so was sollte man sich niemals gewöhnen,. Es ist eine absolute Schande für die Stadt, in dieser Offensichtlichkeit nicht nur extrem rufschädigend sondern auch unverantwortlich gegenüber den Bürgern und Besuchern der Stadt deren Sicherheitsgefühl ganz erheblich dadurch beeinträchtigt wird.
Schon gar nicht sollte eine derart offene Drogenszene irgendwo in der Stadt auch nur geduldet werden. Eine Verwaltung die eine derartige Bankrotterklärung vor ihren ureigensten Aufgaben abgibt, hat jeglichen Gestaltungsanspruch vollends verwirkt! -
Frankfurt hat einen hervoraggenden Job bei der Bekämpfung der Drogenprobleme in der Vergangenheit gemacht. Gerade eine agressive Drogenbekämpfung funktioniert ja anscheinend nicht, wie man schön an den vielen Vierteln in den USA und Südamerika beobachten kann, und ja so schlimm war es auch mal in Frankfurt. Druckräume und die weitgehende Legalisierung der Drogen für Langzeitabhängige haben das Straßenbild im Bahnhofsviertel und um den Bahnhof schon extrem verbessert. Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren kein einziges mal wirklich unsicher im Bahnhof und Umgebung gefühlt. Das kann aber auch daran liegen, dass ich ihn regelmäßig aufsuche. Aber auch die Polizeipräsenz und DB Security scheint mir momentan noch ausreichend. Wichtig ist es doch die Drogenabhängigen von der Straße zu holen und deren Zahl langsam aber stetig zu verringern, dass ist halt ein langer Prozess. Einer Vertreibung stehe ich sehr kritisch gegenüber denn damit wird letzten Endes niemanden geholfen. Klar kann man argumentieren, dass dann das Tor zur Stadt tourifreundlicher ist, aber ich garantiere, die Selben werden sich dann beschweren wenn das Problem dann im Gallus oder den unschöneren Ecken von Sachsenhausen auftritt. Ich denke diese Problematik wird auch gerne stark aufgeblasen. In dem vorangegangenen Artikel in der FAZ stand das der Drogenkonsum in der Taunusanlage wieder zunimmt. Das ist gewiss keine gute Nachricht aber zeigt sie doch wie sehr die Polizei und die hiesigen Hilfsorganisationen schon für dieses Thema sensibilisiert sind. Hier wird sich Gedanken über die Problematik gemacht. Eine weitere Öffnung der Druckräume wäre natürlich zu begrüßen, dass diese Maßnahme Mehrkosten mit sich zieht denke ich ist allen Beteiligten klar. Trotzdem würde ich behaupten, dass kaum eine andere Großstadt in Deutschland eine so pragmatische und konsequente Drogenpolitik wie Frankfurt betreibt.
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... Großstadt meets real life. ... ein Gewöhnungsfaktor stellt sich irgendwann ein. ...
Ich bin in einer Stadt ungefähr der Größe Frankfurts aufgewachsen, wo man solche Szenen im dortigen HBf nicht sehen kann, noch nie. Vielleicht kann man sich an einiges gewöhnen - meine Frau erzählt hin und wieder über die kürzlich gesehene Reportage über den ewigen Bandenkrieg in Salvador, der dort einen Teil des Alltags darstellt, anscheinend ähnlich wie der Verfall in Frankfurt. Wenn man in der Dritten Welt lebt, kann man sich vielleicht einreden, manche Zustände seien 'normal'. Lästig und ermüdend werden sie trotzdem.
Ich finde eigentlich nicht, dass die Stadt Pendlern und Touris gehört.
Die Rede ist vom Bahnhof, der vorwiegend dem Verkehr dient - nicht dem Vorgeben, die ganze Welt durch das Dulden unduldbarer Zustände verbessern zu wollen. Obwohl man sich in Berlin so gerne gutmenschentumlich gibt, beim letzten Besuch dort habe ich gesehen, wie DB-Sicherheitsleute sich einen vorgeknüpft haben, der an einem der Eingänge des Bahnhofs Friedrichstraße campierte. Der Störfaktor weit hinter dem dauerhaften Umwidmen großer Teile des Frankfurter HBf in eine Mischung aus Schweinestall und Fixerstube.
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