Beiträge von marty-ffm

    Darmstädter Landstraße 260


    Tunnelklick hat uns in seinem Beitrag weiter oben auf dieses neue Projekt aufmerksam gemacht und dabei die Frage aufgeworfen, ob die Arbeit schon aufgenommen wurde. Dies kann ich bestätigen. Das Grundstück wurde bereits geräumt und die Erdaushubarbeiten haben ebenfalls begonnen.


    Das nachfolgende Bild ist aus dem parallel laufenden Grethenweg aufgenommen, Blickrichtung Darmstädter Landstraße nach Osten. Daraus kann man auch gut erkennen, wie weit das Grundstück von der Darmstädter in die Tiefe geht. Das Photo habe ich kurz nach Weihnachten aufgenommen.


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    Bild: Marty

    Hier mal wieder ein kleines Update bezüglich Sachsenhausen.


    1. Fritz-Kissel-Siedlung


    Hier sieht man recht gut, dass das Aufstockungsprojekt entlang der Mörfelder Landstraße gut fortgeschritten ist, Blick Richtung Osten:


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    2. Neubau Mörfelder Landstraße


    Letztes Update war hier, es ist losgegangen:


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    3. Bunker-Aufstockung Mörfelder Landstraße


    Der Bunker an der Feuerwache ist ebenfalls recht weit fortgeschritten:


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    4) Mittlerer Schafhofweg


    Hier wurde eine Doppelhaushälfte aus den 70ern abgerissen und ein Neubau nahezu fertiggestellt (letztes Updatee war an dieser Stelle


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    5) Sachsenhausener Landwehrweg / Fritz Böhle Straße


    Der Neubau an dieser Stelle ist auch gut vorangekommen. Letzter Stand war dort.


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    6. Tiroler Straße 1


    Auch hier hat sich einiges getan, in letzter Zeit habe ich allerdings festgestellt, dass es ein wenig ins Stocken geraten ist.


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    Blick auf den hinteren Gebäudeteil, direkt an der Bahnlinie:


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    7. Tiroler Straße ?


    Direkt gegenüber und noch hinter der gegenüber liegenden Häuserzeile von Tiroler Straße 1 wurde ebenfalls auf einem bisherigen brachliegenden Grundstück ein MFH hochgezogen. Es liegt direkt an der gegenüberliegenden anderen Bahnlinie:


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    8, Mittlerer Hasenpfad


    Hier geht es auch nur schleppend weiter, zumindest wurde jetzt mit dem Rohbau begonnen:


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    Bilder: Marty

    Die Habsburger Allee ist fertig, wie bereits oben unter #250 erwähnt, wartet das denkmalschütze Nachbarhaus, die Villa Wertheim auf einen Käufer. Der Neubau passt jetzt nicht wirklich gut in das Bestandsensemble. Naja, etwas besser als das, was vorher dort stand, ist es natürlich schon, das ist aber auch keine große Kunst. So sah es vorher mal aus.


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    Das ist der Neubau von hinten, da hat man ganz schön viel Baumasse draufgepackt:


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    Bilder: Marty

    An dem zentralen Platz hat sich endlich etwas getan und ich finde, es sieht gar nicht schlecht aus. Die Pflanzen müssen natürlich noch wachsen. Hoffentlich erhalten sie ausreichend Pflege, sonst sind sie spätestens im Hochsommer vertrocknet.


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    Der Brunnen ist mit schönen Mosaiksteinchen ausgelegt. Sieht recht edel aus:


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    Bilder: Marty

    Ihr habt ja Recht Jungs und ich jammere ja auch gar nicht, ich freue mich auch auf die vier Türme. Ich bin halt Sachsenhauser und diesen Blick genieße ich jeden Morgen wenn ich mit dem Fahrrad über den Main fahre (bzw. gefahren bin, in Zeiten von Corona / Home Office nicht mehr X/.

    Ich bin halt ein wenig traditionell und liebe den Helaba-Tower. Die vier Türme des "Four" (danke Miguel ;)) werden natürlich auch eine absolute Bereicherung für die gesamte Skyline darstellen, keine Frage!

    So beeindruckend das Four Trivia Projekt ist, finde ich es persönlich sehr schade, dass dadurch zumindest aus der oben gezeigten Blickrichtung das Helaba-Hochhaus komplett verschwindet. Dessen Architektur empfinde ich - zumindest aus der Ferne - um einiges interessanter und markanter als die glatten, etwas gleichförmig wirkenden Türme des Four.

    Natürlich wird dieses Thema immer kontrovers diskutiert werden. Meines Erachtens ist man mittlerweile zum Glück an einem Punkt anbelangt, an dem man erkannt hat, dass es nicht sein kann, stets dem Autoverkehr Vorrang einzuräumen. Das war das Konzept der letzten 50 Jahre und wir haben gesehen, wohin es geführt hat. Man muss es eben nicht jedem Einkäufer und Pendler aus dem Umland so bequem wie möglich machen. Ich weiß, dass ich damit jetzt hier sicherlich einen Sturm der Entrüstung ernten werde, aber das Gegenteil ist der Fall. Je unbequemer es wird und je mehr die Leute im Stau stehen, desto mehr wird sich bei jedem Einzelnen die Erkenntnis durchsetzen, dass man über Alternativen nachdenken muss. Das geht natürlich nur, wenn auch ein ausreichendes Alternativangebot zur Verfügung steht, seien es jetzt ausreichend sichere Radwege und vor allem ein top ausgebauter Öffentlicher Nahverkehr.


    Das ewige Argument der IHK und anderer Interessenvertreter, dass die Innenstädte aussterben, wenn man nicht mehr mit dem Auto direkt vor die Geschäfte fahren kann, halte ich für ein Gerücht. Auch hier bin ich der Ansicht, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich gehe doch lieber dort einkaufen, wo es ruhig und sauber ist und ich mich ungefährdet bewegen kann. Und gerade in Zeiten, wo der Internethandel Gefahr läuft, dem stationären Handel den Rang abzulaufen, muss Letzterer umso attraktiver werden, um wieder ein echtes Einkaufserlebnis zu bieten.

    Es ist unfassbar und macht einen einfach nur wütend. Aber wenn die junge Generation von deren Eltern so erzogen wird, dass Eigentum der Allgemeinheit und der öffentliche Straßenraum derart beschmiert und verdreckt werden dürfen, brauchen wir uns über den beklagenswerten Zustand im Allgemeinen leider nicht wundern. Jeder schmeißt überall seinen Dreck hin und kümmert sich nicht im Geringsten darum. In meinen Augen zutieft asozial. Das Problem ist aber auch vor allem, dass der Staat auch gar kein Interesse mehr daran hat, derartige Verstöße zu verfolgen und zu ahnden. Auch wenn es krass klingt, aber dem wird man nur begegnen können, wenn man derart hohe Strafen wie in Singapur einführt, wo eine weggeworfene Zigarettenkippe eben tausende von Dollar kostet.

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    Am letzten Wochende habe ich eine kleine Radtour zum Flughafen und zurück durch den Schwanheimer Wald gemacht. Dabei kam ich am Wasserwerk Hinkelstein vorbei. Es entstand um das Jahr 1890 herum und wurde 1894 eröffnet. Baumeister war ein Herr Lindley. Näheres könnt Ihr dort nachlesen. Das wunderschöne Gebäude der Maschienenhalle existiert noch. Ich war begeistert, als ich es beim Radeln zufällig entdeckt hatte:


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    Bild: Marty

    Ich habe mich mal am Montagmittag, als auf der Baustelle keine Arbeiter anwesend waren, durch den Bauzaun gezwängt und die nachfolgenden Bilder gemacht in Richtung Innenhof und neuer Eingang. Ich muss sagen, dass ich am Anfang eine gewisse Skepsis dem Bau gegenüber hatte. Mittlerweile habe ich an ihm Gefallen gefunden. Insbesondere bei hellem Licht und Sonnenschein sieht das super aus, richtig schick. Meine an dieser Stelle im Forum bei Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses geäußerte Vermutung oder Hoffnung, dass der geradlinige Bau sein chaotisches und zusammengewürfeltes Umfeld etwas befrieden und beruhigen dürfte, sehe ich vollkommen bestätigt. Wenn das fertig ist, wird das richtig gut in meinen Augen. Eine tolle Ergänzung des historischen Baus mit einem Hauch von Bauhaus-Feeling.


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    Bilder: Marty

    In Sachsenhausen tut sich nach wie vor etwas:


    1) Mörfelder Landstraße - Bunker-Aufstockung


    Es geht voran, der komplette Bunker der Feuerwehr ist eingrüstet.


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    2) Mörfelder Landstraße 130 - Garagenhof / Autoreinigung


    Das komplette Gelände ist eingezäunt, es sieht nach Abbruch aus. So sah es gestern aus. Hier entsteht ein Mehrfamilienhaus. Näheres konnte ich leider nicht finden.


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    3) Tiroler Straße 1a


    Hier hat man mittlerweile den ersten Stock erreicht, eine Vorstellung des Projektes findet Ihr hier


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    4) Gartenstraße 71 - Rekonstruktion Mandarddach


    Das Mansarddach (letzter Beitrag hier) wurde zwischenzeitlich fertiggestellt und es sieht schön aus:


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    5) Mittlerer Schafhofweg 23


    Hier wurde eine Doppelhaushälfte abgebrochen und es entsteht ein Neubau. So sah es gestern aus:


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    6) Sachsenhausener Landwehrweg / Fritz-Boehle Straße


    Das an dieser Stelle bereits vorgestellte Projekt ist auch fortgeschritten. Letzter Stand sieht so aus:

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    7) Bischofsweg / Königsbrunnenweg


    Hier wurden 4 Doppelhaushälften gebaut. M.E. hatten wir das Projekt hier noch nicht. Daher ist hier mehr oder weniger Vollzug zu melden.


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    Alle Bilder: Marty

    Wenn das nicht ausschließt, dass auf frühere Epochen zurückgegriffen wird, dann könnte man doch auch gleich auf das Zeitalter der Romantik zurückgreifen. Was ist der Grund dafür, nicht im romantischen Stil zu bauen?

    Sorry Architektur-Fan, ich will wirklich nicht klugscheißerisch sein. Einen Architekturstil der "Romantik" hat es nie gegeben. Die Romantik war eine Kunstrichtung im 19. Jahrhundert vor allem in der Malerei (z.B. Caspar David Friedrich), der Literatur (z.B. Novalis, E.T.A. Hoffmann) und Musik (z.B. Schumann, Schubert). Während der Zeit der Romantik herrschte im wesentlichen in der Architektur der Baustil des Klassizismus vor und es gab daneben auch Strömungen, die an ältere Epochen anknüpften (Neo-Barock, Neo-Renaissance u.s.w.). Daher wäre es hier sehr schwierig gewesen, einen "klassischen" Bau der Romantik zu bauen, geschweige denn sich auf einen zu einigen, der dann sozusagen eine Art Neo-Neo-Barock gewesen wäre. ;)


    Nicht allein aus diesem Grund ist es in diesem Fall auch vollkommen akzeptabel, dass man sich für einen "modernen" Bau als Museum entschieden hat. Nach meiner - rein persönlichen Ansicht - kommen "romantische" Exponate in modernen Räumlichkeiten wegen der Kontrastwirkung auch viel besser zur Geltung. Wie gesagt - ob einem das Ergebnis gefällt oder nicht, ist natürlich eine andere Frage.

    Es ist ja vollkommen in Ordnung, wenn man zum Ausdruck bringt, dass einem die drei neuen Fassaden nicht gefallen. Architektur ist nunmal zu einem großen Teil auch einfach Geschmackssache. Was dem Einen gefällt, findet der Andere scheußlich. Das ist auch ganz gut so, sonst wäre es langweilig. M.E. ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn man als Kritiker die Aussage trifft, dass einem das oder jenes Gebäude nicht zusagt, weil die Farbe, die Gestaltung, der Dachabschluß etc. nicht gefällt. Daher sollte eine Kritik (oder auch ein Lob) immer mit einem (durchaus auch subjektiven) Argument verknüpft sein. Aussagen wie "das ist einfach Murks" oder "verdreifachtes Elend" helfen da nicht wirklich weiter.


    Auch die Fragen nach "... warum hat der Architekt das so und so gemacht ...?" oder "... warum konnte man nicht einfach drei Fachwerkhäuser rekonstruieren ...?" sind für eine sachliche Diskussion eher wenig hilfreich. Der Bauherr hat sich nunmal für diesen Entwurf entschieden. Natürlich hätte es auch zig Alternativen gegeben, aber diese wollte man nicht haben. Da kann man natürlich traurig darüber sein, aber jetzt ist es zu spät. Der Bau ist nahezu fertig. Man kann sich mit ihm auseinandersetzen und durchaus seine Kritikpunkte hervorbringen.


    Auch die These, dass dieser Bau Ausdruck eines "ideologischen Allmachtsanspruches moderner Architektur" sei, ist doch sehr gewagt. Erstens gibt es "die Architektur" doch gar nicht, vielmehr eine Vielzahl von Architekten, die meist auch recht unterschiedliche Auffassungen von moderner Architektur haben. Und in jeder (Kunst-/Architektur) Epoche hat es zwangsläufig immer eine "moderne Architektur" gegeben. Zu Kaiser Wilhelms Zeiten war z.B. der "Wilhelminismus" in Deutschland modern. Das kann man mögen oder auch nicht, aber daraus kann man kaum einen Allmachtsanspruch ableiten. Jede Zeit hat eben ihren Architekturstil und es ist vollkommen in Ordnung, dass in der jeweiligen Epoche dann auch im jeweiligen Stil gebaut wird. Und das schließt nicht aus, dass in dem einen oder anderen Fall auf frühere Epochen zurückgegriffen wird oder deren Formensprachen zitiert werden (wie in Mäcklers Fassaden) oder sogar komplett restauriert wird (wie zum Glück in der Altstadt).

    Ich kann zunächst einmal nicht verstehen, was man an diesem Standort so ideal findet. Sein einziger Vorteil liegt daran, dass er am Wasser liegt - toll! Und sonst? Ich habe den Eindruck, dass Einige dabei immer von einem Pendent zur spektakulären Elbphilharmonie träumen, die zugegebenermaßen eine ziemliche Attraktion ist. Die Elbphilharmonie liegt jedoch im absoluten In-Viertel Hamburgs, der Speicherstadt, die historisch bedeutend und mit modernen Bauten ergänzt mittlerweile wahrscheinlich die Touristenattraktion in Hamburg ist - neben dem sich in ziemlicher Nähe befindlichen Kiez rund um die Reeperbahn.


    Da können wir noch so viele Opernhäuser hinsetzen, dahin wird das Ostend nie kommen. Zudem liegt dieser Raab-Karcher-Standort auch irgendwie selbst im Ostend abseits. Wie gesagt: er liegt halt am Wasser. Und unmittelbar daneben östlich findet Industrienutzung statt. Das ist doch kein Ort für eine Oper und ein Theater. Dazu kommt, dass der Standort wirklich nicht ideal angebunden ist. Und eine U-Bahn-Verlängerung ist doch Utopie. Das treibt die Kosten um weitere 250 Mio. EUR.


    Außerdem kann man nur hoffen, dass uns ein auszulobender Architektenwettbewerb eine derartige Aneinanderstapelung von Klötzen erspart. Ja, es sieht modern aus, aber spätestens in 10 Jahren kann es keiner mehr sehen. Es sieht auch nicht nach Oper oder Theater aus, könnte auch ein Kino oder ein Einkaufszentrum sein - Wiedererkennungswert gleich Null! Was haben sich die Architekten dabei nur wieder gedacht? M. E. ein reines Heischen nach Aufmerksamkeit.


    Man sollte sich darauf konzentrieren, eine gute innerstädtische Lösung für die beiden Häuser zu finden. Am besten ein Haus am WBP belassen und für das andere eine schöne Lösung finden. Dafür sind die Stadtpolitiker schließlich da.

    Mir fällt keine europäische Stadt ein, wo Oper und Theater nicht im Zentrum sind. Und das hat auch heutzutage noch seinen Sinn, sie tragen zur Belebung der Innenstädte bei und machen die Zentren attraktiver. Ich möchte mir den eh schon etwas unwirtlichen WBP nicht vorstellen, wenn statt der Bühnengebäude zukünftig weitere Bürogebäude im Stile der steinernen Zeugen des MainTor-Areals nebenan stehen.