Beiträge von Rohne

    Weitgehend Zustimmung sipaq, aber deine Behauptungen bei 3.2. sind dann doch sehr vereinfacht. Dass in Innenstadtlagen Einfamilienhäuser keinen Sinn machen weiß man sehr wohl auch bei CDU und FDP, aber auch Großstädte bestehen nicht nur aus solchen Lagen. Und die Behauptung zur AfD ist natürlich völliger Unsinn. Stattdessen spielen da viele andere Partikularinteressen mit rein, zB die Motive hinter den von Megaxel erwähnten Milieuschutzsatzungen, etc.

    Aber dein Beitrag hat doch auf nichts anderes abgezielt als gegen diese Wohnungen zu wettern, nur weil diese halt nicht zum Portemonnaie des Normalsterblichen passen. Leute mit viel Geld werden aber trotzdem weiter nach attraktiven Wohnungen Ausschau halten, da ist es doch besser man hat gleich ein dediziertes Angebot für die Leute anstatt dass sie mit allen anderen um die selben Wohnungen konkurrieren.

    Dass die Immobilienpreise und Mieten für die Mittelschicht abnormal teuer sind, hat viele Ursachen, hauptsächlich in der Politik zu suchen (gut gemeint ist halt nur selten gut gemeint, Stichwort zB Baulandbeschluss), solche Wohnhochhäuser tragen da die allerwenigste Schuld dran.

    ihr habt doch nicht ernsthaft geglaubt dass solche Hochhauswohnungen an die Mittelschicht oder gar an Sozialfälle gerichtet sind? Wie sowas endet, davon gibts im ganzen Land und auch in der Stadt mehr als genug Fälle. Absolut kein Grund für Sozialneid

    Ursprünglich war es ja vorgesehen dieses Gütergleis höhenfrei in die Regionalgleise Hbf-Stadion einzufädeln. Dazu wäre es dann mittig zwischen den beiden im letzten Bild im Vordergrund zu sehenden Gleisen zu liegen gekommen. Das rechte dieser beiden Gleise hätte also etwas weiter nach rechts verschwenkt werden müssen. Jetzt ist die Einbindung aber nur noch niveaugleich vorgesehen. Möglicherweise ein Opfer der selben Umplanungen die auch die Ausfädelung der FV-Gleise aus dem Bestand am nördlichen Abschnittsende um ca 500m nach Westen zur Brücke über die Gutleutstraße verlagert und die Streckengeschwindigkeit dieser von den wohl anfänglich vorgesehenen 120 auf nur noch 100km/h verringert haben.

    Das soll wohl soweit alles eine Folge eines Beschlusses des Bundestages mit unzähligen neuen und unnötig schärferen Auflagen anno 2014 gewesen sein, der die Bahnplanungen in vielerlei Hinsicht erheblich erschwert hat. Genau diesem Beschluss ist übrigens auch der zu jenem Zeitpunkt nahezu fertig geplante oberirdische Ausbau in Sachsenhausen (mit Erweiterung Ostkopf Südbahnhof, viergleisigem Ausbau Höhe Kennedyallee, Überwerfungsbauwerken Höhe Stresemannallee und an der Uniklinik, sowie der sogenannten Kraftwerkskurve im Hbf-Vorfeld) zum Opfer gefallen, weswegen der ursprünglich nur als langfristige Zusatzoption angedachte Fernbahntunnel jetzt umso dringender nötig ist...

    Grundsätzlich ja, wenn nichtmal die Hauptverkehrswege vernünftig passiert werden können, ohne sicherheitsbedenken oder dass man den puren Brechreiz bekommt, dann ist das schlichtweg eine Bankrotterklärung und Rückstrittsgrund für die gesamte Stadtregierung. Offener Verkauf und Konsum, genauso wie die Wildpinkelei und Vermüllung sollte aber generell nirgendwo im Stadtgebiet geduldet werden. Da gehört endlich rigoros durchgegriffen, und das völlig unabhängig von irgendwelchen Fußballturnieren.

    Die A5 ist zwischen Westkreuz und Darmstädter Kreuz bereits seit fast einem halben Jahrhundert 8streifig, und niemand heult rum dass durch dieses "Monster" die Lebensqualität in Rhein-Main schlechter wäre. Im Gegenteil, der Abschnitt südlich des F-Kreuz gehört zu den am wenigsten stauträchtigen der gesamten Region. Nur nördlich des F-Kreuz ist der Verkehr halt auch für 8 Fahrstreifen mittlerweile zu viel, und deswegen hat man bereits vor vielen Jahren völlig zurecht den Ausbau ins Auge gefasst. Der Verkehr dort ist ja nicht wegen dem Ausbau auf diesem Niveau sondern einfach aufgrund seiner Lage. Die 100k-Marke ist dort bereits zu Zeiten des kalten Krieges geknackt worden.

    Köln ist da auch ein völlig untaugliches Gegenbeispiel, weil da nur in Trippelschritten gearbeitet wurde und dadurch der Flaschenhals immer nur um ein paar Meter verschoben aber nicht wirklich aufgelöst wurde. Die VDE-Projekte zB oder der sechsstreifige Ausbau der A3 bis Würzburg oder der A8 Stuttgart-München (nur in BaWü fehlen noch ein paar Abschnitte) haben die lange Zeit extrem unbefriedigenden Verkehrsverhältnisse dort nachhaltig verbessert und es wird noch so viele Jahrzehnte dauern bis die Verkehrszahlen auf einem Niveau sind dass die Kapazität wieder überschritten wird.

    Und dann kommt ja sowieso noch dazu, dass die Autobahnen, hier insbesondere A3, A5 und A67 nunmal auch eine enorme Bedeutung im Fernverkehr haben, wo stadtzentrierte Sichtweisen ohnehin irreführend sind. Wenn ihr meine Beiträge in den entsprechenden Fäden lest, werdet ihr erkennen dass ich natürlich auch ein großer Befürworter des Fernbahntunnels, der HGV-Neubaustrecken und auch jeder Menger weiterer Aus- und Neubauten im Regional- und Nahverkehr - insbesondere dem schienengebunden - bin. Da braucht man sich aber keine Illusionen machen, den Ausbaubedarf auch auf der Straße wird man damit trotzdem nicht beseitigen. Die Gründe für den enorm langsamen Fortschritt da sind vielschichtig, hauptsächlich auch im völlig irren deutschen Bau- und Planungsrecht. Aber darunter leidet die Straße ja gleichermaßen. Der angesprochene Ausbau der A5 ebenso der A3 und A67 steht bereits seit über 20 Jahren im Vordringlichen Bedarf des BVWP, geschehen ist bis heute ebenfalls niente.

    Das genaue Gegenteil ist der Fall. Nenn mir doch mal nur einen einzigen Fall eines deutschen Autobahnausbaus wo sofern nicht von vornherein zu klein dimensioniert das Stauproblem dadurch nicht behoben worden wäre und die Verkehrszahlen nach dem Ausbau entsprechend sprunghaft angestiegen wären.

    Die Verkehrszahlen der deutschen Autobahnen seit 2005 findest du übrigens bei der BASt, nötigenfalls kann ich auch noch jene von 2000 zukommen lassen.

    Komm mal von deinem Denken in Extremen weg. Es müsste überhaupt nichts aufgegeben werden! Nur endlich wieder Maß und Mitte gefunden werden. Es ist schon seit vielen Jahren großer Kritikpunkt dass sich Politik und ihre Bürokratie beim Aufstellen der ganzen Regelungen nicht am wirklich notwendigen sondern immer am maximal Möglichen orientieren.

    Großteil der ganzen Auflagen die den Neubau immer unattraktiver machen (wie schlimm es derzeit auf der Angebotsseite des Wohnungsmarktes aussieht braucht man glaub ich nicht mehr zu erörtern) kommen aber auch von den selben Parteien die gerne umverteilen. Ist doch nicht mehr zu übersehen dass man bei diesen Auflagen schon vor Jahren meilenweit über das Ziel hinausgeschossen ist. Gut gemeint ist nunmal in den seltensten Fällen gut gemacht.

    Neue Baugebiete entwickelt werden aber auch nicht bzw wenn dann quälend langsam, aber gleichzeitig steigt der Druck auf der Nachfrageseite immer weiter, zusätzlich noch erheblich verschärft durch die Einwanderungspolitik der selben Parteien.

    Kurzum, hauptsächlich durch die Politik selbst geschaffene Probleme für die man dann die Lösung in sozialistischen Ideen sucht...

    Nein, das war absolut nicht unnötig. Denn wer Probleme beheben will, muss auch die Ursachen kennen, und vor Allem auch benennen. Und die Ursache der Messerkriminalität ist nunmal mehr als eindeutig. Wenn das manchen Leuten nicht in ihre Ideologie passt, ist das den ihr eigenes seelisches Problem, das aber niemals dazu führen darf dass man deswegen notwendige Diskussionen und Ursachenbekämpfungen unterlässt.

    Die Bekämpfung der Ursachen wäre hier auch wieder deutlich wirkungsvoller und in jeder Hinsicht sinnvoller, als die Einführung dieser Waffenverbotszone, wo man wegen gewissen "Fachkräften" also nichtmal mehr seine Taschen- oder Steakmesser von Haus zu Haus mitnehmen darf.

    Doch darum ist es schade, weil überall wo solche Altbauten abgerissen werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen noch kein einziges Mal es ein Architekt geschafft hat etwas zu planen das für das Stadtbild zumindest gleichwertig ist. Auch hier wieder ist das optisch ein ganz massiver Rückschritt ganz im Geiste der unseligen 70er-Jahre.

    Die ganzen Kritikpunkte am Bestandsgebäude hätte man allesamt auch mühelos beheben können, ohne dem Gebäude seinen derzeit klar erkennbaren Gründerzeitlook vollständig zu rauben und die übliche seelenloses Banalität walten zu lassen die schon viel zu lange die Entwürfe der meisten der derzeit agierenden Architekten prägt.

    Noch dazu ist das Gebäude fast vollständig von weiteren Gründerzeitlern umgeben. Der Bestand passt da trotz seiner Entstellung noch gut mit rein, der Umbauentwurf ist mal wieder der übliche schlecht gemachte Look-at-me-Effekt mit Stinkefinger.

    Das ist halt mal wieder ein Herumdoktern an den Symptomen von völlig ohne Not selbst geschaffenen Problemen. In diesem Fall der importierten Kriminaliät. Bis 2015 war Messerkriminalität in Deutschland nahezu nichtexistent, seitdem wächst sie rapide und ist aus deutschen Großstädten leider kaum mehr wegzudenken.

    Wobei ich die Kriminalität im Viertel bisher immer nur als Nebenkriegsschauplatz empfunden habe, im Gegensatz zu den ganz offensichtlichen Problemen, nämlich der extremen Vermüllung und Verwahrlosung, des beißenden Uringestanks allerorten, dem regelrechten Belagern der Gehwege durch Gesellen die man lieber nicht näher an sich heranlassen will, und dem ungenierten offenen Konsum harter Drogen und Zurücklassen der Abfallprodukte (sogar der Hof der Weißfrauenschule ist vor diesen Gestalten nicht mehr sicher).

    Wenn man jetzt meint mit so einer Verbotszone da großartige Erfolge feiern zu können, nun gut, Zweifel und auch so einige Fragen hab ich aber doch. Warum nur so ein kleiner Bereich, und nicht besser gleich doch die gesamte Stadt (idealerweise das gesamte Land)? Was zählt alles als verbotene Waffe? Jemand der gut darin ausgebildet wurde kann aus absolut jedem Gegenstand im Handumdrehen eine effektive Waffe machen, Wenn ich meine Steakmesser zum Grillen bei Bekannten mitnehme, oder mit Buschmesser in die Wildnis rauswill, darf ich dann nicht durchs Bahnhofsviertel/Hbf und muss den ÖPNV also entsprechend meiden?

    Ich kann mich den Jubelarien nicht im geringsten anschließen. Die Kubatur mag ja vielleicht halbwegs ok sein, aber hier wird aus einem Gründerzeitler mit durchaus viel Potenzial mal wieder ein einfallsloser pseudo-moderner Allerweltsbau gemacht. Sämtliche Gestaltungsmerkmale entsorgt bzw unkenntlich gemacht. Der Dachüberstand+Attika komplett entfernt (und statt passender Schieferdeckung gibts mal wieder nur billiges Blech) so dass es aus Fußgängerniveau aus auch noch aussieht wie eins der unzähligen grausamen Flachdächer. Sorry, architektonisch ist das eine massive Verschlechterung im Vergleich zum Bestand. Vor Allem die neue Fassade zur Dreieichstraße hin ist absolut inakzeptabel.

    Bin ich der einzige den das eher schockiert? Der Bestand ist einfach dermaßen hässlich und unpassend, mit einem bloßen Umbau wird man da nichts vernünftiges erreichen können. Und was bei der Kirche als "angemessene Architektur" bezeichnet wird, hat man ja schon ein paar Meter weiter westlich mit dem furchtbaren Glaskasten direkt neben dem Haus Wertheym gesehen...

    Der aktuelle Frankfurter Lösungsansatz ist aber überhaupt kein geltendes Recht mehr umzusetzen. Dass es dann an immer mehr Ecken so aussieht wie es leider eben aussieht, ist doch da kein Wunder, wenn weite Teile der Stadt und ganz besonders das Bahnhofsviertel quasi der Anarchie überlassen werden.

    Von Law&Order sind wir ja noch weiter entfernt als die Erde von Sagittarius A*.

    Wir reden hier vom Eingangstor zur Stadt, das erste wo fast jeder der die Stadt betritt hinmuss, und was entsprechend auch jeder Besucher der Stadt zu sehen bekommt. Da kann und darf man sich nicht hinter Ausreden verstecken (dein neuerlicher Einwand mit dem Personal wäre, wenn es so wäre, ein absolut sich selbst deligitimerendes Armutszeugnis für Politik und Polizeiführung), sondern hat dafür zu sorgen dass dort annehmbare Zustände herrschen. Wegen dem Viertel hat Frankfurt wieder einen absolut katastrophalen Ruf - und das leider Gottes auch völlig zu Recht.

    Das Hauptproblem ist aber nicht die schlechte Gestaltung (die Architektur ist bis auf die immer noch verkümmerten Dachbereiche so ziemlich mit Abstand die beste der gesamten Stadt) die aktuell ja schlicht an den Bauarbeiten hängt, sondern der totale Verzicht auf jegliche Durchsetzung geltenden Rechts. Das einzige wo Team Green sich durchzugreifen traut sind Fußballfans und Corona-Spaziergänger. Bei der wirklichen (zu überproportionalem Anteil rein importierten) Kriminalität und den Zuständen im Bahnhovsviertel dagegen wird aktiv weggeschaut.

    Sehe ich überhaupt nicht so. Die letzten inoffiziellen Entwürfe mit ihren drei Hochhäusern die noch vor dem Architekturwettbewerb veröffentlicht wurden fand ich bezüglich der Verteilung der BGF und auch der Gebäudehöhen sowohl für das Quartier als auch für die Skyline aber deutlich attraktiver als die derzeitige offizielle Planung.

    Ich hab von Josef noch nie viel gehalten, und bisher hat er noch keine Anstalten gemacht diese Meinung zu ändern. Dass er nicht so ein desolates Bild abgibt wie sein Vorgänger, ist ja nun wirklich nicht schwer - im Vergleich zu Peter F hätte selbst ein Sonderschüler auf dem OB-Posten als enorme Verbesserung gewirkt.

    Es kamen von Josef ein paar Ankündigungen, aber wo wird denn mal wirklich angefangen auch konkrete Maßnahmen in die Tat umzusetzen (und jetzt komme mir bloß nicht mit der unsinnigen bunten Farbe auf der Kaiserstraße). Eine Abkehr von der Politik des aktiven Wegschauens wird es allein schon aufgrund seines Parteibuchs definitiv auch mit ihm nicht ansatzweise geben. Aber genau das wäre nötig, um hier wenigstens mal die Hauptstraßen nicht ganz so wie das schlimmste Slum in der Bronx aussehen und stinken zu lassen. Von den indiskutablen Zuständen in den anderen Ecken des Viertels mal ganz zu schweigen.