Beiträge von Rohne

    Und wenn schon Gebäude, dann welche die sich mit der bereits gebauten Umgebung auseinandersetzen und diese aufwerten. Das was die Studenten sich da haben einfallen lassen ist dagegen nur wieder reine Look-at-me-Architektur die sich einen Sch**** um die Umgebung schert. Zum Glück werden das aber reine Studentenentwürfe bleiben und nicht in die Realität umgesetzt.

    Es ist halt nur ein benachbartes Gebäude mit Mansarddach, nicht die benachbarten Gebäude...

    Mit diesem sinnfreien Teilsatz hat man die Gestaltungssatzung eigentlich von vorneherein zu einem zahnlosen Tiger gemacht. Damit kann man Schritt für Schritt das gesamte zu schützende Quartier in eine Flachdachwüste umwandeln. Genau der gleiche Fauxpas auch bei vielen anderen Gestaltungssatzungen, wie u.A. derjenigen fürs Bahnhofsviertel, was uns auch in der jüngeren Vergangenheit einige furchtbare Bausünden in nicht großer Entfernung zu diesem Projekt beschert hat.

    Aber auch sonst scheinen diese Gestaltungssatzungen von gewissen Stellen konsequent ignoriert zu werden, denn mit Schiefer werden nur noch die wenigsten Dächer gedeckt, vielfach ist es doch nur billiges Blech.


    Wäre mal nötig den erwähnten Teilsatz zu streichen, und konsequent auf die Einhaltung der Satzungsvorgaben zu pochen. Mit einem ordentlichen Dach würde wohl auch der hiesige Neubau deutlich ansprechender aussehen. Von diesen wirklich furchtbar unförmigen Staffelgeschossen abgesehen macht das Gebäude ja sonst eigentlich eine ganz gute Figur.

    Leider auch einige vorerst extrem schlechte Nachrichten dabei: so behauptet die DB derzeit tatsächlich der Fernbahntunnel würde essentielle Bestandteile von FRMplus vollkommen unnötig machen, und ließe den oberirdischen Ausbaubedarf auf das Verschieben von ein paar Signalen und Weichen reduzieren. Konkret sind es vor Allem der viergleisige Ausbau in Sachsenhausen selbst in abgespeckter Form ohne Überwerfungen (hier fehlen eigentlich nur wenige hundert Meter Gleis fernab jeglicher Wohnbebauung im Bereich der Brücke über die Kennedyallee) und wohl auch die sogenannte "Kraftwerkskurve" (Anbindung der Main-Neckar-Brücke an die Hbf-Gleise 1-6) die man wider besseren Wissens für entbehrlich hält.

    Ebenso keinerlei Ausbauten im nächsten großen Engpass, nämlich dem ganzen Korridor Frankfurt-Hanau. Die nordmainische S-Bahn bringt hier keinerlei Entlastung, da allein S-Bahnen - großteils sogar nur im Halbstundentakt - vorbehalten, womit die Zugzahlen auf den schon heute überlasteten Bestandsgleisen zukünftig trotzdem höher sein werden als heute. Von Beschleunigungsbedarf in diesem Korridor (vA für die Deutschlandtakt-Fahrzeiten nach Würzburg) ganz zu schweigen. Und auch der Knoten Hanau selbst wird wohl eher nur ein sehr sparsamer Umbau und keiner der tatsächlich die Flexibilität schafft die für eine sinnvolle Ausnutzung der doppelten Ostanbindung des Tunnels eigentlich nötig wäre.

    Kann man nur hoffen, dass im Rahmen der noch ausstehenden Workshops diese Themen nochmal ganz oben auf die Tagesordnung kommen, denn ansonsten bleibt der Großknoten Frankfurt zumindest in seiner östlichen Hälfte einer der schlimmsten Engpässe im deutschen Netz.

    Wäre es eigentlich, wenn da nicht das Unwort Staffelgeschoss stünde. Passt zu einem Altbau mal überhaupt nicht. Heißt, wir werden uns wohl auf einen Anblick wie am Hauptbahnhof oder bei der Postdirektion einstellen müssen.

    Zwei zusätzliche Vollgeschosse sind auch mindestens eins mehr als bei Frankfurter Altbauten üblich. Also ob das Ergebnis wirklich ansprechend sein wird, bleibt abzuwarten.

    Furchtbare Nachrichten. Ist doch immer wieder interessant, welche dringend nötigen Stadtreparaturen (Bundesrechnungshof, Schauspielhaus, etc und jetzt eben hier) durch den sogenannten Denkmalschutz verhindert werden, während just die gleichen Ämter überhaupt kein Problem damit haben, wenn tatsächliche Baudenkmäler, so zB das Jügelhaus, bis zur Unkenntlichkeit verschandelt werden. Ich denke ich bin nicht der einzige, dessen Respekt vor diesen Ämtern mittlerweile gen null geht, und eine Radikalreform, weg von Nachkriegsschrottverherrlichung, Substanzfetischismus und Rekonstruktionsablehnung, hin zu gesunden Stadtbildern, für dringend nötig erachtet.


    Kann man nur hoffen, dass im Zuge der "Sanierung" auch derart viel Styropor an die Mauern geklatscht wird, dass sich die Bausubstanz und damit das Thema der weiteren Erhaltung dieser Bausünde in spätestens 20 Jahren aufgrund massiven Schimmelbefalls von selbst erledigt haben wird.

    Das wäre eine sehr sehr schlechte Inspirationsquelle, und das Holzhausenviertel wäre im Nu von lauter solchen Egotrips verschandelt. Auch wenn die direkten Nachbarn ob ihrer Schlichtheit ebenfalls zu wünschen übrig lassen, sie fallen im Gegensatz zu diesem - ebenfalls extrem schlichten und obendrein mit furchtbarer Fensteranordnung versehenen - Neubau wenigstens auch nicht extrem negativ auf. Und die nähere Umgebung weist ja trotzdem noch eine ganze Menge repräsentativer Gebäude auf. Also an diesem unförmigen Klotz kann ich wahrlich nichts positives erkennen.

    Abriss wäre in der Tat deutlich besser als der Erhalt dieses abweisenden fensterlosen Klotzes. Bei Neubau würde ich aber eher den Stil des noch recht jungen linken Nachbarn bevorzugen. Und natürlich wie dort ebenfalls mit Haube, so dass der Eingang der Goethestraße wieder wie in der Vorkriegszeit beidseitig damit eingefasst ist.

    Der Entwurf ist einfach unrettbar grausig. Erstmal sowieso viel zu hoch und bei weitem viel zu viel Baumasse. Und natürlich wieder nur der übliche architektonische Einheitsbrei mit Flachdach und ohne anständige Fassade, dafür mit teilweise verschobenen Fensterachsen (wahrscheinlich wieder der suboptimalen Lage der Treppenhäuser geschuldet) die diesem Unding noch den Rest geben. Grauenvoll! Und der benachbarte Altbau wird seines passenden Zwillings beraubt. Gegenüber dem Ist-Zustand eine massive Verschlechterung, selbst in Anbetracht des miserablen Erscheinungsbilds der entstuckten Altbauten.

    ChriStos Farbkleckse würden das ganze sogar erst richtig lächerlich wirken lassen.

    Der Wunsch dürfte doch eher aus der grauenhaften Erfahrung mit der gebauten Realität der letzten Jahrzehnte entspringen. Und insbesondere mit dem absolut unwürdigen Siegerentwurf für dieses Grundstück. Gegenüber dem wäre der aktuelle unbebaute Zustand tatsächlich eine Wohltat. Das gälte dann aber genauso gut für 95% aller anderen Bauvorhaben in Frankfurt. Von daher kann das nun sicher nicht der Anspruch sein.

    Alles steht und fällt allein mit der Qualität dessen was man da nun hinbauen will. Ein Entwurf der sich am gründerzeitlichen Vorgänger orientiert, oder zumindest in der Art des Hotels wenige Meter weiter nördlich, und dem Platz damit eine würdige Fassung gibt wäre in jedem Fall ein Gewinn und auch deutlich besser als die Freifläche. Ein renditeoptimierter Flachdach-Klotz aus der Konserve dagegen wäre ein Super-GAU.

    Einen der schönsten Türme mit genau der selben Höhe und zugehörigen Kubatur wie ich mir für den MT wünsche, finde ich immer noch den Library Tower - bzw neuerdings US Bank Tower - in Los Angeles. Ikonisch, formvollendet, zeitlos elegante Postmoderne mit ordentlich Setbacks, orientiert an den Art-Deco-Türmen. Und definitiv ein unverwechselbares Wahrzeichen.

    Nunja, das ist immer noch das Medium einer Interessengemeinschaft. Einer fairen Diskussion haben sich die Initiatoren der Schauspielhaus-Initiative nie verschlossen, es war doch immer die geballte Gegenseite die konsequent jeglicher Diskussion aus dem Weg ging, sei es durch ihrerseits einseitige Zusammensetzungen bei den eigenen Diskussionsrunden, oder eben auch das konsequente Ablehnen jeglicher Einladungen der Rekobefürworter (gab es mehrfache Fälle). Bei ähnlichen Plattformen von solchen realitätsfremden Ideologen wie den Initiatoren des Rad- oder Mietentscheids wäre die Zusammensetzung auch nicht anders. Wenn hier jemand das Thema unnötig vergiftet hat, dann waren das mal ganz eindeutig Stadt mit ihrer an Frechheit kaum noch zu überbietenden Handlungsweise gegen das erfolgreichste Bürgerbegehren in der Stadtgeschichte, und auch die Presse, die doch ihrerseits von Anfang an nur gegen die einzig sinnvolle Lösung gehetzt haben mit frei erfundenen Scheinargumenten, und der Gegenseite nie die Möglichkeit gegeben haben ihre Argumente vorzubringen!

    Naja, diese ganzen 60er/70er-Jahre-Siedlungen sind halt architektonisch furchtbarste triste Massenware und städtebaulich eine Vollkatastrophe. Schlimmer noch als die Zeilenbausiedlungen der 50er, und das will schon was heißen. Da kommt die Ghetto-Assoziation ganz automatisch. Jemand der es sich aussuchen kann würde freiwillig dort nie hinziehen, wobei Ausnahmen nur die Regel bestätigen. Andererseits ist der Mensch halt ein Gewohnheitstier. Wenn man sein ganzes Leben in so einem Käfig verbracht hat, findet man irgendwann tatsächlich noch irgendeine Art Gefallen daran.

    Von daher klar, dass solch ein furchtbarer Anblick immer direkt auch mit Ghetto assoziiert wird. Das wird sich auch nie ändern. Von daher wird man noch lange Zeit mit Luxustürmen dicke Bretter bohren müssen, und möglichst auch sich vieler dieser 70er-Jahre-Sünden entledigen müssen, bis das Wohnhochhaus nicht automatisch mit sozialen Problemen in Verbindung gebracht wird.

    Sehr wertig, aber leider an der falschen Stelle. In anderen Teilen der Stadt hätte man damit sicher ein positives Ausrufezeichen setzen können, aber zwischen den Gründerzeitlern passt diese 50er-Optik einfach nicht. Mal abgesehen davon, dass ich von vollwertigen Balkonen im Straßenraum generell eher wenig halte.

    Schneise durch den Wald würde es doch sowieso gar nicht geben. Ist ja schließlich keine Einseilbahn vorgesehen (wo das tatsächlich zu träfe) sondern nunmehr eine 2S-Bahn. Da Trag- und Zugseil getrennt sind, lassen sich deutlich größere Stützenabstände realisieren wo die Seile in einer Höhe verlaufen, dass die darunterliegenden Baumwipfel problemlos ohne jegliche Eingriffe überschwebt werden. Einzig für die 8 Stützen und die beiden Stationen ist Bauplatz nötig.

    Die ursprünglich für die ÖPNV-Variante avisierte 3S-Bahn wäre sogar mit Stützenabständen von mehreren Kilometern machbar.

    Ich halte von der Idee wenig bis gar nichts. Mit dem nördlichen Abschnitt durch Stiftstraße und Schäfergasse könnte ich sogar noch mitgehen. Aber der gesamte westliche Abschnitt ist in der Form ziemlicher Humbug. Abgesehen von der Haltestelle Rossmarkt gibt es jene Strecke schon deutlich effizienter unter der Erde. Man sieht direkt dass die beiden Sozen unbedingt einfach nur eine neue Trasse wollten, ohne sich jemals Gedanken über Bedarf und die tatsächlichen Verkehrsströme gemacht zu haben.

    Behaupten sie wollen die Altstadtstrecke entlasten, aber wollen ihre Trasse dann ausgerechnet am eh schon auch mit Autos ziemlich stark belasteten Theaterplatz genau in jene Altstadtstrecke einmünden lassen. Damit schafft man sich dort just den nächsten Flaschenhals, der zudem auch noch erwartbar enorme gegenseitige Konflikte mit dem Straßenverkehr haben wird. Und im Bahnhofsviertel bleibt alles beim Alten. Sinniger wäre in meinen Augen erstmal eine Straßenbahn durch die Taunusstraße zu legen, so dass auch die Linie 12 vor dem Hbf halten kann, und nicht mehr alles wild auf insgesamt drei Haltestellen zerfleddert werden muss. Das ergäbe dann auch andere Möglichkeiten für eine westliche Weiterführung einer etwaigen Tram in der Stiftstraße.

    Mal abgesehen davon, dass eine Straßenbahn am Kaiserplatz noch die letzten Reste der dortigen gründerzeitlichen städtebaulichen Konzeption beseitigen (man schaue sich mal die Vorkriegsfotos dieser Gegend an, was für ein wunderbarer Straßenzug das mal war, aber eine Straßenbahn passt da definitiv nicht ins Bild). Kaiserstraße und Kaiserplatz gehören in ihrer derzeitigen Form aber noch zu den ganz wenigen Ecken der Neustadt die überhaupt Aufenthaltsqualität aufweisen.

    Hoffen wir dass sich nach Corona (falls die Politik uns überhaupt jemals unsere unabhängig von Impfstatus und sonstiger Panikmache immerhin verfassungsmäßig garantierten Grundrechte zurückgibt), jemand findet, der das nötige Kleingeld und Risikobereitschaft hat. Zu wünschen wäre es sehr. Im Zuge dessen hoffe ich auch auf eine Sperrung des Gipfelplateaus zumindest für den MIV (auch auf die Bushaltestelle kann man dann gut und gerne verzichten), möglichst zusätzlich auch der L3024 zwischen Parkplatz Windeck und Sandplacken.


    Immerhin lassen sich Seilbahnen innerhalb weniger Monate durch Neue ersetzen. Die Möglichkeit bestünde also weiterhin, dass irgendwann doch mal die ursprünglich vorgeschlagene 3S-Bahn kommt (und vielleicht auch doch mal in den RMV aufgenommen wird), die auch in der Lage ist Fracht zu transportieren. Damit ließen sich die erwähnten Straßen dann sogar zu einfachen Waldwegen zurückbauen.


    Rhein-Main macht einfach viel zu wenig aus seinem höchsten Berg. Die meisten anderen Städte beneiden Frankfurt um seinen Hausberg, und die allermeisten würden ihren Bewohnern dort auch viel mehr Freizeitmöglichkeiten bieten oder das sogar zu einem eigenen touristischen Anziehungspunkt entwickeln. In Singapur hat man sowas sogar in einen kompletten Freizeitparkt verwandelt, bei uns dagegen haben selbst Aussichtsturm und Gastronomie im Sommerhalbjahr sogar an langen Wochenenden geschlossen...

    War von diesen unsäglichen Politikdarstellern leider nicht anders zu erwarten. Bürgerentscheide werden nur ernst genommen, wenn das Ziel der linken Mainstream-Meinung entspricht, dann reichen sogar schon deutlich weniger Unterschriften. Leider viel zu viele Verantwortliche die sich an der durch Krieg und "Wiederaufbau" herbeigeführten Hässlichkeit der Stadt ergötzen, und diese Beleidigung der Augen für alle Ewigkeit zementieren möchten. Sind vom Geisteszustand wahrscheinlich die gleichen, die es auch geil finden, wenn immer größere Teile der Stadt versiffen im Dreck versinken, und die unmöglichen Zustände im Bahnhofsviertel so schön "urban" finden.


    Und die Sache mit dem Osthafen, dass nicht mal Kultur dort erlaubt sein soll, ist eine Posse wie man sie nur in Deutschland finden kann...

    Kann gar nicht so viel fressen wie ich...

    Nicht ansatzweise so sehr Platzverschwendung wie die Kleingärten. Da ist ja jede einzelne Parzelle häufig sogar größer als EFH-Grundstücke, und hinzu kommt noch die extra Wohnung, oftmals in irgendwelchen furchtbaren 50er-Jahre-Zeilenbau-Siedlungen oder 70er-Ghettos, deren Bevölkerungsdichte ebenfalls nicht viel höher ist als in einer typischen Großstadt-EFH-Siedlung. Gegenüber diesen scheinbar leider unantastbaren Fehlern (diese pseudo-Nachverdichtung in Form von Aufstockungen und schlecht platzierten Neubauten auf Freiflächen ist eher ein schlechter Witz) sind Einfamilienhausgebiete ja noch regelrecht dicht und urban. Und schöner anzuschauen in den meisten Fällen sowieso.

    Geschosswohnungsbau wird in Frankfurt leider auch viel zu selten in akzeptabler Qualität abgeliefert. In der Regel sind es ja leider doch sinnfrei in die Gegend geschmissene Flachdach-Bauklötzer die dem öffentlichen Raum alles andere als eine angenehme Tapete geben. Und wirklich urban und dicht, so wie in den tatsächlich vorbildhaften Gründerzeitgebieten darf ja gemäß den völlig aus der Zeit gefallenen deutschen Baugesetzen gar nicht erst gebaut werden. Nicht vergessen sollte man aber, dass auch in der Gründerzeit viele wunderschöne Villengebiete in zentrumsnaher Lage wie Holzhausenviertel, Teile vom Westend oder die riesigen Kolonien in Dresden und Berlin entstanden sind. Auch wenn die heutigen EFHs häufig nicht gerade mit jenen Kolonien zu vergleichen sind.

    Also hier liegt die Wurzel des Übels aber doch eher ganz woanders begraben, da sind die Einfamilienhäuser in der Liste der Kritikwürdigkeiten eher ziemlich weit unten anzusiedeln.

    Auch die Bundesstraßen verbleiben natürlich bei Hessen Mobil.

    Insgesamt sehe ich das ganze zwiegespalten: einerseits erhoffe ich mir, dass die Planung und Umsetzung der unzähligen vordringlichen Ausbauprojekte in Rhein-Main bald endlich erheblich schneller vorangeht. Das was Hessen Mobil diesbezüglich abgeliefert hat in den letzten Jahren, ist leider einfach nur als schlechter Witz zu bezeichnen. Bleibt aber abzuwarten, ob die Hoffnung tatsächlich erfüllt wird, wenn der Sitz der für uns zuständigen Niederlassung sich ausgerechnet in Montabaur befindet - weit entfernt von den tatsächlichen Stau-Hotspots und ausgerechnet basierend auf den Strukturen einer der bisher eher zu den ineffizientesten gehörenden Straßenbaubehörde. Aber wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und viel langsamer als unter Hessen Mobil, kann es eigentlich eh nicht vorrangehen.

    Andererseits allerdings fürchte ich um einige Errungenschaften, die Hessen bisher extrem positiv von allen anderen Bundesländern abgehoben haben. Als da zum einen die gegenüber der gesamtdeutschen RWBA deutlich besseren Regeln für die wegweisende Beschilderung wären, die ganzen Projekte im Bereich der Telematik (Wechselwegweisung, Standstreifenfreigaben, etc) und ganz besonders auch das hessische Baustellenmanagement. Während in anderen Bundesländern selbst zu Unzeiten Fahrstreifen wegfallen und der Verkehr sich endlos und ohne Grund mit 60 dahinquälen muss, bleiben in Hessen auf belasteten Strecken alle Fahrstreifen erhalten, und vielfach sogar derart breit, dass sogar 100km/h zugelassen sind, was dem Verkehrsfluss erheblich zu Gute kommt.

    Dass das Seilbahn-Thema nur wegen von angeblichen Sättingungstendenzen betroffener Hersteller lanciert wurde, ist ein Ammenmärchen das besonders unter Bahnjunkies kursiert, denen jeglicher Blick über den Tellerrand fehlt. Wahr ist daran aber nichts. Die Hersteller haben noch auf lange Zeit mehr als genug zu tun, zumal auch regelmäßig die bestehenden Anlagen in den Skigebieten aufgrund der starken Auslastung durch größere ersetzt werden müssen.

    Stattdessen ist das Thema deshalb auf der Tagesordnung, weil Seilbahnen in bestimmten Bereichen auch im ÖPNV höchst sinnvoll sein können. Der Durchbruch war halt erst durch das Netz in La Paz, wo die Topografie die Stärken der Seilbahn besonders herausstellt. Aber auch in und um Frankfurt gibt es durchaus ein paar Relationen, wo es niemals eine Schienenstrecke geben wird, aber eine Seilbahn höchst sinnvoll und effizient wäre (von der hohen touristischen Bedeutung fangen wir besser gar nicht erst an), und zudem auch viel schneller und günstiger umgesetzt werden kann. Louisa - Waldstadion (P+R) - und möglichst weiter zum S-Bahnhof Stadion, Kaiserlei (P+R) - Eissporthalle, und ganz besonders natürlich die Strecke von der Hohemark (P+R) zum Feldberg rauf sind in meinen Augen überaus sinnvoll. Letztere sicherlich vorrangig auch touristisch, aber hätte auch im ÖPNV durchaus Nutzen gehabt. Zusammen wäre das immer noch extrem lohnend, und ich hoffe, dass die Seilbahn dann wenigstens in der touristischen Variante zeitnah kommt. Grade der Feldberg fristet ja nur ein Schattendasein. Außer Rumwandern gibts kaum was mit dem man sich oben die Zeit vertreiben kann. In vielen anderen Ländern hätte man da eine Touristenattraktion draus gemacht, aber da wir in Deutschland sind, gibts grade mal einen meistens geschlossenen Aussichtsturm und ein paar Bierstände, die ebenfalls öfter geschlossen als auf haben. Ein absolutes Unding zudem, dass auf den Berg der sich fast 800 Meter über Frankfurt erhebt, keine Seilbahn hochführt, aber dafür umso mehr Straßen hochführen und das Gipfelplateau nichts anderes ist als ein - im Winter hoffnungslos überfüllter - Parkplatz.