Beiträge von Rohne

    Warum muss es denn immer nur entweder-oder geben? Eine vernünftige Planungspolitik hat definitiv einen Blick auf die Dimensionen der Gebäude. Das Extrembeispiel Hochhaus neben Villa ist definitiv kein guter Städtebau. Da kann es schon Sinn machen in einigen Lagen bis aufs EFH runter zu gehen. Wobei ich da eher für richtige Villenkolonien, ebenfalls wieder architektonisch und städtebaulich nach Vorbild derer aus der Kaiserzeit (Holzhausenviertel, Dichterviertel, B-Zehlendorf, DD-Weißer Hirsch), wäre als für die seelenlose US-Suburbia. Ob so ein Haus jetzt 1 Million kostet, oder 2, leisten kann es sich der Ottonormalverbraucher derzeit ohnehin nicht mehr.

    Man muss leider auch zugeben, dass das was an Geschosswohnungsbau hierzulande und besonders in Frankfurt in letzter Zeit so geplant und umgesetzt wird, zu 99% furchtbarste Stangenware ist. Grobschlächtige monofunktionale und meistens weiße oder graue Schuhkartons, gegen die die meisten Einfamilienhäuser ja sogar regelrechte Augenweiden sind.

    Rechtfertigt natürlich nicht die CDU-Position, dort gleich derart massiv die Zahl der WE reduzieren zu wollen. Wobei die Ideen für das ganze Baugebiet eigentlich auch so schon derart missraten sind mittlerweile - kein anständiger Städtebau in Sicht, keine Bebauung westlich der A5, aber dafür mit einer zur Oldtimer-Tram missbrauchten U7 die in sinnfreien Schlangenlinien herumkurven soll - dass man wohl besser erstmal ganz auf das Gebiet verzichtet. Bis endlich auch mal die Politik zur Vernunft kommt. Bei anständiger Planung ließen sich dort auch locker mehr als doppelt so viele WE realisieren als derzeit geplant. Aber dazu braucht man halt Politiker, Planer und Architekten die aus ihrem Pseudo-Bauhaus-Stil ausbrechen und endlich wieder anfangen richtige Stadtbaukunst betreiben zu wollen.

    Deutschland und seine schwachsinnigen Abstandsflächen... aber immerhin sieht der Entwurf gar nicht so schlecht aus.

    RLP sieht aus der Ferne auf den ersten Blick recht interessant aus, bei näherem betrachten dann aber doch recht technokratisch. Rein von der Architektur her ist Ingenhoven ziemlich gut, aber die zerstörte Fluchtlinie an der Europaallee (so furchtbar hässlich sie auch sein mag) ist dann doch ein schwerwiegender städtebaulicher Fehler. Von daher hat hier auch in meinen Augen der beste Entwurf gewonnen, denn über die anderen Entwürfe äußere ich mich besser nicht... :D

    Aber ziemlich schlimm, wie hier generell aus Anbiederei an die derzeitigen Ideologen in der Frankfurter Stadtregierung die Entwürfe mit lauter unnützem Gestrüpp zugekleistert wurden, da bin ich voll bei Äppler.

    Mit der aktuellen Stadtpolitik werden die Löwen noch Jahrzehnte in der aktuellen Eissporthalle spielen müssen. Ich sehe da ehrlich gesagt kein Licht am Ende des Tunnels bezüglich der Multifunktionshalle.

    Find den Standort Festplatz auch alles andere als geeignet für die Europäische Schule. Mainwasen mit Neuordnung der dort verschwenderisch schlecht arrondierten Flächen wäre städtebaulich erheblich besser. Zumal der Messeparkplatz, der vorgeschlagene Ausweichstandort für die Dippemess, viel viel besser als leicht erschließbares urbanes Wohngebiet (siehe die Vorschläge von Karl Richter) geeignet wäre.


    Kleine Seitenbemerkung am Rande, aber Tunnelklick erwähnte schon die 16000qm für 40 Kleingärten... auf der selben Fläche könnte man auch 80 Gebäude nach der Art des "Bremer Hauses" (oder selbst die furchtbaren neuzeitlichen Reihenhäuser) realisieren, und da wäre die Wohnung auf dem Grundstück so gar schon mit dabei...

    Gerd-Dietrich Bolte von DB Netz legt nochmals dar warum ein viergleisiger Ausbau von Frankfurter Südbahnhof nicht zielführende ist. U.a. weil 50 Häuser in Sachsenhausen abgerissen werden müssten, und der Südbahnhof sich infolge dieses Ausbaues nicht adäquat beim ÖPNV (S-Bahn) und MIV (Straßenraum und Parkplätze) kapazitiv erweitern ließe.

    Das hast du leider sehr missverständlich widergegeben. Bolte bezieht sich mit dieser Äußerung auf gar keinen viergleisigen Ausbau. In der FAZ steht was von 4 zusätzlichen Gleisen am Südbahnhof, was wohl auf die Forderung einiger Fantasten eingeht, den Hbf einfach zum Südbahnhof zu verlegen. Alternativ bezieht er sich auch oft auf die ursprünglichen FRMplus-Planungen mit großzügigem Umbau von West- und Ostkopf des Südbahnhof mit mehreren neuen Überwerfungsbauwerken. Wobei es bei letzterem nur eine Handvoll betroffener Gebäude wäre, die Zahl 50 hingegen deutlich übertrieben und wohl wirklich nur auf die Verlagerung des Hbf nach Sachsenhausen bezogen.

    Darum ging es aber eh noch nie wirklich, und auch um den ursprünglichen FRMplus-Ausbau geht es schon seit einiger Zeit nicht mehr. Wenn derzeit von vielen Leuten immer noch zu Recht ein viergleisiger Ausbau gefordert wird, geht es dabei einzig um das Durchstechen der beiden Gleise 7+8 vom Südbahnhof (diese werden derzeit Höhe S-Bahn-Station Stresemannallee höhengleich in die benachbarten Gleise 5+6 eingefädelt) zur westlichen Hälfte der Main-Neckar-Brücke. Um damit den nordmainischen Regionalverkehr von der schon seit langem komplett überlasteten östlichen Brückenhälfte weg auf die westliche Hälfte (die noch massig Kapazitäten frei hat, da sie derzeit fast ausschließlich von Zügen der Main-Neckar-Bahn genutzt werden kann) zu verlagern, und damit zusammen mit der Kraftwerkskurve dafür zu sorgen dass der Ost-West-Fernverkehr überhaupt erst ohne jede Menge Konflikte mit dem sonstigen Verkehr im südlichen Bereich des Hbf gebündelt werden kann, und damit die dritte Niederräder Brücke auch erst ihren Zweck erfüllen kann. Dazu erforderlich sind nur wenige hundert Meter neu zu verlegendes Gleis, ausschließlich innerhalb des Gleisdreiecks Höhe Kennedyallee. Da der Bahndamm dort recht breit ist und problemlos durch eine Stützwand ersetzt werden kann, müssten nichtmal die dortigen Tennisplätze darunter leiden. Aber selbst diesen absolut unabdingbaren Ausbau umzusetzen weigert sich die Bahn derzeit leider mit Händen und Füßen und gibt sich öffentlich der Hoffnung hin dass der Fernbahntunnel ganz allein schon alle Probleme irgendwie lösen würde, es keinerlei Verkehrswachstum für die nächsten 20 Jahre gibt und damit vorher schon zusätzliche Kapazitäten nötig wären, und der Tunnel wenn einmal eröffnet niemals nicht auch nur für eine Minute gesperrt werden wird. Sehr sehr blauäugige Strategie leider, und von vornherein zum Scheitern verurteilt.


    Bezüglich des Quertunnels frag ich mich halt immer noch was dagegen spricht den schon bestehenden einfach aufzuwerten und zu verbreitern, und mit den nötigen Zugängen zu den beiden Tiefbahnhöfen (S-Bahn und Fernbahntunnel) zu versehen. Breitere Treppenabgänge kann man an anderer Position auch nicht realisieren, weil die oberiridschen Bahnsteigbreiten der limitierende Faktor sind.

    Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, und wir können froh sein dass dem zumindest dem Anschein nach halbwegs noch so ist. Rein interessehalber: wenn Antifa und co die halbe Stadt in Schutt und Asche legen (EZB-Eröffnung, G20 in Hamburg, eigentlich so ziemlich jede einzelne andere "Demo" und "Gegendemo" wo diese Terroristen ganz vorne mit dabei sind), das muss natürlich unbedingt immer weiter genehmigt werden...?

    Ist doch einfach nur eine reine Schnapsidee, wo man schon aus dem Stehgreif auf hunderte Gegenargumente kommt (Gesamtkosten locker in mindestens dreistelliger Milliardenhöhe bei unterirdisch schlechtem NKV, A661 müsste durchgängig mindestens zwölfstreifig ausgebaut werden und der Lückenschluss bei Darmstadt ist eh überhaupt nicht in Sicht, extrem ungünstige Lage seines neuen Hbf im städtichen ÖPNV und für die allermeisten Zulaufstrecken, etc etc). Nein, da sind wir mit dem Fernbahntunnel deutlich besser bedient.

    Das einzige Problem ist und bleibt die Tatsache, dass man bei Bahnens wider besseren Wissens damit immer noch meint, die beiden wichtigsten der zwingend nötigen und längst überfälligen oberirdischen Ausbauten (Kraftwerkskurve und viergleisiger Ausbau Höhe Kennedyallee) auf die lange Bank schieben zu können und so vielleicht irgendwann gar nicht mehr realisieren zu müssen. Gerade aber in der gesamten Zeit vor Tunneleröffnung (die mit heutigem deutschen Planungsrecht frühestens in den 40er Jahren stattfinden wird, und auch danach während den sicherlich regelmäßig mal auftretenden Sperrungen) wären diese beiden Ausbauten enorm wichtig um überhaupt den Verkehr im Knoten wenigstens halbwegs am Laufen zu halten.

    Häh, Clinton und Obama und erfolgreich? Hab ich was verpasst? Der eine hat mit seiner Politik maßgeblich die Blase angefeuert die in der Finanzkrise von 2007/2008 geplatzt ist, der andere trägt neben Bush Junior die Hauptverantwortung dafür, dass Russland uns jetzt wieder feindlich entgegensteht.

    Feldmann konnte ich noch nie leiden. Er hätte wohl auch gar keine Chance gehabt, wenn die CDU nach Petra Roth nicht konsequent derart unterirdisches Personal aufgestellt hätte. 2012 war ihr Kandidat der jetzt neue Mininsterpräsident, der es seinerzeit aber mit wenigen Aussagen geschafft hatte so ziemlich die gesamte Eintracht-Fanszene gegen sich aufzubringen (und erst vor kurzem wieder ähnlich ausfallend wurde). Etwas was bei Wahlen mit derart niedriger Beteiligung durchaus den Ausschlag in die eine oder andere Richtung geben kann. Und von der Wahl 2012 sprechen wir leider gar nicht erst...

    Von Boris Rhein selbst kann man nur hoffen dass er zukünftig zum Thema Fußball und Fans endlich komplett auf jegliche Aussagen verzichtet, und sich stattdessen vorrangig um das kümmert was er hier in seinen ersten Amtstagen (siehe oben) angekündigt hat.

    Ich sehe es genau wie der FDP-Politiker. Diese leider ja schon aus den 70ern bekannte Unsitte irgendwelche sinnfreien Hochhäuser (egal ob 60, 100 oder auch nur 40m) wild über die Stadt zu verteilen, ist einfach nur ein Hinweis auf die totale Unfähigkeit anständigen Städtebau zu betreiben.

    Aber die Texte in dem Planungskonzept sind ja generell ein starkes Stück. Architektur und Stadtbild sind vollkommen unbedeutend geworden, es geht nur noch um 'Irgendwas mit Nachhaltigkeit'. Und ausgerechnet auf dem Grundstücksteil wo der erhaltenswerte stadtbildprägende aber leider abzureißende Altbau steht, dann die Pfeile hinzusetzen von "Material & Nachhaltigkeit" und "Ort & Geschichte als identitätsstiftende Faktoren" grenzt ja schon an Frechheit. Noch offensichtlicher kann sich diese Pseudo-Öko-Ideologie doch wirklich nicht mehr selbst entblößen...

    Die ganze Woche bisher in Summe vielleicht 10 Stunden geschlafen. Und will lieber nicht ausrechnen was ich seit wir wieder vollzählig reindürfen an Geld ausgegeben habe bis einschließlich heute früh. Aber dafür lohnt sich das. Und nächste Saison Champions League

    Das ist genau das was ich meinte in meinem letzten Beitrag. Diese Ausfädelung zum Flughafen zeigt tatsächlich ziemlich gut die Situation wie sie auch hier höchstwahrscheinlich entstehen wird. Einfach das Bild um 180Grad drehen und die Gebäude der Umgebung hinzudenken... Das einzelne neue Gleis wird wegen der Höhenproblematik mit der Gerbermühlstraße halt nicht direkt in die Strecke aus Offenbach einfädeln können sondern erstmal noch eine Ebene höher zu liegen kommen und per Rampe nach unten geführt so dass die Weiche zur Einfädelung in das Gleis aus Offenbach dann gemäß der Grafik in Schmittchens Beitrag erst Höhe Siemensstraße liegen wird.


    Eine Gleisführung wie in Tunnelklicks Skizze dagegen würde keine Probleme lösen. Sämtliche Kreuzungskonflikte blieben da erhalten, nur dann in den jeweils umgekehrten Fahrtrichtungen. Plus zusätzliche Kreuzungskonflikte für sämtlichen Güterverkehr vom/zum Ostbahnhof der im Südbahnhof zwingend über die südlichen Bahnhofsgleise laufen muss um die Strecken zum Forsthaus oder nach Darmstadt zu erreichen.


    Bahnhofshalle am Südbahnhof wäre echt was feines. Muss nicht genau die gleiche sein wie sie schon einmal dort stand, aber Form und Dimension sollten dem schon sehr nahe kommen. Wird mit der aktuellen DB Netz aber leider nicht passieren. Außerhalb von Berlin reißen die lieber sogar noch bestehende Bahnsteighallen ab und ersetzen diese mit ihren seelenlosen neuen Standard-Bahnsteigdächern die nicht mal ansatzweise die Eleganz der noch in den 90ern in großen Mengen (u.a auch am Hbf die Bahnsteige 2/3 und 6-9) verbauten seriellen Bahnsteigdächer von gmp haben.

    Die Brücke wird sicherlich nur zweigleisig werden. Mit einem bloßen zusätzlichen Gleis entlang der bestehenden Linienführung beseitigt man ja noch keine Kreuzungskonflikte was aber das Ziel des zusätzlichen Gleises sein soll. Anhand der Beschreibung und der aktuellen Situation ist eher zu vermuten, dass dieses neue Gleis dem Verkehr Ostbahnhof -> Hauptbahnhof Südseite dienen wird, dazu knapp südlich der neuen Brücke aus der Strecke ausfädelt und dann (im Gegensatz zu den Hauptgleisen die weiterhin wie bisher südlich der Gleise aus Offenbach verlaufen) auf der Nordseite der Strecke durch Sachsenhausen zu liegen kommt - just dort ist der Bahndamm auch bereits für ein fünftes Gleis vorbereitet. Irgendwo zwischen Seehofstraße und Lokalbahnhof würde es dann wohl in das Richtungsgleis Offenbach -> Südbahnhof Gleis 5 einfädeln. Allein auf diese Art würde sich die beschriebene Zielsetzung erreichen und zumindest ein paar der schlimmsten höhengleichen Kreuzungskonflikte in Sachsenhausen vermeiden lassen. Möglicherweise wird dazu aber das Gebäude Gerbermühlstraße 90 weichen müssen. Man wird sehen...

    Ist leider trotzdem alles nur Stückwerk. Ohne Kraftwerkskurve am Hbf und viergleisigen Ausbau des kurzen zweigleisigen Engpasses Höhe Kennedyallee werden die oberirdischen Anlagen auch nach Eröffnung des Fernbahntunnels ein verkehrlicher Alptraum bleiben der weiterhin unzählige Verspätungsminuten verursacht. Aber das gehört dann eher in den anderen Thread.

    Naja, diese Argumentation ist schon sehr weit an den Haaren herbeigezogen. Es ist ja nicht nur das Finale das einem dadurch entgeht (und schon eine sehr seltsame Argumentation überhaupt zu behaupten dass sowas der Hauptstadt vorbehalten wäre), sondern mit dieser Größenordnung die auch im deutschlandweiten Vergleich gerade mal zu "unter ferner liefen" gehört, ist die Gefahr sehr groß dass man überhaupt nicht erst als Austragungsort in Frage kommt. Turniere im Basketball und co finden ja an deutlich weniger Standorten statt als beim Fußball.

    Und auch die ganzen anderen Veranstaltungen - UFC, gewisse größere Konzerte, Europa-Spiele der US-Ligen etc - würden dann eher weiter in Köln und Mannheim stattfinden als in Frankfurt, das dann zwar zwei Hallen in der Dimension der Festhalle hätte, aber absolut nichts wo man überhaupt irgendwo punkten könnte

    Ich finde, der neue alte Vorschlag ergibt für den Sport viel Sinn, wenn man den bisherigen aberwitzigen Weg zu dieser Erkenntnis außen vor lässt. Die Anbindung steht, Baurecht vorhanden und eine angemessene Kapazität. Ich werde die Begeisterung der Löwen und Volleys für The Dome nie verstehen. Spiele in dieser überdimensionierten Arena mit (niedriger) vierstelliger Zuschauerzahl stelle ich mir sehr trostlos vor.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die ca 13000 Plätze die früher und jetzt wieder am Stadion, bzw bis vor kurzem am Kaiserlei vorgesehen sind/waren, sind nicht viel mehr als die Festhalle heute schon hat. Mit so einer Minihalle lockt man absolut gar niemanden an dem nicht auch schon die Festhalle ausreichen würde, und da Hamburg, Mannheim, Berlin, Köln und weitere allesamt deutlich mehr Kapazität haben, hätte Frankfurt damit nichtmal die Chance mit irgendwelchen wichtigen Spielen internationaler Wettbewerbe im Basketball, Eishockey etc bedacht zu werden. Da ist die Dimensionierung des Dome-Projekts deutlich vorteilhafter, zumal man bei 20000 Plätzen auch zwei richtige Ränge ausbilden kann, und davon den oberen bei Bedarf eben einfach unbesetzt lässt und optisch abtrennt wie es in einigen Hallen in Übersee auch gemacht wird.

    Häh, wo bitteschön respektiert dieses Gebäude denn auch nur ansatzweise den historischen Kontext? Die Maßstäblichkeit steht doch im kompletten Widerspruch zu dem was vorher dort stand und dem wenigen das halbwegs unbeschadet den Krieg und den katastrophalen Wiederaufbau überlebt hat.

    Es ist für sich gesehen sicherlich nicht das schlechteste Gebäude aus seiner Zeit, in solch seelenlosen Vierteln wie dem Riedberg oder Europaviertel würde es wohl sogar als ein echter Hingucker bewertet. Aber in der Altstadt gibt es leider keine sonderlich prickelnde Figur ab. Und gerade das Bauschild kann man ja wohl einfach nur noch als Frechheit auffassen.

    Alles andere als die historisierende Variante wäre ein absoluter Frevel und eine Schandtat an dieser schönen Stadt. Wobei mir da Heide nicht so sonderlich gefällt, denn bei ihm fehlt das geneigte Dach (stattdessen wieder mal ein ödes Flachdach) und der Ostteil und auch die Rückseite gehen mal überhaupt nicht. Zumindest zur Louisenstraße hin sieht das bei HPP und GMP deutlich besser aus als bei Heide. Die Rückseite zum Kurpark weiß allein bei HPP zu gefallen.

    Ich kann dem Turm gar nichts abgewinnen. Sieht aus wie ein stinknormaler Quaderbolzen, dessen Architekt das Lineal nicht gerade halten konnte. Wenn man in den Augen mancher gerade sowas braucht um Abwechslung rein zu bringen, dann sagt das nun wirklich nichts positives über die heutige Architektur aus. Zu allem Überfluss hat man mit diesen versetzten Etagen auch noch die komplette Sockelzone jeglicher Anmut beraubt.

    Definitiv einer der schlechtesten Entwürfe dieses Architekturbüros, das generell nur wenig wirklich sehenswertes hervorgebracht hat. Das meiste aus seiner Feder ist ja doch nur die übliche schlecht proportionierte Look-at-me-Architektur, so auch hier.

    Architektonisch eine eindeutige Verschlechterung. Der aktuelle eher postmoderne Zustand versprüht wenigstens noch einen Hauch von Eleganz. Dieses modische Fensterchaos mit wild zur Straße angeordneten Balkonen dagegen erregt ja schon auf den Visualisierungen Augenkrebs. Das kann die angetäuschte Unterteilung in mehrere Gebäude auch nicht mehr retten.

    Zwischen den Kreuzungsbauwerken Stadion und Neu-Isenburg ist zudem Linksbetrieb geplant. Das zusätzliche Gleis im Bahnhof N-I ist nur für die nach Norden führenden RTW-Züge vorgesehen. Die nach Süden fahrenden Züge sollen entlang der Main-Neckar-Bahn das entsprechende S-Bahn-Gleis mitbenutzen.

    Womit N-I zu den vielen Stationen gehört wo in mindestens einer Richtung auf dem S-Bahn-Gleis gehalten wird. Eigentlich wäre es daher viel sinnvoller die RTW mit 96cm statt den derzeit vorgesehenen 80cm Einstiegshöhe zu betreiben. Abgesehen von ein zwei Stationen in Frankfurt wird ja nirgends ein U-Bahnsteig mitbenutzt und eine Weiterführung im U-Bahn-Netz dürfte auch nicht sonderlich sinnvoll sein.