Beiträge von Rohne

    Ähnliches Pendant zu den Konzerten waren sicherlich die Böhsen Onkelz Anfang Juli, ebenfalls für zwei Tage und an beiden Tagen mit jeweils deutlich über 60000 Besuchern ausverkauft. Da die Bühne in der Spielfeldmitte war und damit alle Tribünen genutzt werden konnten höchstwahrscheinlich sogar mehr Besucher als bei anderen Konzerten. Frage ist halt wie stark sich hierbei die Hotelaffinität der Besucher die nicht zumindest aus dem weiteren Umland kommen unterscheidet. Und wie es den Rest des Julis weiterging mit Veranstaltungen im Waldstadion hab ich grad auch nicht auf dem Schirm.

    "Schmarotzer" ist da aber eher die Stadt Frankfurt selbst mit ihrem irrwitzig hohen Hebesatz. Nimmt mehr Geld ein als alle anderen deutschen Großstädte, und schafft es dabei trotzdem nicht einen halbwegs ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Dass man in anderen Kommunen selbst in der Nähe nicht den sozialistischen Weg des viel-hilft-viel geht und die Steuerschraube weit überdreht, kann man denen nun wirklich nicht vorwerfen. Im Gegenteil, das Problem ist immer zuallererst da zu suchen wo die Steuersätze hoch sind, nicht da wo sie niedrig sind. Wobei generell der gesamte deutsche Finanzföderalismus heutzutage nur noch eine dysfunktionale Krankheit ist, wo der Bund oder das Land den Kommunen Aufgaben auftragen anstatt sich selbst darum zu kümmern, die dann zusammen teils weit über 90% der kommunalen Haushalte binden. Aber das ist ein anderes Thema.

    Wenn aufgrund der Gewerbesteuer das Wachstum bei Rechenzentren sich dann stärker ins Umland verlagern sollte, ist das halt so. Hauptsache es bleibt in Rhein-Main. Städtebaulich verspielt man ja keine Chancen dadurch.

    erhebliche Verbesserung der Verkehrsanbindung - sowohl im ÖPNV als auch deutlich flüssigerer Verkehr auf der Straße uA durch mehr Kapazität der Anbindung von/zur A3 - ist auch schon ohne eines der beiden Projekte dringend notwendig.

    Ich erwarte von der Stadtregierung hier endlich ein vernünftiges Ausbaukonzept zu erarbeiten und schnellstmöglich umzusetzen, das auch dann noch funktioniert wenn im ausgebauten Waldstadion und gleichzeitig in der Halle ausverkaufte Veranstaltungen stattfinden.

    Wegen der geografischen Lage des Standorts: der Standort ist umgeben von vor allem reinem Wohngebiet ohne großartig Innenstadt-Nutzungen, und halt der Messe. Die wenigsten Büroarbeiter sind aber regelmäßig in der Messe anzutreffen, und im ÖPNV hat man eigentlich nur die U4 (bzw die weitgehend parallel verlaufende Straßenbahn). Das ist ein ganz massiver Nachteil gegenüber jedem nur denkbaren Hochhausstandort im Bankenviertel. Nicht so schlimm wie draußen in Eschborn oder Niederad, aber eine attraktive Lage ist nun wirklich was anderes.



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    Vertane Chance hin oder her, es ist leider unübersehbar dass sich auf dem Frankfurter Büromarkt diese 140m Planung unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlich kaum lohnen kann. Lage ist nicht unbedingt die beste, da bereits relativ peripher.

    Und generell werden wir uns damit abfinden müssen dass die Zukunft nicht gerade viele interessante Hochhausprojekte mehr bringen wird. Wohnhochhäuser will die aktuelle Stadtpolitik nicht mehr, und der Büromarkt folgt einfach nur der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ist daher schon mit dem bestehenden Angebot komplett übersättigt. Die Deutschen, vor Allem in Westdeutschland und insbesondere in den Großstädten, haben es nunmal vorgezogen mehrheitlich Parteien zu wählen die uns den wirtschaftlichen Niedergang erst eingebrockt haben und die weder willens noch in der Lage sind diesen Kurs zu beenden.

    Und so lange das so ist, müssen wir uns darauf einrichten auf absehbare Zeit nur mehr deutlich kleinere Brötchen zu backen. Die fetten Jahre sind endgültig vorbei. Ist nicht schön, aber leider nunmal Tatsache.

    Unter diesen Umständen ist die aktuelle Planung wohl das Maximum das noch möglich war. Es bringt uns ja auch nichts wenn der Investor sich überschätzt und pleite geht, und wir dann so eine Bauruine haben wie die Hamburger mit ihrem Elbtower.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Eine faktenfreie Behauptung. Im Bereich der Schienenbahnen gibt es praktisch keine Türen ohne Klemmschutz, sei es über Lichtschranken oder mittels Sensoren in den Türblättern (oder beidem), also: weder allesamt noch ohne diesen "Unfug".

    Faktenfrei ist eher dein weltfremder Theoriekram, die Praxis sieht völlig anders aus. Keine U-Bahn oder Straßenbahn oder ET 420 hat jemals solche Probleme gehabt wie diese sinnfreien Lichtgitter. Wenn der Zug losfahren will, schließen sich die Türen, und man muss als Fahrgast schon mutwillig in die Tür greifen um das Schließen zu verhindern. Bei diesen dämlichen Lichtgittern dagegen kann der Schließvorgang überhaupt nicht eingeleitet werden weil nur ein Leuchten und Piepen kommt aber die Tür sich nicht bewegt bis überhaupt nichts mehr detektiert wird. Noch dazu muss man ziemlich weit im Zug drin stehen, um außerhalb des Lichtgitters zu sein, was bei der Masse an Fahrgästen im Messe- oder Stadionverkehr niemals beim ersten Versuch funktionieren kann.

    Fakt ist, man kann Unfälle auch ohne diese sinnlosen Lichtgitter mehr als ausreichen verhindern, und nahezu jede denkbare Lösung hat deutlich weniger Verspätungsanfälligkeit!


    Stell dich mal beim nächsten Heimspiel etwa 1,5 bis 2 Stunden vor Spielbeginn an den S-Bahn-Tiefbahnhof am Hauptbahnhof, und beobachte genau wie das abläuft. Dann können wir weiter reden.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Türen gingen dort auch ohne Lichtgitter nicht zu.

    Du bist wahrscheinlich noch nie mit der S-Bahn zum Stadion oder zur Messe gefahren. Die Züge sind voll. Und durch diese schwachsinnigen Lichtgitter dauert es teilweise ewig bis endlich mal alle Türen zu sind - und das obwohl alle Türbereiche an sich schon längst komplett frei sind.

    U-Bahn, Straßenbahn, Regionalzüge etc kommen auch allesamt ohne diesen Unfug aus. Mir ist auch nicht bekannt dass es bei den alten ET 420 ohne Lichtgitter mit sehr rabiaten Türen irgendwann mal irgendwelche Verletzungen gegeben hätte, das ist einfach übertriebenes Nanny-Gehabe. Die gleiche Denke derer wir diese komplett lähmende überbordende Bürokratie und ausufernden Beamten-Verwaltungswasserkopf in der EU und vor Allem Deutschland zu verdanken haben.

    Der gesamte Umgang mit dem Altbau bei diesem Projekt ist eine absolute Schande. Fängt schon mit der absolut verwerflichen Entscheidung dem Gebäude diesen völlig unpassenden Staffelgeschossklotz aufzusetzen an. Dem Bauherren und Architekten wäre es offensichtlich wohl am liebsten gewesen er hätte den Altbau ganz abreißen und ebenfalls komplett durch hässlichen Würfelhusten ersetzen können.

    Weil 1. die Zustände im Viertel keine Lösung erst in 10 Jahren dulden sondern sofortigste hart einschneidende Maßnahmen erfordern, und 2. diese soganannte "Strategie" das Papier nicht wert ist auf die es gedruckt ist. Die wird null Verbesserung bringen, well man nicht bereit ist die wirklich nötigen Maßnahmen zu ergreifen, und vor Allem mal sich endlich einzugestehen dass der "Frankfurter Weg" krachend gescheitert ist.

    Also Schönheiten sieht man im südlichen Viertel um die Münchner Straße auch kaum welche, stattdessen kommt man sich dort meistens eher vor wie im tiefsten Kabul. Wenn das Moseleck nicht wäre, wüsste man nichtmal dass man überhaupt noch in Europa ist. Zwschen O'Reilly's und Yokyok muss man sich durch dutzende penetrante Dealer kämpfen, der Kaisersack wird immer schlimmer, und Junkies laufen auch im Süden zur Genüge rum, die schlichtweg inakzeptablen Vermüllungsprobleme der Weißfrauenschule sollten eigentlich auch bekannt sein.

    Daher würde ich weiterhin ganz klar das gesamte Bahnhofsviertel als riesigen Problemfall einstufen, wenn auch die konkreten Probleme im Norden andere sind als im Süden.

    Da gehört keine frei erfundene Farbe dran, sondern zuerstmal wieder der alte Stuck. Und wenn irgendeine Farbe vorgesehen wäre, wäre die auch dargestellt, so weit sind mittlerweile selbst staatliche Betriebe, dass sie nicht mehr auf Uralt-MS-Dos-Pixelgrafik zurückgreifen müssen.

    Kahle weiße Wände dürften die wenigsten als attraktiv empfinden. Auch wenn mir keine historischen Ansichten der Empfangshalle bekannt sind, möchte ich wetten dass der Originalzustand tausendmal attraktiver wäre.

    Beim Parkhaus selbst sollte man unbedingt die beschriebenen Fehler wie in München vermeiden. Mit den Zu- und vor Allem Abfahrtswegen gehts aber noch weiter.

    Der einzige ans Hochleistungsnetz angebundene Parkplatz am Waldstadion (von der nur für wenige nutzbaren Tiefgarage direkt unter dem Spielfeld mal abgesehen) ist der Waldparkplatz direkt an der B43. Bei ihm kommt erschwerend hinzu dass seine Ausfahrt zurück auf die B43 nur auf die Fahrbahn Richtung Oberforsthaus - Stadtmitte führt, zudem auch nur einstreifig. Jeder der das Stadion in Richtung Autobahn verlassen will, muss sich trotzdem bis zum Oberforsthaus mit dem stadteinwärts führenden Verkehr zusammenquetschen, am Oberforsthaus an mehreren Ampeln links abbiegen, und kann dann erst die eigentlich für seine Richtung zuständige Fahrbahn erreichen. Dass die Taxis aus Mangel an Taxiständen im Bereich zwischen Straßenbahnhaltestelle und Gästeparkplatz auf der stadtauswärtigen Fahrbahn auch gerne mal mitten auf der Fahrbahn ihren Fahrgastwechsel durchführen verschlimmert das Problem noch weiter.

    Die Otto-Fleck-Schneise führt weiter östlich zwar durch den Wald auch auf den nördlichen Kreisel der AS Frankfurt-Süd, mündet dort aber derart ungünstig ein dass allein die erforderlichen Verflechtungen mit dem normalen Verkehr den ganzen Abfluss ebenfalls massiv ausbremsen.

    Adama es tut mir ja leid für dich dass dir die Realität nicht passt, aber sie zu verleugnen, nur weil ich pöhser Rechter es wage die Tatsachen zu benennen, wird auch dir nichts bringen. Man kann Probleme nur lösen wenn man sie erkennt. Und Deutschland hat einen riesigen Haufen von der Politik selbst verursachter Probleme. Im Moment lebt es sich noch ganz gut von der über jahrzehnte mühsam aufgebauten Substanz, das geht aber nicht mehr ewig weiter.. Allein schon die Arbeitsmarktzahlen, BIP, Insolvenzen und Abwanderungen der Realwirtschaft offenbaren die mit Abstand größte Krise seit Ende des zweiten Weltkriegs. Die Schuld dafür trägt die Politik (ok, ein paar Manager der DAX-Konzerne kann man auch nennen, die vor der Politik lieber im vorauseilenden Gehorsam den Bückling gemacht haben, als so katastrophale Vorgaben und Markteingriffe wie "Energiewende", Verbrennerverbot, unzählige neue nichtsnutzige Bürokratievorschriften etc mit der nötigen Härte zu kritisieren), denn die Krise liegt nicht an irgendwelchen ungesunden Ungleichgewichten innerhalb der Realwirtschaft, sondern fast ausschließlich an den Standortfaktoren.

    Und es ist auch nicht zu erkennen, dass irgendwo in der richtigen Richtung gegengesteuert würde. Stattdessen nur noch mehr Steuern und Sozialabgaben. Allein das was da im Bereich Elterngeld, Krankenkassen, Rente vorgesehen ist, kann einen nur noch Kopfschüttelnd zurücklassen.

    Und mittlerweile fast alle Institute sind sich einig mit der Berechnung dass aufgrund der aktuellen Schuldenorgie (von der wie wir sehen aber kaum ein Cent zusätzlich in der Infrastruktur mit der man diese Schulden begründet hat ankommt) spätestens 2029 der gesamte Bundeshaushalt ausschließlich für Verteidigung, Soziales und Schuldendienst draufgehen wird.

    Ich kann absolut jeden verstehen der die Sachen packt und mit seiner Familie und dem Unternehmen ins Ausland flüchtet - die Zahl dieser Leute liegt auch nicht ohne Grund auf diesem extrem hohen Rekordniveau.

    Und solange das so ist wird es mit dem Hochhausbau in Frankfurt auch ganz düster aussehen, und das ist sogar noch das geringste Problem vor dem die Stadt steht.

    Das ist keine Schwarmalerei sondern Realität!

    Kann ich bestätigen. Ich hatte vor Jahren bei einem Auswärtsspiel der Eintracht in München mal den Fehler gemacht in einem der Parkhäuser des Schlauchboots zu parken. Anreise ging noch, weil deutlich entzerrter, aber die Ausfahrt war eine einzige Katastrophe und hat sich nachhaltig in meiner Erinnerung festgebrannt. Und das obwohl ansonsten auf den Straßen ringsum alles ziemlich reibungslos lief. Man kam nur einfach nicht aus dem Parkhaus raus. Das sind schlichtweg viel zu wenige Ausfahrten für jeweils viel zu viele Parkplätze die gleichzeitig verlassen werden wollen.



    Mod: Die Münchner Parallelen dürften anekdotisch auserzählt sein. Bitte zurück zum Frankfurter Arena-Projekt.