Beiträge von Rohne

    Und was willst du da machen? Den Leuten das Internet abdrehen? Mit solchen Äußerungen sollte man vorsichtig sein, in den Augen so mancher Weltverbesserer würde sicherlich auch dieses Architekturforum in die Rubrik des unnützen Datenverkehrs fallen...

    Es gibt u.a. auch fürs Nordend eine Erhaltungssatzung, die zumindest derart eklatante Bausünden eigentlich verhindern müsste. Aber wie schon bei der noch schärferen Gestaltungssatzung fürs Bahnhofsviertel erwirkt sie sich einmal mehr als vergessener zahnloser Tiger. Aber Hauptsache das halbe Stadtgebiet wird mit sinnfreien "Milieuschutzsatzungen" überzogen um die linke Klientel bei Laune zu halten...

    Werbung würde das auch nicht mehr raushauen, das Ding mit dieser riesigen fensterlosen Wand ausgerechnet zur Platzseite bleibt ein optisches Ärgernis. Auf solche Verrücktheiten wie dem Bau ein optisches Pendant zur Kuppel der südlichen Nachbarbebauung zu spendieren und damit zumindest etwas an die Vorkriegs-Ästhetik anzuknüpfen, braucht man mit den heutigen Verantwortlichen wohl gar nicht erst zu hoffen...

    Wasserstoff ist halt in der Hinsicht nur ein Speichermedium. Während zB Öl und Gas direkt in der Rohform schon Unmengen an recht einfach freizusetzender chemischer Energie (mit zudem extrem hoher Energiedichte) enthalten.

    Um wirklich massiv Energie freizusetzen, die die Menge die man vorher zur Nutzbarmachung reinstecken musste auch übersteigt, muss man den Wasserstoff schon zu schwereren Elementen fusionieren.


    Von daher werden Brennstoffzellen, genau wie der E-Akkus und PtL zwar sicherlich ihren Platz finden, aber sinnvollerweise nur ein Teil des zukünftigen Antriebsmixes sein, und keineswegs die alleinseligmachende Form auf die man alles setzen sollte, wie es derzeit leider unsere aktuellen Regierungen tun.




    Mod: Bitte das Thema im Auge behalten, es geht um den Industriepark Höchst.

    Ein Großteil der normalen Wohnungsbauprojekte wird von lokalen Architekten geplant. Berlin hat da halt das Glück solche Leute wie Kahlfeldt und Patschke zu haben. Das sind noch Architekten mit Gespür für Schönheit, die nicht in diesen unsäglichen Würfelhusten verfallen, den 99% aller anderen Architekten produzieren. Bei uns in Ffm dagegen können wir oftmals froh sein wenn wenigstens ein Forster oder Landes herangezogen wird. Mäckler ist zwar ein hervorragender Theoretiker, seine tatsächlichen Entwürfe dagegen sind vielfach die gleiche Einheitsware. Die Entscheidungen aus der Zeit eines Bausenators Stimmann mögen da vielleicht auch noch bis heute positive Nachwirkungen haben.

    Auch Hamburg (Ocker) und Düsseldorf werden immer mal wieder mit wunderbarer neuklassischer Architektur gesegnet. Wobei das aber auch in diesen Städten und Berlin eher Ausnahmen sind. Die große Masse ist auch dort der übliche Einheitsbrei ohne jeglichen Anspruch an Gestaltung. Nur muss man dort die positiven Ausreißer nicht ganz so angestrengt mit der Lupe suchen wie in Ffm.

    Frankfurt hat auch immer noch die längere Hauptstadttradition als Berlin. Ffm gehörte schon zu den mit Abstand wichtigsten - zeitweise sogar einzig wichtige - Städten des HRR, als Berlin aus nicht viel mehr als zwei Hütten am Spreeufer bestand ;)
    Wenn man überhaupt solchen (in meinen Augen völlig schwachsinnigen) Zentralismus-Träumen anhängt, dann wäre Ffm auch noch aus einer Reihe von anderen Gründen die bessere Wahl. Dieses dysfunktionale Gebilde das Berlin heutzutage mit seiner extrem linken Gutmenschen-Blase darstellt, ist ja nichtmal ansatzweise mehr dazu geeignet irgendwas in diesem Land noch zusammenzuhalten. Zwar wird es auch in Ffm wie in allen anderen deutschen Großstädten immer schlimmer mit Ideologie statt Pragmatismus und Realitätssinn, aber von diesem komplett weltfremden Berliner Sumpf ist man dann zum Glück doch noch sehr weit entfernt.

    Klar, das was sich hierzulande Föderalismus nennt, ist insbesondere im finanziellen Bereich schon lange keiner mehr. Wenn selbst für eine Straßenbahn weit mehr als die Hälfte der Kosten von Bundestöpfen bezahlt werden muss, und dafür aber mehr als 90% der kommunalen Haushalte durch vom Bund verursachte Ausgaben fixiert sind, dann läuft etwas gehörig schief. Vom komplett blödsinnigen Länderfinanzausgleich ganz zu schweigen.


    Davon ab sehe ich aber absolut keinen Zusammenhang zwischen Hauptstadtfunktion einer Stadt und ihrer Rolle als der wichtigste Finanzplatz. Ich prophezeie, das wäre unterm Strich nicht viel anders ausgegangen wenn politische und Finanzhauptstadt in Deutschland die selbe Stadt wären, denn auch da hätte die politische Unterstützung gefehlt. Das Problem ist hierzulande doch eher, dass unsere politischen Kreise mit den meisten unserer wirtschaftlichen Standbeine komplett auf Kriegsfuß stehen. Die Industrie (nicht nur die Automobilindustrie) und diejenigen Energieerzeuger die noch an einer stabilen Stromversorgung interessiert sind können ein Lied davon singen. Die Finanzindustrie hats da seit der Krise von 2008 natürlich nochmal zusätzlich schwer, weil sie sich da natürlich auch generell selbstverschuldet ihren Ruf sehr ramponiert hat.

    Vor allem nicht, da mal wieder auch ein einiges hermachender Altbau für eine im Vergleich sehr öde Kiste abgerissen wird, die hoffentlich in nicht allzuferner Zukunft ihrerseits wieder aus dem Stadtbild verschwinden wird. Die Seite zur Mainzer Landstraße ist im Forster-Entwurf deutlich besser umgesetzt worden.

    Selbst das Hochhaus sieht bei Forster halbwegs nach was aus, auch wenn ich nach wie vor absolut gar nichts davon halte in typischer Nachkriegsmanier irgendwelche Mini-Hochhäuschen wild über die Stadt zu verteilen.

    und dann ist "energieeffizient" ja auch ne ziemlich inhaltslose Worthülse. Heutzutage scheint man darunter bis zur Unkenntlichkeit in Styropor und sonstigem Giftmüll eingepackte Kisten zu verstehen, möglichst noch mit dem unsinnigen Passivhausstandard, und die nur halbwegs funktionieren wenn die HighTech nicht versagt. Nachhaltig ist an diesen oftmals schon nach wenigen Jahren verschimmelden Unsinn herzlich wenig, auch und vor Allem nicht fürs Stadtbild.

    Also ich bin jetzt nicht so begeistert. Einmal die fehlenden paar Meter, wobei es da wohl immerhin noch Hoffnung gibt. Aber auch die Architektur sagt mir nicht wirklich zu. Ziemlich modische Glaskiste, zeitlos ist was anderes. Noch dazu mit dieser Verjüngung im unteren Bereich, was den Turm auch noch ziemlich unproportioniert erscheinen lässt. Also eine architektonische Ikone wie Coba oder Messeturm wird das definitiv nicht werden. Die Spitze könnte ruhig noch deutlich steiler und ausgeprägter werden. Wohnturm ist soweit ok. Sockelbebauung wirkt von der Kubatur her zwar durchdacht, aber die Architektur ist mal wieder die übliche billige Wegwerfware.

    Wobei die anderen Entwürfe da leider auch nicht viel besser sind, am ehesten gefällt mir da noch Herzog & de Meuron.

    ^ Hat mit dem CSU-Verkehrsminister herzlich wenig zu tun, der kann das Geld ohnehin nur dahin leiten wo auch Baurecht herrscht. Aber außerhalb Bayerns krankt es ja vielfach schon daran, überhaupt mal fertige Pläne hinzubekommen. Abschreckendstes Beispiel hierbei wohl eindeutig Hessen. Wie lange wird schon an den AB-Kreuzen geplant, an der AS Friedberg, der Sanierung der A4, am achtstreifigen Ausbau zwischen Mönchhof und F-Kreuz sowie zwischen Nordwestkreuz und Friedberg? Alles Projekte deren Planungen vor mehr als 10 Jahren begonnen wurden, und bis heute ist kein Ende der abzusehen. Von der unglaublichen Posse um den Riederwaldtunnel ganz zu schweigen... Im selben Zeitraum haben die bayrischen Ämter, teilweise erst deutlich später mit den Planungen überhaupt begonnen und Baurecht mittlerweile für die gesamte A3 WÜ-N, A6 HN-N, A99, und auch bei der A8 sind sie schon recht weit.

    Seit einigen Jahren kann das BMVI ja definitiv nicht mehr über Unterfinanzierung klagen. Da wo man es tatsächlich mal geschafft hat Baurecht zu erlangen, hat Scheuer auch überall die Mittel freigegeben, unabhängig davon, ob es in Bayern war oder anderen Ländern, ob bei der Straße oder der Schiene.

    Wundern würde es mich nicht, der Gewerkschaftssekretär hat doch nie einen Hehl draus gemacht dass er hier wie im Rest der Stadt lieber Sozialwohnungstristesse wünscht.

    Wobei auch mir nur ein Turm nach wie vor zu wenig ist. Zwei bis drei Türme, der niedrigste mindestens 80m, der höchste aber durchaus im Bereich 150m, fände ich für die Stadtsilhouette deutlich besser. Dem Josef dagegen dürfte wohl eher so ein Grauen wie in der Nordweststadt oder am Mainfeld vorschweben.

    Mod: Allgemein gewordene Diskussion aus dem Thread "Areal 'Südlich der Rödelheimer Landstraße' mit 'Schönhof-Viertel" hierher verschoben.



    Das Thema Infrastrukturplanung ist leider ebenenübergreifend ein enormes Problem in Deutschland, und der beste Beweis dafür dass sich dieses Land schon längst ohne Not kaputtreguliert hat. Die Liste an ähnlich unverständlich langsamem Fortgang selbst der grundlegendsten Planungen ist in fast allen Teilen Deutschlands mittlerweile unübersichtlich lang. Die einzigen die in dem Bereich überhaupt noch halbwegs was hinbekommen sind die Autobahn-Planungsämter in Bayern. Überall sonst fehlt es massiv an Personal und vor allem auch dem politischen Willen. Vom Willen aus diesem Bürokratiekorsett auszubrechen mal ganz zu schweigen. Wie Dieter Nuhr es so treffend formulierte sind die Behörden ja auch völlig damit beschäftigt Gender-Sterne in die Formulare einzufügen (er sprach zwar von den Berliner Behörden, das kann man aber problemlos auch auf den Rest des Landes ausdehnen). Und mit Ausnahme der FDP dürfte keine der in der aktuellen Stadtregierung vertretenen Parteien überhaupt gewillt sein daran etwas zu ändern, sondern das ganze zumindest mittelbar noch deutlich weiter zu verschärfen.

    Insofern wird das nicht die letzte Klamotte bleiben die wir in dieser Stadt bezüglich des Verkehrsthemas erleiden werden. Und auch wenn viele dieser Hemmnisse schon in EU-Vorgaben, Bundes- und Landesgesetzen fest verankert sind, und die DB sich bei sowas noch nie mit Ruhm bekleckert hat, gibt es auch noch mehr als genügend Hemmschuhe die allein die Stadt zu verantworten hat. Schmittchen hat ja ein paar Beispiele genannt. Und da kann man beim besten Willen nicht den Schwarzen Peter versuchen an Bund, Land oder Bahn schieben.

    ^


    Die Metropolregion ist ersteres. 2,4 Millionen Einwohner hat ja allein schon fast die Stadtregion (das was ohne Kenntnis der administrativen Grenzen aus der Luft betrachtet als eine Stadt aussieht) - völlig ohne die ganz klar ebenfalls zur Metropolregion gehörenden Bereiche um zB Darmstadt oder Wiesbaden.

    Davon ab scheinen deine Zahlen aber durchaus plausibel. Auch wenn ich die letztlich stadtbildverträglich umsetzbare Anzahl von Wohnungen deutlich niedriger als die Studie einschätzen würde.

    Ja die Nutzfläche in dem Gebäude ist wirklich nicht sonderlich groß im Vergleich zur Gesamtfläche. Hab auf jeden Fall schon Hochhäuser erlebt wo das Verhältnis zumindest gefühlt deutlich anders ist. Hinzu kommen die völlig ungenutzten riesigen Abstandsflächen die sich auf dem Grundstück befinden. Von daher würde ich auch eher auf Abriss tippen. Städtebaulich kann es eigentlich nur besser werden, auch wenn die Hochhausscheibe selbst zumindest einen gewissen Wiedererkennungswert hat.

    Das ist doch mal wieder schockierend. Man wähnt sich wie in den schlimmsten 70ern. Da werden zwei der letzten noch ortsbildprägenden und ziemlich schmucken Altbauten abgerissen um Platz zu machen für einfallsloseste Flachdachkisten... Auch wenn durch den Weiterverkauf die Planung vielleicht nicht mehr ganz aktuell ist, viel besser als das bereits dargestellte wird es sicherlich nicht werden.

    Genau in der Art schwebt mir schon ewig die Bebauung für das Grundstück vor, nur genau andersherum: der hohe Turm im Süden direkt neben dem JapanCenter, der niedrige im Norden. Letzterer wie bei dir um die 130-140m, und der höhere dafür gerne um die 200m.

    Wenn wie bei dir die Oper sich auch bei zwei Türmen in den Sockel integrieren lässt, hätte ich auch nix dagegen die Oper an diesen Standort zu bringen. Nur ein Turm ist mir auf dem Grundstück jedenfalls zu wenig.

    Frankfurt hat übrigens mit die größte Zahl von Kleingärten pro Einwohner, ganz erheblich mehr als fast alle anderen westdeutschen Großstädte. Insgesamt gut 15000 Parzellen auf ca 5 Quadratkilometer (ohne Verkehrswege, Freiflächen, etc). Das sind im Schnitt mehr als 300m² pro Parzelle. Zum Vergleich, das typische Reihenhaus mit Garten kommt heutzutage vielleicht auf 200m², auch viele normale Einfamilienhäuser in Ballungsräumen haben kein größeres Grundstück - aber hier sind die Wohnungen auf dem selben Grundstück schon mit dabei!

    Wenn das keine Flächenverschwendung ist, was dann??