Große Zweifel habe ich daran, dass ein neues Hochhausprojekt in den nächsten 2 oder mehr Jahren startet. Das hat aber in meinen Augen nichts oder nur wenig mit der Frankfurter Planungs-Politik zu tun sondern ist der, ich sage mal, allgemeinen deutschen Lethargie geschuldet. Warum das so ist, vieles hat Adama ab #474 erwähnt. Um die Lethargie zu untermauern mal Vergleiche mit meiner Heimatstadt Friedrichsdorf, von der ja einige Projekte auch hier im Forum dokumentiert sind.
Die Stadt liegt nördlich von Frankfurt im Speckgürtel, hat Bebauungspläne erstellt und ein paar Neubaugebiete für Wohnungsbau die entweder in der Hälfte seit wenigen Jahren stecken blieben wie die Ökosiedlung oder auch gar nicht mehr vom Fleck kommen (Philipps Quartier, alter Güterbahnhof und Goers Gelände). Das neue Gewerbegebiet, in dem das Taunus Lab groß geplant war ist mittlerweile auch nur noch vergeudete Ackerfläche von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Nachbarstadt Bad Homburg, da ist es mit den Arealen des alten Krankenhauses oder am Marienbader Platz nicht besser. Die Gründe mögen verschiedene sein, aber der Wohnungsbaunotstand als solcher reicht nirgends aus zu bauen.
Somit zurück zu den Hochhäusern um die es geht. Wenn der Optimismus fehlt wird einfach nicht gebaut. Es gab Zeiten, da wurde z.B. der St. Martin Tower komplett ohne Vorvermietung errichtet. Beim aktuell im Bau befindlichen CBT waren es mit Sicherheit bereits gut laufende Gespräche mit der Commerzbank die zum Baustart beigetragen haben. Wurde hier in dem Zusammenhang ja auch schon erwähnt, dass die Commerzbank die meisten außerhalb des Commerzbankturms liegenden Standorte im CBT zusammenziehen will. Hier gab es ein gutes Match, wie die Nutzung des Altbaus für die Filiale in der Junghofstraße als auch den CBT Turm selbst für die Konsolidierung. Man darf sich hier fragen, was wäre gewesen wenn die UniCredit mit der angestrebten Übernahme früher losgelegt hätte oder schlimmer noch, was passiert nach erfolgter Übernahme (aber dann steht der Turm bereits).
Dann nochmal etwas Politisches. Die Hoffnungen, die mit der aktuellen Bundesregierung gehegt wurden sind im Keim erstickt worden. Bürokratieabbau, zu jeder Wahl ein Thema, wieder im Rohr krepiert. Gesetzesänderungen um den Wohnungsbau zu beschleunigen mit Vereinfachungen bei Wärmedämmung, Heizungen, Vorgaben etc. etc. alles Fehlanzeige. Das Wort Fachkräftemangel lähmt nur noch dabei werden fast wöchentlich hunderte Fachkräfte freigesetzt in den Unternehmen. Personalnebenkosten und die Alterspyramide, nur noch lähmende Themen. Das alles führt zu der eingangs von mir gemeinten Lethargie die sich dann auch im Bausektor wiederfindet. Alles sehr komplex, seit 20 Jahren gewachsen bzw. seit 20 Jahren auch sträflich vernachlässigt wie der Erhalt der Infrastruktur.
Ach ja, da war noch die Frage welches Hochhaus als nächstes folgt. Pessimistisch gesehen wäre es ein Hochhaus auf dem alten Sparkassengelände der Neuen Mainzer Straße im Zusammenspiel mit Schauspielhaus und Oper.















































































