Umgestaltung Rathausforum / Marx-Engels-Forum

  • Lustgarten und Alexanderplatz nicht mehr existent 😆

    Und die Altstadt dürfte in ihrer Struktur sogar eher der des 17./18. Jahrhunderts entsprechen, bevor zugunsten der Gründerbauten halb Berlin abgerissen und so gebaut wurde, wie wir es heute in den noch existenten Altbauvierteln von Friedrichshain und Prenzlberg kennen.

  • Ein aktuelles Luftbild (ohne KI ;-)):

    6t9azpli.jpg

    Bild von mir © Merlin

    Unten erkennt man den Neptunbrunnen in der Mitte des (einigermaßen) runden Bauzauns.
    Er wird für 1,2 Millionen Euro saniert.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Darstellung verdeutlicht, welches städtebauliche Potenzial eine kleinteilige und nutzungsgemischte Bebauung für eine lebendige und attraktive Altstadtentwicklung bieten kann.

    Ironischerweise bewirken diese Simulationen aus meiner Sicht stets genau das Gegenteil dessen, was eigentlich beabsichtigt ist:

    Die hier gezeigte Kleinteiligkeit ist weder zeitgemäß, noch großstädtisch, noch Berlin-typisch, noch wäre eine derart rückwärtsgewandte und mutlose Umgestaltung des Zentrums einer bundesdeutschen Hauptstadt würdig.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Sehr positive Entwicklungen gibt es am Neptunbrunnen:

    Es gibt dort keine positiven Entwicklungen und gab es seit WWII nie, denn danach haben besserwisserische Architekten alles komplett vermasselt.

    Es gibt in Berlin innerstätig keinen hässlicheren Ort als die Gegend um das rote Rathaus. Berlin gilt natürlich als Touristenstadt, aber wer (aus dem Aus- und Inland) kommt denn auf die Idee, sich diesen Sozialismusschrott anzusehen? (Von der Frankfurter Allee und Stasi-Museum abgesehen).

  • Das KI-Bild strotzt ja förmlich vor Ahistorie! Da stimmt rein gar nichts mit dem alten Stadtgrundriss überein. Von Seiten diverser Innenstadtvereine gibt es da durchaus sehenswertere und sinnvollere Alternativen. Aber eine Bebauung der Altstadt wird es nicht mehr geben, das sollten wir alle besser früher als später akzeptieren.

  • Solche Überlegungen und Bilder entstehen, weil der aktuelle Zustand unbefriedigend ist - und auch nach der Schönheitskur bleiben wird.

    Nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs fehlten der DDR sowohl Mittel als auch Wille zum Wiederaufbau. Stattdessen entschied man sich, Tabula Rasa zu machen und eine Freifläche mit Bäumchen zu bepflanzen. Und - weil die Fläche irgendwie noch zu leer war - mit dem Schlossbrunnen zu verschönern. Das ist nicht Städtebau, sondern Schmalkost in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Es ist jedenfalls keine sonderlich tragfähige Lösung für die Mitte Berlins. Da nützt es auch nichts, die Stadtökologie zu bemühen und die Grünflächen als für das Stadtklima unverzichtbar hochzustilisieren.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Es gibt in Berlin innerstätig keinen hässlicheren Ort als die Gegend um das rote Rathaus. Berlin gilt natürlich als Touristenstadt, aber wer (aus dem Aus- und Inland) kommt denn auf die Idee, sich diesen Sozialismusschrott anzusehen? (Von der Frankfurter Allee und Stasi-Museum abgesehen).

    Ich muss Sie enttäuschen. Es sind Hunderte, wenn nicht gar Tausende, die sich das ansehen. Tagtäglich.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs fehlten der DDR sowohl Mittel als auch Wille zum Wiederaufbau. Stattdessen entschied man sich, Tabula Rasa zu machen und eine Freifläche mit Bäumchen zu bepflanzen. Und - ….

    … nur kurz, weil ich keine Lust habe die Hundertste Schleife zu diesem Thema zu ziehen, zumal das hier wieder sehr ideologisch wird, was Tinus hier abläßt, .. und es der Bemerkung dazu jeglicher cognitiver Einordnung mangelt.

    Das MEF der DDR , die KMA, das Hansaviertel und die Städtebauliche Geste des Bandes des Bundes aus den 90 er Jahren sind, wenn man die Planungen von Albert Speer zum Achsenkreuz und dem Zentralen Bereich aussen vorläßt, da nicht weit über den Planungsstatus hinaus verwirklicht, die Einzigen städtebaulichen Großstrukturen die Berlin aufzuweisen hat.

    Das ist nicht viel, im Vergleich zu anderen Hauptstädten, man sollte dazu übergehen diese besser zu achten und zu schützen. Sie manifestieren die Geschichte der Stadt und des Landes, unsere Geschichte.

    Niemandem ist damit geholfen einen Zustand von Annoduzemal zurückzuzaubern.

    P.s. danke Merlin für die Aufsicht. Wenn das nicht angenehm Grossstädtisch aussieht, dann weiss ich auch nicht.

  • Beim Betrachten des Luftbildes im Post #4.502 fiel mir auf, dass am Dach des östlichen Büro-Traktes des ehem. Domaquaree immer noch gebaut wird. Dieses Dach ist doch seit einer gefühlten Ewigkeit eine Baustelle. Hat jemand Informationen dazu warum dies so ist?

  • @Camondo In meinem Beitrag habe ich mit keinem Wort einer Bebauung des MEF nach historischen Vorbildern das Wort geredet. Ich bleibe aber bei meiner Auffassung, dass diese Fläche zwischen Fernsehturm und Spree sowohl mit seiner Funktion (Grünfläche) als auch in seiner Gestaltung nicht überzeugt. Das MEF ist aus meiner Sicht ein Bruch im Stadtgefüge, die Planungsideen werden dem Ort nicht gerecht - Großstruktur hin oder her. Richtig ist natürlich, dass das MEF Ausdruck seiner Zeit ist und deshalb wohl auch weiter Bestand haben wird. Nur gelungen ist es nicht - und daraus erklären sich die Beiträge, die sich an dem Thema abarbeiten.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich muss Sie enttäuschen. Es sind Hunderte, wenn nicht gar Tausende, die sich das ansehen. Tagtäglich.

    Die vielen Menschen gucken sich das Marx-Engels-Forum nicht an, weil es einen Zielort darstellt, sondern weil es lediglich ein Durchgangsraum auf dem Weg vom Stadtschloss in Richtung Alexanderplatz ist. Mehr sollte man da auch nicht hinein interpretieren.

  • ^ Ach, und Sie wissen das jetzt ganz genau was die Leute denken, fühlen und sehen wollen. Allerhand. Allerhand. Die wollen also tatsächlich nicht das Rote Rathaus sehen, den Neptunbrunnen, die Marienkirche und das Wasserspiel am Fuße des FT? - Ich glaube Sie überschätzen ihr Wissen fundamental!

  • Ich kann die Debatte heute nicht verstehen: die Gestaltungsfragen rund um den "großen Freiraum" sind entschieden. Keine Partei in der Berliner Landespolitik möchte nennenswerte Bezüge an die historische Stadt, alle wollen entweder den DDR-Zustand mit leichten Modernisierungen fortsetzen oder reden einer vermeidlichen Modernität im Sinne der 1970er Jahre das Wort - inklusive der historischen Verkehrspolitik mit sechsspurigen Straßen und stadtautobahnähnlichen Brücken.

    Für die meisten Berliner ist das mittelalterliche Zentrum eben kein Aufenthaltsraum sondern ein Transferraum. Die Touristen profitieren sicher von den Grünflächen (wenn sie instand gehalten werden) aber Berliner trifft man dort sicher nicht - es sei denn, sie haben Termine im Roten Rathaus oder wohnen in den Plattenbauten.

    Die Zeitfenster hier etwas anderes zu realisieren, das sich am mittelalterlichen Stadtgrundriss orientiert und damit das wirtschaftlich aufgrund seiner Größe nicht lebensfähige Nikolaiviertel arrondiert, haben sich alle geschlossen. Die kommende Landesregierung ab Winter 2026 wird hier sicher keine Korrekturen vornehmen. Der historische Kern Berlins und Cöllns bleibt damit verschwunden und ob das Neue überzeugt, bleibt offen. Da wird jeder seine Meinung haben. Die Flickschusterei der letzten Jahrzehnte und das völlig ambitionsfreie Bauprogramm der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften am Molkenmarkt wird diese Situation eher verschlechtern. Die historische ent nun für Jahrzehnte an der Ostfassade des Berliner Schlosses.

    Ich persönlich habe mit dem Kapitel der herrlichen Berliner Mitte abgeschlossen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich muss Sie enttäuschen. Es sind Hunderte, wenn nicht gar Tausende, die sich das ansehen. Tagtäglich.

    Kannst du das mit einer Quelle bezeugen? Das sich dort Leute aufhalten ist nachvollziehbar, es geht darum ob es auch u.a. Touristen sind, die sich diesen Missstand zumuten. Oder aus welchem Grund hält sich da jemand auf?

  • Sorry, ich kann das Gerede von der verlorenen Mitte nicht mehr hören.

    Natürlich ist es schade, dass Berlin, bzw. sind es ja eher die damals lebenden Berliner, die diesen Verlauf der Geschichte erleben mussten, aber an diesem Ort irgendwas zurückzusehen was schlicht vollkommen weg ist, ist meiner Ansicht nach, Geschichtklitterung und grober Unfug.

    Berlin hat dieses, mittlerweile ikonische Alleinstellungsmerkmal, lebt damit gut und ist auf gutem Weg, den Bestand weiterzuentwickeln ohne ihn völlig umzukrempeln.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich kann die Debatte heute nicht verstehen: die Gestaltungsfragen rund um den "großen Freiraum" sind entschieden.

    Ich persönlich habe mit dem Kapitel der herrlichen Berliner Mitte abgeschlossen.

    Da ist noch gar nichts entschieden und das da irgendein Kapitel abgeschlossen ist, ist allenfalls der Wunschtraum von Steinzeitkommunisten.

    So ein hässlicher und verkommener Platz im Zentrum einer Weltstadt kann auf keinen Fall so bleiben. Man blamiert sich damit ja bis auf die Knochen.

    Worum es jetzt gehen muss ist, die Bausünden großflächig abzureißen und ein neues Konzept für eine urbane Innenstadtgestaltung zu erstellen, nachdem ja die vorherigen Konzepte alle komplett gescheitert sind!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hat jemand Informationen dazu warum dies so ist?

    Ich vermute, der Umbau des Dachgeschoss im DomAquarée hängt mit dem Auszug des Amazon-Kundenservice-Zentrum zusammen.
    Zuerst war dort oben Jamba (die mit dem verrückten Frosch als Klingelton) dann hat Amazon die Flächen übernommen.
    https://press.aboutamazon.com/de/2011/6/amaz…-arbeitsplaetze

    zncmnx5h.jpg

    © Bezirksamt Mitte

    Jetzt bündelt Amazon alle Berliner Standorte im Edge East Side Tower.
    Also wird das Dachgeschoss im DomAquarée wieder frei, von Union Investment umgebaut und neu vermietet.

    kumbjv6k.jpg

    © Merlin