Kleinstädtisch? Worüber man sicherlich streiten kann ist die Frage, ob das Volumen der städtebaulichen Situation angemessen ist oder nicht. Das hat doch aber nichts mit Kleinstadt zu tun. Auch der Versuch, jede Gestaltung eines Gebäudes in eine Schublade zu stecken ("Retro") um es abzuqualifizieren, führt doch nicht weiter.
Beiträge von Tinus
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@Ziegel Ich sehe es genauso wie Du, wollte mit meinem etwas ruppigen Beitrag nur für etwas Stimmung sorgen.
Wie schon in einem früheren Beitrag geäußert, halte ich die die gesamte Schlossplatz-Situation für unbefriedigend, es fehlen einfach die Raumkanten zu den Schmalseiten. Leider hat man sich zu einem Baukörper vor dem Staatsratsgebäude nicht durchringen können. Ohne diese Raumkanten ist der Schlossplatz eine aufgeweitete Schlossstraße.
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Unser Dorf soll schöner werden - mit Springbrunnen und 4 Bäumen am Dorfplatz. Sehr weltstädtisch. Wo kommt denn eigentlich dieser manische Drang nach "Aufenthaltsqualität" her?
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Ziemlich monströs, aber sicherlich schön viel Geschossfläche generiert. Immerhin eineinhalb zusätzliche Geschosse rausgeschwitzt. Zeigt, wie man mit 3 Entwurfselementen drei große Hausseiten irgendwie gestalten kann.
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Ist es nötig, ohnehin stigmatisierte Kinder in einem Haus mit ziemlich ungewöhnlicher, auffälliger grüner Fassade unterzubringen? So nach dem Motto: Da weiß man sofort, wer da drin wohnt? Oder: Wo wohnst Du denn - etwa in dem grünen Haus?
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Das ist der massiv gescheiterte Versuch, ein großes Bauvolumen irgendwie sinnvoll und verträglich zu strukturieren. Welche Assoziationen, welche Empfindungen soll denn ein derartiges Baukörperensemble mit dieser Fassade auslösen? @Berlinier 2.0 Dir ist nur zuzustimmen.
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Zur Kritik von Ziegel: Ja, in dem Text stecken Widersprüche. Der Text enthält aber auch viel Richtiges - sicherlich keinen "Müll". Die generelle Aussage, dass gerade auch der Entwurf von Henn wenig wagt, ist doch sehr nachvollziehbar. Eine eigene Aussage, ein Entwurfsgedanke fehlt einfach. Ob der Entwurf von Nidus der Weisheit letzter Schluss wäre - ebenfalls fraglich. Ich habe jedenfalls Mitleid mit dem etwas verloren platzierten Ölgemälde. Egal welcher Entwurf - die Frage, ob sich Deutschland so präsentieren will, ist mehr als berechtigt.
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Zum Wettbewerb Checkpoint Charlie: Vielen Dank für den Hinweis!
Meine Kritik: Muss denn alles perfektioniert werden? Lebt Checkpoint Charlie nicht gerade von den verschiedenen Schichten des spontanen Gedenkens - etwas chaotisch, durcheinander, schäbig, läppische Kopie, aber doch interessant? Ich befürchte, hier wird etwas mit einigem Aufwand geglättet (äußerlich und innerlich), totsaniert, langweilig.
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Mich erschreckt vor allem die Ansicht am Kurfürstendamm. Sollen das teilweise fensterlose Wände für eine Beibehaltung der Kaufhausnutzung werden? Wofür der Schlund unter dem Hochhaus? In dieser Straßenansicht habe ich auch den Eindruck, dass der Kurfürstendamm von dem Hochhaus nicht sonderlich profitiert.
Volumen und Fassadengestaltung des Hochhauses erinnern an das Hotel InterContinental - nur deutlich schlichter. Geht's nicht besser? In London (u.a.) gibt es deutlich mutigere Exemplare (Gherkin, Käsereibe, Lloyd's).
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Mir gefällt der Entwurf.
Sockelhöhe und Hochhaushöhe harmonieren besser als bei den beiden neuen Hochhäusern. Ich bin auch dagegen, durch einen höheren Sockel den Alexanderplatz noch weiter einzuengen und von den umliegenden Straßen abzuschließen. Etwas luftig darf's schon bleiben; eine durchgängige Traufhöhe wäre für mich Formalismus. Mut zur Vielfalt!
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Ja, das stimmt. Da rolle ich aber auch nicht rückwärts aus einem Aufzug auf eine relativ schmale Fläche am Wasser heraus. Ähnlich: Bei Aufzügen, die gegenüber von (hinabführenden) Treppen angeordnet werden sollen, führt das oftmals zu Problemen. Lasse mich aber gerne auch eines besseren belehren.
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Ich verstehe die Beiträge nicht, die Teilabrisse oder Verzicht auf Sanierungen anregen. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist in allen ihren Bestandteilen und Gebäuden (alt und neu) als Baudenkmal geschützt. Das Denkmalschutzgesetz verpflichtet zum Erhalt (und zu Maßnahmen zur Erhaltung).
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Wenn ich mir das vorletzte Bild ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass man dort Rollstuhlfahrer zulässt, ohne ziemlich schnell ein Geländer anzubringen. Auch als Mutter oder Vater mit Kleinkind wäre ich etwas besorgt.
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Vielen Dank für die Unterlagen, @Ziegel! Ich möchte allen widersprechen, die hierin banale Mittelmäßigkeit sehen - das ist es aus meiner Sicht keineswegs. Im Gegenteil: Das sind saubere, qualitätvolle Entwürfe von Architekten, die ihr Handwerk verstehen.
Gleichwohl sind die Planungen aber auch recht mutlos. Schafft es zeitgenössische Architektur nicht, moderne Lösungen für historische innerstädtische Lagen zu finden? Oder: Schaffen es die Bauherren nicht?
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Bei diesem Ergebnis stellt sich schon die Frage, ob das den Aufwand überhaupt gelohnt hat. Ohne echte Entwurfsideen - durchgängig. Bieder. Als ob man mal kurz in Möbelkatalogen geblättert und was einigermaßen Passendes ausgewählt hat.
Auch mir gefällt der 2. Platz deutlich besser.
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Alles ein Graus - die Idee der "Wippe", ihre offenbar dilettantische Umsetzung, die Missachtung des Denkmalschutzes, die Ungewissheit, oben das Alles überhaupt noch umgesetzt werden kann (ich habe erhebliche Zweifel an der Funktionsfähigkeit und Verkehrssicherheit der "Wippe"). Wer hat den Mumm, endlich die Reißleine zu ziehen? Aus meiner Sicht wäre es das Beste, mit einer einfachen Zwischenlösung für Beruhigung zu sorgen und dann in Ruhe zu überlegen, welches die beste endgültige Lösung für diesen doch besonderen Ort sein könnte.
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Also, da projiziert man in das Klosterviertel nach meinem Eindruck zu viele Erwartungen und zu hohe Ansprüche.
Aus Gründen das Stadtbildes funktionsfähige und in sich gar nicht mal schlecht gestaltete Gebäude der 60er und 70er Jahre abreißen zu lassen, hielte ich für keine sinnvolle Strategie. Man muss sich einfach damit abfinden, dass die Zerstörungen des 2. Weltkriegs und der Zeit danach (meinetwegen teilweise auch der 30er Jahre) nicht vollständig zu reparieren sind. Was jetzt im Klosterviertel geplant ist, ist jedenfalls solide, auch wenn ich mir etwas mehr Mut zur zeitgenössischen Architektur (nicht: der unmaßstäblichen Architektur) wünschen würde.
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Überzeugt mich nicht.
Der Turm findet keine eigene Sprache. Die Fassade gibt nicht preis, wo ein Geschoss aufhört und das nächste anfängt. Gibt es überhaupt Geschosse? Was verbirgt sich im Innern des Turms: Büros? Technik? Eine geometrische Figur, aber welche Bedeutung? Städtebaulich: ohne triftigen Grund, warum sich an dieser Stelle sich plötzlich ein Wolkenkratzer erhebt.
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@Endell Ja, wenn man es denn so sehen will, kann man es freilich tun. Ich finde die Kritik aber etwas überzogen. Reichskanzleiinsel?? Ja, das Gebäude ist zu hell - ja, es ist prominent - ja, die Übergänge zum Bestand sind abrupt. Trotzdem ist das Gebäude nach meinem Empfinden nicht "übergriffig", die Proportionen stimmen, es signalisiert in angemessener Weise, dass hier der Eingang ist. Und das doch weitaus mehr als "Einkaufswagen" oder "Mülleiner". Keinesfalls eine "erfundene Bedarfszentrale".
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Mal sehen, wieviel die über die reine Büronutzung hinausgehenden Einheiten zur Belebung beitragen können. Als reiner Bürobau wäre das Gebäude - trotz guter Gestaltung und Gliederung - aufgrund seiner schieren Größe doch recht öde.