Beiträge von Konstantin

    Zu allererst muß der Neptunbrunnen saniert werden. Da haben ja derweil Leute mit Akkuschraubern löcher in die Bronze gebohrt um "Glücksschlösser" anzubringen. Berlin eben.

    Die Bronze muss gereinigt und Schäden repariert werden. Zudem muss die Brunnentechnik erneuert werden. Dazu muss man ohnehin alles abbauen und in eine Werkstatt bringen.


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    Markus40 So weit ich informiert bin, könnte u.a. der Neptunbrunnen nicht mehr exakt in der ursprünglichen Form platziert werden. Er wäre entweder zu dicht am Rand oder müsste entsprechend ein Stück verrückt werden. So oder so würde das die räumliche Wirkung beeinflussen. Übrigens hat der Brunnen an seinem jetzigem Standort mW auch ein anderes Becken. Man müsste also entweder auch hier Abstriche machen oder das Becken in historischer Form rekonstruieren.


    Bitte Suchfunktion verwenden. Das Thema taucht alle Vierteljahre wieder auf.


    Der Schloßbrunnen kann an seinem früheren Standort wieder aufgestellt werden. Der früher dort liegende Fernwärme-Knotenpunkt ist umgebaut.


    Die Granitschale ist heute größer als die alte Schale. Die Frage ist ja ohnehin, was von dem Brunnen nach einer Sanierung bleibt. Die Bronzefiguren sind auch sehr mitgenommen.

    Ich finde es immer putzig welche emotionalen Reaktionen allein der Verweis auf den Vorkriegszustand oder gar den Zustand vor 1900 hervorruft. Die meisten, die heute mit Gestaltung befasst sind, sind "genervt", da ihnen in der Regel das eigenen Unvermögen vorgehalten wird. Dann kommen stets die üblichen Argumente gegen eine Wiederherstellung historischer Gebäude: was weg ist ist, weg; wir können das technisch/künstelrisch gar nicht mehr; das ist viel zu teuer; war eh' schon im schlechten Zustand usw. Die Kette der vermeindlichen "Argumente" kommt zuverlässig - egal ob man auf den Zustand des Köllnischen Fischmarktes in Berlin oder die Domplatte in Köln verweist.

    Bei jeder Entscheidung die historischen Strukturen wiederherzustellen und einzelnen, herausragenden Gebäude wiederaufzubauen, war das Konzept in den Augen der großen Mehrheit ein voller Erfolg und die o.g. Einwedungen haben sich als falsch herausgestellt. Potsdam, Dresden, Frankfurt (Main), Hildesheim, Berlin (vom Schloß bis zur Lindenuni) und viele andere Orte mehr. Die Menschen haben stets mit den Füssen abgestimmt und hätten dies im Falle des Köllnischen Fischmarktes ebenso getan. Noch heute könnte man am Spittelmarkt, am Mühlendamm und am Molkenmarkt ein ähnliches Desaster verhindern - wenn man wollte.

    Hier einmal zwei Pläne: der erste ist der "Dissenzplan" aus der Zeit Regula Lüschers, also der Vergleich zwischen ihrem "Planwerk Innere Stadt" (2010) und dem "Planwerk Innenstadt" ihres Vorgängers Hans Stimmann (SPD). Die umrandeten Gebäude hat Frau Lüscher gestrichen.


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    (C) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung; gemeinfrei, da amtliches Werk einer deutschen Behöre und zur Veröffentlichung bestimmt


    Zur Weiterführung das Konzept der Planungsgruppe Innenstadt, die die Geschichte wieder in den Insel bringt und die beiden Stadtplanungskonzepte der Nachkriegs-Moderne und der Neuzeit kontrolliert gegeneinander laufen lässt - wie es die Moderne bei jedem Gründerzeitquartier vorschlägt.


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    (C) Mit freundlicher Erlaubnis der https://planungsgruppe-stadtkern.de/. Hier finden sich viele weitere, vertiefende Pläne.

    ^Das merkt man. Meine Antwort bezog sich auf den Vorredner, der den Städtebau einer gründerzeitlichen Stadt auch für Alt-Kölln als Leitbild empfahl.


    Vor der ersten Modernisierung der Altstadt durch die Gründerzeit sah der Köllnische Fischmarkt ja ganz anders aus: hier ein Bild um 1900 mit der Blickrichtung zum Mühlendamm.


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    (C) akg-images, mit Dank für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

    ^ Kein Mensch hat von "Altstadt-Gassen" gesprochen. Das Ermelerhaus hat sich bestens in den gründerzeitlichen Grundriss eingepasst (und tut es noch heute an anderem Ort. Das Derfflingerhaus ist abenfalls auf Gründerzeitdimensionen modernisiert worden, noch vor 1933. Auch das Köllnische Rathaus war kein kleiner Bau. Zusammengefasst: das Zentrum Köllns hatte die Modernisierung der Kaiserzeit noch halbwegs überstanden.


    Allerdings finde ich es nicht wünschenwert in jeder Ecke Berlins den Gründerzeit-Städtebau mit der gleichen Brutalität durchzunageln, wie es die autogerechte Modernen getan hat. Der Berliner Altstadtkern ist eben nicht "Prenzlberg" (wie die hippen Zugezogenen sagen) und war es auch nie.

    Rund um den Köllnischen Fischmarkt befanden sich das Derfflingerhaus, das Köllnische Rathaus, das Ermelerhaus und die Ratswaage am Petriplatz. Zudem hatte das Kaufhaus Hertzog überlebt.

    Der erste B-Plan sah noch die Rekonstruktion der Ratswaage und eine Annäherung an das Rathaus vor, von beidem sind originale Spolien erhalten. Beides ist unter der Amtszeit von Regula Lüscher entfallen. Die Neubauten wurden und werden (Breite Straße) nicht mehr als Einzelbauten auf ablesbaren Parzellen geplant sondern als Großwohnanlagen. Bezugspunkte gab es also genug, wenn man gewollt hätte. Berlin wollte aber nicht.

    Die Bismarckstraße hat keine urbane Atmosphäre sondern die einer Ausfallstraße, was sie auch ist. Die Architktur ist über weite Strecken fragwürdig. Beim Petriplatz geht es um einen altstädtischen Ort, beim Molkenmarkt und beim Köllnischen Fischmarkt um die ältesten Plätez der Stadt und keine NS-Magistrale. Attraktive Aussenbereiche gibt es für die Anwohner nicht.

    Die Stalinallee ist ein Neubau im einheitlichen Stil nach Flächenabriss, der nur in einer Dikatur möglich war. Die Option stand am Petriplatz nicht zur Verfügung.

    Umkehrschlüsse stimmen eben nur in der Mathematik.

    Ich schrieb schon oben: die Haltung die Architektur sei im Wesentlichen ursächlich für die Debakel in Berlin und nicht der Städtebau inkl. Straßenbreiten ist Teil des Problems. Ein Platz ohne Platzwände wird nie ein urbaner Platz werden - egal in welcher Architektur. Ein Platz mit zwei 30 Meter breiten Öffnungen wegen einer Durchgangsstraße mit 60.000 Kfz/Tag wird nie ein städtischer Ort werden, völlig unabhängig von der Gestaltung der Fassaden.


    Aber an beiden Orten ist ohnhin nichts mehr zu korrigieren und durch die Brücken am Mühlendamm und am Spittelmarkt wird das Problem betoniert. - insofern ist das eine akademische Diskussion. Aber man hätte für den Molkenmarkt lernen können, dort macht man allerdings erneut die gleichen Fehler.


    insgesamt wohnen wir in diesen Jahren der dritten Zerstörung des Berliner Zentrums bei, nach Bombenkrieg und autogerechter Stadt.

    ^^ Was haben den die Champs Elysées mit der Gertrauenstraße zu tun? Bitte liess doch die Aussagen zum Städtebau nochmal statt einen Teilaspekt herauszugreifen und ein völlig abseitiges Beispiel zum Vergleich heranzuziehen. Wenn man natürlich nach 1990 die gesamte Bebauung zwischen Potsdamer Platz und Alex abgerissen und in einheitlicher Architektur wie bei er Stalin/Karl-Marx-Allee neugebaut hätte - aber das wären völlige Fantastereien. Da war ja zu keinem Zeitpunkt möglich oder wünschenswert. Man muss doch mit dem Bestand umgehen.

    Man kann sich ja anschauen, was an der Heidestraße neu entstanden ist - auch da ist die straße viel zu breit, Plätze nicht vorhanden und die städtebauliche Körnung viel zu groß.


    Überflüssiges Zitat gelöscht.

    ^ Der Städtbau ist hier völlig in Ordnung. Es liegt hier doch vielmehr an der Gestaltung.


    Nein, das halte ich für eine völlig falsche Ausage. Der Städtebau ist die Ursache des Dilemmas.


    Entweder man hätte beim lockeren Städtebau der Nachkriegsmoderne bleiben müssen, die die Stadt als Landschaft mit eingestreuten Hochhäusern begreift. Diese benötigen, um städetbaulich zu wirken, ihren Platz.


    Am Petriplatz/Köllnischen Fischmarkt hat die Stadtplanung jedoch versucht die klassische Blockrandstadt mit den Hochhäusern und der autogerechten Stadt zu verbinden. Das ist gründlich schief gegangen.


    1. Die Verkehrsachse der Getraudenstraße zerschneidet die Viertel brutal und macht eine anspruchsvollsvolle Wohnbebauung aufgrund der Lärm- und Schadstoffwerte unmöglich.


    2. Der Petriplatz ist gar kein Platz, da ihm die Platzwände, die Begrenzungen fehlen. Durch die Verkehrstrasse ist ein Platz nicht erkennbar.


    3. Auch beim Köllnischen Fischmarkt ist ein Platz nicht erkennbar, auch nicht mit dem neuen Wohnungbau der WBM, der kein Wohnhaus der Berliner Traufhöhe und kein Hochhaus ist sindern nur ein Klops.


    4. Die städtebauliche Anbindung und Verzahnung mit der Breiten Straße und dem Schloßplatz ist verpasst.


    5. Die städtebauliche Körnung, also die Parzellengröße, ist für einen Altstadtbereich viel zu groß.


    Nach diesen grundsätzlichen Fehlern im Städtebau könnte man in der Architektur sicher noch einiges mildern aber nicht mehr an diesen beiden ehemaligen Plätzen. Die Stadt hat weder den Mut noch die Kraft den kürzesten Weg mit den Kfz durch den ältestens Teil der Stadt zu brechen sondern hat die Trasse nur halbherzig verschmälert, an manchen Stellen aber auch verbreitet. So bleibt die Verkehrsachse der leipziger-Gertrauben-Grunderstraße eine Ausfallstraße mit Mittelstreifen, an deren Seiten sich Solitäre aufreihen.


    Die Alternative wäre gewesen, sich am Blockrandstädtebsu zu orientierungen, die kleinmaßstäbliche Parzellengröße wieder einzuführen, herausragende Bauten als Erinnerunsgbauten zurückzuholen und den Rest der Architektur an ein Innenstadtgebiet anzupassen. Die Hochhäuser können stehen bleiben und teilweise aus den Blöcken wachsen. Man hat doch mit Brüchen sonst kein Problem, wenn eine historische Struktur ergänzt werden soll. Dieser Zu jedoch, fürchte ich, ist abgefahren. Das Gebiet wird als großes Scheitern des Stadtbaus der Jahrtausendwende gelten, die Entscheidungen zum Spittelmarkt führen diese Fehler aktuell fort.


    Die meisten in Berlin scheinen das wenig interessant zu finden. Der Durchnittsberliner begibt sich dort sowieso nicht hin. Zu häßlich, zu zugig, zu laut.

    Aber es ist doch bekannt, wie man es machen kann, auch mit einer Klinkerfassade. Das Hauptproblem ist doch, dass Spars & Co. einen Widerspruch zwischen der historischen Fassade und einem klimagerechten Bau konstruieren, den es nicht gibt.

    Damit ist klar, dass die Klimaargumente nur vorgeschoben sind um eine Rekonstruktion zu verhindern. Es wäre doch gar kein Problem den Bau mit der Klinkerfassade mit den Klimavorgaben auszuschreiben. Bei der Dichtigkeit der Hülle gibt es Normen, da ist alles durchreguliert. Bei der Erzeugung der Primärenergie ebenfalls. Dann geht es nur um die Nachhaltigkeit der Materialien, wofür es auch Lösungen gibt (#764).

    Der fortwährende Anspruch einen Bau zu errichten, der wie das "Bauhaus der Welt" in Potsdam (Prof. Schellnhuber) der ganzen Welt zeigt, wie man Umwelt- und Klimaschutz betreibt ist doch von totaler Hybris geprägt "der Welt" irgendwelche Ansagen machen zu wollen. Die Holzhybridbauten, die momentan als "ökologisch" gelten sind jedenfalls keine Lösung. Auch das Dämmen mit Schafwolle oder die Schaffung von Gründächern sind kein Durchbruch. Die abstrakten Forderungen auf der Metaebene bleiben doch dummes Gequatsche, wenn man nicht konkret wird und sagt, wie ein solches vorbildliches Haus aussehen soll.

    ^ Gut gebrüllt, Löwe, nur leider weit weg von jeglicher Realität. Vielleicht probieren wir es mal mit Fakten.


    1. Womit willst Du denn den Werkstoff Beton, der im übrigen nicht aus "der Steinzeit" stammt sondern von den Römern erfunden wurde, ersetzen? Für die Bodenplatten und für Treppenhäuser ist er bis dato unablässig, deshalb sind die vermeindlichen Holzbauten ja auch alle Holzhybridbauten. Und: natürlich ist bei der Betonherstellung "noch etwas zu verbessern": erstens kann man die Zuschlagstoffe durch Recyclingmaterial ersetzen und zweitens den Brennvorgang des Kalksteins, der z. Zt. mit Gas erfolgt, zu erheblichen Anteil durch grünen Wasserstoff ersetzen.


    2. Wo sind denn Backstein "lokal verfügbar"? Die wenigen lokalen Ziegleien haben doch alle zugemacht oder sind von Wienerberger gekauft und geschlossen worden. Die preußischen Ringöfen, die in Polen noch laufen und den notwendigen Backstein herstellen könnten, entsprechen keiner deutschen Emissionsvorschrift. In Süddeutschland, an der Nordseeküste und in Dänemark gibt es noch kleine, moderne Ziegeleien, die beim Brennvorgang der Ziegel schon bis zu 50 % Wasserstoff beimischen. Alles andere ist Greenwashing. Aber das kostet.


    3. Holz ist aus der Region Brandenburg kaum zu annehmbaren Preisen zu beschaffen, deshalb ist ja die Holzbauoffensive in Tegel abgesagt. Das Holz, was von den Holzbauliebhabern à la Holzmarkt verbaut wird kommt in aller Regel aus Skandinavien oder dem Baltikum und wurde mit Diesel-Lkw und schwerölbetriebenen Ostseefähren nach Deutschland verbracht. Dessen Ökobilanz ist eine Katastrophe. Und: den Grunewald wollen wir noch behalten.


    Unnötiges Zitat des Vorposts gelöscht.

    Das wird Herrn Spars bewusst sein. (...) Ganz offensichtlich interveniert der Bund als Geld- und Auftraggeber nicht und nicht zuletzt wird man ja auch schon vor dessen Berufung mit Herrn Spars gesprochen haben.

    Das ist einerlei, ob der Bund reagiert oder nicht. Entscheidend ist, was Herr Spars tut, nicht, was er sagt. Noch verhält er sich nicht satzungswidrig, insofern kann weder die Stiftungsaufsicht noch ein anderer rechtlich einschreiten.

    Allerdings ist die Debatte um die Bauakademie ja offenbar orchestriert - wir haben die üblichen verdächtigen Diskutanten von Frau Keilhacker über die linken Sprecher der Grünen und Sozialisten und Herrn Oswalt aus seinem steuergeldfinanzierten Büro in Kassel mit seinen Claqueuren. Ziel ist es fortwährend zu behaupten es sei nichts entschieden und man begönne die Debatte jetzt (nach 20 Jahren Debatte und einem Bundestagsbeschluß) nochmal neu.

    Politisch wird es darauf ankommen, wie sich die SPD und die FDP im Bund verhalten - für eine Neuentscheidung wäre eine Mehrheit im Bundestag nötig. Solange aber hier keine Neubefassung ansteht gelten eben Satzung und Bundestagesbeschluss - ob man das jetzt gut findet oder nicht.

    Interessehalber: Kann jedermann rechtlich gegen so etwas vorgehen? Oder muss man dafür Mitglied der Regierung bzw. der Stiftung sein?

    Wenn der Stiftungsvorstand die Satzung nicht beachtet und den Satzungszweck zuwider handelte machte sich der Vorsitzende der Untreue zu Lasten des Stiftungsmögens schuldig, weil die Gemeinnützigkeit wegzufallen drohte. Gemachte Spenden wären nicht mehr abzugsfähig. Da es um unser Steuergeld geht könnte jeder den Stiftungsvorstand anzeigen, wenn er die Satzung bräche. Zudem müsste bei Kenntnis die Stiftungsaufsicht des Landes Berlin einschreiten, der die Bundesstiftung gem. Satzung unterliegt.


    De facto wird man abwarten, was die Stiftung wirklich tut. Wenn die Äußerungen von Herrn Spars ernst gemeint sind müsste dieser eine Satzungsänderung anstreben, die im Stiftungsrat erstens eine Mehrheit und zweitens die Zustimmung der Vertreter der Bundesregierung benötigt. Zudem müsste der Bundestag neu beschliessen, da die Pläne von Herrn Spars nicht vom Bundestagsbeschluß gedeckt sind. Mit dieser Satzung kann man keinen Glaskubus oder eine Bretterbude à la Holzmarkt bauen.


    Sicher wäre der erste Schritt Herrn Spars einmal ein sehr sachliches Anwaltsschreiben zukommen zu lassen. Dann wird der Vorstand der Bauakademie die Sache sicher ebenfalls extern juristisch prüfen lassen. Ich halten den Fall bei dieser Satzung für völlig eindeutig. In Potsdam hat das Wunder gewirkt.

    Ich kann die Aufregung nicht verstehen: der Bund hat die "Bundesstiftung Bauakademie" gegründet, mit Geld ausgestattet und eine Satzung beschlossen. Die Stiftung ist anerkannt gemeinnützig. Grundsätzliche Fragen dürfen nicht gegen die Stimmen des finanzierenden Bundes entschieden werden.


    Ich zitiere:


    "SATZUNG in der Fassung vom 24. Januar 2019

    Präambel
    Der Deutsche Bundestag hat die Wiedererrichtung der von Karl Friedrich Schinkel erbauten Bauakademie beschlossen."

    (...)


    § 2 Stiftungszweck

    Die Stiftung verwirklicht ihre Zwecke insbesondere durch Ausstellungen (Dauer- und Wechselausstellungen) und andere Veranstaltungen in den Bereichen Bauwesen, Stadtentwicklung, Wohnen und Baukultur (z.B. Foren, Seminare, Labore, Werkstätten) einschließlich des Angebots von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für technische Berufe in den genannten Bereichen. Die Angebote der Stiftung richten sich auch an Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende. Die Stiftung führt ihre Veranstaltungen vornehmlich im Gebäude der wiedererrichteten Bauakademie durch. "


    Zitat Ende. Unterstreichung durch den Verfasser.


    Die Bundesstiftung darf also gar nichts anderes tun, als die Bauakademie in der Fassung von Schinkel wiederzuerrichten. Alles andere wäre satzungswidrig und es würden sich genug Kritiker finden dagegen rechtlich vorzugehen. Das hatten wir bei der Stiftung zur Wiedererrichtung der Garnisonkirche in Potsdam auch: die Satzung ist verbindlich.


    Das gilt völlig unabhängig davon, wie die persönlichen Vorlieben und Ansichten sind.

    Ich hab’s mir auch vor Ort angesehen und der Aufstellungsort überzeugt mich überhaupt nicht - schräg zur Barockfassade gestellt sieht das aus als wäre es irgendwie vergessen worden.

    Die Aufstellung war ja ursprünglich vor der Ostfassade geplant. Dann entschied sich die Leitung des Humboldtforums für eine Aufstellung im Bereich des ehem. Apothekerflügels. Die Schräglage nimmt den Winkel der Linden auf, obschon das Tor aus den Linden wegen seiner geringen Größe nicht zu sehen ist.


    Genau diese stärkere Gliederung der Fassade hatten verschiedene Initiativen versucht in Gesprächen mit der Stadt und dem Investor anzuregen. Der Baubeigeordnete Rubelt (parteilos) hat dies jedoch aktiv blockiert.


    Immerhin hat der Gestaltungsrat dem Bau ein Schrägdach verpaßt, das ist schon etwas wert, obwohl an den Kanal eigentlich Walmdächer gehören. Zudem ist leider eine Styroporfassade ausgeführt worden, zwar mit einem Sandsteinaufschnitt-Sockel aber ab dem 1. OG doch Polysterol. In das Erdgeschoß wird ein trendiger Edeka-Markt einziehen und der Mieter des Hotels heißt Holiday Inn.