Alexanderplatz: Diverses

  • ^ Du kannst nach eigener Aussage keinen „baulichen Missstand“ erkennen, der gewollt herbeigeführt worden wäre durch den Bau des Hauses der Elektroindustrie.

    Dass das Haus der Elektroindustrie (sprich: der TLG-Riegel) bereits zu DDR-Zeiten errichtet wurde als Teil der Hauptstadtplanung der DDR, schließt das Vorliegen eines städtebaulichen Missstands nach dem BauGB keineswegs aus. Das Städtebaurecht bewertet Zustände anhand heutiger funktionaler Anforderungen und nicht nach dem historischen Entstehungskontext.

    Die Tatsache, dass ein städtebauliches Defizit – wie die fehlende Durchwegung – erst durch die städtebaulichen Veränderungen nach der Wende zu einem realen Problem wurde, stellt sogar den rechtlichen Regelfall bei der Feststellung eines Missstands dar. Es ist der Regelfall, dass ein städtebaulicher Missstand erst durch veränderte Rahmenbedingungen und neue Planungen in einer Stadt entsteht, weil das Besondere Städtebaurecht gem. §§ 136 ff. BauGB ein zukunftsorientiertes Gestaltungsrecht ist und kein rückwärtsgewandtes Gewohnheitsrecht.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der „bauliche Missstand“ wie Du ihn nennst, fehlende Möglichkeiten der Durchquerung etc., hat sich allerdings erst mit den baulichen Veränderungen nach der Wende, den damit geänderten Verkehren, ergeben.

    Sämtliche Gebäude, die heute die Strukturen rund um den Alex dominieren, wurden zu DDR-Zeiten gebaut. Der TLG-Riegel auch und der stellt ja nun in der Tat eine städtebaulich problematische Struktur für die gesamte Gegend dar. Sämtliche Gebäude, die nach 1990 in der Gegend vor allem nördlich des Alex gebaut wurden, folgen den vorhandenen städtebaulichen Strukturen und zementieren damit nur die vorhandenen Probleme und Missstände.

  • ^ … spandauer , nicht so sehr was anderes als das was ich geschrieben habe.

    Der „bauliche Missstand“ ist allerdings die fehlende Durquerungsmöglichkeit und nicht das Haus der Elektroindustrie selbst. So sehe ich das.

    Wenn man sich nicht dazu durchringen mag das Gebäude abzureissen, dann kann man ja die Durchquerungsmöglichkeit anhand eines Durchbruches schaffen. Nichts leichter als das.

    Für mich gibt es allerdings weit abrißwürdigere Kandidaten, wie das Memi und die andere Trutzburg vis-a-vis.

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    Ich bitte um mehr Details warum dies eine „Topf mit Deckel“ Situation darstellen soll.

    … und es erklärt nicht Deinen Gesinnungswandel, denn die Situation ist so seit mindestens einem Jahr bildhaft vorstellbar.

    Dein Beitrag stammt zwar bereits vom 27. September, aber erst jetzt finde ich die richtigen Worte und Bilder, um auf deinen Beitrag zu antworten.

    Keine Frage, bildhaft vorstellbar ist der Turm schon seit längerer Zeit. Aber es ist halt ein großer Unterschied, ob man ein Rendering als Anschauungsmaterial zur Verfügung hat, oder ob man ein Foto der gebauten Realität angucken kann. Damit meine ich die Bilder von Merlin und Bauhelmchen aus dem Thread zum Covivio-Hochhaus, wo man konkret sehen kann, dass das neue Hochhaus vom Style her perfekt mit der Weltzeituhr und dem Haus des Reisens zusammenpasst. Solche atmosphärischen Situationen kann im Vorfeld kein Rendering richtig rüberbringen. Da kann das Rendering so hochwertig gemacht sein, wie es will. Ob am Ende tatsächlich eine "Topf mit Deckel“-Situation entsteht, sieht man halt erst, wenn wirklich gebaut wird.

    Ich hab ja lange Zeit auch Hochhäuser im nordamerikanischen Art-Deco-Stil präferiert. Aber eine solche Umsetzung hätte nicht zu dieser stilistischen Stimmigkeit geführt, wie sie jetzt am Alexanderplatz entsteht. Mein Eindruck ist, dass sich mit den jetzt realisierten (neo)-modernen Hochhäusern stilistisch etwas zusammenfügt.

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    Alle Bilder von mir © Merlin

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    [Bilder © bauhelmchen 2026]

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    Bitte an Moderator: Der Beitrag ist vermutlich im allgemeinen Thread zum Alexanderplatz besser aufgehoben. Bei Bedarf bitte dorthin verschieben.

  • BV: ALX Boutique Berlin

    An der : Kleine Alexanderstraße 13–16

    Nicht weit vom Bahnhof Alexanderplatz entstehen 49 Eigentumswohnungen und 7 Gewerbeeinheiten in einer der gefragtesten Innenstadtlagen Berlins.

    Laut Projektwebsite soll der Bau noch 2026 beginnen, die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Vor Ort ist davon bislang allerdings wenig zu sehen. Auf dem Grundstück finden sich derzeit lediglich die Hinweisschilder am Zaun, während die begrünte Hoffläche unverändert wirkt. Bauarbeiten oder erkennbare Vorbereitungen für den Neubau gibt es bisher nicht. So sieht die Lage aktuell aus.

    ( Ich weiß nicht, ob es hier der richtige Thread ist. Das Projekt wurde, glaube ich, noch nicht hier vorgestellt. Wenn ja kann weg. )

    Backstein Eintrag DAF Karte ?

    © ALX Boutique Berlin 

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    &

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  • Holy Moly, die zweite Visualisierung ist ja wohl die größte Täuschung aller Zeiten. So hell, mit direktem Sonnenlicht, wie es dargestellt ist, wird es dort nie sein, da die Platte des Verlagshauses schönen Schatten spendet. Aber spannend, dass man hier den vorhandenen Blockrand fortsetzt. Ein Grund mehr, dieses unbeschreibliche Memi abzureißen und einen repräsentativen Eckbau zum Schließen des Blockrands zu bauen.

  • Man muss sich doch nur mal anschauen, wie die meisten Gebäude heute aussehen und sich das über diese Baumasse vorstellen. Also da finde ich diesen verspielten Entwurf direkt erfrischend. Zumal man ja mit vergleichsweise schlichten Mitteln arbeitet: Die Dynamik bei Materialien/ Oberflächen/ Farben/ Formen/ Höhen/ Proportionen ist deutlich spürbar und wirksam, es wird aber nirgendwo übertrieben. Zudem werden gerade die Kontraste bei den Farben, Oberflächen und räumlichen Strukturen auch bei trübem Wetter "funktionieren".

    Ich muss sagen: Der rechts erkennbare Teil wirkt direkt blass und banal dagegen, auch wenn er im Grunde immer noch soliden Standard repräsentiert (halt etwas 0815 wie an jeder Ecke aber dafür immer noch halbwegs wertig gemacht und weiß-gelb ist immer noch besser als nur weiß).

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    Ich muss sagen: Der rechts erkennbare Teil wirkt direkt blass und banal dagegen,

    Der rechte Teil des Straßenabschnitts steht bereits seit den 90ern. Der Neubau beginnt ab dem ersten Rundbogenfenster im ersten OG auf der Visualisierung. Der Neubau führt also architektonisch die bereits errichteten Gebäude dieser Straßenseite fort, halt etwas verfeinerter und nicht gerade uninspiriert wie so häufig.

    Das Manko ist halt, dass die Straße unmittelbar als Sackgasse am "Memi" genannten Ungetüm endet, was schon alleine städtebaulich Dystonia gleicht.

  • Der Entwurf ist mindestens 10 Jahre alt, eher deutlich älter. Ich hatte das Nachbar-Projekt mal an anderer Stelle vorgestellt. Die Visu ist zwar nicht mehr verfügbar, aber es sah genauso aus. Die Visu hab ich vermutlich noch auf irgendeiner Festplatte zu liegen. Sollte ich sie finden, werde ich sie hier ergänzen.

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    Aber auch hier wieder. Wo bleibt da die Stadtplanung? Was ist die langfristige Lösung mit der Memi? In meinen Augen glasklar. #Stadtreparatur

    Gemach, Gemach. Erst wird das Memi saniert und dann abgerissen. Ist doch klar., Glasklar. Vielleicht ist aber auch die langfristige Lösung das Gebäude zu erhalten?

  • Er schrieb von einer langfristigen Perspektive. Wenn jetzt der Asbest rausgeholt wird, ist das auch für einen späteren Abriss vorteilhaft.

    Der anvisierte Neubau lässt jedenfalls die städtebauliche Situation noch prekärer sein als vorher, ein Memi-Abriss erschiene umso mehr als Befreiungsschlag. Dass dies kurz- und wohl auch mittelfristig nicht passieren wird, ist auch klar.

    Die Kubatur des Gebäudes hat durchaus etwas Interessantes, eine neue Fassade würde das Haus an sich sehr aufwerten. Die städtebauliche Sackgasse lässt sich damit aber nicht lösen.