Leipziger Wohnungsbau

  • […] das LWB-Projekt mit 104 Wohnungen im Musikviertel […]


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    Auch die restlichen Fassaden sind nun gerüstfrei, wie hier entlang der Ferdinand-Rhode-Straße zu sehen:


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    Wie gelungen der einzige auf dem Block überlebende Gründerzeitler (Eulenbaumhaus) durch Neubauten eingefasst wurde mag jeder selbst beurteilen.


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    An sich hat man sich schon Mühe gegeben, was Dachkonstruktion und Fassadengliederung angeht…


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    …aber in der gesamten Strassenlänge (Robert-Schumann-Str.) betrachtet hätten die Architekten die einzelnen Gebäude sicherlich durch Farb- und Fassadenmaterialauswahl noch stärker voneinander differenzieren können:


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    Das ist nicht das schlechteste, was in den letzten Jahren ins Musikviertel gestellt wurde, aber die umgebende elegante Bebauung wie z.B. hier in der Lampestraße setzt sicherlich einen deutlich höheren Anspruch:


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    ©555Farang


  • Bei dieser Ansicht muss man schon sagen, dass sich die Fassade eigentlich auflöst. Es gibt durch die viel zu vielen Öffnungen keine Fassadenstruktur mehr. Es gleicht eigentlichen einem Rohbau. Während der Innenhof an Tristesse verstirbt. Diesen Ansatz kann ich schwer nachvollziehen. Warum nicht die Öffnungen oder kleinen Balkone auf die Hofseite und an der Straße mehr Struktur?


    Vielleicht sollten die Planer:innen der LWB und die Architekturbüros mal auf Klassenfahrt in andere Städte fahren. Oder noch mal Grundkurs AR101.


  • Eines der wenigen Projekte der lwb, das zu gefallen weiß. Ich mag die Gliederung der Fassade, finde aber auch, dass sie sich von Haus zu Haus noch stärker unterscheiden sollte. Meiner Meinung nach ein klarer Gewinn fürs Musikviertel. Dennoch ein Jammer, dass heutzutage nicht mehr so gebaut wird wie ein paar Meter weiter vorne.

  • Die Fassade wirkt wie nicht fertig, unaufgeräumt, unruhig und vor allem einseitig, die einzelnen "Häuser" zeichnen sich kaum ab, endloses weiß und grau reihen sich im Rohbau-unfertig-Style aneinander. Das einzige Objekt, was gefällt, ist der gezeigte Nachbar vom/zum Eulenbaumhaus.

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  • Die Fassade wirkt wie nicht fertig, unaufgeräumt, unruhig und vor allem einseitig, die einzelnen "Häuser" zeichnen sich kaum ab, endloses weiß und grau reihen sich im Rohbau-unfertig-Style aneinander. Das einzige Objekt, was gefällt, ist der gezeigte Nachbar vom/zum Eulenbaumhaus.

    Es ist interessant, wie weit Meinungen auseinander gehen können. Weder wirkt die Fassade auf mich unruhig, unfertig oder unaufgeräumt noch wie ein Rohbau. Eher ziemlich schlicht und einigermaßen wertig. Eine stärkere farbliche Unterscheidung der Häuser wäre allerdings schöner und wünschenswert gewesen.

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    ©555Farang

    Im Vergleich mit dem Altbau gut vorstellbar: Wenn es schon kein Hochparterre gibt, EG und 1. OG optisch zum Sockel zusammenfassen - die Fenster sind ja im Gegensatz zu den restlichen Etagen nicht bodentief, das sollte sich also mit Farbe bewerkstelligen lassen. Das 2. OG als "Beletage" mit einem etwas breiteren Gesims darunter hervorheben. Das Gesims zwischen 3. und 4. OG weglassen, um die Stapel-Optik wegzunehmen. Im letzten Vollgeschoss keine bodentiefen Fenster verbauen und damit die Wirkung einer Attika erzeugen. Wenn man die bodentiefen Fenster unten um ein Viertel bis Drittel kürzt, wäre das Format noch passender. Und schon wäre ohne baulichen Mehraufwand eine angenehmere vertikale Fassadengliederung erreicht.

  • Das "Via Regia" am Waldplatz bekommt eine m. E. doch recht ansprechende Sockelgestaltung, die das Gesamtbild deutlich aufwertet.

    ...dazu weitere Bilder:


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    Zunächst eine Annäherung über die Jahn-Allee.


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    ...dann das angesprochene EG:


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    ...welches zuvor so aussah:


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    Schade ist die Garageneinfahrt, die farblich aus dem Rahmen fällt. Auf meinem Foto sieht es ja noch harmlos aus, vor Ort eher nicht.

    Dahinter:


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    "Wie, ist das ein Neubau? Ich dachte, das ist ein Altbau."

    Uns im Forum amüsiert das wahrscheinlich, aber offenbar fügt sich ein Haus zumindest aus der Sicht von Architektur-nur-aus-den-Augenwinkeln-Betrachtenden schon dank weniger Zutaten nahtlos ins Ensemble ein.

    Und das wäre auch die Mindestanforderung an Neubauten im historischen Umfeld: "Bitte nicht stören!". Hier wird das in erster Linie durch die Dachpartie erreicht, die Fassadengestaltung ist eher unpassend...


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    Noch ein kleiner Rückblick auf die vorherige Bebauung:


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    größeres Bild


    Der Tanzsaal befand sich allerdings nicht im Eckhaus am Waldplatz, sondern im Künstlerhaus (ein Begriff, der in diesem Thema irgendwie sehr unpassend wirkt... :cool: )

    Zurück zur Leipziger Realität. Leutzsch, William-Zipperer-/Klopstockstraße:


    Auch dazu noch 2 Bilder...


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    ...anschließend weiter zur William-Zipperer-Str. 121:


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    Das Umfeld sieht so aus:


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    Das war die Visu:


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    Aber egal, warum nicht noch ein Stockwerk oben draufklatschen...


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    ...und den "Erker" von jeglicher Gestaltung befreien?


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    ...es passt ja auch sonst nichts zusammen.


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    Immerhin ist die Baustelle originell beschildert...


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  • Die William-Zipperer-Straße 121 ist ja Beschiss. Gerade die wichtigsten Gestaltungsmerkmale, die Abrundung des Erkers und die etwas dunkleren Gesimse zwischen den Stockwerken, wurden einfach weggelassen. Das Ergebnis sieht entsprechend plump aus.

  • Es sind die Streifenfundamente für einen Bau in Holz-Hybridbauweise. Übrigens war am Dienstag die feierliche Grundsteinlegung.


    https://leika-leipzig.com/architektur


    Modellprojekt „Leika“

    Das Bauvorhaben wurde planmäßig im Dezember 2024 begonnen. Derzeit befinden sich die Arbeiten in der Rohbauphase, in der die tragende Holz-Skelettkonstruktion errichtet wird. Die Fertigstellung des Projekts ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

    https://www.bauen-wohnen.sachs…itenanlage-8686-8686.html

  • Dufourstraße 1 - 5

    Mittlerweile sieht es so aus:



    Floßplatz links...



    ...und rechts.










  • ^

    Genau wie schon bei der William-Zipperer-Straße 121, wurden hier die wichtigsten Elemente einfach weggelassen. Wo sind die gliedernden Gesimse und die grau abgesetzte Sockelzone? Wieso werden solche Details immer öfter weggespart? Gehört das nicht auch zur Genehnigung des Bauantrages und kann von der Stadt eingefordert werden? Das ist ja nun ein anderes Gebäude, als auf der Visu versprochen.

  • ^ Weder war die Visu noch ist die Realität ein vielversprechender Entwurf. Eine Aufteilung in drei Fassadenabschnitte, mit größere Anteilen von hellem Klinker in den Fassadenabschnitt über dem Sockelgeschoss wären definitiv bessere gewesen. Die Sockelzone wir aber anscheinend noch angepasst. Das wird die mediokre Planung und Umsetzung aber auch nicht verbessern.

  • Ich fürchte, die wenigsten (wir 8) ) interessieren sich explizit für solche Aspekte. Die größten Teile von Politik, Medien und Bevölkerung chargieren zwischen immer mehr wird zugebaut und Grünflächen verschwinden einerseits und Hauptsache, es entsteht Wohnraum andererseits, was angesichts der Megathemen Klima / Hitze und Wohnungsmangel sogar nachvollziehbar ist. Die Investoren und Bauträger sind in der dankbaren Situation, daß sie ihren Wohnraum unabhängig von der Außengestaltung zu fast jedem Preis am Markt platzieren können

  • Dufourstraße 1 - 5

    Mittlerweile sieht es so aus:

    Ist das ein Motel in Beirut?


    Im Ernst, mich graust bei der Vorstellung, dass irgendwann in mehr oder weniger ferner Zukunft jegliche Altsubstanz gegen solche oder dann noch abstoßendere Bauten ersetzt werden wird.

    Einziger Verdienst dieser architektonischen Rudimente ist die zunehmende Dringlichkeit von Fassadenbegrünung.

  • Das Doppelneubauprojekt Blumenstraße 56-58 nebst 62 - 64 zeigt sich kurz vor der Fertigstellung und uns erste noch leicht verschleierte Details der Fassadengestaltung

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    [...]


    Inzwischen ist schon deutlich besser erkennbar, wie sich die Blumenstraße in diesem Abschnitt künftig präsentieren wird:


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    Ein kleines bisschen mehr Zeit lässt sich der Abschnitt näher zur Lützowstraße:


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    Quelle: Eigene Bilder von heute


    Zur Erinnerung nochmal die Visu:


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    Quelle: https://www.facebook.com/Langheinrich.manke.architektur/


    Mal sehen, wie die Balkongeländer aussehen werden. Was fällt jetzt schon auf? Das Dach gefällt mir besser als dieses fürchterlich blecherne aus der Visu. Diese hölzernen - ja was eigentlich, Fensterläden? - wurden anscheinend geopfert, dafür sprechen auch die neuen Renderings in den

    Anzeigen bei Immoscout etc.

    Immerhin hat man die dafür vorgesehenen Flächen durch eine angenehme Farbgebung trotzdem hervorgehoben. Nichtsdestotrotz ein minus im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf.


    Für knapp 16 und teilweise mehr als 17€ kalt darf man einziehen. Bin mal gespannt, wie gut sich die Wohnungen vermieten lassen - nur ein paar Meter weiter, das Eckhaus Blumen-/Lützowstraße, hier im Forum schon ausführlich besprochen worden, ist auch nach ungefähr zwei Jahren weit von einer Vollbelegung entfernt.


    Insgesamt muss sich der Neubau trotzdem nicht verstecken, finde ich. Wir haben schon besseres gesehen, aber auch weit schlimmere Entwürfe. Dabei hat er sich an dieser Stelle eigentlich kaum würdevoll einzufügen - schräg gegenüber ein DDR-L4 von 1960, links ein klassischer 90er, rechts ein schon vor langer Zeit entstuckter und totsanierter Gründerzeitler, und mittig zwei Stadthäuser, wo ich mich bis heute frage, wer diese in der Lage vor ein paar Jahren ernsthaft genehmigen konnte (Ein bisschen Schadenfreude habe ich ehrlich gesagt, dass es mit deren "Idylle" jetzt vorbei ist. Dort gehört urbaner, ergo mehrgeschossiger Blockrandbau hin und sonst nichts.) Hofseitig blicken die neuen Bewohner auf Fritz Riemanns Eisenbahner-Genossenschaftshäuser aus den frühen 1920ern, und damit haben wir ein Potpourri der Leipziger Baugeschichte auf einem Haufen.