Beiträge von 555Farang

    Der Tagesspiegel berichtet von der Initiative „Berlin Autofrei“, die den motorisierten Verkehr innerhalb des S-Bahn-Rings per Volksentscheid verbieten will.
    Interessant ist aus meiner Sicht vor allem das Gedankenspiel, wie so ein Szenario (incl. der Ausnahmen für den Wirtschaftsverkehr etc.) umgesetzt werden könnte. Den Initiatoren scheint es wohl auch eher darum zu gehen, eine Debatte über die Nutzung des öffentlichen Raums anzustoßen und von alten Denkmustern wegzukommen.

    Anlässlich des bevorstehenden 10-jährigen Jubiläums der Eröffnung des modernen Anbaus an die Deutsche Nationalbibliothek Anfang Mai hier ein paar Bilder bei bestem Sonnenschein:


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    Der Anbau ist fast gar nicht gealtert, was sicherlich auch auf die gute Qualität der verwendeten Materialien zurückzuführen ist. Gar nicht mal übel für so ein Vorzeigeprojekt, das auch noch innerhalb des vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmens (4 Jahre Bauzeit bei gerade mal 60m€ Baukosten) fertiggestellt wurde.

    Papiermühlstraße 3


    [...] Offenbar plant man neben der Sanierung des Hinterhauses einen Abriss der Vorderhausbebauung und einen Neubau. [...]

    Yup, und hier ein paar Visualisierungen dieses Projektes im schicken St. Ötteritz, die wir laut Google hier noch nicht hatten.


    Sanierung Hinterhaus:


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    Aktueller Stand - auf dem Grundstück findet weiterhin nicht mehr als Vegetationspflege statt:


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    Soweit, so fancy. Davor schiebt sich dann noch der Neubau...


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    ..., der sich durch seine anspruchsvolle Materialwahl und filigrane Fassadengestaltung architektonisch angenehm inspirierend hervortut:


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    Da im Moment noch eine Crowdfunding- Kampagne läuft kann man nur hoffen, dass da noch ein oder zwei Mark mehr rausspringen, um die Fassade zur Straße hin so zu gestalten, wie es für dieses schöne Gründerzeitviertel eigentlich absolut angemessen wäre.


    Gegenüber schlummert der alte Bahnhof Stötteritz noch vor sich hin:


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    Menckestraße 24


    Auch wenn die Sanierung hier schon ein paar Jahre zurückliegt lohnt sich ein Blick auf dieses Schmankerl im südlichen Gohlis:


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    An dem Wohnhaus von 1899 wurden sogar die original (?) Beschriftungen wieder hergestellt:


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    Unabhängig von der Supermarktlage war es für mich schon immer eines der letzten Mysterien der Menschheit, warum man soviel Miete zahlen würde, um dann so weit draußen zu wohnen. Wenn ich für dasselbe Geld auch in bester Innenstadtlage wie z.B. am Central Park (Clara, Palmengarten & Co.) wohnen könnte. Und in meilenweit besserer Bausubstanz als in den Billigbauten, die da am Lindenauer Hafen vor allem in den ersten Baufeldern abgeworfen wurden.
    Aber nun gut, ich als stundenweise-Kanaltouri der da nicht wohnen muss, freue mich natürlich, wenn die Anwohner da Ihre hohen Mieten halb über den Acker schmeißen und damit vielleicht etwas Druck aus dem Wohnungsmarkt in der Stadt nehmen. Damit kann ich eigentlich ziemlich gut leben - und vielleicht muss ich ja auch nicht alles verstehen, hi hi. 🤗

    [...] Das ist in sofern schlau, als dass man damit die Öffentlichkeit eben nicht vor vollendete Tatsachen stellt und mögliche Wiederstände noch in einer frühen Verhandlungsphase in Lösungen verwandeln kann. [...]

    Heute gibt es in der L-IZ einen Artikel dazu, anlässlich des Auftakts der Bürgerbeteiligung. Jenseits der bereits bekannten Fakten gibt es da nichts wirklich Neues, die L-IZ hält aber fest dass bei 60-80% geplanter Bebauung des Areals in einem fest definierten Nutzungsverhältnis auch nicht mehr viel an Einflussnahme rumkommen kann. Wie hedges auch schon geschrieben hat sieht es da ganz nach einem Leuschner Platz 2.0 aus...

    [...] Aber ja, dass man die Falkenstein komplett autofrei gestalten will, wird die Sache nicht einfacher machen. Ein grün angemalter Radweg und ne Straßenbahnhaltestelle eliminieren ja nicht Nutzen und z.T. auch Notwendigkeit eines Autos für etliche Familien. [...]

    Seit einigen Jahren gibt es sogar eine Anwohnerinitiative für einen autofreien Wrangelkiez, die auch ziemlich professionell daherkommt. Im Sommer 2019 wurden außerdem Diagonalsperren für den Autoverkehr an 2 Kreuzungen im Kiez errichtet. Das alles finden aber auch nicht alle Anwohner geil: BZ

    [...] Für Radfahrer sehen die bisherigen Planungen im Zuge der Umgestaltung der Straße wohl auch neu gestaltete, gesonderte Radwege vor. Alles andere wäre auch schön blöd:


    https://böcker-giannini.de/2020/09/17/anfrage-stand-der-planungen-zur-verlaengerung-der-strassenbahnlinie-m10-von-der-su-warschauer-strasse-zum-u-hermannplatz-drucksache-18-24-581/ [...]

    ...hier wird nicht mehr mit Parkplätzen geplant - die Falckensteinstraße soll im Abschnitt bis zum Görli komplett autofrei werden:


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    tagesspiegel


    Mod: Eingebunde Grafik aufgrund mangelnder Quellenangabe geurtlt.


    Als Ausgleich für die Trasse durch den Park soll außerdem das Görlitzer Ufer am Landwehrkanal „zu einer autofreien Promenade“ umgebaut werden.


    ^häh? Ich hatte die Quelle darunter sogar als Link eingefügt


    Mod: Der Tagesspiegel ist aber nicht Urheber.

    Volle Zustimmung. Beide Projekte (Sonnesiedlung, Il Palazzino) stehen für mich für eine dichtere Bebauung im Bereich Zöbigker. Was durchaus kontrovers bei den Anwohnern ist, wenn man sich nur mal die Pläne für das „Quartier Cospuden“ auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Thiem ansieht. Da meckern jetzt natürlich die Privilegierten, die ihre öden Vorort-Einfamilienhäuser incl. Auffahrt mit SUV bis an den See heran bauen durften, und jetzt bitteschön keinen Neuzuzug haben wollen, und schon gar nicht, wenn das mit dichterer Bebauung einhergeht. Dabei hätte aus meiner Sicht gerade etwas dichtere Bebauung in Hafennähe mehr Flair und Attraktivität verliehen. Man stelle sich nur vor, am Hafen wäre ein kleiner Marktplatz entstanden mit umgebender 2-3-geschossiger Bebauung mit Läden, Restaurants und Wohnungen. Mal abgesehen davon, dass dann deutlich mehr Menschen dort hätten wohnen und den See genießen könnten, als nur einige wenige Anwohner in einer Einfamilienhaussiedlung.

    Bahnbogen Ost


    Update zur Sanierung des Sellerhäuser Viadukts, als Teil der Umwandlung des seit Dezember 2012 stillgelegten östlichen S-Bahnbogens in einen Rad- und Fußweg mit Aufenthaltsbereichen.


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    Vor ca. einem Jahr:

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    l-iz


    Heute:

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    An dem 100 Jahre alten Viadukt wurde das Sandstein-Mauerwerk im Bereich der Widerlager abgedichtet und zum Teil instandgesetzt, und Geländer für Fußgänger installiert:

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    Blick entlang der alten Bahntrasse Richtung Norden:
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    Blick in die Gegenrichtung, wo ab Oktober 2021 der zweite Bauabschnitt des insgesamt 1.500m langen Bauprojekts beginnen soll:

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    Bis 2022 erfolgt dann die Sanierung der Brücke über die Bernhardstraße und der über die Theodor-Neubauer-Straße.


    Sonnesiedlung 1a


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    wbg location


    Etwas mehr grau für die Sonnesiedlung in Markleeberg City:

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    Dafür können die Senioren aus den 81 barrierefreien Wohnungen heraus in eine bunt angepinselte Plattensiedlung kucken, und mit dem Kees‘schen Park um die Ecke ist die location ja auch gar nicht mal so übel.

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    Ich finde die Anschlussbauten (auch den in der Brandvorwerkstrasse) mit den Kacheln eigentlich ganz gut gelungen.


    Aber der Eckbau an der Arndtstrasse wirkt schon in der Umsetzung ziemlich billig. Wie immer werden in spätestens 10 Jahren die ersten Flecken die Styroporfassade total dreckig wirken lassen, nochmal 10 Jahre später muss alles neu eingerüstet und saniert werden. Die beiden untersten Etagen wurden mit der eleganten und zeitlosen Trend-Verzierung „Kratzputz“ - äh, gestaltet.


    Da stimme ich Dase zu, da hätte man einiges mehr draus machen können - wenn leider nicht wieder das Ziel gewesen wäre, am absolut untersten Kostenminimum zu bauen. Wann gibt es endlich verbindliche Vorgaben der Stadt für die Fassadengestaltung von Neubauten?!

    An der Rennbahn


    In der August-Bebel-Straße entblößen sich 2 weitere der insgesamt 6 neuen Wohnbauten:


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    Schöner Bezug von Farbe, Material und Struktur zum Altbau nebenan:
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    Eckgebäude Arndtstraße:
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