Beiträge von aku

    ^ Vielen Dank für die wieder mal tollen Vergleiche und Updates!


    Das Erich-Zeigner-Haus konnte ich vor wenigen Tagen von innen besichtigen. Ich habe keine Fotos gemacht, aber der viel besungene Spagat zwischen Altem bewahren und gleichzeitig das Gebäude fit für moderne Nutzungsansprüche machen ist hier mMn sehr gut gelungen!

    Mh. Wir haben in den letzten Jahren hier gelernt, mit wenig zufrieden zu sein. Eigentlich sollte das aber nicht der Maßstab sein. Der weiße Teil ist ok, der rechte könnte auch ein Bau der 80er in Wien sein. Mal sehen, was das restliche Karree bereithält. War nicht auch eine "runde Ecke" dabei? Verspricht eigentlich immer viel.

    Am Wochenende ist wieder "Tag der Architektur" in Sachsen: Tag der Architektur Sachsen: Programm

    Ich finde, dass viele spannende Programmpunkte dabei sind, u.a.:

    • neue Schulen (Marie-Curie an der neuen Messe; Grundschule Großzschocher)
    • Lehrsaalgebäude in der General-Olbricht-Kaserne
    • Baustellenführung Gewölbekeller
    • Verwaltungsgebäude Südfriedhof (äußere Sanierung + Außenflächen)
    • und und und

    Ich bin nach wie vor ein Fan dieses Projektes. Die Neubauten fügen sich sehr einfühlsam in den Bestand ein und ergänzen diesen m.E. sinnvoll. Ich las neulich, dass von den Neubau-Wohnungen die Genossenschaft "Kontakt" auch wieder eine Reihe Wohnungen erworben hat, diese bleiben also dauerhaft in gemeinnütziger Hand.

    Wenn es nicht so furchtbar weit vom Schuss wäre, würde ich gerne viel öfter mal vorbeischauen...

    ^ Dazu hatte ich hier (Strang "Neubauprojekte in Gohlis-Nord") schon was gepostet + Bilder. Danke für die Ergänzungen!

    @Admins: Damit hier Ordnung herrscht, bitte den Beitrag von Tomlpz13 in den genannten Strang verschieben oder den Strang schließen (unklar, ob da so viel kommt, dass es einen eigenen Strang braucht). Dankeschön.

    Wenn alles klappt, ist es wirklich nicht viel mehr als eine Stunde. Natürlich kommt es auch drauf an, wohin genau man in Berlin will, aber in den Südwesten zeigt mir Google Maps gerade 70 Minuten mit dem Auto an. Oder von Dessau Hbf nach Berlin Südkreuz mit RB und ICE via Wittenberg 1:12 h.

    Ich bin neulich mit dem Auto von Leipzig nach Norddeutschland gefahren, also auch unmittelbar an Dessau vorbei und habe wieder einmal gestaunt, wie schnell ich Potsdam bzw. Berlins westliche Ausläufer erreicht hatte - und das bei meist maximal 130 km/h.

    Eigentlich müssten Wirtschaft und Politik so viel mehr aus diesem "Zwischenland" zwischen Berlin und Leipzig/Halle machen...

    Östlich der schon 2020/21 realisierten Neubauten an der Bremer Straße geht es jetzt wohl weiter:

    v8b2zvnm.jpg

    23mrbszr.jpg

    Eigene Bilder, 26.04.

    Entwickelt wird das Quartier wieder von Bonava, wie schon vor fünf Jahren. Sie selbst schreiben dazu auf ihrer Website:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Per Forward Deal verkaufte der Wohnprojektentwickler Bonava 78 Wohnungen im Leipziger Stadtteil Gohlis-Nord an einen Fonds der Bayer Altersversorgungseinrichtungen. Der Baubeginn wird im ersten Quartal 2026 erfolgen. Fertigstellung und Übergabe sind bis Sommer 2028 geplant. Für sein Portfolio kaufte der Fonds bereits zuvor neue Wohnungen von Bonava.

    Ich würde mich mal über eine Einschätzung freuen von Personen hier im Forum, die sowohl Dresden als auch Leipzig und zudem den jeweiligen Wohnungsmarkt einigermaßen gut kennen:

    2006 hat Dresden bekanntlich seinen ganzen Bestand an kommunalen Wohnungen verkauft und wurde damit über Nacht schuldenfrei. Die Argumentation lautete seinerzeit, dass das Geld besser in sonstige städtische Projekte investiert werden solle (Straßen, Schulen etc.). Dafür wurden die ehem. städtischen Wohnungen aber weitgehend dem Markt überlassen, und vor ein paar Jahren wurde eine neue städtische Wohnungsgesellschaft gegründet, die natürlich nur langsam wächst. Leipzig hingegen hat seine LWB mit 37.000 Wohnungen noch.

    Nun meine zwei Fragen:

    1. Ist die Dresdener städtische Infrastruktur so viel besser als die von Leipzig?
    2. Ist der Dresdner Wohnungsmarkt sichtlich angespannter als der Leipziger?

    Dahinter verbirgt sich natürlich im Kern die Frage: Hat sich der Verkauf der kommunalen Wohnungen gelohnt?

    Danke für den Hinweis!

    Deinen Lobliedern kann ich mich nur anschließen. Sucht mal alleine nach "Rundling" und seht, wie viele auch foto-ästhetisch großartige Bilder aus der Erbauungszeit 1929/30 dort zu finden sind. Generell sind kommunale Bestände überproportional vertreten, irgendwie ja auch logisch beim Stadtarchiv. Das Handling ist ein bisschen frimelig, aber wenn man es einmal raus hat, kann man Stunden dort verbringen...

    Die städtische Kita im Poetenweg steht kurz vor der äußerlichen Fertigstellung:

    gewvnyex.jpg

    Schade, dass man die Gelegenheit zur Stadtreparatur hier auf Jahrzehnte verschenkt hat, und der Giebel der Villa rechts nun dauerhaft freiliegt. Selbst auf Begrünung darf kaum gehofft werden, will die Stadt den Altbau doch verkaufen.

    Die LVZ von morgen listet alle seit 2020 abgerissenen Leipziger Baudenkmäler auf. Diese Objekte bzw. Teile der jew. Grundstücke sind nun Geschichte:

    • Kleinpösnaer Anger 5
    • Brandiser Str. 91
    • Rosa-Luxemburg-Str. 3
    • Gorkistr. 45
    • Seumestr. 62
    • Franz-Flemming-Str. 11
    • Hans-Driesch-Str. 17 (sog. "Göring-Villa")
    • Leibnitzstr. 19 (Liebertwolkwitz)
    • Wiederitzscher Weg (Entlüftungsturm aus den 30ern in Möckern)
    • Tauchaer Str. 102
    • Tauchaer Str. 104
    • Am Hirtenhaus 3
    • Breslauer Str. 4 (Garteneinfriedung auf Durchgangsgrundstück zur Schönbachstr. 72)
    • Ossietzkystr. 41
    • Prager Str. 370
    • Adenauerallee 10 (Teilabbruch eines Verwaltungshauses im Bahnbetriebswerk Nord)
    • Neue Straße 4
    • Zum Kleingartenpark 34
    • Gräfestr. 36 (Gartenpavillon, ohne Genehmigung vom Eigentümer abgerissen, Bußgeld bezahlt)

    Zumeist handelt es sich um vorgründerzeitliche Substanz in den Randlagen. Manche davon wurden hier erst neulich in verschiedenen Posts gezeigt. Wer Bilder vom Rest hat, gerne her damit.

    Der Artikel führt weiter aus, dass Leipzig über 1.450 Baudenkmäler verfüge. Da klemmte wohl in der Redaktion die Null - in Wahrheit sind es ca. 10x so viele. 150 gelten als akut bedroht (diese Zahl erscheint realistisch).

    Die Liste haben wir übrigens der Hartnäckigkeit von Linken-Stadtrat Volker Külow zu verdanken, der im Januar 2026 im Rathaus anfragte, eine Abfuhr wegen angeblichem Datenschutz erhielt und die Liste dann schlussendlich vom Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung bekam.

    Soweit ich weiß, ist hier die Besonderheit, dass die LWB die Häuser (oder einen Teil davon?) von einem Bauträger bauen lässt und dann schlüsselfertig übernimmt. Das hab ich mal irgendwo aufgeschnappt. Würde auch zu dieser Meldung passen, wo von einem LWB-Projekt in der Schönefelder Straße geschrieben wird: https://www.leipziginfo.de/aktuelles/arti…ohnungsbau-ein/

    Passen würde es ja, schließlich gehört die 20er-Jahre-Anlage Thaerstraße gleich gegenüber seit jeher zum LWB-Bestand.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Eigentlich wollte ich nur einen simplen Vorher-Nachher-Vergleich vom Carl-Ludwig-Institut für Physiologie in der Liebigstraße machen...

    oglsrnp2.jpg

    Für Kurzentschlossene:

    Am Donnerstag, 19.3. (18 Uhr), gibt der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB) im kleinen Hörsaal im Obergeschoss der Liebigstraße 27 einen Vortrag zu den erfolgten Sanierungsarbeiten, die bei laufendem Betrieb erfolgten. Anschließend wird es auch um das Gestaltungsforum gehen. Eintritt frei.

    Mehr hier: Reihe zur Baukultur: Ein Gebäude der Ostmoderne und das Gestaltungsforum - Stadt Leipzig

    Aktuelles vom "Quartier Rosa-Luxemburg-Straße":

    t96f632v.jpg

    frfn842l.png

    Wer auch immer sich angesprochen fühlen durfte, hat wohl Folge geleistet. Ich kann keine rechtswidrige Nutzung mehr am 10.3. erkennen:

    jczzxn3n.jpg

    Weiß jemand mehr dazu, wer da gemeint sein könnte? Ich komme dort oft vorbei, meine Aufmerksamkeit galt aber eher der Neubebauung des Krystallpalast-Areals auf der anderen Seite der Hofmeisterstraße... also vielleicht habe ich auch was übersehen. Denkbar sind vielleicht wild parkende Autos?

    Zur Erinnerung: Instone plant hier wohl 330 Wohnungen. Eine mindestens bald 7 Jahre alte Visualisierung dazu gibt es u.a. noch bei der LVZ zu sehen:

    4pzr7mmg.jpg

    Quelle: GSP via lvz.de

    Kaum vorstellbar, dass es heute noch so ausgeführt wird, oder? Eine aktuelle Visu finde ich zumindest aber nicht.

    Ich habe von einem bekannten Polizisten mal gehört, dass für das ganze Revier Leipzig-Südost nachts teilweise zwei Streifenwagen verplant sind. Also es bleibt extrem unwahrscheinlich, dass die mal jemanden zufällig erwischen.

    Ich kann es natürlich nicht belegen, aber - surprise - nach meinem subjektiven Empfinden verschwinden die Sprayereien bei Selbstnutzern und Genossenschaften i.d.R. zeitnah, während es bei Eigentümergemeinschaften und Vonovia und Co. teilweise doch dauern kann.

    Also um deine Frage zu beantworten: Ja, das wird gemacht, aber sehr unterschiedlich.

    Die Sanierung ist nun fast vollendet, nur an den Außenanlagen wird noch gewerkelt. Wie üblich bei Leipziger Sanierungen, v.a. im Süden, darf der Maler zeitnah direkt nochmal vorbeischauen.

    auyrg3gt.jpg

    Nun noch ein paar Vergleiche direkt von mir (alte Fotos ziemlich exakt 11 Monate alt, neue von gestern und heute).

    6xqylzdx.jpg

    lwyzcqn7.jpg

    Der L-förmige Block entstand gemäß Eintrag in der Denkmalliste in den Jahren 1955-56. Die ersten Bewohner waren Umsiedler aus abgebaggerten Dörfern im Bereich Stöhna-Rüben. Wie schon die drei benachbarten Blöcke bis hoch zur Lößniger Straße wurde dieser Block nun von der Campus Altbausanierungs GmbH revitalisiert. Bei Immoscout finde ich Mietpreise von 14-15 €, ich hätte fast noch mehr erwartet in der Gegend.

    xaq4ug2z.jpg

    vi34dd27.jpg

    Die teilweise verbauten Sprossenfenster finde ich hier etwas unpassend, zählten diese vorher doch nicht zum Bestand und sind in dieser Form für diese Baualtersklasse auch untypisch. Vielleicht wollte man so die Brücke schlagen zu den schon erwähnten anderen Blöcken des Ensembles nebenan, die schon in den 1920er-Jahren entstanden und entsprechend original über diese Fensterteilung verfügten.

    37h3yjsz.jpg

    ygby4njb.jpg

    Nachfolgend sieht man schön, dass man sich bei den neuen Balkonbrüstungen gut an den bestehenden Gitterchen im Stil der Midcentury-Moderne orientiert hat. Vielleicht war es auch eine Anforderung vom Denkmalschutz - ist ja immer etwas heikel bei solchen in Kammstellung zur Straße stehenden Häusern, wenn es keine klassische Hofseite gibt, die vom öffentlichen Raum abweisend liegt und nach Belieben gestaltet werden kann. Ohne Balkonanbau hätte es aber sicher auch kein Investor angepackt - kann ich schon auch verstehen.

    ut8sedag.jpg

    eagpvgq8.jpg

    2uqgr5l5.jpg

    xqwc4xq3.jpg

    Abschließend nochmal das ganze Ensemble vor und nach der Sanierung:

    2020:

    isz8jcws.jpg

    Heute:

    gu5xn9xj.jpg

    Das gemeinte Haus hat die Hausnummer 45a (die 45 ist schon Teil des Kaufhaus-Held-Gebäudes nebenan).

    Die 45a hat keinen Denkmalschutz, also stellen wir uns mal lieber auf ein Sanierungsergebnis à la Ludwigstraße 85 ein, was hier neulich besprochen wurde.