Etwas Südvorstadt [...]
Beim Projekt Kantstraße 55-63B ist man beim letzten Gebäude angekommen.
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Die Sanierung ist nun fast vollendet, nur an den Außenanlagen wird noch gewerkelt. Wie üblich bei Leipziger Sanierungen, v.a. im Süden, darf der Maler zeitnah direkt nochmal vorbeischauen.

Nun noch ein paar Vergleiche direkt von mir (alte Fotos ziemlich exakt 11 Monate alt, neue von gestern und heute).


Der L-förmige Block entstand gemäß Eintrag in der Denkmalliste in den Jahren 1955-56. Die ersten Bewohner waren Umsiedler aus abgebaggerten Dörfern im Bereich Stöhna-Rüben. Wie schon die drei benachbarten Blöcke bis hoch zur Lößniger Straße wurde dieser Block nun von der Campus Altbausanierungs GmbH revitalisiert. Bei Immoscout finde ich Mietpreise von 14-15 €, ich hätte fast noch mehr erwartet in der Gegend.


Die teilweise verbauten Sprossenfenster finde ich hier etwas unpassend, zählten diese vorher doch nicht zum Bestand und sind in dieser Form für diese Baualtersklasse auch untypisch. Vielleicht wollte man so die Brücke schlagen zu den schon erwähnten anderen Blöcken des Ensembles nebenan, die schon in den 1920er-Jahren entstanden und entsprechend original über diese Fensterteilung verfügten.


Nachfolgend sieht man schön, dass man sich bei den neuen Balkonbrüstungen gut an den bestehenden Gitterchen im Stil der Midcentury-Moderne orientiert hat. Vielleicht war es auch eine Anforderung vom Denkmalschutz - ist ja immer etwas heikel bei solchen in Kammstellung zur Straße stehenden Häusern, wenn es keine klassische Hofseite gibt, die vom öffentlichen Raum abweisend liegt und nach Belieben gestaltet werden kann. Ohne Balkonanbau hätte es aber sicher auch kein Investor angepackt - kann ich schon auch verstehen.




Abschließend nochmal das ganze Ensemble vor und nach der Sanierung:
2020:

Heute:
