Beiträge von hedges

    ^ bezüglich weitere Hub-Anbindungen braucht man sich wohl keine Hoffnungen machen. Außer es kommt tatsächlich mal jemand wie AF/KLM oder IAG auf die Idee und es funktioniert irgendwie. Um auch mal LH hier zu kontern. Aber daran glaube ich gerade nicht.


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    Deutsche Aircraft eröffnet am 29.09. seine Flugzeugproduktionsstätte für die D328eco am Flughafen Leipzig/Halle.

    https://www.airportzentrale.de/d328eco-deutsc…-leipzig/93704/

    SC-DHfK Handball hatte die neue Flugzeughalle (Sponsoring DA und DHL) für ihre Präsentation zum Saisonbeginn genutzt und ich war echt über die Größe überrascht. Das sind für den Standort, der gerade unter der schwachen Weltkonjunktur (Orange-Man in DC mit kognitiv-beschränkter Haftung) leidet, gute Nachrichten.

    Generell zeigt sich aber durch die Vorfälle seit 2024, dass am Flughafen über einen separaten militärischen Teil nachgedacht werden sollte. Es ist wahnsinnig viel Platz auf den Flächen. Dieser könnte auch noch einmal Folgeinvestition mit sich bringen. Damit am Flughafen mehr als Fracht "nur" umgeschlagen wird. Ein Flugzeugbauer (erster seit 1945?) ist ein sehr guter erster Schritt.

    Ich muss schon gestehen, dass es ziemlich skurrile Forderungen seitens der CDU waren.


    Vor etlichen Jahren wurde die B6n weiter nördlich gebaut um die Verkehr aus der Georg-Schumann umzuleiten. Damit haben sich Möglichkeiten aufgetan, die Georg-Schumann zu einer Quartiersstraße umzugestalten. Ihre schiere Länge als Gerade hat eine grundlegende Problematik für eine städtebauliche Differenzierung. Was einer der Gründe ist, warum die Umgestaltung so dringend notwendig ist.

    Eine Einteilung der Straßenraumgestaltung in die jeweiligen Stadtviertel, mehr Durchlässigkeit zwischen Nord- und Süd (Ost-West-Struktur dekonstruieren), immer wieder Brüche der Gerade durch Grün- und Aufenthaltsflächen an Kreuzungspunkten und Schulen, vor allem eine deutliche Verschattung und teilweise Entsiegelung des Straßenraums, keine Tram-Rennstsrecke welche die Straße in zwei Hälften teilt, breite Gehwegflächen.

    Damit wären Grundvoraussetzungen geschaffen, die dort schon zaghaften kulturellen Erscheinungen hervorzuheben und weiter zu fördern.

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    Die Stadtverwaltung hält trotz angespannter Haushaltslage an der Umgestaltung des Wilhelm-Leuschner-Platzes fest. Stadtplanungsamtsleiter Heinrich Neu wies daraufhin, dass das dafür vorgesehenen Geld in den kommenden Haushalten bereits eingeplant wurde. Rund 17 Millionen Euro sind für die Freiflächen und die Anpassung angrenzender Wege und Plätze und weitere fünf Millionen Euro für das Freiheits- und Einheitsdenkmal vorgesehen. Es sollen darüber hinaus Fördermittel aus der Städtebauförderung beantragt werden. Der neugestaltete Wilhelm-Leuschner-Platz soll spätestens im Jahr 2029, zum 40. Jahrestag der Friedlichen Revolution, eingeweiht werden.

    https://www.mdr.de/nachrichten/sa…rplatz-100.html

    [...]

    Hier wäre auch mal interessant, worin die Logik eines Erhalts des jetzigen völlig versiegelten Platzes ohne eine irgendwie geartete Aufenthaltsqualität ist. Auch durch die notwendige Veränderung öffentlicher Stadträume im Zuges des Klimawandels, welche entweder in der Gegenwart sehr teuer und in der Zukunft noch viel teurer ist.


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    [...] Auf 3,8 Hektar sind Bäume, Naturgärten, Sumpfmulden und Liegewiesen vorgesehen, nahe dem S-Bahn-Eingang Sport- und Spielbereiche. Insgesamt umfasst die Brachfläche sechs Hektar. Die Landschaftsarchitekt*innen vom Berliner Büro Atelier Loidl haben ihre Pläne verfeinert, so Brigitta Ziegenbein, Chefin des Stadtplanungsamts. Mehr Wasserspiele seien nun gesetzt: So werde der historische Brunnen am Bowlingtreff – eine Metallschale um eine Porphyrkugel – wieder sprudeln. „Hinzu kommen ein Trinkbrunnen der Wasserwerke und ein Schaubrunnen mit Sitzplätzen vor der Stadtbibliothek.“

    Auch wenn die Ambitionen für die Veränderung des Platzes wirklich gut sind, verstehe ich den Sinn einer künstlichen Sumpfmulde an diesem Standort und in einer der trockensten Gegenden in Deutschland so wirklich überhaupt nicht. Anstatt die Flora auf lange Trockenperioden und kurze Starkregen-Phasen auszurichten.

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    Hier kann man* zwar keine Stimme abgeben, aber dennoch mal vorbeischauen: https://nolympia-leipzig.de/

    In einem Monat, am 26. September 2026, ist der Quatsch hoffentlich vorbei. Vorher ist auch noch die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin.

    Was ist denn nun schon wieder alles so schlimm daran?

    Es ist schon aufgefallen, dass Leipzig nur einen geringen Teil der Spiele in schon existierenden oder nur erweiterten Anlagen stattfindet? Oder was soll der Vergleich mit den Kosten von Paris und dem Haushaltsloch der Stadt?

    ^ bei diesem Projekt sieht man aber wieder gut, wie sehr die geänderten Bedingungen noch nicht angekommen sind. Alle 1-3 Raum-Wohnungen haben Fensteröffnungen nur auf eine Gebäudeseite. Damit kann bei den immer regelmäßigeren Hitzesommern keine ausreichende Lüftung stattfinden. Nur die 4-5 Raum-Wohnungen können einen "natürlichen Durchzug" initiieren. Dazu keinerlei Fensterverschattung durch z.B. Fensterläden (welche auch eine gute Fassadengestaltung bilden). Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

    ^ mal sehen was dann für Leipzig übrig bleibt, wenn es tatsächlich Berlin werden soll. Eine konzentriertere Variante als die jetzige halte ich für wahrscheinlich. Auf der anderen Seite werde etwas Druck in der Umsetzung in Berlin genommen.

    Vielleicht springt ja noch ein kleines Leichtathletik-Stadion für die Stadt heraus.

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    Die LVZ berichtet, dass überraschenderweise die Gottschedstraße 16 (früher Theaterbühne "Skala") zu einem "Haus des festivals" werden soll.

    [...]

    Baubeginn soll 2027 sein.

    Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der Stadt Leipzig.

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    ^ Besagte Skala - Gottschedstraße 16:

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    Eigenes Bild


    Die Stadt ist nun endlich einen großen Schritt um die Planung des nun offiziell lautenden 'Haus der Festivals' vorangekommen. Neben einem neuen Saal für 365 Personen entstehen Räume für die Jazztage, den Literarischen Herbst, die Euro-Scene und die DOK-Filmwoche. Im EG wird der Jazzclub einziehen sowie Gastronomie bestehen bleiben. Klick

    Im Netz geisterten bereits einige Visu vom Büro khm herum. Die sind aber nicht mehr aufzufinden. Positiv, es soll auch einen Wettbewerb zur Kunst am Bau geben.

    Ich sehe vor allem wieder keinen ordentlichen EG-Bereich mit einer ordentlich abgestimmten Sockelzone. Die Fassade ist mehr oder minder eine leicht angepasste Einheit. Kein wirklicher Aufbau.

    Die Eingangsbereiche sind nur durch die Position am Erker zu erkennen. An der weißen Fassade hätten Franz.-Balkongitter dem Erker eine bessere Struktur gegeben. Am grauen Gebäudeteil ist unklar was der "Erker" überhaupt für eine Funktion haben soll, wenn dieser keine gesonderte Definition in Bezug auf Fenster hat noch dieser über dem EG abschließt.

    Abermals sehr ernüchternd bei der LWB. Dabei gabs ja schon andere und sehr erfreuliche Ergebnisse. Ich hoffe, dass wir zur Johannisallee bessere Ergebnisse haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    ^ wenn man in Betracht zieht, dass hier ein Branchenmix entsteht ist das durchaus eine positive Entwicklung. Dass neben dem neuen Catering bei RB nun abermals ein großer britischer Akteur in Leipzig aufschlägt, ist sicher positiv für den Standort zu werten.

    Unabhängig davon, leben Food-Halls auch gerne von System-Gastronomie. Darin würde ich es auch erstmal verorten. Ein Model einer südeuropäischen Markthalle lässt sich jetzt nicht erwarten. Was aber auch in Bezug auf eine mögliche zukünftige wirkliche Markthalle am WLP, nicht negativ ist.

    ^ leider biegt der Artikel hier und da wieder etwas zu sehr in jenen Tenor welcher auch hier immer aufklappt. "Die voranschreitende Inanspruchnahme von Flächen oder Brachflächen und Baulücken [...].“

    Es wäre neben einem richtigen Monitoring auch wichtig, eine richtige Definition von Flächen zu finden. Die repetitive Bezeichnung von Baulücken und kleineren Brachflächen im Blockrand als temperaturmildernde Situationen, macht sie nicht tatsächlich wahr. Um am Ende jede zweite Lückenbebauung im Blockrand zu bekämpfen. Oder gar den Gülle getränkten Acker am Rand der Stadt als schützenswert zu erklären.

    Leipzig hatte große grüne Areale. Das größte Potential in Leipzig liegt also nicht dort sondern bei stark versiegelte Aufenthaltsflächen und die mitunter völlig überdimensionierten Verkehrsflächen sowie dem Straßenraum insgesamt, der zeitnahen Umsetzung von angedachten Parkflächen (z.b. Bayr.- und Eutritzscher Bahnhof), dem Gewässerknoten (z.B. katastrophales Becken der Parthe und Pleißemühlgraben), sowie der Umwidmung von Straßenräumen in grüne Fußgängerzonen.

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    Leute finden in Berlin, Leipzig oder anderen Großstädten keinen Wohnraum mehr und ziehen dann ins Umland. Die Städte wachsen über ihre administrativen Grenzen hinaus. [...]

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    Richtig ist, dass es keine Verschiebung aus dem Umland in die Städte gibt, sondern umgekehrt mehr Menschen aus der Stadt ins Umland ziehen (u.a. Folge der angespannten Wohnungsmärkte*). Daraus folgt aber nicht zwingend ein prozentual stärkeres Wachstum des Umlands, da die Zuwanderung von außerhalb der Region in die Stadt die regionalen Wanderungsverluste ausgleichen oder überkompensieren kann [...]

    Die am stärksten wachsenden Gemeinden (keine Großstädte) im Freistaat befinden fast alle um Leipzig herum. Also sehen wir hier natürlich ein Suburbanisierungsprozess. Das ist per se auch nicht negativ, muss aber in Bezug auf Infrastruktur und Flächenfrass orchestriert werden.

    Und natürlich besteht auch eine Wechselwirkung zwischen urbanem und suburbanem Raum. Jene wachsenden Gemeinden fördern die Erwerbstätigkeit in der Stadt und unterstützen durch eine konstante Anzahl an Personen in erwerbsfähigen Alter. Umgekehrt bietet die Stadt einen Arbeitsmarkt, Weiter- und Ausbildungseinrichtungen, überregionale Infrastruktur, und kulturelle Faktoren.


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    Bezogen auf Leipzig gibt es natürlich gerade aktuell viele unbekannte Variablen. Wie geht es wirtschaftlich gerade im Automobilbereich weiter? Einsparungen beim MDR wirken sich schon jetzt bei Produktionsfirmen aus, in Leuna arbeiten auch etliche im Chemiebereich. Da hat Leipzig gerade keinen Lauf. [...]

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    [...]

    BMW wird voraussichtlich den Neuen Klasse 1er im Werk Leipzig produzieren. Zwar testet das Unternehmen in Leipzig humanoide Roboter, aber bis die im großen Stil Montagemitarbeiter ersetzen (wenn überhaupt), dürfte noch sehr viel Wasser die Flüsse Leipzigs herunterfließen ;)

    Leider erlebt Leipzig das erst mal seit 25 Jahren einen wirtschaftlichen Dämpfer. Dass trotz steigender Arbeitslosenquote gleichzeitig (noch) die Zahl der Erwerbstätigen wächst, ist ein interessantes Phänomen. Steigende Branchen wie der Life-Science Sektor schaffen aber (noch) keinen Ausgleich zur Neuordnung der Industrie. Hinzu kommt, dass der Standort bisher von keinem Milliarden schweren Subventionsprogramm der EU profitiert. Aufgreifend, sind nicht Humanoiden das Problem, sondern das wir sie am Standort nicht selbst entwickeln und herstellen.


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    Klar für mich in jedem Fall, die Zeiten des großen Wachstums sind auch hier vorbei, weil es kaum Leerstand mehr gibt, die Lückenbebauungen vor allem in beliebten Vierteln in den nächsten Jahren durch geringere Verfügbarkeit immer weniger werden und es bei den neuen zentralen Wohnquartieren wohl weiterhin sehr unterschiedlich vorangeht.

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    [...]
    (*Die Verfügbarkeit von Wohnraum im Umland ist in einigen westdeutschen Städten ein limitierender Faktor, sonst wäre die Wanderung ggf. noch größer)

    BMW wird voraussichtlich den Neuen Klasse 1er im Werk Leipzig produzieren. Zwar testet das Unternehmen in Leipzig humanoide Roboter, aber bis die im großen Stil Montagemitarbeiter ersetzen (wenn überhaupt), dürfte noch sehr viel Wasser die Flüsse Leipzigs herunterfließen ;)

    Was wirklich noch einmal sehr wichtig ist: limitierender Wohnraum in Ballungsräumen ist kein Grund für einen geringeren/s Zuzug/Wachstum per se. Es wird Personen mit wirtschaftlicher- und erwerbsbezogener Flexibilität in das Umland oder anderen Ballungsräume drängen. Aber jene welche diese Flexibilität nicht haben, auf bestimmte Arbeitsmärkte angewiesen sind, bestimmte sozio-kulturelle Bereiche/Nischen brauchen, oder sich in Ausbildung und höhere Bildung befinden, nicht verdrängen.

    Ganz wichtig: ein limitierender Wohnraum spitzt soziale und wirtschaftliche Missverhältnisse und Spannungen zu. Erschwert Zugänge zu nicht-natürlichen Lebensgrundlagen und Lebensbedingungen. Deswegen geht es beim Wohnungsbau auch nicht nur um Wachstum sondern auch um die Etablierung fairer Lebensbedingungen.

    ^ Dass es keine Abwägungen mehr zur Beeinträchtigung von Autoverkehr beim Ausbau von ÖPNV bzw. Rad- und Fußwegen geben sollte, kommt noch nicht bei allen an. Die Diskussion innerhalb der Stadt muss sich um den Ausbau der Infrastruktur jenseits des MIV beschäftigen.


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    [...]

    Wünschenswert als Großprojekt ist aus meiner Sicht die Taktverdichtung vom 5-Minuten-Takt auf 2,5-Minuten-Takt. Das erfordert nicht nur Signalumbauten/ETCS-Implementierung, sondern auch Kapazitätsausbauten im angrenzenden Bereich. Diese Verstärker können stadtgrenzennah enden (bsp. Borsdorf / Taucha / Schkeuditz / Böhlen). Auch im Zusammenhang mit den ICE-Schnellfahrstrecken muss grundlegend neu sortiert und ggf. umgebaut werden. Diese Taktverdichtung bringt innerhalb der zentralen Stadt "Berliner Qualitäten" was die S-Bahn angeht und bis zum Stadtrand attraktive 5 Minuten-Taktbereiche. Netzweit stärkt das den ÖPNV mehr als ein funktional nachteilbehaftetes singuläres Projekt.

    [...]

    Danke! Das ist jene Diskussion welche ich mir in der Öffentlichkeit mit einem zweiten Tunnel erhoffen würde. Unterm Strich eine Empfehlung als Folge der Evaluation, die bestehenden Strukturen mit geringeren Investitionen deutlich zu verbessern. Da sie jetzt einfach unzureichend sind.

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    [...]

    Meine These ist: Weil es bei dem Versprechen auf den zweiten Citytunnel nur zum Teil um die Verbesserung des ÖPNVs in Leipzig (und drumrum) geht und auch andere Gründe und Hoffnungen dabei eine große Rolle spielen.

    Nochmal: ich will eine zweite Stammstrecke nicht gegen eine Südsehne ausspielen. Ich sehe auch diese oben angesprochene Problematik. Kann die großen Fragezeichen bzgl. eines zweiten Tunnels nachvollziehen.

    Mir ging es darum, dass ja auch bei einer Südsehne weder die offenen Frage geklärt sind (zwei neue Brücken, Trassenführung ohne Abholzung Allee, große Haltepunkte im Kreuzungsbereich, Einbettung Linie in bisheriges Netz) noch der Bedarf argumentativ wirklich schlüssig ist (monozentrische Stadtstruktur, geringer Zeitgewinn, Dezentralisierung und Digitalisierung behördlicher Aufgaben siehe Technisches Rathaus).

    Also wenn wir die Fragen bei möglichen großen Infrastrukturprojekten stellen, dann kann auch die Tram nicht als Allheilmittel behandelt werden. Muss sich genau so der Abwägung stellen. Das wird bei einer Südsehne deutlich und war mein Punkt.

    ^ hier wie auch bei manch anderem in der Konversation frage ich mich, welche Problematik bestehen muss, in einem anonymen Forum persönlich zu werden. Das ist wirklich skurril und mir die Zeit zu schade.

    Ich bin gespannt auf deine scharfen Analyse für die Zukunft, ganz ohne "Vibes".

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    [...] Aber schon diese Phase der Stagnation hieße ja, bei anhaltendem Neubau: Leerstand. Und das ist zunächst für den Wohnungsmarkt und die Mieter und ggfs. auch die Bauherren gar nichts schlechtes, man sollte nur irgendwann aufhören, den Schweinezyklus zu exzessiv zu reiten. Man könnte stattdessen etwas großzügiger bauen.

    ^ daran anschließend, gibt es auch hier nicht nur die Ansätze der verdichteten Großstadt welche mit der vorhandenen Infrastruktur so Einwohnerwachstum besser generieren kann, sondern bilden auch andere Wohngewohnheiten (z.B. Single-Haushalte und die Verschiebung von Gemeinschaft in den öffentlichen Raum) keine Grundlage für (räumliche?) "Großzügigkeit".

    Die Stadt muss selbst bei einer Stagnation (welche in Leipzig seit 25 Jahren nicht stattgefunden hat) oder negativem Zuzugssaldo einen Stadtumbau vorantreiben.

    Nutzen vorhandener Infrastruktur, Wandlung von Mobilitätsstrukturen, Verdichtung, Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen, soziale Aspekte mit Einkommensscheren und sozialer Durchmischung sowie egalitäre Zugänge etc. Und über allem schwebt der Klimawandel welcher wirklich in jeden Teilbereich eingegliedert werden muss.

    Jetzt darüber zu philosophieren, dass ob wann und wenn, würde die Stagnation der Stadt selbst vorantreiben und hätte als Kreislauf dann auch die Stagnation im Einwohnerwachstum zu verantworten. Das wäre einfach grundlegend falsch! Und Deutschland hat in der Entwicklung von Städten wirklich keine Vorreiterrolle inne sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Auch das spricht für sich.

    ^ ich denke nicht, dass es die richtig Schlussfolgerung ist. Deswegen hatte ich etwas provozierend gefragt.

    Bei der Zuwanderung gibt es etliche Faktoren welche manifestierte Thesen einfach nicht möglich machen. Diese dann ein eine Politik oder Stadtplanung zu übersetzen, wäre meines Erachtens völlig falsch.

    Ich denke auch, dass Begriff der Schrumpfung hier nicht der richtige Begriff ist. Da eine Schrumpfung nicht nur von dauerhaftem Einwohnerverlust sondern auch von wirtschaftlichem- und kulturellem Leistungsverfall geprägt wird. Davon kann keine Rede sein.


    Am meisten (in DE) zieht die Stadt aus den direkten Landkreisen und am meisten gibt daran ab. Wir sehen hier also ganz normale Prozesse welche permanent in Wellenbewegung stattfinden. Und auch wenn wir es hier und in den Depeschen immer wieder schreiben, es ist nicht die Haupt-Zuzugsquelle der Stadt.

    Die Zuzugszahlen aus den ostdeutschen Bundesländern (ohne SN) und den westdeutschen Bundesländern sind seit rund fünf Jahren ähnlich und haben sich in den letzten Jahren zugunsten der westdeutschen Bundesländer umgekehrt.

    Die ostdeutschen Bundesländer und Sachsen verlieren ja nicht nur Einwohner sondern findet auch eine starke Verschiebung vom Land in die Stadt statt. Dominant nach Leipzig. Auch wenn die Länder stark an Einwohnern verlieren, bedeutet es im Umkehrschluss kein zwingendes "Schrumpfen" von Leipzig. Im Gegenteil, werden soziale Infrastrukturen und Arbeit/Ausbildung noch stärker in den wenigen urbanen Räumen gebündelt.

    Die größte Zahl an Zuzügen finden immer noch aus dem Ausland statt. Das hat geopolitische und wirtschaftliche Gründe. Innerhalb einer Dekade gab es zwei! gewaltige Zuzugswellen durch Krieg und Vertreibung. Ich denke, das spricht für sich.

    Darüberhinaus findet mittlerweile auch eine starke Sekundärmigration statt. Also ausländische Migration nach Deutschland verschiebt sich innerhalb Deutschlands ein weiteres mal. Leipzig spielt diesbezüglich in Süd-Ostdeutschland eine herausragende Rolle, da soziale- und kulturelle Infrastrukturen hier wesentlich besser ausgeprägt sind als in anderen Städten und Regionen.

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    [...]

    Das gilt auch unabhängig von mittelfristigen Einwohnerentwicklungen: München verlor bspw. über einen relativ langen Zeitraum in den 80er und 90er Jahren Einwohner an das Umland, doch seit 20 Jahren herrscht wieder eklatante Wohnungsnot (< 0,2 % Leerstand), Nachverdichtung innerhalb bestehender Strukturen ist die einzige Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen ohne noch weitere Freiflächen am Stadtrand zu versiegeln. [...]

    Das Beispiel München ist aber auch eines der positiven. Die Verdichtung bzw. Wieder-Verdichtung der Kriegslücken in den Jahrhundertwende-Vierteln wurde für damalige Verhältnisse fast schon mustergültig umgesetzt. Als Beispiele mit der Maxvorstadt, Schwabing, oder Glockenbachviertel sind die Blockränder wieder fast komplett geschlossen worden. München hat mit einer mittleren Durchschnittshöhe im Geschosswohnungsbau eine hohe Einwohnerdichte erreicht. Das hat in vielen Aspekten sehr positive Effekte.

    Trotz der starken Einwohnergewinne Münchens nach dem Zweiten Weltkrieg hat es die Stadt geschafft, mit Nachverdichtung und ohne einen hohen Anteil an Großwohnsiedlungen an der Gesamtstruktur der Stadt, das Wachstum unterzubringen.

    Darin liegt auch das große Potential von Leipzig. Durch die Wiederherstellung der Blockränder in den Jahrhundertwende-Vierteln und Bebauung von Industriebrachen, ließe sich das Einwohnerwachstum größtenteils in bestehenden Strukturen bewältigen. Wenn darin noch veränderte Mobilitätsstrukturen einbezogen werden, ließe sich die Stadt trotz weiterem EW-Wachstum sogar positiver entwickeln als es die Gegenwart hergibt.

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    Mit "ohne" Laub, dem pflicht ich zu, das passt so überhaupt nicht.

    Präambel: Dem überhaupt ein "gar" zuzufügen, ist sprachliche Verhohnepipelung daher daher lehn ich den Beitrag schon einmal pauschal ab.

    Erstens, Realität und Planung sind grundverschiedene Dinge. Nehmen wir als Beispiel das Waldstraßenviertel; Tschaikowski- und Feuerbachstraße waren bebaumt, ein Blick in die Funkenburg-, Frege-, Planck- oder Auenstraße (selbig heißt, glaube ich, nicht mehr so) zeigt den Anteil der Straßen mit Verbaumung am Gesamtviertel an. Die G.-Adolf Str. wurde erst nach der Wende gärtnerisch überarbeitet. Die Waldstraße selbst, als große Straße, ist in dieser Betrachtung außen vor. Ähnlich ist jedoch der Anteil der Baumstraßen in anderen Stadtvierteln der Messe-, Buch- und Pleissenmetropole, bzw. niedriger. Meist sind nur die großen Straßen, wie im Süden Bebel- und Südstraße, aufgeforstet.

    Zweitens ward beschroben die Situation der extrem engen zweiten, dritten und vierten Hinterhöfe. Selbige hat die Stadt Lpz. in der Regel nicht. Das die Innenhöfe per se nicht als Savannen oder Bergwälder mit Pandapopulationen geplant und realisiert waren, hat hier niemand behauptet. (Da stimmten sogar Plan und Realität überein, oh welch freudig und seltenes Ereignis!), dass der Straßenbaumbestand seit den 80ern erheblich zugenommen hat, soll auch unbestritten sein.

    Aber an die völlig verholzten Berliner oder Hamburger Gehwegfassungen reicht das nicht heran. Die verlaubte Quartierstrasse ist die Ausnahme und nicht die Regel.


    Das ist alles wahnsinnig spannend. Aber vielleicht solltest du noch einmal deinen Ausgangspost lesen. Selbst das Zitat von dir in meiner Antwort, beschreibt eine Verallgemeinerung welche ich nicht teile. Und das nicht nur in der Gegenwart.

    Ansonsten können wir natürlich auch einfach auf sprachliche Aspekte umschwenken.

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    [...] Wohnraum als Argument für diese Art der Proportionsverzerrung herzubeten klappt auch in Leipzig vielleicht noch ein bis zwei Jährchen, dann kommt die Schrumpfung auch dort an. Dann werden sich diese sozialen Wohnraumargumente als das herausstellen, was sie immer waren: Blendwerk des Kapitals.

    Steile Thesen!

    Wenn auch in Leipzig die Schrumpfung ankommen wird, woher kommt sie denn und worauf stützt sich die These? Und wie ist das "soziale Wohnraumargument als Blendwerk des Kapitals" zu verstehen?