Beiträge von hedges

    ^ diese dauernden Kausalitäten von COVID-19 und dem Leerstand im Einzelhandel. Leipzig hat eine Leerstandsquote welche noch unter dem Durchschnitt der Top 10. Standorte in Deutschland ist. Und dass, das 'Kaufhaus' als solches seit Jahren überall auf dem Rückzug ist und von individuelle Ketten mit hoher Markenidentität ist, konnte man schon in Italien der 90er Jahre sehen. Genau so wie es einzelne Händler die über Jahre gestrauchelt sind, nun aus der Bahn wirft. Diese Dystopie ist unnötig!



    Edit LEonline: 'H&M' ist schon lange aus dem Concentra-Haus raus. Dort befindet sich seit geraumer Zeit 'Urban Outfitters'. 'H&M' befindet sich derzeit im Messehof.

    ^ sieben Geschosse auf einer Höhe in welcher der Gründerzeitler nebenan 5 Geschosse unterbringt. Diverse kleine Wohnungsgrundrisse pro Etage anstatt halb- und ganz Etagenwohnungen wie beim Gründerzeitler nebenan. Dadurch entstehen dann auch Erker mit doch recht merkwürdigen und völlig untypischen kleineren Seitenfenstern. Da man ja ansonsten kaum noch Fassadenfläche hat. Bei den ganzen Wohnungsschnitten und gedrungenen Etage um alles erdenkliche dort aus der Fläche rauszuholen.


    Weder Bauherr*inn noch Architekt*innen haben hier einen Beitrag zum Stadtbild geleistet. Keine Idee mit so einem Raum in einer engeren Straße samt Tramschienen umzugehen. Keine gestalterischen Mittel angewendet welche die Merkmale der gebliebenen Gebäude auf der "Grenzstraße" zwischen Waldstraßenviertel und Nordvorstadt aufgreifen. Hier hat man einfach nur "Fläche gekloppt". Erbarmt wurde sich nur mit angedeutetem Fassadenraster und einer stimmenden Farbgebung.

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    Wenn denn anstatt der Reko ein super durchdachter Entwurf mit vortrefflicher städtischer Planung herauskommen würde, wäre es kein Verlust keine Reko zu bauen. Allerdings wissen wir es doch besser, nach Betrachtung aller Städte dieser Republik, dass ein neuer Entwurf, der dabei rauskommt, nur ein wiederverwerteter Entwurf ist, der bei einem anderen Wettbewerb durchgefallen ist.

    aber das es keine gute Lösung bei einer Neuinterpretation geben könnte, ist ja reine Spekulation. Und hier entsteht ja auch wieder die Frage, was da nun "durchdacht" bzw. "passend" sein soll. Sprich, in wessen Auge wird es hier einer irgendwie gearteten gerechten Lösung geben? Das ist schwer zu beantworten durch die bekannten unterschiedlichen Ansichten.


    Nun kommen genau da die inhaltlichen Faktoren dazu. Welche Nutzungskonzepte sollen in den Gebäuden entstehen? Welche Funktion sollen die Gebäude haben? Gibt es eine städtebauliche (dort eben notwendig) Weiterentwicklung oder Verbesserung? Was sind positive Einflüsse auf die direkte Umgebung? Wie verhalten sich die Neubauten in dem unmittelbaren Stadtraum? Diese Fragen sind die ersten Punkte, welche bearbeitet werden müssen. Danach käme die Frage einer Reko von Fassaden, welche im Falle mit dem Nutzungskonzept übereinstimmen müssten.



    Bei dem Quadrat mit der Pinguin Milchbar könnte ich mir durchaus ein zweites "Museumsquartier" gleich dem des MdbK vorstellen. Das Stadtgeschichtliche Museum braucht weitere Flächen. Das MdbK hätte gerne eine Dauerausstellungsfläche für die Moderne und Gegenwart. Die Stadt hätte gerne einen größeren Veranstaltungssaal welcher im Alten Rathaus zu kleine ist. Dazu Wohnen, Gastronomie, etc pp


    Das als Beispiel, folgt die Gestaltung eben grundsätzlich der Nutzung. Die Nutzung gibt quasi vor was architektonisch möglich erscheint, auch als divers geartete Interpretation. Wenn ich mich mit diesen Fragen auseinandersetze, wären Gedanken zu Rekos von längst zerstörten Fassaden nur ein Mehraufwand als eine wirkliche Auseinandersetzung mit den bestehenden Möglichkeiten. Weswegen der Diskurs darüber, eben oft nicht zielführend ist. Denn dann gehts um die Reko der Fassade und dann schauen wir mal, was dahinter möglich ist.

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    Ich denke, viele Leipziger wünschen sich durchaus die eine oder andere Reko mehr in unserer Stadt. Und im Anschluss an das abgehackt wirkende Eckgebäude des Riquet Cafés halte ich einen harmonischen Übergang zu einer "Fototapete" für durchaus angemessen - zumindest den direkten Anschluss betreffend. Wie "etwas Neues, was des Standorts würdig" ist am Ende ausgehen kann, zeigt sich in Leipzig an anderer Stelle zur Genüge. Leipzig sollte meiner Meinung nach durchaus öfter einmal den Mut zur Reko haben. Der Dresdner Neumarkt macht es erfolgreich vor. Niemanden interessiert es am Ende, ob es saniert oder rekonstruiert ist - ausgenommen vielleicht einige Architekten und Fachleute, resp. Mitglieder dieses Forums ;) Und wenn ich einmal beim Fettnäpfchen bin: Die Reichsstraßenplatte gehört m.M.n. rückgebaut, um eine gescheite Blockrandbebauung zu ermöglichen.

    Guter Städtebau hat selbstverständlich keinen Fixpunkt in der Vergangenheit. Wie auch? Wird ja sogar bei besagten "Reko-Inseln" in Frankfurt und Dresden selbst im "Rekonstruieren" anachronistisch gearbeitet. In dem man eben nicht nur explizit die Bauten vor der Zerstörung kopiert sondern dort noch einmal in diversen Epochen wildert. Für mich sehr absurd und alleine der Ansatz alles andere als ein "Erfolg". Ich denke zumindest ein Mix wäre besser gewesen. Mit Identitätsbauten (wie Frauenkirche in DD) und neuen Interpretationen in den alten Straßenmustern zum Beispiel.



    Ich bin sehr froh, dass man in Leipzig zum Beispiel eine Verdichtung mit dem MdbK und den Winkeln hinbekommen hat. Ähnliche Ansätze wären für die Reichsstraße und den Markt mit Salzgässchen wünschenswert. Ich hätte es auch befürwortet, wenn man die kriegsbedingte Freifläche vor der Thomaskirche auch wieder bebaut worden wäre. Aber hier will man halt den Aufenthaltswert und den "guten Blick" auf die Kirche nicht verbauen. Und genau das ist der Punkt, welche eben die "Rekos" so fragwürdig macht. Es ist die vermeintlich schöne Ansicht. Ein inhaltliche Auseinandersetzung mit städtischen Raum findet dann kaum noch statt.

    Das Tempo der Renaturierung an den Seen ist für einen Laien wie mich absolut erstaunlich anzusehen, mit welcher Wucht sich die Natur einen neuen Lebensraum erschließt. [...]

    Das ist absolut richtig und erstaunt auch immer wieder. Dennoch sei gesagt, dass ja zu DDR-Zeiten schon größere Gebiete bepflanzt und schlichtweg sich überlassen wurden. Die Neue Harth zwischen Cospudener- und Zwenkauer See wurde in den 1980er angelegt. Genau so wie der südliche Teil vom Markkleeberger See sowie partielle Streifen zur Eindämmung von Lärm und Dreck entlang des Störmthaler Sees.


    Natürlich sind die jetzigen Bedingungen wesentlich besser und beschleunigen das Wachstum der Wälder auch durch den Grundwasseranstieg, welcher nun manchen gepflanzten Baumarten wiederum zu schaffen macht. Vor allem den Pionierarten welche auf den trockenen und nährstoffarmen Flächen ansiedelten.



    Interessant hierbei auch der Aspekt von Neophyten die teilweise konkurrenzlos und invasiv auftreten. Dabei sieht man vor allem die für Leipzig als Stadt auch immer wichtigere Robinie. Die treten mittlerweile überall vermehrt auf und am Nord-Ost Ufer des Markkleeberger in Waldform. Ganz beträchtlich ist es am Goitzsche See im Norden. Das hat dort schon mitunter eine Trockenwald-Atmosphäre.


    Vermehrt und nicht weniger invasiv lässt ich der Götterbaum sehen. Obwohl dieser außerhalb Leipzigs noch kleinwüchsig aber trotzdem teilweise stark gestreut vorkommt. Dieser wandert buchstäblich aus den kriegs- und DDR-bedingten Brachflächen der Stadt ins Umland. Langsamer als die Robinie da diese auch angelegt wurde, aber dennoch ziemlich schnell. In 15 Jahren werden wir sehen wie er sich ausbreitet.

    Ein Neophyt aber kein invasiver ist im Südraum die Ungarische Eiche. Diese ist vor allem am Störmthaler- und Zwenkauer See gepflanzt worden und fühlt sich sichtlich wohl.


    Dazu gibt's natürlich unzählige weitere Arten, aber mehr in Strauch und Buschform.

    ^ Das Rückhaltebecken Stöhna ist mittlerweile zu einem der größten Vogelschutzgebiete im mittleren Deutschland geworden. Vor allem für Zugvögel. Dabei werden auch immer mehr Agrarflächen im Umfeld zu ganzjährigen Feuchtgebieten durch den Grundwasseranstieg. Da kann und wird nichts genutzt werden können was dem Naturschutz entgegengeht.


    Ich denke eine Querung zwischen Zwenkauer- und Störmthaler See ist finanziell nicht darstellbar.

    Ok, hier kann man diese Diskussion beenden. Schließlich kennt hedges jeden Leipziger persönlich; auch solche, die längst das Zeitliche gesegnet haben, sodass diese Behauptung völlig valide ist. [...]

    Genau das war meine Aussage Saxonia. Danke für den wichtigen Input! Jetzt wird mein Tag erst richtig rund.

    [...] Wenn man mal dieses ganze Touri-vs.-Einwohner-vs.-Profi-Gequatsche weg lässt könnte man vlt. auch mal auf das Bewusstsein für Ästhetik vertrauen was den Menschen innewohnt. Was allgemein gefällt funktioniert und setzt sich letztendlich durch (und ist damit auch wirtschaftlicher bzw. nachhaltiger als schlechte Lösungen). Wir sehen es doch hier im Forum - ein schön sanierter Altbau findet generell Zustimmung, ebenso der gut an die Umgebung angepasste Neubau oder hin und wieder mal ein spannendes, spektakuläres Projekt. Die x-te Dämmorgie im Schießschartenlook am besten noch in Polarweiß damit man sich auch schön vom farbigen Altbaunachbarn abgrenzt findet kaum Befürworter (außer natürlich beim "kostenbewussten" Auftraggeber). Aber ist das nachhaltig? [...]

    Aber was suggeriert denn eine nicht sehr gute Lösung mit einer Neuinterpretation? Dass der Stadtraum dort ohne das Steigenberger und Riquet pratkisch tot wäre, hat ja mit der jetzigen Situation zu tun. Und dabei nicht nur mit der Brache sondern auch mit dem so schlecht sitzen Murmelkasten der LWB direkt am Markt. Und dieser ist aus den 1970ern.


    Aber wenn man da von einem Abriss schreibt, wird hier (in der Stadt) sowieso gleich wieder eine DDR-Melancholie-Keule als Fachvortrag zur "DDR-Architektur" geschwungen. Oder besser noch, der Block als Quartiersrelevant gewichtet.


    Ich brauche hier wirklich keine Fassadenkopie der Vorkriegsbebauung. Aber eine Neu-Interpretation des alten Stadtraums mit ungefähr ähnlichen Kanten wäre schon ein Riesenwurf. Im Wohnzimmer der Stadt, die in Leipzig wirklich gar niemand als "Altstadt" betitelt oder jemals betitelt hat. Was ja auch wieder ein Punkt in Leipzig ist, der 'Birte' erst gar nicht an Umzug denken lassen muss. ;)

    Man sollte sicherlich nicht zu viel diesen Entwurf reininterpretieren. Viele Büros nehmen an Wettbewerben teil um sich einen Namen zu machen bzw. sich Mitarbeiter austoben zu lassen. Erste Erfahrung für Projektteams etc.


    Ich bin nicht vollends davon überzeugt. Die Baukörper-Platzierungen sind gute Ideen, können aber im Kontext der Kirche nebenan, gekonnter verschoben werden. Verschachtelte Hofsituation machen den Bau spannender und geben Möglichkeiten von Passagebeziehungen, was sich dann sogar mit der Leipziger Geschichte gut paart. Aber es ist dann auch schwieriger "rationale" Vermietungen zu gestalten. Da müssen also Konzepte her, ansonsten hat man lediglich vier Baukörper ohne Möglichkeiten der Erweiterung (qm) für Einzelvermietungen. Da der bauliche Zusammenhang fehlt.



    Deswegen - nice try but it doesn't work out. Aber ich stimme einigen Vorredner*innen zu. Leipzig ist eine der spannendsten Städte zwischen 500.000 und 1.000.000 Einwohner*innen in Europa. Wäre gut, wenn sich das auch mehr in der Stadtsilhouette wiederspiegeln würde.

    ^ ich finde es auch nicht prickelnd, dass man nun auf jemanden zurückgreifen wird, welche/r keine Erfahrung in einer größeren Stadt und wahrscheinlich auch nicht unter den gleichen Wachstumsbedingungen hat. Wobei es schon kleinere Städte in Westdeutschland gibt, welche nicht nur eine gewissen Wachstum hatten sondern auch Stadtumbau betrieben haben.

    ^ für mich eine der sinnlosesten Dinge die es noch gibt - "Ostalgie-Läden". Ampelmännchen T-Shirts und Kühlschrankmagneten..... Aber das muss ja bekanntlich jeder selbst entscheiden.


    Zum Glück fahren in Leipzig nicht auch noch die absurden Trabi-Kolonnen durch die Stadt wie in Berlin und Dresden. Dusseliger geht touri Folklorismus schlichtweg nicht. Und die zu sehende Werbedruck Wimpelfahne mit "Jungpionier" Zeichen. Wie absurd!


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    Die LVZ berichtet in einem kurzen Statement der Stadtverwaltung über die Situation im Einzelhandel. Demanch hat sich die Kaufkraft in der Stadt seit 2013 um 28% erhöht. Des Weiteren sind knapp 900.000 qm² an Fläche vermietet, während sich die Anzahl an Einzelhandelsbetrieben um 11% verringert hat.


    Interessant die Aussage von Dubrau, man hätte mit den in den letzten Jahren so zahlreich eröffneten Lebensmittelmärkte eine fußläufige Erreichbarkeit fpr 75% der Bevölkerung erreicht. Was mir persönlich, auch im Vergleich zu anderen Städten, mittlerweile auch positiv in Leipzig auffällt. Zu guter letzt wird auch noch einmal auf den schon an anderer Stelle hingewiesenen neuen Fokus der Erschließung von Lebensmittelmärkten in Kontext mit Wohnbauten erwähnt.

    ^ das Thema hatten wir nun schon mehrmals. Ich hatte schon öfter geschrieben, dass der Hainer See der einzige im Südraum ist, welcher einen Privatbesitzer hat. Deswegen werden dort die Häuser bis ans Wasser gebaut und können nach einer bestimmten Nutzungsdauer als reines Ferienhaus in eine dauerhafte Nutzung als Hauptwohnsitz umgewandelt werden. Dadurch haben viele jetzt gebaut um später dort legal zu wohnen.


    Alle anderen Seen haben Uferzonen im öffentlichen Bereich der Kommunen welche nicht überbaut werden dürfen. Sorry, aber das Thema sollte so langsam mal abgehakt sein.

    ^ das ist mir auch schon aufgefallen. Ich denke der Faktor welcher hier die Situation auch in der Einschätzung ändert heisst Arbeitsmarkt. Dass sich dieser bisher - also vor COVID-19 - so positiv entwickelt und eigentlich immer mehr Unternehmen in der Stadt siedeln, stellt das Einwohnerwachstum auf solideres Fundament. Es werden ja weiterhin Arbeitskräfte in größeren Maße gebraucht, welche so in der Stadt kaum noch zu bekommen sind.


    In einem positiven Rahmen (bisher rund 6.000 neue Einstellungen und rund 1.000 neue offene Stellen pro Jahr) würde ich die Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer*innen in der Stadt im Jahr 2030 bei mindestens 320.000 einordnen. Falls das Wachstum der letzten zehn Jahre anhält. Das lässt sich über einen so langen Zeitrahmen sicher schlecht einordnen. Wir werden sehen.

    Ich kann die Aussage auch nicht ganz nachvollziehen. Der Zwenkauer See hat eine Fläche von 970 Hektar und der Störmthaler von 730 Hektar. Dabei spielen die bebauten Flächen an den Uferzonen eher in einem geringen Umfang.


    Den Würfelhusten am Zwenkauer muss man auch in der Gestaltung nicht als attraktiv erachten. Aber ich finde hier zumindest den Aspekt einer mehr oder minder Gesamtplanung bzw. -gestaltung als stimmig. An den anderen Seen ohne einheitliche Gestaltungskonzepte schrammt man teilweise schon an einer gewissen Schrebergarten-Atmosphäre. Zu viele Interpretationen was so ein Haus am See vermitteln soll. Vom pseudo-Mediterran über amerikanische Stile, bis hin zum Möchtegern Skandinavien-Haus. Das ist mitunter wirklich kein angenehmer Anblick mehr und errinnert nicht minder an suburbane Einfamilienhaus-Siedlungen.


    Das ist am "Seebad Zwenkau", meines Erachtens, besser gelungen. Ein Gestaltungsprinzip hätte manch anderen See besser getan. Aber es wächst ja bekanntlich alles etwas zu.

    Der Erschließungsbereich ist eigentlich perfekt! Es gibt die unmittelbare Anbindung an Tram und S-Bahn. Außerdem kommt man mit den alten Gebäuden zu einem guten Mix. Sofern diese denn auch erhalten werden. Auch werden Grünflächen ermöglicht. Damit bietet sich hier die Chance einer Erschließung von einer kleineren Anzahl an Wohnungen und Gewerbe in ein bestehendes Quartier, inklusive der Entwicklung von Freizeit-Anlagen.


    Die Gegend von Leutzsch nach Böhlitz-Ehrenberg genießt in den letzten Jahren auch eine gestiegene Nachfrage. Was in Böhlitz-Ehrenberg nicht zuletzt auch mit der Entwicklung der Industriegebiete und Flughafen im Norden der Stadt zu tun hat. Nach Leutzsch zieht derweil die Karawane an jungen Menschen aus Lindenau und Plagwitz.

    ^ guter Punkt bzgl. der Wachstumsprozesse in Wien. Ohne das ich einem der Bewerber*innen zu nahe treten möchte, wäre natürlich der Aspekt der wachsenden Großstadt Leipzig eben auch ein Argument "gegen" die mittleren Städtebeauftragten. Ohne diesen Kenntnisse abzusprechen, wäre hier entsprechende Erfahrung absolut relevant.

    Der Wiener 'Standard' bericht, dass die langjährige Wiener Baubürgermeisterin Maria Vassilakou "heiße Kandidatin" für das entsprechende Amt in Leipzig ist. Das soll eine Recherche der 'LVZ' ergeben haben. Dabei war sie auch schon in Leipzig und hatte sich hier mit den Stadtratsfraktion der Grünen getroffen. Die Grünenfraktion wird das Amt in Leipzig vergeben. Dubrau wird aus Altersgründen nicht noch einmal antreten.


    Vassilakou ist Mitglied er Grünen in Österreich und war neun Jahre Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin ua. für Stadtentwicklung. Wien ist in den letzten Jahrzehnten zu einer Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität gereift. Was ua. auf den Zugang zu den "Öffis" und den Stadtumbau zurückzuführen ist.



    Weitere Kandidatin*innen für den Posten in Leipzig wurden nicht genannt, sollen aber aus mittleren Städten in Deutschland kommen.

    Ist ein schönes Projekt mit einem guten Entwurf. Auch passen die beiden kleineren Hochhäuser gut in die dortige Umgebung. Der Parkplatz hinter dem 'Westin' war auch immer viel zu groß und schien eher ein Überbleibsel aus der Kriegszerstörung. Durch eben jenen letzteren Fakt, präsentiert sich die Verdichtung, auch in der Höhe, hier als absolut stimmig. Auch, dass etwas amorphere Baukörper entstehen, tut dem Gebiet gut und passt mit der zukünftigen Zentrale der SAB.


    Die viel zu breite Gerberstraße braucht auch einen baulichen Rahmen, was damit nun auf der westlichen Seite der Straße zumindest passiert.

    Das nun als Überleitung, finde ich den Platzhalter im Model (auf der östlichen Gerberstraße) zwar nicht konkret, aber scheint es doch schon eine mögliche Variante darzustellen. Wenn ich mich nicht täusche, gehört das Grundstück der LWB und damit der Stadt. Hier könnte also im Hintergrund doch schon etwas gezielter eine Variante angemacht worden sein, die nun hier als Platzhalter für den städtebaulichen Kontext herhalten muss. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Die beiden LWB-Riegel sind ja eine jahrzehntelange städtebauliche Katastrophe.

    ^^ und so ist es ja auch gedacht. Ein neuer Platz am Rand der Innenstadt und im Übergang zur beliebten Südvorstadt. Mit diversen Nutzungen und als Veranstaltungsort. Zu lange musste der Platz als eine Durchgangsstation in die Innenstadt herhalten. Das wird sich definitiv ändern.


    ^ ist einfach solide, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Etwas mehr Staffelung hätte dem Gebäude sicher nicht geschadet. Dennoch eine Verbesserung zu dem 90er Jahre Ungetüm auf der Ecke. Auch fehlt natürlich immer noch der Kontext mit dem geplanten Bürogebäude auf der Ostseite des WLP. Dann wird's auch etwas spannender.