Beiträge von hedges

    ^ Sehr gute Einblicke, dir mir bisher nicht bekannt waren. Die wahrscheinlich einzige Ecke der Innenstadt, die nicht überbaut wurde. Obwohl es mit den Versicherungsgebäuden am Dittrichring ja trotzdem noch vor dem Ersten Weltkrieg losgegangen ist.


    Bei der Neugestaltung stellt sich demnach die Frage, ob eine kleinteilige Baustruktur dann anachronistisch wirkt. Oder ob man die Tendenzen der Ringbebauung aufnimmt und die Anlage in alten Stadtstrukturen großzügiger plant.

    ^ die Stadtverwaltung welche aus höheren Zahlen von Familienwegzügen ins DIREKTE Umland, die Erneuerung und Verbesserung des Schulsystems in der Stadt runterfahren, möchte ich sehen. Das wirkt argumentativ zu kurz gedacht.


    So mal es im direkten Umland ja nicht automatische besser wird. Die LVZ schrieb unlängst von Gemeinden, welche ihre Ziele bei KITAs und Schulen nicht mehr aufrechterhalten können. Da sich die Einwohneranzahl durch neue Baugebiete teilweise verdoppelt. Andere Gemeinden geben dadurch weniger Baugebiete frei, damit sie nicht in die gleiche Situation kommen.

    In Leipzig wird man bis zum Ende diesen Jahrzehnts die Schulen komplett erneuert und dem jetzigen und kommenden Zahlen angepasst haben. Ich glaube das ist erstmal ein primäres Ziel und vor allem auch ein sozialpolitischer wie wirtschaftlicher Standortfaktor. Ein gutes und funktionierendes Schulsystem in der kompletten Stadt.


    Es sind bisher auch keine signifikanten Rückgänge bei den Geburtenzahlen zu verzeichnen. Es sind immer noch Geburtenzahlen im mittleren 6.000er Bereich zu verzeichnen. Und die Marge die nach oben fehlt, kommt auch nur um Umland an.


    Eher kommt man in einem Regelbetrieb an. In jenem wo Klassengröße und Lehrer*innen zur kompletten Schulbildung ausreichen. Das sind mitunter noch krasse Verhältnisse in den Kitas und Schulen zur Zeit. Eine Kita und Schule im unmittelbaren Umfeld des Wohnorts mitunter noch ein Glücksgriff. Deswegen wüsste ich nicht, warum es nun eine Planung mit geringeren Zahlen geben sollte. Wenn die Delle denn überhaupt so stark eintritt und wir nicht von generellen Schwankungen sprechen können.

    Das ehemalige Konzept was einem größeren Supermarkt ähnelte, wurde ja explizit verworfen. Es wäre - wenn überhaupt - wohl eher eine Art Unverpackt-Laden eines hiesigen Unternehmens zu erwarten. Aber genau diesen Mix mit Supermarkt will man ja nicht. Supermärkte gibt es in vielen Vierteln von Leipzig mittlerweile fast im Überfluss.


    Ich sehe die "Empfehlung" immer noch nicht als wirklich gravierend an. Das Konzept über mehrere Verkaufs- und Vermarktungsansätze machen die Halle flexibler und weniger anfällig für eine monotone Umsetzung.

    ^^ es scheint ja noch nicht klar, was mit den Speichern passieren soll. Aber natürlich haben Speicher und die "Speicher- Architektur" immer einen Reiz. Vor allem in diesem post-industriellen Kontext von alter Hafenkante etc pp. Demnach könnte ich mir da schon gut Office-Spaces oder Ateliers vorstellen. Oder hat einen Mix mit Wohnungen sowie Supermarkt und KITA.

    Also mir erschließt sich auch nicht ganz, was eine Empfehlung für 15 Stände sein soll. Ich würde aber darauf verweisen, dass es noch rund 10 Jahre bis zur Verwirklichung dauern soll. Außerdem sah das vorgeschlagene Konzept von Demirbas einen Mix aus Verkaufsständen, Food-Court, und Kunstgewerbe vor. Also bei rund 20 Verkaufsständen wären dann ja noch die anderen Dinge in einer Halle. Des Weiteren sind ja private Investoren dran. Und in den nächsten zehn Jahren kann in der Stadt noch viel passieren. Deswegen würde ich der Einschätzung nun nicht zu viel Gewicht geben.


    Fakt ist aber, dass man - falls es zu keinem Hallenbau kommt - dann die Tür dazu endgültig zugeschlagen hätte. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das die Stadt so vor hätte. Auch weil Dienberg ja schon positive Ansätze in der Markthalle sieht.

    Die regionale Zeitung berichtet noch einmal über die geplante neue Großsporthalle. Das Projekt hat ein wenig an Dynamik verloren, da der Freistaat es nicht in den Ausgleich des Kohleausstieg für das Revier Leipzig reinschreiben konnte.


    Fakt ist wohl, dass die Halle seitens der Stadt und des Freistaats gewollt ist und demnach auch eine Realisierung explizit verfolgt wird. Das Ziel der Eröffnung ist auch weiterhin die Handball WM 2027, bei der Leipzig unbedingt einer der Austragungsorte sein soll. Auch soll die Kapazität eher in Richtung 15.000 als 10.000 Plätze sein.


    Eine Veränderung wiederum gibt es in der Standortfrage. Die Stadt möchte bekanntlich einen Teil des "Kohlrabizirkus" für den Eishockey-Ligabetrieb. Dann gebe es zwei Hallen direkt nebeneinander. Außerdem kommen diverse neue Sporthallen in Schulstandorten durch den Bayerischen Bahnhof hinzu. Dementsprechend gibt es nun Überlegungen, die neue Mehrzweckhalle für Handball, Basketball und Meisterschaften jeglicher Art, in den Norden der Stadt zu legen. Da dort kaum Spielstätten existieren. Ein absolutes Muss ist der S-Bahnanschluss, was dann ein Gelände in Nachbarschaft zur Neuen Messe nahelegt. Ferner wäre der Osten mit zB der Paunsdorfer Ecke denkbar bei der Stadt. Aber dort sieht man eher, laut Zeitung, neue großflächigere Stadterweiterungen mit Wohnbebauung.

    ^ alle Achtung vor solch einem Projekt! Die Ausführung scheint ja auch sehr ordentlich. Aber die Lage ist schon noch recht unkonventionell da es vor allem in westlicher Richtung, noch ziemlich ramponiert wirkt und auch ist. Wie das letzte Bild zeigt. Da braucht es gerade noch eine menge Phantasie, um sich hier ein eher homogenes Wohnviertel oder zumindest ein Mischviertel mit Gewerbeanteil vorzustellen.


    Aber falls das ein erster Wink auf eine positive zukünftige Entwicklung ist, dann nehme ich diesen gerne.

    Wie die LVZ schreibt, hat eine Investorengruppe das Areal der ehemaligen Pelzveredlung gekauft und will es sanieren sowie neu bebauen. Konkrete Pläne werden dieses Jahr ausgearbeitet. Es sollen Wohnungen, Büros, Ateliers, Veranstaltungsräume sowie Gastronomie unter dem Oberbegriff "Life-Work-Factory" verwirklicht werden. Die alte Baustruktur mit ehemaligen Verwaltungsgebäude, Turm- und Kesselhaus sowie der Schornstein sollen erhalten bleiben.


    Die zwei Minuten Fußweg zur S-Bahnstation sicherlich ein absoluter Pluspunkt. Für Taucha mit einem solchen Areal, ohnehin.

    ^ das hatte immer einen gelinde gesagt, merkwürdigen Charakter. Der Werdegang vom Autohändler zum Verkäufer von "Antiken Plastiken" .....



    ^^ für mich auch etwas schwer verständlich die Ablehnung. Aspekte des "Dorfgefühls" sind für mich dort schwer nachzuvollziehen, da es bisher eher den besagten Vor-Ort Charakter hat. Einfamilienhäuser bzw. Siedlungen erfüllen nicht automatisch eine dörfliche Struktur. Obwohl sich hier tatsächlich alte Bauernhäuser mit neueren aus der letzten Jahrhundertwende sowie Reihenhaussiedlungen aus der DDR-Zeit mit den besagten post-2000er Jahre mischen. Auch alter Baumbestand ist gegeben.


    Aber es gibt kein Zentrum mit öffentlichen Aufenthaltsflächen mehr. Und das hätte man eben mit einem zumindest einer städtebaulichen Gesamtplanung machen können. Nun gibt es eben kleinteilige Bebauung, bei dem der Charakter selbst und von der Investition definiert wird.


    Die Beziehung zwischen Wohnviertel und dem See halte ich sogar für recht misslungen. Der deplatzierte Riegel mit Mehrgeschossern am Rand zum Wasser. Das Gutshaus, welchem die direkt auf Landzunge am Hafen gehende Sichtachse erstickt wurde. Der völlig undefinierte und unbefestigte Vorplatz am Hafen, welchem durch die beiden Guesthouse-Querriegel sogar der Zusammenhang zur Hafenmole genommen wurde. Keine Ahnung was daran jemals eine Planung war bzw. ob hier jemals eine gegeben hat.


    Eine Gesamtplanung mit Dorfstraßen und ggfs. Dorfzentrum mit Hafenanlage, sieht anders aus!

    Die Frage stellt sich aber schon, inwieweit eine wie auch immer geartete "behutsame Randbebauung" ein Wohnungsmarktproblem lösen würde. Da braucht es Stadtübergreifend andere Konzepte. (Edit: ^@ 'UrbanFreak': wo sollen die Wohnungen für 50.000 Menschen trotz höherer Bebauung das Feld nicht gravierender Beeinflussen?)



    Ich sehe aber auch eine Problematik mit dem extrem geringen Baumbestand und der ein oder anderen noch immer (eher sinnlos) versiegelten Fläche. Das könnte man lösen ohne die Weiträumigkeit oder Sichtachsen zu "verstellen". Eine post-industrielle Landschaftsgestaltung ist auch keine Neuigkeit mehr und ließe sich auf dem Feld sehr sehr gut anwenden. Mit vielen Möglichkeiten der freien Kleinraumgestaltung und vor allem Kleinraumnutzung durch Freizeitanlagen am Rand, statt einer Bebauung.



    Das Feld ist ein sehr tolle Sache für Berlin. Und ob es heute zB noch einmal Canary Wharf in London so geben würde wie in den 1990er Jahren, mag ich zu bezweifeln. Auch wenn in die Investorenstruktur in Berlin sehr viel anders als in London ist.

    ^ das wird kein Produktionsstandort von Florena. Sondern von Beiersdorf, in welchen die Produktion von Florena eingegliedert wird. Es geht bei dem Neubau ja auch um den europäischen Markt für Beiersdorf und nicht um eine Erweiterung der Florena Produktion.


    Sorry für's klugscheissen....



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    In anderer Sache: Gerüchteweise geistern nun immer wieder Namen von weiteren größeren Industrie-/Logistik-Ansiedlungen durch die Stadt. Mittlerweile soll es auch ernsthafter um Ebay gehen. Aber ob es die "ganz große Nummer" ist, mag ich zu bezweifeln.

    Man kann vom Stil und der absurd italienisierten Namen, oder dem gezielt gesuchten Publikum für solche Wohnungen und Häuser halten was man will. Aber es hat mittlerweile wesentlich mehr Struktur als die durcheinander gewürfelten Vor-Ort Bauten der 2000er Jahre. Die des Öfteren an ein Kuriositätenkabinett erinnern. Das vor allem am Cospudener See, der als der erste eröffnet wurde.


    Vor allem profitiert in der Gestalt Zöbigker davon. Dass nun kein unteres Preissegment wird an den Seen, war ja von Anfang an klar.

    ^ Leipzig war wohl Wunschkandidat der Initiatoren, die aus den USA kommen. Das wird ein Franchise sein. Also im Sinne von, "lass schauen wie der Zuspruch ist und ggfs woanders auffahren". In Bezug auf diese Sportart, warum nicht. Ich sehe halt bloß keine größeren Möglichkeiten einer Spielstätte. Siehe auch hier.

    Hatten wir nicht mal einen eigenen Thread zum RB-Trainingszentrum am Cottaweg?



    Wie dem auch sei, wird es am Cottaweg zukünftig keine Kleinmesse mehr geben. Das hat die Stadtverwaltung schon vor einigen Wochen entschieden. Dazu gibt es nun einige Bekundungen von Interessengruppen. Ich sehe hier aber weder einen Wald noch einen Parkplatz entstehen.


    Denn eigentlich braucht die Stadt dringend ein städtische Mehrzweckstadion mit einer Kapazität von rund 15.000 Sitzen. Ein Problem seit dem Umbau des Zentralstadions in ein reines Fußballstadion für die WM 2006. Es fehlt an einer zentralen Spielstätte für diverse Sportarten, wie auch dringend für die Leichtathletik.


    Rangnick hatte mit RB vor einigen Jahren schon einmal einen Versuch unternommen, mit der Stadt zusammen ein Stadion auf der Nordanlage zu errichten. Das sollte für die Frauenmannschaft von RB zu Verfügung stehen und der Stadt die Möglichkeit für die Leichtathletik sowie andere Sportarten geben. Das ist damals gescheitert, war aber als generell positiv bewertet.


    Vielleicht gibts ja jetzt einen neuen Versuch.

    Ja und nein. Ich teile die Auffassung der Stadt, hier keine Notwendigkeit einer weiteren Verdichtung zu sehen. Da eine Verdichtung aus städtebaulichen Gründen auch jene Raumkanten an der Biedermann- und Bornaischen Straße beinhalten würde. Ich sehe aus städtebaulicher Sicht eher noch den östlichen Teil der Bornaischen Straße mit den zwei Lücken als Punkte zur Verdichtung an.


    Die kriegsbedingt starke Perforierung hat dem Wohnquartier am Kreuz schon etwas die Überdichte genommen. Nun wäre es eher angebracht, eine ordentlich Aufenthaltsfläche zu entwerfen und durchzusetzen. Da zB die bisher noch unbebaute Spitze Biedermann-, Bornaische Straße einzubeziehen. Die aufgelassenen Wände des Blockrands wären mit Murals gut in die öffentliche Fläche 'Connewitzer Kreuz' einzubeziehen.


    Vielmehr wäre es mittelfristig anzuraten, die Kreuzungsfläche komplett zu überarbeiten. Es gibt dort viel zu viele tote (Verkehrs-)Flächen - die prominenteste sicher die unsägliche Anordnung des Kreuzes selbst. Also was kann man an Aufenthaltsflächen bis zur Nitzsche- und Kochstraße hinzugewinnen? Das sollte geprüft werden.