Beiträge von Rundling

    Mit meinem 500. Beitrag möchte ich ein neues Thema beginnen, dass den Bauwerken des

    heute vor 155 Jahren im schönen Leipzig geborenen Paul Otto Hermann Möbius gewidmet

    sein soll...



    Einerseits können hier aktuelle Sanierungen (wie zuletzt in der Jägerstr./Jahnallee) dokumentiert

    und diskutiert werden, andererseits auch der Zustand und die Geschichte der übrigen Bauten

    zusammen mit ihrem Einfluss auf andere Architekten und Bauherrn dargestellt werden.


    Die Angaben zu den einzelnen Häusern werde ich überwiegend dem Buch

    Paul Möbius - Jugendstil in Leipzig von Stefan W. Krieg und Bodo Pientka

    entnehmen, das einen sehr guten Einblick in das Schaffen des Architekten gibt,

    (zur Zeit aber nicht mehr lieferbar ist).

    Das Werk von Paul Möbius (1866–1907) hat bisher noch nicht die ihm angemessene Würdigung

    gefunden. Den interessierten Zeitgenossen allerdings war der Baumeister des Leipziger Jugendstils

    ein Begriff, seine Bauten wurden in Ausstellungen und Fachzeitschriften bekannt gemacht.

    Aus diesen alten Artikeln werde ich auch ein paar Bilder und Texte an passender Stelle zitieren...

    Von Jugendstil war erstmals im Jahr 1897 bei der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung

    Leipzig 1897 die Rede. Hierfür gestaltete Paul Möbius den außergewöhnlichen Ausstellungspavillon

    Nietzschmann-Wommer; der Pavillon wurde beschrieben als vom Hergebrachten stark abweichend mit

    gewagt humoristisch-phantastischen Motiven, die einen gewissen Schwung entwickeln.

    Während Möbius zu Lebzeiten als Erneuerer wahrgenommen wurde, geriet er später in Vergessenheit.

    Der Jugendstil wurde vom Reformstil abgelöst und später zusammen mit dem Historismus als weitgehend

    wertlos betrachtet.


    Ungefähr ab den 70ern begann sich diese Einstellung wieder zu ändern, aber die in der ostdeutschen Provinz

    befindlichen Bauten blieben dabei unbeachtet, selbst im "Architekturführer Bezirk Leipzig" von 1976 wird kein

    einziges Werk von Möbius erwähnt. Immerhin wurde der Nachkriegszustand bis zur Wende "konserviert" und

    blieb bis auf wenige Ausnahmen erhalten. Dann erfolgten Sanierungen unterschiedlicher Qualität und damit

    sind wir auch schon beim eigentlichen Thema angekommen...



    Als Ausgangspunkt bietet sich die Jahnallee Nr. 46 an, 1899 fertiggestellt. Im Erdgeschoss war später das

    Architektur-Büro von Möbius (zusammen mit Arthur Starke) eingerichtet und es handelt sich um einen Wohn-

    und Geschäftshausbau des Architekten, der im Unterschied zu seinen wenigen vorherigen Bauten nun fast keine

    historischen Detailformen mehr aufweist, so dass er als frühes Hauptwerk betrachtet werden kann, an dem viele

    der typischen Möbius-Stil-Elemente erstmals zu finden sind.


    Vor kurzem erfolgte eine Zweitsanierung der Fassade mit einem neuen Abschluss zum noch unbebauten

    Nachbargrundstück sowie eine Neufassung von Treppenhaus und Eingangsbereich.



    oben aktueller Zustand, nachfolgend um 1900:



    ...an der Fassade gab es kleinere Veränderungen - vorher:



    nachher:



    Vor Zweitsanierung mit Werbung und Fassadenfortführung als Illusionsmalerei auf der Giebelwand:



    jetzt, mit neuer Wand (links angeschnitten):




    ...neue Absturzsicherung im Erdgeschoss:



    :rolleyes: und auch sonst:



    ...die kleine Tür rechts führt jetzt zu einer Mauer:



    ...der Bereich an der Dachkante wurde nicht weiter an den Originalzustand angepasst:



    ...dazu noch ein größeres Vergleichsbild (Zustand vor Zweitsanierung)


    Unter diesem Löwenkopf...



    ...hat der umsichtige Architekt eine Tür eingefügt, so dass man auch ins Innere gelangen kann:



    (hier ist der Zustand vor und nach Zweitsanierung klar zu unterscheiden, so dass ich auf entsprechende Kennzeichnungen verzichte)




    Während die Vorhalle deutlich die Handschrift von Möbius zeigt, ist nach der Windfangtür ein stilistischer Bruch zu bemerken,

    lediglich eine Deckenmalerei direkt im Anschluss setzt die Formensprache ansatzweise fort:




    ...alles folgende im Treppenhaus entspricht dem Leipziger Standard aus dieser Zeit, ohne die später von Möbius wiederholt

    angewendeten Motive, wie bspw. die Löwen-/Drachenköpfe am Anfangspfosten der Treppe.





    vorher:











    zum Vergleich hier noch ein Bild vom Zustand vor der Erstsanierung















    ...abschließend nochmal die Fassade:




    Die alte Post in Mockau ist gerettet.
    Das Gebäude aus dem Jahre 1916 befindet sich in einem desolaten Zustand. Der aktuelle Planungsstand umfasst einen Passagenänlichen und barrierefreien Eingangsbereich mit Zugang zum Aufzug. In dem Erdgeschoss sollen 2- 3 Gewerbeeinheiten sowie in den oberen Etagen Praxis- und/ oder Kanzleiflächen sowie Wohnflächen entstehen.

    Pläne von 2008...


    ...zuletzt hier erwähnt:

    "Die schöne Mockauer Post sieht wieder aus wie geleckt! Und nebenan in der gleichnamigen Apotheke gab es gestern Toilettenpapier ..."

    Geheimtipp Leipzig

    und nu nochmal bissel ausführlicher...



    Links das Rathaus (1903, Leopold Stentzler) dahinter die Post (1916, Alfred Spaete) - größeres Bild




    Das Rathaus wurde im Krieg zerstört, dann gab's lange nichts und nun das:



    ...jetzt aber ab die Post:


    Plan:


    © SABA BAU (hier gibt es auch noch Innenansichten)


    Ergebnis:



    vorher:






    ...weiter im Wechsel alt/neu:







    ...im Hof hatte sich ein Biotop gebildet, bemerkenswert die alten Gitter an der Fenstern im EG:





    ...es wurden neue Gitter eingebaut:





    An der Rückseite gibt es viele Behausungen für weitere Untermieter, bspw. für Herrn Hasselfeldt:



    ...und für Batman:



    ...dann nochmal um die Ecke:



    ...und wir sind wieder an der Hauptfassade angelangt:




    Vergleich zum Originalzustand größeres Bild


    Der Beschreibung zufolge hat sich Spaete stilistisch an der Weserrenaissance orientiert und mit der

    Verwendung von Porphyrtuff Bezug auf lokale Traditionen genommen.


    Die neue Farbe der Porphyrelemente ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, die Variante aus der folgenden Visu find ich stimmiger:


    © SABA BAU







    Am Gebäude befinden sich 2 Tafeln mit Daten zur Geschichte der Post:





    ...abschließend ein Bild aus einer Zeit als die Post noch im Hochbetrieb ganz Mockau versorgte:



    vermutlich aus den 20er Jahren größeres Bild



    Wenn ich das richtig sehe, war die Post damals bereits mit hochmodernen Elektro-Lieferfahrzeugen ausgerüstet...



    vielleicht sogar ein Leipziger Modell von Bleichert? größeres Bild



    Mit einem Gruß nach Halifax geht es zunächst in die Eutritzscher Straße 3 und 9 - zuletzt hier zu sehen:

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    ...und jetzt:


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    ...im Hinterhof wurde noch ein Neubau errichtet:


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    ...Nr. 3:


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    ...gleich um die Ecke das Leihhaus als Bonusbild:


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    ...und wohin führt die Eutritzscher Str. im weiteren Verlauf?


    Genau, zum Anfang der Gräfestr. am Eutritzscher Markt...


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    Die zur Schau gestellten Karossen zeigen an, dass hier Villenbewohner ein Obdach gefunden haben:


    ...die meisten Objekte sind bereits seit längerem saniert.


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    An der Ecke zur Mothesstr. 1 wird noch geworkt:


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    vorher:


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    Quelle Google Earth Streetview


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    ...zurück in die Gräfestr.:


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    ...am Ende findet sich Nr. 38, bei der Anfang 2020 eine umfangreiche Zweit(?)Sanierung abgeschlossen wurde:


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    Quelle Google Earth Streetview

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    ...hinter dem Fenster gibt's auch was zu entdecken:


    Bild 1  Bild 2  Bild 3


    Ab Februar 2020 stehen traumhafte, exklusive Wohnungen in der historischen Villa Winkelmann im schönen

    Eutritzscher Villenviertel zur Vermietung bereit.

    Im tollen Gemeinschaftsgarten werden zwei historische Teehäuser denkmalgerecht saniert und stehen dann

    den neuen Bewohnern zur freien Verfügung.

    Kultur im Hause Winkelmann (& Söhne)



    ...abschließend sei noch angemerkt:


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    ^ Klassische Architektur für anspruchsvolle Kunden.


    ...und weiter geht's an die Berliner Brücke:


    Update zum Neubau der Gewerbehalle der Firma Würth


    Später kommt südlich davon noch das geplante Mäckes dazu (im Bild rechts unten):
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    gewerbepark-leipzig




    ...anschließend zum Neubau des Lamborghini-Autohauses Dortmunder Str. 2








    Die Mockauer werden sich sicher über kurze Wege zum Auto-Shopping freuen, aber vielleicht hätte man es auch gleich in die Sportschule Abtnaundorf integrieren sollen... :whistling:



    Vermutlich ein Erlkönig.



    In der Zschocherschen Straße reihen sich die Gewerbebauten wie an einer Perlenschnur aneinander...



    ...ganz rechts der Neubau 79a




    ...weitere Bauwerke im näheren Umfeld:






    Mittelstraße 43

    mittelstrrok6y.jpg


    Sicher hätte man in letzter Konsequenz eher Dachgauben als diese Art von Fenstern nehmen sollen, die find ich selber auch eher hässlich sind aber billiger und in der Lichtausbeute wahrscheinlich effektiver.


    Ich Bin aber so eingenommen von dieser Stadtbildaufwertung an der Stelle dass ich sie als Zugeständnisse an Bedürfnisse unserer Tage hinnehme, zumal man die Nutzfläche im Dach auch eher vermietungfähig halten möchte und die klassische Dachbodennutzung wohl gar nicht angestrebt war.


    Rechnerisch interessant muss Selbst so ein Projekt eben auch bleiben.


    Als ehemaliger Dachwohnungsbewohner halte ich Gauben in den meisten Fällen auch in funktionaler Hinsicht für die bessere Lösung. Die Kosten für Fassade und Dachgestaltung dürften bei einem Projekt dieser Größe im Peanutsbereich liegen und im Zweifel wäre das Grundstück eben bisschen weniger wert gewesen - jedenfalls muss man schon mal fragen, wo, wenn nicht in dieser Lage, Mindestanforderungen bezüglich Architektur und Stadtplanung durchzusetzen wären...?


    Insgesamt find ich die Dachsituation zu beiden Nachbarn aber auch eher unbefriedigend - hier hätte man gestalterisch besser Aufeinander eingehen sollen da hätte sich in letzter Konsequenz schon die Frage gestellt welche Dachform sich hier durchsetzen sollte, so wirkts leider unentschlossen und unnötig unruhig-


    Der Nachbarbau in der Neustädtischen Kirchstraße wirkt nun umso mehr, eher banal, der neoklassizistisch wirkende Nachbar in der Mittelstrasse verträgt das Staffelgeschoss für mein Daführhalten eigentlich ganz gut.


    Eine Staffelgeschosslösung für das Eckgebäude wäre vermutlich für den turmartigen Eckerker eher aufgrund seiner organischen, Verzahnung mit der Fassade schwierig wie will man das lösen ohne die Logik der Fassadengestaltung in Frage zu stellen🤔

    Staffelgeschosse haben auf Baudenkmälern nichts zu suchen. Das Dach des Eckhauses erscheint auch im Vergleich zur übrigen Fassade als unpassend hoch, so als ob unbedingt 2 Geschosse ohne Rücksicht aufs Gesamtbild untergebracht werden sollten.

    Die Gestaltung müsste zumindest in ihrer Grundform vom Originalzustand abgeleitet werden, vielleicht kann jemand dazu Bilder posten - ich habe nur Entwürfe für die gegenüberliegende Ecke gefunden:



    größeres Bild



    größeres Bild

    Schalenbrunnen von Leonie Wirth

    Ich halte die Idee für eine Wiederaufführung an diesem Standort für ausgezeichnet, da gerade hier am Dippoldiswalder Platz eine nahezu komplette Umrahmung durch Großvolumen der städtebaul. DDR-Moderne besteht, wie dies bereits am alten Brunnenstandort an der Prager Strasse vorlag.

    Es stimmt zwar, dass der "Rahmen" insofern zur Geschichte des Brunnens passt, aber ich finde, dass er auch ohne eine derartige Umgebung sehr gut zur Geltung kommt. Am besten wäre es meiner Meinung nach gewesen, die Brunnen in ihrer Originalform am ursprünglichen Standort zu erhalten.


    Spannend wirds noch, wenn erst alle Wasser fliessen. Ich mag den Brunnen irgendwie sehr, und empfinde manch ehemaliges Werk deutlich ansprechender als viele heutige Elaborate.

    Den Wirth-Brunnen am Pirnaischen Platz find ich auch bemerkenswert (hab ihn aber noch nicht vor Ort begutachtet, nur auf Bildern gesehen)


    682px-Dresden_Brunnen_am_Pirnaischen_Platz.jpg


    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/…_am_Pirnaischen_Platz.jpg


    Wenn man sich das letzte Bonusbild "Prom-Ring im Schnee" so ansieht, könnte man meinen, nicht nur der Brunnen sondern vor allem der Plattenbau links im Bild wäre der städtebauliche Maßstab für alle anderen Neubauten gewesen...

    Da könnte man konsequenterweise vielleicht noch auf dem Postplatz-Motel diese bewährte Hinweistafel rekonstruieren?

    Gibt's auch schon zum Selberbasteln.

    In der Thüringer Str. 27(?) zwischen Spinnerei, Friedhof und S-Bahn ist dieses Haus emporgewachsen:







    Auch im schönen Stünz dreht sich der Kran:



    Karl-Härting-Str. 3b (?)





    In der Nathanaelstraße kann man sich die Entwicklung der Neu-Baukultur in Leipzig ab den 90ern in geballter Form vor Augen führen...:



    Nr. 19 aus den 90ern mit typisch plumpem Erker und unpassender Farbe, anschließend Nr. 17, vor kurzem fertig gestellt:



    (war hier schon zu sehen, jetzt auch mit EG)



    Meiner Meinung nach der einzige akzeptable Neubau mit eigenständiger architektektonischer Idee und qualitativ ansprechender Umsetzung,

    (wenn ich es während der Bauzeit richtig gesehen habe, wurden sogar echte Backsteine verwendet =O )

    Insgesamt vielleicht etwas zu wuchtig für die Umgebung, aber in Material und Farbe passend zum Umfeld.


    Im Gegensatz dazu das Stadthausgewusel gegenüber:



    Hier wurde zuletzt die Lücke Nr. 10 verplombt:






    Wow.


    Form, Material, Farbe, Zustand... hier ist einfach alles peinlich.




    Nachbar Nr. 8 war hier schon zu sehen...



    An der "Tür" hat sich (von der Bemalung abgesehen) nichts geändert... ich hatte das für ein Provisorium gehalten.


    An der Ecke Neustädtische Kirchstraße/Mittelstraße wurde der ehemals entstuckte Altbau inzwischen teils ausgerüstet. Es ist schon drollig, dass ein über so lange Zeit geschundener Bau nach 70 Jahren doch noch sein altes Gesicht zurück erhält.

    ...aber das ist doch selbstverständlich, wenn ein Baudenkmal in dieser Lage saniert wird?

    ^^

    Die beiden von Georges Henri eingestellten Links zeigen sehr deutlich, dass das Gebäude nachträglich entstuckt worden ist. Stuck und Fassadenverzierungen sind nicht im Krieg verloren gegangen, sondern erst in der Nachkriegszeit. Aus heutiger Sicht kaum noch nachvollziehbar. Erfreulich, dass diese damals begangene Dummheit wieder korrigiert wird.


    Ich würde mich gerne mal mit den Handwerkern unterhalten, die damals den Schmuck von Fassaden abgeschlagen haben. Ich würde gerne mal wissen, wie die betreffenden Leute (wenn sie denn überhaupt noch leben) heute ihrer eigene "Arbeit" bewerten.

    Nunja, die Arbeiter wurden beauftragt und schlecht bezahlt... interessanter wäre es wohl, die dafür Verantwortlichen befragen zu können.

    Ich würde aber vermuten, dass es da wenig Einsicht in eigene Fehler gäbe...


    Umbau Unter den Linden 40, bildet ja mit den Gebäuden in der Mittelstraße ein Projekt. Sehr positiv ist, ich hab es schon mal erwähnt, die komplettierte Dachlandschaft.

    Wobei das Dach der Ecke in der Mittelstr. mit seiner Fensterarmada nicht überzeugt. Selbst wenn man hier auf eine Rekonstruktion der Dachlandschaft verzichtet, wäre mit relativ wenig Aufwand eine angepasstere Gestaltung möglich gewesen.


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    ...und beim Nachbarn wurden Staffelgeschosse draufgeklatscht.

    Zunächst ein Blick in die Wurzner Str. ...



    Ecke zur Plaußiger Str. 2




    ...und anschließend ins bunte Lindenau:



    Die Roßmarktstr. 9 (Ecke zur Hahnemannstr.) hat schon viel mitgemacht und sieht nach der letzten Sanierung so aus:




    ...seit ca. 2008 befand sich die Ecke in diesem Zustand:




    ...bei Google sind die Arbeiter gefilmt worden - und haben daraufhin die Flucht ergriffen.




    ...die Fenster wurden erneuert:




    ....und die verlorene Dekoration wieder hergestellt:




    Soweit, sogut... was ich auch hier fragwürdig finde, ist die Farbgebung.

    Das Konzept der abgebrochenen Sanierung erscheint mir wesentlich stimmiger -

    eine Art Naturstein(imitat)sockel, dazu passend die Absetzung der Fensterfaschen

    und ev. auch noch die damals fehlenden Dekorelemente... das hätte ein lebendiges

    Gesamtbild ergeben können, das dann auch besser mit dem recht dominanten

    Nachbarhaus harmoniert.


    Leider hab ich kein Bild vom Originalzustand gefunden, nur diese ganz alte Ansicht:



    Zustand zu DDR-Zeiten:



    ...dazu noch ein Vergleich:




    ...wie man sieht, gab es früher mehr... Fahnen.



    Gleich um die Ecke, in der Mühligstr. 8 und 10, wurden laut Streetview ebenfalls 2008 Sanierungen gerade beendet,

    bei denen sich auch ein Vergleich im Hinblick auf die farbliche Gestaltung lohnt:



    ...ein typisches leipziger Straßenbild, ordentlich saniert und nett anzuschaun.

    Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass beim Eckhaus die Fachwerk-Dekoration keinen Bezug zum Rest der Fassade hat

    und irgendwie in der Luft zu schweben scheint...



    Hier dagegen hat man den Eindruck, dass die einzelnen Dekorationen ein passendes Gesamtbild ergeben.



    Die unterschiedlichen Putzarten wurden bei der Sanierung zwar wieder originalgetreu eingesetzt, allerdings einfarbig.

    Beim Nachbarhaus sieht es ähnlich aus...



    hier fällt es allerdings weniger auf, weil kein Fachwerk "aus dem Rahmen fällt", nur über den Fenstern im EG fehlt ein bisschen Lametta.



    Die Eutritzscher Str. 9 (nicht in Lindenau) wurde zwischenzeitlich schon mal größtenteils abgerüstet...





    ...dann aber doch wieder verhüllt und bearbeitet:



    :/



    ...im Hintergrund auch Nr. 3 noch eingerüstet.

    Derweil ist bei Hildebrand und Partner die Ungerstraße 8 aufgetaucht - schönes Projekt, wie ich finde.
    Angedeutet scheint auch ein Ergänzungsbau an der Ungerstraße zu sein.


    Zunächst ein Überblick:


    Quelle: Google Earth


    Oben links die Zweinaundorfer, davon oben rechts abgehend die Ungerstr. mit der Baulücke für die neue Nr. 8,

    links unten die Cichoriusstr. mit einer Lücke (Nr. 11), in der zur Zeit ebenfalls gebaut wird (wobei ich nicht weiß,

    ob das mit zum Projekt Fabrikumbau/Neubau Ungerstr. gehört).



    Blick von der Cichoriusstr. zum Hof Ungerstr.







    ...rechts im Anschluss der Neubau Ungerstr.







    endlich fertig... <X


    naja... wir brauchen noch 'ne Fassade für die Ungerstraße... :whistling:


    achja... :/ ok, lass dir irgendwas einfallen... darf aber nix kosten! :rolleyes:

    ...und das Erdgeschoss am besten in dunkeldreckig! 8)


    5 Minuten später...


    Fertig! 8o



    (Ungerstr. 7)

    In der Torgauer Str 54 (direkt an der Brücke) soll demnächst dieses Gebäude aus dem Boden gestampft werden:



    ...wenn man sich mit der Gestaltung der Ecke ein bisschen Mühe gegeben hätte, hätte es insgesamt ganz ok werden können.


    Die störenden Garagen wurden bereits entfernt, zuvor hatte es dort mal so ausgesehen:





    Der Plan für die Breitkopfstr. 24:

    Hier geht zum Exposé und noch zwei Abbildungen des Projektes:
    f218c1a95b.jpg

    © Baugemeinschaft Breitkopfstraße 24 GBR


    Real existierender Neubau:




    Nachbar rechts:




    ...erste Interessenten warten schon einzugsbereit auf der Straße:




    Im Hinterhof der Gießerstraße 54 sollen in zwei MFH insgesamt 22 WE entstehen. Frühester Fertigstellungstermin ist Oktober 2019.


    Immobilienangebot








    ...ein Juwel :love:

    Eine echte Fundgrube!


    Stimmt! :)



    Für alle, die jetzt schon auf der Suche nach Geschenken sind, hier eine Anregung:



    Größer - Anker-Steinbaukasten F. Ad. Richter & Cie. Rudolstadt.



    Als Alternative bietet sich dieses kreativitätsfördernde Spiel an:




    ...zumindest bei Architekten und Stadtverwaltern erfreut es sich immer noch großer Beliebtheit. :love:


    Hier mal eine Zusammenfassung der Projekte aus dem Bereich Ebertstr./Westplatz,

    einiges wurde auch schon an anderer Stelle gezeigt...


    ...aber schließlich handelt es sich hier um:


    8t9ujcqu.jpg


    f2qvfooq.jpg


    8o


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    p5o2dn29.jpg


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    Die lästigen Baudenkmäler wurden für einen geplanten Straßenumbau abgerissen...


    Bild 1


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    Warum man bei der nun erfolgten Neubebauung noch nicht einmal einen Radweg im Kreuzungbereich - insbesondere stadtauswärts - unterbringen konnte, bleibt unverständlich... Überhaupt wäre zu überlegen gewesen, ob die nun wiederhergestellte Straßenschlucht an dieser Stelle die beste Lösung ist...


    vollständiger Plan


    3dto55xh.jpg


    Neue Wohnungen auf der Westseite...


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    ...gegenüber wurde für einen neuen Nutzer aufgehübscht:


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    kgkp4nls.jpg


    Wer also ein Schlagloch melden möchte...


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    ...oder Fragen an Hr. Scheuer hat, kann hier sein Glück versuchen. 8)


    Auf der anderen Seite hat Nr. 81 neue Bewohner bekommen:


    lcpq64dg.jpg


    gqksnwpa.jpg


    Auch hier lohnt ein Blick auf die vorherige Bebauung:


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    Vor dem Abriss / Neubau


    Jetzt schnell über den Elstermühlgraben gesprungen...


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    ...und zurück auf den Ebert-Boulevard:


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    Nr. 63 wurde aufgefrischt...


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    vorher:


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    Im Gegensatz zum blau-weißen Nachbarn wurde auf eine großflächige Werbeverschandelung verzichtet.


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    ...rechts im Bild der Neubau an der Ecke zur Kollwitz-Str.


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    Abschließend ein Vergleich zum Jahr 1954 (vermutlich, mit Hochwasser)


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    größeres Bild


    ...u.a. bemerkenswert, dass an der Kreuzung noch mindestens 2 Altbauten erhalten waren, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Aufweitung der Kollwitz-Str. zerstört wurden.

    ^...bleibt allerdings die Frage, ob diese Ecksituation eine dauerhafte Lösung darstellen soll?


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    Seniorenpflegeheim Stadtplatz Leutzsch - Rückmarsdorfer / Ecke Georg-Schwarz-Straße


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    Die Georg-Schwarz-Str. hat einen neuen Point de vue...


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    Die beiden Fluchttreppen wurden vergittert...


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    Bonusbild von schräg gegenüber:


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