ULAP Quartier (in Realisierung)

  • Ist denn der Abbruch wirklich Teil der Realisierung und somit der Threadtitel korrekt? Oder ist es ebenso wahrscheinlich dass nach dem Abriss erstmal nichts passiert?

  • ^ ich verstehe was du meinst. Vlt ist mit " Realisierung Zuletzt hier gemeint , was nach den Abriss Entstehen soll. Möglich, dass nach den Abriss vlt. erstmal nix passiert. Laut Bericht ist das Wettbewerb schon entschieden was hier entsteht in die Zukunft.... :/

  • Großabriß ehem. Landeslabor Berlin-Brandenburg, entlang der Invalidenstraße 57-60 und Clara-Jaschke-Str. - schon weit fortgeschritten, Vorzustand streetview 1 oder streetview 2.

    Es handelt sich laut Bauschild auf streetview 3 um das Projekt "Schadstoffsanierung und Rückbau" dieser gesamten baulichen Anlage.

    Damit verschwindet eine dunkle Bausünde aus den 1970er Jahren, und neue attraktive Bauflächen eröffnen sich nahe dem Hauptbahnhof.

    Wie vormalige Medienmeldungen besagen, war es natürlich ein "Baudenkmal" und es gab heftig Streit um den Abriss - siehe zB Tagesspiegel (Juli 2024).

    Laut einem PDF der Architektenkammer Berlin (vom Sept. 2024) gab es gar ein "politisches Säbelrasseln" um die ganze Chose. Und bei wem-gehört-berlin mochte man die Graue Energie lieber erhalten und sah es daher mal nicht so als grüngraue Bausünde.

    Ich weiß nicht, ob es hier im Forum bereits thematisiert war, aber gerne kann jemand nochmal Infos zur Debatte um Abriss und Denkmalschutz geben.

    Auch ist mir nicht bekannt, wie die grosse Fläche künftig genutzt und entwickelt werden soll.

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    Bild: https://i.postimg.cc/FHbVpkj6/P1330782.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/MGWbFZ5y/P1330785.jpg

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    Bonusbilder im Umfeld

    Bild: https://i.postimg.cc/pLMBKJnZ/P1330780.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/VNDBQyHc/P1330786.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/HLB4DGvh/P1330787.jpg

    Bild: https://i.postimg.cc/SsRLmZHP/P1330788.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/1tX0yWLt/P1330789.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/j51H2Hbn/P1330790.jpg

    Bild: https://i.postimg.cc/d15LVKfT/P1340021.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/V6KdkchX/P1340022.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/qR1zvdFy/P1340023.jpg

    alle bilder elli kny

    2 Mal editiert, zuletzt von Elli Kny (7. Januar 2026 um 09:06) aus folgendem Grund: nachtrag fotos

  • ^Vielleicht Denkmalschutz wegen des subtilen stadtplanerischen Humors, das OSZ 'Banken und Versicherungen' zwischen Leichenschauhaus und Untersuchungsgefängnis angesiedelt zu haben.

  • Ich bin jedenfalls dankbar, dass Berlin eine Bausünde weniger hat, gerade in so prominenter Lage und nun ein Quartier mit höherem ästhetischen Anspruch entwickelt wird. Manchmal entsteht der Eindruck je hässlicher das Gebäude, umso lauter der Ruf nach Denkmalschutz...

    Die Fläche befindet sich im Eigentum Berlins und es sind Gebäude für Justiz und Polizei geplant (befindet sich derzeit in Containern auf dem Grundstück) sowie eine Schule und Wohnungen.

    Details zur Planung finden sich auf der Seite der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:

    https://www.berlin.de/sen/stadtentwi…/ulap-quartier/

  • Endlich kommen all die Bauruinen am HBF weg. Ich habe jedoch kaum Verständnis für die ambitionslosen öffentlichen Bauten dort in Premium Lage.

    -Hauptbahnhof Anbindung/ 20 min zum BER

    -Regierungsviertel

    -Mitte Szene

    -Tiergarten in Reichweite

    Mit all den Vorteilen hätte hier ein sehr anspruchsvolles privates Projekt hochgezogen werden können. Der Standort wäre prädestiniert für ein bis zwei +100m Hochhäuser.

  • ^ Vielleicht bezieht sich der Mitforist auf diese Veröffentlichung, in der ein anderer Plan zu sehen ist, als der den du teiltest, der aber von einer offiziellen Stelle der Stadt Berlin zu kommen scheint. Und der ist leider wirklich recht banal und verfolgt eine niedrigere Höhenentwicklung als der Plan aus deinem Tagesspiegel-Artikel. Laut der Webseite der Wettbewerbsgewinner ISSS befindet sich der im Tagesspiegel besprochene Entwurf aber auch nach wie vor in weiterer Planung. Hier gehts zur Webseite

    Ich hoffe, dass das Konzept von ISSS umgesetzt wird. Es sieht erfrischend und eindrucksvoll aus, mit einer der Lage direkt am Hbf würdigen Dichte und gestalterischen Einzigartigkeit. Wäre ein enormer Gewinn für Berlin:)

  • An dem Ort sollte mehr Baukultur und mehr Höhe der Anspruch sein. Von den Vierteln, die im Klötzchen-Design daherkommen hat die Stadt schon zuviele.

    Ich frage mich ja seit Jahrzehnten woher die Berliner Architekten ihre Inspiration nehmen. Berlin hat doch seit 1990 maximal den Un-Charme von Rotterdam hervorgebracht. Wieso gibt es hier Niemanden der internationale Klasse anstrebt ?

    Das ULAP - Areal am Regierungsviertel und HBF ist vermutlich eines der wertvollsten Baugrundstücke in Deutschland. Und trotzdem baut man dort als wäre es Marzahn oder Eisenhüttenstadt.

  • ^… tja wenn Rotterdam 1940 nicht vollständig bei einem deutschen Luftangriff zerstört worden wäre…. Hätte es heute wahrscheinlich mehr Charme auzuweisen.

    Du solltest ein wenig auf Deine Vergleiche achten.

    Rotterdam hat sich wiederaufgebaut und das erfolgreicher und aufregender als es Berlin getan hat. Und das bei nur rund 700.000 Einwohnern. Besonders in den letzten zwei Jahrzehnten hat es sich eine moderne und attraktive Skyline gegeben.

    https://www.holland.com/de/tourist/ent…tadte/rotterdam

    Da fängt Berlin ja gerade erst mit an.

    Ich wüßte auch nicht wo jetzt in Eisenhüttenstadt oder in Marzahn ein solch ambitioniertes Projekt entsteht wie hier am Hauptbahnhof …!

  • Hab mir die Seite von ISSS angesehen. Die können noch nicht einmal Visualisierungen auf Profi-Niveau. Ihre minimalistisch-reduzierte Webseite spricht Bände. Letzenendes haben sie beim Bauherrn deshalb punkten können, weil sie den perfekten veganen Sprachduktus beherrschen, der wohl nur im Behörden-Berlin zieht. Sonst nirgends auf der Welt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    klimaresilient, zukunftssicher, gute Durchlüftung, Frischluftzirkulation, Schwammstadt, aktives Regenwassermanagement, natürliche Kühleffekte, positives Stadtklima

    Sie versprechen das Bullerbü Paradies, können aber nicht mal zeichnen. Das Endergebnis weicht kaum von der späten DDR-Moderne ab.

  • Da kann ich nur hoffen, dass Berlin sich Rotterdam nicht zum architektonisch/städtebaulichen Vorbild nimmt, trotz mancher spannender Gebäude in Rotterdam. Ich persönlich kann die Kritik von Arty Deco an der Planung grundsätzlich verstehen. Diese scheint nicht klar zu vermitteln was sie eigentlich will. Geht es nun um eine Erweiterung von Moabit oder um ein Stück Hauptstadtplanung zwischen Kanzleramt und Hauptbahnhof?

    Wir haben nun fast zwanzig (!) Jahre nach der Eröffnung des Hauptbahnhofes noch keine Verweilqualität außerhalb des Gebäudes. Weder der Washingtonplatz vermag es die "grand view" trotz architektonischer Highlights zu nutzen, noch mögen die baulichen Teil-Resultate des Humboldthafens wirklich zum Verweilen einladen, ganz zu schweigen vom unwirtlichen Europalatz und der stinklangweiligen Europacity.

    Es reiht sich zwar Kasten an Kasten, aber wirklich erlebbare zusammenhängende Urbanität bzw. städtebauliche Raffinesse sucht man vergebens.

    Mit der Intensität des Potsdamer Platzes kann der Ort trotz des enormen Kraftzentrums Hauptbahnhof leider nicht konkurrieren. Deshalb wäre auch mein Wunsch für das ULAP-Quartier etwas mehr Sony-Center, etwas mehr Außergewöhnlichkeit, etwas mehr Raumerlebnis. Die bisherigen Planungen können mich davon nicht überzeugen, dass sie dies programmatisch wie städtebaulich (trotz der Hochhäuser zur Invalidenstraße) können. Meine Kritik würde sicherlich nicht so deutlich ausfallen, wäre die Europacity nicht so staubtrocken und die Bebauung am Humboldthaften so unbeholfen ausgefallen.

  • Wenn man sich die letzten Seiten des "Rund um den Potsdamer Platz-Threat" durchliest, dann könnte man meinen, der PP bzw das Sony Center hätte so überhaupt keine Aufenthaltsqualität. Offenbar wird das unterschiedlich bewertet. Ob der PP, so glanzvoll ist, wie hier dargestellt, würde ich mal bezweifeln. Die Architektur mag bei einzelnen Gebäuden toll sein, insgesamt funktioniert dieses Quartier aber auch nur leidlich.

    Zu Arty Decos Wüten bezüglich des vermeintlich woken Handelns am HBF, Schwammstadt, Regenwassermanagement etc, kann man nur sagen: Im letzten Jahrhrtausend stehen geblieben und nichts dazu gelernt. Das selbe könnte aus dem Mund der echten "woken" Vorsitzenden stammen.

    Die Website von ISSS finde ich im übrigen prima. Out of the Box.

  • Das geht zu weit. Ich bin ein alter weißer Mann und fühle mich diskriminiert. Was in den 1990er Jahren in den USA von einigen schwarzen Frauen als cooler Slogan gegen die Obrigkeit erfunden wurde, muss nicht unbedingt auch in Europa gelten, wo wir eine völlig andere Geschichte und ethnische Zusammensetzung haben. Bei allem Respekt, es gibt auch alte weiße Männer mit durchschnittlicher Intelligenz, die ganz andere Meinungen vertreten. Ich gehöre dazu.

  • ^ Auch wenn es generationelle Eigenarten und blinde Flecken gibt, finde ich die Schmähformel "Alter weißer Mann" etwas billig, ebenso wie ich Arty Decos Polemik billig fand. Mehr noch störe ich mich aber daran, dass hier (und nicht nur hier) gleich die Admins auf den Plan gerufen werden und ich halte es für möglich, dass sich auch und gerade darin eine generationelle Eigenart zeigt. Das möchte ich etwas begründen.

    Jonathan Haidt und Greg Lukianoff haben (in: The Coddling of the American Mind, 2018) eine Generation beschrieben, die in der Kindheit systematisch vor Konflikten geschützt wurde. Erwachsene griffen früh ein, schlichteten, regulierten Emotionen und verhinderten, dass Kinder Auseinandersetzungen selbst austrugen. Was als Fürsorge gemeint war, hatte einen ungewollten Effekt: Konfliktfähigkeit verkümmerte.

    Auf dem Campus setzt sich dieses Muster fort. Statt Konflikte auszuhalten, auszuhandeln oder als Teil sozialer Reifung zu begreifen, werden sie institutionalisiert: Studierende wenden sich rasch an Autoritäten, verlangen Intervention, Schutz oder Sanktion. Der Konflikt wird nicht mehr als etwas erlebt, das man bewältigt, sondern als etwas, das delegiert werden muss. Wer nie lernt, Konflikte selbst zu regulieren, erlebt Widerspruch später nicht als Herausforderung, sondern als Bedrohung. Das Bedürfnis nach Sicherheit ersetzt die Fähigkeit zur Auseinandersetzung.

    Eben diese Tendenz scheint sich auch hier im Forum zu verstärken, und mir scheint das eine Fehlentwicklung zu sein. Aber vielleicht sehen das andere anders?

  • ^ Danke dir für deinen Beitrag.

    Ich würde es nicht als Fehlentwicklung bezeichnen. Diese Diskussion ist vielmehr ein Abbild der Gesellschaft. Das können wir an dieser Stelle aber nicht ausdiskutieren, weil off-topic.

  • ^ Allerdings. Gleitet stark in's offtopic ab.

    Von mir nur soviel: Wenn ein Konflikt so ausartet, dass man um seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss, dann muss man den Konflikt nicht selbstbewältigen. Dann ist Hilfe von Außen zwingend notwendig!

    Und wenn ein User hier wider besseren Wissens, sprich Fakten argumentiert, dann muss man das auch nicht hinnehmen. Dieser Scheiss ist eben auch neu und eine ebensolche Fehlentwicklung. Den weißen Mann hätte man sich aber sparen können.

  • Auch wenn die Gefahr besteht, vom eigentlichen Threadthema abzukommen, stimme ich ElleDeBE zu. Diese Tendenz scheint in vielen Bereichen der Zivilgesellschaft an Stärke zu gewinnen, und ist auch zu beobachten, wenn während der Schulzeit von Lehrer erwartet wird, dass sie Eltern ersetzen statt zu ergänzen (einer Phase, die oft von Konflikten geprägt ist – emotionalen, generationsbedingten, intellektuellen und unter Gleichaltrigen).

    Was das Forum angeht, bin ich noch nicht allzu lange dabei und nur in den Diskussionen zu Berlin aktiv, aber es scheint eine zunehmende Tendenz zu geben, die Moderatoren aufzufordern, in eher „emotionale” Diskussionen einzugreifen. Diese Diskussionen sind zwar oft recht unterhaltsam, aber sie ähneln eher private Kleinkriege und sind leider auch oft von aggressiven und respektlosen Tendenzen geprägt. Leider.

  • "Dieser Scheiss ist eben auch neu und eine ebensolche Fehlentwicklung."

    DerBe Die Fehlentwicklung besteht darin, dass Leute (wie du) bestimmen wollen, welche Aussagen als Fehlentwicklung bewertet werden.