Dass der Planungsprozess 10 Jahre in Anspruch genommen hat lag allerdings nicht am planerischen Aufwand, sondern an der langwierigen politischen Auseinandersetzung zwischen den Akteuren, die vor ihrem Haus keinen Neubau wollten und den Akteuren, die bezahlbaren Wohnraum schaffen wollten. Daher war auch die Bauplanung nicht 10 Jahre kontinuierlich mit diesem Vorhaben befasst.
Wichtig ist dieses Vorhaben insofern, als dass es viele ungenutzte Flächen in der Stadt um Plattenbauten herum gibt, da im DDR-Städtebau Platten relativ lose auf weite Flächen verteilt wurden. Insofern ergeben sich hier Nachverdichtungspotentiale für den so dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum.
Auch wenn der gesamte Prozess mit 10 Jahren eindeutig zu lange gedauert hat finde ich das Ergebnis sinnvoll und würde gerade daher hoffen, dass diese Form der Nachverdichtung auch an anderen Stellen in der Innenstadt vorgenommen wird, beispielsweise entlang der Heinrich-Heine-Str. im selben Wohnblock. Da der gesamte Planungs- und Aushandlungsprozess einmal durchlaufen wurde könnte man ein solches Vorhaben an städtebaulich ähnlichen Stellen zügiger wiederholen, wenn der politische Wille da ist, der Bedarf ist es in jedem Fall.