Beiträge von global_m

    Die Kritik an den langsamen Planungsprozessen teile ich, der Baubeginn war bereits vor mehreren Jahren geplant und viele Menschen warten dringend auf Schwimmflächen sowie Wohnungen.

    Dass Wohnungen über einer Schwimmhalle zu planen neu und technologisch aufwendisch wäre teile ich aber nicht. Viele Scheimmbäder befinden sich in Gebäuden mit Etagen darüber, das ist keine neue Technologie und angesichts von Wohnungs- und Flächennot ist eine bestmögliche Ausnutzung des Grundstücks doch sinnvoll.

    Ich bin jedenfalls dankbar, dass Berlin eine Bausünde weniger hat, gerade in so prominenter Lage und nun ein Quartier mit höherem ästhetischen Anspruch entwickelt wird. Manchmal entsteht der Eindruck je hässlicher das Gebäude, umso lauter der Ruf nach Denkmalschutz...

    Die Fläche befindet sich im Eigentum Berlins und es sind Gebäude für Justiz und Polizei geplant (befindet sich derzeit in Containern auf dem Grundstück) sowie eine Schule und Wohnungen.

    Details zur Planung finden sich auf der Seite der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:

    https://www.berlin.de/sen/stadtentwi…/ulap-quartier/

    Warum sollten neu gepflanzte Bäume erst in 40 Jahren ein schönes Erscheinungsbild abgeben? Ich freue mich auf die neuen Bäume, zumal auf dem Mittelteil um die Ubahn-Station Unter den Linden derzeit gar keine Bäume stehen.

    Die Bürgersteige an den Seiten sind nicht Teil der Baumaßnahme. Es wird lediglich die Mittelpromenade erneuert mit neuen Bäumen und Stauden analog zur bereits fertig gestellten Fläche vor dem Hotel Adlon. Die Bürgersteige werden zu einem späteren Zeitpunkt erneuert, wenn der Druck hoch bleibt hoffentlich direkt im Anschluss.

    Auf der Website der zuständigen Senatsverwaltung ist die akutelle Zeitplanung zum Nachpflanzen der Linden inklusive des Anlegens der Stauden wie folgt angegeben: II. Quartal 2026. Leider schiebt sich der geplante Baubeginn seit Jahren immer weiter nach hinten, sodass ich nicht an einen Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2026 glaube.

    Sinnvoll wären wohl Nachfragen bei Senatorin Bonde, damit sie sieht, dass die Verzögerungen auffallen und sehr ärgerlich sind: Post@SenMVKU.berlin.de

    Wie schwer kann es sein gefällte Bäume nach Abschluss der Bauarbeiten nachzupflanzen?

    https://www.berlin.de/sen/uvk/mobili…ter-den-linden/

    Banal und trist trifft es wohl leider, Kulturscheune ist da noch ein schmeichelhafter Spitzname. Ist mir auch schleierhaft, warum man das Kulturforum nicht durch einen interessanten Bau aufgewertet hat. Geld genug ist offensichtlich vorhanden und für eine halbe Mrd. lässt sich mehr als eine Lidl-Filiale realisieren.

    Unklar ist für mich noch, welche Farbgebung die Fassade am Ende haben wird. Auf dem obersten Bild sieht es nach grau aus, auf den weiteren Bilder mehr oder weniger sandsteinfarben, was m.E. deutlich ansprechender wäre.

    Dass der Planungsprozess 10 Jahre in Anspruch genommen hat lag allerdings nicht am planerischen Aufwand, sondern an der langwierigen politischen Auseinandersetzung zwischen den Akteuren, die vor ihrem Haus keinen Neubau wollten und den Akteuren, die bezahlbaren Wohnraum schaffen wollten. Daher war auch die Bauplanung nicht 10 Jahre kontinuierlich mit diesem Vorhaben befasst.

    Wichtig ist dieses Vorhaben insofern, als dass es viele ungenutzte Flächen in der Stadt um Plattenbauten herum gibt, da im DDR-Städtebau Platten relativ lose auf weite Flächen verteilt wurden. Insofern ergeben sich hier Nachverdichtungspotentiale für den so dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum.

    Auch wenn der gesamte Prozess mit 10 Jahren eindeutig zu lange gedauert hat finde ich das Ergebnis sinnvoll und würde gerade daher hoffen, dass diese Form der Nachverdichtung auch an anderen Stellen in der Innenstadt vorgenommen wird, beispielsweise entlang der Heinrich-Heine-Str. im selben Wohnblock. Da der gesamte Planungs- und Aushandlungsprozess einmal durchlaufen wurde könnte man ein solches Vorhaben an städtebaulich ähnlichen Stellen zügiger wiederholen, wenn der politische Wille da ist, der Bedarf ist es in jedem Fall.

    Der Neubau des Rathauses Mitte soll dazu dienen alle angemieteten Flächen des Bezirksamtes Mitte zu ersetzen, damit das Bezirksamt Mitte zukünftig nicht mehr die sehr hohen Mieten zahlen muss, die in Berlin-Mitte marktüblich sind. D.h. es geht darum langfristig Geld einzusparen, zumal dann Steuergeld in ein Gebäude fließt, was auch dem Steuerzahler gehört.

    Die sogenannten Rathäuser Wedding und Tiergarten sind reguläre Verwaltungsgebäude z.B. mit Bürgerämtern, diese bleiben weiterhin erhalten. Lediglich die Mitarbeitenden in den angemieteten Flächen an der Karl-Marx-Allee sowie am Kappweg werden in das neue Rathaus Mitte umziehen.

    Das Rathaus Mitte wird insofern das zentrale Rathaus des Bezirksamtes Mitte sein, als die Bezirksverordentenversammlung dort ihren Sitzungssaal haben soll. Derzeit tagt die Bezirksverordnetenversammlung in einem angemieteten Saal an der Karl-Marx-Allee.

    Sorry, aber das ist kompletter Blödsinn. Keine Berliner Behörde arbeitet "in Containern oder Zelten" oder ist davon bedroht. Auch war das Haus der Statistik nie eine "Mega Ruine", sondern lediglich ein zeitweise leerstehendes Bürogebäude weit entfernt davon zu zuerfallen. Das Gelände ist auch jetzt nicht tot, sondern wird von einer Vielzahl an Initativen und Vereinen u.a. künstlerisch genutzt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    RdZ4.jpg

    Bilder © Atelier Schmelzer Weber Architekten / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Besonders schade finde ich, dass die Chance nicht genutzt wird den Stadtraum neu zu strukturieren. Der Neubau an der Ecke zur Mollstraße wird weiterhin isoliert im Stadtraum stehen, anstatt zusammenhängend mit dem Rathaus den Häuserblock zu schließen und so der überdimensionierten Kreuzung zumindest eine räumliche Einfassung zu geben und die ohnehin versiegelte Fläche sinnvoll zu nutzen.

    Es ist städtebaulicher Unsinn, das Rathaus und den Neubau an der Ecke Mollstraße ohne Bezug zueinander zu planen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Soweit ich weiss wurden diese Pläne schon vor Jahren verworfen. Der behördliche Aufwand wurde als zu gross angesehen.

    Ich denke der entscheidende Punkt bei einem städtebaulichen Vorhaben ist nicht der planerische Aufwand, sondern die Sinnhaftigkeit und der politische Wille.

    Die gerade erfolgte Verschwenkung und Verschmälerung der Grunerstraße zeigt, dass genau ein solches Vorhaben in Berlin möglich ist, zumal der Aufwand nicht ganz so groß ist, wie Du beschreibst. Auch bei der Grunerstraße gab es Widerstand, schlussendlich hat sich aber ein sinnvolles Vorhaben durchgesetzt und das sollte m.E. An der Urania auch angestrebt werden.

    Vielleicht bietet die Zeit der Zwischennutzung die Möglichkeit die Pläne zu überarbeiten und das Planwerk Innere Stadt zu verwirklichen, das eine Verschmälerung der Straßenzüge An der Urania und Lietzenburger Straße auf das alte Straßenmaß vorsieht mit baulicher Einfassung der dadurch freiwerdenden Baufelder.

    So sähe das aus und würde m.E. den Stadtraum deutlich sinnvoller strukturieren und nutzbar machen:

    nb40V6.jpg

    Dekoratives Anführungszeichen

    Was mir nicht gefällt: [...] Und natürlich der nicht vorhandene Dachabschluss – warum kein Staffelgeschoss? Der Botschafter hätte sich ein Dienst-Penthouse aufs Dach wünschen können. Wie geil wäre das für ihn gewesen, und wie gut für die Architektur? Schade.

    Leider lässt die Gestaltungssatzung für UdL für Botschaftsgebäude keine höhere Bebauung zu, sodass der Dachabschluss nicht genehmigt wurde, obwohl seitens der Boschaft gewünscht und ursprünglich geplant. Zumindest hatte ich die Debatte damals so verstanden, dass das Dachgeschoss mit der in der Gestaltungssatzung festgeschriebenen Traufhöhe nicht vereinbar war.

    Details zur Gestaltungssatzung finden sich hier:

    https://www.baunetz.de/mobil/meldung.html?cid=1477

    Das mit den zu vielen Köchen sehe ich genauso. Erst führt der Baustadtrat ein Werkstattverfahren und einen Architekturwettbewerb durch mit dem Ergebnis 115 Meter, dann sagen Landesdenkmalamt und Baukollegium max. 95 Meter und der Baustadtrat ändert seine Meinung. Das ist doch ein äußerst fragwürdiges Verfahren und als Investor käme ich mir veräppelt vor.

    Ich frage mich schon länger, warum man das Baukollegium nicht auflöst. Projekte, die dort durchlaufen werden in der Regel gekürzt oder blockiert, ein solches Kollegium braucht kein Mensch, vom Landesdenkmalamt ganz zu schweigen, zumindest soweit es wie hier um Bauvorhaben geht, die keinerlei historische Bausubstanz auch nur berühren.

    ElleDeBE Hier habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte die im Bau befindlichen Hochhäuser Covivio, Mynd und Estrel sind nicht dem aktuellen Senat zuzuschreiben.

    Was der aktuelle Senat allerdings überraschenderweise entschieden hat ist auf dem Karstadtgelände am Kudamm nur ein Hochhaus zu errichten, statt zwei ("Mit dem nun beschlossenen Rahmenplan für das Gelände in der City West reduziert der Senat die zunächst mit dem bisherigen Eigentümer Signa vereinbarten Hochhauspläne."), die vom Bezirk Mitte geplanten 115 Meter beim Central Tower auf 90 - 95 Meter zu reduzieren (ob sich der Bezirk hier gegen den Senat durchsetzen kann bleibt abzuwarten) und das Hochhaus am Europacenter nicht voranzutreiben (zumindest habe ich nichts Gegenteiliges vernommen).

    Das finde ich insofern überraschend, als dass ich beim aktuellen Senat erwartet hatte, dass er neue Hochhausprojekte unterstützt und zügig voranbringt, was leider nicht der Fall ist. Eine aktive Unterstützung der Investoren lässt auch der neue Senat vermissen - leider.

    Die laufenden Hochhausprojekte haben allerdings allesamt nichts mit dem aktuellen Senat zu tun, sondern sind von Rot-Rot-Grün genehmigt und vorangebracht worden.

    Der aktuelle Senat ist leider überraschend hochhausfeindlich:

    Der Central-Tower wurde durch den Senat auf 90 - 95 Meter gekürzt:

    https://entwicklungsstadt.de/berlin-mitte-h…-auf-der-kippe/

    Das Hochhausprojekt auf dem Karstadtgelände am Kudamm wurde von 2 Hochhäusern unter Rot-Rot-Grün durch den aktuellen Senat auf nur 1 Hochhaus reduziert:

    http://www.rbb24.de/wirtschaft/bei…tm/alt=amp.html

    Auch für das von einem Investor hinter dem Europacenter vorgeschlagene Hochhaus mit bis zu 300 Metern gab es keinen Support vom aktuellen Senat:

    https://entwicklungsstadt.de/europa-center-…hochhausplaene/