Ich hab es mir fast gedacht, dass sie die Fassade nicht verändern werden. Im ganzen angrenzenden Kiez wurden in den letzten Jahren fast alle Plattenbauten einer umfassenden, denkmalgerechten Fassadensanierung unterzogen.
Memi - Wohnkomplex Memhardstraße
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Die Fassade des Gebäudes steht nicht unter Denkmalschutz.
Hier einzusehen: https://gdi.berlin.de/viewer/main/?M…Map/zoomLevel=2
Das muss ein Fehler im Artikel sein.
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^ Tatsächlich, stimmt danke. Ja, da liegt ein Fehler der Zeitung vor. Der Rest bleibt dann so, wie es berichtet wurde. Ich hätte lieber eine helle Fassade gesehen als die dunklere.
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Die Memi, wie es im Artikel interessanter Weise heißt (ich hätte "das" Memi gedacht, aber "die" Memi klingt eigentlich netter und kontrastiert noch mehr mit dem semibrutalistischen Look) ist streng genommen, wie hier im Forum schon einmal festgestellt wurde und wie auch der Artikel betont, kein Plattenbau. Mitten im Zentrum habe sich das Baukastenprinzip nicht einfach übertragen lassen. Die Memi habe deshalb ein tragendes Stahlskelett erhalten, an das die Betonplatten der Fassade nur vorgehängt seien.
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Die Fassade des Gebäudes steht nicht unter Denkmalschutz.
Es dürfte um das Ensemble gehen. Das "Memi" gehört zum Denkmalbereich Ensemble "Spandauer Vorstadt", explizit erwähnt als "Memhardstraße 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8" hier:
https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09011331
In der Generalunternehmer-Ausschreibung der WBM wurde dies ebenfalls erwähnt: "Der Gebäudekomplex auf dem Grundstück Memhardstraße 2-8 wurde im Jahr 1983 errichtet und liegen in der Spandauer Vorstadt des Stadtbezirkes Berlin-Mitte. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz."
https://ausschreibungen-deutschland.de/2396696_Deutsc…gen_2025_Berlin
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Der Ensembleschutz bedeutet doch lediglich, dass die Denkmalbehörden einen Abriss und Neubau genehmigen müssen und sich dieser in die Eigenheit der Umgebung einfügen muss. Hier liegt ein sehr weit gefasster Ensembleschutz für ein ganzes Stadtviertel vor. Sind womöglich sämtliche Hausnummern in diesem Gebiet aufgeführt?
Das ist jedenfalls etwas anderes als ein Schutz als Einzeldenkmal.
Sehr schön zu lesen ist die denkmalpflegerische Begründung, die mit dem Satz abschließt: "Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges ist die Spandauer Vorstadt der größte und am besten erhaltene historische Stadtteil Berlins und er wurde von Einheimischen und Touristen nach der Wende als 'Berliner Altstadt' entdeckt."
Der, die, das Memi ist damit wohl nicht gemeint.
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^ Genau das war von mir gemeint: die Berliner Zeitung hat wohl Einzeldenkmalschutz und Ensembleschutz verwechselt.
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Frage: Momentan ist doch für Außenstehende unklar ob die Fassade erneuert oder verändert wird, richtig ? Memi bleibt ein Überraschungsei, korrekt ?
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fassade abgenommen wird. Der Komplex ist ja bewohnt und tiefgreifende Änderungen im Erscheinungsbild sind eher unwahrscheinlich. Gespannt wird man auf die Dämmung sein müssen. Eine innenliegende Dämmung kommt wohl bei diesen kleinen Butzen auch nicht in Frage. Eine WDVS-Dämmung aussen wäre der Supergau!
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Der Supergau? Weil ein unfassbar siffig und hässlich aussehendes Gebäude mitten im Zentrum dann.... Hässlich wäre?
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Es dürfte um das Ensemble gehen. Das "Memi" gehört zum Denkmalbereich Ensemble "Spandauer Vorstadt", explizit erwähnt als "Memhardstraße 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8" hier
Der Ensembleschutz bezieht sich auf den Chararkter der Spandauer Vorstadt. Zitat: Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges ist die Spandauer Vorstadt der größte und am besten erhaltene historische Stadtteil Berlins und er wurde von Einheimischen und Touristen nach der Wende als "Berliner Altstadt" entdeckt. Dem Läuft das Gebäude entgegen. Enstsprechend spricht der Ensembleschutz eher gegen den Bau.
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Der Supergau? Weil ein unfassbar siffig und hässlich aussehendes Gebäude mitten im Zentrum dann.... Hässlich wäre
Auch wenn Sie das nicht verstehen. Dieses Haus ist in seiner Enstehungszeit, in der Verarbeitung und Ausprägung schon etwas besonderes. Das mit Styro zu verpappenn wäre ein Frevel. Und so hässlich wie Sie das Gebäude finden, ist es z.B. aus meiner Perspektive nicht.
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Ich verstehe durchaus welche intellektuelle akrobatik veranstaltet wird um sowas relevant zu reden.
Ich möchte aber nichts verstehen, ich möchte eine inspirierende, charmante und der europäischen Hochkultur und einer ihrer Hauptstädte entsprechende Umgebung. Hässlichkeit lehne ich ab und möchte ich als Teil meines Lebens soweit wie möglich minimieren, ich behaupte eine große Mehrheit bedarf ebenfalls nicht mehr "Verständnis" sondern mehr liebevolle Gestaltung.
Aber danke für das Respektvolle siezen, ist ja gerade in Berlin durchaus fast verschwunden. Ich möchte hier dennoch ausdrücklich das Duzen erlauben, auch wenn ich vermute hier der Jüngere zu sein. Ganz wie's dem Herrn beliebt. -
Sie können ja fordern und wünschen was Sie wollen. Das Memi wird auf absehbare Zukunft nicht abgerissen und was Hässlichkeit ist, wird unterschiedlich ausgelegt. Nicht desto Trotz daf man an anderer Stelle inspirierende, charmante europäische Hochkultur einfordern. Viel Glück dabei.
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Die Fassade vom Memi kann man ohne jemandem zu nahe zu treten als maximal oll bezeichnen. Es wirkt so als hätte das Gebäude 50 Jahre Kette geraucht. Man kann sich als klassischer Architektur-Gourmet, der sich für die Gegend mehr Lebensqualität wünscht nur fest die Daumen drücken, dass die Fassade rundaufgefrischt wird.
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Ich glaube es gibt niemanden der beim MEMI die Fassade behalten möchte. Ich glaube man könnte mit entsprechenden Farben etc. Markisen oder Fensterläden aus diesem Gebäude eine Menge mehr machen als der Ist-Zustand.
Hier mal 3 Ideen die alles andere als optimal sind, da irgendwie noch nicht ganz das gelungen ist was es sein soll nämlich ein Bindeglied zwischen Alex und Spandauer Vorstadt mit Anspruch. Aber es zeigt zumindest, daß aus dem Standort etwas rauszuholen ist, trotz der Baumasse und der "Klotzigkeit".
(Bilder sind nur Designstudien und mit KI erstellt)
Kosten einfache Variante mit Graffiti ca. 2.5 Mio.
Kosten teuere Variante ca. 5.5 Mio.
Redesign, Designstudie mit anderen Materialien - nicht realistisch:
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Danke alexsb73 , fanszinierende neue Technik. Ich denke mit Hilfe Deiner Visualisierungen wird deutlich, dass alles besser sein kann als der jetzige Zustand. Natürlich gefällt mir die dritte der Variationen am besten.
Es sollte doch möglich sein hier einen einigermaßen gangbaren gestalterischen Weg zu beschreiten. Soll heissen, mehr als nur eine Dämmung der Fassade unter Wahrung der Substanz.
Mit Holz kann man ganz neue Räumliche Situationen schaffen, man muss es halt nicht nur tumb auf die bestehende Fassade schrauben sondern auch mal hier und dort über die Fassade hinausgehen, Winkelungen, Vorsprünge, Nischen schaffen … ach, wäre ich nur Architekt geworden.
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Da finde ich Variante 1 deutlich am charmantesten. Die farbliche Differenzierung betont die Staffelung der Baukörper, die noch die größte Stärke des Hauses ist. Es gibt keine unruhige Asymmetrie bei den Fenstern. Die Farben sind hell und das Wandbild nimmt dem Haus die Anonymität und gibt ihm etwas Lockeres, Freundliches. Variante 3 fehlt der rote Faden, die Gestaltung ist zeitgeistig und passt gar nicht in die Umgebung.
In jedem Fall bliebe der absperrende Städtebau, der so typisch für solche Lagen zu DDR-Zeiten ist. Ich vermute es nur, kann mir aber vorstellen, dass auch hier eine Art Kulissenarchitektur intendiert war, um dahinterliegende Ruinen-Tristesse zu verdecken. Heute ist das sanierte Altbau-Viertel das eigentliche Schätzchen und vom Alex kommend sollte man hineingezogen werden statt von einer Mauer empfangen zu werden. Die Mauer muss weg!
User DerBe würde ich insoweit Recht geben, dass die Memi-Kubatur und -Fassade für DDR-Verhältnisse etwas Besonderes war. Die DDR-Architektur ist aber innerhalb der Architekturgeschichte von niedrigem gestalterischen Niveau, deshalb ist es ganz in Ordnung, wenn davon nicht so irre viel überlebt. Gerade in dieser Gegend ist diese Zeitschicht nun wirklich nicht unterrepräsentiert und mit Verlagshaus und Pressecafé auch unmittelbar am Standort prominent und hochwertig vertreten. Meines Erachtens würde dieses Einzeldenkmal-Ensemble noch viel besser zur Geltung kommen, wenn dahinter, also mit größerem Abstand, ein niedrigerer, geschlossener Blockrand auf der Westseite der Alexanderstraße wäre.
Dass damit kurz- und mittelfristig leider nicht zu rechnen ist, ist schon klar. Deshalb hoffe ich auf eine WDVS-Fassade, die einerseits freundlicher ist als der bisherige Look und andererseits den vielerorts durchgeknallten Denkmalbehörden künftig einen Riegel vorschiebt, das Memi doch noch als Einzeldenkmal zu listen.
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(Bilder sind nur Designstudien und mit KI erstellt)da hast du mich aber getriggert! Mit KI lässt sich ja wunderbar ausprobieren, wie das Ding mit unterschiedlichen Fassadengestaltungen aussehen könnte.
Ich habe mich auch mal an einigen Varianten versucht.
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^^ Und alle beziehen sich auf Berliner Bauwerke, da macht das Rätselraten Spaß, obwohl ich das Stadtschloß (Nr. 7) schon am revolutionärsten finde. Vor allem was KI mit den Ecksituationen machen würde. Vom "Memi" zum "Schloßi", so könnte der so geliebte "Kontrast" auch mal aussehen...
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