Oper und Schauspiel: neuer Standort / Alternativlösungen?

  • Das zu planende 160 m Hochhaus schließt sich wohl direkt an den CBT an, im nördlichen Bereich des Grundstücks.

    Dort befinden sich folgende Altbauten, Hausnummern 53 und 55 (ob diese geschützt sind weiß ich nicht, gehe aber stark davon aus). Diese wären dann auch entsprechend zu integrieren:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/veritas_006xiknw.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/veritas_007xwk1f.jpg


    Bilder: Adama

    2 Mal editiert, zuletzt von Adama ()

  • Ja, die sind natürlich geschützt. Mir war nur nicht bekannt, dass sich das Vorhaben bis zur Hausnummer 55 erstreckt. Der FAZ-Artikel bezieht sich auf die "Neue Mainzer Straße 47-51".

  • Deswegen ein paar - gewiss verfrühte - Gedanken zur Positionierung des neuen Schauspiels: Sowohl Hochhaus als auch Schauspielhaus sollten in Nord-Süd-Richtung auf dem heutigen Areal der Frankfurter Sparkasse zu realisieren sein. Jedenfalls wenn der Abstand zum Japan Center nicht größer ausfällt als heute. Der zu befürchtende Verlust der Neuen Mainzer Straße 53 (bis auf die denkmalgeschützte Fassade) erscheint vermeidbar.


    Einen Platz zwischen Japan Center und dem neuen Schauspiel, wie in der heutigen Pressemitteilung erwähnt, halte ich für nicht sinnvoll, denn dafür müsste das Schauspielhaus und damit auch das Hochhaus weiter als an sich notwendig nach Norden gerückt werden. Josef will auf diese Weise die Wallanlage und die Innenstadt miteinander verbinden. Gewiss ein reizvoller Gedanke, doch über ein den ganzen Tag für die Öffentlichkeit geöffnetes Erdgeschoss des neuen Schauspielhauses ließe sich das auch erreichen. Zudem befindet sich an der Nordseite des Japan Centers eine Rampe zu dessen Tiefgarage, die einen daneben liegenden Platz noch unattraktiver machen würde. Sinnvoller wäre eine Überbauung der Zufahrt.


    Stattdessen würde ich eine dauerhafte Sperrung der Neuen Mainzer Straße zwischen der Einmündung der Neue Schlesingergasse und der Kurve auf Höhe des Central Business Towers befürworten. Dieser und das neue 160-Meter-Hochhaus könnten von Norden aus angedient werden, Main Tower, Four, Garden Tower und Omniturm wie gewohnt über die Neue Schlesingergasse. Auf dem Abschnitt dazwischen könnte der gewünschte Platz entstehen. Doch keine Klamm wie nach Josefs Vorstellung, sondern großzügig und auch besonnt, zumindest mittags. Von diesem Platz aus könnten Fußgänger entspannt die Besucherplattform des Main Towers erreichen, das neue Schauspielhaus ohnehin, und darüber dann die Wallanlage. Das Schauspiel könnte so zwei Schokoladenseiten erhalten: eine zum besagten neuen Platz als Zentrum der Kulturmeile, die andere zur Wallanlage.

  • In der Tat hervorragende Neuigkeiten. Da hat der Zeitgewinn durch die Nicht-Teilnahme von Mike Josef an der wöchentlichen Koalitionsrunde

    ja zu einem konkreten Ergebnis beigetragen, well done.


    Wenn Mike Josef nun noch mit einem seriösen, soliden und erfahren Entwickler, wie beispielsweise Tishman oder G+P, ein vergleichbaren Ergebnis für das Areal am Willy-Brandt-Platz vereinbaren würde, dann ist die Position Grundstückskosten mit den Einnahmen von 431 Mio. EUR dank des zweiten Deals ein Null-Summen-Spiel und der Einzug von Mike Josef in den städtischen Politikolymp sicher und darüber hinaus würde dies die Scharte "letzte Amtszeit von Feldmann" auswetzen.

  • Stattdessen würde ich eine dauerhafte Sperrung der Neuen Mainzer Straße zwischen der Einmündung der Neue Schlesingergasse und der Kurve auf Höhe des Central Business Towers befürworten.


    Man soll eine der Haupt-Verkehrsadern der Innenstadt für den Verkehr sperren, damit... ? ja was eigentlich. Ein neuer "netter" Platz mit mittelmäßiger Aufenthaltsqualität entsteht?
    Untertunneln könnte ich mir noch vorstellen aber bei einer Sperrung bricht der Verkehr vollends zusammen, ohne dass der Stadt ein wirklicher Mehrwert entsteht.

    • 2. HJ 2024: Ausschreibung des städtebaulichen Wettbewerbs, Verabschiedung eines geänderten Bebauungsplanes

    Das ist schon eng getaktet. Sobald da irgendwas nicht klappt (Einsprüche, Gerichtsverfahren, unvorhergesehene Vorkommnisse) dauert es sofort länger.


    Es reicht für eine Baugenehmigung eigentlich zunächst ein Aufstellungsbeschluss, die Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange; dass ist schnell gemacht. Verabschiedet wird der B-Plan irgendwann später (siehe B702Ä = FOUR); dort hat es vom Aufstellungsbeschluss bis zum Inkrafttreten des B-Plans 2 jahre und vier Monate gedauert. In dieser Zeit wurde aber schon abgerissen und die Baugrube ausgehoben. Klagebefugt sind nur unmittelbare Nachbarn, ich denke, von dort droht keine Gefahr. Die Bürgeranhörung (= Information der Öffentlichkeit) war dort schon vor dem Aufstellungsbeschluss vorgenommen worden, geht also auch. Von daher würde ich "Aufstellungsbeschluss B-Plan" in 1. Hj 2024 verschieben. Information der Öffentlichkeit ins. 2 Hj. 2023.

  • schöne Perspektive. Allerdings ist dann das Schauspielhaus doch recht weit weg vom Öffi - da hätte man auch den Osthafen als Standort nicht so einfach disqualifizieren müssen. Aber okay, ich hoffe auf eine deutliche städtebauliche Aufwertung der ganzen Gegend. Wäre ja schon nett und wichtig, wenn man so ein Flanierband von der Kaiserstraße in die Innenstadt bekäme.

  • Nur etwas zur schnellen Veranschaulichung:

    Die 160 m plus Technik würden hier sehr gut passen. 4 Beispiele

    Dazu 3 evtl. Vorstellungsentwürfe mit einem Schauspielhaus, oval, rechteckig und sehr ausgefallen, ähnlich wie bei The Shed in NYC:


    Nur mit Hochhaus:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/forum7wuc2h.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/forum6jhfmp.jpg


    Bild: https://fvgffm.de/img2/forum504foc.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/forum4pzekl.jpg


    Mit Schauspielhaus:


    Begrünte und beleuchtete und natürlich begehbare Dachgärten, ebenso beim ovalen Entwurf:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/forum1vydor.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/forum279c2o.jpg


    Und einmal etwas Ähnliches wie bei The Shed in Hudson Yards: Komplex:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/forum35ii6f.jpg


    Bilder: Grundbild: KSP Architekten, Rendertaxi. Erweiterungen mit Helaba 2 und Schauspiel: Adama und Photoshop AI

    Rein zur besseren Vorstellung erstellt.

  • Schöne Simulation! Great!

    Das HH hat gute Proportionen und steht näher am CBT besser als näher am Japan Turm.

    Für das Theater bräuchte es an dieser Stelle gar keinen spektakulären Entwurf. Vielleicht reichen schon gefaltete Glasflächen, die das Licht und die Umgebung verschieden spiegeln.

    Deshalb gingen die bisherigen Ideen von GMP schon voll in Ordnung. Gut wäre auch, wenn es vielleicht einen gemeinsamen Entwurf von Theater und Hochhaus geben würde.

    Ich denke, was den Platz angeht: langgestreckt bedeutet mMn dieses schmale Handtuch zwischen JT und Theater als Eingangszone. Das funktioniert doch. Auch als Durchwegung. Die Tiefgaragenabfahrt kann man auch mit etwas Grün kaschieren.


    Dafür wäre dann beim Neubau der Oper ein großer Wurf wichtiger.

    Ich hoffe auf kein geducktes Gebäude. Vor allem wenn man auch noch die Werkstätten unterbringen muss, könnte man ja den eigentlichen Saal mit Bühne deutlich höher setzen. Gibt ja schöne Beispiele weltweit. Allein ein Blick nach Valencia lohnt sich.

  • Allerdings ist dann das Schauspielhaus doch recht weit weg vom Öffi

    Naja, das wäre zwar etwas weiter als heute, aber ziemlich genau in der Mitte zwischen Willy-Brandt-Platz (U-Bahn und Straßenbahn) und Taunusanlage (S-Bahn). Meiner Meinung nach deutlich besser angebunden als der Osthafen.


    Allerdings stimme ich Dir zu, dass es wichtig wäre die Neue Mainzer an sich aufzuwerten, ist zur Zeit (und vor allem bei Schmuddelwetter) kein schöner Weg zu Fuß.

  • Sehr sehr schön, dass hier doch noch Vernunft eingezogen ist. Die jetzt angedachte Entwicklung ist auch in meinen Augen die Beste die man machen konnte. Vielleicht haben die vielen Forumsbeiträge ja doch geholfen hier jetzt mal in die Pötte zu kommen :)


    Die Neue Mainzer kann damit aufgewertet werden, der aktuelle Bestand schreit ja mit seiner teilweise fensterlosen Wand danach weg zu kommen. Dass der Hochhausstandort im nördlichen Bereich liegt gibt dem neuen Schauspiel auch mehr Luft in der Planung und Umsetzung. Mal gespannt welche Perspektive die FraSp als Eigentümer für das Hochhaus sieht. Ich würde sogar einen Wohnturm begrüßen, angesichts der aktuellen Lage denke ich hat er mehr Chancen als ein Büroturm. Würde zur weiteren Belebung des gesamten Bereichs beitragen.

    Die Verkehrsanbindung durch die Öffentlichen für das Schauspiel denke ich ist gegeben, auch wenn es ein paar Meter mehr zu laufen sind als heute. Wenn hier die Umgebung attraktiver gestaltet wird, z.B. auch die Neue Mainzer urbaner wirkt, nimmt man die paar Minuten Fußweg gerne in kauf.


    Auch am Standort der Oper sollte es somit mehr Gestaltungsmöglichkeiten mit einer Verbesserung der Umgebung geben. Ich denke da an mehr Grün in Richtung Mainufer und einer Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes, der in meinen Augen heute zu viel "Beton" aufweist.


    Bleibt letztlich zu hoffen, dass es schneller geht als gedacht und nicht mit der Zeit alles wieder zerredet wird. Hier kann sich Mike Josef vielleicht wirklich ein "Denkmal" setzen, wenn das jetzt alles zügig eingetütet wird, tolle Entwürfe vorgestellt werden und dann auch rasch mit der Umsetzung begonnen wird. Er wird sich jetzt daran messen lassen müssen.

    Ein Dank aber auch an die Grundstücksbesitzer hier mit in diese Richtung zu denken zum Wohle der Standorte Oper und Schauspiel.

    Einmal editiert, zuletzt von MathiasM ()

  • Die ÖPNV-Anbindung ist einerseits mit längeren Fußwegen verbunden als bisher, aber es tritt eine neue Anbindung hinzu. Der Fußweg zur Station Wiily-Brandt-Platz beträgt zwischen 320 m (zum Ausgang Kaiserplatz) oder 350 m zum Ausgang vor dem Eurotower. Aber der Fußweg zur S-Bahnstation Taunusanlage - durch die Anlage oder durch die Neue Mainzer und über das CBT-Gelände sind nur 250 m; das erspart allen S-Bahn-Fahrgästen den Umstieg in die U-Bahn. Im nationalen Vergleich kann sich dieser Standort hinsichtlich ÖPNV-Anbindung immer noch sehen lassen, zumal ja eine Spielstätte bleibt wo sie ist.

  • Nur etwas zur schnellen Veranschaulichung: Die 160 m plus Technik würden hier sehr gut passen. 4 Beispiele

    Deine Simulationen bestärken mich nur noch mehr in der Meinung, dass dies kein geeigneter Standort fürs Schauspiel ist, zuminest nicht wenn dort dadurch weniger Hochhäuser entstehen. Ein dünner 160m-Turm ist an der Stelle einfach viel zu wenig, dort gehören mindestens 2 Türme mit ca 190 und 130m hin. Wenn man Schauspiel/Oper dort nicht integriert bekommt, dann wäre der Standort am Osthafen immer noch erste Wahl, idealerweise für die Oper, so dass das Schauspiel im wiederherzustellenden Schauspielhaus am Theaterplatz verbleiben kann (womit auch die ganzen Namen wieder halbwegs Sinn machen würden).

  • Adama , danke für die sehr anschaulichen Visualisierungen! Ich wünsche mir wie RYAN-FRA sehr, dass hier kein geducktes Bühnengebäude entsteht; denn an dieser Stelle muss und darf sich kein Gebäude verstecken! Ich stelle mir einen vertikal gestapelten Hingucker vor, der sich mit Terrassen o.ä. in die Umgebung öffnet und das Konzept der atemberaubenden Aussicht von den bisherigen Glasfoyers aufgreift. Eine parametrisierte Pyramidenform, ein organischer Körper, ein gerader Kegel oder ein schiefer Kegel mit einer geraden Wand zur Neuen Mainzer und einer perforierten Schräge zur Taunusanlage hin würden sich allesamt gut eignen. Ich hoffe sehr auf die kreative Kraft der Stadt, Projektentwickler bzw. Architekten.


    Der Rahmen einer Kulturmeile mit dem gewählten Ort ist jedenfalls perfekt und sollte inspirierend wirken. Ich freue mich sehr, dass mit dieser Lösung kein Stück der schon stark angeknabberten Wallanlage geopfert werden muss bzw. dass im Gegenteil kleine Grünflächen dazukommen werden. Wie das mit dem "langgestreckten Platz" vom Willy-Brandt-Platz über Kaiserstraße, Taunustor und die Wallanlagen genau funktionieren soll, ohne allzuviel Fläche zusätzlich zu versiegeln, kann ich mir allerdings noch nicht so gut vorstellen.

  • Rohne

    Ja, 2 Türme wären natürlich besser, aber da ist ja noch nichts in Stein gemeißelt. Die Stadtverordneten müssen zustimmen, ein Wettbewerb muss ausgelobt werden. Und vergiss bitte nicht, meine Simulationen wurden gestern in kurzem Zeitraum erstellt. Photoshop hat eigentlich immer zu dünne Türme eingefügt, was aber meine Schuld war, denn der Bereich, den ich der AI zur Verfügung gestellt habe, war zu klein.

    65.000 m² soll das neue Hochhaus haben, das ist ein dicker Brummer an der Stelle. Der Opernturm alleine hat 62.500 m². Schmal wird da nichts.


    epizentrum

    Ja, da stimme ich Dir zu, ließ sich nur schlecht darstellen mit der AI. Da kamen zum Teil nur verrückte Ergebnisse raus.

    Gerade in Bezug auf die umgebende Hochhausbebauung wäre z. B. ein vertikaler (sich stapelnder) Baukörper wünschenswert. Hier würde sich sogar in Teilen Dekonstruktivismus anbieten. Mit öffentlicher Erschließung natürlich.


    Als kleiner Anreiz möchte ich allen diesen Artikel aus dem AD ans Herz legen. Insbesondere die folgenden Konzepte wie Nummer 7 (City of Culture of Galicia von Peter Eisenman, allerdings nur den höchsten Baukörper des Komplexes) und Nummer 8 (Seattle Public Library von Rem Koolhaas); diese würden interessante Ideen für diese Stelle anbieten.

    In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant ist eine Simulation von Otto Beckmann (imaginäre Architektur, Fotomontage, 1977-1980) zu sehen in folgendem Baunetz Artikel als Bild Nr. 3.

  • ^^^

    Zitat Rohne: "Wenn man Schauspiel/Oper dort nicht integriert bekommt, dann wäre der Standort am Osthafen immer noch erste Wahl ..."

    Ich danke Dir für Dein Statement sehr. Das sehe ich seit jeher auch genau so.



    Wenn man die mutmaßlich "einhellige Begeisterung" für die neueste Entwicklung hier im Forum liest, dann sinkt einem jeglicher Mut gegen diesen <städtebaulichen Holzweg> noch irgendwas zu schreiben.


    Besonders schlimm finde ich es, wenn man in einschlägigen Kommentaren lesen muss wie folgt:

    "...denn an dieser Stelle muss und darf sich kein Gebäude verstecken!"

    man hoffe "...auf die kreative Kraft der Stadt",

    Das Ganze sei mit dem "... gewählten Ort [...] jedenfalls perfekt und sollte inspirierend wirken".


    Da wird sich kein "Gebäude verstecken". Für ein derart teures und wichtiges Projekt ist der ganze Standort "Taunusanlage" ein einziges <Versteck> ! Das städtebauliche Gegenteil von "Elb-Philharmonie" etc.

    Was hier läuft ist nicht "perfekt" bzw. "inspirierend". Das ist "Möchtegern-Metropole im Besenkammer-Format".

    Positiv ist einzig, dass an der "angeknabberten Wallanlage" nicht noch weiter geknabbert wird. In Ffm. kann man in der Tat schon froh sein, wenn "Schlimmeres verhindert" wird - meine Güte !

    Die einzige "kreative Kraft", die ich hier erkennen kann, ist es, mit einem regelrechten <Gegenteil-Sprech> sich suboptimale Dinge schönzureden (wie rauf und runter in den Anmerkungen).


    Auch wenn ich die "verbale Party" hier eigentlich nicht stören wollte:

    Es muss erlaubt sein, ganz dezidierten Widerspruch hier anzumelden (auch gegen eine mutmaßlich fast einhellig positive Meinung).

  • Natürlich. Allerdings richtet sich dein Widerspruch ausschließlich gegen Äußerungen anderer User. Das ist weder interessant noch sonderlich respektvoll. Zu den neusten Entwicklungen an sich hast du offensichtlich nichts beizutragen.


    Um noch etwas zur Sache beizusteuern - Schauspielhaus, Variante aus einem im Februar 2023 veröffentlichten Bericht des Kulturdezernats:


    kulturmeile_gmp_architekten_2.jpg

    Zu dieser Variante (mit Zuschauerraum und Bühne parallel zur Neuen Mainzer) der Grundriss der Bühnenebene:


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/kulturmeile_gmp_architekten_3.jpg

    Grafiken: Stadt Frankfurt am Main / gmp Architekten

  • Ich verstehe dieses doom&gloom nicht, m.Ro80. Natürlich wird es das neue Schauspiel zwischen zwei Hochhäusern schwer haben zur Geltung zu kommen, aber auch da hoffe ich jetzt einfach mal auf die Schaffenskraft der Architekten. Die neue Oper hingegen kann am Willy-Brandt-Platz definitiv zu einem Landmark werden, wenn man das denn möchte und den Architekten auch den entsprechenden Freiraum lässt. Bei geschätzten Kosten von über einer Milliarde (ja ich weiß, das inkludiert auch den Interimsbetrieb) erwarte ich persönlich da schon was.

  • Ich würde das tatsächlich eher andersrum sehen. 4-5 Monate im Jahr sind die Bäume und Sträucher in den Wallanlagen komplett kahl, also mehr als genug Gelegenheit das Schauspielhaus von dieser Seite in voller Pracht wahrzunehmen. Wenn die Architektur Qualität hat, werden die Hochhäuser nichts erdrücken, sondern eher einrahmen. So eine Kulisse kann auch belebend und inspirierend wirken, nicht jedes Landmark-Gebäude muss auch alleine auf weiter Flur stehen.

  • In der Tat hat m.Ro80 mit seinem Hinweis, dass der Standort für das neue Schauspiel städtebauliche Herausforderungen birgt, recht und das zeigen Adama 's Visualisierungen und er hatte es darüberhinaus erklärt. Ein Danke für die Visualisierungen an dieser Stelle!


    Ich denke wir sind uns hier zu großen Teilen einig sind, dass die Planungen für das Schauspiel sehr herausfordernd sein werden da seine bauliche Präsenz im Gegensatz zum Willy-Brandt-Platz kein Selbstläufer ist. Ich habe die Hoffnung, dass es Architekturbüros gibt die eine hervorragende Lösung finden. Eine architektonische Doppellösung, ich denke das meint Adama mit seinen Vorschlag eines dekonstruktivistischen Entwurfes, wie beispielsweise von gmp Architekten geplant, wird der Situation nicht gerecht.


    Warten wir mal ab, denn die STVV muss nun beschließen und leiser Widerspruch regt sich bereits (Q).

    2 Mal editiert, zuletzt von main1a ()