Gemini weiß Bescheid:
1. Strukturgeber und "Armierung"
Frischer Teichschlamm ist oft fast flüssig oder hat die Konsistenz von Pudding. Er lässt sich kaum stapeln oder in normalen LKWs transportieren, ohne wegzufließen. Das Stroh fungiert wie ein Skelett (ähnlich wie Eisen im Beton). Dadurch kann der Schlamm höher aufgeschüttet werden, ohne dass er seitlich wegfließt.
2. Entwässerungshilfe
Schlamm hält Wasser sehr hartnäckig in seinen feinen Poren. Die langen Halme des Strohs schaffen Kanäle in der Schlammmasse, durch die das überschüssige Wasser schneller nach unten oder außen abfließen kann. Ohne Stroh würde die Oberfläche antrocknen und eine wasserundurchlässige Schicht bilden, während der Kern jahrelang nass bliebe.
3. Schutz der Transporttaschen
Wenn der Schlamm in großen Geotextilsäcken (sogenannten "Drainage-Bags") entwässert wird, verhindert das Stroh, dass sich der feine Schlamm wie eine flüssige Last verhält, die punktuell extremen Druck auf die Nähte ausübt. Außerdem verhindert es, dass die feinen Poren des Sackleinstoffs sofort durch Schlammpartikel verstopfen. Das Wasser kann so durch das Strohgeflecht ungehindert zur Sackwandung gelangen.