Beiträge von sipaq

    Die inhabergeführten Geschäfte werden nicht wiederkommen auf die Zeil. Die kleinen Geschäfte können gar nicht den Umsatz generieren, den größere Ketten generieren können. Alle Forderungen diesbezüglich sind pure Nostalgie und das Rad der Zeit wird man nicht zurückdrehen können.


    Viel wichtiger ist es, dass für die inhabergeführten Geschäfte und kleinere Ketten attraktive B- und C-Lagen zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stehen. Das erhöht die Attraktivität des Einkaufsstandortes Frankfurt massiv und bildet auch ein Alleinstellungsmerkmal ggü. den großen Einkaufscentern (ala MTZ) oder Outlet-Centern (z.B. Wertheim Village).

    Ich hatte letzte Woche mal die Gelegenheit aus dem 50. Stock des Kronenturms zu fotografieren. Die Bilder sind Handyqualität und natürlich mit Scheibenspiegelungen und nicht perfekt geputzten Scheiben im November. Aber vielleicht gefällt die Aussicht trotzdem dem einen oder anderen. Die Bilder können durch draufklicken noch vergrößert werden.


    Blick auf den "kleinen" DZ Bank Tower, Grand Tower, Spin, Eden, Tower 185, One und die U5-Baustelle:

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    Blick in Richtung Four-Baustelle inkl. FBC, Marienturm, Maintower, Omniturm, Taunustor, Skyper, Japan Tower und Commerzbank:

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    Fertigstellung der IGS Riedberg

    Der neubau der IGS Riedberg war zuletzt in #520 hier Thema. Mit dem Beginn des Schuljahres ist die IGS jetzt aus dem Behelfsbau an der Carl-Herrmann-Rudloff-Allee ausgezogen und in ihre eigenen Räumlichkeiten eingezogen. Hier ein paar Bilder von außen von vor 2,5 Wochen. Die Bilder können durch draufklicken noch vergrößert werden. Bitte entschuldigt die Handy-Bildqualität.


    Blick direkt vom Nelly-Sachs-Platz und er U8-Endhaltestelle Riedberg auf das Satellitengebäude und die Laufbahn:
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    Blick vom selben Standpunkt in Richtung Hauptgebäude:

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    Blick von der Feuerwehreinfahrt in Richtung Pausenhof:

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    Blick auf den Haupteingang in Richtung Endhaltestelle Riedberg:

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    Blick auf den Haupteingang in Richtung Gräfin-Dönhoff-Straße:20221021_152422_klein3he9p.jpg


    Blick auf die Fassade an der Gräfin-Dönhoff-Straße:

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    Nur zum Vergleich, so hatten sich die Architekten das mal vorgestellt:

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    Bild: h4a Gessert + Randecker Generalplaner

    Da hat der beste Entwurf gewonnen aus meiner Sicht. Schade ist allerdings, das keiner der Beiträge sich auch nur irgendwelche Mühe gibt, den Altbau in irgendeiner zu zitieren oder darauf Bezug zu nehmen

    Noch ein paar weitere Informationen zum Siegerentwurf des Lurgi-Areals:

    • Die Baukörper sind sechs- bis sieben-geschossig.
    • Aufgrund der reduzierten Erschließung und der vollständig verkehrsberuhigten Quartiersmitte eignet sich ein Großteil der Erdgeschosszonen für Wohnnutzungen, (z. B. barrierefreie Wohnungen).
    • Darüber hinaus erhält jeder Wohnhof einen zentralen Gemeinschaftsraum sowie Fahrradräume im Erdgeschoss.
    • Zwei größere Einzelhandelsstandorte befinden sich jeweils am Quartiersplatz an der Lurgiallee gegenüber der Mertonpassage und am östlichen Quartierseingang an der U-Bahn-Haltestelle Riedwiese. Hier könnte ggf. auch ein Supermarkt unterkommen.
    • Der motorisierte Individualverkehr beschränkt sich auf die Quartiersränder.
    • Mit Ausnahme des Baufeldes für die neue Grundschule werden alle Baufelder für Tiefgaragen teilweise unterbaut.

    Auf der Website von TeleinternetCafe finden sich auch noch zwei weitere Bilder/Übersichtsdarstellungen des Entwurfs:


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    Quelle: TeleInternetCafe


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    Quelle: TeleInternetCafe

    Auch ein Supermarkt fehlt (wohl aufgrund fehlender Kundschaft).

    Von dort sind drei Discounter in fußläufiger Entfernung (Penny: 400m, Lidl: 700m, Aldi: 800m). Zum nächsten Vollsortimenter (Edeka und Rewe) am Riedberg sind es auch nicht mehr als 1,3km. Zuguterletzt das NWZ ist mit dem Fahrrad weniger als 2km entfernt (mit dem Auto sind es knapp über 3km). Das Argument zählt also nicht.

    Edit: Verkehrsprobleme bei höherer Ausnutzung lasse ich hier nicht gelten. Besser kann ein Areal nicht an U-Bahn und Autobahn angeschlossen sein.

    Selbst bei der sehr unrealistischen Annahme, dass 1/3 der Wohnungsnutzer kein Auto besitzen und kein Wohnungsbesitzer mehr als ein Auto besitzt sind das 600 Autos mehr im Viertel. Und das bei einer Infrastruktur, die dort jetzt schon oft am Anschlag ist.
    Gleiches gilt für den ÖPNV. Bei 900 Wohnungen sind das mindestens 1.500 mehr potentielle ÖPNV-Nutzer. Das wird ein Spaß morgens in der U2. Und mehr Züge gehen dort nicht, denn die A-Linie ist schon am Anschlag und im Regelfall fährt die U2 morgens schon mit der Maximallänge von 4 Wagen.

    Grundsätzlich gebe ich Dir ja Recht Adama, aber drei weitere Etagen und damit locker 600-700 Wohnungen mehr (also 1.500-1.600 anstatt 900) würden einen kompletten Verkehrsinfarkt dort bedeuten. Die Lurgialleund vor allem aber die Olof-Palme-Straße sind aktuell schon mehr als gut ausgelastet.


    Wenn dazu jetzt noch 900 Wohnungen auf dem Lurgi-Areal plus die ca. 250 Wohnungen etwas weiter unten an der Sandelmühle sowie die 350 Wohnungen etwas weiter oben am Riedberg an den Berghöfen kommen, dann ist das verkehrstechnisch das Ende der Fahnenstange. Denn ÖPNV-technisch kannst Du auf der A-Linie (U1(U2/U3/U8) den Takt nicht mehr erhöhen und zusätzliche Buslinien oder höhere Taktfrequenzen bringen Dir nichts bei verstopften Straßen. Da dann nochmal hunderte Wohnungen draufzupacken ergäbe den sicheren Verkehrsinfarkt im Frankfurter Norden.

    Einen guten Bericht über die aktuellen Zustände im Bahnhofsviertel hat kürzlich die FAZ unter dem passenden Titel "Auf der dunklen Seite" veröffentlicht.


    Bekannter Tenor:

    • So schlimm war es noch nie
    • Die Zustände sind jetzt gerade nicht das, was man ankommenden Reisenden am Bahnhof präsentieren möchte
    • Die Polizei wird allein gelassen und die Stadt tut zu wenig

    Ich habe wenig Hoffnung, dass sich da jetzt was ändern wird. Man hat das Gefühl die Stadt hätte das Viertel abgeschrieben. Sehr schade.

    Gut, dass er geht.


    Das er die Gelegenheit nutzt seine Erfolge jetzt nochmal nach vorne zu stellen war ja klar und kommt nicht unerwartet. Ich bin froh, dass er geht. Ja, es hätte schon viel früher sein müssen, aber lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.


    Vielleicht ist jetzt auch Peter Feldmann klar geworden, dass er sich mit einem Abwahlverfahren keinen Gefallen getan hätte. Erstens wären Ihm die Kosten (moralisch) angehängt worden und zweitens wäre er aus der Abstimmung als haushoher Verlierer rausgegangen. Selbst wenn das Quorum von 30% nicht erreicht worden wäre, hätte er sich m.E. bei einem von mir erwarteten Stimmenverhältnis von über 80% gegen Ihn nicht im Amt halten können. So kann er jetzt weiterhin seine Wiederwahl mit über 70% wie eine Monstranz vor sich hertragen.


    Zuguterletzt hat sicher noch was zu dieser Richtungsänderung beigetragen. Der Druck von unten aus der Stadtgesellschaft. Ich weiß konkret von zwei Vereinen, bei denen PF in den letzten 10 Jahren nicht aufgetaucht war und wo sein Büro jetzt zwecks eines Besuchstermins angefragt hatte. Beide Vereine haben sein Ansinnen abgelehnt und waren damit sicher nicht die Einzigen (siehe zum Beispiel diesen FAZ-Artikel). Als Pariah lebt es sich einfach nicht gut.

    Laut FRsollen die Bauarbeiten im Hilgenfeld noch in diesem Jahr beginnen.

    21 Jahre nach Beginn des Bebauungsplanverfahrens könnte es dann endlich losgehen und es würden 850 Wohnungen für ca. 2.000 Bewohner geschaffen. Zu optimistisch sollten aber nicht werden, denn die Arbeiten am Bebauungsplan sind auch nach 21 Jahren noch nicht beendet. Auch die Gespräche über den städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und der ABG laufen noch. Laut dem Planungsdezernat sei aber möglich, dass der städtebauliche Vertrag noch dieses Jahr geschlossen wird und der Satzungbeschluss für den Bebauungsplan zumindest eingebracht wird. Da dieser Plan bereits öffentlich auslag, sei es möglich, dass die ABG schon vor dem Satzungsbeschluss mit Arbeiten beginnt.


    Hoffen wir mal das Beste, denn die Lage direkt am Grüngürtel und in Laufreichweite zur derzeit im Ausbau befindlichen S6 (Main-Weser-Bahn) ist tadellos.

    Nein Immobilienmogul, das sehe ich völlig anders.


    Du baust hier einen Gegensatz auf, der für die meisten Menschen nicht existiert, nämlich den, dass jemand der ein EFH, DHH oder Reihenhaus möchte, nie in ein MFH ziehen würde. Dem ist mitnichten so, wie die Eigentümerstruktur in teuren Wohnlagen wie am Riedberg oder im Europaviertel wunderbar zeigt.


    Natürlich ist das eigene Häuschen im Grünen für viele der Traum, aber am Ende ziehen die Leute dann doch ins MFH aus den verschiedensten Gründen, die wir hier in diesem Thread nicht ausführen müssen.


    Was sich mir auch nicht erschließt ist wie Du ernsthaft von Verknappung reden kannst, wenn EFH nicht gebaut werden. Ist Dir schon aufgefallen, dass wir in Frankfurt zu wenig Wohnungen haben? Und da forderst Du (und die CDU) ernsthaft auf einer Fläche eines vernünftigen MFH-Blocks (Beispiel am Riedberg: 4-geschossig, mehrere Häuser, gut 50 Wohnungen, über 100 Bewohner) stattdessen 6 DHHs oder 8 EFHs unterzubringen? Das löst dann die Wohnungsknappheit? Sorry, aber dem kann ich wirklich nicht folgen und das ist alles mögliche aber ganz sicher nicht rational.

    Hier in #64 habe ich die aktuelle Stadtregierung und ihre Planungspolitik kritisiert.


    Leider stellt sich jetzt heraus, dass die Opposition in Gestalt der CDU keinen Deut besser ist, denn diese rückt gerade von der Josefsstadt ab, wie die FR berichtet. Statt der in der Josefsstadt (nur) noch geplanten 8.600 Wohnungen will man stattdessen nun ca. 3.500 Wohnungen südwestlich/westlich von Niederursel (hinter dem Paul-Kornfeld-Weg bzw. hinter der Rudolf-Hilferding-Straße) bzw. nordwestlich von Praunheim (nördlich des Schönberger Wegs bzw. nordöstlich der Stierstädter Straße).


    Entstehen soll dort ein Mix aus (haltet Euch fest) Einfamilienhäusern, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäusern. Wer bei der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt noch auf die Idee kommt, Einfamilienhäuser und Reihenhäuser zu planen, der hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Vor allem würden die bei der aktuellen Bodenpreis-, Baukosten- und Wohnungsmarktsituation alle im obersten Preissegment liegen, vom Flächenverbrauch ganz zu schweigen. Es ist echt nicht zu fassen, was die CDU da von sich gibt. Wie man mit solchen Vorschlägen je wieder als ernstzunehmende Alternative zu Grünen und SPD wahrgenommen werden möchte, erschließt sich wohl nur Auserwählten (zu denen ich nicht gehöre).

    Das ist halt immer das Problem mit Bauen/Erweiterung im Bestand. Du hast dann jede Menge Leute, die aus vielerlei Gründen dagegen sind. Gleichzeitig hast Du zukünftige Bewohner in ausgewiesenen Baugebieten, die in zukünftigen Wahlen noch keine Wirkung erzeugen. Das Ergebnis ist dann klar.

    tunnelklick kennt sich mit der regulatorischen Lage sicher besser aus als ich. Aber meine Vermutung wäre, dass man bei den 7-8 Geschössern nicht über die 22m-Höhengrenze kommen möchte. Dann gilt ein Haus offiziell als Hochhaus und es gelten beispielsweise strengere Brandvorschriften. 2 oder 3 Geschosse mehr würden das Gebäude dann deutlich verteuern.

    Ja, ein komplettes Jahr zu spät, wie so vieles in dieser Pandemie. Mir ist es schleierhaft, wieso man während einer Pandemie 9 Monate für eine Ausschreibung benötigt. Da gibt es doch sicher Ausnahmeregelungen bzw. solche hätten sich doch sicher auch auf EU-Ebene verabschieden lassen.


    Hoffen wir jetzt mal nach vorne blickend, dass unsere Behörden und Institutionen sich für diesen Herbst/Winter besser vorbereiten.