Beiträge von sipaq

    Gut, dass er geht.


    Das er die Gelegenheit nutzt seine Erfolge jetzt nochmal nach vorne zu stellen war ja klar und kommt nicht unerwartet. Ich bin froh, dass er geht. Ja, es hätte schon viel früher sein müssen, aber lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.


    Vielleicht ist jetzt auch Peter Feldmann klar geworden, dass er sich mit einem Abwahlverfahren keinen Gefallen getan hätte. Erstens wären Ihm die Kosten (moralisch) angehängt worden und zweitens wäre er aus der Abstimmung als haushoher Verlierer rausgegangen. Selbst wenn das Quorum von 30% nicht erreicht worden wäre, hätte er sich m.E. bei einem von mir erwarteten Stimmenverhältnis von über 80% gegen Ihn nicht im Amt halten können. So kann er jetzt weiterhin seine Wiederwahl mit über 70% wie eine Monstranz vor sich hertragen.


    Zuguterletzt hat sicher noch was zu dieser Richtungsänderung beigetragen. Der Druck von unten aus der Stadtgesellschaft. Ich weiß konkret von zwei Vereinen, bei denen PF in den letzten 10 Jahren nicht aufgetaucht war und wo sein Büro jetzt zwecks eines Besuchstermins angefragt hatte. Beide Vereine haben sein Ansinnen abgelehnt und waren damit sicher nicht die Einzigen (siehe zum Beispiel diesen FAZ-Artikel). Als Pariah lebt es sich einfach nicht gut.

    Laut FRsollen die Bauarbeiten im Hilgenfeld noch in diesem Jahr beginnen.

    21 Jahre nach Beginn des Bebauungsplanverfahrens könnte es dann endlich losgehen und es würden 850 Wohnungen für ca. 2.000 Bewohner geschaffen. Zu optimistisch sollten aber nicht werden, denn die Arbeiten am Bebauungsplan sind auch nach 21 Jahren noch nicht beendet. Auch die Gespräche über den städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und der ABG laufen noch. Laut dem Planungsdezernat sei aber möglich, dass der städtebauliche Vertrag noch dieses Jahr geschlossen wird und der Satzungbeschluss für den Bebauungsplan zumindest eingebracht wird. Da dieser Plan bereits öffentlich auslag, sei es möglich, dass die ABG schon vor dem Satzungsbeschluss mit Arbeiten beginnt.


    Hoffen wir mal das Beste, denn die Lage direkt am Grüngürtel und in Laufreichweite zur derzeit im Ausbau befindlichen S6 (Main-Weser-Bahn) ist tadellos.

    Nein Immobilienmogul, das sehe ich völlig anders.


    Du baust hier einen Gegensatz auf, der für die meisten Menschen nicht existiert, nämlich den, dass jemand der ein EFH, DHH oder Reihenhaus möchte, nie in ein MFH ziehen würde. Dem ist mitnichten so, wie die Eigentümerstruktur in teuren Wohnlagen wie am Riedberg oder im Europaviertel wunderbar zeigt.


    Natürlich ist das eigene Häuschen im Grünen für viele der Traum, aber am Ende ziehen die Leute dann doch ins MFH aus den verschiedensten Gründen, die wir hier in diesem Thread nicht ausführen müssen.


    Was sich mir auch nicht erschließt ist wie Du ernsthaft von Verknappung reden kannst, wenn EFH nicht gebaut werden. Ist Dir schon aufgefallen, dass wir in Frankfurt zu wenig Wohnungen haben? Und da forderst Du (und die CDU) ernsthaft auf einer Fläche eines vernünftigen MFH-Blocks (Beispiel am Riedberg: 4-geschossig, mehrere Häuser, gut 50 Wohnungen, über 100 Bewohner) stattdessen 6 DHHs oder 8 EFHs unterzubringen? Das löst dann die Wohnungsknappheit? Sorry, aber dem kann ich wirklich nicht folgen und das ist alles mögliche aber ganz sicher nicht rational.

    Hier in #64 habe ich die aktuelle Stadtregierung und ihre Planungspolitik kritisiert.


    Leider stellt sich jetzt heraus, dass die Opposition in Gestalt der CDU keinen Deut besser ist, denn diese rückt gerade von der Josefsstadt ab, wie die FR berichtet. Statt der in der Josefsstadt (nur) noch geplanten 8.600 Wohnungen will man stattdessen nun ca. 3.500 Wohnungen südwestlich/westlich von Niederursel (hinter dem Paul-Kornfeld-Weg bzw. hinter der Rudolf-Hilferding-Straße) bzw. nordwestlich von Praunheim (nördlich des Schönberger Wegs bzw. nordöstlich der Stierstädter Straße).


    Entstehen soll dort ein Mix aus (haltet Euch fest) Einfamilienhäusern, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäusern. Wer bei der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt noch auf die Idee kommt, Einfamilienhäuser und Reihenhäuser zu planen, der hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Vor allem würden die bei der aktuellen Bodenpreis-, Baukosten- und Wohnungsmarktsituation alle im obersten Preissegment liegen, vom Flächenverbrauch ganz zu schweigen. Es ist echt nicht zu fassen, was die CDU da von sich gibt. Wie man mit solchen Vorschlägen je wieder als ernstzunehmende Alternative zu Grünen und SPD wahrgenommen werden möchte, erschließt sich wohl nur Auserwählten (zu denen ich nicht gehöre).

    Das ist halt immer das Problem mit Bauen/Erweiterung im Bestand. Du hast dann jede Menge Leute, die aus vielerlei Gründen dagegen sind. Gleichzeitig hast Du zukünftige Bewohner in ausgewiesenen Baugebieten, die in zukünftigen Wahlen noch keine Wirkung erzeugen. Das Ergebnis ist dann klar.

    tunnelklick kennt sich mit der regulatorischen Lage sicher besser aus als ich. Aber meine Vermutung wäre, dass man bei den 7-8 Geschössern nicht über die 22m-Höhengrenze kommen möchte. Dann gilt ein Haus offiziell als Hochhaus und es gelten beispielsweise strengere Brandvorschriften. 2 oder 3 Geschosse mehr würden das Gebäude dann deutlich verteuern.

    Ja, ein komplettes Jahr zu spät, wie so vieles in dieser Pandemie. Mir ist es schleierhaft, wieso man während einer Pandemie 9 Monate für eine Ausschreibung benötigt. Da gibt es doch sicher Ausnahmeregelungen bzw. solche hätten sich doch sicher auch auf EU-Ebene verabschieden lassen.


    Hoffen wir jetzt mal nach vorne blickend, dass unsere Behörden und Institutionen sich für diesen Herbst/Winter besser vorbereiten.

    Die FAZ berichtet heute über eine Studie der Hypovereinsbank aus dem Februar dieses Jahres. Hier einige Erkenntnisse:

    • Wohnraum bleibt in Frankfurt knapp, aber nicht in allen Preissegmenten.
    • Vor allem bei kleinen und exklusiven Wohnungen in den zentralen Stadtteilen und dort speziell in den Wohnhochhäusern gibt es ein Überangebot.
    • Die Mieten und Verkaufspreise steigen aber weiter.
    • Speziell nach Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern besteht unvermindert eine sehr hohe Nachfrage, bei geringem Angebot.
    • Bei den Baulandpreisen hat sich der Anstieg verlangsamt, von vormals zweistellig auf nun den mittleren einstelligen Bereich.
    • Familien und Gering- und Mittelverdiener, die sich die hohen Preise nicht mehr leisten können oder wollen zieht es vermehrt nach Osten in Richtung Maintal/Hanau
    • Die Durchschnittsmiete für eine Neubauwohnung liegt inzwischen bei rund 18 Euro pro Quadratmeter, 2€ mehr als noch 2019.
    • Im gehobenen Preissegment werden „Überhitzungstendenzen und Preiskorrekturen“ erwartet. In allen anderen Segmenten ist ein Ende des Preisanstiegs noch nicht in Sicht, allerdings nehme die Geschwindigkeit ab.

    Das Problem der Innenstadt ist ganz sicher nicht die schlechte Erreichbarkeit mit dem PKW.


    Wenn dem so wäre, dann würde es den großen Shopping-Centern in und um Frankfurt (MTZ, NWZ, Skyline Plaza, Hessen-Center, Loop5, etc.) ja besser gehen als der Frankfurter Innenstadt. Dem ist aber nicht so. Die haben alle mit massiven Kundenschwund durch Corona und die verminderte Kaufkraft durch die Inflation zu kämpfen. Im Skyline Plaza und im NWZ steht gefühlt jeder vierte Laden leer. Im MTZ vielleicht jeder fünfte.


    Bei Schirm Klippel ist der Grund doch noch ein anderer. Der Inhaber ist 75, seine Ehefrau wahrscheinlich nicht wesentlich jünger. In den letzten beiden Jahren haben die dank Corona sicher nicht abgesahnt. Wenn jetzt noch mind. zwei Jahre lang eine Holzabsperrung direkt vor Deiner Ladentür steht, dann muss man doch nicht lange nachdenken, was man tut.


    Und ehrlicherweise glaube ich nicht, dass die Stadt da viel hätte machen können. Natürlich hätte man das Gespräch früher suchen können, aber die Absperrung wäre so oder so gekommen.

    Ich hoffe nur, man denkt dann auch an Räumlichkeiten für Arztpraxen oder Gastronomie. Die Gegend dort (Wohngebiet Mertonviertel) und der benachbarte Riedberg sind in der Hinsicht nämlich nicht unbedingt überversorgt.

    Baugebiet an der Sandelmühle

    Knapp 8 Monate seit den letzten Bildern hier mal ein Update. Die Bilder und das Panoramabild habe ich von der stadtauswärtigen Seite der U2-Station Sandelmühle gemacht. Leider alles nur Handybilder. Ich bitte das zu verzeihen.


    Wie man gut sehen kann, sind die Straßenverläufe schon klar abgesteckt und die Grundstücksgrößen zeichnen sich ab.


    Blick in Richtung Metallwerke-Hochdeponie

    20220225_172022_small8fkde.jpg


    Blick in Richtung Osten

    20220225_172029_smalleljp9.jpg


    Blick in Richtung Diehl Aerospace

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    Panorama

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    Deutschland ist halt immer noch digitales Neuland, und das im Jahr 2022 :(

    Während Großunternehmen solche Unterlagen seit Jahren nur noch digital entgegennehmen und diese dann natürlich leichter archivieren, digital durchsuchen und auch mit Robots oder KI analysieren können, hängt die Verwaltung dem halt gnadenlos hinterher.

    Das ist weiterhin ein schöner Entwurf, der die Ecke definitiv aufwerten wird. Nur leider dauert das ganze Verfahren jetzt schon 10 Jahre. Dadurch wird das Objekt allein durch die allgemeine Preissteigerung bei Baumaterialien und Baudienstleistungen und das regulatorische Umfeld (z.B. EnEV) soviel teurer, dass die Mieten sicher den Rahmen des dort bekannten massiv sprengen werden, während sie vor 10 Jahren zwar sicher nicht erschwinglich (aus heutiger Sicht vielleicht schon), aber doch noch im erweiterten Rahmen gelegen hätten.


    Das ganze ist kein Denkmal für die Stadt und speziell das Planungsdezernat.

    Das ist doch das Pfeifen im Walde. Wer in diesem Thread mal zurückgeht, der weiß, dass seit Juli 2014 (also vor über 7,5 Jahren - siehe #22) schon von "Gesprächen mit einem Investor" die Rede war. Man muss kein Immobilienexperte sein, um zu wissen, dass das Investoreninteresse wohl offensichtlich sehr verhalten ist. Erhalten bleiben wird da gar nichts, da lege ich mich jetzt einfach mal fest und nehme Wetten auf das Gegenteil gerne an.


    Hätte die Stadt 2007/2008 nicht so ewig rumgeeiert mit der Baugenehmigung, dann hätten wir jetzt seit 12 Jahren ein Hotel mit Restauration dort stehen. Und wer sich im Thread auf Seite 1 die alten Bilder von Juni 2006 (#1 von Schmittchen) ansieht, der kann sich ausmalen, wie es um das Gebäude und Gemäuer nach 15,5 weiteren Jahren, einem Brand und einem halben Jahr ohne Dach wohl aussieht. Ich persönlich würde mich da nicht mehr reintrauen. das wäre mir zu gefährlich.

    Nur der Vollständigkeit halber:
    Die lange Vorlaufzeit benötigt man a) für das Testen der Abläufe mit Statisten und b) um die Läden vorzubereiten und zu vermieten. Im Artikel wird es nicht gesagt, aber der Hauptzeittreiber ist sicher b). Die Inbetriebnahme inkl. a) bekommt man sicher auch innerhalb von 3 Monaten hin.

    Potentielle Investoren müssen doch einfach nur abwarten, bis das Ding völlig in sich zusammenkracht und dann zuschlagen.


    Die ganze Sache mit dem Denkmalschutz ist doch eine riesige Verarsche (bitte entschuldigt den Ausdruck). Wenn das Gebäude wirklich so erhaltenswert wäre, dann würde sich da jemand auch dahinterklemmen und nicht noch in ein durch einen Brand beschädigtes Gebäude monatelang Regenwetter und Kälte aussetzen. Das Notdach bringt ungefähr genauso viel, wie eine Bewässerungsanlage auf einem abgeernteten Feld, nämlich gar nichts.