Beiträge von sipaq

    Das Grundstück ist für eine Erbpacht zu teuer. Als Verkaufspreis wäre das vielleicht noch ok, aber beim Verhandeln hat jemand offensichtlich vergessen, was Zins und Zinseszins ist. Die FAZ hat das in diesem Artikel mit einer Abzinsungs-Rechnung schon dargestellt.


    Alternativ könnte man auch folgende fiktive Rechnung aufstellen:

    • Die Stadt zahlt einmalig die 35 Mio. €.
    • Die Differenz zwischen 210 Mio. € und 35 Mio. € sind 175 Mio. €. Diese werden zu einem Zinssatz von 3% jährlich über 199 Jahre angelegt.
    • Vom Zinsgewinn jedes Jahres werden die 1,99 Mio. € jährliche Pacht bezahlt. Die restlichen Zinsgewinne vergrößern das angelegte Kapital.
    • Nach 199 Jahren hat die Stadt dann ein Endkapital von etwas über 39 Mrd. € (!!!), genauer gesagt 39.033.969.501,71 €
    • Bei 2% Verzinsung sind es nur knapp 4 Mrd. €, genauer gesagt 3.984.411.521,66 €
    • Bei 4% Verzinsung (auf diese lange Frist sicher nicht unrealistisch) sind es über 307 Mrd. €, genauer gesagt 307.243.414.744,95 €

    Insofern hat porteño völlig recht. Wenn die Stadt das macht, hat sie sich gnadenlos über den Tisch ziehen lassen. Denn die Banker von der Helaba wissen offensichtlich sehr genau, was der Zinseszinseffekt ist. Um Albert Einstein zu zitieren: "Der Zinseszins ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn".

    Zu #593

    Meine auf Basis der Tourismus-Zahlen von November 2023 getroffene Einschätzung, dass wir bei den Tourismus-Zahlen wieder die Höchststände aus 2019 erreichen bzw. perspektivisch sogar überschreiten werden, bestätigen sich auf Basis der aktuellsten Zahlen (bis April 2024).


    So liegen wir bei den Gästezahlen mit 1.905.120 Übernachtungsgästen knapp (+0,5%) über dem Wert von 1.895.256 aus 2019 (die Werte der Jahre 2020-2023 sind durch die Corona-Pandemie verfälscht). Bei den Übernachtungsnächten liegt 2024 mit 3.384.733 ebenfalls knapp (+1,5%) über dem Wert von 3.336.948 aus 2019.


    Bei den ausländischen Gästen sind vor allem die wiederkehrenden Übernachtungsgäste aus China und Hongkong (+84,4% zum Vorjahr 2023) ein Faktor. Während die Gäste-Rückgänge vielfach offensichtliche Gründe haben (Russland, Belarus, Ukraine).

    Kein Wunder. Am Trianon ist in den vergangenen 30 Jahren nicht richtig viel gemacht worden. Mindestens eine Modernisierung hat die Deka mindestens teilweise selber bezahlt (Quelle). Da muss man sich nicht wundern, wenn dann bestehende Mieter (DEKA) lieber in eine neue Immobilie (Four T1) ziehen und dafür sicher auch deutlich mehr Geld pro qm bezahlen, als im alten Standort zu bleiben.


    Das merken dann eben auch die Eigentümer an den deutlich (-50%) gefallenen Verkaufs-Preisen (Quelle).

    Scrollt doch einfach mal 1-2 Seiten zurück. Die Diskussion haben wir in schöner Regelmäßigkeit. In Kürze:

    1. In den Innenstadtlagen sind die Preise für Bauland extrem hoch. Das treibt logischerweise auch die Preise für Häuser, ETW, Mieten
    2. Die aktuellen Bauzinsen in Höhe von 3,5% - 4% treiben ebenfalls die Baukosten nach oben und damit die Preise für Häuser, ETW, Mieten
    3. Regulierung (hohe Anforderungen an z.B. Lärmschutz, Barrierefreiheit, Energieeffizienz) und Bürokratie (jedes Bundesland hat sein eigenes Baugesetzbuch, unterschiedliche Anforderungen je Stadt/Landkreis bzgl. Millieuschutz, Notwendigkeit von Sozialwohnungen, etc.) treiben ebenfalls die Baupreise und damit die Preise für Häuser, ETW, Mieten

    Das alles führt zu Preisen bei Neubauwohnungen nicht unter 6.000/qm (eher deutlich mehr) und schon bei den 6.000€/qm ist die klassische Mittelschicht (Ehe aus Krankenpfleger und Polizistin) einkommenstechnisch raus. Neubaumieten sind aktuell nicht unter 18€/qm darstellbar.


    Das ist die Realität.


    Was tut aktuell die Politik:

    1. Bezüglich Punkt 1 versucht man es mit der Ausweisung neuer Baugebiete (z.B. Josefsstadt) bzw. neuer Bebauungspläne (z.B. Bonames-Ost). Das dauert aber aufgrund von Punkt 3 oben gefühlt ewig. Außerdem fehlen in der öffentlichen Hand an allen Ecken und Enden Fachkräfte mit Planungserfahrung. Das bremst die Geschwindigkeit ungemein. Außerdem grätschen der Politik an allen Ecken und Enden die NIMBYs dazwischen (siehe Günthersburghöfe, Einsprüche der Umlandgemeinden gegen die Josefsstadt, usw.)
    2. Gegen die hohen Bauzinsen kann die Politik aktuell wenig tun. Eine Möglichkeit wären verbilligte Kredite, aber die sind dann meist an entsprechende Anforderungen (z.B. Energieeffizienz) gebunden, womit wir wieder beim Punkt 3 von oben sind.
    3. Über eine Verringerung von Regulierung und Bürokratie redet die Immobilienwirtschaft mit der Politik seit Jahren. Das da nichts passiert lässt für mich zwei Schlüsse zu:
      1. Regulierungs- und Bürokratieabbau ist hart: Wäre das einfach, wäre das längst erledigt.
      2. An vielen Stellen ist Regulierungs- und Bürokratieabbau schlicht nicht gewünscht. Das sind zum einen (Stichwort Bürokratie) die Frösche, die man damit beauftragt den Sumpf trockenzulegen. Und auf der anderen Seite (Regulierung) gibt es natürlich jeweils Partikularinteressen die einen Abbau verhinden
        1. SPD/Linke: Pflicht zum sozialen Wohnungsbau
        2. Grüne: Hohe Anforderungen an die Energieeffizienz
        3. CDU/FDP: Hang zum klassischen Einfamilienhaus, was in der Großstadt eigentlich keinen Sinn macht
        4. AfD: Ist sowieso gegen alles und jeden und völlig unfähig konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten

    Das nur in Kürze und nicht abschließend. Richtigen Experten (z.B. tunnelklick) fällt da sicher noch mehr ein.

    Was Du sagst Fettucine. Vor allem sieht man beim Ensemble nördlich und westlich von dem Bauobjekt, was die Fassadengliederung alles bewirkt. Es wäre schon ein Riesenfortschritt dieses Projekt optisch zu zerteilen. Dann würde es nicht so massiv und maßstabssprengend aussehen.

    Ich verstehe das irgendwie nicht.


    Da werden dem Planungsdezernenten 1.400 Wohnungen auf dem Silbertablett serviert, ohne dass er sich mit den Nachbargemeinden, Landwirten, Naturschützern oder Kleingärtnern arrangieren/anlegen muss, und dann sagt der einfach nein, weil es nicht zu 100% ins Konzept passt, dass ggf. nie kommt und wenn dann wahrscheinlich erst irgendwann in den 2040ern?


    Ich dachte wir müssen bauen, bauen, bauen in Frankfurt um der Wohnungsnot und speziell der Explosion der Mieten etwas entgegen zu setzen.


    Wo ist da mein Denkfehler?

    Mittlerweile sind nur noch sieben Wohnungen im Angebot. Aber bei Preisen von ca. 8.400€ pro Quadratmeter plus nochmal jeweils 40.000€ für einen TG-Stellplatz (was für mich glatter Wucher ist), muss man sich auch nicht wundern, dass bei der Lage nicht alle sofort springen.

    Herzlichen Dank für Deine Bilder, Adama.


    Ja, das sieht wirklich gut aus, speziell im Vergleich zum vorherigen Zustand. Das lässt hoffen für den Umbau des Riedbergplatzes, der hoffentlich noch dieses Jahr, spätestens wohl nächstes Jahr angegangen wird. Die Vorher-Nachher-Betrachtung dieses Platzes sollte Pflichtbestandteil bei jedem Städtebau-/Platzarchitektur-Seminar werden.


    PS: Die Hummel hab ich auch gefunden :)

    ^^

    Das ist Pfusch am Bau und zieht sich über die gesamte Fassade, nicht nur an der Westseite. Die Terrassenbereiche mit Blickrichtung zum Solid sowie das Dach des Foyers waren auch alle undicht und mussten bzw. werden neu gemacht.

    Danke für den ausführlichen Beitrag und die Einordnung Adama. Man kann da wirklich nur auf eine weitere Bearbeitung hoffen. Was dieses Beispiel auch wunderbar zeigt ist, dass der beste Architekt nichts ausrichten kann, wenn die Planungsvorgaben ihn derart einschränken, dass da am Ende nur Grütze rauskommen kann.

    Oh mein Gott!


    Wie kann man nur so rücksichtslos einen absoluten Solitär in das bestehende Ensemble einfügen? An sich gefallen mir die bogenförmige Fassadenelemente ja gut. Aber die würden bei einem frei stehenden Gebäude viel besser wirken. Hier wird mit Ausnahme der Natursteinfassade null Bezug zum One GoethePlaza oder dem DeuBa-Gebäude oder den Gebäuden auf der gegenüberliegenden Platzseite genommen, was ich schade finde. Wie der Vertreter des Stadtplanungsamts auf die Idee kommt, das Gebäude würde "rücksichtsvoll" auftreten, bleibt wohl sein Geheimnis.


    Dem Fass den Boden ausschlagen tut aber das unsägliche "Staffelgeschoss" auf dem Dach. Das sieht aus, als hätte jemand beim retuschieren was vergessen. Ich hoffe noch auf Überarbeitungen.

    Neubau der Kita Sonnenwind

    Der Umzug der KITA Sonnenwind ist seit über 5 Jahren geplant, da die derzeitigen Räumlichkeiten neben der Grundschule 1 für die erweiterte Nachmittagsbetreuung benötigt werden. Morgen wird Bildungsdezernentin Weber die Pläne für den Neubau in der Straße Am Bonifatiusbrunnen 1 vorstellen. Dort ensteht auf einer Fläche von 1646qm auf zwei Etagen ein Neubau, der zukünftig Platz für fünf statt bisher vier Gruppen bietet. (Quelle)


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    Bildquelle: Facebook - Frankfurt. Bildung und Neues Bauen

    Updates aus dem Frankfurter Immobilienmarkt [13.03.2024]

    • Die Premier Inn Holding GmbH mietet 2.300qm in den nächsten fünf Jahren im OPTIONS Frankfurt an der Europaallee 12-22. (Quelle)
    • Im Objekt „The Move“ in Gateway Gardens zieht ein internationales Unternehmens ein, das derzeit bereits in Frankfurt ansässig ist. Gemietet werden 5.000qm Bürofläche und PKW-Stellplätze. Damit sind im Objekt nur noch 2.000qm Bürofläche unvermietet. (Quelle)
    • Die clearvise AG hat ca. 300qm Bürofläche in der Eschenheimer Anlage 1 in Frankfurt angemietet. (Quelle)
    • Die Arup Deutschland GmbH verlängert ihren Mietvertrag über 1.600qm für die Räumlichkeiten im Mayfarth Quartier, Mayfarthstraße 15-19. (Quelle)
    • Ein internationales Family Office hat den Altbau auf der Großen Bockenheimer Str. 19 aka Freßgass erworben. Dort residiert aktuell u.a. Seiko. (Quelle)
    • Die HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft mietet rund 900qm Büroflächen im Frankfurter „Kontorhaus“. Bislang ist die Rechtsanwaltsgesellschaft im Tower 185 ansässig. (Quelle)
    • PRADA verlängert seinen Mietvertrag über 960qm Verkaufs- und Lagerflächen im ONE Goetheplaza langfristig. (Quelle)
    • Ein Duty-Free-Unternehmen mietet 450qm Bürofläche im Niederrader Access Tower für zehn Jahre. (Quelle)

    Updates aus dem Frankfurter Immobilienmarkt [15.02.2024]

    Das letzte Update aus dem Immobilienmarkt habe ich vor knapp 4 Jahren hier gepostet und dann wegen der Corona-Flaute eingestellt. Jetzt bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, hier was für die Monate seit Dezember 2023 zusammenzusuchen und verspreche, dass das nächste Update etwas früher kommt. ^.^

    • Baby-Walz hat 620qm im Schillerhaus gemietet. (Quelle)
    • CSZ Ingenieurconsult mietet 450qm Bürofläche im Atreeum an der Hanauer Landstraße 211. (Quelle)
    • Cofinpro mietet 2.650qm Bürofläche im Atreeum an der Hanauer Landstraße 211. (Quelle)
    • Linklaters hat seinen Mietvertrag über 12.000qm Bürofläche im T8 an der Taunusanlage 8 verlängert. Wie lange die Verlängerung geht ist nicht bekannt. (Quelle)
    • Invesco mietet im FOUR T1 1.500qm ab 2025. (Quelle)
    • aam2core vergrößert sich in der Eschersheimer Landstraße 14 von 420qm auf 850qm. (Quelle)
    • Ein Finanzdienstleister mietet im Objekt Tricubes (ehemaliges Gebäude der IBM in der Wilhelm-Fay-Straße 30-34) eine Bürofläche von 5.500qm. (Quelle)
    • Kids-Balance vergrößert sich auf 310qm Bürofläche und zieht innerhalb des Westends in die Wiesenau 27-29. (Quelle)