Beiträge von sipaq

    Warst Du da schon mal vor Ort, Xalinai? Nur zwei Stände haben am Samstag richtige Aufbauten (die beiden Gemüsehändler). Alle anderen haben entweder gar keine Aufsteller (Beide Bäcker, der Hähnchenbräter, der Käseverkäufer) oder können die in Minutenschnelle (mediterrane Köstlichkeiten, Metzger, Wein) wegräumen.


    Die FAZ hat hier übrigens auch nochmal eine schöne Graphik des Zielzustands.

    Wenn man dem Artikel glauben darf, plant Signa das Hochhaus ja gar nicht mehr direkt am Opernplatz, sondern ganz hinten auf dem OP2-Grundstück, gegenüber dem Maro und dem Eingang zur Neue Rothofstraße. Von da aus soll das Gebäude hin zum Opernplatz auslaufen. Wo da jetzt ein Problem für den Opernplatz liegen soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Die komplette zweite Hälfte des Artikels kannst Du sowieso vergessen, weil die dortigen Kommentierer offensichtlich die Pläne von Signa noch nicht gesehen haben und nur Allgemeinplätze von sich geben.


    Die Hoffnung auf 120m und mehr würde ich mal ganz schnell sausen lassen, Wunderknecht. Wenn es überhaupt zu einem 60m Hochhaus kommt wird die Stadt das schon als großes Zugeständnis an Signa verkaufen.

    Natürlich wird es für die "Waldrodung" eine Ausgleichsfläche geben. Daran wird das sicher nicht scheitern. Ich kann jetzt nur über die Gründe der Grünen spekulieren. Ich sehe aber folgende Möglichkeiten:

    1. Man will der SPD generell nochmal klarmachen, dass es in der neuen Koalition anders laufen soll als in der alten, speziell bei Alleingängen eines Dezernenten.
    2. Man will jetzt einfach schon mal einen Pflock einschlagen und sicherstellen, dass das Waldthema auf jeden Fall auf der Agenda und damit unverhandelbar ist. Klassische Verhandlungstaktik.

    Nur zur Info:

    Die oben dunkelgrün eingezeichneten Bäume (10 an der Zahl) sind die bereits bestehenden Bäume.

    Dazu kommen dann die hellgrün eingezeichneten neuen Bäume dazu (24 an der Zahl - plus 240%).


    Jetzt berichtet auch die FR über die geplante Begrünung des Riedbergplatzes.


    Zusätzliche Infos zu denen aus #177:

    • Die bereits bestehenden Mauern im Westen sollen durchbrochen werden und Fenster sollen dort Licht hereinlassen, damit der Kinderspielbereich nicht durch die Neubepflanzung zu dunkel wird.
    • Die oben genannten 500.000€ sind wohl eher die Untergrenze.
    • Das Grünflächenamt denkt auch bereits über eine Begrünung in mehreren Schritten nach, sofern das Programm zur klimagerechten Umgestaltung von Plätzen nicht über 2022 hinaus weiterläuft.

    Pläne für Neugestaltung des Riedbergplatzes

    Auch hier kommt jetzt offensichtlich Tempo rein. Die folgende Zeichnung wurde dem Ortsbeirat Kalbach-Riedberg vorgelegt. Die Highlights:

    • Es wird 24 zusätzliche Bäume, Hecken, begrünte Schattendächer und neue Spielgeräte in den Schattenbereichen geben
    • Ca. 400 qm Fläche sollen entsiegelt werden
    • Ausreichend Platz für die Marktstände bleibt erhalten.
    • Die Kosten belaufen sich auf mindestens 500.000 €
    • Sofern die og. Summe in städtischen Haushalt 2022 eingestellt wird, kann es bereits 2023 losgehen

    Definitiv ein großer Fortschritt, wenn es denn so kommt.


    riedbergtpjtu.jpg

    Der Entwurf gefällt. Es ist allerdings zu hoffen, dass der Vorplatz noch deutlich ggü. dem Rendering verbessert wird. Ansonsten haben wir hier die nächste Steinwüste, auf der sich niemand aufhalten möchte.

    Wir können auch gerne Steinwüste dazu sagen und ja, das Problem hat ganz sicher nicht nur der Riedbergplatz. Das ist ein übergreifendes Problem, dessen Ursachen nicht nur in der schlechten Ausbildung liegen, sondern viel tiefer (siehe z.B. @tunnelklick's Ausführungen in #108).


    Ich würde Dir aber widersprechen, dass der dort stattfindende Wochenmarkt die Ursache oder der Auslöser ist. Auf dem Riedbergplatz ist mehr als genug Platz für einen Wochenmarkt, selbst wenn Du da 20 Bäume mehr hinstellst. Schau Dir doch das Luftbild von 2020 mal an. Da sieht man gut, dass man vor dem östlich gelegenen Gebäude wunderbar eine Baumreihe hätte hinstellen können, ebenso wie vor dem nördlichen Gebäudekomplex. Dazu dann noch 1-2 Bäume mehr rund um die beiden Spielplätze und bei der südöstlichen Mauer mit Sitzgelegenheit und voila, die Mitte und die Zufahrt sind immer noch frei für Marktfahrzeuge und die Besucher, aber das Erleben des Platzes wäre ein ganz anderes.


    Und was die Handelsstruktur am Riedberg angeht, bist Du etwas out-of-date. Einen Bio-Händler gibt es am Riedberg schon seit fast vier Jahren nicht mehr. Und die Lebensmittelhändler sehen den Markt am Samstag m.E. eher als Frequenzbringer, denn als Konkurrent.


    Das ganze ist einfach eine komplette Fehlplanung, die da gemacht wurde. Der Eigentümer des Riedbergzentrums hat selber schon geäußert, dass er auch einen stärker begrünten Platz errichtet hätte, wenn die Stadt denn das von Ihm gefordert hätte.


    Ich bin mir angesichts der Ubiquität dieser Steinwüsten aber nicht mal so sicher, dass die Stadt wirklich mehr Begrünung will. Denn das heißt ja auch Pflegeaufwand für die Bäume in den ersten 5-10 Jahren, bis die richtig angewachsen sind.

    Die FAZ berichtet heute über die von der Stadt beabsichtigte Umgestaltung der Asphaltwüste Riedbergplatz (hier ein paar trostlose Bilder). Der Platz soll - ähnlich wie der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend - begrünt werden. Ausgangspunkt der Umgestaltung ist eine Unterschriftenaktion der Riedberg-Bürger sowie eine Untersuchung von Studenten der Uni-Frankfurt, die die Temperatur auf der Asphaltwüste Riedbergplatz im Hochsommer mit dem deutlich stärker begrünten Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz (Link - habe leider kein aktuelles Foto) ein paar hundert Meter entfernt verglichen haben.


    Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht. Man rechnet aber mit Kosten von ca. 1,5 Mio. €.

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    Das war ja zu erwarten. Das Ding ist ja perfekt gelegen in Eschborn mit der S-Bahn-Station nur knapp 250m entfernt. Und mindestens 2 Jahre fest eingeplante Mieteinnahmen gibt es noch on top.

    Die Hessenschau berichtet auch darüber.


    Von den genannten Varianten gefällt mir auch Variante 2 am besten. Nichtsdestotrotz fällt die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile teilweise etwas tendenziös aus. Zwei Beispiele:

    • Variante 1: Warum ist die teilweise Überbauung der Freifläche vor der ehemaligen EZB kritisch für das Stadtklima? Das erschließt sich mir nicht. Die Luft kann doch aufgrund der Doppelanlage jetzt schon nicht frei zwischen Mainufer und Wallanlagen zirkulieren. Hier wird ein Problem aufgeworfen, das in der Praxis schon längst existiert.
    • Variante 5: Die derzeit natürlich noch ungeklärte Nachnutzung des freiwerdenden Geländes am Willy-Brand-Platz als Nachteil aufzuführen ist schon frech.

    Fürs Renommee ist das sicher gut und wird sicher auch helfen, die Vernetzung mit anderen Institutionen zu verbessern, die in Frankfurt sitzen oder eine Niederlassung haben und sich in Zukunft mehr und mehr des Themas Nachhaltigkeit annehmen werden. Die EZB und die BaFIN fallen mir da auf Anhieb ein.

    Ich denke, die CDU muss sich einfach erst an die Oppositionsrolle gewöhnen. Als Regierungspartner der SPD hat man sicher im Zweifel mal ein oder zwei Vorab-Briefings bekommen. Die gibts jetzt in der Opposition sicher nicht mehr. Aufgrund der Stimmverluste ist sicher zudem der Stab der Fraktion kleiner geworden, was erhöhte Aufwände für jeden einzelnen Stadtverordneten bedeutet.

    Sorry Rohne, worüber reden wir hier denn?


    Wir reden über einen Entwurf von Stefan Forster, einem der besten Architekten, den diese Stadt hat und der unglaublich viele Dinge richtig macht mit seinem Entwurf (vernünftige Eingänge, wertige Fassaden, Loggien statt Würfel-Balkone, etc.). Ja, über die Farbwahl kann man streiten, aber die Wortwahl speziell von RYAN-FRA ist einfach völlig daneben

    Und ich wundere mich tatsächlich heftigst, was mit Herrn Forster geschehen ist (medizinisch oder mental)

    Und ich fände es gut, wenn wir von diesem Niveau der Diskussion auch wieder wegkommen.


    Von Dir Rohne und auch von RYAN-FRA bin ich nämlich weitaus besseres gewohnt.