Beiträge von sipaq

    Kürzlich hat die Tourismus + Congress GmbH auch Daten für den Monat Juni 2026 veröffentlicht. Somit wird es wieder Zeit für ein Update und einen Blick aufs 1. Halbjahr 2026.

    Am übergreifenden Trend der letzten Monate und des Vorjahres ändert sich nichts. Gäste- und Übernachtungszahlen liegen weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres und die Rückgänge bei Auslandsgästen und -nächten werden von inländischen Gästen aufgefangen.

    • Bei den Gästezahlen liegt man nach dem 1. Halbjahr minimal über dem Vorjahr (+0,52% - +15.412 Gäste). Bei den Übernachtungen liegt man minimal unter dem Vorjahr (-0,44% -23.343 Nächte). Konkret liegt man bei 5.250.714 Übernachtungen (Vorjahr: 5.274.056) und 3.003.033 Gästen (Vorjahr: 2.987.621).
    • Dahinter verbergen sich weiterhin deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-4,52%) und -übernachtungen (-4,3%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+3,06%) und -übernachtungen (+1,95%).
    • Sowohl bei Gästen als auch bei den Übernachtungen liegen Januar, Februar und April über dem Vorjahr, während es in März, Mai und Juni jeweils Rückgänge gab.
    • Der Rückgang bei den Übernachtungsnächten entstammt der kürzeren Verweildauer den inländischen Gäste, welche von 1,64 auf 1,62 zurückging. Bei den ausländischen Gästen liegt die Verweildauer unverändert bei 2,02 Nächten.

    Quelle: Frankfurt Tourismus

    Mittlerweile hat die Tourismus + Congress GmbH auch Daten für die Monate April und Mai 2026 veröffentlicht. Somit wird es wieder Zeit für ein Update.

    Der Trend der ersten drei Monate diesen Jahres sowie des Vorjahres ist nahezu unverändert:

    • Bei den Gästezahlen liegt man nach 5 Monatenminimal über dem Vorjahr (+0,66% - +15.906 Gäste). Bei den Übernachtungen liegt man minimal unter dem Vorjahr (-0,44% -18.755 Nächte). Konkret liegt man bei 4.278.156 Übernachtungen (Vorjahr: 4.296.911) und 2.431.677 Gästen (Vorjahr: 2.415.771).
    • Dahinter verbergen sich weiterhin deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-4,04%) und -übernachtungen (-3,71%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+3,03%) und -übernachtungen (+1,62%). Insgesamt fällt der Rückgang der Auslandsgäste und -nächte in den beiden vergangenen Monaten deutlich schwächer aus, ebenso aber auch der Anstieg der Inlandsgäste und -nächte.
    • Sowohl bei Gästen als auch bei den Übernachtungen liegen Januar, Februar und April über dem Vorjahr, während es in März und Mai jeweils Rückgänge gab.
    • Der Rückgang bei den Übernachtungsnächten entstammt der kürzeren Verweildauer den inländischen Gäste, welche von 1,65 auf 1,62 zurückging. Bei den ausländischen Gästen ging die Verweildauer minimal um 0,01 Nächte nach oben von 2,04 auf 2,05.

    Quelle: Frankfurt Tourismus

    Laut KI-Zusammenfassung auf Google sollen ca. 1.000 Mitarbeiter der BaFin vom Mertonviertel ins RAW ziehen. Damit dürfte ein Gutteil des RAW dann belegt sein, aber sicher noch nicht alles, denn mit 1.000 MA plus den Trakt, den Deloitte shcon gemietet hat, bekommt man 51.000qm Mietfläche nicht voll.

    Ich würde mich jetzt v.a. darüber freuen, wenn es auch mal Nachrichten zu den Erdgeschossflächen des RAW geben würde, denn dort sind ja ein Restaurant, ein Cafe, Retailflächen, ein Supermarkt und ein Fitnessstudio vorgesehen.

    So ging es mir auch, tunnelklick. Meine reine Vermutung ist, dass sich hier auf die reinen Gestehungskosten fokussiert wird, also die Kosten, die tatsächlich auf der Baustelle entstehen und andere Kosten (Grundstück, Erschließung, Administration, Notar, Steuern, etc.) nicht enthalten sind.

    Folgendes wirft mir Gemini aus für ein fiktives Mehrfamilienhaus in Frankfurt mit 10 Parteien (ca. 800 m² Gesamtwohnfläche) in einer mittleren bis guten Wohnlage. Das finde ich schon etwas realistischer. Aber auch hier sind die reinen Bauwerkskosten fast doppelt so hoch (3.800€) als in der amtlichen Statistik.

    KostengruppeKosten pro m² Wohnfläche
    Grundstück (anteilig nach GFZ)1.200 €
    Grundstücksnebenkosten (Notar, Steuern)100 €
    Erschließung & Tiefbau150 €
    Bauwerkskosten (KG 300+400, gehoben)3.800 €
    Baunebenkosten (Planung, Statik, HOAI)700 €
    Außenanlagen & Stellplätze / Tiefgarage550 €
    Finanzierungskosten & Puffer200 €
    📊 Gesamtbudget (All-In)ca. 6.700 € / m²

    Die Stadt Frankfurt hat aktuelle Zahlen zur Bautätigkeit veröffentlicht. Ein paar Sachen fallen auf und sind erwähnenswert:

    • Die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen nahm ggü. dem Vorjahr um 9% ab auf 3.468 Wohnungen netto (d.h. Abbrüche sind hier bereits mit inkludiert). Das ist zwar insgesamt noch besser als in den Jahren 2021-2023, die den Tiefpunkt in den vergangenen Jahren darstellen, ist aber auch weit entfernt vom Peak des Jahres 2017, als wir 4.722 zusätzliche Wohnungen netto hatten.
    • Die wieder verstärkte Bautätigkeit geht mit einer Verschiebung der durchschnittlichen Raumanzahl einher. Hier ist der negative Trend der letzten Jahre durchbrochen und die durchschnittliche Raumanzahl wächst von 2,4 auf 2,9 Räume/Wohnung. Das sind Werte, die wir zuletzt 2019 und 2021 gesehen haben.
    • Die durchschnittlichen Baukosten erhöhen sich nach einem Rückgang im Vorjahr wieder auf 2.036€/qm. Es ist hier allerdings darauf hinzuweisen, dass dies Planwerte zum Zeitpunkt der Baugenehmigung sind und nicht IST-Werte nach Fertigstellung.
    • Die Baugenehmigungen für Neubau und Umbau ziehen weiter an (von 2.541 in 2024 auf 3.298 in 2025), liegen aber auch weiterhin deutlich unter dem Niveau der Jahre 2017-2020 (wo wir bei ca. 4.700-6.350 Baugenehmigungen lagen) bzw. dem Peak im Jahr 2022, wo es knapp über 8.000 Baugenehmigungen gab.
    • Baugenehmigungen dienen als Vorlaufindikator für die künftige Entwicklung der Fertigstellungen. Sie geben Hinweise darauf, ob sich die Bautätigkeit in den kommenden Jahren beleben oder weiter verhalten entwickeln dürfte.

    Updates aus dem Frankfurter Immobilienmarkt [19.08.2026] Teil 2 - 25.03.2026 bis 31.05.2026

    Nach knapp 5 Monaten seit dem letzten Update ist es mal wieder Zeit für ein Update über kleinere Vermietungen und Käufe. So wenig passiert aktuell gar nicht im Immobilienmarkt von Frankfurt/Eschborn/Offenbach/Neu-Isenburg. Hier kommen jetzt alle Infos zwischen dem 25.03.2026 und dem 31.05.2026. Aktuellste Vermietungen oder Käufe kommen zuerst. Der Zeitraum ab dem 01.06.2026 findet sich im Post vor diesem hier.

    • Deloitte verlängert seinen 15jährigen Mietvertrag im „Zebra" an der Europaallee 91. Das Objekt hat 16.700qm. (Quelle)
    • Zurich Insurance Group verlängert den bestehenden Mietvertrag über 13.200qm im Pollux um 10 Jahre. (Quelle)
    • DEHAG Hospitality Group mietet 1.380qm Bürofläche in der Frankfurter Straße 100 in Eschborn. (Quelle)
    • D-Link (Deutschland) mietet 470qm Bürofläche im MERGENTHALER in Eschborn. Damit ist das Objekt zu ca. 60% vermietet. (Quelle)
    • GLOVIS Europe erweitert seine Mietfläche um 900qm Bürofläche im SKY Eschborn in der Frankfurter Straße 60–68 in Eschborn. (Quelle)
    • grandega mietet 233qm Bürofläche und Malteser erweitert seine Flächen auf 660qm in der Düsseldorfer Straße 40a in Eschborn. (Quelle)
    • Die Immobilienunternehmen Corum Asset Management (Corum) und Red Square haben einen weiteren Vermietungserfolg erzielen können. GG Brands Germany (Gorilla Glue) mietet 365qm Bürofläche in der Immobilie G2 in Neu-Isenburg, Siemensstraße 10. (Quelle)
    • emagine mietet 430qm Bürofläche im St Martin Tower in der Franklinstraße 61–63. (Quelle)
    • Cushman & Wakefield zieht in Frankfurt von der Bleidenstraße ins FOUR T1 und mietet dort zwei Etagen plus eine Außenterrasse. (Quelle)
    • Die Managementberatung Horváth mietet ab 2028 eine Etage im KASTOR am Platz der Einheit 1. (Quelle)
    • LQB² mietet an der Insterburger Straße Ecke Elisabeth Norgall Straße (ehemals Neue Börsenstraße) ca. 1.520qm Bürofläche. Das Objekt ist damit zu 83% vermietet. (Quelle)
    • Im EUROPA-CENTER Flow in Gateway Gardens mietet OMODA & JAECOO Deutschland ca. 1.715qm. Zusätzlich mieten Cargolux Airlines International 553qm Bürofläche und ein weiteres Unternehmen für Frachtdienstleistungen ca. 690qm Bürofläche. (Quelle)
    • Hoymiles Power Electronics mietet 660qm Bürofläche im Objekt merton’s mitte in der Lurgiallee 10–12. (Quelle)
    • Ein IT-Unternehmen mietet 170qm Bürofläche in der „Villa Helfmann“ am Untermainkai 40. (Quelle)

    Updates aus dem Frankfurter Immobilienmarkt [19.08.2026] Teil 1 - 01.06.2026 bis 18.08.2026

    Nach knapp 5 Monaten seit dem letzten Update ist es mal wieder Zeit für ein Update über kleinere Vermietungen und Käufe. So wenig passiert aktuell gar nicht im Immobilienmarkt von Frankfurt/Eschborn/Offenbach/Neu-Isenburg. Hier kommen jetzt alle Infos ab dem 01.06.2026. Aktuellste Vermietungen oder Käufe kommen zuerst. Der Zeitraum 25.03. bis 31.05. folgt dann im nächsten Post.

    • Kieback&Peter mietet zum Jahresbeginn 2027 1.100qm im MAC Main Airport Center in der Unterschweinstiege und verlegt ihre Niederlassung von Rüsselsheim nach Frankfurt. (Quelle)
    • Morningstar zieht in Frankfurt um und mietet ab 2028 2.700qm Bürofläche im T1 des Four. (Quelle)
    • Urban Science International mietet 387qm in der Mainzer Landstraße 61 (ML61). Damit ist das Objekt zu 95% vermietet. (Quelle)
    • SPIE und Angermeier verlängern Ihre Mietverträge über 2.200qm Bürofläche im Campus Carré in der Lyoner Straße 25/Rhonestraße 7/Herriotstraße 8. (Quelle)
    • Die Rechtsanwälte von Schweibert Leßmann & Partner mieten ca. 1.100qm Bürofläche in der Senckenberganlage 21 und ziehen innerhalb Frankfurts um. (Quelle)
    • SD Worx mietet 670 m² Bürofläche im Herriot’s in der Herriotstraße 1. (Quelle)
    • Finance in Motion mietet 2.750qm Bürofläche im Tower185 ab April 2027. Parallel dazu verlängern die Etengo AG und Vialto Partners Ihre Mietverträge über 400qm bzw. 715qm für fünf Jahre. (Quelle)
    • Panduit mietet 440qm im MERGENTHALER in Eschborn. (Quelle)
    • Senacor Technologies mietet 1.200qm im „REMERGE“ in der Mergenthaler Allee 45–47 in Eschborn. Zusätzlich mieten Hanwha Vision 575qm und LG Innotek 445qm im selben Objekt. (Quelle)
    • Netafim Deutschland mietet 550qm in der Berner Straße 38 in Nieder-Eschbach an. (Quelle)
    • JUHN Partner mietet 740qm Bürofläche im ONE in der Brüsseler Straße 1–3. (Quelle)
    • Die ASB Bildung gGmbH (ASB) mietet 2.300qm Bürofläche im ABC West in der Solmsstraße 71–75. (Quelle)
    • d-fine mietet 5.250qm im ONE TWO ONE an der Zeil 121. Damit sind die Büroflächen des Objekts zu 90% vermietet. (Quelle)
    • Die Wirtschaftskanzlei Bryan Cave Leighton Paisner mietet 2.900qm im Junghof ab dem vierten Quartal 2027. (Quelle)
    • Fraport mietet 6.000qm Bürofläche im SQUAIRE Flughafen. (Quelle)
    • Die Wirtschaftskanzlei Barckhaus Rechtsanwälte mietet die Villa Bonn mit ihren 420qm komplett. (Quelle)
    • Die AVIAREPS AG mietet 823qm in der Mainzer Landstraße 61 (ML61). (Quelle)

    Natürlich gibt es erhebliche Unterschiede zwischen nördlichem und südlichem Teil, aber ich sehe nicht wo ich da etwas vermische.

    Die Erfolgserlebnisse im Viertel haben sich in der Vergangenheit v.a. in der Mitte des Viertels (rund um Kaiserstraße und Gutleutstraße) abgespielt bzw. den Straßen dazwischen. Auch da (v.a. auf der Kaiserstraße) gibts aber einen klaren Abwärtstrend zu beobachten.

    Außerdem muss eine Renaissance des Viertels immer aus den funktionalen Bereichen des Viertels ausgehen, also eben genau aus Gutleut- und Kaiserstraße, wo es eben auch schon mal besser war.

    Nachdem die Tourismus + Congress GmbH inzwischen Daten für die Monate Januar bis März 2026 veröffentlicht hat, wird es wieder Zeit für ein Update. Warum nur bis März werden sich einige fragen, wir sind ja schließlich schon im August. Die Antwort lautet, dass die amtliche Statistik umgestellt wird, was offenbar länger dauert und damit seit April keine aktuellen Daten zur Verfügung gestellt werden.

    Mittlerweile wurden auch die Zahlen für den Oktober und November veröffentlicht und der Trend der letzten Monate setzt sich fort.

    1. Bei den Gästezahlen liegt man nach dem 1. Quartal minimal über dem Vorjahr (+1,22% - +16.863 Gäste). Bei den Übernachtungen liegt man minimal unter dem Vorjahr (-0,53% -13.323 Nächte). Konkret liegt man bei 2.474.659 Übernachtungen (Vorjahr: 2.487.892) und 1.398.719 Gästen (Vorjahr: 1.381.856).
    2. Dahinter verbergen sich weiterhin deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-5,82%) und -übernachtungen (-5,86%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+4,87%) und -übernachtungen (+2,86%)
    3. Bei den Gästen liegt jeder Monat über dem Vorjahr, bei den Übernachtungen liegen Januar und Februar minimal über Vorjahr und der Rückgang entstammt allein dem März.
    4. Der Rückgang bei den Übernachtungsnächten entstammt allein der kürzeren Verweildauer den inländischen Gäste, welche von 1,65 auf 1,62 zurückging.

    Quelle: Monatsbericht März

    Ich möchte die Diskussion mal ein wenig strukturieren und weg von der Partei-Perspektive ziehen.

    Erstmal eine kurze Analyse:

    1. Die Situation im Bahnhofsviertel war nie wirklich gut, sie wurde zum Ende des vorherigen Jahrzehnts aber besser. Mehr und mehr Clubs und Gastronomiekonzepte kamen ins Viertel. Häuser wurden gebaut/saniert und Leute zogen mit der Erwartung einer weiteren Besserung ins Viertel. Das Auftauchen von Frankfurt (und speziell des BHV) in der New York Times Liste "Best Places to Travel" war auch hiervon ein Ausdruck.
    2. Die Corona-Pandemie war nicht allein für den erneuten Niedergang verantwortlich. Sie hat aber als Durchlauferhitzer gewirkt (alles hier schon mal diskutiert) und die Entwicklungen in der Drogenszene (weg von Heroin hin zu Crack und die vermehrte Migration bringt ständig neuen Konsumenten und Dealer-Nachwuchs) massiv verstärkt.
    3. In der Öffentlichkeit ist das Problem schon länger angekommen, soweit ich das beurteilen kann, aber eher verstärkt im konservativen Spektrum (Lokalteil der FAZ) und weniger im linken Millieu. In der Lokalpolitik hat der alte OB Feldmann das Problem bewusst ignoriert, da es keine guten Social Media Bilder hergab. Auch im grünen Millieu ist immer noch viel Idealogogie spürbar (Fokus auf menschlichen Umgang mit den Drogenabhängigen, weniger Fokus auf die Bewohner und Geschäftsinhaber im BHV sowie auf die Gäste Frankfurts die am Hbf ankommen).
    4. Die Polizei macht einiges, steht aber alleine auf verlorenem Posten. Denn selbst wenn Sie im großen Stil die Szene stört, hilft das alles nicht, wenn nicht Verwaltung, Justiz und Politik mitspielen.

    Die Lösung ist eigentlich allen bekannt:

    1. Die Polizei muss intensiv gegen die Dealer-Szene vorgehen und auch die Konsumenten massiv unter Druck setzen.
    2. Gleichzeitig muss die Justiz die Festgenommenen schnell verurteilen und die Verwaltung v.a. die ausländischen Dealer schnellstmöglich abschieben und diese bis zur Abschiebung unter Verschluss halten.
    3. Parallel muss die Verwaltung massiv gegen die Verschmutzung vorgehen.
    4. Die Sozialarbeiter müssen hier Ihren Job machen (Fokus auf Sauberkeit und vernünftiges Verhalten im Viertel sowie auf Prävention), auch wenn das manche nicht als Ihren Job ansehen. Ihr Kunde ist am Ende des Tages die Stadt Frankfurt, die Ihre Jobs finanziert. Das haben noch längst nicht alle verstanden auf Seiten der Verbände und der Sozialeinrichtungen.
    5. Dazu muss die Politik eine effektive Verwaltung sicherstellen, Silos immer wieder aufbrechen und sich in Wiesbaden, Berlin und Brüssel dafür einsetzen das übergeordnete Probleme (z.B. Migration) angegangen werden (hier wurde bis 2025 viel Zeit vertan, mittlerweile ist hier aber Besserung spürbar) bzw. notwendige Änderungen herbeigeführt werden, die die aktuelle Rechtslage derzeit nicht zulassen.
    6. Auch muss allen klar sein und deutlich stärker von Verwaltung, Politik und Sozialarbeitern durchgesetzt werden, dass Frankfurt sich um die Frankfurter Drogenabhängigen kümmert (und kümmern muss) und nicht um den Umkreis bis Koblenz, Marburg, Würzburg, Wiesbaden und Mannheim gleich mit.
    7. Zuguterletzt muss allen klar sein, dass 6-7 Jahre Downturn nicht in 3 Monaten gelöst werden. Das ist ein ganz dickes Bett, das gebohrt werden muss und es wird mindestens 2-3 Jahre dauern, bis es signifikant besser wird. Und selbst dann muss man immer noch konstant am Problem dranbleiben. Das war u.a. das Problem zum Ende der 2010er, dass man den Blick vom Ball genommen hat und es einfach hat laufenlassen.
    8. Und (DAS IST DAS ALLERWICHTIGSTE) das muss alles gleichzeitig mit möglichst wenig Reibungsverlusten zwischen den verschiedenen Beteiligten ablaufen. Alle müssen sich als Teil eines Teams begreifen. Nur dann wird es wirklich besser werden. Die Fokussierung auf einzelne Aspekte wird nichts oder nichts ausreichendes bringen.

    Ich stimme deiner Analyse in vielen Punkten zu, Adama. Ich würde dem noch folgendes hinzufügen:

    Wir stagnieren beim inflationsbereinigten Bruttoinlandsprodukt seit 2019 in Deutschland. Wo soll also die Dynamik herkommen, um neue Büroflächen mit produktiven Arbeitnehmern zu bevölkern?

    Insgesamt sehe ich bis 2030 maximal ein neues Hochhaus, nämlich das Gloria. Der Rest wird erst kommen, wenn die Wirtschaft wieder nahhaltig anspringt, und das hat natürlich viel zu tun mit Reformen, Bürokratieabbau und den anderen Themen, die weiter oben schon von Dir und anderen angesprochen wurden.

    Jetzt mal völlig unabhängig davon, ob die Frankfurter Feuerwehr jetzt akute Probleme hatte oder nicht. Selbst wenn alle Athleten problemlos durch den Tag kommen, waren Temperaturen nahe oder über 40°C (im Schatten wohlgemerkt) einfach brutal für die ganzen Helfer, also Leute im 1. Hilfe-Zelt, Ordner, Getränkeausgabe, etc. die das sicher nicht alle gewohnt sind und die dafür im Regelfall auch nicht entlohnt werden.

    Die sollte ein Veranstalter auch im Blick haben, denn ohne die geht es nicht.

    Ich verstehe die Lageeinstufungen nicht. Das alleinige Kriterium scheint hierbei die Zentrumsnähe zu sein. Das widerspricht doch dem ehernen Grundsatz, dass bei Immobilien nur drei Sachen wichtig sind: Lage, Lage und Lage.

    Und die ist nun mal komplett unterschiedlich am Riedberg oder in Bergen oder in Seckbach im Vergleich zu Fechenheim, Oberrad oder am Frankfurter Berg. Das zum Beispiel die nordöstliche Sonnentaustraße am Frankfurter Berg eine bessere Lage sein soll, als 2/3 des Riedbergs kann ich als Ex-Bewohner der Sonnentaustraße und jetziger Riedberger nur belächeln. Da liegen Welten dazwischen hinsichtlich Publikum vor Ort, verfügbarem Einkommen, Schul- und Betreuungssituation, uvm. Gleiches lässt sich über den Vergleich Kalbach mit dem Ben-Gurion-Ring (aka "Golanhöhlen") sagen. Angeblich selbe Lage, aber völlig unterschiedliche Welten. Und da finden sich sicher noch viel mehr Beispiele.

    Schlussendlich kann man den neuen Mietspiegel aber erst richtig beurteilen, wenn ein Mietrechner hierfür verfügbar ist und man sehen kann, was da hinten raus kommt. Die starke Kritik der Immobilieneigentumsverbände ist für mich aber absolut nachvollziehbar.

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    Ich hätte es nicht schöner ausdrücken können, sweet_meat . Anstatt sich in komplexen Verschwörungstheorien zu ergehen, die ja auch eine Abstimmung der 24 Preisrichter untereinander erfordert hätten, ohne das etwas nach außen dringt, halte ich es eher mit Ockhams Rasiermesser:

    "Von mehreren möglichen hinreichenden Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen."

    Und die einfachste Theorie ist nunmal die, dass Wagner & Sowatorini eine ansprechende Visualisierung der Rekonstruktion einfach vergessen bzw. nicht als wichtig erachtet haben. Pech gehabt, muss man da sagen.

    Danke jonasrudi. Damit wäre dann auch die Verschwörungstheorie von Rudentkräftet.

    Ein Wettbewerb bei dem Entwürfe von Mäckler, KSP Engel, Stefan Forster, Meurer, Jourdan & Müller Steinhauser, TEK TO NIK, Heide, Meixner Schlüter Wendt, MOW, Schmidt Plöcker uvm. vorab aussortiert werden (die ansonsten in Frankfurt so ziemlich jeden Wettbewerb gewinnen) ist so ziemlich alles, aber kein abgekartetes Spiel.

    Das der Rekonstruktionsvorschlag nicht zum Zuge kommt oder genügend Anhänger mobilisiert ist nicht die Schuld der Politik oder der Ausschreibung.

    1. "Die Politik" gibt es schon mal gar nicht. Es gibt verschiedene Parteien, mit höchst unterschiedlichen Ansichten zu architektonischen Themen. Wer Mehrheiten haben möchte, muss diese organisieren. Einfach auf andere zu zeigen bringt einen nicht weiter. Denn bei 2.068 Fragebögen war es ziemlich einfach eine Mehrheit oder zumindest eine signifikante Minderheit zu organisieren.
    2. Ja, es war ein städtebaulicher Ideenwettbewerb und kein Architekturwettbewerb. Aber fast alle Teilnehmer haben es hinbekommen ein Bild der Kämmerei in Ihren Vorschlag einzubauen.Der Reko-Vorschlag hat das nicht geschafft. Da liegt das Problem ja nun offensichtlich bei letzterem und nicht bei allen anderen.

    Mit 3090 können sicher viele hier leben, zumindest ich kann das. Eine Rekonstruktion war immer unrealistisch und wurde durch das miserable Selbstmarketing des einzigen diesbezüglichen Entwurfs (kein Reko-Rendering) nochmal zusätzlich sabotiert. Hoffen wir, dass es nicht 3042 oder 3017 werden. Das würde die Stadt an dieser Stelle massiv entstellen.