Beiträge von sipaq

    OK, jetzt wissen wir, mit wem die Grünenspitze koalieren möchte.


    Mir stellen sich da aber noch die Frage was hat die FDP denn davon?


    Mehr als 1 Dezernat wird sie wohl kaum bekommen. Aber selbst wenn man zwei Dezernenten bekommen sollte wird man sich immer einer relativ linken Front gegenübersehen. Wie will man da eigene Erfolge erzielen? Für die CDU wäre das natürlich toll, denn man könnte die FDP in den nächsten 5 Jahren so richtig schön klein machen. Auch beachten sollte man, dass man in eine (sehr) erfahrene Stadtregierung eintritt (die Grünen regieren seit Jahrzehnten und die SPD immerhin seit 5 Jahren). Da kommt man sehr schnell unter die Räder.

    So schlimm finde ich die PM jetzt nicht. Die letzten 5 Abschnitte hätte ich aber rausgestrichen, da das nur Selbstbeweihräucherung der handelnden Personen ist. Überrascht bin ich, dass der OB nicht auch noch einen Selbstbeweihräucherungs-Abschnitt bekommen hat. Dessen Presseabteilung lässt solche Gelegenheiten sonst nicht ungenutzt.

    So schlimm finde ich die PM jetzt nicht. Die letzten 5 Abschnitte hätte ich aber rausgestrichen, da das nur Selbstbeweihräucherung der handelnden Personen ist. Überrascht bin ich, dass der OB nicht auch noch einen Selbstbeweihräucherungs-Abschnitt bekommen hat. Dessen Presseabteilung lässt solche Gelegenheiten sonst nicht ungenutzt.

    „Der Oberbürgermeister ist als Visionär und Gestalter seiner Stadt jederzeit erreichbar, man spürt die Unterstützung seiner Kollegen Freier und Weiß und mein Team berichtet von äußerst konstruktiven Gesprächen mit der INNO-Geschäftsführung und der Bauverwaltung.“

    Einen solchen Satz über die aktuelle Frankfurter Führungsriege zu lesen, würde einen doch sehr überraschen.


    Ich teile Schmittchens Einschätzung, dass das unter Petra Roth wahrscheinlich nicht passiert wäre. Das Problem ist aber nicht allein der OB. Der CDU-Wirtschaftsdezernent und der SPD-Planungsdezernent (und ggf. noch der CDU-Baudezernent) sind alle nicht als große Teamplayer bekannt. Und dann verliert man halt auch gegen Offenbach.


    Und ganz nebenbei bemerkt:

    Das merken auch die Bürger, siehe Kommunalwahl vor zwei Wochen. Sowohl CDU als auch SPD wurden abgestraft. Manchmal ist eben gute Facharbeit auch gleichzeitig gute Politik.

    „Der Oberbürgermeister ist als Visionär und Gestalter seiner Stadt jederzeit erreichbar, man spürt die Unterstützung seiner Kollegen Freier und Weiß und mein Team berichtet von äußerst konstruktiven Gesprächen mit der INNO-Geschäftsführung und der Bauverwaltung.“

    Einen solchen Satz über die aktuelle Frankfurter Führungsriege zu lesen, würde einen doch sehr überraschen.


    Ich teile Schmittchens Einschätzung, dass das unter Petra Roth wahrscheinlich nicht passiert wäre. Das Problem ist aber nicht allein der OB. Der CDU-Wirtschaftsdezernent und der SPD-Planungsdezernent (und ggf. noch der CDU-Baudezernent) sind alle nicht als große Teamplayer bekannt. Und dann verliert man halt auch gegen Offenbach.


    Und ganz nebenbei bemerkt:

    Das merken auch die Bürger, siehe Kommunalwahl vor zwei Wochen. Sowohl CDU als auch SPD wurden abgestraft. Manchmal ist eben gute Facharbeit auch gleichzeitig gute Politik.

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    Wenn die CDU das mitmacht nach den Erfahrungen der letzten Legislaturperiode ist ihr echt nicht mehr zu helfen.


    Freiwillig Kern-Ressorts wie Planung und Verkehr aus der Hand zu geben ist echt fahrlässig. Ich habe 2016 schon nicht verstanden, warum man der SPD damals nicht das Sozial-Dezernat überlassen hat und sich dafür Planung oder Verkehr geschnappt hat.

    Persönlich denke ich, dass es auf Jamaika unter grüner Führung hinausläuft.


    Grund: Die Parteien (v.a. grün und schwarz) können miteinander. Die Grünen und die FDP sind sich nicht so spinnefeind wie anderswo und man hat genügend Puffer (3 Stimmen), falls man mal ein paar Abweichler hat.


    An einer Fortsetzung von Grün-Schwarz-Rot glaube ich nicht. Mit der SPD konnten weder die Grünen, noch die CDU wirklich. Außerdem können bei einer Koalition ohne SPD sowohl Die Grünen als auch die CDU besser den OB Feldmann aufs Korn nehmen im Hinblick auf dessen geplante (von CDU und Grünen) geplante Abwahl in drei Jahren.


    Denn letzteres ist der große Preis, auf den sowohl Die Grünen als auch die CDU schielen. Und dort kommt es darauf an, dass nun die Grünen entweder jemanden aufstellen, der in einer Stichwahl auch für die CDU/FDP Klientel wählbar ist oder halt die CDU für die Grünen-Klientel.


    Warum glaube ich nicht an Grün-Schwarz-Volt? Zu enge Mehrheit, Volt-Personal zu unerfahren.

    Für ein reines Wohngebäude ist das Teil nicht gut positioniert.


    Das Teil steht direkt an einer Straßenbahn-Kurve und relativ viel befahrenen Straße und Ampel. Sog. Temp-Workern kann man sowas eher zumuten als "richtigen" Mietern.


    Gegenüber auf der anderen Straßenseite ist zwar ein reines Wohngebäude (nur ein bißchen Einzelhandel im EG), aber dort weiß ich sicher, dass die Mieten zur Voltastraße hin niedriger sind als zu den anderen Seiten hin.

    Die U3 allein wird das nicht aufnehmen können. Das ist völlig klar. Jeder, der an einem schönen Wochenende mal am Feldberg war, weiß wie voll dort dann die Parkplätze sind. Wenn man die Straße zwischen Sandplacken und Rotem Kreuz über den Feldberg denn schließen möchte, müssen die Autos ja irgendwohin.


    Außerdem dauert mit der U3 die Anreise zur Hohemark doch sehr lange (37 Minuten von der Hauptwache), speziell wenn man im südlichen Frankfurt wohnt oder erstmal mit U4-U7, S-Bahn oder Straßenbahn zur Hauptwache oder anderen Kreuzungspunkten der A-Linie kommen muss.


    Man könnte natürlich den gerade erweiterten Parkplatz an der Hohemark auch durch ein 2- oder 3-geschossiges Parkhaus ersetzen. Das wäre sicher nicht schön, aber aus meiner Sicht relativ schnell machbar und würde die Kapazität doch deutlich erweitern.

    Naja, die eigentliche Weiße Mauer würde nicht überschwebt, sondern ein kleines benachbartes Hügelchen, welches deutlich tiefer (ca. 40m) liegt als die Weiße Mauer (634m).


    Andererseits müsste die Stütze - falls sie unmittelbar vor dem FFH-Gebiet positioniert wird - gegenüber der Hügelkuppe mindestens 20m an Höhe ausgleichen. Keine Ahnung ob das noch geht. Hinter der Hügelkuppe wäre es noch schlimmer, weil da das Gelände in Richtung Massborn-Bach erstmal abfällt.

    Der Entwurf ist nun wahrlich nichts berauschendes, sondern relativ simple Copy&Paste Architektur, die man schon hunderte Mal woanders gesehen hat. Der einzige Vorteil ist, dass der Bestand noch schlimmer aussieht. Aber ob der Neubau mehr als 20 Jahre überdauert lasse ich mal dahingestellt.

    Im Lyoner Viertel (Niederrad) ist eine Bombe gefunden worden, berichten Hessenschau und die FAZ. Weder die Größe der Bombe noch weitere Details. Die Bombe liegt wohl in der Nähe des Projektes Livinit auf einer Baustelle. Vielleicht kann ja jemand mit besserer Ortskenntnis aufgrund des Fotos bei Hessenschau den Standort noch genauer zuordnen.

    Eine gemeinsame Planungsinstanz kann natürlich da helfen, wo die Planungskapazitäten fehlen (z.B. weil so eine Bahnlinie ja nicht jedes Jahr geplant wird). Bei der Verlängerung der U2 in Bad Homburg wäre das sicherlich hilfreich. Da könnte es eigentlich seit 2016 losgehen, aber die Stadt Bad Homburg kommt einfach nicht in die Pötte.


    Probleme wie bei der RTW löst man da aber nicht. Da hängt es an den handelnden Kommunen (z.B. Eschborn).


    @Mod: Der Sub-Strang hier kann ggf. in den Nahverkehrs-Planungs-Thread verschoben werden.

    Wenn man über 20 Jahre !!! so etwas diskutiert und plant(?), ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein, ist das wohl mittlerweile parteiübergreifende Unfähigkeit.

    Wenn wir heute immer noch über dieselben Vorschläge wie vor 20 Jahren reden würden, würde ich Dir Recht geben. Aber mit der Ginnheimer Kurve und deren Abwandlung (Variante 3) haben sich nun mal signifikante Veränderungen der Situation ergeben.


    Außerdem gab es vor 20 Jahren den Campus Westend noch gar nicht. Verkehrsdezernent Oesterling hat schon Recht, wenn er die Umsetzung der ursprünglich geplanten DII-Streckenführung als Treppenwitz der Geschichte bezeichnet.


    Außerdem sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass sich in den vergangenen Jahren die politische Lage hinsichtlich ÖPNV-Ausbau doch merklich in Richtung der Pro-Fraktion verschoben hat und das sich in den vergangenen Jahren auch die Finanzierungssituation geändert hat.


    Ja, mir geht es auch nicht schnell genug, aber Dein Statement erachte ich schon als etwas zu polemisch.


    Irgendwie ist das alles mehr und mehr Klein-klein und Situations-Aktionismus... es gibt kein echtes Konzept, dass alles in einen größeren Zusammenhang bringt. Auch wenn die Diskussion um die Verlängerung nach Ginnheim auf den ersten Blick "nur" eine stadtinterne Frage zu sein scheint: man sollte viel mehr die Region als Ganzes ins Auge nehmen. Sipaq hat da vollkommen Recht. Wenn die U2 nach Bad Homburg verlängert wird und die U9 quasi mehr als bisher an das zentrale Netz angebunden ist, sind das eben keine rein stadtinternen Überlegungen mehr.

    Da hast Du natürlich Recht. Das Problem mit der regionalen Perspektive ist aber halt leider, dass Du dann mehr als einen Player mit den jeweiligen Partikularinteressen im Boot hast. Im konkreten Fall wäre das Bad Homburg. Eine Stadt, die sich hinsichtlich der Verlängerung der U2 nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat.


    Ein anderes Beispiel liefert gerade die Stadt Eschborn, die als Hauptprofiteurin der RTW dieser immer neue Steine in den (Planungs-)Weg legt.

    Danke Dir, tunnelklick. Dazu gibt es heute auch einen Artikel in der FAZ (leider hinter Paywall).


    Jetzt ist nur zu hoffen, dass das Grundwasser-Gutachten positiv ausfällt und dann die Grünen klein beigeben und den Ausbau der D-Strecke unterstützen. Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn sich am Ende ausgerechnet die Grünen gegen den ÖPNV-Ausbau stellen würden.


    Die Frage, die sich mir noch stellt ist, welche Auswirkungen die ausgebaute D-Strecke auf die U1 bzw. die U9 haben wird? Es wird sicher einiges an Substitutionseffekten bei der U1 geben, wo dort dann der Takt etwas verringert werden könnte, um ihn dann bei U2, U3, U8 noch etwas erhöhen zu können. Die Nachfrage ist speziell während der Rush-Hour definitiv da. Die U9 hingegen wird durch die Strecke definitiv populärer werden, denn jeder der aus Nieder-Eschbach/Bonames/Kalbach/Riedberg in Richtung Hbf möchte, wird dann auf die U9 umsteigen. Wenn dann noch der Ausbau der U2 bis Bad Homburg Realität wird, wird es auf den Gleisen der U2/U9 irgendwann ggf. ein bisschen eng.

    Das macht für mich sehr viel Sinn. Die Variante 2 machte immer nur im Vergleich zur Variante 1 Sinn, aber als dann die Variante 3 ins Spiel kam (inkl. der Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen), musste jedem klar sein das die Variante 3 wahrscheinlich das Rennen machen wird. Außerdem war speziell 2b viel zu teuer.


    Ich tippe auf 3c oder 3d.

    Rohne: Ich widerspreche Dir da überhaupt nicht.


    Ich verstehe nur folgendes nicht:

    Bei den Kleingärten wäre mit ziemlichem Widerstand zu rechnen, sollte die Politik vorschlagen diese umzuwandeln. Insofern verstehe ich, dass die Politik sich da nicht ranwagt (auch wenn ich es nicht gut finde).


    Aber hier handelt es sich um ein neues Baugebiet. Hier ist mit null Widerstand zu rechnen, wenn man drei- oder viergeschossigen MFH-Wohnungsbau plant. Da verstehe ich einfach nicht, warum das nicht geschieht.