Beiträge von Mayster

    Unbestritten, aber auch das ist eine selektive Wahrnehmung Ammfeld Der Bedeutungszuwachs von Berlin kam erst ab den 1850er-Jahren mit dem Aufkommen des Aktienhandels. Vorher gings um Währungen und Staatsanleihen, und das fand an anderen Börsenplätzen statt und nicht in Berlin.

    Bevor es zu off-topic wird - Was mich an der Argumentation hier im Strang mitunter stört, ist wenn die Zeit um 1900 oder 1920 als Naturzustand impliziert wird. In der Logik ist alles danach dann immer historisches Unrecht (was man dann irgendwie wieder kompensieren sollte). Als Erklärung vom Ist-Zustand, Finanzausgleich, etc., mag die Geschichte taugen, aber nicht um daraus Forderungen an andere Regionen abzuleiten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ja du hast Recht, wenn wenigstens die deutsche Börse oder die Deutsche Bank, nachdem die Teilung ja überwunden ist, wieder an ihren Heimatstandort zurückkämen sähe die Sache vielleicht schon etwas anders aus.

    Die Deutsche Börse ist genau da, wo sie hingehört (als Betreiberin der Frankfurter Wertpapierbörse, aus der sie erst 1990 entstanden/gegründet wurde). Die FWB gabs schon seit dem 16. Jahrhundert, worauf die Deutsche Börse auch ihre Geschichte bezieht.

    Ich weiss natürlich was du meinst, aber vielleicht sollten wir uns mal abgewöhnen mit historischer Bedeutung zu argumentieren, Geschichte ist nunmal wie sie ist.

    Ich denke auch dass man bei dem Standort nen langen Atem braucht bis wir Entwicklungen sehen, aber ansonsten ganz deiner Meinung Adama

    Was CA Immo angeht, bin ich allerdings nicht überrascht. Schon seit 2024 haben sie postuliert sich stärker auf die 'Kernmärkte München und Berlin' konzentrieren zu wollen und dafür auch Kapital aus anderen Projekten rauszurotieren (bis hin zu kompletten Marktaustritten). Lässt sich jeweils in den Jahresberichten nachlesen. Will sagen, von CA Immo können wir auf absehbare Zeit vermutlich nichts in Frankfurt erwarten, und schon gar nicht in der Größenordnung eines Campanile.

    Naja, je nachdem wie weit man das halt fasst. Bei 2h Fahrtzeit als Maßstab wie vom BER genommen, hat Frankfurt ein Einzugsgebiet von >25 Mio und auch Köln/Düsseldorf liegen in der Größenordnung. Ändert nichts an der Tatsache dass die Region um den BER relativ dünn besiedelt ist.

    G+P steht wohl kurz davor einen Joint-Venture-Partner in das Projekt zu holen. So stehts im vorgestern erschienenen Halbjahresbericht (auf der Website einzusehen). Ziel ist die Ablösung der bestehenden Fremdkapital-/Mezzanine-Finanzierung, mit Abschluss wird bis Ende dieses Monats gerechnet.

    Ansonsten nicht viel Neues, Vermarktung sei angelaufen und ab einer gewissen Vorvermietungsquote ginge es los...

    Man kann nicht einfach die Preise beliebig raufsetzen. mkwiteaux Da geht die Auslastung irgendwann runter und das kostet Rendite. Auch und gerade Ryanair als low-cost-carrier muss seine Flugzeuge erstmal vollbekommen und da machen halt einige Euro pro Fluggast schon nen Unterschied (zumindest solange ein Engpass an Flugzeugen besteht).

    Ich wäre dafür das Thema EU hier jetzt mal abzuschließen, es geht ja primär um den Finanzplatz Frankfurt in diesem Thread. Rohne
    Abgesehen davon ist diese sehr freie (falsche) Verwendung des Wortes sozialistisch eine amerikanische Unart. Die EU hat mit Sozialismus mal gar nichts zu tun, Lesen bildet.

    Würde im Zweifel auch eher auf den Architekten wetten. CA Immo nennt seit einem Jahr immer wieder das strategische Ziel sich stärker auf die Kernmärkte konzentrieren zu wollen - in Deutschland als Berlin & München definiert (zuletzt im QIII-Quartalsbericht, Ende Nov 24, nachzulesen). Das scheint mir aktuell nicht darauf zu deuten ein Großprojekt in Frankfurt noch größer zu machen. Aber wäre natürlich schön, lasse mich gerne positiv überraschen.

    Mal abgesehen von dem Gebäudeentwurf ist die ganze restliche Visualisierung mit den breiten baumbestandenen Boulevards massiv irreführend (oder soll das etwa so umgestaltet werden?). Eher wishful thinking, da ist kein Grün, nirgends. Wenn man sich den Entwurf in die real bestehende Straße reindenkt, wirkt es ja noch klotziger als ohnehin schon.

    Der Kalkstein wirkt auf mich auch freundlicher und wärmer als in der Visualisierung (gut, mag an Tageszeit und Beleuchtung liegen). Im FAZ-Artikel gibt es ausserdem noch ein aktuelleres Bild des Marktplatzes mit der Rohrdecke. Das wirkt in der Kombi mit der blauen Wand echt schick, wobei ja ggf. noch was oben drauf kommt, die Visualisierung in #701 ist ja ziemlich hell und nicht blau.

    Hier noch ein (etwas) längerer Youtube-Beitrag der Hessenschau: Baustellen-Besichtigung am Frankfurter Flughafen | hessenschau DAS THEMA

    Beim T1 wird ja gerade die Sicherheitskontrolle in Halle B nach vorne verlegt, danach kann man sicher die Gestaltung und die toten Obergeschosse besser angehen. Der Umbau Sicherheit, plus Umbau der Lufthansa First-/Business Class Check-Ins, ist meine ich bis 2027 geplant.

    Was die Wabendecke betrifft, finde ich sie gar nicht so furchtbar. Geht besser, geht schlechter. Solange mir niemand die tollen Retro-Fallblattanzeiger anfasst, bin ich am Ende zufrieden...

    Würde einfach mal schätzen dass es einfach andere Projekte gibt, die auch gerade Bandbreite erfordern (siehe neues Schauspiel). Es gibt ja nicht unendlich viele qualifizierte Planer im städtischen Dienst, sondern eher zu wenig. Missachtung oder gar Sabotage irgendwelcher Schattenfiguren finde ich ehrlicherweise etwas viel Aufregung, zumal es ja laut Magistratsbericht nur um ein paar Wochen geht.

    FraSpa erwirbt Hauptwache 1

    Die FAZ berichtet (hier, hinter der Paywall), dass die Frankfurter Sparkasse das Projekt Hauptwache 1 von einer Signa-Gesellschaft erworben hat. Damit soll die Fertigstellung bis 2026 erfolgen und uns bleibt eine Signa-Ruine erspart. Geplant ist das Gebäude als Ersatz für den aktuellen Sitz in der Neuen Mainzer, wo ja das neue Schauspielhaus hinkommen soll.

    Laut Artikel sind Vertriebsaktivitäten und Kundenbereiche geplant, ich denke mal damit wird ein Großteil (wenn nicht alles) der Retailfläche belegt.

    Sorry, was ist denn bitte die Erwartungshaltung? Alle für 4 Wochen am Stadtrand internieren? Rud

    Wir sind doch hier nicht in China. Ich kann verstehen dass die Maßnahmen wenig zufriedenstellend sind und auch keine Probleme wirklich lösen. Aber das wird Mike Josef wohl kaum mit dem Satz meinen, immerhin passiert ja einiges.

    Hab mir jetzt mal die ergänzenden Unterlagen, e.g. diese einzelnen Broschüren angeschaut. Echt verständlich und schön aufgemacht auf einen Blick, inklusive Ideen zur weiteren Gestaltung (z.B. Danziger Platz, Radwege, etc.). Also kommunikativ finde ich das schon top, wüsste nicht in welcher anderen Stadt man dermaßen detailliert mitgenommen wird.

    Meldung ist schon ein paar Tage alt, aber hatten wir glaube ich noch nicht - die Lindenberg-Gruppe übergibt das Lindley Lindenberg ab 01. Juli 24 an Ascott:

    GOODBYE LINDLEY - The Lindenberg

    Ascott betreibt das Hotel weiter unter der Submarke lyf, die bisher noch nicht in Deutschland präsent ist. Das erste lyf wurde 2019 in Singapur eröffnet, Konzept geht in Richtung jung, hip, mit co-living / community Elementen. Also im Prinzip nichts anderes als bisher. Lindenberg will sich dann in Zukunft eher auf kleinere Häuser konzentrieren.

    Ohne dass ich je im Lindley war, finde ich gut, dass das Konzept wohl weitgehend so bleibt. Architektonisch ist das Haus ja auf jeden Fall ein Hingucker.