Konstantin schrieb:
„Look & Feel der 1960er“
sowie
„man will offenbar die anderswo vollzogene Entwicklung künstlich nachziehen.“
Zur ersten Aussage würde ich eher meinen späte 1950er. Das Erdgeschoss wäre in der überwiegenden Mehrheit der Fälle wesentlich schlichter ausgefallen in den 1960ern. Zudem wären die Fenster in der überwiegenden Mehrheit der 1960er breit gelagerte, dreigeteilte Fenster. Ist aber nicht so irre wichtig.
Die zweite Aussage dürfte stimmen, zumindest war das mein Argument aus meinem Post vom Montag, bei dem ich das Gebäude als bereichernd bezeichnet habe. Weil es eben eine mögliche Entwicklung abbildet. Nur deine Formulierung „künstlich“ finde ich unglücklich gewählt. Auch weil der Begriff eine der Hauptkeulen der Rekogegner ist. Rekonstruktionen sind - egal wie wir dazu stehen (ich stets positiv) - natürlich immer künstlich. Es wird ein Zustand errichtet, der Jahrzehnte lang verloren war, wo sich ein Gebiet auch ohne Zerstörung entwickelt hätte. Daher ist ein Gebäude, welches in den 1950ern hier hätte gebaut werden können, auch nicht weniger oder mehr künstlich als eine Rekonstruktion eines Gebäudes Jahrzehnte nach seiner Zetstörung…
Im Ergebnis finde ich daher - ceterum censeo - ein Projekt besser, welches die Zeitschichten nach der Zerstörung mitzitiert. Realistischer.