Mediaspree: Bauprojekte am Südufer (Kreuzberg/Mitte)

  • Viktoriaspeicher-Areal (BeHaLa-Gelände)
    Siegerentwurf


    zuletzt hier

    Eine Jury hat am gestrigen 30. Juni einen Siegerentwurf für die städtebauliche Entwicklung des
    Viktoriaspeicher-Areals gekürt.
    Gewonnen hat der Entwurf des Planungsteams Behles & Jochimsen.

    Das Gebiet zwischen Spreeufer, Schillingbrücke und Köpenicker Straße wird z.Zt. als Lagerfläche
    von der Behala genutzt:

    etzy54y3.jpgBild von mir © Merlin

    Prägendes Element des Entwurfs ist ein Klimapark.
    Ein öffentlich zugänglicher Grün- und Erholungsraum entlang der Spree:

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    Es werden rund 1.000 Wohnungen gebaut, 50 % davon preisgebunden.
    In dem neuen Stadtquartier sind auch Flächen für Nahversorgung, Kultur, soziale Einrichtungen,
    Handwerk und Produktion vorgesehen.

    Das öffentlich zugängliche Ufer:

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    Alle Visualisierungen © Behles & Jochimsen Gesellschaft von Architekten mbH BDA

    Entwickelt wird das Quartier von der landeseigenen Behala und der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte WBM.

    Baubeginn ist 2030.

    Die Pressemitteilung der WBM:
    https://www.wbm.de/presse/pressem…eal-steht-fest/

  • Das Areal hätte auch etwas mehr Dichte vertragen können.
    Warum kein geschlossener Blockrand zur Straße mit Durchgängen zum Hof?

  • Welches Büro liefert denn heute noch solche handgekritzelten Visus ? Da kann man ja gar nichts an Bauqualität erkennen. Naja, sobald die Stadt baut sinken wohl die Ansprüche. Immerhin kommt in das Areal Bewegung. Es ist schon seltsam wie ultralangsam sich die Premiumlagen am Kreuzberger Spreeufer entwickeln. Vermutlich tritt hier der Bezirk seit Jahrzehnten auf die Bremse, zum Nachteil der Stadtentwicklung. Seltsam auch, wie niedrig hier gebaut wird. Als ob es keine Wohnungsnot in Berlin gäbe.

    Einmal editiert, zuletzt von Arty Deco (2. Juli 2026 um 11:07)

  • ^ Es handelt sich nicht um einen Architekturentwurf, sondern um einen städtebaulichen. Konkretere Visus wären also Augenwischerei. Der Bezirk tritt hier mal nicht auf die Bremse, sondern ist beteiligt. Was Du wüsstest, wenn Du kurz auf die Links geklickt hättest. Aber vielleichst willst Du Dir die Gelegenheit, Verachtung zu zeigen, nicht durch zu viele Infos verderben lassen?

    Ich finde den Plan übrigens ganz ausgezeichnet: Mehrere Blöcke im Gründerzeitformat (anscheinend mit wechselnden Fassaden), 1000 Wohnungen mit hohem Sozialanteil, Gewerbe, ein kleiner Hochpunkt, ein erhaltenes Industriedenkmal und ein Park direkt am Wasser. Und die Kubatur zur Brücke hin spiegelt den Rücksprung der Verdi-Zentrale, wodurch sich bei der Einfahrt nach Kreuzberg eine symmetrische Torsituation ergibt.

    Es gibt viele Projekte in Berlin, die wesentlich teurer sind, aber städtebaulich viel schwächer.

  • Ich find die Aufteilung auch gut, die Durchbüche hin zum Wasser sind wichtig, da es der letzte Block zum Ufer ist, die Torsituation interressant. Jetzt kommt es auf die Ausarbeitung im Detail und der Fassaden an.

  • … es wird viel von der zukünftigen Gestaltung der Baukörper abhängen. Sie sind hier im städtebaulichen Entwurf natürlich nur schematisch als Baumasse kalkuliert. Bei so großen Massen wäre es nicht schlecht im Detail filigraner zu werden. Auch mal die Höhe innerhalb eines Blocks variieren. Ich weiss, in Berlin völlig undenkbar sowas. Prinzipiell wäre hier ein Klinker/Docks/Loft Stil nicht schlecht vielleicht mit aussenliegenden Feuertreppen.

    sebiart war schneller, kann dann weg.

  • Die Baumassenanordnung gefällt mir ganz gut. Auch der kleine Park macht enorm Sinn, da auf Kreuzberger Seite so etwas bisher fehlt. Er liegt zwar nur in einer häufig verschatteten Nordseite, aber immerhin. Bei einem Sozialwohnungsanteil von 50% und der folgenden geringen Mieteinnahmen dürfte hier leider nur ein fades Design auf Spandauer Vorstadtniveau zu erwarten sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Arty Deco (2. Juli 2026 um 13:52)

  • Ich kann mich dem Kommentar von Architektenkind nur anschließen. Der Entwurf gefällt mir ausgesprochen gut. An vielen Stellen wird sensibel und sinnvoll auf die städtebaulichen Bedingungen reagiert. Wenn man sich anschaut, wie oft Wasserlagen mit aufgelockerten Siedlungsbauten ruiniert werden, bin ich regelrecht überrascht von der Urbanität des Planes. Mit dem Platz/Park wird sogar ein komplett neuer Stadt- und Identifikationsraum geschaffen.

    Variierende Höhen wären für mich fehl am Platz - Berlin ist geprägt von der einheitlichen Berliner Traufe und die wird hier fortgeführt. Natürlich müssen dann die Fassaden für Variation sorgen. Auch die Kritik an mangelnder Gebäudehöhe kann ich nicht nachvollziehen. Der Berliner Block ist eines der dichtesten urbanen Typologien und braucht keine Hochhäuser, um viele Menschen auf einem Fleck unterzubringen. Dann lieber nur einzelne, gezielte Hochpunkte (wie der im Plan vorgesehene), die wichtige städtebauliche Situationen als Fixpunkt markieren. Vielleicht hätte aber das ein oder andere Quergebäude nicht geschadet, um mehr Wohnraum zu schaffen.

    Auch schön, dass die Fußgängerbrücke offenbar nicht vom Tisch ist und im Zuge dieses Projekts entweder realisiert, oder wenigstens die Realisierung stärker legitimiert wird.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Auch schön, dass die Fußgängerbrücke offenbar nicht vom Tisch ist und im Zuge dieses Projekts entweder realisiert, oder wenigstens die Realisierung stärker legitimiert wird.

    Interessant ist, dass es sich nicht um einen Wiederaufbau der Brommybrücke handelt, der seit den 90ern angedacht und seit Mitte der 2000er als Fußgänger- & Fahrradsteg geplant war, sondern um eine ebensolche Brücke in Verlängerung der Audre-Lorde-Straße im Süden und der Straße der Pariser Kommune im Norden.

  • ^^das könnte auch einfach nur ein Vorschlag sein der so nie realisiert wird. Von der Brommybrücke gibt es noch die südliche Zufahrt und einen Pfeiler und sie lag genau in der Mitte von den anderen Brücken. Die gegenüberliegende Straßenfront in der Köpenicker existiert so auch nicht.

    Insgesamt orientiert sich der städtebauliche Entwurf an den früheren Gebäuden mit den Durchgängen zur Spree und passt so gut.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Welches Büro liefert denn heute noch solche handgekritzelten Visus ? Da kann man ja gar nichts an Bauqualität erkennen.

    Also auch bei den z.T. KI generierten, oftmals geschönten, hyperrealistischen Visualisierungen mit Heißluftballons und Vogelschwärmen kann man selten die Bauqualität erkennen. Und selbst wenn man glaubt, beispielsweise Klinker erkennen zu können, heißt das nicht, dass dann auch Klinker, Riemchen oder was auch immer kommt. Die Bauqualität lässt sich in der Regel aus der Baubeschreibung ablesen.

  • diese Handzeichnungen sind in diesem Planungsstadium einfach auch ehrlicher und sympathischer als irgendeine wirklichkeitssuggerierende Visualisierung. Weil es vermutlich noch keine darstellbare Vorstellung einer Fassade gibt. Das schließt Fantasie in Bezug auf die Zwischen-Räume nicht aus, im Gegenteil.

  • Das sind keine echten Handzeichnungen. Solche Zeichnungen werden mit CAD-Programmen am PC erstellt. Per Mausklick wird der Zeichenstil gewählt. Im Auswahlmenü setzt man das Häkchen bei "Pencil Sketch". Die Software erstellt die Zeichnung im Stile einer Handzeichnung, die niemand von Hand gezeichnet hat.

  • BV Schellackhöfe

    Siehe auch zuletzt hier

    Die Schellackhöfe sind ein z.T. denkmalgeschützter Gewerbehof der GSG Berlin mit 40.000 qm Gewerbeflächen in der Schlesischen Straße 26/27. Hier ist der Ist-Zustand beschrieben. Im Februar hat Graft-Architekten den Wettbewerb zur Ergänzung und Erweiterung des Ensembles an der Ecke Landwehrkanal gewonnen. (Tagesspiegel/Paywall)

    Ist-Zustand:

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    Copyright: GSG

    Zukünftiger Zustand:

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    Copyright: Graftlab

    Eintrag DAF-Karte