Mediaspree: Bauprojekte am Südufer (Kreuzberg/Mitte)

  • Ich bin ein Befürworter. Die Spree an der Stelle bietet nichts was sich in der Blickachse als „Weite“ definieren ließe. Im Blick stehen die Molekular Men, die neuen Hochhäuser an der Seite und an der Elsenbrücke ist dann spätestens schluss.


    Nein also das finde ich großartig - auch der kleine Hafen der da entsteht lässt eher Großstädtisches maritimes Flair entstehen und dieser Teils sehr wenig schön anzusehende Teil der Spree wird von der Uferseite aufgewertet.


    Eine weitere Attraktion am Wasser und wird sicherlich direkt neben dem Badeschiff sich großer Beliebtheit erfreuen.

  • Alle post-industriellen Metropolen der Welt versuchen ihre Ufer am Wasser wieder lebenswert zu machen. Nur Berlin hat es noch nicht einmal ansatzweise geschafft eine Flanier- und Café-Meile an der Spree aufzubauen.

    Daraus lässt sich ableiten, dass Berlin eben keine post-industrielle Metropole ist.



    NEU-Bilder aus Berlin:

    Charlottenstraße 53-54

  • Das Projekt Grenzhafen könnte städtebaulich und ideologisch kaum toxischer sein. Die Lage am bzw. auf dem Wasser mit Blick auf die Oberbaumbrücke und die Berliner Stadtsilhouette verlangt eher nach einem Premium Projekt. Ein abgeschlossener Museumsbau mit DDR Geschichte ohne Aufenthaltsqualität kann dem nicht gerecht werden. Der Abschnitt an der Spree dort sollte sich an der Freizeit- und Lebensqualität des Badeschiffs, des Molecule Man und der Hoppetosse orientieren.

  • Wie kommt man eigentlich darauf, dass es dort keine Aufenthaltqualität gäbe? Und was wäre denn ein Premiumprojekt, das nicht toxisch ist?

    Was soll eigentlich diese Großmannfantasien?

  • Ein abgeschlossener Museumsbau mit DDR Geschichte ohne Aufenthaltsqualität kann dem nicht gerecht werden. Der Abschnitt an der Spree dort sollte sich an der Freizeit- und Lebensqualität des Badeschiffs, des Molecule Man und der Hoppetosse orientieren.

    Dem kann ich mich anschließen. Wir reden also jetzt von der inhaltlichen Ausgestaltung und nicht von der Architektur. Dort ein DDR Museum zu platzieren finde ich ebenfalls "abwegig" - weil ich die Anzahl an DDR-Museen und Gedenkstätten jetzt langsam als "am Limit" empfinde.

  • ^Soweit ich es verstanden habe, wird es wieder ein Mauermuseum. Davon haben wir glaube bereits mindestens drei (Gedenkstätte Berliner Mauer, Mauermuseum, und The Wall Museum). Ich bin überrascht, dass das Denkmalamt dem zustimmt, nimmt es doch diesem langen merkwürdigen Steg seinen Charakter weg.

  • Einen neuen Hipstersteg, der die einmalige Breite der innerstädtische Spree total verbaut, braucht niemand. Das Museum gehört an das Ufer. Besser: 36 Jahre nach Mauerfall muss niemand mehr ein neues DDR-Museum bauen. Es sollte so bleiben, wie es ist.

  • Unabhängig von der Beurteilung des Baus werfe ich mal in den Raum, dass das Ding niemals nur 15 Millionen Euro kosten wird. Mein Tipp ist, dass es am Ende mindestens doppelt so viel kosten würde...

  • So wie ich es verstanden habe, handelt es sich um eine private Investition.

    Liege ich dabei richtig?

    Wie soll sich die Investition Refinanzieren?

    Ist der Steg bereits Privateigentum?

  • Ich kann dem Vorhaben einiges abgewinnen. Der Bereich um den Grenzsteg ist heute relativ toter Raum, gerade wenn man sich ihm von der Wasserseite aus nähert. Vom Ufer aus gesehen bietet praktisch nur das Badeschiff einen Wasserzugang. Schon vor rund 20 Jahren hatte der damalige Arena-Betreiber Falk Walter die ambitionierte Idee, dort eine Marina zu schaffen, leider ist damals die Insolvenz dazwischen gekommen. Ich würde sehr begrüßen, wenn dies einen Beitrag leisten würde, eine ähnliche Atmosphäre wie an der Insel der Jugend zu schaffen.

  • Der merkwürdige Steg ist die ehemalige Grenzanlage, die eingerichtet wurde, nach dem das Fahrgastschiff "Friedrich Wolf" 1962 gekapert wurde und 13 DDR-Bürger über den Landwehrkanal in den Westen geflüchtet sind. Passt also thematisch. Für die Gegend wäre das schon eine gewisse Aufwertung.

  • Mit den vielen Booten wird es wie eine Marina wirken. 40 % der Flussbreite werden beansprucht. In Berlin gibt es bereits einen Museumshafen: Der Historische Hafen am Märkischen Ufer / Fischerinsel.

  • Zum Projekt Grenzhafen:

    Ich halte die Revitalisierung des Stegs und die geplanten Pavillons für eine gute Idee. Allerdings würde ich anstelle eines Museums eine andere Nutzung favorisieren. Was spricht dagegen, den ausgebauten Steg als Flanier- und Partymeile zu nutzen? (ernstgemeinter Vorschlag)

    Immerhin wäre die Location auf dem Wasser etwas Besonderes. Das Ganze wäre dann eine Art Brighton Palace Peer in Miniaturformat.

  • ^

    dagegen spricht nichts (außer Denkmalschutzfragen).

    Das Museum ist ja nur ein Baustein des Projekts.

    Gastronomie und Veranstaltungen sind Teil des Konzepts,

    Achterbahnen wie in Brighton wird es aber sicher nicht geben.

  • … ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Es soll kein weiteres DDR Museum werden. Vielmehr soll unter Einbeziehung des historischen Stegs ein Ausstellungsort entwickelt werden, der >die historische Rolle der Spree als innerstädtische Verkehrsader und politische Grenze< erlebbar macht. So soll hier auch ein Hafen mit historischen Binnenschiffen, Platz für Gastronomie und Veranstaltungsflächen, geschaffen werden. Das hört sich ja schon ganz anders an als DDR Museum, no?

    Auch Baunetz informiert hierzu mit weiteren interessanten Visus:

    https://www.baunetz.de/meldung…cid-10048686&context=2239

    Einmal editiert, zuletzt von Camondo ()

  • Oho, da wird sich der Entwickler der drei (Wohn)Hochhäuser direkt an der privaten Sportboot-Marina (Agromex) aber freuen, dass er für sein jahrzehntelanges Hinauszögern des Projekts mit so einem Marketing-Schmucksteinchen belohnt wird. Hoffentlich wirkt sich das wenigstens auf die baldige Realisierung aus, aber es müffelt etwas anrüchig.

  • KÖPENICKER STRASSE 11-12


    zuletzt hier


    Hier gab es die zweite Änderung bei den Visualisierungen.

    Wahrscheinlich ist das aber jetzt der endgültige Entwurf, denn Baubeginn ist 2026.

    Die Fertigstellung ist für 2029 geplant.


    Direkt an der Spree entstehen 190 Mietwohnungen für ca. 79 Mio. Euro.

    Der Entwurf stammt von Tchoban Voss Architekten.


    Blick von der Köpenicker Straße:


    qca5f88x.webp

    © ALT/SHIFT.-VISUAL CREATIVES | Trei Real Estate GmbH


    Blick aus einer Wohnung zur Spree:


    67jyil6a.webp

    © ALT/SHIFT.-VISUAL CREATIVES | Trei Real Estate GmbH


    Blick von der Spree:


    n5ptvil4.webp

    © ALT/SHIFT.-VISUAL CREATIVES | Trei Real Estate GmbH


    Quelle:

    https://www.treirealestate.com…erlin-koepenicker-strasse

    Einmal editiert, zuletzt von Merlin ()

  • Eine versteckte, aber wichtige Nachricht für das südliche Spreeufer:


    Der Website zum Sanierungsgebiet Luisenstadt zufolge gilt der Galvanikbetrieb in der Köpenicker Straße nicht mehr als Seveso-Störfallbetrieb, und der Bannkreis um den Betrieb, in dem kein Wohnugsbau erlaubt ist, soll aufgehoben werden


    https://www.luise-nord.de/seveso-bannkreis-wird-aufgehoben/


    Damit wäre nicht nur auf dem Behala-Ufergründstück am Engeldamm Wohnungsbau möglich, auch mit der Bauruine an der Kreuzung und den Baulücken in der Nähe könnte etwas passieren. Damit wäre die Blockade dieser ganzen Ecke endlich überwunden