Fischerinsel / Petriplatz / Breite Straße

  • Vielen Dank Klarenbach für diese interessanten und erklärenden Perspektiven. Ich kann das Versprechen von Modernität und Fortschritt, dass diese Hochhäuser darstellen, gut nachvollziehen.
    Der Makel der dieser Art von Architektur innewohnt ist freilich, dass sie nur aus der Ferne oder aus der Bewegung heraus wirkt, man möchte dort nicht verweilen. Zusätzlich trennt die Breite Straße die Fischerinsel vom Rest der Spreeinsel ab, wodurch ein sehr privater Raum geschaffen wird.
    Das mag für eine solche Wohnsiedlung ja genau das Ziel gewesen sein, mir fehlt aber die Lebendigkeit der Stadt.

    Der Novotel Block ist freilich ein Fremdkörper und wird dazu noch überaus billig. Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass eine Behutsame Nachverdichtung durch Blockrandbebauung das lokale Straßenbild ansehnlicher (sprich: weniger öde) machen kann, nunmehr ist die Perspektive eh dahin. Ich finde die Fischerinsel sollte sich viel mehr an die Luisenstadt anschließen, nach Norden hin stellt die Breite Straße eine zu große Barriere dar.

  • Das "Versprechen von Modernität und Fortschritt" liess sich offenbar aber nicht einlösen, vom real-existierenden Sozialismus. Ich fürchte auch, dass diese Botschaft heute noch bei kaum jemandem ankommt.
    Die von DickesB als irritierend empfundenen Adjetive sind in der Tat etwas an der Realsatire und zeigen in welchem weltfremdem Film manch einer spielt. Gut, dass das UNESCO-Kommitee da wieder etwas Realismus hineingebracht hat.

  • Man könnte Klarenbachs Wertungen leichter nachvollziehen, wenn die Hochhäuser auf der Fischerinsel Inkunabeln des modernen Hochhausbaus darstellten. Leider sind sie aber nur Dutzendware.

    Grundsätzlich aber gilt: das Stadterleben wird nicht durch den freien Blick auf Hochhäuser konstituiert, sondern durch das Erfahren verdichteter Stadträume - ich betone: durch den gefangenen Blick auf städtische Raumkonturen und nicht den offenen Blick auf Baukörper. Letzteres war ein Missverständnis des modernen Städtebaus und hat noch nirgends auf der Welt funktioniert; allerorten macht die Abstimmung mit den Füßen deutlich, dass die als Raumgefüge konzipierte Stadt gesucht wird und nicht das Klötzchen-Ensemble. Insofern ist der vielgescholtene Nalbach-Bau ein Schritt in die richtige Richtung.

  • Auch mir gelingt es so wenig, das Eindrucksvolle dieser Architektur gewordenen Diskrepanz zwischen hybrider Planungsherrlichkeit und trister Realität nachzuempfinden, dass ich die durch Abschirmung des Blicks von diesen trostlosen Klötzen deutlich erhöhte Aufenthaltsqualität im Lustgarten als einen der größten Kollateralnutzen des Schlossneubaus halte.

  • Da schließe ich mich meinen Vorrednern an. Ich kann mit der "Ästhetik" dieser hässlichen Platten nicht das geringste anfangen. Sie stehen halt irgendwie herum und könnten genauso gut etwas anders stehen, ohne dass sich ihre Wirkung dadurch merklich verbessern oder verschlechtern würde. Ich freue mich daher über jedes halbwegs ansehnliche Gebäude, das mich von dem Blick auf diese Klötze erlöst. Städtebaulich sind sie in der Innenstadt eine Kathastrophe, sie schaffen einen toten, antiurbanen Raum und sind nichts weiter als eine Notlösung zur Bereitstellung von Wohnraum, der mittelfristig durch hochwertigen und zeitgemäßen Städtebau ersetzt werden muss.

  • Danke für die Bilder erstmal, aber ich möchte an der Stelle auch zu einigen Punkte bezug nehmen.

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    Nun zur konkreten Situation auf der Fischerinsel. Besonders eindrucksvoll ist die Annäherung von Osten. Man sieht, dass das Hochhaus so dimensioniert ist, dass es vollständig erfasst werden kann und dass es als harmonischer Teil der Stadtlandschaft wirkt.

    Was für eine euphemistische Beschreibung..., harmonischer Teil der Stadtlandschaft, welche man vollkommen zerstört und missachtet hat. Meiner Meinung nach sind diese Plattenbauten mitten in das ehemalige historische Zentrum der Stadt gestellt worden wie Raumschiffe aus einer anderen Welt. Die Hochhäuser erdrücken alle historische Bauten und verhalten sich vollkommen respektlos gegenüber diesen meiner Meinung nach.

    Aus einer einst urbanen Stadtlandschaft wurde eine überdimensionierte Asphaltwüste durch die STadt verlegt.

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    Man sieht auch gut, dass der Riegel am Spittelmarkt ungemein störend ist, weil er die freie Sicht auf die Fischerinsel behindert.

    Er fasst immerhin etwas den Stadtraum wieder ein. Die Gegend zeigt doch genauso wie die Gegend um die Karl-Marx-Allee, wie trist und leblos sie ist. Ich war gestern erst wieder am Wasserturm im Prenzlauer Berg Fußball gucken und bin durch die Altbauquartiere geschlendert. Dieses lebhafte, urbane Leben mit den Cafés und kleinen Geschäften lieben die Leute. In den DDR Plattenbauquartieren fühle ich mich dagegen immer wie in den Plattenbausiedlungen um Neubrandenburg.

    Daher kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.

  • Ich kann mit der heutigen Fischerinsel und auch mit den Hochhäusern gut leben. Sie sind weder eine Augenweide, noch eine Katastrophe. Auf jeden Fall bieten sie guten Wohnraum mit viel Licht und Aussicht in einer grünen Oase in der Stadt. (Dass das Grün etwas Pflege vertragen könnte, hatten wie bereits festgestellt.)

    Es ist sinnlos, ständig die Vergangenheit heranzuziehen. Die alte Bebauung ist nun einmal verschwunden. Wenn man nun die Fischerinsel weiter verdichtet, besteht eher die Gefahr, dass weiterer Murks wie der (hier ja auch von den meisten kritistieren) Novotel Block entsteht, den auch ich zu einem der übelsten BV der Nachwende-Ära zähle.

    Ich sehe bei der Fischerinsel aktuell keinen Handlungsbedarf, dringenden schon gar nicht. Lediglich die Aufwertung der Grünflächen ist wünschenswert. Daher ist das schöne Baumhaus (#492) ein guter Schritt.

  • Die vorgetragene Argumentation in #498 für die Fischerinsel ist natürlich wieder überladen mit Positiva und versucht aus dem Viertel mehr zu machen als es ist.

    ABER die Gegend ist tatsächlich nicht die schlechteste. Was mich am meisten stört sind nicht die Hochhäuser sondern viel mehr die schlechte Abgrenzung (nicht definiert sondern ausfransend) des Viertels zur Gertraudenstraße. Hier stört der Novotel-Block mE nur, weil er als Blockrandbebauung zur Straße hin auf dieser Seite allein steht. Ich finde man sollte ihm daher links und rechts noch Gebäude spendieren.

    Ansonsten braucht die Fischerinsel unbedingt mal eine Straßen- und Gehwegsanierung. Schade sind auch die vielen versiegelten Flächen und Parkplätze. Vielleicht wäre hier eine Parkpalette eine Lösung wenn man dafür im Gegenzug im Ostteil des Viertels eine "richtige" Grünfläche schafft.

  • Nun ein paar Bemerkungen zu den Gebäuden: Beim Bau der Fischerinsel kamen zwei Hochhaustypen zum Einsatz: Der Typ "Fischerinsel", der in einigen Unterlagen auch als "Twinhaus" bezeichnet wird, umfasst jeweils 240 Wohnungen und wurde von Hans-Peter Schmiedel und Manfred Zumpe entworfen. Besondere Highlights waren die Clubräume im Erdgeschoss und die Dachterrassen, die von allen Hausbewohnern genutzt werden konnten. Der Typ WHH GT 28/21 umfasst 396 Wohnungen und wurde von Egon Kreißl entworfen. Die Hochhäuser gehen auf Bemühungen um möglichst charakteristische Hochhausgestaltungen zurück. Ziel war die Entwicklung eines Baukastensystems auf Plattenbaubasis, mit dessen Hilfe die unterschiedlichsten Hochhausvarianten möglich sein sollten. Konkrete Ergebnisse waren neben den Hochhäusern auf der Fischerinsel das Hochhaus am Platz der Vereinten Nationen, die "Windmühle" an der Rochstraße, die WHH GT 18 an der Holzmarktstraße und die WHH GT 18/21 an der Straße der Pariser Kommune. Diese Bemühungen wurden aber ab 1971 aus ökonomischen Gründen abgebrochen, nur die Typen WHH GT 18 und WHH GT 18/21 wurden weitergeführt.

    Hier sieht man zwei Hochhäuser vom Typ "Fischerinsel". Man erkennt gut, dass die Vor- und Rücksprünge den Gebäuden eine starke Plastizität verleihen.

    Der Eingang befindet sich noch weitgehend im originalen Zustand:

    Das ist der Eingangsbereich, der früher allerdings deutlich großzügiger und eleganter gestaltet war.

    Das ist ein Hausflur:

    Hier ist das Doppelhochhaus des Typs WHH GT 18/21:

    Die Schwimmhalle der Bauart "Volksschwimmhalle Typ C" wurde 1977-1979 nach Entwürfen von Karl-Ernst Swora und Gunter Derdau errichtet. Zwischen 2008 und 2009 erfolgte eine Sanierung nach Entwürfen des Büros a-va Veauthier Meyer Architekten. Die Architekten haben sich große Mühe gegeben, charakteristische Details, wie das VT - Faltendach, zu erhalten.

    Sehenswert sind auch die Wandmosaike in der Halle:

    Alle Fotos: Klarenbach

  • Ich bin zwar kein Freund der Fischerinsel und finde dass das Konzept einer Blockrandbebauung das Gebiet aufwertet, aber besonders die Hochhäuser vom Typ "Fischerinsel" sehen auch heute noch sehr modern aus.
    Wann wurden die das letzte mal renoviert?

  • Architekturbeschreibungen wie die von Klarenbach kommen mir vor wie orwell'scher Newspeak. Man erkläre mir, was an grauer Farbe, weisser Farbe oder horizontalen Fensterbändern besonders charakteristisch ist.
    Die DDR war schon zu diesen Zeiten so klamm, dass es nur zu einem sehr abgespeckten "internationalen Stil" gereicht hat - zu Lasten des Individuellen. Das ist zumindest mein Eindruck.
    Aber genau wie bei Orwell das Propaganda-Ministerium Wahrheitsministerium hiess, heisst eben in der sozialistischen Architektur Banalität Charakteristik.

  • Danke wieder Klarenbach fuer deine Reportage, you are the real MVP.

    Oranien, hier es gehts um persoenlich Empfindung der Schoenheit. Ich bin selbst eine groesse fan der Hochhaeuser der Fischerinsel...es ist wie in eine Frau die vielleicht nicht die schoenste ist sich zu verlieben, aber mit wem findest du eine besonders Beziehung ausserhalb der Schoenheit, genau so ist bei mir und vielleicht auch Klarenbach :)

    Pischnovski, die wuerden voll Sanierter in der mitte del 90' Jahren:

    https://www.flickr.com/photos/27968586@N02/2712835413

  • Jaja, die guten, alten "inneren Werte". Nur hat man von denen nur etwas, wenn man Bewohner dieser Häuser ist. Für den Außenstehenden - das trifft wohl auf die meisten Betrachter zu - sind diese Werte nicht sicht- geschweige denn erlebbar.

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    Hier sieht man zwei Hochhäuser vom Typ "Fischerinsel". Man erkennt gut, dass die Vor- und Rücksprünge den Gebäuden eine starke Plastizität verleihen.

    lol, ja wahrlich faszinierend diese 'Plastizität' :lach:.
    Die Hütten auf der Fischerinsel sind nahezu exakt die gleichen, wie überall in der ehemaligen DDR, Standard WHH, ohne jede Besonderheit.
    Ist ja auch nicht schlimm - an diesem Standort allerdings vollkommen unerträglich.

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    ... Die Hütten auf der Fischerinsel sind nahezu exakt die gleichen, wie überall ...

    Das gilt genauso viel oder wenig für 90 % aller (im Westen und jetzt in ganz D.) gebauten Büro- und Wohnhäuser. Sebst ein Großteil der "schönen" Stuck-Altbauten sind alles anderes als Unikate.

    Diese DDR-Gebäude polarisieren halt. Für manche sind sie aus Prinzip schon hässlich, andere überhöhen sie meinetwegen. Vielleicht sollte man die Hochhäuser auf der Fischerinsel, genau wie viele anderen Plattenbauten, mit etwas mehr Gleichmut sehen. Wir ich schon schrieb: Sie sind weder eine Augenweide, noch eine Katastrophe.

    Wenn ich mir die (bestenfalls) Durschschnittsware anschaue, die im näheren Umkreis der Fischeinsel seit der Wende errichtet wurde, kommen diese Hochhäuser gar nicht mal so schlecht weg.

  • Zunächst zu Pischinovski: Nach meinen Informationen erfolgte die Sanierung der Hochhäuser von 2000 bis 2001. Zum Planungsbüro habe ich nichts gefunden, ich finde die Sanierung aber insgesamt gelungen.

    Dann möchte ich weitere Besonderheiten anhand eines Rundganges über die Insel vorstellen. Bemerkenswert ist, dass es hier trotz der hohen Bebauungsdichte zahlreiche Grünflächen gibt, die oft geradezu urwüchsig wirken. Ich finde es fantastisch, dass es mitten in Berlin solche Bereiche gibt. Allerdings ist der Pflegezustand oft wirklich verbesserungsfähig, da würde ich Backstein Recht geben.

    Ich beginne am Mühlendamm und gehe zunächst in Richtung Osten:

    Jetzt geht es an der Spree entlang:

    Auf einer Wiese stehen Liegen, die auch gern genutzt werden. Ich habe mit Rücksicht auf die Privatsphäre aber keine Nutzer fotografiert.

    Auch an der Inselspitze laden Liegewiesen ein:

    Der Spielplatz wird ebenfalls genutzt, aber auch hier wollte ich die Privatsphäre der Nutzer respektieren:

    Weiter geht es am Spreekanal:

    Am Hochhaus Fischerinsel 4 / 5 fand eine alte Spolie Verwendung:

    Unweit des Spittelmarktes steht diese Plastik:

    Jetzt geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt:

    Insgesamt finde ich die Fischerinsel keineswegs trostlos, sondern ich finde sie aufgrund ihrer üppigen Vegetation sogar sehr attraktiv. Ich finde daher Spaziergänge auf der Fischerinsel sehr erholsam.

    Auch Geschäfte vermisse ich keineswegs. Ich finde es gut, dass nicht jede Ecke der Berliner Innenstadt eine Shopping-Zone ist. Auch der von Siegrief angestellte Vergleich mit dem Gebiet um den Wasserturm fällt für mich nicht so negativ für die Fischerinsel aus. Zwar zählt das Gebiet um den Wasserturm aufgrund der großzügigen Grünflächen für mich zu den attraktivsten Orten im Prenzlauer Berg, aber die dortigen Geschäfte habe ich nie als besonders attraktiv empfunden, ich habe dort auch noch nie etwas gekauft.

    Was die Gastronomie auf der Fischerinsel betrifft, so könnte ich mir schon Verbesserungsmöglichkeiten vorstellen. Denkbar wäre der Bau einer Pavillongaststätte an der Inselspitze, ähnlich wie im Volkspark am Weinberg (das "Nola") oder im Volkspark Friedrichshain, mit Blick auf das Wasser und einem Kaffeegarten. Bei gutem Angebot würde ich solch ein Cafe´ sicher gern nutzen. Das muss natürlich alles in Absprache mit den betroffenen Bürgern geplant werden, aber vorstellen könnte ich mir solch eine Ergänzung schon.

    Alle Fotos: Klarenbach

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    Bemerkenswert ist, dass es hier trotz der hohen Bebauungsdichte zahlreiche ...

    *brüllendlautlach* Hohe Bebauungsdichte? Die sozialistische Bebauung der Fischerinsel hat keine Geschossflächenzahl über 1,5. Das ist ein Paradebeispiel der aufgelockerten, autogerechten Stadt mit quadratkilometergroßen Bodenversiegelungen für PKW-Parkplätze und einem verschwenderischem Umgang mit Boden.

    Die romantischen Uferwege stehen ja in keiner Bebauungsvariante zur Disposition, auch bei einer Blockrandbebauung mit historischen Parzellen.

  • Ich respektiere es, dass Klarenbach und andere eine Lanze für die Hochhäuser der Fischerinsel brechen. So tun das andere bei Gründerzeitbauten, der nächste bei 1950er-Bauten usw. Solange die Argumente nicht allzu an den Haaren herbeigezogen und ideologisch sind, haben sie ihre Berechtigung. Ich bitte die Fans der jetzigen Fischerinsel dennoch zu bedenken, vor welchem historischen Hintergrund hier gebaut wurde: Die Hochhäuser sind nicht wegen ihrer Ästhetik oder Einmaligkeit hier entstanden, sondern aus ideologischem Hass auf die Vorkriegsstruktur. Ich wage das zu behaupten, da hier extra bewohnbarer Raum vernichtet wurde, keineswegs war hier nach dem Krieg alles platt. Die Neubebauung folgt der sozialistischen Wohndoktrin, nur ja keine Individualität zuzulassen und folgt dem Zeitgeist des Abstandgrün. Natürlich kann man das als historisches Zeugnis sehen und den Erhalt fordern. Dennoch wiegen m.E. städtebauliche Gründe höher, daher finde ich diesen Bauplatz in der mittelalterlichen Wiege der Stadt unpassend. Wie schon geschrieben wurde, als Anschauungsbeispiele gibt's im Rest der Ex-DDR genug. Mich erinnert die Grünflächenödnis auf der Fischerinsel an Küstrin, falls da schon jemand war. Dort wuchert grün, wo bis Kriegsende eine dichte Stadt war. Ein trauriger, wehmütig machender Ort in meiner Empfindung... Die Fischerinsel ist ein extrem sensibler Ort, wo hochwertige Architektur m.E. wichtiger ist als anderswo in der Stadt, deshalb ist etwa das Novotel ganz sicher auch nicht das Gelbe vom Ei. Würde man die Hochhäuser hochwertig im Blockrand umbauen, könnte man einerseits dem Ort gerechte Urbanität zurückbringen ohne andererseits die von Fans gelobte Fernwirkung der Platten zu zerstören. Dabei kann man ebenso Grünflächen erhalten - nur eben besser fassen. Auch Kompromiss genannt :)
    PS: Mit der Vernichtung von Müthers Ahornblatt ist ohnehin die einzige wirkliche Perle verlorengegangen, deren Erhalt uneingeschränkt begründbar gewesen wäre.

    2 Mal editiert, zuletzt von Baukunst (19. Juni 2014 um 00:42)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das ist ein Paradebeispiel der aufgelockerten, autogerechten Stadt mit quadratkilometergroßen Bodenversiegelungen für PKW-Parkplätze und einem verschwenderischem Umgang mit Boden.

    Die autogerechten, aber nicht menschengerechten Straßen sind dort ein gewaltiges Problem - den Fotos Klarenbachs kann ich gerne mein eigenes hinzufügen:



    In der Mitte sieht man sogar etwas altes zwischen den Bäumen, was ich nicht näher betrachten konnte, weil meine Frau die unwirtliche Stadtautobahn asap hinter sich lassen wollte. Ich glaube nicht, dass irgend jemand der Anwohner diese Straße ohne Aufenthaltsqualität als lebenswürdig ansehen könnte.