Beiträge von Ben

    Ich dachte bei der Einfahrt auch erst, ich seh nicht recht. Was für eine Verschwendung! Andererseits hat man so die Symmetrie erhalten können, statt ein "Loch" am Rand zu erzeugen und auch bei Altbauten sind der "Eyecatcher" nicht unbedingt der Hauseingang zum Treppenhaus, sondern die Tordurchfahrt, von der dann das Treppenhaus abgeht. Nur das Tor an sich ist nicht schön.


    Ich glaube, die weiße Fassade aufm Dach gefällt mir nicht. Hätte man auch in Klinkeroptik machen können. Aber bin mir nicht sicher...

    Oha, als ich da noch nebenan zur Schule bin, mussten Fußgänger noch nicht vor herabfallendem Putz geschützt werden, wie auch GoogleMaps. Der unsanierte Zustand wurde aber glaube ich so belassen, um wieder mal Kontraste und "Spuren der Zeit" u.ä. zu verdeutlichen, oder? Na schön, dass man - falls dem so ist - langsam mal umdenkt und vor allem das Haus erhalten will.

    ^^ Das sind 2 Sätze. Der erste bezieht auf die automatische Assoziation von Kleinteiligkeit mit Mittelalter, während Camondo dann doch wieder sagt, dass die kleinteiligen, aber gewiss nicht mittelaterlichen Townhouses OK wären. Im zweiten sage ich nicht, dass die Townhouses aufm FW 4-6 Achsen bereit wären, sondern dass mir 4-6 Achsen genügen, um als kleinteilig zu gelten.

    Wieso ist Kleinteiligkeit gleich wieder Reko und Mittelalter? Wie du schon sagst, Townouses, wie z.B. am Friedrichswerder, sind kleinteilig, aber von der Gestaltung ja wohl kaum Mittelalterlich. 4-6 Fensterachsen pro abgegrenzte Hausfassade (je nach Länge er Straßenfront) reichen doch schon aus, um Kleintiligkeit zu erreichen. Alterntive wäre sonst wieder, wie bei anderen Neubauten größeren Maßstabs, eine einfallslose Fassagengestaltung den ganzen Block einnimmt, s. Fischerinsel.

    Insgesamt scheint es mir ein win-win-win-win-win-Szenario:

    - Die Berliner bekommen unerwartet zeitnah eine super zentrale und ausreichend moderne sowie attraktive ZLB.

    Fragt sich, wie viele Berliner das kümmert. Den meisten reicht die Bezirksbibliothek. Glaube, von den GL hatten mehr Leute (vor allem auch Nicht-Berliner) was.

    Vor allem dem letzten Punkt stimme ich zu. Früher ging ich jede Woche ins Cinestar. Davor ging man noch was essen, danach manchmal was trinken. Nun tuts für uns auch der Titania-Palast. Und was soll man sonst dort? Die Arkaden hatten einst einen Reiz, weil es das erste "Mall" Berlins war. In den letzten ca. 15 Jahren sind weitere wie Pilze aus dem Boden geschossen. Also wozu sich noch den langen Weg machen, wenn die ganzen Subzentren (Schlosstr., Wilmersdorfer, Spandau, Kutschi...) viel mehr zu bieten haben?


    Kurzum: Ein drittes Zentrum für die Berliner zwischen Alex im Osten und Kudamm im Westen konnte sich hier eben nicht (dauerhaft) etablieren.


    Der größte Fehler war meiner Meinung nach das Tilla-Durieux-Gebirge. Man hätte die Arkaden in einer krit. Reko des Bahnhofs auf dessen alter Fläche unterbringen sollen. Also direkt am Platz, statt wie jetzt in einer Seitenstraße. So hätten sie mehr Präsenz gehabt und sich ggü. der MoB bestimmt auch besser bahaupten können. Bei der Platzfassade hätte man sich am Bahnhof orientieren können. Finde ja den Lückenschluss des Naturkundemuseums aus gegossenem Beton (?) ganz interessant. Hätte man auch dort anwenden können. Aber gut, der Zug ist wohl abgefahren (höhö)...


    Durch den tollen Park am Gleisdreieck, ist der TDP nun noch redundanter, als die letzten 25 Jahre schon. Der heutigen Gestalt könnte man sich doch leicht entledigen, indem man einen richtigen (ebenerdigen) Park draus macht, also mit Bäumen, Sitzgelegenheiten, vielleicht etwas Kunst und Wasser.


    Der (rote) Kollhoff-Turm hat mit seiner "proamerikanischen" Gestaltung vielleicht etwas leicht groteskes, aber machen immer noch mehr her, als so manch anderes Hochhaus und sind das kleinste Problem am Ganzen. Außerdem gibts ja noch den Bahn-Turm.


    So viel dazu...

    Austauschbar war dieser Stil im Grunde auch: Wer den Berliner Dom nicht kennt, könnte auch die Bilder des zentralen Lesesaals dafür halten, die Stilelemente ähneln sich schon sehr.

    Den Vergleich kann man sicher auch auf den neuen Lesensaal und ne moderne Kirche anwenden. Die Philologische Bibliothek der FU zeigt, dass es ja auch anders geht. Lesesäle und Kirchen sind eben Orte, wo viele Leute hinkommen, um sitzend dasselbe tun. Da bietet sich so ein offener zentraler Raum eben an. Überichtlichlich, kurze Wege usw.


    Gebäude, die zur selben Zeit entstanden, ähneln sich eben. Das nennt sich Stil oder Zeitgeschmack. Das gilt für die echte Renaissance und Barock, für Fachwerk und Bauhaus. Natürlich auch für heutige Architektur. Das kann man also keinem Gebäude zum Vorwurf machen.


    Im Gegensatz zum Dom oder dem Bodemuseum, ist hier in den letzten Jahren nichts in irgendeiner Weise markantes "zeitgenössisches" entstanden. Nichts, was hier entsteht oder entstehen soll, hat einen Wiedererkennungs- und in wenigen fällen einen ästhetischen Wert.

    Weil da einfach gefühlt immer ne Bühne, Aufsteller, Euro-Paletten, Gastro-Außenbereich, Spielplatz o.ä. steht, s. vorherige Beiträge oder im APH. Ich war zwar schon ne Weile nicht dort, aber ich habe auch das Gefühl, den Hof noch nie als "Hof" gesehen zu haben, sondern immer eher als Event Space. Klar, kann man den ab und zu für Veranstaltung nutzen, aber man sollte ihn auch als Hof wahrnehmen können.


    Ein paar Palmen oder Oleander, wie im Lustgarten wären natürlich äußerst begrüßenswert. Man kann die Blumentöppe ausm Lusgarten ja auch dort weiterführen.

    Die Kirche wirkt wie ein barockes Hochhaus. So hoch und schlank. Gnaz anders, als heutige 🤭.


    Ich hatte nur irgendwie gehofft oder erwartet, dass auch hier dieses für Potsdam oder diesen Bereich fast typische Wechselspiel aus Rot- und Cremeton bzw. Sandstein zum Einsatz kommt. Schloss, Marstall, Kutschstall, Hiller-Bandtsches Haus, Brockescheshaus...Viele der markantesten Bauten (und sicher auch normale Wohnhäuser) der Umgebung haben diese Farbgebung. Da ist dieser Uni-Look doch fast wieder etwas lahm.

    Zumal ja vor dem Umbau Bäume drin standen. Wäre vielleicht/sicher besser gewesen, als die "Faschingsdeko", wie Endell es passend nennt.


    28,90€ für nen "Berlin Burger", den sich sicher kein Berliner leisten will. Tsts...

    Der Nachkriegs_Vorgängerbau war zwar nicht schöner, aber hat sich wenigstens besser eingefügt. Die Loggien in der Ecke sind ja besonders...seltsam. Gibt es irgendwelche Vorschriften, die Balkone unattaktiv machen für Bauherren und stattdessen diese Schuhregalge gebaut werden?


    Und was ist denn mit der Fassade an der Laubacher? Ist das der Schatten oder ist die glatt und grau?

    Ich hatte mal bei der Kantschule angefragt, ob die vielleicht expandieren und die sagten auch, dass Lidl dort baut. Inzwischen wurde eine Rampe rauf zum Parkdeck(?) errichtet Die Ladenfläche wird also vermutlich verdoppelt, sodass der Parkplatz weichen musste. Ein Bauschild steht weiterhin nicht dort, sodass man nicht sagen kann, ob Wohnungen oben drauf kommen. Beim Adli an der Ecke Heesestraße hat man drauf verzichtet.

    Bin absolut für den Abriss der Brücke und zum Glück wurden die ursprünglichen Pläne hier und auch andernorts nicht umgesetzt. Ich finde aber auch, es wird wieder zu viel nachgedacht und ideologisiert, statt einfach pragmatisch zu handeln. Was für Voteile soll die dauerhafte Schließung des Tunnels bringen? Dadurch würde sämtlicher Verkehr auf die Mecklenburgische Straße verlagert, statt eben aufgeteilt. Man müsste, wenn man nach Steglitz will, durch die Wohnstraßen fahren. Fänd ich als Anwohner nicht so dolle. Und müsste man den Tunnel nicht auch bei einer Schließung sanieren? Der Großteil der Kosten gehen doch bestimmt für die Sicherung der Statik drauf und nicht für den Straßenbelag. Glaube dieser wurde erst kürzlich erneuert, oder? Und was dann? 500m "Kulturelle Begegnungsstätte"?


    Ich wäre für den Rückbau einiger Auf-/Abfahrten oder Tunnel (z.B. Lewishamstr. oder Bundesplatz). Diese aber bleiben. Die Schlange inkl. Tunnel ist aber mehr, als ne Autobahn, nämlich eine Kuriosität, durch die man überhaupt erst auf Wilmersdorf/Dahlem aufmerksam wird und bildet ein Ensemble mit dem Bierpinsel im Rahmen des ganzen Autobahn-Projekts. Ein unliebsames Kapitel der Nachkriegszeit, aber solche gibt es ja viele in der Stadt.


    Was für Aufenthalts- und Grünflächen gingen denn verloren? Da ists nur grün, wenn unter der Brücke Weihnachtsbäume verkauft werden. Die Anzahl an Fahrspuren könnte der hinteren Schildhornstraße entsprechend anpassen, also 2x2 nur eben mit noch einer "Spur" fürs Grüne. Der Verkehr dürfte sich doch eigentlich genauso verteilen, wie bisher, sodass das reichen sollte. Die 30er-Zone könnte man auch weiterführen. Die südliche Straßenseite ist bereits blockrandbebaut. Durch die Kurve ist der Bürgersteig Richtung Platz schon verhätnismäßig breit. Der nördliche Teil böte dann nach Rückbau der Fahrbahn viel Platz für benötigte Neubauten (in einer super Lage, statt am Stadtrand). In diesen Entwürfen sehe ich hingegen nichts dergleichen, nur ein paar grüne Kreise. Ja, dafür müsste etwas Wiese weichen, wie bei jedem Neubauprojekt aus dem Nichts. Aber ist ja nicht so, als befände man sich hier in einer Betonwüste.

    "Disneyland" etc. sind rückwärdtsgewandte Floskeln, mit denen man schon vor 20 Jahren um sich geworfen hat, als es noch um die Reko des Schlosses oder Patzschke-Neubauten (wie auch diesem Entwurf) ging. Inzwischen eigentlich nur noch selten zu hören, sodass die Verwendung schon einen stimmungsmachenden Beigeschmack hat.


    Obs allein die geschmackliche Entscheidung der Investoren oder eher eine finanzielle war oder an Vorgaben der Adimistration und Wettebwerben lag, sei mal dahingestellt. Bin so oder so gespannt, wenns fertig ist. Es ist ja nicht schlecht oder banal, wie das Ding auf der Fischerinsel.


    Schader finde ich, dass die Altbauten offenbar übergangen wurden, wie Dunkle_ich erwähnt. Hätte der Investor ja noch gleich mitkaufen können :D.

    Nen wirklichen Zweck hatten die Bullaugen finde ich auch nicht, so unter den "Wintergarten" gequetscht. Kam rüber wie "Hier ist noch Platz, was machen wir damit?", als dass es wirklich ein Teil des ganzen war. Wenn sie wenigstens die Fassade hoch entlang des Treppenhauses (falls das dort verläuft) verteil gewesen wären...Dann lieber das hohe Foyer. Mit dem Schwarz will man sicher auf edel machen, aber in der Ecke nicht wikrlich nötig.

    Den Gedanken von Endell finde ich gut und durchaus nachvollziehbar.


    Mir war irgendwie so, als wollte man mit dem neuen Konzept mehr auf Food Court und Markthalle machen, weil man was das einkaufen angeht eh nicht mehr MoB mithalten kann...Aber das hat sich dann wohl wieder geändert oder ich habe es falsch in Erinnerung...?


    Das UG war früher eigentlich immer recht belebt, was sicher auch an der Verbindung zur Bahn liegt. Wenn da mal alles offen ist und nicht mit grauen Folien zugeklebt, wird es sicher auch etwas ansprechender


    Um die Bäume ist es in der Tat schade. Was bringen diese "Leuchter"? Bewegen die sich? Muss ich wohl die Tage auch mal hin...

    Dachte beim ersten Bild erst, du seist an der Bernauer Straße. Find ich aber gut.


    Meine Oma hat auf dem ersten Bild gleich links gelebt. Da war das einfach nur unzugängliche Wiese. "Vorne" konnt man zwar rauf, von links und rechts war sie aber durch hohe Büsche abgeschirmt. Kann man bei Googlemaps ja immer noch sehen. Für Kinder gabs in der gesamten Anlage nur je Riegel nen Buddelkasten mit nem rostigen Reck, immerhin für 2 Größen (oder 3?). Laut meiner Mutter war auf der Fläche mal ein Minigolfplatz. Hätte ich ja auch gern mal gesehen :D. So, genug der Memoiren.