Beiträge von Ben

    An der Südseite ist die Rückkehr des Brunnens möglich, bleibt aber schwierig, da der Originalstandort nicht frei ist und selbst wenn, zu nah an der Straße liegt.


    Oder die Straße liegt zu nah am Originalstandort. Huhn oder Ei...Überall wird der Autoverkehr eingeschränkt. Wieso nicht hier? Es ist eh keine attraktive Autostrecke. Den Platz in ne Einbahnstraße in von West nach Ost (ab Auswertigem Amt) und die Breite Str. bleibt für beide Richtungen befahrbar, aber für den Süd-Nord-Verkehr zu ner Sackgasse machen. Oder so...Dann hätte könnte man sich ne Autospur sparen und hätte mehr Fläche für den Platz.

    Irgendwie hat es etwas von einer Kulisse. Ich meine damit nicht den Stil, sondern dass es wieder sowas schmales ist, das vor etwas anderes gestellt wird. Ohne jetzt irgendwie ne Diskussion über den Abriss der Platten starten zu wollen, fände ich es besser, wenn das Gebäude (oder mehrere) den ganzen Block geschlossen einnehmen würde, statt den Bestand nur zu verdecken. Selbst wenn dieser doch eines Tages mal verschwinden sollte, bliebe das Palais mit den Fenstern auf der Rückseite ein Solitär. So ist es auch mit den Neubauten am Spittelmarkt, die im Grunde nur die Grünfläche zwischen eben diesem in den Townouses verdeckt. Nichts halbes und nichts ganzes mal wieder. Naja, aber besser als Brache...

    Hätte man sie nicht vielleicht farblich etwas interessanter machen können? Oder irgendwelche großen Graffitis mit Monbijou-Motiven oder was weiß ich...So hat es was von gehobenem Hinterhof. Ist diese Straße ja im Grunde auch...Naja, wenigstens wurde eine große Lücke verkleinert. Den letzten Schritt schafft man nun auch noch - irgendwann.

    Das Bricks ist schon knorke. Vor allem der Eingang. Hätte nicht gedacht, dass es so abgerundet sein wird. Und auch der Übergang von der Fassade von links her. Die Rückseite finde ich hingegen nicht so dolle. Alles seht gedrungen und alt und neu passen farblich nicht zusammen.

    Sehr gut, dass da was passiert. Bin neulich weider dort Lang und dachte mir, wann denn mit dieser Brache endlich mal etwas passiert.


    Und welcher der beiden ersten Plätze wird es nun? Finde den ersten ersten Platz wieder zu unruhig und verwinkelt. Der andere ist mit diesen gedrehten Fassadenelementen interessanter.

    Eben, Georges. Mit Minibuchsbäumen eingefasste Wege, Symmetrie (naja, mehr oder weniger), konzentrische Achsen. Alles Merkmale eines franz. Gartens. Der Weg ist auch nicht mit den simplen roten Ziegeln gespflastert, sondern mit kleinen Natursteinblöcken, dem für Berlin typischen Bernburger Pflaster ähnlich. Macht zumindest oberflächlich einen hochwertigen Eindruck. Nur doof, dass das Tor nicht in der Achse liegt.


    Die geringe Fläche lässt eben nicht viele Möglichkeiten und allzu pflegeaufwendig sollte er vielleicht auch nicht sein. Außerdem sind wir hier in einem normalen Mehrfamilienhaus und nicht in Sanssouci oder der Villa eines Großindustriellen aus der Jahrundertwende. Gute Gärtnerfirmen sind auch schwer zu finden. Die Alternative wäre wohl eine leere, gepflasterte Fläche gewesen. Toll...


    Nenne uns doch mal deine Definition von einem Ziergarten, DerBe.

    Nicht schon wieder, dieselbe Diskussion. Ist ja immer mehr wie im "Stadtbild Deutschland"-Forum...Dort kommt dann bei jedem Bild, dass die alten Kuppeln des Doms ja schöner waren oder wie schlimm die Ostfassade des Schlosses ist. Immer wieder aufs neue alte Diskussionen vom Stapel reißen über Dinge, die nun eben so sind.


    Es gab schon immer Ziergärten und Nutzgärten. Nur weil man keine Zucchini ernten kann, isser nicht unbrauchbar. Der Brunnen ist billig, stimmt.

    @Elle
    Vielleicht liegt es auch nach Himmelsfarbe. Graues Blech, grauer Himmel...Aber auch, wenn er blau ist, nimmt es die Farbe leicht auf, finde ich. Je nachdem, ob ich zur Arbeit komme, Mittagspause mache oder Feierabend habe.


    @Twisted
    Es mag ja gewollt sein, aber gestalterisch ist es für mich dennoch keine große Leistung. Könnte auch ne Lagerhalle sein. Das Ding auf der anderen Straßenseite ist zwar Tumor im Stadtbild, aber wenigstens scheint man sich da etwas mehr Gedanken gemacht zu haben. Ebenso beim Cube, mit den schrägen Fenstern. Der hat auch ne andere Dimension und ist ein Solitär.


    Naja, nun stehts. Bringt nichts, drüber nachzudenken...

    Ich gehe dort jeden Mittag vorbei. Ich finde, das Blech verschmilzt (je nach Licht) mit dem Himmel. Zeigt wieder, dass man eigentlich keinen Architekten mit eigenen Ideen und Gestaltungswillen mehr braucht, wenn eh nur das Gegenüber oder der Himmel im Glas oder Blech gespiegelt wird, statt selber etwas zum Stadtbild beizusteuern.


    Und nein, ich bin kein AfD'ler. Geschmack ist keine politische Einstellung.

    Ach mensch, war doch nicht pampig gemeint. Danke für die Info jedenfalls. Jetzt müsste man noch ein Vorkriegsfoto finden. Aber das versuche ich mal selber.

    An sich ja nichts neues, außer dass die Patzscke-Website nach gefühlt 20 Jahren mal aktualisiert wurde.


    War der Vorgänger eigentlich noch ein Altbau? Etagenzahl und diese "Vorsprünge" (Erker ist wohl etwas übertrieben) sprächen ja dafür.

    Saxonia bezieht sich sicher auf die Innenräume, wenn er vom Sichtbeton redet.


    Ich fands von außen auch durchaus ansprechend. Nur etwas schade vielleicht, dass man im Hof kein Grün und auch keine Kunst findet. Er lädt aber trotzdem zum verweilen ein. Auch schade, dass man nicht auch ohne einen Kaffee trinken zu müssen am Wasser sitzen kann. Und zw. Neuem und Perga ist es doch etwas hinterhofig-düstern. Aber jut, das ergibt sich eben, wenns eng wird. Die Übergänge zw. den Kolonnaden bleiben das größte Definzit.


    Innen ist es - wie immer bei solchen Betonbauten und bei den meisten musealen Neubauten - eher dunkel und abweisend. Da hilft auch der Löwe nicht.

    Wenn man so sehr an futuristischen Bauten hängt, sollte man sich viel lieber um das ICC kümmern. Das gehört wirklich unter Denkmalschutz und ist als Westberliner Original nicht zu unterschätzen.


    Wieso ist das ICC ein Original und die Schlange nicht? Beide sind ja optisch im Großen und Ganzen nichts anderes. Die Lage an der bzw. um die Autobahn herum geben beiden noch das gewisse Etwas. Das muss ja nicht zwangsläufig etwas positives sein. Das ICC wirkt dadurch noch monumentaler, der Schlange gibt es etwas wohl einmaliges. In beiden Fällen würde der Wegfall der Autobahn die Wirkung beeinflussen. Was schlägst du denn als alternative Nutzung für die Bewohner vor, Gutmensch?


    Man muß aber auch die Zunahme des Radverkehrs und der E-Mobilität mit einkalkulieren. Den Radverkehr wird man jedenfalls nicht steigern, wenn man die Relikte des Auto-Zeitalters unter Denkmalschutz stellt.


    Auch E-Mobilität sorgt für eine hohe Frequentierung. Es geht Anwohnern in solchen Fällen sicher nicht nur um Abgase oder Lärm. Ich wüsste nicht, wieso man diesen nun auch nicht allzu großen Umweg eher mit dem Rad als mit dem Auto machen sollte. Das Rad kann man ja jetzt schon nutzen.


    Viele haben Verständnis dafür, dass Wohnraum geschaffen werden muss, aber der eigene Schrebergarten soll's lieber nicht sein...


    Mal wieder typisch Nimby eben...


    Auch muss man jeden Einzelfall betrachten. Schrebergärten platt zu machen aber den Supermarktflachbau mit großem Parkplatz an der nächsten Ecke zu belassen, führt auch nicht zum Ziel.


    Das Ziel ist mehr, idealerweise bezahlbarer Wohnraum, sei es auf der Fläche der Gärten oder des Supermarktes. Dieser ist durch seine Größe ein lokaler Hotspot der Versorgung. Ja, es wäre schade um die einst auch nur als provisorische Platzhalter entstandenen Gärten. Aber deren Lage wäre für Wohnraum ergiebiger, als die schmalen Fläche der Autobahn und die Nähe zum Rüdi attraktiver, als die Mecklenburgische. Ob es nun Luxuswohnungen oder welche "für alle" macht ja in dem Punkt keinen Unterschied.

    Den Tunnel ganz aufzugeben fände ich sinnlos. Auffahrt und Tunnel sind nun mal schon da und schaden dort dem Stadtbild nicht mehr. Die die Hochstraße würde ja auch auf dieser Höhe verschwinden und die Auffahrt beginnt ja erst "im Block".


    Was würde es bringen, die ganze Strecke aufzugeben? Der Verkehr würde sich dann eine Alternative durch die Schlangenbader und die Binger Str. (beides Wohnstraßen) zum Heidelberger Platz suchen. Ich glaube nicht, dass die wirklich gewünscht ist. Hinter der "Schlange" kommt dann Gewerbegebiet. Auch nicht gerade attraktiv für z.B. Wohnbebauung.


    Die Schlange wäre ohne die Autobahn auch nicht mehr dasselbe. Diese Kombination ist sicher mit der Grund, wieso das ganze unter Denkmalschutz steht. Sonst wärs ja nur ein riesiger Wohnkomplex.


    Die Schrebergärten wären eine sinnvollere Alternative als Standort für neue Wohnungen. Da gibts nicht nur ne U-, sondern auch ne S-Bahn. Sind zwar ne schöne Sache, aber wenn man mal von oben schaut, ist die Fläche schon krass. Muss ja nicht alles weg.