Beiträge von Klarenbach

    Ich habe heute wieder einmal das Umfeld des Humboldtforums besichtigt, und ich war begeistert, wie gut es geworden ist. Im Winter sah ja noch manches etwas kahl aus, aber jetzt zeigen sich die Qualitäten der Gestaltung. Mit der östlichen Lustgartenterrasse ist ein richtiger kleiner botanischer Garten entstanden, der mit der westlichen Lustgartenterrasse seine Fortsetzung finden wird. Sehr gelungen finde ich auch die Stühle unter dem Gleditschienhain, auf denen man sich sehr entspannt erholen kann. Und auch die Stühle am Wasser werden gut genutzt. Einzig der Autoverkehr auf der Karl-Liebknecht-Straße stört die entspannte Stimmung. Hier muss sich in der nächsten Legislaturperiode unbedingt etwas ändern.

    Hier gibt es ein paar Impressionen:

    Die östliche Lustgartenterrasse:






    Der Gleditschienhain:




    Das Spreeufer:




    Am westlichen Bereich wird noch gebaut:



    Alle Fotos: Klarenbach

    Wenn ich mir die Vorstellungen der SPD in Mitte anschaue, dann finde ich dort Forderungen nach einer radikalen Verknappung des öffentlichen Raums für Autos. Konkret wird gefordert:

    -Der Autoverkehr ist "radikal auf ein Minimum zu reduzieren."

    -Die Karl-Liebknecht-Straße erhält nur noch eine Mischspur für Bus, Taxis und Anliegerverkehr sowie eine Fahrradspur, für den MIV wird sie komplett gesperrt

    -Die Spandauer Straße wird autofrei

    -Die Straße Unter den Linden wird ebenfalls für den MIV gesperrt

    -Die Grunerstraße und Leipziger Straße erhalten nur noch eine Fahrspur pro Richtung für den MIV

    Schließlich heißt es: "Im Vergleich zu Städten wie Paris, Barcelona und Oslo bedarf es in Berlin noch einer strategischen Umsteuerung, die den Autoverkehr weitgehend verbannt."

    https://www.spd-berlin-mitte.d…ftsort_Berliner_Mitte.pdf


    Wenn man diese Vorstellungen nimmt und dann die Aussagen von Frau Giffey dagegenhält, dann sehe ich schon große Unterschiede. Sie erklärt ganz klar, dass sie eine Verknappung des öffentlichen Raumes für Autos kritisch sieht. Und ich bin der Meinung, dass sie damit den vielen Sozialdemokraten, die sich genau dafür einsetzen, einen Bärendienst erwiesen hat. Gerade in Wahlkampfzeiten sind solche Signale verheerend.

    Sehr unterschiedliche Signale zum Umgang mit dem Autoverkehr kommen aus der SPD: Auf der einen Seite macht sich Ephraim Gothe, der SPD-Baustadtrat von Mitte, für weniger Autotrassen in der Innenstadt stark. Viel Aufmerksamkeit hat sein Eintreten für eine schmalere Mühlendammbrücke gefunden. Auch die autofreie Friedrichstadt wurde von ihm mit vorangetrieben. Auf der anderen Seite lehnt SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey die Einschränkung des öffentlichen Raumes für Autos ab. Dies meldet zumindest der Tagesspiegel.

    https://www.tagesspiegel.de/be…hkeitsfremd/27427242.html

    Auf mich wirkt die SPD wie eine Wundertüte, bei der man nicht weiß, welche Positionen sich nach den Wahlen durchsetzen werden.

    Ich habe mit Frau Lüscher relativ viel im Rahmen der Partizipationsprozesse zur Berliner Mitte zu tun gehabt, und ich habe nur positive Erfahrungen gemacht. Ich habe sie als eine sehr faire und sachliche Frau erlebt, die mit viel Geduld versucht hat, die unterschiedlichen Interessen, die es in der Berliner Mitte nun mal gibt, unter einen Hut zu bringen. Dabei hat sie nie versucht, eigene Vorstellungen gegen alle Widerstände durchzuboxen, sondern sie hat eher moderiert und war auch immer offen für andere Meinungen. Ich habe nie erlebt, dass sie Andersdenkende abgewatscht hat, und selbst bei unsachlichen Beleidigungen hat sie ihre verbindliche Art nicht verloren. Und am Ende gab es oft einen Konsens, der von breiten Schichten getragen wurde, ich erinnere nur an die Bürgerleitlinien zur Berliner Mitte, die von allen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien beschlossen wurden. Dank ihrer Arbeit sind die Diskussionen über die Berliner Stadtentwicklung heute viel sachlicher und zivilisierter als noch vor vierzehn Jahren. Ich kann mich noch gut erinnern, was in der Vor-Lüscher-Ära so los war. Deshalb bin ich froh über die vierzehn Lüscher-Jahre, und ich habe großen Respekt vor ihrer Leistung. Ihr Nachfolger / ihre Nachfolgerin wird es schwer haben, in diese großen Fußstapfen zu treten.

    Ich bin ja sehr für kontroverse Debatten. Ich finde es aber völlig unakzeptabel, wenn demokratischen Gremien hier regelmäßig ein Vorgehen wie Walter Ulbricht oder gar die Taliban unterstellt wird.

    In der Berliner Mitte wurde jede Entscheidung durch das demokratisch gewählte Abgeordnetenhaus, den demokratisch gewählten Senat oder (im Fall des Freiheits- und Einheitsdenkmals) durch den demokratisch gewählten Bundestag getroffen. Die Bürgerleitlinien wurden am 9. Juni 2016 sogar von allen Fraktionen des Abgeordnetenhauses beschlossen. Wenn es hier zu Unregelmäßigkeiten gegeben hätte, hätten die Gerichte sehr schnell eingegriffen.

    Auch für Wettbewerbe der öffentlichen Hand gibt es klare Richtlinien. Wenn diese nicht beachtet werden, können sie ebenfalls gerichtlich angefochten werden.

    Ansonsten habe ich viele Veranstaltungen im Vorfeld der Bürgerleitlinien und des Wettbewerbs besucht, und kann daher sagen, dass viele Vorwürfe von Konstantin frei erfunden sind. Bei keiner dieser Veranstaltungen gab es eine Abstimmung, bei der sich eine "fast 90 prozentiger Mehrheit für weitere Rekonstruktionen in der Mitte" ausgesprochen hätten. Auch gab es keine "Plenarsitzung", bei der sich die Senatsvertreter geweigert hätten, zu diskutieren. Es gab nur zahlreiche Veranstaltungen, zu denen jeder kommen konnte und bei denen jeder seine Meinung sagen konnte. Und Benedikt Goebel konnte in der Stadtwerkstatt im April / Mai 2019 eine ganze Ausstellung mit zahlreichen Fotos aus der Zeit von vor 1945 gestalten.

    https://buergerforum-berlin.or…llung-unbekannte-mitte-3/

    Und selbstverständlich durfte er auch Vorträge halten. Hier wurde also nichts verboten.

    Ich hoffe sehr, dass wir zu einem Debattenstil kommen, der nicht mit Diffamierungen arbeitet.

    Der Bebauungsplan I-218 ist ja im Netz zu finden.

    https://fbinter.stadt-berlin.d…ndungen/0101218_I-218.pdf

    Und dort gibt es folgende Informationen:

    Der Bebauungsplan wurde am 30. November 2016 festgesetzt. Er wurde, wie schon geschrieben, am 12. Mai 2016 vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Am 30. November 2016 hat ihn der damals noch amtierende Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel förmlich festgesetzt. Der Plan ist also nicht über 20 Jahre alt, sondern nur über 4 Jahre alt.

    Dann findet man auf S. 80 Angaben zu den Verkehrsflächen. Der Mühlendamm und die Gertraudenstraße werden so dimensioniert, dass 2X3 Fahrspuren angeordnet werden können. Begründet wird diese Dimensionierung, dass diese angesichts der Verkehrsprognosen nötig wären.


    Ansonsten gibt es jetzt tatsächlich einen Kompromiss zur Mühlendammbrücke, wie man z.B. hier nachlesen kann.

    https://leute.tagesspiegel.de/…r-die-muehlendammbruecke/


    Allerdings hat dieser Kompromiss nicht nur Befürworter. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Oliver Friederici, warnt davor, die Mühlendammbrücke zu einem "Nadelöhr der Zukunft" zu machen.

    https://www.berliner-woche.de/…mmbruecke-startet_a299006

    Die Straßenführung rund um den Mühlendamm ist Teil der Bebauungspläne I-14 (Molkenmarkt) und I-218 (Breite Straße / Petriplatz). Die Mühlendammbrücke gehört zum Bebauungsplan I-218. Beide Bebauungspläne wurden am 12. Mai 2016 vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Der Bebauungsplan I-14 wurde mit den Stimmen von SPD und CDU gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und Piraten beschlossen, für den Bebauungsplan I-218 stimmten SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Piraten, dagegen stimmten die Linken.

    Im Zusammenhang mit den Abstimmungen gab es eine Debatte. Bei dieser haben sich sowohl Katrin Lompscher (damals stadtentwicklungspolitische Sprecherin Die Linke) als auch Antje Kapek (damals stadtentwicklungspolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grüne) für einen schmaleren Straßenzug ausgesprochen. Die Vertreter von SPD und CDU dagegen haben die geplante Straßenbreite verteidigt. Alles das kann in den Parlamentsprotokollen nachgelesen werden.

    https://www.parlament-berlin.d…otokoll/plen17-081-pp.pdf

    Diskussion ab S. 8345


    Sicher hätte die neue Koalition die Bebauungspläne noch einmal aufmachen können. Doch dann wären wieder Jahre ins Land gegangen, und es hätte mit Sicherheit Klagen über "rot-rot-grüne Verhinderungspolitik" gegeben.


    Die Behauptungen, dass SPD und CDU die Straßenbreite als "sozialistische Errungenschaft" verteidigt hätten, ist jedenfalls angesichts des tatsächlichen Planungsablaufes ziemlich absurd und der Ärger von Architektenkind völlig berechtigt. Es fördert die Diskussionskultur jedenfalls nicht, wenn immer wieder solche Falschbehauptungen verbreitet werden.

    Mittlerweile gibt es ja einen Kompromiss zur Mühlendammbrücke, auf den sich die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen und Umwelt, Verkehr, Klimaschutz sowie der Bezirk Mitte geeinigt haben. Daher sehe ich überhaupt keinen Grund für solche Konfrontationen.

    Ich habe mich mit dem erwähnten „Offenen Brief“ des Berliner Doms zum Flussbad beschäftigt, und ich finde ihn doch sehr fragwürdig. Merkwürdig ist schon, dass der Brief auf der Website des Berliner Doms überhaupt nicht erwähnt wird. Daher stellt sich mir die Frage, ob der Brief überhaupt von der gesamten Domgemeinde getragen wird oder ob er nicht eine unabgestimmte Aktion einzelner Gemeindemitglieder war.


    Den „Offenen Brief“ habe ich dann auf der Seite des Flussbads gefunden, zusammen mit einer Antwort des Flussbad e.V..

    https://www.flussbad-berlin.de…-466ad7b55ea9?version=1.0


    Die in dem „Offenen Brief“ vorgebrachten Argumente finde ich wenig überzeugend. Die Behauptung, dass das Flussbad die religiösen und kulturellen Aktivitäten des Doms stören würde, finde ich völlig abwegig, da der Dom durch das Flussbad überhaupt nicht tangiert wird. Dann wird behauptet, dass das Flussbad den historischen Gebäudebestand gefährden würde. Auch dieses Argument kann ich nicht nachvollziehen, da die Eingriffe für das Flussbad relativ gering sein werden. Das Staatsratsgebäude wird nicht gefährdet, wenn nebenan eine Treppe für das Flussbad entsteht. Das gleiche gilt für das Alte Museum.


    Das einzige Argument, das ich überhaupt für nachvollziehbar halte, sind Bedenken wegen der Wasserqualität der Spree. Doch hierzu erklärt die im FAZ-Artikel zitierte Brief-Initiatorin Petra Kahlfeldt, dass sie ja grundsätzlich für ein Flussbad ist, dass sie nur die konkrete Stelle ablehnt. Dieses Argument leuchtet mir aber nicht ein. Denn welcher Standort an der Spree sollte denn besser geeignet sein? Die andere Seite der Spreeinsel scheidet für mich aus, weil hier in normalen Zeiten ein Schiff nach dem anderen fährt und dass Baden deshalb ziemlich gefährlich wäre. Ebenso stark frequentiert ist der gesamte Bereich zwischen Mühlendammschleuse und Kongresshalle. Da erscheint mir der Spreekanal am besten geeignet zu sein.


    Insgesamt habe ich den Eindruck, dass hier einzelne Akteure den Dom benutzen, um letztendlich ganz private Vorstellungen von einer wünschenswerten Mitte durchzusetzen.

    Sehr gute Nachrichten gibt es zum Haus der Statistik: Der Bund hat aus dem Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" 3,27 Mio Euro für das Haus der Statistik bewilligt. Diese Förderung wird um 1,63 Mio Euro des Landes Berlin ergänzt. Konkret soll mit diesem Geld ein Pilotprojekt für eine vielfältige Nutzung der Erdgeschosszonen finanziert werde.

    Es sieht also ganz danach aus, dass selbst das CSU-geführte Ministerium für Inneres, Bau und Heimat vom Haus der Statistik begeistert ist.

    https://hausderstatistik.org/category/aktuell/


    Mod: OT dorthin verschoben.

    Ja, die Eingangstür sollte unbedingt erhalten bleiben. Hier sind zwei Fotos:

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    Ob einem das Haus nun gefällt oder nicht, ist natürlich Geschmackssache. Mir gefällt das Haus mit seinen vorkragenden Obergeschossen und den Fensterbändern recht gut. Es ist offenbar durch die klassische Moderne inspiriert. Derzeit ist es natürlich stark sanierungsbedürftig, und das geschlossene Erdgeschoss ist sicher ein Problem. Aber dies kann man ja durch die Sanierung und den Umbau ändern. Zudem wurde das Gebäude in einer Stahlbetonskelettbauweise mit einem Achsmaß von 6 Metern errichtet, man kann also die unterschiedlichsten Grundrisse realisieren. Und am wichtigsten ist ja ohnehin das Innenleben, das entscheidet darüber, ob Besucher das Haus frequentieren oder nicht. Ich denke also, man sollte erst einmal das Ergebnis abwarten, bevor man vorschnelle Urteile fällt.


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    Alle Fotos: Klarenbach

    ouyawei hat Recht. Das Gebäude hat Bestandsschutz und kann daher erhalten bleiben. Auch die Nutzung verstößt nicht gegen den Bebauungsplan, da dieser ein allgemeines Wohngebiet vorsieht, und da sind kulturelle Nutzungen durchaus zulässig. Ich habe eine Führung mit Mitarbeitern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitgemacht. Und da war die Auskunft so, dass der Eigentümer entscheiden kann, ob er das Haus erhalten will oder nicht.

    Schön, dass die Bauarbeiten am Atelierhaus Klosterstraße 44 nun begonnen haben. In diesem Haus gibt es ja viele kulturelle Einrichtungen, wie den Theaterdiscounter, die lange Zeit Angst vor einer Kündigung hatten. Doch im Dezember 2020 kam die Nachricht, dass das Haus erhalten bleibt und dass die Nutzer langfristige Mietverträge erhalten. Der Theaterdiscounter kann sogar in günstigere Räume im Erdgeschoss umziehen.

    https://td.berlin/aktuelle-lage


    Bereits am 13. Oktober 2020 hatte der Eigentümer einen Bauantrag gestellt. Geplant ist eine Sanierung und ein Umbau des Gebäudes. Dabei soll das Erdgeschoss, in dem ursprünglich die Technik des ehemaligen Fernmeldeamtes untergebracht war, für kulturelle Nutzungen geöffnet werden. Ich denke, dass hier ein sehr lebendiges Gebäude entstehen wird, das die Gegend sehr beleben wird.

    https://www.berlin.de/ba-mitte…aufsicht/oktober-2020.pdf

    Ich habe mir das Protokoll des Baukollegiums durchgelesen, und ich kann nicht verstehen, warum jetzt schon wieder reflexhaft auf das Baukollegium eingeprügelt wird.

    Der Investor hat das Projekt in einer sehr frühen Phase, in der Phase der Bauvoranfrage, vorgestellt, weil er Empfehlungen zu den städtebaulichen Rahmenbedingungen erhalten wollte. Die Empfehlungen des Baukollegiums lauteten:

    -sensible Einordnung des Neubaus in die historische Struktur

    -Orientierung des Gebäudeteils an der Klosterstraße an dem Geschäftshaus der Gebrüder Tietz

    -Orientierung des Gebäudeteils an der Waisenstraße an der gegenüberliegenden kleinteiligen Bebauung. Explizit gefordert wurde eine traufständige Bebauung mit geneigten Dächern.

    Das Baukollegium hat also nur Forderungen erhoben, die hier auch andere Nutzer erheben.

    Auch hat das Baukollegium das Projekt nicht grundsätzlich abgelehnt.

    Dier Behauptung, dass sich das Baukollegium als Verhinderer betätigt hätte, hat also wenig mit den Fakten zu tun.

    Am 6. März wäre einer der bedeutendsten Architekten Berlins 100 Jahre alt geworden - Werner Düttmann. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass nur wenige Architekten Berlin so geprägt haben wie Düttmann. Wichtige Bauten sind der Mehringplatz, das Märkische Viertel, die Wohnanlage am Wassertorplatz, die Wohnanlage "Belvedere" am S-Bahnhof Pichelsberg und die Akademie der Künste. Weiterhin stammt von ihm der Rahmenplan für das Neue Kreuzberger Zentrum. Zudem prägte er zwischen 1960 und 1967 als Senatsbaudirektor die Entwicklung Westberlins.

    Aus diesem Anlass finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Ab gestern findet man an 28 Orten in Berlin Informationstafeln, die auf Düttmanns Werk hinweisen. Ab 17. April wird es eine Hauptausstellung im Brücke-Museum geben. Teile der Ausstellung werden im Foyer der Akademie der Künste am Hanseatenweg, in der Hansa-Bücherei, in der ehemaligen Kirche St. Agnes und dem Haus der Kulturen der Welt gezeigt.

    https://wernerduettmann.de/

    Auch die Medien bringen zahlreiche Artikel. Besonders interessant fand ich den Beitrag der FAZ, der doch zeigt, dass er heute auch von konservativen Medien sehr viel freundlicher gesehen wird als vor dreißig Jahren, als Düttmanns Bauten als unattraktiv geschmäht wurden.

    https://www.faz.net/aktuell/fe…ag-gefeiert-17229709.html

    Sehr gute Nachrichten gibt es vom Huthmacher-Haus: Nach einem Bericht des Tagesspiegels hat die Sanierung mittlerweile begonnen. Der Bauherr ist die Bayerische Hausbau, der Architekt ist Dionys Ottl vom Büro Hild und K Architektur. Vorgesehen ist eine Entkernung des denkmalgeschützten Gebäudes, das zu den wichtigsten Architekturikonen des alten West-Berlin gehört. Die Fassade soll aber erhalten und gereinigt werden. In der dritten Etage wurde schon eine testweise Entkernung durchgeführt. Die Bauarbeiten sollen im 1. Quartal 2023 abgeschlossen sein.

    https://leute.tagesspiegel.de/…-zwei-jahre-lang-saniert/

    Heute hat der Senat den Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr (StEP MoVe) beschlossen. Demnach soll der Autoverkehr deutlich reduziert werden. Der Anteil des privaten PKW-Verkehrs soll bis 2030 von jetzt 28 auf 18 Prozent sinken. Steigen sollen dagegen die Anteile des Radverkehrs (von 13 auf 23 Prozent) und des öffentlichen Nahverkehrs (von 27 auf 29 Prozent).

    Besonders positiv finde ich, dass die östliche Innenstadt, darunter die Straße Unter den Linden, bis 2023 fußgängerfreundlich umgestaltet werden soll. Vielleicht können wir schon bald ohne Behinderung durch Autos vom Humboldtforum zum Lustgarten und dann weiter zum Brandenburger Tor flanieren.

    https://www.berliner-zeitung.d…als-auto-fahren-li.143152

    https://www.sueddeutsche.de/po…20090101-210302-99-653426

    Die ÖPNV-Anbindung des Bereichs Unter den Linden wird nach der Eröffnung des U-Bahnhofs Museumsinsel perfekt sein. Zudem hat die U 5 in diesem Bereich noch Reserven. Derzeit fährt sie alle 5 Minuten, und die Züge sind nur halbvoll. Daher kann die U 5 noch viele Fahrgäste verkraften, die vom Auto auf die U-Bahn umsteigen. Wenn es also eine Straße gibt, die sich für eine fußgängerfreundliche Umgestaltung anbieten würde, dann ist es die Straße Unter den Linden mitsamt dem Lustgarten.

    Ich habe das schöne Wetter für einen kleinen Spaziergang um das Humboldtforum genutzt. Die neuen Freiflächen werden langsam in Besitz genommen. Zudem werden noch einige Restarbeiten durchgeführt. Ich beginne mit der Südseite:


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    Die Baustelle der Freitreppe für das Flussbad an der Westseite:


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    Die Nordseite, wo man schon jetzt angenehm sitzen kann:

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    Und hier sieht man das Hauptproblem des Humboldtforum-Umfeldes: Die Hauptstraße, die das Humboldtforum vom Lustgarten abschneidet. Laut Koalitionsvertrag sollte hier der MIV unterbunden werden. Hoffentlich wird dieser Beschluss bald umgesetzt.


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    Alle Fotos: Klarenbach

    Zur Frage von spandauer: Ich habe es so verstanden, dass die neue Brücke sehr schnell gebaut werden soll, weil die alte Brücke abgängig ist. Beim Bau der neuen Brücke werden die Straßenbahngleise mit eingebaut. Die Straßenbahn wird dann aber noch nicht betriebsbereit sein.

    Zu Wolke Eins: Bei Phase 2 rechnet man mit rund 30.000 KFZ pro Tag.