Diese Kritik kann ich auch absolut nicht teilen, ganz im Gegenteil. Das ist doch nicht einfach irgendein Baum, sondern wie schon beschrieben ein echter Charakterbaum, der diverse Höhenflüge und Abstürze dieser Stadt erlebt und überlebt hat. Das wertet das Projekt mE nur auf und macht es origineller. Im Übrigen: Wenn man bald parallel für Milliarden neue Bäume pflanzt, warum dann nicht symbolisch vor diesem authentischen Stück Weltnaturerbe verbeugen. Natur ist unendlich viel älter und wird im besten Fall auch sehr viel länger überdauern als jede menschliche (Bau-)Kultur. Das sollte der Mensch sich gelegentlich auch mal bewusst machen. Ähnliche architektonische Verbeugungen habe ich auch schon öfter auf Fotos aus verschiedensten anderen Ländern gesehen, u.a. Japan und die Türkei habe ich da noch in Erinnerung.
Kulturforum
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ibuinn -
21. April 2005 um 08:46
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Sanierung Staatsbibliothek am Kulturforum
Neubau Tiergartenstraße
In der 105. Sitzung des Baukollegiums am 25.11.24 wurde im Rahmen der Planung der
Sanierung des Staatsbibliothek ein Neubau in der Tiergartenstraße vorgestellt.
Die Sanierung der Staatsbibliothek beginnt in zwei Jahren. Die Stabi muss dafür komplett
leergeräumt werden. Daraus ergibt sich ein Bedarf für einen Neubau in der Tiergartenstraße.
Es ergeben sich Bau- und Sanierungskosten in Milliardenhöhe.
... wie SPON heute berichtet wird die StaBi ab 2030 für 11 Jahre ! geschlossen, solange wie die Bauzeit betrug.
Sie wird für 1,1 Milliarden Euro grundsaniert. In der Summe sind 350 Millionen Euro für etwaige Preissteigerungen eingeplant.
Der umfangreiche Bestand wird ausgelagert und kann über die Korrespondenz Unter den Linden ausgeliehen werden.
Die StaBi soll 2041 wiedereröffnet werden.
Der von Merlin erwähnte Interimsneubau von GMP findet keine Erwähnung mehr.
Hier für den geneigten Forsten der Link zu dem zugegebenermassen etwas einsilbigen Artikel:
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Laut BZ soll für den Interimsneubau die bereits ausgehobene Baugrube eines gescheiterten Hotelprojektes (das wäre Tiergartenstr./Stauffenbergstr.) genutzt werden. Dort soll auch nur das Lateinamerikanische Institut untergebracht werden.
Gibt es irgendwo weitere Infos zu diesem Interimsneubau? Immerhin ist auch dies eine sehr exponierte Lage und aus Gründen der Nachhaltigkeit finde ich ein reines Provisorium nicht geeignet. Man sollte nach der Interimsnutzung dort auch eine sinnvolle langfristige Nutzung ermöglichen.
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Gibt es irgendwo weitere Infos zu diesem Interimsneubau?
siehe hier
kann dann weg. danke
[mod]Nein, schon sinnvoll, der Hinweis. 😉 [/mod]
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Vielen Dank. Wenn ich das recht verstehe, soll der Interimsbau jetzt weiter zur Stauffenbergstraße rücken, um die Grube des gescheiterten Hotelprojektes zu nutzen. Da dürfte eine Umplanung fällig werden.
Äußerlich wirkt das Ganze relativ beliebig im Stil der internationalen Investorenarchitektur.
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^ schon recht. Aber allemal besser als diese scheussliche Hotelburg, die da geplant war. Und danach kann man es immer noch gut als Magazin für das Kunstgewerbemuseum missbrauchen oder einer anderen kulturellen Nutzung zuführen.
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Die Fläche für das Hotelprojekt ist das Eckgrundstück, das ist davon gerade nicht betroffen. Das wurde ja an einen Privatinvestor verkauft.
Die Projektseite ist immer noch aktiv.
https://www.gpc-berlin.de/portfolio-item…rgartenstrasse/
Das Hotelprojekt lugt auf dem gmp-Rendering hinter den Baumwipfeln hervor.
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Ja, aber ausweislich des BZ-Artikels soll ja die vorhandene Baugrube genutzt werden. Das Hotelprojekt scheint zwischenzeitlich einen langsamen Tod gestorben zu sein.
Das Baukollegium hatte seinerzeit ja an dem missglückten Entwurf des Hotels schon rumgemäkelt (Solitär Tiergartenstraße vs. Abschluss Stauffenbergstraße). Eugen Block hat aktuell andere Probleme und auch Dr. Costard dürfte zukünftig seltener nach Berlin kommen.
Wenn die Baugrube tatsächlich genutzt werden soll, müsste das Land oder die SPK allerdings das Grundstück von Block zurückerwerben. Ob dafür Mittel bereitstehen?
Dass der Interimsneubau den Ansprüchen des Baukollegiums an einen "Solitär Tiergartenstraße" gerecht wird, erscheint mehr als fraglich. Auch wenn es langfristig dann "nur" als Magazin genutzt werden sollte. Auch wäre die Lage dafür viel zu schade.
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Das ist wohl eher eine Mutmaßung der BZ als eine Wiedergabe von Fakten. Der Ersatzneubau wurde schon vor Jahren ausgeschrieben und projektiert, mal schnell was dazu kaufen und rüber schieben, so läuft es bei der öffentlichen Hand nicht.
Das Hotelgrundstück wird sicher in Privathand bleiben, ob mit oder ohne Hotelprojekt.
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Das Baukollegium hatte seinerzeit ja an dem missglückten Entwurf des Hotels schon rumgemäkelt...
Ich finde es sehr schade, dass der in ihren Augen "missglückte" Entwurf nicht in die Baureife kommt. Er hätte dem Tiergarten mal etwas Noblesse dazugefügt. Zudem hätte er für Besuchern der Philharmonie mal ein Bewirtungsangebot gehabt, so tritt man nach Konzertende unverzüglich die Flucht aus dem "Kulturforum" an.
Mir wären solche Bauten xmal lieber als die üblichen Verwertungskisten mit Minimalgestaltungsanspruch. Wer die Bauten von Hilmer und Sattler kennt weiß, dass diese nicht schlecht umgesetzt werden.
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Ich bin ja sonst nicht als Freund des Baukollegiums bekannt aber hier haben sie einen Punkt. Andere Entwürfe von Hilmer und Sattler oder die Qualität von deren Ausführung sind insoweit nicht relevant. Man kann nur vermuten, dass der Bauherr bei dem Hotelprojekt einen extrem altbackenen Stil vorgegeben hat. Man fühlt sich irgendwie in die 80er Jahre versetzt und der Zigarrenrauch strömt einem sofort in die Nase. Qualitativ passt das in dieser exponierten Lage absolut nicht.
Und bitte nicht falsch verstehen, der Entwurf des Interimsbaus für die Staatsbibliothek von GMP wird diesem Anspruch auch nicht gerecht.
Fehlende Bewirtungsangebote im Umfeld des Kulturforums sind selbstverständlich ein Problem. Aber das kann man auch auf andere Weise lösen.
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der Bauherr bei dem Hotelprojekt einen extrem altbackenen Stil vorgegeben hat.
Lieber Kritiker, wenn ihnen der Stil nicht gefällt ist das Geschmackssache, das ganz altbacken zu nennen ist aber daneben. Der Baukörper entspricht der vorgegebenen zweischenkligen schrägen Setzung zur Tiergartenstraße. Er schließt von der Höhe und architektonisch in der Stauffenbergstraße an den Preussichen Kulturbesitz samt anschließender Gemäldegalerie (auch Hilmer Sattler) an. Zur Tiergartenstraße entsteht eine Art Vorplatz mit Rundbögen und Arkaden. Ansonsten protzt das Haus nicht weiter mit großartigem Fassadenschmuck, es sei denn die Wahl des Fassadensteins stellt schon etwas verdächtiges dar. Bitte informieren sie mich darüber wo in den 80ern so ein Gebäude oder Baustil in Berlin entstand, ich kenne auf Anhieb nichts vergleichbares.
Im Übrigen hatte Hilmer und Sattler auch mal vor x-Jahren einen Entwurf für beide Grundstücke des südlichen Humboldthafens erstellt (ich kann im Netz dazu nichts mehr finden, vielleicht hat hierzu noch jemand vom Forum etwas abgespeichert). Der Entwurf sah damals zwei symetrische klassich gestaltete Gebäude vor (architektonisch ähnlich dem Hotelentwurf), bei denen an der Wasserseite fast eine mediterrane Stimmung vorstellbar wurde. Aber dank des damaligen Baukollegiums unter Frau Lüscher wurde der Entwurf gleich kassiert, dafür bekamen wir ein tristes, kühles und freudloses Bürogebäude aus dem Hause KSP Engel (Humboldthafen Eins), eine Architektur die heute kilometerlang die Eurpacity dominiert.
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Ich finde es sehr schade, dass der in ihren Augen "missglückte" Entwurf nicht in die Baureife kommt. Er hätte dem Tiergarten mal etwas Noblesse dazugefügt. ....
... wie Sie schon sagten, lieber Schwammkopf, alles eine Frage des Geschmacks. Sie finden eine ”Noblesse“ und Der Kritiker findet es “altbacken“.
Es geht nicht um irgendwelchen Fassadenschmuck, sondern es ist die gesamte Anmutung des Entwurfs für das Hotel die vorne und hinten nicht stimmt in dieser Umgebung, jedenfalls.
Ich finde den Entwurf scheusslich und altbacken. Gut wenn er jetzt nicht umgesetzt wird.
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Der Interimsbau nutzt die Fläche, die für die Erweiterung des Kulturforums unmittelbar westlich des Kunsgewerbemuseums vorgesehen war und ist. Im Foyer des Kunstgewerbemuseums ist das Modell des ursprünglichen Gesamt-Entwurfs von Rolf Gutbrod ausgestellt (habe ich beim Besuch der sehenswerten kleinen Ausstellung zu den Möbeln aus Haus Lemke von Mies van der Rohe entdeckt). Im verlinkten Video-Beitrag des Baukollegiums wird auch ausführlich die vorhandene Brandwand erwähnt, an der sich ein Anschluss des Interimsbaus geradezu aufzwängt. Ich finde gut, dass der Entwurf von gmp auch die mögliche Verbindung zum Kunstgewerbemuseum perspektivisch ermöglicht. Damit lässt sich der Bau in eine spätere Nutzung für das Kulturforum integrieren.
Weil der thread Kulturforum heißt und ich gerade bei Brandwänden bin: Die so genannte Piazza, heute Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz sollte ursprünglich von einem Vorbau des Kunstgewerbemueums eingefasst werden, dort wo heute das Sommerkino ist. Dann gäbe es dort gastronomisch Zuwachs, man erkennt dieses nicht realisierte Vorhaben an der Brandwand des Kunstgewerbemueums.
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Es geht nicht um irgendwelchen Fassadenschmuck, sondern es ist die gesamte Anmutung des Entwurfs für das Hotel die vorne und hinten nicht stimmt in dieser Umgebung, jedenfalls.
Auch, dass der Entwurf vorne und hinten nicht in der Umgebung stimme, ist in diesem Fall nicht wirklich objektiv belegbar. Grundsätzlich hat sich die Tiergartenstraße in einen Dschungel aus zig verschiedenen Architekturstilen entwickelt, der Hotelbau würde da kaum eine Ausnahme darstellen. Zumal andere klassische Baustile in Form der italienischen Botschaft beispielsweise naheliegen.
Persönlich bin ich bei Schwammkopf, der Hotelbau hätte der Gegend nicht nur Noblesse, sondern vor allem mal etwas mehr Leben eingehaucht. Und darum sollte es doch letztlich auch gehen.
Der Interimsbau der Staatsbibliothek wird nur ein weiterer trister, technokratischer Bau, der auch in jedem abgelegenen Büroviertel stehen könnte.
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Der Interimsbau der Staatsbibliothek wird nur ein weiterer trister, technokratischer Bau, der auch in jedem abgelegenen Büroviertel stehen könnte.
Dem kann auch ich mich anschließen. Zumal es ja nur für die Staatsbibliothek eine Interimslösung ist, der Bau selbst wird länger dort stehen.
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Es geht nicht um irgendwelchen Fassadenschmuck, sondern es ist die gesamte Anmutung des Entwurfs für das Hotel die vorne und hinten nicht stimmt in dieser Umgebung, jedenfalls.
Das Grundstück befindet sich an der Ecke Tiergartenstraße / Stauffenbergstraße und damit nur wenige Meter entfernt von dem prächtigen Altbau Stauffenbergstraße 41. Dieser Altbau wird auf beiden Seiten flankiert von Gebäuden jüngeren Datums, in weißer Farbe verputzt, mit starker Ausprägung des Erdgeschosses durch den Einsatz von Sandstein. Und einem leicht angedeuteten Schrägdach. Das kann man hier gut nachvollziehen:
https://www.google.com/maps/@52.50924…SoASAFQAw%3D%3D
Wenn wir mal von den geplanten Rundbögen absehen, hätte der "altbackene" Entwurf exakt die Merkmale aufgenommen, die in direkter Umgebung (bis zu einem Abstand von ca. 50-60 Metern) in der Stauffenbergstraße bereits vorhanden sind:
- Fassade weiß verputzt
- starke Betonung des Sockels
- leicht angedeutetes Schrägdach
Damit hätte der als "altbacken" titulierte Entwurf hervorragend in die Umgebung gepasst, weil die unmittelbare Umgebung nämlich auch altbacken ist.
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^... na wenn schon die Umgebung altbacken ist, wie Du sagst, muss man ja nicht noch unbedingt einen draufsatteln, no?
Sorry, sehe ich anders als Du, hoffe Du kannst damit leben.
Ich habe übrigens die Umgebung nie als altbacken empfunden, eher als sehr inspirierend.
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Der Entwurf für die Gemäldegalerie stammt aus dem Jahr 1986 und war so nah dran am Zeitgeist, wie man sich nur denken kann. Museumsbauten der 1980er Jahre sind geprägt durch den Übergang von Modernismus zu Postmodernismus, oft mit geometrischen Formen, asymmetrischen Fassaden und einer Mischung aus Stein und anderen Fassadenmaterialien.
Besser wäre es gewesen, die Architekten hätten das Museum außen so klassisch entworfen wie innen, dann würde es uns heute weniger altbacken als eben klassisch erscheinen. Den Entwurf für das Hotel finde ich sehr klassisch und weiß nicht, was daran auszusetzen sein könnte. Es ist natürlich kein besonders fantasievoller Entwurf, aber das muss ja auch nicht immer sein. Ich bin sicher, die allermeisten Menschen würden sich mit dieser Architekturgestaltung wohlfühlen. Dagegen spottet die Verwahranstalt, die GMP entworfen haben, wirklich jeder Fassadenkritik.
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