Beiträge von rako

    Die Diskussion ist es alle mal Wert, geführt zu werden, weil diese Umgestaltung des gesamten Bereichs zu einer Spielwiese für Hedonisten, jeglichen bisher so hoch gehaltenen, nachkriegsgeschichtlichen Ensemblewert engültig ruiniert.

    Das Marx-Engels-Forum in seiner überkommenen Ursprungsgestaltung, die übrigens NACH dem U-Bahn-Bau aufwendig und kostspielig in den Vorwendestand zurückversetzt wurde, wird zerstört. Es wurden Dutzende gesunde, großgewachsene Bäume gefällt, die selbst den U-Bahnbau überlebt haben. Bislang unerforschte Kellergewölbe der Vorkriegsbebauung, nicht wenige davon, arisierte Gebäude, werden eingeebnet. Der besondere Ensemblewert des Neptunbrunnens im Rahmen einer sozialistischen Stadtplanung wird verwässert indem das Umfeld in einen Spaßpark umgewandelt wird. Man realtiviert sogar das gelungen kenntlich Umfeld der Mariennkirche mit den Abdrücken der Vorkriegsbebbaung im Plaster aber man darf nicht das Thema Schlossbrunnen anprechen?!

    Gehts noch?!

    Der Sockelbau ist ja immer noch nicht fertig, weiß jemand,mwarum das so lange dauert? Man könnte beinahe glauben, dort wird ein Hochbunker gebaut.

    Dass ein Gerüstteil fast jemanden beim Verlassen des U-Bahnhofs erschlägt, scheint Schlamperei oder Unvermögen als Grund zu haben. Ist ja leider nicht das erste Mal, das diese Baustelle negativ auffällt.

    Das ist wohl eher eine Mutmaßung der BZ als eine Wiedergabe von Fakten. Der Ersatzneubau wurde schon vor Jahren ausgeschrieben und projektiert, mal schnell was dazu kaufen und rüber schieben, so läuft es bei der öffentlichen Hand nicht.

    Das Hotelgrundstück wird sicher in Privathand bleiben, ob mit oder ohne Hotelprojekt.

    Man ist wohl dabei, dem politischen Wunsch nach schnellem Wiederaufbau folgend, sich städtebaulich ein Bein zu stellen. Statt inne zu halten und die Gelegenheit zu nutzen, insbesondere auf der Altsstädter Seite, die vorhandene Schneiße behutsam zu heilen, beispielsweise durch gleichzeitigen Anschub des Vorhabenansinnens "Venezianisches Haus" - was schon mal ein gutes Maß vorgeben würde - soll die Brücke jetzt NOCH breiter werden. Was für ein Irrsinn! Auch der Synagoge würde ein Abrücken der neuen Brücke, etwa durch einen grünen Saum am Grundstücksrand, gut tun. Muss wirklich eine verkappte Autobahnbrücke an diese Stelle der Stadt hin?

    ^^ Interessanter Einblick. Beim Südflügel handelt es sich um den jüngsten Bauteil des Schlosses. Dieser wurde erst um 1900, im Rahmen des großen Schlossumbaus im Stil der Neorennaisance ergänzt. Entsprechend kommt er eher wie ein Verwaltungsbau daher. Ironischerweise ist er am besten durch den Krieg gekommen. Auch die Brücke zum Taschenbergpalais stammt aus dieser letzten Bauphase.

    Ein gutes Beispiel dafür, wie ein Bauherr mit klaren Visionen, einem guten Konzept und der Bereitschaft zur Großzügigkeit in der Ausführung, gute Architektur hervorbringen kann, die positiv in den Stadtraum wirkt. Jeder "normale" Immobilieninvestor hätte die Fläche maximal bebaut mit den üblichen austauschbaren Fassaden und Grundrissen.

    Graft bleiben sich treu, was sicher Vor-und Nachtteile hat. Sie haben beim Bricks Projekt in Schöneberg gezeigt, dass sie Vorhandenes neu entwickeln können. Bei den Wohnhäusern zur Bahntrasse hin, sind sie leider ein wenig im typischen Graft-Baukasten stecken geblieben. Erinnert stark an die Bricks-Bebauung zur Belziger Straße hin. Ein bisschen mehr Innovation wäre durchaus angemessen gewesen.

    Auf jeden Fall ein Gewinn für das Viertel und das Kulturleben der Stadt. Ich freue mich auf eine zügige Umsetzung!

    Herr Bernau hat recht, was den Blick auf die Innenstadt von den Spreebrücken aus angeht, also Michaelbrücke, Schillingbrücke und Oberbaumbrücke. Von dort bilden die Innenstadtkirchen, nebst Dom , das Rathaus, das Stadthaus, manchmal sogar die Schlosskuppel je nach Blickwinkel eine charakteristische Silhouette oder Skyline.

    Sie werden im Übrigen nicht durch die Wohnbebauung am Rathausforum verdeckt, da diese sich aus der erwähnten Perspektive hinter den Türmen befindet. Selbst der Turm der Marienkirche, der tatsächlich dahinter liegt, ist gut sichtbar, da diese Gebäude einfach nicht hoch genug sind um diesen zu verdecken.

    Es wäre also tatsächlich mal interessant zu sehen, wie sich der nun angedachte Bürohausstumpf aus dieser Perspektive auswirkt. Vielleicht gibt es irgendwo ein Rendering aus der Fernsicht.

    Welcher Vorwurf wird denn dem Land Berlin hier ernsthaft gemacht? Der einzige, der ein Problem hier hat ist der Investor, der sich vertraglich verpflichtet hat, ein Projekt innerhalb gewisser Fristen zu erstellen, auf Land, das zuvor in öffentlicher Hand war. Entweder er schafft es, das Projekt weiter zu veräußern, an einen Investor der willens und in der Lage ist, so ein Projekt zu stemmen oder er lässt es halt bleiben und der Vertrag wird rückabgewickelt und das Grundstück geht gegen Erstattung des Kaufpreises und der bisher erbrachten Bauleistungen an das Land zurück. Alles fair, transparent und vor allem marktüblich.

    Das unternehmerische Risiko gehört nunmal dazu.

    [mod]Sinnlos-Zitat des Vorposts gelöscht. [/mod]

    [mod]Bato [/mod]

    Eine ernst zu nehmende Standortvariante, für die übrigens schon bauliche Vorleistungen erbracht wurden, ist völlig aus dem Blickfeld geraten: Humboldtforum/Neuer Marstall/Stadtbibliothek. Die derzeitige Berlinausstellung, deren Schließung ernsthaft diskutiert wird, nutzt Räume, die baulich als Bibliothek vorgesehen waren. Es wurde sogar ein Tunnel zum Büchertransport zum Neuen Marstall gebaut, dessen Nutzung durch die Musikhochschule immer nur als Zwischenlösung gedacht war. Was viele nicht wissen, der Hauptstandort der Hochschule befindet sich der Charlottenstraße.

    Man könnte also durch die bestehende Stadtbiblbliothek auf den Marstall und das Humboldtforum erweitern, landeseigene Flächen nutzen und so ein lebendiges Kulturquartier errichten, anstatt einem Investor Millionen für einen teuer zu sanierenden Gerwerbebau hinterherzuwerfen.

    Vielleicht findet sich ein Wettbewerbsteilnehmer, der noch klagt. Leider scheuen sich viele davor, da sie befürchten, dann auf einer "Sanktionsliste" für öffentliche Aufträge zu landen. Man denke nur an Herrn Braunfels, der geradezu als verrückter Querulant diffamiert wird. Er ist übrigens einer der wenigen, der das Kulturforum verstanden hat und in der Lage gewesen wäre, es angemessen und würdig zu vollenden.

    Das vorgestellte Ergebnis des "Fine-Tunings hat nichts mit den Ausschreibungsbedingungen zu tun. Ästhetisch ist das ganze eine Katastrophe! Das pechschwarze Dach wird das Kulturforum völlig erschlagen. Es wird von vielen Standorten aus, selbst auf Straßenniveau, als Dominate sichtbar sein. Das gilt insbesondere im Verhältnis zur filigranen "Neuen Nationalgalerie".

    Ideologisiertes Bauen hat noch nie gute Architektur hervorgebracht. Das hat Claudia Roth in ihrer kalkulierten, plump-naiven Ökowokeness mal wieder bestens unter Beweis gestellt! DAs ist "visuelle Lautmalerei"!

    Erfreulich, dass es nun endlich losgeht. Die Feststellung, ein vergleichbares Projekt existiere weltweit nicht, ist leider nicht mehr ganz zutreffend.

    Abu Dhabi ist Berlin zuvorgekommen; dort wurde kürzlich ein architektonisch sehr ambitionierter Drei-Religionen-Campus, das sogenannte "Abrahamic Family House", fertiggestellt. 2019 wurde das Gründungsdokument unter anderem von Papst Franziskus unterzeichnet. Der Entwurf stammt vom britisch-ghanaischen Architekten David Adjaye.

    https://edition.cnn.com/style/article/…intl/index.html

    Da kann man mal sehen, was alles in Berlin nicht unter Denkmalschutz steht! Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten, allerdings nicht über Qualität. Selten so einen uninspirierten und wurstigen Dachaufbau gesehen.

    Da wurde ein die Mikrolage prägendes Gebäude ohne Not richtig entstellt! Hatte irgendwie niemand auf dem Radarschirm.

    Mir war gar nicht bewusst, dass man als Anwohner so schnell einen Verkehrsweg lahmlegen kann. Der Viadukt ist doch erst kürzlich mit großem finanziellen Aufwand und unter großen Zumutungen für Anwohner und Fahrgäste saniert worden.

    Scheint also eine Fehlplanung gewesen zu sein, wenn kein elementarer Schallschutz vorgesehen wurde. Skandalös um ehrlich zu sein, dazu absolut zur Unzeit, noch eine wichtige Ost-West-Verbindung unterbrochen!

    Würde mich nicht wundern, wenn beim Umbau einige Überraschungen zum Vorschein kommen und damit meine ich nicht Kampfmittel. Wenn ich das bisher Veröffentlichte richtig interpretiere, dann soll der gesamte aktuelle Platzbelag abgetragen werden, immerhin mehrere Tausend Tonnen. Was das mit Denkmalschutz zu tun hat, frage ich mich. Kaum vorstellbar, dass jeder einzelne Stein abgetragen, nummeriert und eingelagert wird um dann wieder an der originalen Stelle eingebaut zu werden.

    Zu DDR-Zeiten wurde das Platzniveau durch Aufschüttungen angehoben, wenn auch nur ein paar Stufen hoch. Die alten Straßen, Beet- und Brunnenfundamente dürften sicher noch vorhanden sein, was dann mit diesen dann zu entdeckenden Bodendenkmalen geschieht, wird sicher noch zu Diskussionen führen.

    Was einem am Berliner "Geplane" negativ aufstößt ist die mal wieder die kiezduselige Mitbeteiligung. Jeder spricht von einem der zentralen Plätze mit stadtweiter Bedeutung, Warum werden dann nur die paar Anwohner in die Bürgerbeteiligung einbezogen? Hier wäre ein stadtweiter Beteiligungsprozess angemessen gewesen. Also ob ein paar DDR-Bonzen im Rentenalter und neureiche Zweitwohnungsbesitzer ein ausreichendes Meinungsbild abgeben.