Beiträge von rako

    Mir war gar nicht bewusst, dass man als Anwohner so schnell einen Verkehrsweg lahmlegen kann. Der Viadukt ist doch erst kürzlich mit großem finanziellen Aufwand und unter großen Zumutungen für Anwohner und Fahrgäste saniert worden.


    Scheint also eine Fehlplanung gewesen zu sein, wenn kein elementarer Schallschutz vorgesehen wurde. Skandalös um ehrlich zu sein, dazu absolut zur Unzeit, noch eine wichtige Ost-West-Verbindung unterbrochen!

    Würde mich nicht wundern, wenn beim Umbau einige Überraschungen zum Vorschein kommen und damit meine ich nicht Kampfmittel. Wenn ich das bisher Veröffentlichte richtig interpretiere, dann soll der gesamte aktuelle Platzbelag abgetragen werden, immerhin mehrere Tausend Tonnen. Was das mit Denkmalschutz zu tun hat, frage ich mich. Kaum vorstellbar, dass jeder einzelne Stein abgetragen, nummeriert und eingelagert wird um dann wieder an der originalen Stelle eingebaut zu werden.


    Zu DDR-Zeiten wurde das Platzniveau durch Aufschüttungen angehoben, wenn auch nur ein paar Stufen hoch. Die alten Straßen, Beet- und Brunnenfundamente dürften sicher noch vorhanden sein, was dann mit diesen dann zu entdeckenden Bodendenkmalen geschieht, wird sicher noch zu Diskussionen führen.


    Was einem am Berliner "Geplane" negativ aufstößt ist die mal wieder die kiezduselige Mitbeteiligung. Jeder spricht von einem der zentralen Plätze mit stadtweiter Bedeutung, Warum werden dann nur die paar Anwohner in die Bürgerbeteiligung einbezogen? Hier wäre ein stadtweiter Beteiligungsprozess angemessen gewesen. Also ob ein paar DDR-Bonzen im Rentenalter und neureiche Zweitwohnungsbesitzer ein ausreichendes Meinungsbild abgeben.

    DAs WBM-Gebäude wirkt in der Tat bescheiden, das halten manche für eine Tugend, Einzig positiv ist die Kubatur, das Gebäude definiert den Straßenraum und schafft sichtbare Räume. Dies trifft insbesondere auf die Flucht der Breiten Straße vom Schlossplatz aus gesehen zu, bisher uferte der Straßenraum zu den Punkthochhäusern der Fischerinsel ins Undefinierte aus. Der Bau schafft eine klare Straßenkante an der Kreuzung.

    Also bei aller Befürwortung einer Rückkehr der vorhandenen Originale des Schlossensembles - Rossebändiger und Neptunbrunnen - und bei aller Schwierigkeit, die man gerade in den jetzigen Zeiten mit übermäßig zugepflasterten Flächen in der Stadt haben kann, muss auch mal eine Lanze für BBZ gebrochen werden.


    Berücksichtigt man die Vorgaben des Wettbewerbs zur Freiraumgestaltung, insbesondere den ausdrücklichen Willen, keine historische Rekonstruktion des Vorkriegsstands zu bauen, handelt es sich bei der Nord- und Südseite um eine sehr präzise moderne Neuinterpretation historischer Schichten des Schlossplatzumfelds.


    Zur Südseite, der eigentlichen Hauptfassade des Renaissance- und frühen Barockschlosses, es handelte sich über Jahrhunderte um eine Freifläche, die nicht bepflanzt war, lange auch nicht einmal gepflastert. Der Zustand mit dem Brunnen und den Zierbeeten wurde erst 1891 fertiggestellt. Es handelt sich also in der 500-jährigen Geschichte des Schlosskomplexes um eine historische Schicht, nicht mehr und nicht weniger. Zu behaupten man sei geschichtsvergessen, wenn man einen steinernen Platz rekonstruiert, der gerade in der Barockzeit ein typisches Gestaltungselement darstellte, man denke an den Vorplatz der Würzburger Residenz oder Schloss Versailles, etc., rührt es eher von Unwissen oder Böswilligkeit, also von einer historisch informierten Diskussionsgrundlage.


    Zur Nordseite, der ehemaligen Garten- und Rückseite des Renaissance- und frühen Barockschlosses. Peter-Josef Lenne entwarf die Terrassen mit einem Mittelweg, der jeweils entlang der Längsseite der Gartenfassade ausgerichtet war, davon abgehend befanden sich Beete. Der Mittelweg war ursprünglich aufwendig dem Geschmack der Zeit nach gepflastert, die Schmuckbeete waren ursprünglich üppig bepflanzt. Die üppige Bepflanzung war bereits zur Regierungszeit Wilhelms II zu einfachen Rasenfläche verkümmert.


    Diese Terrassen wurden durch BBZ dem historischen Vorbild gemäß - vor allem in den Abmessungen - neu gestaltet, sie sind zeitgenössisch üppig bepflanzt. Auf historisierende Mauern und Balustraden wurde verzichtet. Die Rossebändiger sind integrierbar und sollten auch als zeitlose Kunstwerke schnell ergänzt werden. Die Fundamente hierfür wurden vorbereitet. Anders bei den Oranierfürsten, dabei handelt es sich um dynastische Dekorationsobjekte, die in der späten Regierungszeit von Wilhelm II aufgestellt wurden. Diese sollten nicht wieder aufgestellte werden.


    Alles in allem ist der Entwurf dieser beiden Außenflächen historisch informierter, als viele es hier wahr haben wollen.

    Welchen Sinn hätte es gemacht , die Erweiterungsfläche des Bauhausarchivs mit einem Blockrandbau, der an die Traufhöhe der Bebauung an der Klingelhöfer-/Von-der-Heydt-Straße anschließt zu bebauen?


    Städtebaulich stellt die nördliche Straßenseite der Von-der-Heydt-Straße/ Reichpietschufer die Raumkante zum Landwehrkanal dar. Überliefert

    sind die "flachen" Solitäre der Von-der-Heydt-Villa und das Bauhausarchiv, die sich in einer breiten zum Wasser hin auslaufenden Uferzone befinden. Ein stark dem Blockrand betonender Bau wäre da also fehl am Platz. Das Bauhausarchiv würde daneben, wie ein flacher Schuppen wirken. Gerade das ist ja nicht gewollt. Es geht ja gerade darum dem Bauhausarchiv den notwendigen Raum zu geben, damit es weiter als Solitär und Architekturdenkmal wirken kann, gerade weil es ein skulpturaler Bau ist.


    Die Fläche einzig von der Klingelhöferstraße her zu denken, würde andere Anknüpfungspunkte nicht berücksichtigen, insbesondere auch die Wasserlage. Meiner Meinung nach gehört dazu auch, gestaltende Pflegemaßnahmen an der Uferbepflanzung durchzuführen, das Beschneiden von Bäumen um den Blick auf das Archiv zu ermöglichen. Gerade auch unter Berücksichtigung der Biegung des Wasserlaufs.


    Im Übrigen sieht der Entwurf durchaus eine harte Kante zur stark befahrenen Von-der-Heydt-Straße vor und setzt einen Blockrand, der in den Visus nicht zur Geltung kommt. Ein Blick auf die Webcam verdeutlicht dies jedoch.

    Sieht so aus, als sei das Schadowhaus durch die benachbarte Baumaßnahme in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Riss zieht sich über den gesamten Risalit. So unscheinbar das Haus erscheinen mag, handelt es sich um das älteste, erhaltene Gebäude in der Dorotheenstadt.


    Die Friedrichwerdersche Kirche lässt grüßen.

    ^^ Das sehe ich anders, es ist ja keine politische oder städtebauliche Frage. Sondern, es geht darum, ob eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, nämlich der Verkauf eines landeseigenen Filetgrundstücks zu besonderen Konditionen an einen Investor und der damit einher gehenden Verpflichtung ein Bauvorhaben innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu verwirklichen, eingehalten wird oder nicht. Kommt der Bauherr seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, auch nicht nach angemessener Nachfirstsetzung, dann ist die öffentliche Hand verpflichtet zu handeln, in diesem Fall der Finanzsenator als Aufsichtsbehörde der BIM.


    Alles andere wäre eine rechtswidrige Verwendung von Landesmitteln, in diesem Fall, Verkauf von Landesvermögen zu Sonderkonditionen und würde auch eine Verzerrung des Wettbewerbs darstellen. Es gibt sicher genügend Investoren, die das Projekt oder das Grundstück sofort übernehmen würden und zu marktgerechten Konditionen für den Landeshaushalt fortführen oder neu entwickeln würden,


    Also nicht immer politisches Ränkespiel wittern, wo es um objektive Kriterien und Verträge, die einzuhalten sind, geht.

    Für Berliner Verhältnisse mal ein wirklich innovatives Projekt, mit attraktiver Wasserlage, einer guten Mischung aus alt und neu, das aus dem sonst üblichen Mittelmaß hervorsticht. Zusammen mit der Estrell-Erweiterung, der S-Bahn-Station Sonnenalee und der Fertigstellung der Verlängerung der A100 - die geplante Anschlussstelle "Sonnenallee" liegt vor der Haustür - könnte das zu einem neuen Büro-und Gewerbehotspot in Berlin werden. Man wäre in kürzester Zeit am Flughafen.

    Beide Entwürfe versprechen hohe Qualität und jeder für sich wäre eine Bereicherung für die Stadt. Ich befürchte allerdings, dass davon nicht viel übrig bleiben wird, wenn es dabei bleibt, dass die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften als Bauherren auftreten. Das vehemente Verwerfen der betonten Kleinteiligkeit, die ja gerade Grundlage der Wettbewerbsbedingungen war, durch die Anmerkung des Vertreters der Gewobag zeigt, welcher Druck bereits jetzt ausgeübt wird.


    Die öffentlichen Bauherren scheinen sich nicht um diese beabsichtigte Kleinteiligkeit zu scheren, sondern wollen es praktisch und billig, mit ein paar historischen Versatzstücken als gestalterischen Feigenblättern. Man kann den Planern nur Standhaftigkeit wünschen und der Politik die Einsicht, dass es hier nicht um billigen Wohnraum gehen kann, der schnell hochgezogen wird, sondern sich die erwünschte Vielfalt auch in einer Diversität der Eigentumsverhältnisse spiegeln muss.


    Sonst hätte man sich das ganze Verfahren auch sparen können und jeder Wohnungsbaugesellschaft einen Block zuteilen können, auf den sie dann einen maximal günstigen Klotz setzen.

    Hotel Sylter Hof und Golden Tulip Hotel in Schöneberg/Tiergarten schließen


    https://www.rbb-online.de/aben…er-hotels-schliessen.html


    Die Abendschau vermeldete gestern u.a. das Ende zweier traditionsreicher Hotels in Schöneberg/Tiergarten, mit direkten Auswirkungen auf den Berliner Immobilienmarkt. Das Golden Tulip Hamburg in der Landgrafenstraße 3-6 wurde demnach bereits im vergangenen Jahr geschlossen und wird gerade ausgeräumt. Es soll zu einem Bürostandort umgebaut werden. Eine Projektseite mit ersten Renderings gibt es bereits.


    https://www.die.ag/de/projekte/aktuelle-projekte/equalizer


    Der nahe gelegene Sylter Hof in der Kurfürstenstraße schließt ebenfalls in Kürze. Die Immobilie soll bereits verkauft worden sein. Was daraus wird ist noch nicht bekannt, Das Hotel grenzt unmittelbar an die ehemalige Behördenimmobile, die ebenfalls abgerissen werden soll. Eine Umfassende Neuentwicklung würde sich anbieten.


    Hat jemand weitere Infos zu den beiden Projekten?


    Da beide Hotels im Gebiet des neu definierten City-West Strangs liegen, wurde der Beitrag entsprechend verschoben.

    Leider kann ich den Sinn für Poetik nicht teilen. Den konnte man früher vielleicht noch erahnen, als es noch ein weites, offenes Feld hinter der Portal gab. Seit dem der unsägliche Kunstrasenplatz angelegt wurde und er jeden Abend unter Flutlicht bespielt wird, ist da jede Poetik verflogen.