Dresden: Seevorstadt - Prager Straße

  • Dresdner Korrekturen, Teil 2.879 - erst die Entwürfe durchpeitschen, welche die Bürger am schlimmsten finden, sie werden mit Architektenprosa hochgeschwurbelt, letztendlich gebaut und OH WUNDER paar Jahre später (gut hier sind es schon Jahrzehnte) kommt man nicht mehr drum rum doch endlich mal nachzubessern, weil sich komplett bewiesen hat, das die Kritik am Originalentwurf berechtigt war. Aber das würde man nie zugeben und lobt deswegen auch immer ne sogenannte Bürgerbeteiligung aus, die wenigstens jetzt kaschieren soll, dass man soweiso macht was man will.


    achso: bitte nicht noch ein Spielplatz

  • Abriss+Umbau Wöhrl-Plaza - Prager Strasse 8 - update, zuletzt #432

    Ich glaube der Abriss hat nun seinen maximalen Umfang erreicht, ab jetzt gehts 'bergauf'.

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    ^ Ansicht von Prager Strasse // folgend: Ansichten vom Rundkino sowie aus der Ferdinandstrasse

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    ^ alle fotos elli kny

  • Die Idee eines kl. Hochpunktes sowie die Fassadenbegrünung finde ich eine gute Idee und gefällt mir auf dem Bild.

    Ebenso den "Welleneffekt" an der Fassade finde ich nicht schlecht.

    Würde mich freuen wenn bald mehr Visus presentiert werden würden. Konnte auch auf der Seite von Knerer und Lang nicht mehr finden.



    Natürlich hoffe ich das die Visu nicht so weit vom Endergebnis entfernt ist wie beim Nachbarn.

  • Woanders wäre man froh über so einen Entwurf, nur mal so am Rande. Ob es einem gefällt oder nicht ist eine persönliche Geschmacksfrage, ob der Entwurf gelungen oder für die Stelle angemessen ist nochmal eine andere, aber als "lahmen Kasten" würde ich diesen Entwurf nicht unbedingt bezeichnen. Im Gegenteil, durch die zahlreichen Vor- und Rücksprünge, die unterschiedlichen Höhen, die überdachte Treppe mit den Rundbögen (in der Visa vom Gestrüpp verdeckt) usw. empfinde ich den Entwurf eher als zu Wild. Was hätte man sich denn in Dresden an dieser Stelle gewünscht?

  • Über die Fassadengestaltung kann man sich streiten, aber es ist ein Hochhaus. Und es sollte viel mehr in die Höhe gebaut werden. Und die Öko Gestaltung finde ich am Wiener Platz sehr gelungen. Es gibt dem Platz mehr Grün. Und das ist bitter nötig! 10/10

  • Man denke sich bitte mal den grünen Anstrich (im physischen Wortsinne) weg und überlege dann, wo die dann gar nicht mehr so üppig visualisierte Fassadenbegrünung entspringen soll. Da ist ja nur Platz für ein paar Blumenkästen. Das wird ein Glas-Stahl-Beton-Monster ohne nennenswerte Gestaltung und noch weniger Begrünung. Wenn auf dem "Dach" großzügige Terrassenflächen und Technikaufbauten platziert werden, wird sich auch dessen Begrünung in Grenzen halten. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber ich traue der Visualisierung und Beschreibungen bzgl. Begrünung überhaupt nicht.


    Im Übrigen schwindelt die Visualisierung dreist mit der Sonne. Wenn sie so tief, wie am linken Bildrand angedeutet, steht, wäre so gut wie alles Abgebildete im Schatten, also auch der für seinen "Effekt" auf Beleuchtung angewiesene Nachbarbau, und zwar durch die Lage (nördlich des neu zu bauenden Riegels) ganztägig und ganzjährig, außer in wenigen Vormittagsstunden im Sommer. Man kann das z.B. hier simulieren, z.B. mit folgenden Näherungswerten (per "Import" eingeben):

    Das Architekturbüro setzt, wie beim Simmel-Bau, auf unrealistische Visualisierungen und fragliche Versprechungen bzgl. ökologischer Effekte.

  • Ich bin ein bekennender Fan klassischer Architektur und Freund von Rekonstruktionen.


    Dennoch muss ich sagen, dass hier ein modernes Gesamtensemble um den Dresdner Hauptbahnhof entstehen könnte. Vor allem, wenn man die Gestaltung des Wiener Platzes mit Prager Spitze und dem "Wiener Loch" sowie dem Simmel-Gebäude betrachtet. Mit der Umsetzung der Planungen zum Wiener Platz Ost und der Gestaltung des Bereiches Friedrich-List-Platz mit der HTW und dem neuen ENSO-Gebäude wird eher der Hauptbahnhof als Fremdkörper wahrgenommen werden können.


    Ich halte die Planungen, wenn sie mir auch in keinster Weise gefallen, für letztendlich (bezugnehmend auf das Gesamtumfeld) stimmig und vom ersten Eindruck modern und urban; einer "modernen" Landeshauptstadt entsprechend.


    Ebenso finde ich den Postplatz modernistisch gelungen; als modernen urbanen Platz.


    Ästhetisch und stadtplanerisch - auch in Bezug auf Nachhaltigkeit - finde ich beides erschreckend. Und Lebensqualität und Verweilambiente strömen beide ebensowenig aus.

  • Was hätte man sich denn in Dresden an dieser Stelle gewünscht?

    Eine ernst gemeinte Antwort (zumindest von mir) wäre z.B. das, was die vorherige Entwurfszeichnung (wenn auch nur ansatzweise) zeigte: Das vorherrschende Motiv "Großer Bogen, kleine Bögen" harmonisch weiterführen. Wenn's unbedingt Stahl und Glas sein sollen, zeigt ja der Hauptbahnhof selbst, wie das geht (z.B. hier und hier). Ein Zitat oder eine Interpretation dieses Motivs hätte schon gereicht für ein bisschen mehr Harmonie.


    Zudem würde dem riesigen Baukörper eine stärkere optische Fragmentierung der Fassaden in Parzellengröße die Massigkeit nehmen. Man hätte z.B. im westlichen Teil die Kubaturen der früher dort existierenden Villen wieder aufnehmen und auch mal ein echtes Dach zumindest andeuten können. Außerdem könnte wenigstens im Sockelgeschoss Naturstein Verwendung finden.


    In völlig traditioneller Architektursprache und mit "mehr Verzierungen" würde der Klotz ohnehin dem Hauptbahnhof die Schau stehlen, aber so ganz als Fremdkörper muss sich das Gebäude ja nun auch nicht in den Vordergrund drängen.

    [...] wird eher der Hauptbahnhof als Fremdkörper wahrgenommen werden können.

    Wenn das mal nicht ein Zeichen für behutsame Stadtgestaltung ist. Architektur bedeutete einmal, Neues harmonisch in das Stadtbild einzufügen und nicht es zu konterkarieren.

  • Ziemlich viel Architektenprosa für die 0815-Rasterkiste. Und wer glaubt, dass das Ding grün wird, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

  • Ob sich das Fernbusterminal jemals so begrünt darstellt wie auf der Visualisierung, daran habe ich auch meine Zweifel. Davon abgesehen finde ich den Entwurf jedoch großartig. Die bewegte Fassade, die großen Glasflächen und die nach vorn überstehende Kubatur wirken einladend, zeitgemäß und mutig. Die große Freitreppe zum Trainspotting ist eine prima Idee. Am Wichtigsten finde ich jedoch, dass das Terminal dem piefig-verbauten Wiener Platz gleich eine ganz andere Fassung gibt. Zusammen mit dem geplanten Hochpunkt im Süden kann das ein richtig großstädtisches Entree werden. Auch habe ich die Hoffnung, dass mit dem Bau des Terminals der Vorplatz neu gestaltet und strukturiert wird. Etwas Besseres hätte Dresden an diesem Ort kaum bekommen können.

  • Wenn man mehr Begrünung am Wiener Platz will, sollte man vielleicht mal nach über 20 Jahren den Bahnhofsvorplatz fertigstellen und dieses elende Asphaltband ersetzen ☝🏼

  • Nach dem zweiten und dritten Blick war ich oben vielleicht etwas zu harsch, auch wenn es mir nach wie vor nicht gefällt. Ich denke, ähnlich wie beim Simmelbau wird der Bau durch die Länge (die auf der Visu nicht gut einzuschätzen ist) recht monoton und gewaltig daherkommen. Und die Begrünung evtl. als Ausrede für eine Minimalgestaltung in allen anderen Belangen herhalten. Ok, hinten ist ein Busbahnhof, da muss man Abstriche hinnehmen. Bleibt zu hoffen, dass die Front zum Platz am Ende passt (einen Hochpunkt an der Stelle finde ich gut, und die Bögen hatte ich zunächst nicht gesehen), nur bezweifel ich das aktuell, auch anhand der Erfahrung nebenan.

  • Bebauungsplan Nr. 3006, Dresden-Altstadt II/Strehlen, Lennéplatz (zuletzt #288)


    Auf dem Gelände sind Rohdungsmaßnahmen am Laufen bzw. schon vollzogen. Auch die Garagen sind wohl schon beseitigt, wenn ich's richtig (aus der Bahn heraus) gesehen habe. Vielleicht kommt jemand die Tage nochmal vorbei für ein Foto.


    Hier nochmal der letzte B-Plan-Entwurf: Link

  • Das würde mich auch interessieren.


    Außerdem habe ich keinerlei Projektvisualisierungen vor Augen.


    Gibt es diesbezüglich weitere Informationen und Visualisierungen?