Ein Blick Höhe : Perleberger Brücke . Auch am letzen Abschnitt, ist der Rohbau am UG.Bereich fast fertig. Nun geht's auch hier in die Höhe demnächst.
© Johannes_9065

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Ein Blick Höhe : Perleberger Brücke . Auch am letzen Abschnitt, ist der Rohbau am UG.Bereich fast fertig. Nun geht's auch hier in die Höhe demnächst.
© Johannes_9065

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Schnappschuss im Vorbeiflug heute:

©555Farang
… ich finde die Rundbögen merkwürdig. Insbesondere weil sie nicht stringend verwendet werden, in den Kopfbauten gibt es mindestens zwei rechtwinklige Durchbrüche. Das macht zumindest an der prägnanten Ecksituation einen unentschlossenen Eindruck.
Das MockUp mit den Natursteinen in Kombination mit den schwarzen Rahmen finde ich zu kontrastreich
Das sieht aus wie Sparkasse aus den 90ern. Aber warten wir das weitere Baugeschehen ab.
Die Rundbögen in Nachbarschaft zu den S-Bahngleisen assoziiere ich immer mit den Gewölbebögen des S-Bahn-Viadukts, obwohl der direkte Vergleich das überhaupt nicht zulässt. Wie auch immer, schon der Rohbau wertet diesen abgelegenen Ort stark auf. Und daran haben die Bögen sicher ihren Anteil.
Ein Blick Höhe : Perlegeber Straße / Brücke
© Johannes_9065 / heute

& Blick : Tegeler Straße

Oben, aus der Fahrende Regionalbahn .⬇️

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Seitlich .
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Ein Blick auf der Rückseite . Jetzt geht's Höhe 4 bald auf der .5 Etage
( aus der Fahrende S -Bahn)
© Johannes_9065

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Mir kommt es so vor, als ob hier am Weddinger Ende des Europaviertels die Gebäude weniger austauschbar und angenehmer gestaltet sind als in der Umgebung des Hbf.
Ich spekuliere mal woran das liegen könnte:
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Die Senatskanzlei und ihre Berater lassen in der abseitigeren Lage mehr zu und verzichten ein Stückweit auf die strickte Durchsetzung minimalistischer Gestaltungsvorstellungen.
ähm... in wie fern setzt denn die Senatsverwaltung minimalistische Gestaltungsvorstellungen durch?
^^
An welchen Gebäuden genau machst du das fest? Klar, das Port-One ist mMn auch der gelungenste Bau im Europaviertel, doch darüber hinaus fällt mir nichts mehr ein. Das UpBeat wird hier im Forum hoch gelobt, doch ich halte es nicht für besser als das KPMG-Hochhaus am Hbf-Vorplatz. Auch die Wohnbauten am nördlichen Ende der Europacity sind mindestens genauso austauschbar wie der Rest.
Es war, wie gesagt, spekulativ.
Ich persönlich bin kein Freund von Frage-Antwort-Geplänkel im Forum. Falls ihr bessere Erklärungen habt für die auffällig minimalistisch gestaltete Architektur im Europaviertel, bin ich interessiert.
Ich empfinde diesen Nöfer jedenfalls als Bereicherung und das UpBeat auch.
Insgesamt hätten mehrere Zitate von Bahn- und Industriearchitektur aus der Berliner Gründerzeit, dem Viertel gut getan. Positiv ist zB, dass bei Pflasterung und Bordsteinen auf traditionelle Berliner Bauweise gesetzt wurde.
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Mir kommt es so vor, als ob hier am Weddinger Ende des Europaviertels die Gebäude weniger austauschbar und angenehmer gestaltet sind als in der Umgebung des Hbf.
Am Hbf hat man mit dem KPMG- sowie dem 50Hertz-Haus ja durchaus auch "ausgefallenere" Objekte. Ich denke hüben wie drüben lässt sich das durch den Umstand erklären, dass es sich um reine Bürogebäude handelt, bei denen die Geldgeber gerne für Hochwertigkeit, Repräsentanz und Wiedererkennungswert zahlen. Abseits der Finanzzentren handelt es sich bei architektonisch markanten Hochhausobjekten ja fast immer um Niederlassungen zahlungskräftiger Unternehmen.
Der Masterplan Heidestraße war - selbst nach der Überarbeitung 2011 - maßgeblich von Stimmanns Doktrin der "kritischen Rekonstruktion" geprägt. Also konsequenter Blockrand, 22m Traufhöhe, Lochfassaden mit stehenden Fensterformaten, Materialität in Stein oder steinartigem Putz. Unter diesen engen Vorgaben strebten die beteiligten Investoren (allen voran CA Immo) wie üblich nach Flächeneffizienz und kalkulierbaren Baukosten. Das Ergebnis sehen wir im Mittelteil der Europacity: Vorgehängte Steinfassaden, gedeckte Farben, Minimalbalkone, kaum Rücksprünge oder Loggien, eine betäubende Regelmäßigkeit.
Vor diesem Hintergrund wurden die Bebauungspläne für die nördlichen Hochhausobjekte unter Lüscher gelockert. Es wurden mehr Glas und Metall, Vertikalbetonung und abgerundete Ecken zugelassen. So hat man hier beim nördlichen Abschluss des Viertels glücklicherweise nochmal "die Kurve bekommen".
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- Wegen der abseitigeren Lage zwischen Bahnbrücken müssen die Investoren den potentiellen Mietern, Kunden oder Nutzern mehr fürs Auge bieten. In der Bestlage am Hauptbahnhof ist das nicht nötig, kann also entfallen.
- Die Senatskanzlei und ihre Berater lassen in der abseitigeren Lage mehr zu und verzichten ein Stückweit auf die strickte Durchsetzung minimalistischer Gestaltungsvorstellungen.
- Es wirkt nur so, der Zusammenhang besteht gar nicht.
- Andere Gründe: zB hier ist eine andere Architektursprache am Werk, weil die Planungszeit später angesiedelt ist. Oder die Grundstücke sind so deutlich billiger, dass mehr Geld für Schnickschnack da ist.
Ich glaube nichts davon ist richtig. Diese Hypothesen sind geprägt von einer - wirkclih nicht böse gemeint - gewissen Naivität. Ja ich meine auch ablesen zu können das die kritische Haltung gegenüber Institutionen des Staates immer wieder durchblitzt während man Investoren und knallharte Marktmechanismen indirekt positiv bewertet oder unterbewertet. Das ist für mich sehr auffällig hier im Forum.
Aus Investorensicht entscheidet hier nicht Lage oder gestalterischer Wille der Verwaltung (die sowieso in diesem Forum immer überschätzt wird und dann natürlich negativ überschätzt), sondern knallhart die Wirtschaftlichkeit des Projekts.
Architektur ist in diesem Kontext kein Selbstzweck, sondern ein variables Mittel, das nur dann aufgewertet wird, wenn es nachweislich Vermietung, Preisniveau oder Risikoreduktion verbessert. Der Unterschied entsteht daher weniger durch „mehr Freiheit“ oder „schlechtere Lage“, sondern durch Marktlogik, Zeitgeist und die Frage, wo sich Gestaltung gerade ökonomisch auszahlt.
Ach ja und Der Bauherr ist ebenfalls noch zu nennen. Wenn er will und eine wertige Architektur schaffen will, weil er das anders bewertet als die reinen Kosten-Argumente baut "wertig". 80% bauen in Deutschland funktional aus Renditegründen - das hat mit der Verwaltung 0,1% zu tun. Wir reden ja nicht von Gebäuden der öffentlichen Hand.
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Der Masterplan Heidestraße war - selbst nach der Überarbeitung 2011 - maßgeblich von Stimmanns Doktrin der "kritischen Rekonstruktion" geprägt...
Vor diesem Hintergrund wurden die Bebauungspläne für die nördlichen Hochhausobjekte unter Lüscher gelockert....
Ich bitte diese groteske Märchenerzählung zu korrigieren. Stimmann hat mit der Planung zur Heidestraße rein gar nichts zu tun und Frau Lüscher wiederrum hat keinen Beitrag zur Bebauung in Richtung Westhafen geleistet. Die Planung zur Europacity vom Hauptbahnhof bis zur Perleberger Brücke ist eine Reinstplanung aus dem Hause Lüscher mit all ihren optischen Konsequenzen. Mit Kritischer Rekonstruktion oder geforderte stehende Fenster hat diese nichts zu tun, das ist deine Erfindung JimmyMcGill.
Lüscher war 2007 erst frisch im Amt, als Collignons Masterplan erarbeitet wurde. Eigene Akzente konnte sie da noch kaum setzen. Offensichtlich handelt es sich nicht wortwörtlich um eine "Stimmann-Planung", aber der Masterplan folgt erkennbar den Prinzipien der "kritischen Rekonstruktion", die unter Stimmann zur Berliner Planungsroutine geworden war. Zugegeben primär in stadtstruktureller Hinsicht, aber weniger streng auf der gestalterischen Ebene. Und trotz der Überarbeitung von 2011 sind Lochfassaden, stehende Fenster, regelmäßige Fensterachsen, geschlossene Wandflächen und ruhige, rasterartige Ordnung in der Europacity unübersehbar. Stuck oder Giebeldächer mögen fehlen, doch eine Kontinuität von Stimmanns Leitbild ist mehr als deutlich.
Und dein zweiter Punkt bestätigt ja meine These: Die B-Pläne für die nördlichen Hochpunkte wurden unter Lüscher angepasst. Erst dadurch konnten Upbeat und Port One in dieser Höhe und mit dieser Fassadensprache realisiert werden. Das widerspricht meiner ursprünglichen Darstellung nicht, sondern ist genau der Wendepunkt, den ich beschrieben hatte.
Eine kurze Frage an die KI ergibt folgendes Ergebnis:
Die Planung der Europacity ist vor allem Regula Lüscher zuzurechnen, nicht Hans Stimmann. Lüscher war seit 2007 Senatsbaudirektorin und kam ins Amt, als die ersten Planungen zur Europacity Form annahmen; sie moderierte auch den internationalen Wettbewerb und war an Masterplan, Bebauungsplänen und Wettbewerbsverfahren beteiligt.
Hans Stimmann war zwar der prägende Senatsbaudirektor der 1990er und frühen 2000er Jahre, aber die konkrete Entwicklung der Europacity lief überwiegend unter Lüscher weiter. In der Praxis ist es daher genauer zu sagen: Die frühen städtebaulichen Vorarbeiten entstanden vor Lüscher, die maßgebliche Ausarbeitung und Steuerung der Europacity erfolgte dann unter ihrer Verantwortung.
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Lüscher war 2007 erst frisch im Amt, als Collignons Masterplan erarbeitet wurde...
Und dein zweiter Punkt bestätigt ja meine These: Die B-Pläne für die nördlichen Hochpunkte wurden unter Lüscher angepasst. Erst dadurch konnten Upbeat und Port One in dieser Höhe und mit dieser Fassadensprache realisiert werden...
Nochmal zum mitschreiben: Den Masterplan für die Europacity hat das Büro ASTOC gewonnen, Collignon wurde später mit der Planung eines (!) Gebäudes beauftragt (Colonnades). Frau Lüscher hat sämtliche Bauten/Planungen vom Europaplatz bis zur Perleberger Brücke betreut (und zu verantworten), da es ihr persönliches Großprojekt in Berlin war. Nördlich der Perleberger Brücke hat mir ihrer Planung (Europacity) nichts Wesentliches mehr gemein (Bezirk Planung Moabit).
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Eine kurze Frage an die KI ergibt folgendes Ergebnis:
Die frühen städtebaulichen Vorarbeiten entstanden vor Lüscher, die maßgebliche Ausarbeitung und Steuerung der Europacity erfolgte dann unter ihrer Verantwortung.
Eine kleine Ergänzung von mir, denn auch KI ist nicht immer ganz genau. Der Masterplan für das Bahnhofsumfeld (Humboldthafen, Quader und Hochhaus Washington-/südl. Europaplatz, sechs Blöcke zwischen Invalidenstraße und Alt-Moabit) stammt von Ungers aus dem Jahre 1994.
Die rudimentäre Planung nördlich des Europaplatzes bis etwa zur Hälfte der Heidestraße stammt von Max Dudler ebenfalls aus dem Jahre 1994. Diese Planung kam aber in keinster Weise zur Umsetzung (im Gegensatz zur Planung Ungers zum Bahnhofsumfeld), sondern wurde durch die Europacity-Planung von Frau Lüscher obsolet.