Beiträge von DickesB

    volle Zustimmung auch von mir!

    Ich nutze auch fast täglich den S-Bahn-Ausgang beim Ullrich-Markt. Seit Jahren frage ich mich, warum man es an einer der zentralen Anlaufstellen für Touristen nicht schafft, die dort befindliche (vermeintlich) provisorische Asphaltdecke, die man vor etlichen Jahren mal auf ca. 2,5m x 7,0m mal auf den Bürgersteig vor dem U-Bahn-Eingang gekippt hat, zu entfernen und durch ordentliche Gehwegplatten zu ersetzen.

    Ganz zu schweigen von den gruseligen weißen Absperrgittern, die sich zwischen dem Bahnhof Zoo und dem Ku'damm auf dem Mittelstreifen der Joachimsthaler Straße entlang ziehen. Gefühlt stehen die Dinger seit den 70er Jahren dort. Das wirkt alles so unglaublich piefig. In jeder anderen europäischen Großstadt hätte man sich in den vergangenen 50 Jahren sicherlich eine elegantere Lösung ersonnen, um die Leute vom Queren der Straße abzuhalten; und seien es einfach nur gusseiserne Absprerrungen mit gehobenem Design.

    113. Sitzung des Baukollegiums:

    Die Weiterentwicklung des Konzeptes für das Karstadt-Areal am Ku'damm

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    Bilder © Henning Larsen (Architektenbüro)| Senatsverwaltung Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Spoiler: Auch die Weiterentwicklung des Entwurfes stieß auf massive Kritik des Baukollegiums. Insbesondere wurde die hohe Flächenausnutzung kritisiert. Hier konzentrierte sich die Kritik auf das geplante Hochhaus am Ku'damm. Man solle sich an der Höhe der anderen beiden Hochpunkte auf der anderen Straßenseite orientieren. Der zweite Hochpunkt am LA-Platz stieß grundsätzlich auf Zustimmung, aber auch nicht in der geplanten Höhe.

    Das Baukollegium steht dem oben gezeigten Entwurf allerdings kritisch gegenüber:

    • Zwischen Baufeld D1 und D2 (Park Inn) soll eine Gasse entstehen, was die Ausbildung einer vierten Fassade erforderlich macht.
    • Der Sockel-Entwurf ist dem Baukollegium zu niedrig. Der Sockel soll mindestens 28m hoch werden.
    • Die Fassade mit den Trapezen korrespondiert dem Kollegium nicht ausreichend mit der Umgebung. Wenn auch die "Schwere" des Sockels begrüßt wurde, wurde angeraten, sich hier mehr an den anderen Gebäuden am Platz zu orientieren. Außerdem würde das Baukollegium zur Gestaltung des Sockels gern einen Wettbewerb sehen.

    Eine kurze Frage an die KI ergibt folgendes Ergebnis:

    Die Planung der Europacity ist vor allem Regula Lüscher zuzurechnen, nicht Hans Stimmann. Lüscher war seit 2007 Senatsbaudirektorin und kam ins Amt, als die ersten Planungen zur Europacity Form annahmen; sie moderierte auch den internationalen Wettbewerb und war an Masterplan, Bebauungsplänen und Wettbewerbsverfahren beteiligt.

    Hans Stimmann war zwar der prägende Senatsbaudirektor der 1990er und frühen 2000er Jahre, aber die konkrete Entwicklung der Europacity lief überwiegend unter Lüscher weiter. In der Praxis ist es daher genauer zu sagen: Die frühen städtebaulichen Vorarbeiten entstanden vor Lüscher, die maßgebliche Ausarbeitung und Steuerung der Europacity erfolgte dann unter ihrer Verantwortung.

    Abwarten!

    Laut eines Berichts von Entwicklungsstadt.de liegen die Baukosten der aktuellen Entwürfe deutlich über den festgelegten Richtwerten. So überschreiten die Baukosten für die erstplatzierten Entwürfe insgesamt 60 Mio Euro. Gemäß dem Auslobungstext werden aber Baukosten-Richtwerte von insgesamt 48,7 Mio. Euro verbindlich vorgegeben. Die Baukosten für die Koszengruppen 300 und 400 analog DIN 276 belaufen sich wohl auf 4.500 EUR/m². Laut Aussage von WBM-Geschäftsführer Lars Dormeyer in einer Anhörung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Abgeordnetenhauses am 30. Juni 2025 ist das Projekt aber nur finanzierbar, wenn die Baukosten für die Kostengruppen 300 und 400 maximal 3.580 EUR/m² betragen.

    Es bleibt also abzuwarten, ob die Entwürfe am Ende so aussehen.

    Quelle:

    https://entwicklungsstadt.de/wettbewerb-ent…ohnhaeuser-aus/

    Aufgrund meiner Erfahrungswerte gehe ich pessimistisch davon aus, dass die am Ende gebauten Gebäude kaum noch mit den Entwürfen übereinstimmen werden.

    Betrachten der Webcam hatte ich in den vergangenen Tagen schon den Eindruck, dass beim Betonieren des Daches in Richtung der Neuen Nationalgalerie ein Malheur passiert ist. Wenn ich mir nun das Foto von OlympyaFlo nun genauer betrachte, sieht es tatsächlich danach aus als sei das Dach an dieser Stelle während des Betoniervorgangs eingebrochen. Der Bereich wurde abgesperrt. Das wäre für ein so exponiertes Bauprojekt natürlich sehr peinlich!

    Vielleicht täuscht auch mein Eindruck. Weiß zufällig jemand Genaueres?

    Da die Fotos spektakulär sind, berichtet selbst die Bild Zeitung

    https://www.bild.de/regional/berli…9afbf7d84ed1ae0

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie oft auf den Dächern von im Bau befindlichen Gebäude nach der Richtfestfeier ein Feuer ausbricht.

    Dass hier nicht für größere Sorgfalt insbesondere mit den zum Einsatz kommenden Gaskartuschen gesorgt wird, ist nur schwer nachzuvollziehen.

    Zuletzt kam es im August 2024 beim neu entstehenden Gebäude der BerlinHyp zu einem ähnlichen Vorfall.

    Dass es offensichtlich eine Kursänderung in der Verwaltung gab, lässt sich der jüngsten rbb-Dokumentation zu den Bauprojekten am Alexanderplatz entnehmen, die sicherlich noch in der Mediathek abruffbar ist. Die hier getroffenen Aussagen der Bauherren, wonach die Stimmung im Baukollegium nun deutlich entspannter sei (als noch zu Lüschers Zeiten) und das Kollegium nun konstruktiv mitarbeitet, lässt m.E. auf einiges schließen.

    "Möglicherweise" ist gut!

    Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um einen Baumassenentwurf. Über die Gestaltung der einzelnen Gebäude wird folglich erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Dass es später einmal so (toll) aussehen wird, wie auf den Skizzen von Henning Larsen dargestellt, darf angesichts bestehender Erfahrungswerte in Berlin und der Renditeerwartungen des Eigentümers doch sehr stark in Zweifel gezogen werden.

    Gut gebrüllt, Löwe!

    Auch ich fürchte, dass es wie bei so vielen Projekten in Berlin enden wird; nämlich, dass die Baumassenstudie im Entwurf (von Henning Larsen) auch dieses Mal die endgültigen Entwürfe, die später umgesetzt werden, um Längen schlägt. Hierbei sei nur an den Kollhoff-Plan für den Alexanderplatz oder den Bebauungsplan für das Humboldt Becken von Oswald Mathias Ungers erinnert. Für die Bebauung des Gleisdreiecks hatte ich ähnliche Befürchtungen. Ob die Bebauung hier aber überhaupt kommen wird, bleibt abzuwarten. Hier opponierten ja zuletzt insbesondere die Grünen und Linken gegen das Projekt.

    By the way: ein weiteres Beispiel für die Verhinderung von Bauvorhaben durch die Berliner Politik (siehe die aktuelle Diskussion im Strang zu den Hochhäusern von Max und Moritz).