Wohnraum für 140 potentielle neue Einwohner ist in einem abgelegenen Ort wie Kitzscher mit einer Bevölkerung von bisher nur knapp 5000 schon recht mutig, noch dazu in einem kleinen Ortsteil. Eine Autobahn-Anschlussstelle ist zwar nah, aber einen Bahnanschluss nach Leipzig gibt es nicht.
Leipziger Neuseenland
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^ Die unmittelbare Nachbarschaft zu Hainer- und Haubitzer See und zur Halde Trages spielt bei der Entscheidung sicher mit rein.
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Meinst Du?
Zwischen Thierbach und dem Areal Hainer- und Haubitzer See liegt die A 72, an die einige kleine Gewerbegebiete angeschlossen sind. Mehr als ein Mal gehen die Wenigsten auf die Halde Trages. Denke ich. Vielleicht spielt der am Bockwitzer See geplante Surfpark eine Rolle. Aber ob der realisiert wird?
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Man fährt von dort aktuell knapp 30 Minuten ins Leipziger Zentrum. Sind die A72 und die Agra-Brücke fertig, verkürzt sich die Zeit nochmal und man kann exklusiv in einem Schloss mit Wald und Schlossteich wohnen. Da wird es definitiv eine Nachfrage geben, zumal die Halde Trages und Seen auch im Umfeld sind.
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Nachteil: Die Autoabhängigkeit wird weiter zementiert. Eine dicht bebaute Stadt wie Leipzig braucht nun alles andere als sich vergrößernde Blechlawinen!
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Im März 24 soll Baubeginn für die neue Jugendherberge am Markkleeberger See sein. Fertigstellung des 170 Betten fassenden Neubaus für ca. 16 Millionen Euro ist 2026 geplant. […]

Direkt oberhalb vom Kanupark entsteht die neue Jugendherberge im Rohbau:
©555Farang maps -
Ein Schrägdach allein macht noch kein schönes Haus… sieht dennoch ganz akzeptabel aus. Die Fensterbänder finde ich allerdings sehr unpassend, als wären sie von einem Schulbau übrig geblieben.
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^ sehe ich auch so. Der Standort gibt mehr her und hätte eine präzisere Planung verdient. Die Ästhetik der Dächer bzw. deren Verhältnis zum Gebäude stimmen hier nicht und hätte mit einem weiten Sattaldach mit einer Traufe ab dem ersten OG, wesentlich besser gewirkt. Weite Satteldach-Flächen wie bei großen Scheunen würden viel besser in die post-industrielle Landschaft passen, sie hätten dennoch alle Gestaltungsmöglichkeiten im Innenbereich zugelassen, und könnten als Regen-Auffangflächen einen weiteren Beitrag leisten.
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Nachteil: Die Autoabhängigkeit wird weiter zementiert. Eine dicht bebaute Stadt wie Leipzig braucht nun alles andere als sich vergrößernde Blechlawinen!
Anders als die Großstädte im Westteil des Landes hat Leipzig aufgrund der ausgebliebenen Suburbanisierung zwischen 1960 und 1990 kein zersiedeltes Umland. Da ist Potenzial für Zuzug, eine sich vergrößernde Steuerbasis, Investitionen. Verstehe den Impetus nicht, Leute in Mehrfamilienhäuser und verdichtete Stadträume zu stopfen. Wer will da wohnen? Noch dazu jenseits der 30 mit 1-2 Kindern? Etwa mit Lastenrad etwa noch? Das ist eine Dystopie, wo sich der klassische Einfamilienhausbau in der Vorstadt oder den Umlandgemeinden weitaus attraktiver zeigt.
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^ Schlag mal bitte den Begriff Dystopie nochmal nach. Abgesehen davon gibt es tatsächlich Menschen, die es genau umgekehrt sehen wie du, mich eingeschlossen. Das ist eine Frage persönlicher Vorlieben. Die Vorzüge für die Umwelt sind aber unbestritten. Stadtwohnung = Weniger Versiegelung, weniger Landverbrauch, weniger Ressourcenverbrauch.
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Verstehe den Impetus nicht, Leute in Mehrfamilienhäuser und verdichtete Stadträume zu stopfen. Wer will da wohnen? Noch dazu jenseits der 30 mit 1-2 Kindern? Etwa mit Lastenrad etwa noch? Das ist eine Dystopie, wo sich der klassische Einfamilienhausbau in der Vorstadt oder den Umlandgemeinden weitaus attraktiver zeigt.
Da verkennst du glaube ich die Größenordnungen. Von romantisch-gemütlichem Vorstadtleben bleibt nicht mehr viel, wenn ein paar zehntausende in EFH untergebracht werden müssen. Konsequent zu Ende gedacht, landen wir dann bei den schier endlos ausufernden EFH-Siedlungen der amerikanischen Städte. ÖPNV lohnt aufgrund der geringen Dichten nicht, Verkehrsflächen nehmen jedoch überproportional zu, da jeder nur noch mit dem Auto mobil ist. Ebenso sinkt der Kosten / Nutzen Faktor aller anderen Infrastrukturen. Dass Raum für Natur natürlich ebenso überproportional verloren geht, ist klar und nein, der steinerne Vorgarten des Durchschnitts-EFH ist keine Natur. Mit Blick auf den ohnehin schon ausufernden Ressourcenverbrauch der Menschen, wäre dieses Zielbild die eigentliche Dystopie. Zumal wir in Deutschland dank vergleichsweise strikter Raumplanung ohnehin nur sehr begrenzt zersiedeltes Umland haben. Da gibt es selbst im europäischen Ausland ganz andere Kaliber. Klar ist das Gegenteil - immergleiche Wohnsilos, "Plattenbau" - auch nicht wünschenswert. Stattdessen halte ich das Weiterbauen der europäischen Stadt mit Blockrand, gelegentlich Zeilen- und Punktbauten, mittlerer Gebäudehöhen für den besten Weg. Auch hier müssen wir nichts neu erfinden, ist ja alles schon dagewesen. Die ungebrochene Beliebtheit der Viertel mit solchen Strukturen beantwortet dann auch die Frage: Wer will da wohnen?

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Belantis soll bis 2030/31 zum ersten "Parc Asterix" außerhalb Frankreichs umgebaut werden. Die erste Themenwelt "Idefix" soll bereits im Frühjahr 2026 eröffnen.
Heute wurde Eröffnung gefeiert:
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Die Pläne für den Ausbau von Belantis gehen sogar schon weiter als bisher bekannt. Es wird mittlerweile auch überlegt ein großes Resort mit Hotels auf dem Areal zu bauen und auch noch einen Aquapark. Das könnte zukünftig ein Freizeitpark mir internationaler Ausstrahlung werden.
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Archäologisches Dorf
Aufgrund einer Vielzahl an archäologischen Funden im Leipziger Südraum wird von verschiedenen Akteuren ein jungsteinzeitliches Dorf geplant. Der konkrete Standort steht noch nicht fest (Groitzsch ist ein Kandidat). Eine Machbarkeitsstudie hat dem Projekt beste Voraussetzungen attestiert da es dergestalt "in Ostdeutschland eine absolute Besonderheit darstelle". Die Baukosten belaufen sich auf ca. 4,5 Mio. Euro. Man plant eine Fertigstellung innert 10 Jahre.

Quelle: https://www.lvz.de/Region/Borna/Z…-Dorf-entstehen / Bildquelle: Julia Tonne
Für das Archäologische Zentrum "Archeoloop" am Ufer des Zwenkauer Sees (genauer Standort ist noch offen) veröffentlichte die LVZ diese Visualisierungen:


Quelle: https://www.lvz.de/lokales/leipzi…V3VHY6WW6Q.htmlDie Planungen für das Projekt laufen seit mehreren Jahren. Es soll sowohl als touristisches Ziel als auch als Bildungsort fungieren um die Ausgrabungsfunde von europäischer und teilweise Weltgeltung, die aktuell in anderen Städten (z.B. Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz) lagern, einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Das Konzept findet zwar große Unterstützung in der Region und in Fachkreisen, die Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt.
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Das Konzept findet zwar große Unterstützung in der Region und in Fachkreisen, die Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt.
Dazu gab es beim LVZ -Talk keine Erkenntnisse. Zuletzt hatten die Städte Zwenkau und Markkleeberg erklärt, überfordert zu sein.
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Nochmal an den Zwenkauer See genauer gesagt ans Kap. Für dieses gibt es seit 2008 einen gültigen Bebauungsplan, der zuletzt 2013 geändert wurde. Dieser erlaubt an der Spitze der Mole einen bis zu 65 Meter hohen Baukörper. Geänderte, neueste Planungen des Projektentwicklers sehen hier nun ein Gebäude vor, dass 15 Meter in den See hinausragt und abgestuft max. 26 Meter hoch ist. Beherbergen soll es ein Spa-Angebot mit sechs Saunen, Ferienwohnungen, ein Restaurant mit Rooftop-Bar, ein Hotel sowie vierzig Prozent Wohnnutzung. Genauso wie gegen den 65-Meter-Turm gibt es auch gegen dieses Vorhaben Widerstände bei Teilen der Anwohnerschaft bzw. örtlicher Akteure: https://www.lvz.de/lokales/leipzi…G4VAFHLTQI.html
Für dieses Vorhaben gibt es nun erste Visus und ein Imagefilmchen: Marina Sky
Nichts gegen einen höheren Baukörper an dieser Stelle allerdings finde ich den vorliegenden Entwurf mit seinen verschränkten Fassadenelementen zu grobschlächtig. Ich hätte mir hier eine "leichtere", filigranere Struktur gewünscht aber warten wir mal ab ob das Projekt überhaupt umgesetzt wird.
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