Beiträge von Stahlbauer

    Das Chausseehaus war eine Ausflugsgaststätte an dieser Stelle. Das wird von Alt-Leipzigern deshalb noch als Ortsbezeichnung verwendet, ähnlich wie die vor ca. 10 Jahren abgerissene "Grüne Schenke".



    Die Gaststätte hatte den Namen aber auch nur übernommen:

    Ein Chausseehaus war das Dienstgebäude des Chausseewärters, das er mit seiner Familie bewohnte. Gebaut wurden sie Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Außerortsstraßen zu Chausseen ausgebaut wurden. Der Chausseewärter beaufsichtigte einen Chausseeabschnitt und kassierte für den Landesherrn das Chausseegeld, die Maut. Manche Chausseehäuser waren auch Zollstationen.

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    Besonders schlimm finde ich, dass auch teils hochwertige Grünflächen aka ehem. "Zwischennutzungen", die wohlgemerkt mit viel Geld ÖFFENTLICH finanziert wurden und nun (über)teuer(t) privat mit 0815-Architektur bestückt verkauft werden, verloren gehen. Oder eben auch "wilde" Baulücken / Grünflächen in Gebieten, wo es zu wenig grün gibt... Die Einzigartigkeit der Stadt geht zunehmend verloren,


    Gibt es dafür handfeste Beispiele?

    Wenn "Zwischennutzungen" nicht erwünscht sind, sollte man sie auch nicht als "ZWISCHENNutzung" bezeichnen. Welche hochwertigen Grünflächen aus Zwischennutzungen sind verloren gegangen?


    Über "Urbane Wälder" wird z.B. HIER und HIER berichtet.

    Trotz der kargen, felsigen Landschaft wird Landwirtschaft betrieben. Vermute ich jetzt mal:. Eine andere Art der Nutzung kann ich für dieses Anwesen jedenfalls nicht erkennen.




    Was man auf den einschlägigen Webseiten zu Beduinen findet, würde ich als touristisch geprägte Folklore bezeichnen wollen. Die mobilen Unterkünfte der Beduinen, an denen wir vorbeigekommen sind, waren sehr spartanisch Auffallend, fast charakteristisch .war die Verwendung von technischen Textilbahnen.







    Im Biosphärenreservat Dana & Feynan soll es 800 Pflanzenarten und 449 Tierarten geben. Vermutlich wurde das Feynan Ecolodge errichtet, damit diese auch von Gästen mit gehobeneren Ansprüchen bewundert werden können.



    Eigene Fotos.

    Wir wollten auch die Landschaft Jordaniens durchwandern. Der "Tourismusort" Dana war Startpunkt einer Wanderung ("ca.6 Stunden, ca. 900 Höhenmeter").




    Laut Smartphone waren es dann ca. 19 km. Dass in der Mittagshitze das Leben ruht, scheint nur für Beduinen zu gelten.






    An Stellen, an denen Wasser vorhanden war, gab es durchaus üppige Vegetation.




    Eigene Fotos.

    Klar, in einer idealisierten Welt, würde Leipzig innerhalb von 15 Jahren ein komplettes U-Bahn-System erhalten ;)


    @ MiaSanMia Deine Aussage -die Du ja wohl nicht ohne Grund mit einem Smiley versehen hast- habe ich hier nur exemplarisch zitiert. Andere User haben ja auch jede Menge Ideen, wie der Verkehr in Leipzig und im Umland neu geordnet werden könnte. Aber wie könnten die durchgesetzt und zeitnah realisiert werden?


    Nehmen wir nur mal den Citytunnel und seine Verwendung für den Fernverkehr. Wohin sollte den der Fernverkehr gehen? Nach Chemnitz? Über eine Strecke, die im Moment niemand durchgehend zweigleisig und elektrifiziert ausbauen will? Die Nachwendeplanungen gingen von einer Fernverkehrsstrecke nach Bayern aus. Dazu sollten für das Projekt "Citytunnel Leipzig" nicht nur zwei Tunnelröhren sondern vier Tunnelröhren gebaut werden.


    ...Nach der Deutschen Wiedervereinigung befasste sich das neu gründete Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit mit der langfristigen Entwicklung der S-Bahn-Systeme von Leipzig und Dresden. Nach einer ersten Bestandsaufnahme wurde für Leipzig ein Innenstadttunnel erwogen. Nach den Ergebnissen der Vorplanung sei ein für den Großraum Halle/Leipzig ohnehin notwendiges S-Bahn-Netz nicht ohne einen Stammstrecken-Tunnel denkbar gewesen. 1991 schlug der damalige Verkehrsminister Kajo Schommer Bundesverkehrsminister Krause in einem Spitzengespräch unter anderem einen viergleisigen Eisenbahntunnel mit getrennten Röhren für Fern- und Nahverkehr unter Leipzig vor. Der Fernbahntunnel sollte als Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 aus Bundesmitteln hergestellt werden, der Regionalverkehrstunnel aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG).[3] Die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle wäre nach frühen Überlegungen über den Raum Naumburg zum Bayerischen Bahnhof und von dort unterirdisch zum Hauptbahnhof Leipzig geführt worden.[8] Diese Variante wurde nach Prüfung durch die Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit schließlich verworfen. Die weiteren Betrachtungen konzentrierten sich damit auf einen Nahverkehrstunnel, über den zusätzlich einzelne Fernverkehrsfahrten abgewickelt werden sollten....


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    Zu den zusätzlichen einzelnen Fernverkehrsfahrten nur soviel: Wo ein Körper ist kann kein zweiter Körper sein.


    Über derart große Infrastrukturprojekte entscheiden keine Lokalpolitiker. Die in München erscheinenende SZ erwähnt daher in diesem Artikel über die "teuerste U-Bahn Deutschlands" folgerichtig auch keinen einzigen Bürgermeister. Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel hatte -im Gegenstatz zu König Kurt- die besseren Kontakte zur Entscheidungszentrale in Bonn. In der Staatskanzlei Dresden scheint man das bis heute zu verdrängen.


    Mal ein Gedankenspiel: Wäre Chemnitz heute noch immer die einzige deutsche Großstadt ohne Anbindung an den Schienenfernverkehr, wenn die Citytunnelvariante mit vier Tunnelröhren durchgesetzt worden wäre?


    Selbst wenn "einzelne Fernverkehrszüge" durch die Nahverkehrs-Tunnelröhren des Citytunnels Leipzig fahren können, müssten sie bis Hof (in (Bayern) auf Gleisen fahren, die auch von Güter- und der Nahverkehrszügen genutzt werden. Ab Hof ist dann eh Schluß mit ICE: Mangels Fahrdraht. Und das nach mehr als dreißig Jahren Planungszeit.

    Zur Erinnerung die Erklärung unseres Guides: Nachdem die Landwirtschaft nicht mehr genug Erträge brachte und das Naturschutzgebiet etabliert worden ist, sollte der Tourismus den Einwohnern Einkünfte bringen.


    In vergangenen Zeiten haben die Bewohner Bewässerungsgräben gebaut und unterhalten. Entlang eines dieser Bewässerungsgräben verläuft der Dana Trail. Zum Teil funktioniert die Bewässerung noch. Beim Grad der Beschädigungen und der Vermüllung fragt sich der geneigte Besucher allerdings: Wie lange noch?






    Sonnenuntergangsimpressionen fehlten noch.




    Eigene Fotos

    In den Hotels schafft man mit wenigen Mitteln und Improvisation Atmosphäre.






    Auch wenn die Dächer unfertig sind, werden sie trotzdem genutzt...





    ...z.B. um über Ruinen hinweg den Sonnenuntergang zu beobachten.




    Eigene Fotos.

    Die Unternehmer geben sich erkennbar Mühe, saubere, akzeptable Unterkünfte anzubieten. Die Zusammenarbeit der Dorf- und Stadtgemeinschaften funktionieren aber erkennbar nicht.


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    An die Esel auf der Terrasse muss man sich halt gewöhnen. Andere Länder, andere Sitten.


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    Eigene Fotos.

    Auch in Jordanien lohnt sich in Gebirgsregionen die Landwirtschaft nicht mehr oder ist für die Menschen unattraktiv. Im Danareservat soll der Tourismus wieder Arbeit bringen. Corona hat den Unternehmen zugesetzt.


    Von den Terrassen des Dana Guesthouse hat man eine guten Blick in das Danatal.







    Eigene Fotos.

    In der Festung Kerak kann man wegen ihrer Größe die Orientierung verlieren. Deutsche Reiseführer empfehlen daher eine Taschenlampe mitzunehmen.




    In manchen Bereichen spenden lediglich Schießscharten Licht.




    Die Entwicklung eines ÖPNV steckt noch in den Kinderschuhen. Im Moment gibt es nur Busse, Minibusse und Taxen. Oder man nimmt einen Leihwagen. Die Zufahrt zur Festung Kerak wird von der Polizei geregelt.




    Auf dem Weg zur Wüste ging es erst einmal durch die Wüste.




    Auch hier fragten wir uns, woher der Landwirtschaftsbetrieb sein Wasser bezieht.




    Auf dem Desert Highway gibt es Servicestationen, an denen die Luftschlitze der Motorkühlung gereinigt werden können. Sagte jedenfalls der Guide.



    Eigene Fotos.

    Am S-Bahnhof Bayerischer Bahnhof (Kulka Architekten) scheit man nun endlich etwas gegen die Taubenplage zu unternehen.

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    Einmal an den Nutzungsanfordergungen vorbeigeplant sag ich da nur.

    Die Meinungen der User aus den Nullerjahren und die VISUALISIERUNGEN sind aus heutiger Sicht schon putzig. Gut die Technik hat sich weiterentwickelt - bis auf die Vergrämung und die Reinigungstechnologien. In der Station "Markt" lagert sich der Fahrwerksabrieb auf der rauen Oberfläche der Fassadenplatten prächtig ab. Die Stationen "Wilhem-Leuschner-Platz" und "Hauptbahnhof -tief" scheint die DB Station&Service AG aber ohne nennenswerte Probleme betreiben zu können.

    Die Burg Kerak wurde im 12.Jahrhundert für die Kreuzritter errichtet. In einem kleinen Museum kann man sich über die Geschichte der Anlage informieren.





    Betont wurde vor Ort, dass beim Bau unter den Kreuzrittern eher grob behauene Steine, später unter muslimischer Herrschaft sauber behauene Steine verwendet wurden.







    Eigene Fotos.

    Auf dem Weg in die Wüste haben wir in einem Guesthoúse übernachtet. Diese einfachen Unterkünfte haben wir bereits in Zentralasien kennengelernt.





    Kerak, eine Gebietshauptstadt mit ca. 35.000 Einwohnern, breitet sich um den 950 m hohen Festungsberg aus.







    Eigene Fotos.