Beiträge von Stahlbauer

    Welches Wehr soll denn zurückgebaut werden? Vielleicht ist aber gerade das der richtige Ansatz, den Bootsverkehr in die künstlichen Kanäle und raus aus dem Auenwald zu lenken, um sich den Auenwald erholen zu lassen.

    Welche Wasserläufe in Leipzig kann man den als "natürlich" bezeichnen? Wenn wirklich gewollt ist, dass sich in Leipzig wieder ein naturnaher Auwald entwickeln soll, werden die Wehre verschwinden müssen. Mit allen Konsequenzen für die Anrainer.

    Ein Grundstück zu entwickeln und zu bebauen hätte ein Konzern wie die DB mit ihren großen Planungsabteilungen sicherlich auch hinbekommen können. Wertsteigerungen und Mieteinnahmen wären dann in die DB-Bilanz eingeflossen, später hätte die fertige Bebauung einzeln veräußert werden können.

    Das ist das Geschäftsmodel japanischer Eisenbahngesellschaften, wie der JR East. Bahnhöfe in Tokio und anderswo in Japan sind praktisch Stadtteilzentren.

    An welche gelungenen Vorbilder denken sie denn hier?
    Die große Kirche auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz mit ihrer umgebenden modernen und reflektierteren Zeitgenössichen Bebauung?

    Google Maps


    Oder aber doch diese ehrliche und authentische Verbindung von Retro-Gedanken und zeitgenössisch-ehrlicher Nutzung?
    braunschweig schloss - Google Maps

    Für das Areal um den ehemaligen Königsplatz bzw. heutigen Wilhelm-Leuschner-Platz müsste zunächt eimal geklärt werden, was dort rekonstruiert werden soll. Mit dem wiederaufgebauten Neuem Rathaus, der Deutschen Bank, dem alten Grassimuseum (leider noch ohne Dachgeschoß) und dem Polizeigebäude (dort soll ja die Dachzone bald rekonstruiert werden) ist ja einiges da. Schon bei der Markthalle wird es schwierig. Wenn alle nur noch zum Discounter gehen, werden es die Markthändler schwer haben. Vermutlich ist aber gemeint, dass Gebäude errichtet werden sollten, die sich an die Formensprache der klassischen Architektur anlehnen.


    Um "neue" Stadträume zu erleben, müssen wir gar nicht nach Köln, Stuttgart oder Pforzheim fahren - WIENER PLATZ, POSTPLATZ, HAUPTSTRASSE, NEUSTÄDTER MARKT, CAROLAPLATZ, PIRNAISCHER PLATZ, STRASBURGER PLATZ etc. können als mahnende Beispiele nicht weit entfernt begutachtet werden. Alles überwiegend rekofrei und verkehrsgerecht gebaut. Da ist der Neumarkt schon etwas besonderes. Aber eben nicht die Regel.

    Repliken mögen eine Streicheleinheit der Seele sein, doch sie sind eben keine Weiterentwicklung.

    Das mit der Weiterentwicklung ist schwierig und kann nach hinten losgehen. Dann muss man versuchen, das wieder geradezubiegen.


    Man könnte auch nach den Eigenarten, den Alleinstellungsmerkmalen, den Besonderheiten eines Ortes suchen. Wenn z.B. in einem Ort nicht tabula rasa gemacht wurde und daher heute die historische Stadtstruktur überwiegend noch vorhanden ist. Wo das nicht der Fall ist, wie in Leipzig, gibt auch heute noch die Möglichkeit, die Stadtstruktur wieder zu rekonstruieren. Dort, wo in den 50er, 60er, 70er Jahren Großblocks errichtet wurden, werden in den nächsten Jahrzehnten keine Straßenzüge in historischer Manier entstehen. Die breiten Straßenzüge, riesigen Plätze und begrünten Brachflächen werden in derartigen Städten die Leerstellen das Bild auch in Zukunft bestimmen. Dessau und Magdeburg fallen mir da ein. Wenn dann noch riesige Einkaufszentren in der "Altstadt" errichtet wurden, die heute Städte verschönern, wird es schwer mit Rekos werden.

    Verstehe Deinen Einwand ehrlich gesagt nicht.

    Das bezog sich doch vor allem auf den von Dir verlinkten MDR Beitrag. Dort wird in großen Teilen über das geniale Schiffshebewerk in Schottland berichtet. Eine Schleuse, Schleusentreppe, Schiffstransportanlage oder eben ein Schiffshebewerk wird benötigt, um den Anschluss an die Saale herzustellen. Kannst Du erkennen, dass sich mehr als ein paar Enthusiasten dafür engagieren?


    Die Ländergrenze ist da ein echter Hemmschuh. Siehe Ausbau des S-Bahnnetzes.


    Im MDR-Beitrag wurde mal wieder über den Leipziger Hafen, in dem noch nie ein Schiff angelegt hat, gelächelt. In Halle / Saale wurde der Hafen in Trotha für 60 Milionen Euro ausgebaut, um den 1.000-Tonnen-Frachtschiffen Anlegemöglichkeiten zu bieten. Um Schiffe zu be- oder zu entladen benötigt man Fördertechnik.


    Z.B. einen Kran:


    512px-Portalkran_Hafen_Halle_03.jpg


    Portalkran Hafen Halle 03

    Milenavaleska, Public domain, via Wikimedia Commons


    Der wurde aber wieder verkauft.


    Fazit:

    Die Schiffbarmachung der Saale wurde trotz Vorhandensein von Hafen, Schleusen usw. nicht abgeschlossen.


    Die Anbindung Leipzigs an die Saale für rein touristische Zwecke wird auf größere Widerstände treffen. Meine Meinung. Ich lass mich gerne belehren.

    Passend dazu der MDR mit einer Doku über den Mittellandkanal bzw. über den in Teilen fertiggestellten sog. Südflügel aka Elster-Saale-Kanal aka Saale-Leipzig-Kanal

    Da nicht zu erwarten ist, dass die Entscheider in Berlin, Magdeburg oder Dresden Geld für die Fertigstellung des Kanals locker machen werden, muss man sich nicht wirklich mit diesem Thema befassen.


    Auch in Leipzig scheint allgemein kein Interesse zu bestehen, den Bootsverkehr zu entwickeln. Spätestens wenn die Wehre zurückgebaut worden sind, hat sich das mit dem Paddeln etc. in Leipzig sowieso erledigt. Dafür gibt es dann in einigen Teilen der Stadt ökologisch saubere Wasserläufe.Wozu also den Elster-Saale-Kanal ausbauen?


    Über die Trinkwasserversorgung muss natürlich auch neu nachgedacht werden. Die sollte über das Wasserdargebot innerhalb der Stadt sichergestellt werden, damit die weiten Transportwege über Land eingespart werden können.

    Zum denkmalgeschützten Gebäude Ritterstraße 5 berichtet:






    Eigene Fotos.

    Ergänzend noch die Ausführungen zum Gebäude "Strohsack" Ritterstraße 7 zu finden bei:


    202202_strohsack_kl_5hskdm.jpg


    202202_strohsack_kl_500k1i.jpg


    202202_strohsack_kl_5xrkty.jpg


    Eigene Fotos.

    Das Gebäude Ritterstraße 9,11,13, hat einen echt langen Eintrag beim










    Eigene Fotos.

    Zu Schloss und Rittergut Trebsen vermeldet:





    Blick vom Rittergut zum Schloss Trebsen...





    ..und umgekehrt.





    Eigene Fotos.